Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Freude

Elowen - Wenn Träume im Sonnenlicht verblassen


Elowen

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 03.2019

Schulterhöhe: 55 cm

Es ist tiefdunkle Nacht. Elowen rennt über satte, grüne Wiesen. Ihre Pfoten scheinen den Boden kaum zu berühren und bewegen sich gleichmäßig und wieselflink. Sie schnuppert die klare Luft, den Duft von Blumen und jault vor Freude auf.

Der Mond beleuchtet ihr friedliches schlafendes Gesicht und lächelt. Wenigstens dürfen die Hunde im Canile von einem besseren Leben träumen und im Schlaf ein paar Stunden lang glücklich sein. Woher mag Elowen wissen, wie die Welt da draußen sein kann - wurde sie doch schon als winzigesWelplein in das kalte, herzlose Hundegefängnis gesteckt? Hat sie nach fünfeinhalb Jahren in Gefangenschaft wirklich noch eine Erinnerung daran, wie sich Freiheit anfühlt? Vielleicht haben ihr auch andere Leidensgefährten davon erzählt? Sie teilt sich ihr Betonloch mit einem freundlichen Rüden, mit dem sie sich wunderbar versteht. Freundschaften sind in einem Hundelager überlebensnotwendig; denn in Einzelhaft, zu der leider viele Hunde willkürlich und völlig unbegründet verdammt sind, ist der triste Alltag praktisch nicht zu ertragen.



Wenn die lieben Tierschützer zu Besuch kommen, darf Elowen mit einigen anderen auserwählten Glückspilzen für ein paar Minuten mit auf die Wiese. Solche besonderen Augenblicke gibt es allerdings höchstens ein- bis zweimal im Jahr. Mehr erlaubt die Gefängnisleitung nicht, es könnte sonst zuviel von den unsäglichen Lebensbedingungen im Lager nach außen dringen.

Elowen hat ein helles Köpfchen. Sie ist äußerst gelehrig und hat sich beim letzten Mal genau gemerkt, was man ihr gezeigt hat: An der Leine zu laufen. Die netteTierschützerin lobt sie. Elowen ist immer ein bisschen schüchtern und ängstlich, wenn Menschen sich ihr nähern; aber das Lob tut ihr wohl. Noch um vieles besser und spannender sind allerdings die vielen unbekannten Gerüche. In dieser duftenden Bibliothek würde sie gern stundenlang stöbern; aber leider darf man hier nichts ausleihen und mit in die Zelle nehmen.



Die lange, entbehrungsreiche Zeit im Canile hat ihre Spuren bei Elowen hinterlassen. Sie wird von Hautentzündungen geplagt und hat verkrustete Stellen im Gesicht und an den Ohren. Ähnlich wie bei uns Menschen liegt die Ursache hierfür in dauerhaftem Stress, der im Hundelager ein ständiger Begleiter ist und vor dem es kein Entrinnen gibt; zu laut, zu schmutzig, zu eintönig, zu brutal, zu miserable Verpflegung, zu harter Boden, zu beengter Raum, zu wenig bis keine tierärztliche Betreuung, zu aussichtslos. Einzig ihre Träume von einem schöneren Leben und die Hoffnung – falls Hunde hoffen können – dass diese Träume sich irgendwann erfüllen, helfen ihr, an diesem düsteren Ort auszuhalten und sich nicht aufzugeben.


Möchten vielleicht gerade Sie die Träume unserer Elowen wahr werden lassen und unserer Überlebenskünstlerin ein Leben schenken, welches diesen Namen auch verdient? Bevor der Mond wieder hinter den Wolken verschwindet, leuchtet er noch einmal ganz hell über die Kontaktdaten von Elowens freundlicher Vermittlerin. Es liegt nun bei Ihnen, das Schicksal dieser sanften, zarten Hündin endlich zum Guten zu wenden. Vielen, lieben Dank!

