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Oldrich
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 06.2019
Schulterhöhe: 60 cm
"Sie ist weg." "WER ist weg?!" "Na, Oberlyn! Sie hats geschafft!" Wie ein Lauffeuer ging es durch die kahlen, schimmeligen Betonflure des Canile. Ein aufgeregtes Konzert aus Bellen, Jaulen und Gitterrasseln setzte ein – manche freudig, manche neidisch, andere verzweifelt und wieder andere einfach, weil es alle machten. Mittendrin saß Oldrich. Still. Ein bisschen verwirrt, ein bisschen stolz, aber auch ein kleines bisschen traurig. Seine Schwester war jahrelang seine Mitbewohnerin, Seelentrösterin und Wärmflasche auf vier Pfoten gewesen. Jetzt hatte sie ein Zuhause. Ein richtiges Zuhause mit Platz auf dem Sofa, Leberwurst aus der Tube und mit Menschen, sie sich nicht störten an einem bisschen Fell in ihrem Morgenkaffee.
"Das ist doch super!", bellt jemand aus der Nachbarbox. Oldrich nickt bedächtig. Und er? Er teilt seinen kahlen Käfig nun allein mit Alphonza. Alphonza ist in Ordnung. Sie frisst ihm nicht das Futter weg und schnarcht nicht ganz so laut wie Oberlyn. Dennoch vermisst Oldrich sie. Aber er nimmt sich zusammen. So ist er eben, ein stiller Held.

Wenn die Tierschützer zu Besuch kommen, neigt
Oldrich leicht den Kopf zur Seite; nicht zu niedlich, aber dennoch charmant.
Die meisten sehen dann nur: "Hm, schüchtern." Er ist keiner dieser
fluffigen Instagramhunde mit Pomponschwanz und Schnappschusslächeln. Er ist
einfach Oldrich. Wunderschön schwarz-weiß, mit einem etwas hervorstehenden
Unterkiefer; die Tierschützer nennen das diplomatisch leichte Prognathie.
Er bleibt stets abwartend und ruhig - manchmal so ruhig, dass man meinen
könnte, er sei aus Stein. Aber seine Augen blicken fragend-hoffnungsvoll und
sein Herz, klopft voller Erwartung. Vertrauen kommt bei ihm nicht per Express,
sondern eher wie ein Paket, das auf dem Postweg aus dem vorletzten Jahrhundert
verschickt wurde - aber es kommt an. Er ist nicht unhöflich, doch sein Instinkt
sagt: "Verhalte dich lieber still, vielleicht ist das hier gefährlich. Denn
der Alltag im Canile hat ihn geprägt. Tage, Wochen, Jahre, immer gleich. Beton,
Gitter, manchmal Futter, oft Hunger, Schmutz, Einsamkeit, Langeweile, Regen,
Hitze, Kälte, Hoffnung und immer wieder bittere Enttäuschung. Oldrich ist kein
Draufgänger. Er ist ein Beobachter, einer, der lieber zweimal hinschaut, bevor
er jemandem die Pfote reicht.
Aber wenn man sich Zeit nimmt, kann man das sanfte Leuchten in seinen Augen
sehen. Vertrauen auf Sparflamme, das gern wachsen möchte. Bei ruhiger Ansprache
kommt er näher; ganz langsam, wie ein scheuer Tanzpartner, der den Rhythmus der
Welt erst noch lernen muss. Und dann lässt er sich streicheln.

Oldrich lebt leise im Schatten der Lauten. Er lebt zwischen Hoffnung und Resignation. Aber er lebt und das mit so viel Würde, dass einem das Herz wehtut.
Damals war´s, vor nunmehr vier Jahren. Plötzlich lag
ein Leuchten in Oldrichs Äuglein, als die Tierschützer zu ihm sagten: "Lieber
Oldrich, du bist jetzt in der Vermittlung. Bald holen wir dich hier heraus und
dann wird dein Leben wunderschön." Leider meldete sich niemand für ihn, so
blieb es bis heute und ganz langsam, kaum merklich zerbricht seine Seele. Von
dem einst neugierigen, zutraulichen Hundbuben ist nicht mehr viel übrig. Die
Tierschützer zeigten sich erschrocken, als sie phn vor ein paar Tagen wiedersahen,
denn aus Oldrich ist ein zurückhaltender, schüchterner Hund geworden. Er musste
zusehen, wie seine Geschwisterchen adoptiert wurden, mit ihnen verlor er seinen
letzten Halt.
Oldrich ist einer von den Unsichtbaren im Lager, die nicht durch besondere Merkmale hervorstechen und versuchen, den harten Alltag inmitten von Stein, Freudlosigkeit und Isolation irgendwie zu meistern. Aus der Erfahrung wissen wir, dass bei liebevoller Ansprache und geduldiger Führung auch schüchterne Hunde wie Oldrich aufblühen und zu fröhlichen Begleitern werden können.

