Tag: A

IKARUS
Rüde, geb. 2015
Ca. 55 cm Schulterhöhe
Zwingernummer: A181
Wenn Sie nur einen Wunsch frei hätten – was würden Sie damit anfangen?
Würden Sie sich etwas gönnen? Ein neues Auto? Ein großes Haus? Eine Weltreise? Oder wären es immaterielle Dinge wie Gesundheit, eine glückliche Familie, ein zufriedenes Leben? Die Entscheidung würde Ihnen sicher schwerfallen. Nur ein einziger Wunsch. Den bloß nicht verschwenden, nicht vergeuden!
Oder würden Sie versuchen, die Welt zu retten? Sie wenigstens ein Stückchen besser zu machen? Einer verlassenen Seele ein bisschen Glück zu schenken?
Zumindest das muss kein unerfüllbarer Wunsch bleiben. Täglich bietet sich im russischen Shelter Kozhuhovo die Gelegenheit dazu. Hier hausen 3000 Hunde auf engstem Raum zusammen. In ihren winzigen Außenzwingern sind sie jeder Witterung schutzlos ausgesetzt. Viele leben hier bereits seit ihrem Welpenalter, viele Jahre lang, ohne Aussicht auf Befreiung.

Jeder dieser einsamen, ungewollten Hunde hätte nur den einen Wunsch: Endlich diesen trostlosen Ort zu verlassen, endlich zu jemandem zu gehören; anzukommen, ein warmes Körbchen sein Eigen zu nennen, geliebt und umsorgt zu werden – all das, was man Zuhause nennt.
Einer dieser Hunde ist der hübsche, stattliche Ikarus, der 2015 als Welpe ins Shelter gebracht wurde und seitdem dort sein Dasein fristet.
Ikarus wird von den Freiwilligen als freundlicher und verschmuster Hundebub beschrieben, der sich ausgezeichnet mit seinen Artgenossen versteht. Er liebt die Tage, an denen die ehrenamtlichen Betreuer ihre Schützlinge besuchen kommen. Denn an diesen Tagen, einmal pro Woche für eine Stunde, kann Ikarus mit den anderen Hunden spielen, kann spazieren gehen und sich bewegen. Er lässt keine Chance auf eine Streicheleinheit ungenutzt, sucht stets die Nähe der Menschen. Er liebt die kurzen Spaziergänge sehr und geht dabei brav an der Leine. Aber mehr als alles andere liebt Ikarus die Gesellschaft seiner Artgenossen. Mit ihnen zu spielen und zu toben ist das Größte für ihn. Trotz seiner eigenen Körpergröße (etwa 55 cm Schulterhöhe) ist Ikarus anderen Hunden gegenüber äußerst feinfühlig und vorsichtig.

Wenn die Zeit wieder einmal viel zu schnell um ist, muss Ikarus zurück in seinen engen Zwinger und es heißt, erneut eine ganze, lange Woche warten. Solch ein tristes, eintöniges Leben sollte kein Hund führen müssen. Ikarus hat es – wie all die anderen auch – mehr als verdient, diesen düsteren Ort verlassen und zu verantwortungsbewussten, verständnisvollen Menschen ziehen zu dürfen. Natürlich wäre es wunderbar, wenn in seinem neuen Zuhause bereits ein freundlicher, souveräner Hund leben würde, dem Ikarus sich anschließen und sich an ihm orientieren könnte. Das ist aber durchaus kein Muss.
Vielleicht sind ja gerade SIE der Zauberer
oder die gute Fee, die Ikarus´ Herzenswunsch in Erfüllung gehen lässt? Dann
melden Sie sich doch bitte bei unseren Vermittlerinnen.

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
Lebenslichter 20.07.2024, 12.04 | (0/0) Kommentare | PL

SATYA
Hündin
50 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2012
Zwingernummer: A 33
SATYA lebt bereits seit ihrer Welpenzeit im Shelter Kozhuhovo bei Moskau. So kennt sie nichts von der Welt, abgesehen von ihrem winzigen Außenzwinger, den sie sich mit weiteren Leidensgenossen teilen muss.
Die ehrenamtlichen Betreuer beschreiben Satya als ruhige und sanftmütige Hündin. Gern geht sie zu den ihr bekannten Menschen, um sich streicheln zu lassen, und ihre Bitte um Aufmerksamkeit ist dabei stets zaghaft und unaufdringlich.