 

Simone Leitenbauer

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Lebenslichter 22.10.2026, 19.00 | (0/0) Kommentare | PL

Crix - Bin ich schon auf Sendung?


Crix

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 11.2024

Schulterhöhe: 47 cm     

Test, Test - bin ich schon auf Sendung? Ich habe eine wichtige Durchsage für die Zukunft: Hallo, liebe Zukunft, ich bin der kleine Crix. Man sagt mir nach, ich sei ein lustiges Kerlchen, besonders wenn ich meine Fledermausohren auf Empfang stelle. Zugegeben, die habe ich nicht so recht im Griff. Die machen, was sie wollen, wenn ich aufgeregt bin. Und ich war super aufgeregt, als mich die Tierschützer besuchen kamen. Ich weiß, wie wichtig so ein Besuch ist, denn diese netten Menschen schreiben alles auf, was die Zukunft über uns Hunde hier im Lager wissen will. 



Sie haben mich viel gefragt, worauf ich keine Antwort wusste; nur dass ich noch ganz jung war, gerade mal zwölf Monate, als man mich hierhergebracht hat. Woher ich kam, weiß keiner; doch die Tierschützer glauben, dass es mir dort gar nicht gut gegangen sein kann, weil ich am Rücken viele Wunden habe, die ein Zeichen für meine schlimme Vergangenheit sind. Aber die ist ja vorbei und die Tierschützer meinen, dass meine Zukunft wunderschön werden kann, wenn mich ein lieber Mensch oder eine nette Familie hier herausholt und adoptiert. Wenn bloß diese dumme Gegenwart nicht wäre, denn hier im Hundegefängnis ist es echt gruselig. Wenigstens teile ich mir die Zelle mit dem netten Gingy, der übrigens auch sehnsüchtig auf ein Zuhause wartet. Ich bin sehr froh, dass ich einen Freund habe, denn es gibt auch ganz arme Hunde, die mutterseelenallein in ihrer Box sitzen müssen.


Leider ist es bitterkalt in unserem Zwinger  (jedenfalls im Winter, dafür ist es im Sommer oft so heiß, dass wir uns auf dem nackten Beton die Pfoten verbrennen). Wir müssen auf dem kahlen, feuchten Betonboden liegen, es gibt kein Stroh, von einer weichen Decke ganz zu schweigen. Wir können uns wenigstens aneinander kuscheln und uns gegenseitig ein bisschen wärmen, mein Freund Gingy und ich. Auch plagt uns die Langeweile, denn an Spielzeug oder sonst etwas, womit wir uns beschäftigen könnten, denkt hier keiner. Rings um uns bellen, winseln und weinen die vielen anderen Hunde, die wie wir unter den furchtbaren Zuständen keiden. Wir sind lebendig begraben in diesem Loch und die meisten von uns kommen nie wieder heraus, sie müssen ausharren, bis sie sterben. Diese Aussicht macht mir Angst.



Als die Tierschützer da waren, wollten sie mir beibringen, wie das geht mit der Leine. Ich hab´s einfach nicht kapiert, ich dachte, haben sie bei mir waren, haben sie gesagt, dass ich noch viel lernen muss, zum Beispiel, wie das mit der Leine funktioniert. Ich hab´s einfach nicht hinbekommen. Ich dachte, wenn der Mensch daran zieht, soll ich kommen und wenn ich daran ziehe, kommt der Mensch. Aber so läuft das nicht, meinte Gingy, und ich hätte dabei keine besonders gute Figur gemacht, obwohl ich mir die allergrößte Mühe gegeben habe.

Die freundlichenTierschützer waren gar nicht böse mit mir und haben gesagt, ich müsste einfach nur noch ein bisschen üben, dann klappt das schon. Deswegen suchen sie jetzt für mich einen gutherzigen Menschen, der Geduld mit mir hat, nicht gleich losschimpft, wenn ich manches nicht auf Anhieb verstehe und mich lobt, wenn ich meine Sache gut gemacht habe. Eben jemanden, der mich liebhat und dafür sorgt, dass ich die schlimme Zeit hier ganz schnell für immer vergesse.




