Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Jahr

Gea - auf der Suche nach der verlorenen Zeit


Gea

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 09.2022

Schulterhöhe: 54 cm

Hallo, liebe Tierfreundinnen und  -freunde!

Wisst Ihr, ob es viel mehr Hunde als Menschen gibt? Weil, wenn es andersherum wäre, dann hätte doch jeder Hund ein Zuhause und dürfte sich versorgt und geborgen fühlen. Ich habe leider keines und Ihr könnt Euch sicher denken, wie ich mich fühle. Ganz allein auf mich gestellt habe ich meine Welpchen geboren, in einer Gegend, die man bestenfalls als Wüste bezeichnen kann; es ist das Death Valley der streunenden Hunde!



Eine liebe Tierschützerin, die gerade auf dem Weg zum Tierarzt war und dabei mit einer Kollegin telefonierte, sah zwei kleine Hundebabies am Straßenrand nach Futter suchen. Sie ist sofort an die Seite gefahren, ausgestiegen und meinen kleinen Mädels, Gin und Grappa, nachgeschlichen zu dem Versteck, in dem wir uns vor der Welt und ihren Gefahren verborgen hatten. Dort hat sie dann auch mich und mein Baby, den Buben Guinness, gefunden. So schnell wie möglich kam ihre Freundin ihr zu Hilfe, um uns einzufangen. Ich hatte eine Heidenangst vor ihnen, aber mein Hunger war größer, so dass ich mich zuletzt doch schnappen ließ. Meine Welpchen waren sehr schwach und ausgemergelt und leisteten keinen Widerstand.



Die ersten Tage hatten wir schreckliche Angst vor den Menschen und der neuen Umgebung. Aber wir merkten schnell, dass uns bei der Tierschützerin in ihrer kleinen Auffangstation kein Leid geschieht. Ich war glücklich zu sehen, wie meine Kinder jeden Tag mehr an Gewicht zunahmen, neugierig ihre Umgebung erkundeten und sich von der Tierschützerin behandeln und nur allzu gern füttern ließen.


Ich selbst bin eine noch sehr junge, schneeweiße Hündin, bescheiden und vom Leben nicht verwöhnt. Es war ein Wunder, dass ich in der ungastlichen Gegend überleben und noch dazu meine Welpchen säugen konnte. Ob der große Hundeengel wohl auch für mich noch ein Wunder übrig hat? Wem darf ich vertrauen und mein treues Herz zu Füßen legen?

Mit dieser Frage grüßt Euch die Gea


******************************

Liebe Leserinnen und Leser! Während andere Hunde glücklich in ihr neues Zuhause reisen, bleibt Gea zurück; immer wieder, Jahr für Jahr. Sogar ihre Welpen, die sie unter erbärmlichsten Bedingungen liebevoll aufgezogen hat, sind inzwischen alle vermittelt und in Sicherheit. Nur Gea wartet weiter im Schatten, leise und ungesehen.


Bei der Tierschützerin, die sich täglich liebevoll um sie kümmert, hat Gea bereits kleine Fortschritte gemacht: In ihrer Nähe bleibt sie ruhig und entspannt, während sie sich bei ihr fremden Menschen eher zurückzieht. Das zeigt, dass dass sie sich nach Vertrauen und Sicherheit sehnt. Dabei drängt sie sich niemandem auf. Sie fordert den Platz nicht ein, den sie so sehr verdient hätte, sondern hofft still, dass ihn jemand ihr eines Tages anbietet.


Wären Sie bereit, der sanften, wunderschönen Gea die Zeit zu geben, die sie benötigt, um Vertrauen zu fassen? Möchten Sie für sie da sein, weil ihr Schicksal Sie berührt und Sie erkennen, welch kostbarer Schatz sich hinter ihrer Scheu verbirgt? Dann melden Sie sich bitte bei ihrer Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!

Daniela Koenemann

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Lebenslichter 05.10.2026, 18.47 | (0/0) Kommentare | PL

Alvida - denn sie wissen, was sie tun...


Alvida

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 09.2022

Schulterhöhe: 51 cm

"Was haben sie nur mit dir gemacht, kleine Alvida? Hast du auf der Straße gelebt in einer Gegend, in der Hunde mit Stöcken und Steinen verjagt werden? Oder hast du zu Hause Prügel bezogen?  Du kannst es uns nicht sagen; aber wir wissen auch so, dass du Menschen begegnet sein musst, die dich grausam behandelt haben und dass du erst lernen musst, dass wir nicht alle so sind. Sonst würdest du dich nicht am liebsten unsichtbar machen, sobald du einen von uns erblickst.

Man zeigte uns deine Bilder, und wir konnten erkennen, wie gern du dich in einem Mauseloch verkrochen hättest, als die netten Tierschützer dir dann auch noch Halsband und Leine angelegt haben. Aber du hast es über dich ergehen lassen, ohne zu knurren oder gar zu beißen, denn du bist ein ganz liebes Mädchen, dem man leider übel mitgespielt hat.