Ihre Betreuer haben der zurückhaltenden Hündin das Laufen an der Leine beigebracht. Satya ist aufmerksam bei der Sache; aber man merkt ihr doch an, dass sie sich außerhalb ihres gewohnten Umfeldes ein wenig unsicher und unbehaglich fühlt.
Mit ihren Schicksalsgefährten gibt es bei Satya keinerlei Probleme. Sie kommt mit Rüden und Hündinnen gleichermaßen gut aus, hat bis heute noch nicht einmal ansatzweise irgendeine Aggression gezeigt.
Es wäre also überhaupt kein Problem, sondern für die scheue Hündin bestimmt
ganz wunderbar, würden in ihrem künftigen Zuhause bereits ein oder zwei nette
Artgenossen leben.


Satya braucht dringend Menschen, die der schüchternen Hündin mit viel Geduld und Verständnis begegnen, denn sie wird wohl einige Zeit brauchen, bis sie Vertrauen fasst. Wen wundert es? Schließlich kennt sie außer den Freiwilligen lediglich die Arbeiter im Shelter – und die meinen es leider nur selten wirklich gut mit den Hunden.
Satya ist geimpft, gechipt und kastriert und
könnte schon bald auf die Reise gehen, wenn Sie ihr gern das Für-immer-Zuhause
geben möchten, welches sie so sehr verdient.

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Lebenslichter 19.07.2024, 15.35 | (0/0) Kommentare | PL

KIAN kam bereits als kleiner Welpe in das Shelter und verbrachte seine ganze Kinderzeit in einem kleinen engen Käfig in der Quarantäne.
Als er als Junghund in den Sektor kam, fiel er den Betreuern sofort auf. Seine Augen schauten die Menschen an, als wären sie das größte Geschenk für ihn. Er vertraute ihnen sofort und legte all sein Glück in ihre Hände.
Sein Glück besteht einzig und allein darin, dass seine Betreuer sich mit ihm beschäftigen und er nicht allein sein muss. Er versteht sich gut mit anderen Hunden und kommuniziert mit seinen Artgenossen ohne jegliche Angst oder Aggression.
Leider bleibt in diesem großen Shelter so gut wie keine Zeit für einen einzelnen Hund, doch seine Betreuer versuchen immer wieder, Kian positive Momente zu geben. Diese wenigen Augenblicke genießt Kian mit allen Sinnen.
Wie sie ihn beschreiben, hört sich einfach unglaublich an: Kian versucht von der ersten Begegnungan, alles richtig und gut zu machen. Er hat einen lieben Charakter und ist intelligent. Schnell lernte er an der Leine zu laufen, mit den wenigen Dingen zu spielen, die dort zu Verfügung stehen. Auch bei Autofahrten verhält er sich prima – aobwohl er dann natürlich ein wenig aufgeregt ist.
Kian wurde von seinen Betreuern auch schon bei einer Tierschutzveranstaltung in Moskau vorgestellt. Jeden Besucher, der in seine Nähe kam, hat er überschwänglich begrüßt. Mit seiner Größe und seiner positiven Ausstrahlung war er dort fast ein Star. Jeder, ob groß oder klein, wollte diesen großen und freundlichen Hund streicheln. Doch adoptieren wollte ihn niemand.

Nun haben uns Kians Betreuer um Hilfe gebeten, Kian soll endlich glücklich werden dürfen - und Kian kann eines ganz gewiss nicht: allein ein Zuhause und eine Familie für sich finden.
Darum machen wir uns hier auf die Suche nach einer aktiven Familie, die sich vorstellen kann, ihr Leben mit Kian zu bereichern. Menschen, die ihn mit Liebe und Freude durch die gemeinsame Zeit führen.
Kian ist im Juni 2017 geboren, ca. 65 cm groß, kastriert, gechipt und geimpft. Ob Kian mit Katzen leben kann, können wir vor Ort leider nicht zuverlässig testen. Für Kian suchen wir ausschließlich ein Endzuhause.
Bei ernsthaftem Interesse an Kian würden sich seine zuständigen Vermittlerinnen über Anfragen freuen.
Lebenslichter 19.07.2024, 15.35 | (0/0) Kommentare | PL

