Tag: Hunde

Sigrid
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 12.2022
Schulterhöhe: 50 cm
Am 26. Oktober 2024 wendete sich Sigrids Schicksal; nicht zum Guten, denn es verschlug die kleine Hündin gnadenlos in ein Canile, ein italienisches Hundelager. Der Satz "Zum Leben zu wenig, zum Sterben zuviel" bekommt dort eine schreckliche Bedeutung: Die Tiere, die bis auf wenige Glückliche, für immer in ihrer Betonbox eingesperrt sind, erhalten von allem nur soviel, dass sie gerade noch am Leben bleiben. Das Futter ist so schlecht, dass es nur den Magen füllt, aber nie wirklich satt macht; frisches Trinkwasser ist ein seltener Luxus, und ein Tierarzt kommt nie, mag einer der Hunde auch sterbenskrank sein. Mit dem Geld, welches der Staat für die Unterbringung der Hunde zahlt, füllen die Canilebetreiber sich die Taschen.

Aber nun hat Sigrid, die sich ihre kahle Zelle einträchtig mit Lotmar teilt, ihr Los ein klein wenig in die eigenen Pfoten genommen. Denn als Tierschützern einer ihrer raren Besuche im Hundegefängnis gewährt wurde, zeigte sie sich als besonders liebes Mädchen. Bitte, lesen Sie selbst, was uns die Tierfreunde über sie erzählten:

"Auf den ersten Blick scheint Sigrid eher eine stille Beobachterin zu sein. Sie gehört zu den Hunden, die nicht laut nach Aufmerksamkeit verlangen, sondern lieber abwarten und sich langsam annähern. Menschen gegenüber zeigt sie sich leicht unsicher. Dabei ist sie aber sanft, gutmütig und lässt sich anfassen, wenn man ihr mit Ruhe und Geduld begegnet.

Hinter ihrer anfänglichen Zurückhaltung verbirgt sich ein feines, sensibles Wesen, das einfach nur einen sicheren Rahmen braucht, um Vertrauen aufzubauen. Hat sie diesen gefunden, wird sie sich Stück für Stück öffnen und ihre weiche, anschmiegsame Seite zeigen.

Sigrid stellt keine Forderungen. Sie macht keinen Lärm. Sie steht einfach da, lässt Nähe zu, nimmt Berührungen an - wie ein vorsichtig begonnenes Gespräch, bei dem sie erst einmal zuhört. Mit Rüden und Hündinnen kommt sie zurecht, freundlich und unauffällig. Das Draußen kennt sie nur aus Erzählungen anderer."

Im rauen Takt des Hundelagers - zwischen
Betonwänden, Gitterstäben und dem verzweifelten Bellen anderer Vierbeiner -
bleibt Sigrid eine gleichbleibende Größe, wie eine Kerze, die stetig ein warmes
Licht abgibt. Ihren kargen Zwinger teilt sie jetzt mit Nalthea und Grigor. Das
Lager ist ein Ort, an dem Schicksale willkürlich zusammengeworfen werden und wo
jeder an jedem Tag nach Zuwendung hungert. Trotzdem trägt Sigrid in sich eine
zarte Würde, die sich nicht aufdrängt, sondern sanft um Aufmerksamkeit bittet.

Diese wunderbare Hundeseele darf einfach nicht an diesem dunklen, schmutzigen Ort verkümmern. Sollten Sie daher einen Hund suchen, der nicht laut ruft: Hier bin ich!, sondern bescheiden fragt: Darf ich auch?, dann werden Sie in Sigrid eine besonders treue Gefährtin finden. Die sanfte Hündin wartet nur darauf, entdeckt und geliebt zu werden - von jemandem wie Ihnen mit Geduld, Herz und einem offenen Ohr für die leisen Töne.
Margot Wolfinger
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Lebenslichter 04.03.2026, 18.27 | (0/0) Kommentare | PL