All das geschah in deinen ersten zwölf Lebensmonaten. Rund um deinen ersten Geburtstag gerietest du dann in dieses düstere, furchteinflößende Hundelager und hast seitdem nie einen Menschen zu Gesicht bekommen; zumindest keinen, der es gut mit dir meinte, bis die Tierschützer dich besucht haben. Sie erzählten uns auch, dass du in deiner Zelle mit Rüden und Hündinnen gleichermaßen einträchtig zusammenlebst, denn wie gesagt, du bist ein liebes Mädchen und weißt, wie man sich unter Artgenossen benimmt.

Was du aber im Augenblick noch nicht weißt, dir sicher nicht einmal vorstellen kannst: Es gibt Menschen, die möchten, dass du es gut bei ihnen hast. Sie sind geduldig, verständnisvoll und wissen, dass man sanft und behutsam umgehen muss mit einem kleinen Hundemädchen, welches in jungen Jahren schon soviel Schmerz und Leid erdulden musste.

Und genau diese Menschen wollen wir für dich finden, liebe, kleine Alvida. Es fällt ja so leicht, sich in dein süßes Gesichtchen zu verlieben. Sei also ganz unbesorgt, mein Schatz. Wir als Tierschützer kennen uns ein wenig aus und sind sicher, dass da draußen dein Mensch, deine Familie nur darauf wartet, dich in seinem oder ihrem Leben willkommen zu heißen. Vielleicht wirst du für immer einen Rest des schweren Päckchens mit dir herumtragen, das man dir in deiner Welpenzeit aufgeladen hat. Aber gemeinsam schafft ihr den Weg in ein fröhliches, unbeschwertes Hundeleben. Halt nur noch ein kleines Weilchen durch, der erste Schritt ist schon getan!"


Sabine Wojtok

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Lebenslichter 04.09.2026, 16.31 | (0/0) Kommentare | PL

Julinda – Zählt sie überhaupt noch?


Julinda

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 08/2021

Schulterhöhe: 62 cm


August 2026: Fünf Jahre. So lange sitzt Julinda jetzt schon eingesperrt im Lager. Ende August 2021 wurde sie geboren, zusammen mit fünf Geschwistern. Sechs kleine Körper, die sich aneinanderdrängten und nichts hatten außer ihrer Nähe, um sich zu wärmen.


Mit zwei Monaten kamen sie ins Hundegefängnis. Was danach kam, war für alle sechs zunächst dasselbe: kalter Beton unter viel zu kleinen Pfoten; keine Hand, die sie je gehalten hätte. Kein Zuhause, das ihren Namen kannte. Nach und nach hat sich das verändert, für die anderen.


Vier fanden ihre Familien. Vier Körbchen wurden bezogen, vier Namen endlich mit Liebe ausgesprochen, statt nur mit einer Nummer auf einer Liste verglichen zu werden. Für Julinda leider nicht.

Sie ist noch da, genau wie ihr Bruder Jacoby, in einem anderen Zwinger desselben Lagers. Vielleicht hören sie sich noch, wenn einer bellt oder in der Nacht winselt. Aber ein Laut durch eine Wand ist kein Trost; nur die Gewissheit, dass der andere noch da ist. Irgendwo, unerreichbar nah.


Fünf Jahre sind eine unfassbar lange Zeit für ein Hundeherz. Julinda hätte längst erfahren sollen, wie Regen riecht, wie sich eine Wiese unter den Pfoten anfühlt und wie ihr Name klingt, wenn ihn jemand ruft, weil er sie meint. Stattdessen kennt sie eine kahle Wand, einen schmuddeligen Napf und einen immer gleichen, eintönigenTagesablauf. Jahre sind vergangen, ohne dass ihr eigentliches Leben beginnen durfte.


Und trotzdem ist Julinda nicht hart geworden. Die Tierschützer, die sie zuletzt besucht haben, beschreiben sie als schüchtern, aber neugierig. Die Leine kennt sie nicht, und das macht ihr ein wenig Angst. Auch das ist verständlich – wie sollte sie etwas nicht fürchten, das sie noch nie erlebt hat?


Julinda lässt sich streicheln, sucht die Nähe zu Menschen noch nicht von sich aus, aber sie flieht auch nicht, wenn die Tierschützer da sind. Es scheint so, als würde sie spüren: Da ist etwas Gutes. Ich muss nur noch den Mut finden, den ersten Schritt zu tun.


Man sollte meinen, fünf Jahre des Wartens hätten unauslöschliche Spuren hinterlassen. Julinda braucht jemanden, der ihr Zeit gibt, ohne eine Uhr mitlaufen zu lassen. Der es aushält, wenn sie sich am ersten Abend noch nicht ins neue Zuhause traut und der ihre Zurückhaltung nicht mit Ablehnung verwechselt, sondernals das sieht, was sie ist: Vorsicht, die aus fünf Jahren ohne Wahlmöglichkeit erwachsen ist.


Jetzt könnte alles das anfangen, was ihr bisher verwehrt wurde. Nicht rückwirkend als Wiedergutmachung, sondern als das, was von nun an gilt.


Julindas Vermittlerin freut sich auf Ihren Anruf – bevor ein sechstes Jahr beginnt.

Daniela Koenemann

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Lebenslichter 29.08.2026, 20.57 | (0/0) Kommentare | PL

Jacoby - Rufst du mich beim Namen?