GARRY
geb. 2015
55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
schüchtern, er nähert sich dem Menschen aber der letzte Mut zur Nähe fehlt ihm noch
gut verträglich mit Artgenossen
Garry lernt fleißig das Laufen an der Leine
Hungerstiller und Seelenheiler gesucht!
Gebissen beim Kampf ums karge Futter – dabei möchtest du doch nur überleben!
Du hast den leidigen Umzug vom Shelter Kozhuhovo nach Malinki, weit außerhalb vor den Toren Moskaus, bereits mit einer schlimmen Bisswunde am Kopf bezahlen müssen. Dabei hattest du noch Glück im Unglück, denn deine Betreuerin Veronika nahm dich mit zu den Tierärzten im Shelter. Die riesige Wunde und dein geschwollenes Gesicht sind fast abgeheilt, das Problemund die Gefahr – der Hunger und der Kampf ums Überleben – jedoch bleiben.
Wir wissen, wie äußerst knapp das Futter bemessen wird, weil der Shelterbetreiber seine Gewinnspanne erhöhen möchte, sodass Ihr alle viel zu wenig Futter bekommt und sich erst einmal diejenigen satt fressen, die im Zwinger den Ton angeben. Zwar füttern die Betreuer einmal in der Woche zu, was ihr eigener Geldbeutel hergibt, denn sie bezahlen die Extrarationen aus ihrer eigenen Tasche – doch bei 3000 ausgehungerten Hunden und nur 100 Freiwilligen reicht es nicht hinten und nicht vorn, um all die knurrenden Mägen zu besänftigen.

So kommt es, dass du und viele deiner Leidensgefährten
zum Teil lebensbedrohlich an Gewicht verloren haben, weil kaum einer es wagt,
sich mit den Stärkeren anzulegen; zumal es in den engen, nur wenige Quadratmeter
messenden Zwingern keine Möglichkeit gibt zu fliehen oder sich wenigstens zu
verstecken. Veie geben auf und fügen sich in ihr Schicksal, aber dein Hunger
war einfach größer als deine Angst. In deiner Verzweiflung hast du dich wohl zu
früh an den noch mit Futter gefüllten Eimer getraut und musstest deinen Mut
schmerzhaft und teuer bezahlen. Dabei hätte es noch schlimmer ausgehen können, denn
so manche Beißerei im Shelter endet leider tödlich; nicht, weil die Hunde
angriffslustig oder böse wären. Sie sind einfach nur fast verhungert und
verzweifelt und hängen trotz allem an ihrem Leben, mag es auch noch so schwer
und armselig sein.
Es schmerzt uns in der Seele mitanzusehen, wie schwierig
und gefährlich das Leben von Hunden dir nach dem Umzug geworden ist. Deshalb
möchten wir alles versuchen, für dich ein gutes Zuhause zu finden.

Es wird vielleicht nicht einfach, weil du außer
Gefangenschaft, Hunger, Lärm, Schmutz und leider auch Gewalt noch nicht viel
von der Welt kennst. Da braucht es ganz besondere Menschen, die dich so nehmen
wie du bist, nichts von dir erwarten und dir geduldig zeigen, wie schön das
Leben sein kann, wenn man sich geborgen und sicher fühlen darf. Ein gut eingezäunter,
weglaufsicherer Garten wäre da schon wichtig für dich, weil du wohl eine Weile
brauchen wirst, bis du dich zum Gassigehen auf die Straße traust. Deine ersten
Schritte werden kleine sein, umso größer dann die Freude über jeden Erfolg.
Etwas spricht entschieden für dich: Du bist äußerst
duldsam und alles andere als aggressiv. Bei der Versorgung deiner Wunde durften
die Tierärzte dich problemlos anfassen und behandeln. Wegen der Verletzung
konnte die kein Maulkorb angelegt werden, aber es war noch nicht einmal eien
Maulschlaufe notwendig. Du hast alles brav und ohne zu schnappen über dich
ergehen lassen.

Die wunderbaren Betreuer haben begonnen, mit dir zu
arbeiten, damit du – solltest du die Chance deines Lebens bekommen und Malinki
verlassen dürfen – schon ein Stückchen des steinigen Weges zum Vertrauen in die
Menschen gegangen bist.
Vielleicht möchten gerade Sie der sichere Hort und Rettungsanker
für Garry sein, damit er nicht erneut zum Opfer im täglichen Kampf ums Futter
und blanke Überleben wird. Wenn ja, dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen
lieben Dank!
Garry im Shelterauslauf in Malinki:
Garry mit geschwollenem Gesicht in seinem Zwinger in
Malinki:
Garry – mit etwas abgeheiltem Gesicht an den
Gitterstäben seines Zwingers:
Fütterung von Garry in seiner Holzhütte im Zwinger:
Arbeiten mit Garry – Berührungen zulassen:
Erstes Gassigehen vor den Zwingerreihen:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de
Lebenslichter 18.07.2024, 15.32 | (0/0) Kommentare | PL