Liebe Zukunft, bitte warte nicht so lange. Rufe bald meine Vermittlerin an und frage nach Crix mit den Fledermausohren, denn diese sind nun Tag und Nacht für dich auf Empfang.

Eines solltest du noch wissen: Ich wurde auf Leishmaniose getestet und leider fiel der Test positiv aus. Aber bisher ist die Krankheit noch nicht ausgebrochen und ich zeige auch noch keinerlei Symptome. Wenn mein zukünftiges Herrchen, mein Frauchen, meine Familie mir nur eine kleine Tablette am Tag und passendes Futter gibt, kann ich ganz alt werden und meinem/meinen Menschen lange Zeit viel Freude bereiten!

Tanja Roth

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Lebenslichter 20.10.2026, 16.32 | (0/0) Kommentare | PL

Saffiro – Erst mal durchatmen!


Saffiro

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 09/2021

Schulterhöhe: 54 cm 

Sie kennen das. Morgens, noch halb wach, stehen Sie vor der Kaffeemaschine und wollen jetzt sofort Ihre erste Tasse. Also ziehen Sie die Kanne heraus, bevor der Kaffee durchgelaufen ist – und bekommen etwas, das eher nach guter Absicht als nach Kaffee schmeckt. Nur fünf Minuten Geduld, und Sie hätten die beste Tasse des Tages in der Hand gehabt.

Saffiro ist ein bisschen wie dieser Kaffee. Man muss ihm nur die fünf Minuten gönnen.


Wenn sich nach Monaten die Zwingertür öffnet und Saffiro plötzlich Gras unter den Pfoten hat, dann kommt er erst einmal mit vollem Druck: Espresso, doppelt, ohne Zucker. Er hüpft, dreht sich, möchte gleichzeitig zu Ihnen, ans Ende der Wiese und am liebsten gleich wieder zurück. Er freut sich so sehr und so laut mit seinem ganzen Körper, dass man einfach lachen muss.

Und wenn ihm das Ganze überschäumt wie Milch, die zu lange auf dem Herd stand, kommt die Pfote. Wie ein Kind, das am Ärmel zieht: Guck mal, guck mal, ich bin hier! Wer wochenlang nur Zwinger hatte, kippt sich eben nicht zuerst einen Kamillentee ein.


Doch dann passiert etwas, das unsere Tierschützer bei ihrem Besuch im Lager beobachten konnten: Saffiro wird ruhiger. Man bleibt bei ihm, gibt ihm Orientierung, redet mit ihm – und langsam fährt er herunter. Dass sein Start so stürmisch ist, hat einen Grund. Und der ist nicht Saffiros Schuld.

Er war gerade einmal zwei Monate alt, als er gemeinsam mit seinen sechs Geschwistern ins Canile kam. Sieben Welpen, die gerade erst angefangen hatten, die Welt zu entdecken. Für Saffiro ist das Canile seitdem sein Zuhause. Ein Wohnzimmer hat er nie gesehen. Einen Menschen, der abends noch da ist und am nächsten Morgen wiederkommt, ebenfalls nicht.


Wenn für einen solchen Hund nach Monaten die Zwingertür aufgeht, ist das kein ganz normaler Spaziergang. Das ist Weihnachten, Geburtstag und Urlaub zusammen. Natürlich sprudelt er da erst einmal über.

Und was findet man am Ende in der Kanne, wenn man Saffiro die nötige Zeit gibt? Einen freundlichen, lebensfrohen Hund. Saffiro mag Menschen und ist mit Rüden ebenso fein wie mit Hündinnen. Er lässt sich führen, sobald ihm jemand ruhig die Richtung zeigt. Und obwohl er allen Grund gehabt hätte, dem Menschen gegenüber misstrauisch oder verbittert zu sein, hat er sich seine Freude bewahrt.