JACOBY

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 08.2021

Schulterhöhe: 60 cm

Tage, Stimmen. Immerzu und überall Stimmen. "Benny! Molly! Komm!" Jeden Tag hört man Wörter, die fliegen wie Leckerli durch die Luft, geworfen von lachenden Menschen, aufgefangen von fröhlich bellenden Hunden. Manche Namen werden mit Liebe ausgesprochen, viele mit Sehnsucht, andere einfach so.


Nur meiner fällt nie: Jacoby. Ich höre meinen Namen in der Stille. Ich fühle ihn, wenn alle anderen fort sind und ich allein in meinem Zwinger liege. Manchmal probiere ich ihn aus, ganz leise in Gedanken, und stelle mir vor, wie er in einer warmen Stimme klingt; wie es wäre, wenn jemand ihn laut ruft; nicht aus Versehen, sondern weil er wirklich mich meint.





Aber sie rufen, sie streicheln, sie adoptieren andere. Meine Schwester und meine Freunde durften gehen, sie durften diesen traurigen Ort verlassen, weil jemand sie beim Namen gerufen hat. Ich bin übriggeblieben, mit all den liebevollen Sätzen in meinem Herzen, die niemand je zu mir gesagt hat.


"Wart nur ab, Jacoby, irgendwann kommt auch dein Mensch, oder deine Familie und holt dich hier raus!" Das ist lange her. Ich habe gewartet, 365 Tage, 730 und inzwischen schon über 1500. Jeden einzelnen davon habe ich meinen Namen inwendig gespürt und ihn doch nie gehört. Ich weiß, wie die Jahreszeiten riechen und wie schwer Worte wiegen, wenn sie nicht ausgesprochen werden.


Ich bin freundlich und geduldig. Ich habe mich immer bemüht, möglichst unsichtbar und unauffällig zu sein, weil niemand nach mir ruft und nach mir verlangt. Vielleicht war das ein Fehler und ich habe deswegen keine Leine kennengelernt, weil ich nie dorthin durfte, wo ein Name mehr bedeutet würde als ein Eintrag in einer Liste.





Tage und Nächte vergehen, ich werde älter, schwerer und ruhiger. Meinen Alltag teilte ich lange mit Jontar und Betsy. Die beiden hatten Glück, sie durften in den Sicheren Hafen umziehen und warten dort auf ihre(n) Menschen. Ich blieb allein zurück. Wenn die Tierschützer mich alle paar Monate einmal für wenige Minuten besuchen kommen, spreche ich innerlich meinen Namen wie ein stilles Gebet. Manchmal glaube ich, die Sehnsucht hängt als Klang in der Luft, doch niemand nimmt sie wahr.


Was würde wohl passieren, wenn jemand an das Gitter käme, innehielte und meinen Namen sagte? Was könnte auf einmal in mir lebendig werden, wenn da draußen wirklich jemand wäre, der nicht einfach nur einen Hund sieht, sondern Jacoby ruft. Mich.


Vielleicht bist du das, liebe Leserin, lieber Leser. Vielleicht sprichst du am Ende das Wort aus, das mein Leben zum Leuchten bringt, fängst meinen Namen auf und heilst die Stille und Leere in mir und um mich herum.





Und wenn die Zeit reif ist, kann ich das allererste Mal hören, wie mein Name klingt: Jacoby.


Bitte ruf DU mich, damit ich endlich weiß, wie es sich anfühlt, einen Namen zu haben, kein Niemandshund mehr zu sein und nach Hause zu kommen.




Daniela Koenemann

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Lebenslichter 29.08.2026, 20.57 | (0/0) Kommentare | PL

Miah – Holst du mich endlich heim?


Miah

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 08/2021

Schulterhöhe: 55 cm

August 2026 Hallo, Sie da draußen – ja, genau Sie!

Erinnern Sie sich noch an mich? Ich bin Miah. Vor fast drei Jahren habe ich mich schon einmal bei Ihnen beworben. Und danach noch einmal. Leider haben Sie sich bis heute nicht bei mir gemeldet. Kein Anruf, kein Brief, kein "Komm, Miah, wir holen dich!"

 Nun könnte ich beleidigt sein. Bin ich aber nicht. Ich dachte mir einfach: Na gut, dann versuche ich es eben noch einmal. Irgendwann muss es doch klappen!


Ich bin inzwischen fünf Jahre alt und immer noch hier im Hundelager. Dabei bin ich eigentlich viel zu temperamentvoll für so ein Dasein und habe große Lust, endlich die Welt zu entdecken. Mit meinen Artgenossen komme ich gut aus, auch wenn ich manchmal ein bisschen stürmisch bin. Aber nach so vielen Jahren im engen Zwinger darf man doch wohl ein wenig übers Ziel hinausschießen, oder?


Menschen finde ich jedenfalls ganz wunderbar. Ich bin offen und freundlich, suche ihre Nähe und liebe Aufmerksamkeit. Streicheleinheiten? Immer her damit! Wenn sich eine Hand findet, die mich krault, bin ich sofort dabei. Ich glaube nämlich, dass ein Hund gar nicht genug davon bekommen kann, wenn endlich jemand Zeit für ihn hat.