8 Jahre alt (geb. 2016)
60-65 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
freundlich zu Menschen
mag nicht jeden Hund
hatte ein Zuhause, bis
sein Herrchen leider verstarb
und Ben ins Hundealyl musste
wünscht sich nichts
sehnlicher,
als noch einmal ein Körbchen für immer
Früher hattest du ein Leben; sogar ein recht gutes, wenn man berücksichtigt, in welchem Land du geboren wurdest. Dann starb dein Herrchen und mit einem Schlag änderte sich alles für dich. Denn für einen doch eher großen und nicht mehr ganz jungen Rüden wie dich fand niemand mehr Verwendung. So musstest du ins Malinki, das riesige Obdachlosenheim für Hunde, weit vor den Toren Moskaus einziehen.
Bis zu diesem
Unglückstag kanntest du nur das Leben mit deinem Herrchen, Seite an Seite und
immer zusammen. Nun musst du dich auf einmal ganz allein in dem trostlosen
Hundeasyl mit über 3000 Leidensgefährten zurechtfinden und behaupten.
Sogenannten
„Ex-home“-Hunden wir dir fällt das unendlich schwer. Du warst es gewohnt, mit
einem Menschen zusammen in einem Haus zu leben, mit ihm spazierenzugehen,
seinen Alltag zu teilen. Jetzt hockst du fast mutterseelenallein in einem
kalten, gemauerten Zwinger, umgeben von Gittern und meterterhohen Ziegelwänden,
schutzlos jeder Witterung ausgesetzt und ohne menschliche Ansprache oder Fürsorge.
Die freiwilligen Helfer versuchen, auch dich wenigstens einmal in der Woche für ein paar Minuten aus deinem Gefängnis zu holen, doch es ist immer wieder ein Drama.

Bist du draußen, löst
du dich erst einmal ausgiebig und man sieht dir die Erleichterung an. So lange
es irgend geht, versuchst du, den Zwinger sauberzuhalten, schließlich wurdest du
zur Stubenreinheit erzogen. Aber was sollst du machen, wenn du einmal in der
Woche für eine knappe Stunde deinen Käfig verlassen darfst? Natürlich leidet
ihr alle unter dem Dreck, der Nässe und dem Gestank; für Hunde wie dich gilt
das doppelt.
Ein ganz besonderes Glanzlicht ist für dich der Löffel Dosenfutter, den die Freiwilligen dir und ein paar anderen Glücklichen von Zeit zu Zeit spendieren, wenn sie es sich leisten können und ihr besonders viel hungern müsst. Ich glaube, kein König kann das feinste Festmahl so genießen, wie du diese kleine Extraportion Luxus pur.


Beim Gassigehen blühst
du dann regelrecht auf, selbst wenn es nur auf dem Asylgelände stattfindet und
du nie etwas von der Welt außerhalb von dessen Grenzen zu sehen bekommst. Du genießt
die kurzen, kostbaren Momente, in denen die Aufmerksamkeit deiner Betreuerin,
deines Betreuers (denn es gibt unter den Freiwilligen auch einige wenige
tierliebe Männer) dir ganz allein gehört. Die Bewegung ist eine solche Wohltat
für deine vom endlosen Liegen und Stillsitzen steifen und schmerzenden Knochen
und Gelenke. Es scheint, als könntest du ewig so weiterlaufen, ohne jemals müde
zu werden. Wohl, weil du nur allzu genau weißt, was darauf unweigerlich folgen
muss – die Rückkehr in den von dir so verabscheuten Zwinger.
Du lässt dich nicht
einfach so zurück locken – weder mit guten Worten noch durch Bestechung. Du
sträubst und wehrst dich, soviel du nur kannst, sodass die Ehrenamtlichen dich
fast schon mit Gewalt in den Verschlag drängen müssen – auch wenn ihnen dein verzweifelter
Blick jedesmal das Herz zerreißt.
Wurdest du erst über
die Zwingerschwelle gezogen, trottest du mit gesenktem Kopf in die winzige, für
einen Hund deiner Größe viel zu enge Holzkiste und rollst dich darin zusammen.
Wenn die Freiwilligen dann die Käfigtür schließen, liegst du einfach nur
regungslos da.
So harrst du aus… du jaulst nicht, bellst nicht, winselst nicht. Du wartest einfach nur auf den erlösenden Moment, in dem ein Mensch die Tür zu deinem Gefängnis öffnet.