Das macht ihn so besonders.

Wir suchen für Saffiro keine Baristas. Wir suchen Menschen, die ihm Zeit geben können. Menschen, die ihm verlässliche Abläufe schenken, die wissen, dass eine Pfote am Bein kein Problem ist, sondern manchmal einfach die etwas stürmische Art eines Hundes zu sagen: Ich freue mich, dass du da bist!


Saffiro muss noch lernen, wie ein Leben außerhalb des Zwingers funktioniert. Er muss entdecken, dass ein Zuhause mehr ist als ein Ort, an dem man schläft. Und er wird dafür vermutlich länger als fünf Minuten brauchen. Aber er hat im Lager bereits gezeigt, dass er ein Hund zum Warmwerden ist. Einer, der sich beruhigt, wenn man ihm Sicherheit und Orientierung gibt.


Der Kaffee muss erst durchlaufen. Bei Saffiro dauert das sicher ein paar Wochen statt fünf Minuten. Dafür bekommt man einen Hund, der Wärme mitbringt – und der sie zurückgibt, wenn man ihm die Zeit dafür lässt. Und wenn Sie gerade Ihren Kaffee in der Hand halten: Der hatte seine Chance. Sie haben ihn wahrscheinlich sogar schon halb ausgetrunken, ohne groß darüber nachzudenken.


Bei Saffiro dürfen Sie ruhig etwas länger überlegen. Aber bitte nicht zu lange. Er wartet schon eine ganze Weile. Seine Vermittlerin freut sich auf Ihre Nachricht. Gern auch mit Kaffeeflecken.


PS. Falls Sie eher der Typ für zwei Tassen sind: Saffiros Bruder Settimio sitzt ein paar Zwinger weiter. Gleiche Wartezeit, gleiche Röstung – aber trotzdem kein zweiter Aufguss!

Daniela Koenemann

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Lebenslichter 19.10.2026, 19.40 | (0/0) Kommentare | PL

Havah - Der liebende Blick


Havah

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 01.2023

Schulterhöhe: 67 cm

Liebe Besucherinnen und Besucher dieser Seite! Welchen Grund hat es, dass Sie genau bei Havahs Foto aufmerksam wurden? Wir stellen hier soviele große, kleine, schwarze, weiße, alte und junge Hunde vor; und ausgerechnet bei unserer dreieinhalbjährigen Havah haben Sie Halt gemacht.

Um das zu ergründen, schauen wir uns doch gemeinsam an, was die Tierschützer uns über sie berichten konnten: Seit dem 23.09.2025 hat sich Havahs Leben grundlegend geändert. Wir wissen nicht, ob es vorher besser war, denn die Vorgeschichte der in diesem trostlosen, liebeleeren Hundelager Eingesperrten interessiert hier niemanden. Havah gehört immerhin zu den Glücklichen, deren Elend wir sichtbar machen und die wir vorstellen und vermitteln dürfen; denen wir einen Namen geben und für sie eine Brücke schlagen können zu der Welt, die all den anderen für immer unerreichbar bleibt.


Havah teilt sich ihre Box mit Jimmy und Dioneo und hat in ihnen zwei Verbündete gefunden, zwei Leidensfährten, zwei Wartendewie sie selbst.Ganz nebenbei stellt sie sich damit jeden Tag selbst das schönste Zeugnis aus: Havah ist verträglich.

Den Besuch der Tierschützer empfing sie zunächst mit vorsichtigem Erstaunen. Doch dieses wich schnell einer großen Freude, die sie nur kurz unterbrach, um sich ihre Streicheleinheiten abzuholen. An der Leine lief sie dann bereits erstaunlich ordentlich.

Kurzum: Havah ist noch unversehrt. Sie hat nicht resigniert. Sie trägt Vertrauen den Menschen gegenüber in ihrem Herzen und sucht ihre Nähe freundlich und offen.

Havah ist ein Hund für den liebenden Blick.