Liebe Leserinnen und Leser, Oldrich braucht kein
Feuerwerk, keine großen Gesten. Er braucht jemanden wie Sie, der zu ihm sagt:
„Komm, Oldrich, wir schauen gemeinsam. Du darfst langsam sein, ich warte auf
dich.
Wenn Sie einen Blick für das
scheinbar Unscheinbare und ein Ohr für leise Töne haben, dann melden Sie sich
bitte bei Oldrichs Vermittlerin. Denn nie ist einfach zu lang. Dieser
wunderbare Hund mit der sanften, leisen Seele hat lange genug gewartet und wäre
bestimmt sogar bereit, für Sie ein bisschen zu wedeln.
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Lebenslichter 04.04.2026, 19.38 | (0/0) Kommentare | PL

Nidal
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2019
Schulterhöhe: 55 cm

Man sagt, das Glück sei wie ein scheuer Vogel: Wer es zu eilig greifen
will, sieht es davonfliegen. Nidal hat sich das auf seine Weise zu eigen
gemacht. "Ich bin lieber ein leiser Schatten", scheint sein Wesen zu sagen, "damit niemand merkt, wie sehr ich mir wünsche, dazuzugehören." Und doch, wenn
man genau hinsieht, erkennt man in seinen Augen eine Hoffnung, die leuchtet wie
ein winziger Stern in der Dunkelheit: "Vielleicht, nur dieses eine Mal, bleibt
der Moment ja bei mir." So lebt Nidal in einer Welt aus vorsichtigen Sekunden,
in denen er das Glück mit stiller Sehnsucht betrachtet. Er hat gelernt, wie
flüchtig die Flügelschläge dieses scheuen Vogels sind; man kann sie nur
festhalten, indem man lautlos verharrt. Wer ihn begleitet, lernt, dass manchmal
das größte Glück darin liegt, einfach nur zu bleiben und den leisen Zauber
eines Augenblicks nicht zu verscheuchen, sondern ihn behutsam im Herzen zu
bewahren.

Leider trägt Nidal eine stille Last, die sich nicht in seinem Wesen zeigt, sondern in seinen Werten. Seine Blutuntersuchungen sprechen eine deutliche Sprache: Leishmaniose. Diese Krankheit ist nicht laut, sie schleicht sich an und nimmt ganz heimlich, Stück für Stück. Das macht sie so gefährlich, weil sie glauben lässt, Nidal hätte noch Zeit, die er nicht mehr hat.

Nidal
wird nicht warten können, bis es vielleicht irgendwann passt. Für ihn liegt
jetzt alles in einer einzigen Entscheidung: Ob jemand bereit ist, für ihn
dazusein; ein Mensch, der nicht wegsieht, wenn es schwieriger wird, sondern ihn
begleitet, wenn er ihn am meisten braucht. Vielleicht können und möchten Sie dieser
Mensch, diese Familie sein, oder es gibt jemanden, den Sie mit Nidals Geschichte
erreichen.