Nunmehr fast zwei
Jahre verbringst du in dieser trostlosen Lage; ohne erkennbaren Ausweg, ohne
die geringste Chance, dass sich dein Schicksal doch noch einmal zum Guten
wendet. Dabei wirst du allmählich zum Hundesenioren, dir bleibt nicht mehr
endlos viel Zeit. Du brauchst so sehr ein warmes, fürsorgliches Zuhause an der
Seite deines Menschen, deiner Familie.
Du verhältst dich freundlich gegenüber jedermann und genießt sichtlich die Nähe und Zuneigung der freiwilligen Helfer. Da du früher ein Zuhause hattest, ist dir das Leben im Haus, ebenso wie das Spazierengehen an der Leine vertraut.

Mit anderen Artgenossen ist es bei dir so eine Sache. Auf fremde Rüden möchtest du am liebsten verzichten; du wirst schon wissen warum. Gegen eine nette Hundedame im neuen Zuhause hättest du sicher nichts einzuwenden; im Shelter teilst du dir dein Gefängnis auch mit zwei Hündinnen. Am liegsten wärst du aber wieder Einzelhund und hättest deine(n) Menschen ganz für dich allein.

Lieber Ben, von ganzem
Herzen hoffe ich, dass es auch für dich noch einen freundlichen Menschen gibt,
der dich gernhat und dich umsorgt, damit du deine letzten Lebensjahre nicht in
diesem verhassten Zwinger absitzen musst.
Möchten Sie für den
traurigen, verzweifelten Hundebuben gern dieser Mensch/diese Familie sein? Dann
melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!
Die Ausreise und
Vermittlung (nur innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein Kettenlos e.V.
Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
E-mail: d.bansche@gmail.com
Lebenslichter 18.07.2024, 15.32 | (0/0) Kommentare | PL

MISHA
Rüde
geb. ca. 2014
ca. 60 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
liebt den Menschen
kommt gut klar mit Kindern
sehr gut verträglich mit Artgenossen
läuft gut an der Leine
auf einer Pflegestelle in Russland
sucht (s)einen Menschen, (s)eine Familie, der/die das Besondere liebt
Misha – ein besonderer Hund sucht ebenso besondere Menschen.
Als ich die Bilder von dir zum ersten Mal gesehen habe,
war ich ratlos und wusste nicht, was ich davon halten sollte. Noch fehlten mir genauere Angaben zu deinem
speziellen Aussehen. Ein paar Tage später fand deine Betreuerin die Zeit, mir
ausführlich über dich zu schreiben, und ich erhielt auch mehrere kleine Filme
von dir.
Vor etwas mehr als zwei Jahren wurdest du auf den Straßen Moskaus eingefangen und ins Shelter Kozhuhovo gebracht. Dein „bestes Stück“ war nicht mehr dort, wo es von Natur aus hingehört, und du warst an beiden Augen schwer verletzt. Die Tierärzte im Hundeasyl konnten sie mit einer plastischen Operation erfolgreich behandeln, sodass dein Sehvermögen heute uneingeschränkt ist.

Woher das Problem mit deinem Penis kam, bleibt bis heute ungeklärt. Möglicherweise hat man dich gewaltsam von einer läufigen Hündin getrennt, was zu schwersten Verletzungen führen kann. Auch ein Missbrauch durch Menschen ist vorstellbar. Drei Operationen hast du tapfer hinter dich gebracht, Narben übersäen deinen Bauch. Aber dafür kommst du heute gut zurecht mit dem, wie es eben ist. Zwar bleibt dein Glied ungeschützt, aber dein kleines Geschäft kannst du verrichten, wie jeder andere Hundemann auch. Wie mehrere Tierärzte übereinstimmend sagen, bist du ein vollkommen gesunder Hund - nur eben mit einem „external feature“, einem äußeren Attribut, wie deine Betreuerin es liebevoll umschreibt.

Dabei hattest du im Unglück noch riesengroßes Glück:
Deine Betreuerin hat dir den Umzug in die neue Hundehölle von Malinky erspart,
indem sie dich in einer Pension untergebrachte, deren Kosten sie aus eigener
Tasche bezahlt. In den warmen Jahreszeiten gibt es für dich kaum Probleme; nur
im Winter bei Minusgraden darfst du nicht lange im Freien bleiben.
Trotz allem hast du dir deinen wundervollen Charakter, dein zuckersüßes Wesen und dein absolut manierliches Benehmen erhalten. Du verstehst dich mich Artgenossen und magst sogar Katzen. Menschen liebst du, und mit Kindern hast du keinerlei Probleme. Jede noch so kleine Zuwendung und Aufmerksamkeit macht dich glücklich und an der Leine läufst du vorbildlich.