Und dann wären da noch meine langen Beine, meine Schnüffelnase und meine ganze angesammelte Energie. Ich möchte laufen, entdecken, spielen und lernen. Ich möchte nicht länger nur darauf warten, dass der Tag irgendwie vergeht, sondern endlich dazugehören.


An der Leine gehe ich inzwischen schon - nun ja ... daran lässt sich noch arbeiten. Ich bin eben neugierig und voller Begeisterung und manchmal gibt es draußen von allem einfach ein bisschen zu viel auf einmal. Aber das lässt sich lernen. Mit Menschen, die Geduld haben, mir Sicherheit geben und ein bisschen Humor mitbringen, werde ich bestimmt noch eine richtig gute Spaziergängerin.


Was ich mir wünsche, ist eigentlich gar nicht so schwer zu erfüllen: ein Zuhause, meine Menschen, ein gemütliches Körbchen zum Einmummeln und möglichst viel von dem, was ich bisher so vermisst habe: Nähe. Zuwendung. Gemeinsame Spaziergänge. Ein bisschen Unsinn. Und die Gewissheit, dass ich bleiben darf.


Ein netter Hundekumpel dürfte übrigens gern schon da sein. Ich bin ja an das Zusammenleben mit Rüden und Hündinnen gewöhnt und könnte mir von von einem ruhigen und selbstsicheren vierbeinigen Freund sogar noch allerhand abschauen.


Drei Jahre sind eine lange Zeit. Sehr lange für jeden von uns und viel zu lange für ein quirliges Hundemädchen wie mich. Aber ich habe meine Lebensfreude und meine Hoffnung nicht verloren.

Vielleicht ist meine Bewerbung bisher einfach noch nicht bei den richtigen Menschen angekommen. Vielleicht sitzen Sie gerade da und denken: "Miah? Die könnte gut zu uns passen."


Wenn das so ist, dann lassen Sie uns einander doch endlich kennenlernen. Ich bin bereit. Ich warte hier – mit offenen Pfoten und einem Herzen voller Zuversicht. Und ich würde nur zu gern hören: "Komm, Miah. Jetzt bist du daheim."

Ihre Miah

Ina Schoenfuss

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Lebenslichter 29.08.2026, 18.59 | (0/0) Kommentare | PL

Thirelia – Ihr Fünkchen ist noch da. Wird es wieder leuchten?


Thirelia

Rasse: Pomeranian Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 06/2018

Schulterhöhe: 37 cm

Ein Blick in Thirelias Gesicht und man könnte glauben, ihr Leben sei bisher ein schönes gewesen. Man sieht eine kleine, niedliche Hündin mit üppigem Fell und handlicher Größe. Eine, die man auf den Arm nehmen kann und die sich wunderbar präsentieren lässt.

Aber vielleicht sollte man bei Thirelia genauer hinschauen. Denn hinter dem hübschen Gesicht liegt ein Leben, von dem wir nur vermuten können, wie wenig es mit dem zu tun hatte, was ein Hund eigentlich braucht. Vielleicht war sie einmal genau das, was sich jemand gewünscht hatte: klein, goldig, dekorativ. Ob sie regelmäßig spazieren gehen durfte, ob jemand mit ihr die Welt entdeckt hat oder ob sich jemand wirklich um ihre Gesundheit kümmerte? Wir wissen es nicht.

Was wir wissen: Thirelia ist jetzt acht Jahre alt und seit Juni 2026 im Hundelager.

Zudem bringt sie einiges mit, was man nicht einfach beiseiteschieben kann. Thirelia ist übergewichtig, sie hat Husten, Linsentrübungen und wurde positiv auf Leishmaniose getestet. Ob all das Folgen eines Lebens sind, in dem ihre Bedürfnisse zu lange keine Rolle gespielt haben, können wir nicht sagen. Aber man fragt sich unweigerlich, wie viel früher sich jemand hätte kümmern müssen.


Und trotzdem ist da diese kleine Hündin. Thirelia ist gesellig, selbstbewusst und sucht die Nähe der Menschen. Sie möchte Anschluss, möchte dabei sein und lässt sich nicht davon beeindrucken, dass ihr Leben inzwischen hinter Gitterstäben stattfindet. Sie läuft gut an der Leine, lebt problemlos mit anderen Hunden zusammen und verträgt sich sogar mit Katzen.

Die Tierschützer beschreiben sie als eine rüstige, alte Dame – und irgendwie gefällt uns das. Denn darin steckt etwas, das bei Thirelia so wichtig ist: Sie hat noch nicht aufgegeben.

Man sieht es noch, dieses kleine Fünkchen Lebensfreude, das sie sich bewahrt hat. Jetzt braucht sie jemanden, der daraus wieder ein Feuerchen werden lässt.

Thirelia braucht Menschen, die nicht einfach nur ein möglichst putziges Hündchen suchen, sondern unter dem flauschigen Fell ihre Persönlichkeit entdecken und auch bereit sind, sich um ihre gesundheitlichen Probleme zu kümmern.


