Es war einmal ein kleiner Hund namens Haribo. Süß wie die Gummibärchen,
nach denen er benannt wurde, freundlich, anhänglich und voller Vertrauen in die
Menschen. Eigentlich hätte seine Geschichte leicht und fröhlich verlaufen
sollen. In einem anderen Märchen hätte er ein warmes Körbchen gehabt und einen
Platz mitten im Leben seiner Menschen. Doch das Märchen von dem kleinen Haribo
begann anders. Er wurde von seinen Menschen zurückgelassen - einfach so,
mutterseelenallein in einem Haus mit Garten. Manchmal kam jemand vorbei,
stellte ihm etwas Futter hin und verschwand wieder.
Leider fürchtete Haribo sich sehr vor Gewitter. Als der Donner das erste Mal
über ihm krachte, floh er angsterfüllt aus dem Garten. Man fing ihn wieder ein
und legte den kleinen Kerl an eine Kette. Sie hielt ihn fest, wo er doch Schutz
gebraucht hätte. Monate verbrachte er so angebunden; ein Hund, der zuvor im
Haus gelebt hatte, der Nähe, Stimmen und Bewegung kannte. Nun stand er still,
Tag für Tag und Nacht für Nacht; so lange, bis Stress und Einsamkeit so
unerträglich wurden, dass das zierliche Hündchen versuchte, die Kette durchzubeißen.
Seine Zähnchen sind heute fast vollständig abgeschliffen; ein trauriges
Andenken an die Zeit, als niemand sich seiner erbarmte und keiner kam, um ihn
zu befreien. Er verlor in diesen Monaten zwar nicht sein freundliches Wesen, nicht
seine Freundlichkeit, aber er verlor etwas anderes: das Gefühl von Sicherheit
und das Vertrauen in uns Menschen.
Irgendwann
fiel ein kleines bisschen Sternenstaub auf das Häufchen Unglück; gerade genug,
um jemandem den Weg zu dem armen, angeketteten Kerlchen zu zeigen. Haribo
durfte gehen, aber sein Weg war kein gerader. Er führte ihn zunächst in eine
Pension, dann auf eine Pflegestelle, die ihn eigentlich behalten wollte - und
dann doch wieder Abschied und wieder kein Zuhause. Trotz allemist Haribo
geblieben, wer er immer war: ein anhänglicher Hund, der Nähe sucht und sich an
seine(n) Menschen binden möchte, der aber gelernt hat, vorsichtig zu sein. Er
ordnet sich unter, nimmt den Maulkorb beim Tierarzt hin und lässt doch
erkennen, wie sehr ihn die Einsamkeit geprägt hat. Mit anderen Hunden versteht
Haribo sich grundsätzlich gut, egal ob, Rüde oder Hündin, ob groß oder klein.
Er läuft brav an der Leine, hat eine hübsche, lange Rute und noch etwas, das
man ihm nie nehmen konnte: seine Lebensfreude und seinen Spaß am Autofahren.
Nun
wartet das Märchen vom kleinen Hund Haribo noch auf sein glückliches Ende; mit
einem Menschen, der ihn nicht wieder ankettet, ihm aber das Vertrauen zurückgibt
und seine Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit stillt.
Möchten Sie dieser Mensch, diese Familie für unseren Haribo sein? Dann
melden Sie sich bitte möglichst schnell bei seiner Vermittlerin. Vielen, lieben
Dank!
Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.
"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem
Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere
Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP
******************
MEIN LEITSPRUCH:
Sei dankbar für das Gute in deinem Leben
und denke auch ans Teilen
******************
Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt
Geboren vor 70 Jahren als
waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der
Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten
aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.