Carolita
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 2014
Schulterhöhe: 63 cm
Am 4. Oktober 2019 fielen die Kerkertüren hinter Carolita ins Schloss. Damals war die mittelgroße Hundedame fünf Jahre alt, schlank und rank mit weichem, glänzendem Fell. Heute - mehr als sechs endlos lange Jahre später - ist unsere hübsche Carolita wegen des miserablen Futters, das fast nur aus Getreide und irgendwelchen Abfällen besteht und zwar dick, aber nie wirklich satt macht, außerdem natürlich wegen der fehlenden Bewegung ein wenig fülliger geworden. Ihr Zwinger misst ja gerade einmal vier bis fünf Quadratmeter und einen kleinen Spaziergang gibt es nur, wenn es den Tierschützern gnädig gestattet wird, die Hunde zu besuchen. Auch ihr Schnäuzchen zeigt bereits einen leichten Grauschimmmer. Aber der helle Blick aus ihren Bernsteinaugen, welcher den Betrachter oder die Betrachterin direkt ins Herz trifft, ist noch immer derselbe.
Für Carolita wird es allerhöchste Eisenbahn, dass sie ihr Gefängnis verlassen und für die Zeit, die ihr noch bleibt, ein Leben führen darf, dasdiesen Namen auch verdient. Wie gern möchte sie für ihre letzten Jahre endlich Hund sein: Spaziergänge unternehmen an der Seite ihrer/ihres Menschen, mit Liebe und Zärtlichkeit überschüttet werden und überschütten, vielleicht noch das eine oder andere Kommando lernen und zeigen dürfen, wie wunderbar sie trotz des Mangels an Gelegenheit an der Leine läufen kann; auf einer weichen Decke schlafen und ordentliches Futter erhalten. Auch ein Leckerlie von Zeit zu Zeit würde ihr herrlich schmecken.
Schon seit einer halben Ewigkeit ist Carolita eingesperrt in einer trostlosen Einöde aus Beton und Gitterstäben, ohne jede Abwechslung oder Ansprache. Nur alle Jubeljahre einmal dürfen die mit uns befreundeten Tierschützer sie besuchen. Für einen viel zu kuzen, dafür aber umso wertvolleren Moment darf sie dann mit ihnen nach draußen auf die Wiese. Die Tierschützererzählen uns dann immer, was für eine bildschöne, eindrucksvolle Hündin sie sei, die schon recht ordentlich an der Leine laufe. Sie orientiere sich am Menschen, sei anhänglich, aufmerksam und lerneifrig. Mit Hündinnen verstehe sie sich weniger, mit Rüden grundsätzlich schon; da käme es, wie bei uns auch, auf die Sympathie an. Carolita sei zutraulich und gesellig. Anscheinend konnte sie sich, allen Widrigkeiten zum Trotz, über die ganzen freudlosen Jahre hinweg das Grundvertrauen in die Menschen bewahren.
Für Carolita hat bereits der Spätherbst ihres Lebens begonnen. Ihr bleibt nicht mehr viel von dem, was wir Leben nennen. Wir sind Carolitas einzige Chance und Hoffnung, dass sich für sie eines Tages die Gefängnistore öffnen und sie in einen der weißen Transporter einsteigen darf, der sie zu ihrem/ihren weltbesten Menschen bringen wird. Bitte helfen Sie uns, dieses kleine Wunder für sie wahr werden zu lassen.
Können Sie sich ein Leben mit Carolita vorstellen, haben Sie schon Hundeerfahrung, ausreichend Platz und auch einen Garten, dann melden Sie sich bitte schnellstmöglich bei Carolitas Vermittlerin. Sollten Sie selbst zurzeit keinen Hund aufnehmen können, dann verbreiten Sie bitte Carolitas Geschichte in Ihrem privaten Umfeld, Ihren sozialen Medien. Gemeinsam haben wir schon viele Hunde gerettet, gemeinsam schaffen wir es auch für Carolita. Unser und narürlich Carolitas Dank ist Ihnen gewiss!
Simone Leitenbauer
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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Simone.Leitenbauer@pro-canalba.eu
Lebenslichter 03.03.2026, 20.49 | (0/0) Kommentare | PL