Seine Vermittlerin erteilt Ihnen gern weitere Auskünfte über seine gegenwärtigen
Blutwerte und den bisherigen Behandlungsverlauf.
Tanja Roth
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0173 - 67 31 030
aus dem Ausland:
+49173 - 67 31 030
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https://www.pro-canalba.eu/Lebenslichter 03.04.2026, 19.42 | (0/0) Kommentare | PL

Nettie
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 06.2024
Schulterhöhe: 35 cm
Oh je, dachten die lieben Tierschützer vor Ort, als sie im Mai dieses Jahres die Zwingerbox der winzigen Hündin namens Nettie betraten. Scheu drückte die Kleine sich in eine Ecke und hätte sich am liebsten unsichtbar gemacht. Mit ruhiger Ansprache gelang es den Tierschützern, der verängstigten Nettie Halsband und Leine anzulegen und mit ihr ein paar Schritte nach draußen zu gehen. Da geschah ein kleines Wunder: die eben nochso schüchterne Nettie wedelte fröhlich mit der Rute, ließ sich streicheln und alberte mit den Menschen herum, dass ihnen warm ums Herz wurde. Da war keine Spur mehr von Unsicherheit, Sorge und Scheu; stattdessen eine vergnügte Junghündin, die sich über die freundliche Ansprache freute und die kurze Abwechslung sowie die Streicheleinheiten sichtlich genoss.

In diesen kurzen, für Mensch und Hund so besonderen Begegnungen auf der schmalen
Wiese in einem italienischen Hundegefängnis wird immer wieder deutlich, wie
qualvoll die ausschließliche Haltung in einem Betonzwinger ohne Auslauf,
Ansprache und geistige Anregung ist. Die süße Nettie wurde im zarten Alter von
sechs Monaten in das Lager gesperrt. Welche schrecklichen Begebenheiten zu ihrer
Abgabe ins Canile geführt haben, werden wir leider nie erfahren.
Netties rechtes Auge ist ein sogenanntes "Cherry-Eye". Das ist eine Vergrößerung
des 3. Augenlids, der sogenannten Nickhaut, die zu Reizungen und Rötung am Auge
führen kann. Es ist gut behandelbar und könnte mit einem kleinen tierärztlichen
Eingriff leicht behoben werden, müsste Nettie nicht in diesem Hundelager einsitzen,
in welchem es keinerlei tierärztliche Versorgung gibt.
Erinnern Sie sich noch an diese kleinen, raschelnden Wundertüten aus der Kindheit? Man wusste nie, was darin war, aber es war immer etwas Schönes, Überraschendes, das ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Genau so ist Nettie.

Ihren kahlen, ungemütlichen Betonkäfig teilt sie ganz selbstverständlich mit
anderen Artgenossen, sowohl Rüden als auch Hündinnen. Da gibt es keine bösen
Überraschungen, nur nette Beigaben: Frieden, Freundlichkeit und ein bisschen Sonnenschein
im grauen Zwingereinerlei. Auch uns Menschen erinnert Nettie an diese
Wundertüten aus Kindertagen: an die
Vorfreude beim Öffnen und dieses kleine Kribbeln im Bauch, weil man nicht
wusste, was gleich zum Vorschein kommen würde. Man steckt vorsichtig die Hand
aus, und anstelle von Bonbons oder Glitzerbildchen bekommt man bei ihr
Vertrauen geschenkt. Ein sanfter Blick, ein leichtes Wedeln und dieses
unbeschreibliche Glücksgefühl, weil man gerade etwas ganz Besonderes, Echtes
gefunden hat.

Nettie ist wie der schönste Fund aus einer Wundertüte; einer, der nicht nur
bunt ist, sondern das Herz ein bisschen heller macht - wie eine Erinnerung an
etwas Wunderbares, das man beinahe vergessen hatte.
Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie die niedliche Nettie adoptieren, dann
bekommen Sie keine gewöhnliche Hündin, sondern ein Herz voller Liebe, verpackt
in 35 Zentimeter Lebensfreude. Wie eine Wundertüte, die Sie öffnen, und
plötzlich ist alles gut.

Wenn Sie wissen möchten, was für ein Glück in dieser Wundertüte namens Nettie steckt,
dann greifen Sie bitte schnell zum Telefon. Netties Vermittlerin verrät Ihnen gern
den Rest des Geheimnisses. Vielen, lieben Dank!
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
per EMail:
Lebenslichter 02.04.2026, 21.20 | (0/0) Kommentare | PL

Arleene
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 07.2020
Schulterhöhe: 62 cm
(Von Arleene, seit Juli 2023 unfreiwillige Expertin)









Yvonne Beier
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0173-2788571
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Lebenslichter 01.04.2026, 20.11 | (0/0) Kommentare | PL

Norgen
Rasse: Labrador Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 03.2019
Schulterhöhe: 60 cm
Lieber Mensch!
Hast Du manchmal Langeweile oder kommst Du viel zu selten hinaus an die frische
Luft, in die schöne Natur? Fühlst Du Dich hin und wieder allein, ungesehen und
ungeliebt? Hast Du gerade nicht viel zu lachen in Deinem Leben und an treuen,
stets verfügbaren Freunden fehlt es auch? Dann geht es Dir genau wie mir!