So machen wir uns nun für dich auf die Suche nach
einem liebevollen Zuhause bei Menschen, die dich nicht mehr ganz jungen
Hundemann mit deinem goldigen Charakter, deinem großen Herzen und eben deiner
kleinen Besonderheit zu schätzen wissen.
Wenn Sie gern dieser Mensch/diese Familie sein
möchten, dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den
Tierschutzverein „Pro Canes et Equos“.
Misha noch im Shelter Kozhuhovo:
Misha im Außenbereich der Pension:
Misha mit seiner Betreuerin in der Pension:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
E-Mail:Ulrike.Worringer@T-Online.de
Lebenslichter 17.07.2024, 14.39 | (0/0) Kommentare | PL

HOLLY
Hündin
geb. 2017
50-55 cm Schulterhöhe
geimpf, gechipt, kastriert
offen gegenüber Menschen, die sie kennt
bei neuen Menschen erst einmal schüchtern und vorsichtig
umgänglich und gut verträglich mit Artgenossen
läuft brav an der Leine
Herz und Körbchen für immer gesucht
Eine schwarze Schönheit auf der Suche nach ihrer
dritten Chance!
Manche erinnern sich vielleicht noch an Dich und
Deine beiden Geschwister, die Ellie und den Tim. Drei kleine, schwarze
Hundekinder, vom zarten Welpenalter an eingesperrt im riesigen Moskauer Shelter
Kozhuhovo und mit einem angeborenen Problem der hinteren Kreuzbänder.
Vor einem Jahr konnten wir mit einer Spendenaktion
dabei helfen, dass sowohl Du als auch Tim erfolgreich am Kreuzband operiert
wurden. Ellie hatte diese Operationen schon im Jahr 2019 hinter sich gebracht.
So bekamst Du zwei Chancen: Im Abstand von nur wenigen Wochen wurdest Du an beiden Hinterbeinchen operiert. Heute bist Du schmerzfrei und läufst wunderbar flüssig ohne zu hinken an der Leine.

Nun sind wir für Dich auf der Suche nach Deiner
dritten Chance, einem eigenen Zuhause. Zwar bist – und bleibst Du vorerst auch
- eine Hündin, der durch den frühen Einzug ins Shelter und die langen Jahre
dort ein wichtiger Teil der Sozialisierung fehlt. Du hattest ja nie
Gelegenheit, um Eindrücke von der Welt da draußen zu sammeln, zu erleben und zu
verarbeiten. Aber durch Deine Krankengeschichte hast Du Dich zumindest einigen
Menschen geöffnet auch das Spazierengehen an der Leine gelernt.
So bringst Du die besten Voraussetzungen für Deinen
Einzug in ein eigenes, liebevolles Zuhause mit. Aber natürlich wird es Zeit Verständnis
und Geduld brauchen, um Dich an ein Leben hier bei uns zu gewöhnen. Doch
mithilfe Deiner Menschen schaffst Du das, wie schon so viele glücklich
Vermittelte es vor Dir schafften. Ein freundlicher Artgenosse, bei welchem Du
Dir abschauen kannst, wie so ein richtiges Hundeleben funktioniert, wäre sicher
schön, ist aber absolut kein Muss.

Wir wissen, dass ein großes, schwarzes Hundemädchen wie
Du es wohl schwerer haben wirst als andere, ein schönes Zuhause zu finden. Aber
nachdem wir mit Hilfe von vielen lieben Spendern schon dafür sorgen konnten,
dass Du heute ohne Schmerzen durchs Leben läufst, soll es nun endlich auch ein
glückliches Leben sein.
Möchten vielleicht Sie unserer wunderschönen Holly zu
diesem Glück verhelfen? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben
Dank!

