Blogeinträge (themensortiert)

Thema: LICHTBLICKE

Wenn du denkst, du denkst oder: Immer hübsch sauber bleiben!

Gedankenhygiene, meint Frauchen, ist mindestens ebenso wichtig wie Körperpflege. Es genügt nicht, regelmäßig zu duschen, sich die Zähne zu putzen und die Haare zu waschen. Man muss den Kopf auch von innen sauber halten. Das klingt offenbar leichter, als es ist. Ich hörte sie nämlich sagen, dass ihre Gedanken sich oftmals wie ein Karussell drehen und dabei immer um dieselben Dinge kreisen: Unerfreuliches aus der Vergangenheit, das längst gekaut sein sollte, uralte Schuldgefühle und auch sonst noch allerlei seelischen Müll. Und wenn sie denkt, „ach, jetzt denke ich einfach mal an gar nichts“, dann fängt sie erst recht zu  denken an. Das ist wie mit dem rosa Elefanten, Sie wissen schon; also anscheinend ziemlich kompliziert, das Ganze.

Dabei wäre das Leben viel einfacher, wenn die Menschen weniger überflüssigen Ballast mit sich herumschleppen würden. Wir Hunde können da als gute Vorbilder dienen. Ich meine, welcher gescheite Vierbeiner weint schon einem gefressenen Knochen hinterher oder trägt seinem Kumpel die Rauferei von gestern nach, wo doch wahrscheinlich alles nur ein Missverständnis war? Stattdessen leben wir im Jetzt und Hier, genießen den Augenblick und sind zufrieden mit dem, was ist. Da gibt es gleich noch so einen Punkt: Menschen denken ständig über Geld nach und wie sie immer noch mehr davon bekommen können. Darüber vergessen sie ganz, sich an dem zu erfreuen, was sie haben, und das Miteinander bleibt sowieso auf der Strecke.  Dabei können sie doch auch nur drei Mahlzeiten am Tag futtern und ein Fell auf einmal tragen.

Nehmen Sie dagegen uns Fellnasen. Das Rudel ist uns wichtiger als der feinste Schmaus (von ganz verfressenen Ausnahmen einmal abgesehen). Manche von uns hungern sogar hin und wieder ohne zu murren, wenn ihr Mensch gerade selber nicht genug zu essen hat, solange sie nur bei ihm sein können. Vermutlich leben viele Zweibeiner gerade darum so gern mit uns zusammen, weil wir ihnen zeigen, dass es auch anders gehen kann – eben einfach leben.

In dem Sinne, gute Nacht und auf Wiederlesen.

Haben Sie es fein!

Ihre Nelly


Lebenslichter 24.11.2021, 19.15 | (0/0) Kommentare | PL

Anker lichten!

Sag mal, wann schreibst du nun endlich dein Buch? Diese Frage hörte ich heute wohl zum hundertsten Mal von meiner besten Freundin und sie ist durchaus berechtigt. Seit mindestens zwei Jahren schiebe ich das Unternehmen vor mir her. Aus Faulheit, aus Bequemlichkeit oder warum sonst? An ausreichend Material fehlt es mir nicht. Unser Leben ist und war schon immer so vielseitig, so anders als alle anderen und nie auch nur einen Tag langweilig. Liegt es vielleicht daran, dass ich denke, ich schreibe nicht schön genug?

Schreibe, wie du redest, so schreibst du schön.

Diese kluge Regieanweisung für alle Schriftsteller und solche, die es gern werden wollen, stammt ausgerechnet von meinem Lieblingsklassiker Gotthold Ephraim Lessing. Er war vor sechsundvierzig Jahren schuld an meiner Eins im mündlichen Deutschabitur. Aber einfach frei von der Leber weg drauflos schreiben, die Gedanken, wie sie gerade kommen, in die Tastatur fließen lassen ohne Filter und Zensur – das fällt mir bis heute schwer. Vielleicht, weil es oft kritische und unbequeme Gedanken sind, die keiner gern hören oder lesen mag. Doch es sind meine Gedanken, niemand muss sie teilen oder sich zu eigen machen. Und einmal alles niederschreiben, was mir auf der Seele liegt und mir das Herz abdrückt, wäre sicher sehr wohltuend. Außerdem gilt dasselbe wie überall im Leben: Der Ton macht die Musik; solange ich mich meinen Worten niemanden persönlich angreife, kränke, verletze, beleidige oder diskriminiere, ist alles erlaubt.

Papier ist geduldig, hieß es früher, und ich befürchte, ich habe so einige Bäume auf dem Gewissen, denn geschrieben habe ich schon immer gern. Zum Glück gibt es heute Computer, da hält sich die Rohstoffverschwendung in Grenzen. Obwohl der Strom ja auch nicht immer umweltfreundlich erzeugt wird, also irgendwo beißt sich die Katze in den Schwanz.