Ich bin ein knapp siebenjähriger, beeindruckender Hundemann und hause seit nunmehr fast drei Jahren in diesem schrecklichen Gefängnis. Hier gibt es nur Gitter, Beton, Schmutz und viele Hunderte hoffnungsloser Hunde. Uns bleibt nur eine winzige Chance, diesen furchtbaren Ort irgendwann lebend zu verlassen, indem wir uns von unserer besten Seite zu zeigen, wenn die Tierschützer mit den Fotoapparaten uns ein., zweimal im Jahr für ein paar Minütchen besuchen dürfen.
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Sie sagen, ich sei freundlich und verträglich und kein bisschen aggresiv, aber ich wirke bekümmert und angespannt. Wen wundert das? Ich bin bellend, mit erhobener Rute auf sie zugelaufen. Dann habe ich sie neugierig beschnuppert und mich sofort wieder beruhigt. Aber wachsam und auf der Hut bin ich in diesem unheimlichen Riesenlager eigentlich immer. Wo und bei wem ich die Jahre davor gelebt habe, weiß ich nicht; jedenfalls hat man man mir dort beigebracht, wie man manierlich an der Leine läuft. Allerdings lasse ich mich nur ungern anfassen – keine Angst, ich schnappe nicht zu, nur so recht genießen kann ich es nicht. Dafür verstehe ich mich blendend mit meinen Artgenossen. Ich teile meine Betonbox mit Annetta, und über eine nette Hundefreundin im neuen Zuhause würde ich mich echt freuen.

Vielleicht ist die Lösung für Dein und mein Problem ganz einfach: Dir fehlt ein guter Hund genauso wie mir eine gute Familie. Eine, die mich freundlich willkommen heißt und mich lehrt, das zu genießen, was ich zum täglichen Leben brauche: leckeres Fresschen, ein gemütliches Körbchen, Spaziergänge und einen Auslauf oder Ausguck im Garten, gelegentlich Gesellschaft von anderen Vierbeinern und ganz besonders Deine/Eure Liebe und Fürsorge.

Da ist noch eine Sache, die ich lieber verschweigen würde, aber es ist wohl besser, Du weißt darüber Bescheid: Ich habe Leishmaniose. Das ist so eine doofe Infektionskrankheit, die bei uns im Süden ziemlich oft vorkommt. Zwar lässt sie sich nicht heilen, aber gut behandeln und wenn du auf mich achtest, kann ich damit richtig alt werden.

Danke fürs Lesen und für Deine Hilfsbereitschaft, auch wenn Du selbst mich gerade nicht bei Dir aufnehmen kannst. Wir Hunde spüren trotzdem den guten Willen. Und wer weiß? Vielleicht hast Du ja einen Freund, der einen kennt, dessen Hund verstorben ist oder weißt jemanden, der jetzt Zeit hat in seinem Tag, dem nur noch die passende vierpfotige Begleitung fehlt. Dann wäre uns beiden geholfen!
Es grüßt, mit einem wackeren Wuff,
der Norgen
Tanja Roth
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Lebenslichter 31.03.2026, 20.57 | (0/0) Kommentare | PL

Annius
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.06.2015
Schulterhöhe: 62 cm

Zuletzt ist jetzt.

Zuletzt ist jetzt.
Neulich kamen sie wieder zu mir; aber obwohl sie
richtig lieb waren und mich mich eigentlich gefreut habe, musste ich sie anbellen.
Es ist hier drinnen so laut, immer nur Lärm von über tausend Hunden, die um
Hilfe bellen und weinen, ich stehe so unter Stress, ich bin so allein. Ich will
das nicht mehr, die sollen mich Ruhe lassen. Deswegen habe ich sie so böse
angebellt, obwohl ichdas eigentlich gar nicht wollte, aber…
Zuletzt ist jetzt.