Thirelia ist eine kleine, achtjährige Hündin, die wahrscheinlich viel zu lange einfach nur das sein musste, was man von ihr erwartete.Jetzt soll sie noch einmal erfahren, wie sich ein richtiges Hundeleben in einem echten Zuhause bei (einem) liebevollen, fürsorglichen Menschen anfühlt.

Vielleicht ist es noch nicht zu spät, aus ihrem kleinen Fünkchen wieder ein helles Licht zu machen, das ihr zu verstehen gibt: Du musst nichts mehr sein, was jemand von dir verlangt. Du darfst einfach Thirelia sein. Mit deinen kleinen Eigenheiten, deinen gesundheitlichen Baustellen und deinem süßen Gesicht; eben mit allem, was dich ausmacht und zu der Hündin macht, die du bist.

Wenn Sie unserer kleinen Dame zeigen möchten, dass ein Hundeleben mehr sein kann, als reizend auszusehen und Erwartungen zu erfüllen,dann freuen wir uns sehr über Ihre Nachricht an Thirelias Vermittlerin.

Sabine Wojtok

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Lebenslichter 25.08.2026, 18.48 | (0/0) Kommentare | PL

Poldino - Licht aus! Spot an!

POLDINO

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 03/2018

Schulterhöhe: 54 cm

Poldino ist ganz aufgeregt, sein Herz tanzt vor Lampenfieber. Der hübsche schwarz-weiße Hund hat all seinen Mut zusammengenommen und steht nun auf der Bühne. Heute stellt er sich der Jury vor.

Jury: „Guten Abend. Möchten Sie sich bitte vorstellen?

Poldino: „Hallo, ich bin Poldino und mein besonderes Talent ist es, ein Seelenhund zu sein.

Jury: „Ein Seelenhund? Was genau können Sie denn besonders gut?

Poldino: „Ich kann gut zuhören und begleite Menschen sanft und ruhig durch ihren Alltag.

Jury: „Herzlichen Glückwunsch, Poldino! Das ist ein ganz besonderes Talent. Sie kommen ins Finale – und wir wünschen Ihnen ein Happy End!

Erleichtert verlässt Poldino die Bühne. Draußen warten bereits die Reporter und bitten ihn um seinen Steckbrief.

Doch als sie seine Geschichte lesen, wird es still.

2019 wurde der damals etwa einjährige Hundejunge nach einem Unfall in ein Canile gebracht. Wenigstens wurde seine Verletzung medizinisch versorgt: Sein vermutlich gebrochenes rechtes Vorderbein wurde mit einem Fixateur stabilisiert. Danach schlossen sich die Türen seines Zwingers.

Seit inzwischen sieben langen Jahren lebt Poldino auf wenigen Quadratmetern nacktem Beton.


Dabei beschreiben ihn die Tierschützer vor Ort als ausgesprochen freundlichen, sozialen und liebevollen Rüden. Er läuft gut an der Leine, versteht sich mit Hündinnen ebenso wie mit Rüden und hat auch einen Katzentest glänzend bestanden. Nur seinen Napf möchte er im Moment noch nicht teilen. Nach allem, was er erlebt hat, überrascht uns das nicht. Mit Geduld und Vertrauen wird er sicher lernen, dass ihm niemand mehr etwas wegnehmen möchte.

Unsicher sind sich die Tierschützer lediglich bei seinem Alter. Einige verlorene Zähne und starker Zahnstein lassen vermuten, dass Poldino älter sein könnte als ursprünglich angenommen.

März 2025 Der Vorhang ist gefallen. Doch Poldino wartet noch immer geduldig hinter den Kulissen des Lebens auf seinen großen Auftritt.

Die Jury hat er längst überzeugt. Nur die wichtigste Entscheidung steht noch aus: die eines Menschen, der ihm endlich ein Zuhause schenkt.


Poldino bleibt freundlich. Er bleibt sanft. Er bleibt bereit, sein Herz zu verschenken. Er ist ein Hund, von dem man lernen kann.

Juni 2026 Licht aus. Spot an. Und niemand kam.

2024 war er der Hund mit den zitternden Pfoten und dem Herzen voller Lampenfieber. Er wollte gesehen erden. Er wollte leben. 2025 wartete er geduldig hinter den Kulissen. Ohne Vorwurf. Ohne Bitterkeit. Als wäre er sicher gewesen, dass sein großer Auftritt noch kommen würde.


Und heute?

Heute sitzt Poldino einfach da. Ruhig. Zu ruhig.

Die Muskeln sind geschwunden, ein paar Zähne fehlen. Sieben Jahre Beton hinterlassen Spuren. Keine lauten, die man sofort sieht; sondern leise – die Stille eines Hundes, der gelernt hat zu warten.

Drei Akte. Derselbe Hund: Erst Lampenfieber. Dann Geduld. Jetzt Erschöpfung.

Beim Menschen würden wir es Resignation nennen. Bei Hunden sieht es oft aus wie Anpassung. Doch wir kennen den Unterschied und wir machen uns Sorgen.

Dabei ist Poldino kein Hund für die Einsamkeit. Er ist ein Hund für jemanden.

