Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Erinnerungen

Aquilion – Vielleicht ist es noch nicht zu spät?


Aquilion

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 02/2016

Schulterhöhe: 60 cm

Es gibt Augen, die tragen Erinnerungen, von denen wir hoffen, sie wären nie wahr. So ist es bei Aquilion.  Man schaut ihm ins Gesicht und ahnt plötzlich, dass dahinter ein ganzes Leben voller Entbehrungen liegen muss.



Können wir Menschen jemals wieder gutmachen, was wir den Tieren angetan haben? Ich glaube nicht, wenn man einen Hund wie Aquilion ansieht. Denn ein einziger Blick genügt, um zu erkennen, dass sein Leben Spuren hinterlassen hat, die tiefer gehen als jede sichtbare Wunde.



Aquilion ist ein alter Hund. Vor wenigen Monaten wurde er in dieses Hundelager gebracht. Was vorher war, weiß niemand genau. Wahrscheinlich hat er die letzten Jahre als Streuner überlebt. Anders lassen sich sein Zustand und sein Verhalten kaum erklären. Sein Fell ist zu dicken Dreadlocks verfilzt. Auf einem Auge ist er blind, und in seinem Blick liegt ein Ausdruck, der sich nur schwer beschreiben lässt - eine Mischung aus tiefer Trauer, Verzweiflung, Angst und etwas wie: "Ich bin ein guter Hund, ich kann liebhaben, aber niemand hat mich je gewollt."



Wenn man sich ihm nähert, weicht er voller Sorge zurück. Nichts an ihm ist drohend. Er zeigt die Zähne, weil er hofft, dass ihm niemand zu nahekommt. Und trotzdem lässt er sich anfassen. Das hat mich lange beschäftigt. Denn wieviel muss ein Hund erlebt haben, damit ihn schon eine ganz vorsichtig ausgestreckte Hand erschreckt? Und was geht in einem Hund vor, der sich vor jeder Berührung fürchtet und sich am Ende doch dafür entscheidet, sie erlauben? Viel Gutes dürfte ihm bisher durch Menschenhand nicht widerfahren sein. Nun soll es ausgerechnet ein Mensch sein, der ihm zeigt, dass nicht alle Hände wehtun?



Er kennt keine Leine. Niemand scheint jemals mit ihm spazierengegangen zu sein. Niemand hat ihm gezeigt, dass die Welt auch aus etwas anderem bestehen kann als aus Hunger, Einsamkeit und dem täglichen Kampf ums Überleben, den er vermutlich jahrelang führen musste.


Heute kämpft er gegen etwas anderes: Gegen die Verlassenheit hinter Gittern in einem Gefängnis, aus dem er kaum wieder lebend herauskommt, wenn sich niemand für ihn entscheidet.


Wieviel Zeit Aquilion noch bleibt, wissen wir nicht; ebenso wenig, ob er jemals ein unbeschwerter Hund sein kann. Vielleicht wird er Berührungen immer zuerst misstrauisch begegnen und nie schwanzwedelnd auf fremde Menschen zulaufen. Aber er könnte noch erfahren, dass die Angst nicht das Letzte sein muss, was ein Hund von uns Menschen mitnimmt.


Aquilion braucht niemanden, der große Erwartungen an ihn stellt, sondern einen geduldigen Menschen, der seine kleinen Fortschritte erkennt und sich über sie freuen kann. Vielleicht besteht seine Dankbarkeit irgendwann darin, dass er sich neben seinen Menschen legt und keine Angst mehr hat. Wenn Sie genau darin das große Glück erkennen, könnte Aquilion der richtige Hund für Sie sein.


Wir können Aquilion seine Vergangenheit nicht nehmen. Aber mit Ihrer Hilfe können wir verhindern, dass sie auch seine Zukunft wird.

Tanja Roth

ist Ihr persönlicher Ansprechpartner

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Lebenslichter 19.08.2026, 19.55 | (0/0) Kommentare | PL

Willst du mit mir geh´n? Judy


JUDY (Zwingernr.: D 22)

Und wieder ist für JUDY weiteres Jahr ohne eigenes Zuhause ins Land gegangen. Es war ein Jahr voller Höhen und Tiefen, in welchem die Hoffnungslosigkeit immer größer geworden ist.