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den
Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Hier finden Sie ein Filmchen von Holly beim Gassigehen
im Shelter:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de
Lebenslichter 17.07.2024, 14.38 | (0/0) Kommentare | PL

SHERLOCK
Rüdegeb. Februar 2018
67 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
liebevoll und sanft, sucht er die Nähe ihm vertrauter
Menschen,
bei Fremden braucht er ein bisschen Zeit
versteht sich gut mit seinen Artgenossen
kennt schon das Laufen an der Leine
träumt von einem Leben ohne Angst in seiner eigenen Familie
Im September 2018 wurde eine Kiste mit sechs Hundewelpen vor dem Moskauer Shelter Kozhuhovo abgestellt. In dieser kauerten, frierend und verängstigt, du und deine fünf Geschwister. Jahre vergingen, ohne dass sich für einen von euch ein Zuhause gefunden hätte. Das wäre auch einem Wunder gleichgekommen, denn hier wie in vielen anderen Ländern sind die Menschen immer noch sehr abergläubisch und fürchten, dass Hunde mit schwarzem Fell ihnen Unglück bringen könnten. Seit dem Umzug ins neue Shelter Malinki – gebaut weit vor den Toren von Moskau, für viele der Freiwilligen nur noch schlecht oder gar nicht mehr zu erreichen und errichtet auf dem Gelände einer stillgelegten, giftverseuchten Mülldeponie – ist für euch arme Hunde alles noch viel schlimmer geworden.

Anfangs warst du sehr schüchtern und scheu. Das ist
verständlich, denn sicher handelte es sich bei euch um den unerwünschten
Nachwuchs einer Besitzerhündin und bis zu eurer Entsorgung vor den Sheltertoren
hattet ihr nur wenig Schönes erlebt. Dennoch fühltest du dich immer wieder zu
den Freiwilligen hingezogen – du spürtest wohl, dass sie es gut mit euch
meinten. So lerntest du allmählich, deine Furcht zu überwinden und den
Menschen, die du kanntest, zu vertrauen.
Du bist ein sehr sanfter, ruhiger Rüde, der gut mit anderen Hunden auskommt. Du versuchst nicht, deine Artgenossen zu dominieren, spielst im Auslauf gern mit ihnen und gehst Konflikten aus dem Weg.

Dies ist dein trauriges Dasein, das einzige, das du bisher kennst: Ein gemauerter, isolierter Zwinger, eine viel zu enge Holzhütte, einmal in der Woche für ein Stündchen spielen, vielleicht bei einem kurzen Gassigehen die Beine vertreten, ein paar Minuten kuscheln und dich in der Nähe der von dir trotz allem so geliebten Menschen geborgen fühlen.

Vielleicht möchten Sie ja dem stattlichen, schwarzen Sherlock
zeigen, dass wir nicht alle zum Fürchten sind und diesen anschmiegsamen
Hundemann in Ruhe und Geduld mitnehmen auf eine spannende, gemeinsame
Lebensreise. Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den
Tierschutzverein „Pro Canes et Equos“.
Hier zeigen wir einige Videos von Sherlock im Shelter
Malinki:
Sherlock – Gassigehen in Malinki
https://youtube.com/shorts/OVUOBtxcNP8
Sherlock – Leckerlis in Malinki
Sherlock – spielt im Auslauf in Malinki
Sherlock - Kuscheleinheiten im Auslauf in Malinki
Sherlock - im Spiel- und Fotozimmer in Malinki
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de
Lebenslichter 16.07.2024, 14.00 | (0/0) Kommentare | PL
PISHKA
Hündin
geb. Januar 2018
48 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
tobt und spielt für ihr Leben gern
sehr verträglich mit Artgenossen
vertraut den Menschen, die sie kennt,
ist bei Fremden zunächst vorsichtig
geht inzwischen recht gut an der Leine
möchte nicht im Hundeobdachlosenheim sterben!
Über zwei Jahre ist es nun schon her, seit du als zuckersüße Junghündin auf Moskaus Straßen eingefangen und im November 2021 ins Shelter Kozhuhovo gebracht wurdest. Die grauen Tore schlossen sich hinter dir kleinem Hundemädchen - ungewiss, ob sie sich jemals wieder für dich öffnen würden.
Im Januar 2023 wurden alle dreitausend Hunde von Kozhuhovo ins weit außerhalb von Moskau gelegene Shelter Malinki umgesiedelt. Hier könnten die Lebensumstände kaum trostloser sein.

Tapfer versuchst du, durchzuhalten und irgendwie mit diesem traurigen Dasein zurechtzukommen: Mit dem grauenhaften Futter, welches höchstens für eine Weile den Magen füllt, aber keinerlei Nährwert besitzt; mit dem engen Zwinger, der winzigen, zugigen und von Hinterlassenschaften durchtränkten Hütte; mit der Einsamkeit, Langeweile und Hoffnungslosigkeit. Das alles musst du ertragen, du hast keine Wahl.
Einziger Trost sind deine Schicksalsgefährten Turka und Marcello. Zwar kommst du mit allen Hunden gut aus, aber in diesen beiden hast du besonders liebe Freunde gefunden. Turka, mit der du dir einen Zwinger teilst und die ich Ihnen hier bereits vorgestellt habe, hat dir gezeigt, wie man an der Leine läuft; und mit Marcello liebst du es zu toben und zu rennen, sobald ihr euch nach einer endlos langen Woche für eine kurze, glückliche Zeit im Shelterauslauf trefft.