Das zeigte auch die Begegnung mit der fremden Hündin Silvana. Freundlich, ruhig und gelassen begegnete er ihr wie ein echter Gentleman. Nur an seinem Napf hält er noch fest – das ist seine kleine Baustelle. Alles andere bringt er bereits mit.

Beim Besuch unserer Tierschützer blitzte plötzlich wieder etwas auf. Für einen kurzen Moment war der alte Poldino wieder da. Der Hund, der einmal voller Vorfreude auf sein Leben wartete.


Er ist noch da. Und er wartet immer noch.

Oftmals ist das größte Glück gar kein großer Auftritt. Es kann auch ein ein ruhiger Abend auf dem Sofa sein. Ein Hund, der viel zu lange allein war und irgendwann seinen Kopf auf Ihr Bein legt.

Sieben Jahre Zwinger. Sieben Jahre Beton. Sieben Jahre Warten.

Sein vierter Akt ist noch nicht geschrieben. Er könnte mit Ihrem Anruf beginnen.

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Lebenslichter 08.08.2026, 17.12 | (0/0) Kommentare | PL

Margherito - Das gestohlene Leben


Margherito

Rasse: Owtscharka Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 08.2016

Schulterhöhe: 72 cm

Acht Jahre, so lange sitzt du schon hinter Gittern. Acht Jahre, in denen die Sonne für dich nur als Lichtstreifen durch Gitterstäbe scheint, jeder Tag nach schmutzigem Beton riecht und jede Nacht nach Einsamkeit. Acht endlose Jahre in einer Einzelzelle ohne Beschäftigung, ohne Auslauf, ohne menschliche Nähe, die länger dauert, als nötig ist, um dir hin und wieder einen Napf mit Futter durch die Zwingertür zu schieben.


Als du ins Hundelager kamst, warst du ein Jahr alt - ein junger, hoffnungsvoller Rüde, der neugierig war auf die Welt; der toben spielen und lernen wollte. Stattdessen bekamst du ein Leben, das keines ist mit einem Alltag, der außer Warten nichts zu bieten hat.



Du bist ist kein schwieriger Hund, im Gegenteil: Wenn unsere Tierschützer dich zwei-, dreimal im Jahr kurz besuchen dürfen, stehst du ruhig da, aufmerksam mit wachem Blick und einer Gelassenheit, die fast körperlich schmerzt. Du lässt dich berühren, an die Leine nehmen und, sogar lenken, so als hättest du längst verstanden, dass Widerstand zwecklos ist. Du vertraust, obwohl du allen Grund hättest, es nicht mehr zu tun.



Deine Ohren und dein Schwanz sind beschnitten - schmerzhafte Spuren einer unbarmherzigen Entscheidung, die Menschen über dich getroffen haben; vielleicht, um duch furchterregend und wehrhaft wirken oder einfach nur stark erscheinen zu lassen. Dabei hat dir die Welt nicht zuwenig Stärke, sondern zuwenig Freiheit gegeben.


Manchmal begegnest du anderen Hunden und egal, ob Rüden, Hündinnen, es gibt nie irgendwelche Probleme. Nur wenn Futter im Spiel ist, zeigst du, dass du noch etwas verteidigst: dein armseliges Fressen, das Wenige und Einzige, das dir geblieben ist.



Du bist freundlich zu Menschen und neugierig, ohne dabei aufdringlich zu werden; selbstbewusst genug, um mit neuen Situationen umzugehen, dabei so bescheiden, dass man spürt, wie sehr du dich anpasst - einfach, um zu überleben. 



Und während draußen die Jahreszeiten wechseln, sitzt du dort, wo nichts sich verändert. Du spürst kein Gras unter deinen Pfoten, keinen Wind, der dir durchs Fell fährt; eben nichts, das dich wirklich berührt. Vielleicht ist das das Schlimmste an deiner Geschichte: Nicht, dass du vergessen wurdest, sondern dass du es weißt und gelernt hast, still zu warten, während die Welt an dir vorübergeht.

Du hast nichts falsch gemacht, aber Menschen haben dir alles genommen, was ein Hund braucht, um wirklich Hund zu sein. Nun suchen wir für dich jemanden, der dir etwas zurückgibt.

Liebe Leserin, lieber Leser! Möchten Sie dieser Mensch, diese Familie für Marherito sein? Dann geben Sie ihm eine - Ihre - Stimme und rufen Sie seine Vermittlerin an. Vielen, lieben Dank!

PS: Unter  www.pro-canalba.eu/auslandstierschutz/herdenschutzhunde finden Sie wichtige Informationen zu Herdenschutzhunden. Und selbstverständlich können Sie sich bei Fragen jederzeit an uns wenden. 