Und dann ist da ja auch noch die Frage des Konzepts. So ein Buch braucht doch eine klare Linie, eine ordentliche Gliederung. Vergangenes, soeben Erlebtes und gerade Gedachtes, bei mir geht das alles drunter und drüber. Möglicherweise ist das aber gar nicht so wichtig. Viele kennen sicher noch diesen Satz von Heinz Rühmann am Ende der "Feuerzangenbowle":  

Wahr sind nur die Erinnerungen,
die wir in uns tragen,
die Träume, die wir spinnen
und die Sehnsüchte, die uns treiben.
Damit wollen wir uns bescheiden.

Nun ist das mit meinen Erinnerungen so eine Sache. Sie kommen selten in zeitlicher Abfolge und meistens dann, wenn ich eigentlich an etwas ganz anderes denke. Ich betrachte einen Gegenstand oder ein Foto, höre ein spezielles Lied oder lese einen bestimmten Satz – und schon sind sie da, die Bilder aus der Vergangenheit. Und weil das so ist und ich kaum alles chronologisch aufschreiben kann, fange ich ganz einfach irgendwo an. Ordnen und sortieren kann die einzelnen Kapitel später immer noch.

Möglicherweise wird es ein ziemliches Durcheinander geben. So eine Art „Kessel Buntes“: Lustiges, Trauriges, Biografisches, Nachdenkliches und Zorniges werden sich abwechseln und im Mittelpunkt stehen immer – immer!  - die Tiere, in meinem Fall besonders die Hunde. Das ist meine Welt, und um die soll´s vor allem gehen.

Entschuldigen möchte ich mich schon jetzt bei allen, die sich von mir vielleicht nicht immer ganz korrekt angesprochen fühlen. Das hat nichts mit mangelndem Respekt zu tun! Ich empfinde diese andauernde Genderdiskussion nur als reichlich albern (aber schön, wenn wir sonst keine Sorgen haben) und es wäre doch auch mehr als betrüblich, hinge mein Selbstverständnis von einem Sternchen und einer kleinen Nachsilbe ab. (Sie wissen schon, Lehrer*Innen, Friseur*Innen und so weiter und so fort). Und ganz ehrlich: An dem Tag, an dem solche sprachlichen Spitzfindigkeiten für mich zum Problem werden, habe ich im Leben alles erreicht!

Mir scheint, der Bann ist gebrochen. Na dann, Anker lichten…!

Lebenslichter 15.11.2021, 18.35 | (0/0) Kommentare | PL

Oh, wann kommst du?



Hündin,geb. ca. 2014
kastriert, geimpft, gechipt
Zwingernummer: C 86


Ihr Name bedeutet im Englischen „Bernstein“.

Niemand kann mit Gewissheit sagen, wann AMBER ins Shelter Kozhuhovo kam. Eines Tages im Jahre 2018 war sie einfach da – wie auch so viele andere Hunde vor ihr einfach da waren, aufgegriffen und weggefangen von den Straßen Moskaus.

Von diesem Tage an verdüsterte sich Ambers Leben. Ihre Welt besteht seitdem aus dreieinhalb Quadratmetern eines ungeschützten Außenzwingers, den sie sich mit mindestens zwei weiteren Hunden teilen muss. Einsamkeit, Isolation, Langeweile und leider nicht selten auch Schläge von den Sheltermitarbeitern bestimmen ihr Dasein, 167 Stunden in der Woche.

Nur am Sonntag gibt es einen Lichtblick: Dann dürfen die freiwilligen Helfer ihre Schützlinge besuchen. Für die Hunde bedeutet das eine Stunde lang Freiheit schnuppern, sich im Auslauf die Beine zu vertreten, mit Artgenossen zu spielen und mit sehr viel Glück einen kleinen Leckerbissen oder sogar eine Streicheleinheit zu ergattern.Amber freut sich jedesmal über die willkommene Abwechslung. Dabei sucht sie vor allem die Nähe der Betreuer, bettelt um eine streichelnde Hand und möchte „ihren“ Menschen am liebsten ganz für sich haben. Leider geht das nicht, all die anderen Hunde fordern ebenfalls ihr Recht. So bleiben für Amber stets nur wenige kostbare Augenblicke.


Umso schlimmer ist für sie die Rückkehr in den Zwinger. Die Freude und der Glanz in ihren Augen verlöschen, traurig drückt sie sich in eine Ecke ihres Gefängnisses und träumt vom Wiedersehen in einer Woche. Doch die Zeit dehnt sich unendlich für ein Hundemädchen wie Amber, welches die Menschen und ihre Gesellschaft liebt.

In Russland hat die wunderschöne, aber doch eher unscheinbare Amber so gut wie keine Chancen auf eine Vermittlung. Zu viele gleichen ihr, sie gehört zu den Ungesehenen, fast Unsichtbaren, weil sie sich stets im Hintergrund hält und niemanden auf sich aufmerksam macht. Aber vielleicht findet sie ja hier ihre Menschen, die gern verhindern möchten, dass die noch immer junge Hündin im Zwinger alt und grau wird, eines Tages darin tot aufgefunden und wie Müll entsorgt werden wird.