Nun suchen deine Betreuerinnen mit unserer Hilfe für dich nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen: Nach besonderen Menschen mit viel Geduld, die nichts von dir erwarten – du kennst ja schließlich noch nicht viel, auf jeden Fall nicht viel Gutes – und dich Schritt für Schritt lehren, was es bedeutet, ein richtiges Hundeleben führen zu dürfen.

Möchten vielleicht Sie der niedlichen, quirligen
Hündin ein Leben in Freiheit und sich
selbst eine treue und anhängliche Begleiterin schenken? Dann melden Sie sich
bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den
Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Hier einige Videos zum besseren Kennenlernen von Pishka:
Pishka mit Turka und Marcello im Shelterauslauf
Malinki beim Spielen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de
Lebenslichter 16.07.2024, 14.00 | (0/0) Kommentare | PL
Wenn man heute in Veltas Augen schaut, kann man fast körperlich ihre Traurigkeit fühlen. So viele Jahre ist sie nun schon in diesem kleinen Zwinger.
Velta ist ein Fundtier. Erst Aufzeichnungen der Betreuer über die hübsche Hündin sind aus 2014 zu finden. Wie lange Velta zu diesem Zeitpunkt schon im Shelter „Kozhuhovo“ in Moskau war und auch über ihre Vorgeschichte können wir nichts sagen.
In all den Jahren hat Velta viele Hunde kommen und gehen sehen. Man sieht ihr ihre Müdigkeit an. Müde vom ständigen Lärm der 3000 anderen Hunde. Müde des Wartens auf den einen Tag in der Woche, auf die eine Stunde im Auslauf, mit den freiwilligen Betreuern. Müde der sich ständig wiederholenden Enttäuschung, wenn wieder ein anderer Hund adoptiert wurde, wieder ein Hund ein Zuhause gefunden hat. Und wieder war es nicht Velta. Wieder blieb sie zurück.

Sie hat die Hoffnung schon fast aufgegeben, hat sich abgefunden. Doch wir möchten uns nicht abfinden, die Hoffnung auf ein eigenes Körbchen für Velta noch nicht aufgeben.
Velta war anfangs recht schüchtern und traute sich kaum aus ihrem winzigen Außenzwinger. Ihre Betreuer nahmen sich aber Zeit für sie und Velta fasste mehr und mehr Vertrauen.
Heute läuft Velta gerne mit den anderen Hunden zusammen in den wöchentlichen Freilauf, wo sie dann fröhlich mit den anderen Hunden spielt und rennt – sie weiß ganz genau, dass dieser Moment der „Freiheit“ nur allzu schnell vorüber geht und sich schnell die Zwingertür wieder hinter ihr schließt.

Veltas Betreuer beschreiben die Hündin als feinfühlig und unaufdringlich. Sie mag jedoch den Kontakt mit den ihr bekannten Menschen sehr gern und genießt es, wenn sie von ihnen Zuwendung und Streicheleinheiten bekommt.
Velta hat wegen ihrer Größe von ca. 55 cm und auch wegen ihres Alters in Moskau keinerlei Chancen auf ein schönes Zuhause. Daher möchten wir für Velta liebe Menschen finden, die sie gern adoptieren und ihr ein hundegerechtes, behütetes Leben schenken möchten.
Wir suchen für Velta eine liebe Familie, die ihr mit etwas Geduld und Einfühlungsvermögen begegnen. Schön wäre, wenn bereits ein souveräner und freundlicher Rüde im Haushalt leben würde, von dem Velta sich noch einiges abschauen könnte.

Velta läuft bereits gut an der Leine, ist geimpft, gechipt und kastriert und wartet darauf, endlich von Ihnen entdeckt zu werden. Sie könnte schon bald nach Deutschland reisen, wenn Sie sich nichts Schöneres vorstellen könnte, als Velta in Ihrer Familie aufzunehmen.
Bei
ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen. Vielen, lieben Dank!
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde
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Lebenslichter 21.04.2024, 15.31 | (0/0) Kommentare | PL