Margot Wolfinger

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Lebenslichter 01.08.2026, 17.03 | (0/0) Kommentare | PL

Wer nicht hören kann, muss fühlen... Elsa


ELSA

Hündin

geb. November 2019

56-58 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

aufgrund von tierärztlichem Pfusch leider nahezu taub

äußerst anhänglich und verspielt

liebt die Menschen – trotz allem - sehr

gut verträglich mit Artgenossen

läuft brav an der Leine

sucht ihre(n) Für-immer-Menschen nach dem Motto:

 „Man sieht (und hört) nur mit dem Herzen gut!“

Während ich dieses Inserat hier schreibe, laufen mir die Tränen angesichts der Gleichgültigkeit, Eitelkeit, Hab- und Geltungssucht sowie der unfassbaren Oberflächlichkeit vieler Menschen. Und wie so oft während meiner Tierschutz- und Vermittlungstätigkeit frage ich mich, was in meinen Artgenossen vor sich geht. Wohin schauen, worauf achten sie, wenn sie einen Hund als Begleiter für ihr Leben suchen? Warum werden Traumhunde wie Elsa mit ihrem zauberhaften Wesen und einer flaumfederweichen Seele so oft übersehen, nur weil ihr Fell in der Farbe eher unauffällig und beim ersten Streicheln vielleicht nicht ganz so kuschelweich erscheint? Oder weil der Hund keinen meterlangen Stammbaum vorweisen kann und als Mischling sowieso nicht im Trend liegt?

Einer dieser Hunde bist du, liebe Elsa. Deine Betreuerin schrieb mich an und berichtete von deinem so traurigen Fall: dem einer wundervollen, jungen Hündin, die, weil sie auf den ersten Blick unbedeutend und unscheinbar wirkt, offenbar keine Chance auf ein Leben in Freiheit und Geborgenheit hat – jedenfalls nicht in deinem Heimatland.

Du kamst als keines, scheues Welpenmädchen mit deinen Brüdern und Schwestern ins riesige, angsteinflößende Shelter Kozhuhovo bei Moskau. Nachdem du dich mit der Zeit als mutigste und aktivste von euch Geschwister entpupptest, lerntest sdu auch als erste, an der Leine zu laufen und vertrauensvoll ohne Angst mit uns Menschen umzugehen. Doch obwohl du von deinem Wesen her überaus freundlich und liebenswert warst, fandest du bei den seltenen Besuchern des Tierheims keinerlei Beachtung – vielleicht, weil du in ihren Augen zu gewöhnlich erschienst. 


Zwar kümmerten sich die freiwilligen Betreuer rührend und aufopferungsvoll um ihre Schützlinge, aber an den erbärmlichen, unhygienischen Zuständen im Shelter Kozhuhovo konnten sie leider nichts ändern.  So kam es dazu, dass du im Jahr 2022 eine schwere, äußerst schmerzhafte, einseitige Otitis (Ohrentzündung) erlittest und die dortigen Tierärzte den inneren Teil des betroffenen Ohres entfernen mussten. Das operierte Ohr wurde zugenäht. Zum Glück erholtest du dich gut und fühltest dich durch die Entfernung des Innenohrs nicht beeinträchtigt.

Im Januar 2023 wurde das alte Shelter dann abgerissen und Ihr musstet nach Malinki umziehen – einen trostlosen, gottverlassenen Ort weit vor den Toren Moskaus. So schlimm die Zustände im Kozhuhovo schon gewesen waren, hier werden sie noch weit übertroffen. Doch die Tierärzte dort waren gut und an eurem Wohlergehen interessiert. Das war wohl auch der Grund, weshalb die Verwaltung des neuen Heims ihre weitere Beschäftigung ablehnte und andere Doktoren anheuerte, die man weniger als Ärzte, sondern eher als Schinder bezeichnen muss.

Zu deinem großen Unglück erkrankte in Malinki dein noch gesundes Ohr ebenfalls an einer schweren Entzündung. Du wurdest in den sogenannten Krankenbereich des Shelters verlegt, zu welchem den Betreuern jeglicher Zugang streng verboten ist – denn natürlich soll nichts von dem, was dort hinter verschlossenen Türen geschieht, an die Öffentlichkeit dringen.


Deine Behandlung wurde vor den Freiwilligen geheim gehalten; wochenlang bekamen sie dich nicht zu sehen, immer hieß es nur, es ginge dir gut, und die Therapie würde andauern.

Nach etlichen Wochen wurdest du aus der Krankenstation zurückverlegt zu den gesunden Hunden in deinem Sektor. Schon bald bemerkten die Betreuer, dass du nicht gesund warst und schreckliche Schmerzen hattest. Sie schafften es, dich unter einem Vorwand aus dem Shelterzu holen und stellten dich einem Tierarzt ihres Vertrauens vor. Dieser fand schnell heraus, dass dein armes Ohr von den Pfuschern in Malinki einfach zugenäht worden war, ohne den inneren, erkrankten Teil vorher herauszulösen oder ihn wenigstens mit Medikamenten zu versorgen. Die Verrottung des entzündeten Gewebes war mittlerweile so weit fortgeschritten, dass nur noch dessen sofortige Entfernung dich vor einer Blutvergiftung bewahren konnte.

Die ehrenamtlichen Betreuer brachten dich auf eigene Kosten bei einer privaten Pflegestelle in Moskau unter. Dort durfte dein operiertes Ohr in Ruhe abheilen; allerdings bist du, dank der Unfähigkeit dieser sogenannten Tierärzte, nun beinahe vollständig taub. 