Ihr sanftes Wesen steckt in einem Körper, der am Beuteschema vieler Menschen vermutlich vorbeiziehen wird. Sie ist weder klein und handlich, noch trägt sie einen wuscheligen Pelz. Sie besitzt keine außergewöhnliche Fellzeichnung, und auch keine vermeintlich leicht erkennbare Rasse, von der manche glauben, den Charakter ableiten zu können. Aber bekanntlich liegt Schönheit immer im Auge des Betrachters, und Havahs Besonderheit liegt woanders. Es ist ihr Blick.

Ein Blick, der mitten ins Herz treffen kann; der Freude, Mut, Zuversicht und Lebendigkeit ausdrückt. Noch. Heute.


Sie ist bereit, all das mit Ihnen zu teilen. Sie muss dafür nur gesehen werden – von Ihnen mit liebendem Auge. Öffnen Sie ihr die Kerkertür und entdecken Sie gemeinsam mit Havah (deren Name aus dem Hebräischen kommt und „die Lebende bedeutet) die Welt neu.

Nein, Sie müssen dafür nicht nach Italien reisen. Havahs Vermittlerin erklärt Ihnen sehr gern, wie diese wunderbare Hündin ihre Expedition in ein schönes, neues Leben antreten kann.

Vielleicht war es tatsächlich ihr Blick, der Sie auf dieser Seite hat verweilen lassen.


Daniela Koenemann

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Lebenslichter 23.07.2026, 16.00 | (0/0) Kommentare | PL

Michelle ma belle


Hündin, geb. etwa 2012

Zwingernummer: A 3

Geimpft, gechipt, kastriert

Kenen Sie das Gefühl, nicht wahrgenommen zu werden? Du redest, und irgendwie hört dir keiner zu, oder jemand sieht dich an und du bemerkst, eigentlich blickt derjenige an dir vorbei? Genau so muss es MICHELLE ergehen, denn kaum einer hat sie je angeschaut und noch weniger Menschen haben auf sie aufmerksam gemacht oder gar etwas Besonderes an ihr gefunden.

Ein Leben lang war Michelle für die Menschen unsichtbar, bis sie 2019 ins russische Shelter Kozhuhovo gebracht wurde und einen Betreuer an ihre Seite bekam. der nicht an ihr vorbei sah, sondern sich die Zeit nahm, ihr einen Namen auszusuchen und sich um sie zu kümmern.

Woran mag es liegen, dass Michelle immer übergangen wird? Sie ist doch so eine hübsche und fröhliche Hündin mit ganz eigener Persönlichkeit. Über ihre Vorgeschichte wissen wir leider nichts – ob sie jemals ein Zuhause hatte oder auf der Straße groß geworden ist und sich dort durchschlagen musste.


Mit einer Schulterhöhe von knapp 60 cm ist Michelle einer der größeren Hunde im Shelter. Dies erschwert, trotz ihrer hellen Fellfarbe, die Vermittlung in Russland zusätzlich. Dabei verhält sie sich allen Menschen gegenüber äußerst freundlich. Wenn die Betreuer ihr Kinder mit ins Shelter bringen, ist sie ganz vorn dabei und liebt es, mit ihnen zu toben und zu spielen. Doch leider konnten all diese wunderbaren Eigenschaften ihr bisher nicht zum wahren Glückeines eigenen Für-immer-Zuhauses verhelfen.

Daher suchen wir auf diesem Wege liebe Menschen, die Michelle die Chance ihres Lebens geben möchten. Am schönsten wäre für sie natürlich eine aktive Familie mit Hundeerfahrung, die gern und viel in der Natur unterwegs ist und Freude daran hätte, sie all das zu lehren, was sie noch nicht weiß – nicht wissen kann.


Mit ihren Artgenossen kommt Michelle zwar aus, aber am liebsten wäre ihr doch ein Platz als Einzelprinzessin.