Meine einzige Hoffnung, diesen schrecklichen Ort
noch lebend zu verlassen: dass mich jemand sieht, der mich nicht zu alt, zu
groß, zu dunkel und zu kaputt findet und sich von meinem Schutzpanzer aus
Missmut und Abwehr nicht abschrecken lässt. Das ist ja alles bloß äußerlich; tief
in meinem Innerenn sehne ich mich Liebe, Wärme und Geborgenheit. Wenn irgendwer
- wenn vielleicht gerade DU mich haben willst, mich in Dein Herz und Dein
Zuhause lässt und mir auch etwas gegen meine Schmerzen gibst, dann ist zuletzt
doch noch nicht jetzt.
Margot Wolfinger
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aus Deutschland:+49179 - 66 06 200
per EMail:
Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 29.03.2026, 19.56 | (0/0) Kommentare | PL

Benoit
Rasse: Labradormischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 08.2023
Schulterhöhe: 66 cm
25/11: Jedem, der Benoit zum ersten Mal sieht, fällt sofort sein Blick auf: helle, warme Augen, die so viel erzählen: von Enttäuschung, Hoffnung und dem unbändigen Wunsch, endlich gesehen zu werden. Seit zwei Monaten sitzt er eingesperrt in einem der kahlen Betonboxen eines schlimmen Caniles, in welchem sein einziger Lichtblick Olena ist, mit der er sich friedlich den Zwinger teilt. Dieser düstere Ort ist wahrlich nicht fürs Leben eines jungen Hundes gemacht.

Benoit zählt erst ungefähr zweieinhalb Jahre; ein
stattlicher, schneeweißer Hundebub mit unbekannten Wurzeln. Weit wichtiger als
seine Herkunft ist jedoch sein Wesen: Er wird als unglaublich gefühlvoller,
kontaktfreudiger und menschenbezogener Hund beschrieben, der sehnsüchtig nach
Nähe sucht und jede noch so kleine Zuwendung aufsaugt wie ein Verdurstender. Zu
lange wartet er schon und vermisst einen - seinen - Menschen. Soviel an Liebe
wie er braucht, soviel hat er auch zu geben.

So berichteten wir über Benoit im November des vergangenen Jahres. Seitdem hat sich etwas verändert, leider nicht zum Guten. Benoit hat sichtlich an Gewicht verloren. Er wirkt angeschlagen, sein Allgemeinzustand ist besorgniserregend. Die warmen, hellen Augen, die so viel erzählten, sprechen jetzt vor allem von Erschöpfung. Leider wurde Benoit inzwischen positiv auf Leishmaniose getestet. Zwar ist die Krankheit unheilbar, sie lässt sich aber mit einem kostengünstigen Medikament in der Regel problemlos in Schach halten. Ohne Behandlung führt sie jedoch früher oder später unweigerlich zum Tod.

In diesem Hundelager gibt es weder eine
tierärztliche Betreuung oder Behandlung, noch eine lebensrettende, tägliche
Tablette. Benoit stirbt - aber nicht, weil es keine andere Lösung gäbe, oder
weil eine Therapie zu teuer und zu aufwändig wäre; sondern einzig und allein,
weil er in diesem Hundegefängnis niemandem genug wert ist, um ihm täglich eine einfache,
preiswerte Tablette zu verabreichen.

Benoits heller, warmer Blick hofft noch immer, aber
er wird schwächer, er baut immer mehr ab. Die Krankheit frisst sich durch
seinen Körper, während er in seinem Zwinger sitzt und auf Menschen wartet, die
nicht kommen. Das ist kein erfundenes Drama,
das ist die Wirklichkeit, die jetzt, in diesem Augenblick passiert. Seine Uhr
tickt unaufhaltsam, Benoit rennt die Zeit davon.