Amber ist eine etwa 55 cm große (Schulterhöhe) Mischlingshündin, die wohl. 2014 geboren wurde. Sie ist kastriert, gechipt und geimpft und könnte schon bald an Ihrem Familienleben teilnehmen!

Menschen gegenüber ist Amber sehr freundlich und genießt jede noch so kleine Aufmerksamkeit; auch hat sie bereits gelernt, an der Leine zu laufen. Mit anderen Hunden verträgt sie sich zwar, aber hier entscheidet doch die Sympathie. Daher wäre es schön, wenn sie in ihrem Zuhause als Einzelprinzessin leben dürfte. Schon etwas größere Kinder wären kein Problem für Amber; ob sie sich mit Katzen verstehen würde, kann im Shelter leider nicht zuverlässig getestet werden.

Liebe Amber, vielleicht bringt Dir dieses Inserat ja Glück und du kannst dem trostlosen, unwirklichen Shelter schon ganz bald den Rücken kehren. Ich wünsche es Dir von Herzen!

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)

Lebenslichter 03.06.2021, 19.11 | (0/0) Kommentare | PL

In diesen Tagen

sieht man überall gestresste Menschen mit besorgten, traurigen  Mienen. Völlig zu Recht, denn schließlich haben wir es mit einem brandgefährlichen Gegner zu tun. Meine Hochachtung und mein Respekt gelten besonders denjenigen, die zurzeit Übermenschliches leisten, um einerseits so viele Leben wie möglich zu retten und andererseits den Laden am Laufen zu halten. Ich finde, es ist unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit, sie zu unterstützen, indem wir uns ALLE an die Regeln halten, uns weitestgehend zurückziehen und auf die Weise den Feind einfach aushungern. A propos: Einkaufen gehen ist momentan ja eine ganz spezielle Herausforderung. Vor allem Blattgold (das ist das neue Synonym für Toilettenpapier) zu ergattern gleicht einem Sechser im Lotto. Ich schreibe schon längst keine Liste mehr, weil ich die Hälfte von dem, was darauf steht, ja doch nicht bekomme. Stattdessen gehe ich alle zehn Tage in den Supermarkt - immer in denselben, weil ich mir denke, je weniger verschiedene  Orte ich aufsuche, desto weniger laufe ich Gefahr, mich anzustecken – nehme mit, was es gibt und schaue, was ich daraus zaubern kann. Not macht erfinderisch, und warum nicht mal der Phantasie freien Lauf lassen? Meine Eltern und Großeltern würden milde lächeln und sagen, Kind, was willst du, das ist alles nichts gegen das, was wir nach ´45 hatten.

Recht hätten sie. Und da ist noch etwas: 


Ich danke jeden Tag dem lieben Gott, meinem Schicksal und meinen Eltern für all das Gute in meinem Leben. Für das Fleckchen Erde, das ich mein eigen nennen darf, für meinen Mann und unsere geliebten Fellkinder. Dafür, dass ich gesund bin und bleibe, genug zu essen und zu trinken habe und in Frieden leben kann. Deswegen habe ich beschlossen, von jetzt an jeden Tag ein kleines Licht anzuzünden, um diese dunkle Zeit für meine Leserinnen und Leser ein bisschen heller zu machen. Tun möchte ich das mit meinen Beiträgen, die ich hier schreibe. Lustiges, Humorvolles, Nachdenkliches, Heiteres und Besinnliches sollen sich abwechseln. Selbstverständlich werde ich weiterhin auf das Leiden der Tiere, speziell der Hunde, hinweisen, deren Elend in diesen Tagen noch viel größer ist, als in normalen Zeiten. Und ich werde Ihnen viele der armen Seelen vorstellen, die unter erbärmlichsten Bedingungen ihr Dasein fristen und verzweifelt auf liebevolle Aufnahme bei guten Menschen warten. Irgendwann wird Vermittlung ja wieder möglich sein, dann soll  keines der Tiere auch nur einen Tag länger warten müssen, als unbedingt nötig. Abstand ist Fürsorge, ja. Das gilt aber nur für das Vermeiden körperlicher Nähe. Seelisch dürfen wir mit unseren Lieben und unseren Mitgeschöpfen gern enger zusammenrücken denn je.

Also: Halten Sie inne und besinnen Sie sich – auf sich selbst und das, was wirklich zählt. Ich wünsche Ihnen gute Unterhaltung beim Lesen und bitte bleiben Sie gesund!

Lebenslichter 23.03.2020, 20.50 | (0/0) Kommentare | PL

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Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.






"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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MEIN LEITSPRUCH:


Sei dankbar für das Gute in deinem Leben 

und denke auch ans Teilen


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.



Über mich

Geboren vor 66 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


Einige Beiträge dieses Blogs enthalten

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und/oder Verlinkung,

welche meinen persönlichen

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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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