Wenn vielleicht SIE dieser besonderen Hündin einen Platz auf Lebenszeit schenken möchten, melden Sie sich bitte gern bei unseren Vermittlerinnen. Michelle wartet schon sehnsüchtig auf Sie!


https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)

Lebenslichter 17.01.2024, 18.57 | (0/0) Kommentare | PL

Zeig mir deine Welt! Linda


LINDA

 Hündin

geb. 2021

55 cm Schulterhöhe

keine Krankheiten bekannt

geimpft, gechipt, kastriert

gut verträglich mit Artgenossen, sehr freundlich zu Menschen

fröhlich und verspielt

läuft brav an der Leine

Lebensretter pfotenringend gesucht!

Wenn ich überlebe, gehöre ich dann zu den Vergessenen?

Gerade sechs Monate alt, kamst du mit deinen beiden Schwestern in das riesengroße, unheimliche Shelter Kozhuhovo; so ähnelt eure Geschichte der tausender anderer junger Hunde in Russland und anderswo. Eure Mutter wurde auf der Straße geboren und brachte dort acht Welpen zur Welt. Fünf deiner Geschwister fanden ein hoffentlich gutes Zuhause, du wurdest mit Irma und Monica von den Freiwilligen schweren Herzens ins Tierasyl gebracht.

Das war im Oktober 2021. Ein Jahr später, im Herbst 2022, werden ihr möglicherweise alle drei in einem neuen Shelter sitzen. Denn nach dem Willen der Verantwortlichen soll es an einen Ort weit außerhalb von Moskau verlegt werden, unmittelbar neben eine Mülldeponie, deren Boden getränkt ist mit Giften und Abfällen der Menschen und der Industrie.

Wenn ihr Glück habt, überlebt ihr diesen Umzug, und mit noch mehr Glück dürft ihr euch weiter einen Zwinger teilen – wenn nicht wahllos Hunde zusammengesetzt werden, die einander nicht kennen und auf engstem Raum miteinander auskommen müssen, was leider schon jetzt oftmals zu tödlichen Auseinandersetzungen führt. 


Auch deine von dir so heißgeliebten Betreuer, deren wöchentliche, kurze Besuche für dich das höchste Glück bedeuten, würdest du dann so gut wie nie mehr sehen. Denn dieses neue, buchstäblich aus dem Boden gestampfte Shelter ist praktisch nur mit dem Auto zu erreichen, welches die wenigsten der Freiwilligen ihr Eigen nennen. Die nächste Bushaltestelle ist vier Kilometer weit entfernt, und es gibt nur zwei Busverbindungen am Tag.

Wir als Vermittler sehen diesen unseligen Umzug kommen. Wie ein Damoklesschwert hängt er über unseren Gedanken, lässt uns Tag und Nacht nicht zur Ruhe kommen und treibt uns in unseren Bemühungen, für dich und möglichst viele andere ein schönes Zuhause zu finden, weiter an. Noch geben wir den Kampf und die Hoffnung nicht auf, dass an zuständiger Stelle ein Mensch sitzt, der ein Herz in der Brust trägt, für den Mitgefühl kein Fremdwort ist, der das Ruder herumzureißen vermag und eine Lösung findet, mit der alle Beteiligten – Geschäftsleute, Freiwillige und vor allem ihr Hunde – zufrieden leben können. 


Du ahnst zum Glück nichts von diesen heraufziehenden dunklen Wolken. Offen, verspielt und stets gut gelaunt lebst du im Hier und Jetzt. Du liebst deine Artgenossen, aber wir Menschen sind das Größte für dich. Du genießt sichtlich jede Streicheleinheit, ohne aber jemals vorzudrängen, bemühst dich, alles richtig zu machen und möchtest einfach nur gefallen. So hast du sehr schnell gelernt, brav an der Leine zu gehen, auch die ersten Grundkommandos kennst du schon.