Bitte, wenn Sie es irgend ermöglichen können, seien Sie der Mensch, dem Benoit genug wert ist; bevor aus "schwächer" "zu schwach" und aus "drängend" "zu spät" wird. Benoit hat nicht mehr viel Zeit und er hat nur Sie. Vielen, lieben Dank!
Margot Wolfinger
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Lebenslichter 29.03.2026, 10.34 | (0/0) Kommentare | PL

Annius
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 06.2015
Schulterhöhe: 62 cm


Fast alle der betagteren Hunde, die wir vermitteln dürfen, gewöhnen sich erstaunlich schnell an ein neues Leben bei freundlichen, verständnisvollen und geduldigen Menschen, die sie so nehmen und liebhaben, wie sie sind. Natürlich geschieht die Verwandlung von einem nach oft lebenslanger Gefangenschaft körperlich und seelisch angeschlagenen Hund in einen verspielten, neugierigen, aufgeweckten Vierbeiner nicht von heute auf morgen. Für die Tiere bedeutet es eine Riesenleistung, sich plötzlich in einer unbekannten Umgebung bei wildfremden Menschen und mit einer Flut von neuen, beängstigenden Eindrücken zurechtzufinden.

Annius wäre daher dankbar für ein Zuhause bei einem
Menschen/einer Familie, die schon ein wenig Hundeerfahrung mitbringen und sich
mit ihm über jeden kleinen Fortschritt freuen. Ideal wäre ein Haus mit
hundesicher eingezäuntem Garten in ruhiger Umgebung (bitte nicht inmitten einer
Großstadt), wo er seine letzten Jahre in Beschaulichkeit und Geborgenheit
verleben darf.
Wenn vielleicht gerade Sie unserem Annius ein richtiges Hundeleben bieten
möchten - eines, das diesen Namen auch verdient -, dann zögern Sie nicht und
melden sich bei seiner Vermittlerin, die sich riesig auf Sie freut. Vielen,
lieben Dank!
Margot Wolfinger
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Lebenslichter 28.03.2026, 15.48 | (0/0) Kommentare | PL

Elowen
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 03.2019
Schulterhöhe: 55 cm
Es ist tiefdunkle Nacht. Elowen rennt über satte, grüne Wiesen. Ihre Pfoten scheinen den Boden kaum zu berühren und bewegen sich gleichmäßig und wieselflink. Sie schnuppert die klare Luft, den Duft von Blumen und jault vor Freude auf.
Der Mond beleuchtet ihr friedliches schlafendes Gesicht und lächelt. Wenigstens dürfen die Hunde im Canile von einem besseren Leben träumen und im Schlaf ein paar Stunden lang glücklich sein. Woher mag Elowen wissen, wie die Welt da draußen sein kann - wurde sie doch schon als winzigesWelplein in das kalte, herzlose Hundegefängnis gesteckt? Hat sie nach fünfeinhalb Jahren in Gefangenschaft wirklich noch eine Erinnerung daran, wie sich Freiheit anfühlt? Vielleicht haben ihr auch andere Leidensgefährten davon erzählt? Sie teilt sich ihr Betonloch mit einem freundlichen Rüden, mit dem sie sich wunderbar versteht. Freundschaften sind in einem Hundelager überlebensnotwendig; denn in Einzelhaft, zu der leider viele Hunde willkürlich und völlig unbegründet verdammt sind, ist der triste Alltag praktisch nicht zu ertragen.

Wenn die lieben Tierschützer zu Besuch kommen, darf
Elowen mit einigen anderen auserwählten Glückspilzen für ein paar Minuten mit
auf die Wiese. Solche besonderen Augenblicke gibt es allerdings höchstens ein-
bis zweimal im Jahr. Mehr erlaubt die Gefängnisleitung nicht, es könnte sonst
zuviel von den unsäglichen Lebensbedingungen im Lager nach außen dringen.
Elowen hat ein helles Köpfchen. Sie ist äußerst gelehrig und hat sich beim letzten Mal genau gemerkt, was man ihr gezeigt hat: An der Leine zu laufen. Die netteTierschützerin lobt sie. Elowen ist immer ein bisschen schüchtern und ängstlich, wenn Menschen sich ihr nähern; aber das Lob tut ihr wohl. Noch um vieles besser und spannender sind allerdings die vielen unbekannten Gerüche. In dieser duftenden Bibliothek würde sie gern stundenlang stöbern; aber leider darf man hier nichts ausleihen und mit in die Zelle nehmen.