Stanwick
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 06.2015
Schulterhöhe: 49 cm
Ein Rückblick
April 2022. "Ich freue mich schon! Bis bald!" Endlich -, nach sieben langen Jahren, die Stanwick im im italienischen Hundelager eingesessen hatte, vergessen und nahezu unsichtbar; nach sieben trostlosen Jahren, in denen er zwar existiert, aber nicht gelebt hatte -, wurde er im April 2022 gesehen. Ein Text mit einem Foto erschien, und ein Versprechen wurde gegeben: "Bis bald!" Damals war Stanwick sieben Jahre alt. Sein gesamtes Dasein hatte er im Betonzwinger zugebracht, jetzt sollte sein Leben beginnen. Stanwick wartete.

2023. Ein Jahr auf der Vorstellungsseite war vergangen, ohne dass "bald" gekommen wäre. Stanwick war acht Jahre alt und hatte jedes einzelne davon im Asyl verlebt, ohne jemals auch nur einen einzigen Tag gelebt zu haben. Aber er wartete weiter, weil er dem Versprechen glaubte und weil jemand "Bis bald!" zu ihm gesagt hatte. Das musste doch etwas bedeuten, oder? Andere Hunde wurden schließlich auch abgeholt, für sie öffneten sich die Gefängnistüren, ihre Namen wurden aufgerufen. Nur sein Name war nie dabei. Aber Stanwick wartete weiter, weil "bald" doch irgendwann kommen musste.

2024. Zwei Jahre gab es nun schon Stanwicks Inserat. "Bald" hattte sich noch nicht blicken lassen. Stanwick zählte inzwischen neun Jahre, und sein Körper begann zu altern; nicht sanft und würdevoll nach einem erfüllten Hundeleben, sondern ungenutzt und leer auf hartem, schmutzigem Beton anstatt auf einer weichen Decke. Stanwick wartete noch immer, mittlerweile ängstlich und regungslos. Die neun Jahre hinter Gittern hatten ihn gelehrt, dass Bewegung nichts bringt und Hoffnung vergebens ist. Trotzdem wartete er geduldig weiter, denn da war immer noch dieses Versprechen, zwei Jahre nach "Bis bald".

2025. Nach drei Jahren auf der Vereinsseite stand fest: "Bis bald" war eine Lüge und der Blick des zehnjährigen Stanwick hatte sich verändert. Wo es früher, nach den ersten sieben Jahren, noch den Funken einer kleinen, zerbrechlichen Hoffnung gegeben hatte, war jetzt nur noch Leere; seine Angst größer, sein Fell stumpf, seine Bewegungen steif. Er teilte sich seine Box mit anderen Hunden, ob Rüden oder Hündinnen, das war ihm egal. Er blieb unbeweglich stehen, wenn ab und zu einmal Menschen kamen. An der Leine laufen mochte er auch nicht; wohl hätte er es gekonnt, aber zehn Jahre in Haft hatten jede Freude und jeden Mut in ihm zerstört.
März 2026. Fast
vier Jahre sind seit "Ich freue mich schon! Bis bald!" vergangen. Stanwick
ist elf Jahre alt geworden, ohne auch nur einmal etwas von der Welt außerhalb
seiner stumpfsinnigen Betonwände und Gitterstäbe gesehen zu haben. Das ist
grausam und ungerecht, es ist Verrat am Leben. Und Stanwick wurde gleich zweimal
bestohlen. Denn im April 2022 keimte Hoffnung auf, als er zum ersten Mal
gesehen wurde und man ihm versprach: „Bis bald! Können Hunde glauben? Stanwick
jedenfalls tat es. Nach sieben Jahren der Dunkelheit glaubte er an das Licht. Doch
es folgten weitere vier Jahre Dunkelheit.