Nun suchen wir für dich liebe Menschen, die Freude daran haben, ein junges, unbedarftes Hundekind in ihre Familie aufzunehmen, ihm ihre Welt zu zeigen und es alles zu lehren, was es fürs Leben braucht – damit du nicht in einem kahlen Zwinger an einem von Gott und der Welt verlassenen Ort alt werden und irgendwann von dort aus deinen letzten Weg gehen musst.

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Linda beim Spielen mit ihren Schwestern Irma und Monica:

Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 12.01.2024, 16.08 | (0/0) Kommentare | PL

Wenn die anderen feiern: Bruce


BRUCE

Rüde

ca. Anfang 2016 geb.

50/55 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

 

Im Stich gelassen und vergessen – dabei möchte ich so gern für jemanden wichtig sein!

Bruce wurde zum Jahreswechsel 2016/2017 auf Moskaus Straßen gefunden und ins Shelter Kozhuhovo gebracht. Seitdem lebt er dort und droht unterzugehen in der Masse von dreitausend Hunden, für die wir gegen das Vergessensein kämpfen und dafür, dass sie von lieben Menschen gesehen werden, damit ihr Schicksal sich am Ende doch noch zum Guten wendet.

Fest steht, dass Bruce einmal zu jemandem gehört hat, denn er war bei seinem Einzug ins Shelter bereits kastriert. Man merkt es auch daran, wie offen und ohne jede Scheu er auf die ehrenamtlichen Betreuer zugeht. Möglicherweise hatte sein Besitzer den jungen Hund am Silvesterabend im Stadtgewühl verloren; wahrscheinlicher ist jedoch, dass er Bruce ausgesetzt hat, sonst hätte er doch im Shelter nachfragen und seinen vierbeinigen Freund zurückholen können.  


Bruce befindet sich nun schon seit fünf Jahren an diesem unwirklichen Ort. Der menschenbezogen Rüde leidet unsagbar unter der Einsamkeit, dem ohrenbetäubenden Gebell seiner verzweifelten Artgenossen und dem täglichen Einerlei. Er kann ja nichts weiter tun, als in seinem engen Zwinger hocken und durch die rostig-grünen Gitterstäbe starren – auf die Reihe von Zwingern gegenüber, in denen Hunde wie er sitzen und zurückstarren.

Dort draußen – das wissen sie genau - wartet das Leben, die Freude und die Abwechslung auf sie. Denn von dort kommen sie immer, ihre Betreuer, ihre ganze Hoffnung und ihr einziger Halt.


Diese jungen Menschen sind die guten Geister des Shelters. Sie verschaffen Bruce und den anderen einmal pro Woche etwas Bewegung; kümmern sich um die Gesundheit der Tiere, versorgen sie so weit möglich aus eigener Tasche mit zusätzlichem Futter, schenken ihnen Zuwendung und Ansprache. Für ein paar Augenblicke bringen sie die Augen der Vierbeiner zum Strahlen und es ist allein ihr Verdienst, wenn die Hunde sich nicht alle selbst aufgeben.


Bruce ist ein fröhlicher und liebevoller Hund, den Menschen von Herzen zugetan. Er spielt für sein Leben gern mit dem Ball und gibt Pfötchen, wenn er dazu aufgefordert wird. Der junggebliebene Rüde ist neugierig und lernwillig und beherrscht schon eine Reihe von Kommandos. 

Lieber Bruce! Ich hoffe und bete, dass Du schon bald das ganz große Glück findest – bei guten Menschen, die Dir versprechen: „Dieses Mal ist es für immer“ und die ihr Versprechen auch halten!

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Bruce im Gang vor dem Kennelbereich:


Bruce beim Spielen mit seiner Betreuerin:


Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.worringer@procanes.org

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)

Lebenslichter 07.01.2024, 14.36 | (0/0) Kommentare | PL

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Worum es geht:



Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.









"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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MEIN LEITSPRUCH:


Sei dankbar für das Gute in deinem Leben 

und denke auch ans Teilen


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.



Über mich

Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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Träumen wir gemeinsam
von einer besseren Welt...


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