Die lange, entbehrungsreiche Zeit im Canile hat
ihre Spuren bei Elowen hinterlassen. Sie wird von Hautentzündungen geplagt und
hat verkrustete Stellen im Gesicht und an den Ohren. Ähnlich wie bei uns
Menschen liegt die Ursache hierfür in dauerhaftem Stress, der im Hundelager ein
ständiger Begleiter ist und vor dem es kein Entrinnen gibt; zu laut, zu
schmutzig, zu eintönig, zu brutal, zu miserable Verpflegung, zu harter Boden,
zu beengter Raum, zu wenig bis keine tierärztliche Betreuung, zu aussichtslos. Einzig
ihre Träume von einem schöneren Leben und die Hoffnung – falls Hunde hoffen
können – dass diese Träume sich irgendwann erfüllen, helfen ihr, an diesem
düsteren Ort auszuhalten und sich nicht aufzugeben.

Möchten vielleicht gerade Sie die Träume unserer Elowen wahr werden lassen und unserer Überlebenskünstlerin ein Leben schenken, welches diesen Namen auch verdient? Bevor der Mond wieder hinter den Wolken verschwindet, leuchtet er noch einmal ganz hell über die Kontaktdaten von Elowens freundlicher Vermittlerin. Es liegt nun bei Ihnen, das Schicksal dieser sanften, zarten Hündin endlich zum Guten zu wenden. Vielen, lieben Dank!
Simone Leitenbauer
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Lebenslichter 27.03.2026, 19.59 | (0/0) Kommentare | PL

Moises
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 10.2021
Schulterhöhe: 50 cm
Liebe Leserinnen und Leser!
Schauen Sie sich dieses verzweifelte Tier in Ruhe an und lassen Sie die Bilder
auf sich wirken. Was sehen Sie?
Ich sehe einen jungen, schrecklich mageren Rüden, der staunt über das, was er
jenseits der Gitterstäbe seiner kahlen Zelle sieht und in dessen glänzenden
Augen eine Ahnung (oder Erinnerung) daran liegt, dass das, was er seit zwei
Jahren tagein, tagaus ertragen muss, nicht alles sein kann auf dieser Welt. Ganz offensichtlich genießt er die Nähe zum
Menschen und ist wohl auch schon daran gewöhnt. Er läuft brav und ordentlich an
der Leine; dies deutet darauf hin, dass er wohl früher eine Familie, ein
Zuhause hatte.


Ein vielversprechender Hund, welcher unter besseren Bedingungen sicher eher
muskulös wäre, verkümmert also - eingepfercht auf engstem Raum - immer mehr und
kann sich niemandem zeigen, niemandem beweisen und sich weder geistig noch
körperlich entwickeln.
Warum für Moises die Einzelhaft beschlossen wurde, als er in das Lager kam,
wissen wir nicht. Man darf ja keine unbequemen Fragen stellen, wenn man nicht
ein Besuchsverbot riskieren möchte, welches für die Hunde eine Katastrophe
bedeuten würde. Vielleicht mag er andere Vierbeiner nicht, weil er früher
einmal schlechte Erfahrungen mit ihnen machen musste. Möglicherweise war er
damals noch kräftiger und ein bisschen ruppig im Umgang mit Artgenossen; in der
Pubertät probieren ja gerade junge Rüden gern aus, wer von ihnen der Stärkere
ist. Viele reagieren auf Stress und/oder Langeweile unwillig du gereizt - so
könnte es auch Moises gehen.

Wie kannst du sein, Moises?
Wir wissen es nicht, können nur die Bilder und die Beschreibung der
Tierschützer wirken lassen. Moises liebt Menschen, soviel steht fest; Katzen dagegen
nicht Und andere Hunde? Da geht es ihm wie uns Menschen, wir mögen schließlich
auch nicht jeden.
Bitte schauen Sie noch einmal hin,wagen Sie einen zweiten Blick. Möchten Sie gemeinsam
mit Moises herausfinden, wie er wirklich sein kann? Dann melden Sie sich bitte
bei seiner Vermittlerin und gehen Sie gemeinsam mit ihm auf Entdeckungsreise.
Vielen, lieben Dank!
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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0179 - 66 06 200
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Lebenslichter 25.03.2026, 20.36 | (0/0) Kommentare | PL