Trotz deines langen Leidensweges hast du das Vertrauen in uns Menschen behalten. Du hast uns gern, liebst es, an der Leine spazieren geführt und natürlich vor allem gestreichelt zu werden. Mit deinen Artgenossen kommst du bestens zurecht und auch das Autofahren klappt prima mit dir. Zu erwähnen ist noch, dass du momentan ein antiallergenes Spezialfutter bekommst.

Nun suchen wir für dich besonders liebe, einfühlsame Menschen mit einem großen Herzen und Augen, die hinter das scheinbar Gewöhnliche sehen und das ganz Besondere in dir entdecken. Deine Taubheit sollte dabei kein großes Hindernis darstellen, denn du bist gelehrig und man kann sich durch Handzeichen wunderbar mit dir verständigen.

Möchten Sie gern dieser Mensch/diese Familie für die freundliche, sanftmütige Elsa sein? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein „Pro Canes et Equos“.

Hier zeigen wir zwei Videos von Elsa bei ihrer Pflegefamilie in Moskau:

Elsa im Gras:

 

Elsa in ihrer Pflegefamilie:

 

Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

E-Mail:Ulrike.Worringer@T-Online.de

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 27.07.2024, 15.41 | (0/0) Kommentare | PL

Wer schreibt für sie das Happy End? Jenny


JENNY

 Hündin

50 cm Schulterhöhe

geb. ca. Mai 2014

Zwingernummer: A 71

 

Gleich ihrer Schwester Britney, die ich Ihnen bereits vorgestellt habe, kam auch Jenny 2014 als niedlicher, unschuldiger Welpe in das monströse Shelter Kozhuhovo. Ein winziges Hündchen, dem eigentlich die ganze Welt offenstehen sollte – stattdessen schloss sich die Zwingertür hinter ihr und geht bis heute - 7 endlose Jahre später – nur einmal in der Woche für sechzig kostbare Minuten wieder auf. Nach dem Umzug ins neuerbaute Shelter Malinki haben sich die Lebensumstände für die armen Hunde noch einmal unvorstellbar verschlechtert. Nur noch wenige Betreuer können den Standort überhaupt erreichen, die Shelterleitung schikaniert sie, wo sie nur kann, sie dürfen fast nichts mehr für ihre Schützlinge tun, es ist für die Tiere nichts weiter als ein Vegetieren und Warten auf den Tod.

Lange war Jenny fröhlich, verspielt und auch ein bisschen stürmisch, wie sich das für eine Junghündin gehört. Mittlerweile sieht man der einst so Unbekümmerten die verlorenen Jahre an. Das Fell wird allmählich grau, ihre Augen trüben sich und blicken längst nicht mehr so hoffnungsvoll in die Welt. Mit sieben ist sie zwar noch keine Seniorin, aber es geht den Hunden wie den Menschen: Kummer, Einsamkeit und Entbehrung lassen sie weit vor der Zeit altern.


Jenny ist ein sehr anhängliches Hundemädchen und hält sich, wo nur möglich, in der Nähe der Betreuer auf. Sie freut sich über die kleinste Aufmerksamkeit und gibt alles, um von einer Menschenhand gestreichelt zu werden. Leider ist das Glück nie von Dauer; denn nach nur einer Stunde, einmal in der Woche, heißt es zurückkehren in die Trostlosigkeit des Zwingers und das zermürbende Warten beginnt von vorn.


Dabei hat sich die hübsche Jenny in den Jahren schon allerhand angeeignet. Sie läuft an der Leine wie eine Eins, verhält sich ihren Artgenossen gegenüber kameradschaftlich und folgt den Kommandos der Freiwilligen aufs Wort. Zwar werden die Anweisungen auf Russisch gegeben; aber Jenny besitzt ein kluges Köpfchen und lernt sicherlich blitzschnell um. Denn eigentlich ist den Hunden der Wortlaut völlig egal. Zum Beispiel können Sie „Wurstbrot“ auswählen als Synonym für „Sitz!“ oder „Platz!“ und wenn Sie das mit einer entsprechenden Geste verbinden, wird Ihr Liebling sich brav setzen oder hinlegen – vorausgesetzt, es gibt anschließend das Wurstbrot als Belohnung…


Der Traum vom eigenen Zuhause in Moskau und Umgebung ist für Jenny längst geplatzt wie eine Seifenblase. Sie ist leider kein zuckersüßes Hundebaby mehr und somit für russische Adoptanten uninteressant. Ihre Lebensgeschichte scheint bereits geschrieben zu sein. Vor gut sieben Jahren begann diese so: „Es war einmal ein putziges Welplein…“ und irgendwann wird sie mit den Worten enden: „…alt, einsam und ungeliebt gestorben, als hätte es sie nie gegeben. Sie war eben auch nur eine von vielen.“

Es wäre denn, Sie möchten der Geschichte von Jenny gern ein Happy End bereiten. Wenn ja, dann melden Sie sich doch bitte bei unseren Vermittlerinnen. Vielen, lieben Dank!

 


Jenny und Britney gehen gemeinsam spazieren:

Vermittlerkontakt/Fragen: 

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 21.07.2024, 14.34 | (0/0) Kommentare | PL

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Worum es geht:



Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.









"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.



Über mich

Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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Träumen wir gemeinsam
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