Hoffnung hält uns bei Kräften. Und auch wenn viele die Hoffnung für JUDY bereits aufgegeben haben, sie selbst hat es nicht. Sie ist eine kleine Kämpferin, die trotz der widrigen Umstände an ihrem Leben hängt.

Für JUDY waren die vergangenen Monate nicht leicht. Sie nahm im Shelter immer mehr ab. Gerade 16 kg wog sie noch, als die Betreuer beschlossen, sie in einer Pension unterzubringen; einem Ort, an welchem sie Ruhe finden, draußen auf Gras laufen konnte und ihr das Leben mit besserem Futter etwas erleichter werden sollte.

JUDY lebte sich in der Pension gut ein. Von der Hündin, die im Shelter ihre Rute stets furchtsam zwischen die Beine klemmte, war dort nichts mehr zu sehen. Sie rannte übers Gras und erfreute sich an ihrer neuen Freiheit, die sie sicherlich so noch nie erlebt hatte oder an welche die Erinnerungen längst verblasst waren, denn JUDY war eine der ersten Hunde im Shelter Kozhuhovo. Sie lebt dort seit dessen Eröffnung im Jahr 2009.


Vor lauter Freude lief Judy immer öfter mit hoch erhobener Rute. So wurde darunter eine Wucherung entdeckt. Die Betreuer fuhren mit ihr in die Klinik. Nach etlichen Untersuchungen stand fest, dass Judy operiert werden musste. Die Wucherung wurde entfernt und auch die Zähne wurden gerichtet. Danach musste sie jedoch zurück in ihren engen Zwinger, in die Einsamkeit und Eintönigkeit des Shelterlebens.


Wir wissen, dass diese Umstände und Judys Alter die Suche nach einem passenden Zuhause deutlich erschweren, aber wir wollen nicht aufgeben. Wenn Judy noch Hoffnung in sich trägt und Jahr um Jahr weiter macht, dann möchten auch wir die Hoffnung nicht verlieren, dass es irgendwo genau die richtigen Menschen für sie gibt.

Daher suchen wir für Judy liebe Menschen, bei denen sie sich zuhause fühlen darf und ihren Lebensabend genießen kann. Ein weiches, warmes Körbchen und liebevoll streichelnde Hände wären die Erfüllung für Judy.

Für Judy suchen wir ausschließlich eine Endstelle.Wer hat Platz in seinem Herzen und möchte ihr den Wunsch von einem eigenen Zuhause erfüllen? Die bildhübsche Seniorin möchte das Shelter so gern lebend verlassen.


Judy ist eine ausgesprochen liebe Hündin. Sie verträgt sich mit ihren Artgenossen, mag die Betreuer, die ins Shelter kommen und begegnet ihnen freundlich und gut gelaunt.

Für Judy wünschen wir uns liebe Menschen, die ihr die nötige Zeit und Geduld entgegenbringen, die sie benötigt, um im neuen Zuhause anzukommen. Judy war praktisch ihr Leben lang im Shelter und kennt dort nur ihren Zwinger, den Auslauf und ihre Betreuer. Ein lieber und sicherer Ersthund im neuen Zuhause würde ihr sicherlich sehr helfen. Ihre neuen Menschen, dürfen gern selbst Senioren sein sein und Freude an der Natur haben. Für Judy gäbe es auf den gemeinsamen Spaziergängen bestimmt viel zu entdecken.


Judy ist eine gelehrige und sanfte Hündin, die in all den Jahren nie das Vertrauen in den Menschen verloren hat. Mit ihren ca. 40-45 cm zählt sie zu den kleineren Hündinnen im Shelter.

Obwohl sie anfangs schüchtern wirkt, ist sie sehr gut sozialisiert und läuft beinahe perfekt an der Leine. Während der seltenen und viel zu kurzen Spaziergänge konzentriert sie sich voll und ganz auf ihre Begleitperson. Mit ihren Artgenossen geht sie sehr kameradschaftlich um und ist stets bereit, mit ihnen zu spielen.

Judy ist bereits kastriert, gechipt und geimpft. Sie wartet nur noch auf ihren Menschen, der ihr ein warmes Plätzchen und einen versöhnlichen Lebensausklang in Deutschland bescheren möchte.

 

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Lebenslichter 07.01.2024, 14.35 | (0/0) Kommentare | PL

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Worum es geht:



Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.









"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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MEIN LEITSPRUCH:


Sei dankbar für das Gute in deinem Leben 

und denke auch ans Teilen


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.



Über mich

Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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