Wissen Sie, was fast noch schlimmer ist, als in Vergessenheit zu geraten? Gesehen zu werden und dann trotzdem unsichtbar zu bleiben. Ein Versprechen zu erhalten und dann zu erleben, wie es bricht. Hoffnung zu spüren und dann zuzusehen, wie sie stirbt. Stanwick ist heute ein elfjähriger Senior. Während die Zeit unaufhaltsam weiterlief, stand er still in seinem Gefängnis und wartete.
Und jetzt?
Stanwick wird sterben. Vielleicht nicht heute und nicht morgen, aber in
absehbarer Zeit. Hunde leben nicht ewig und Stanwicks Uhr läuft ab. Er wird diese
Welt verlassen, ohne je gelebt zu haben. Er wird gehen, ohne dass jemand für
ihn gekommen wäre. Alles, was ihm bleibt, ist ein gebrochenes Versprechen.

Es sei denn, Sie halten es. Nicht das ursprüngliche Versprechen, aber ein neues und echtes. Mit Ihrer Hilfe kann "Bis bald" immer noch wahr werden; vier verlorene Jahre später, aber nicht zu spät für Stanwicks letzte Jare.
Sabine Wojtok
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Lebenslichter 02.03.2026, 17.05 | (0/0) Kommentare | PL

Deepak
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2015
Schulterhöhe: 55 cm
Juli 2025: Geschätzte Hundefreundin, geschätzter Hundefreund, sicherlich sind Sie nicht rein zufällig oder aus purer Langeweile hier auf der Seite von Deepak gelandet und lessen seinen Vermittlungstext. Wie ich hoffe, sind Sie auf der Suche nach einem vierpfotigen Begleiter und Freund fürs Leben. Sie haben Deepaks Foto mit dem fragenden Blick gesehen, sein Alter zur Kenntnis genommen und möchten nun etwas mehr über ihn erfahren, ja? Gern stelle ich Ihnen diesen liebenswerten Senior vor und teile mit Ihnen das Wenige, das wir über ihn wissen.

Der eher schüchterne, aber sehr umgängliche Deepak
dürfte ungefähr elf Jahre alt sein. Ein paar gute Jahre können noch vor ihm
liegen - allerdings nur, wenn er das riesige, kalte, lärmende Hundelager, in
welchem er seit dem Herbst 2024 eingesperrt ist, so bald wie möglich verlassen
und in ein liebevolles Zuhause bei gutherzigen, verständnisvollen Menschen
umziehen darf. Am besten zu Ihnen, was meinen Sie? Hätten Sie einen Platz frei
in Ihrer Wohnung und Ihrem Herzen für einen älteren Hundebuben, der bisher vom
Leben nicht verwöhnt wurde und eine Geschichte mitbringt, die nur er allein
kennt?

So, wie er sich bei den viel zu seltenen Besuchen den Tierschützern gegenüber verhält, scheint Deepak nicht ausschließlich schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht zu haben. Er sucht von sich aus ihre Nähe und lässt sich sehr gern streicheln. Dabei scheint er die ausgestreckte Hand als seltenes Geschenk zu betrachten und sein Stillhalten wirkt wie ein Dank, so als wüsste er: Seine Zeit läuft unaufhaltsam ab. Er saugt jedes Streicheln auf wie Sonnenstrahlen und bewahrt sie tief in seinem Herzen, damit es darin hell bleibt für die endlos langen Nächte im kalten, dunklen Zwinger. Für Hunde wie ihn sind solche Augenblicke der Zuneigung wertvoller als jede Mahlzeit.

Seine wenigen Quadratmeter teilt er sich friedlich und einvernehmlich mit Pollard und Yvana. Die Hunde haben keine Wahl, mit wem sie auf engsten Raum zusammengesperrt werden und die Lagerbetreiber scheren sich nicht im Geringsten darum, ob sich die Tiere vertragen oder nicht. Leider enden diese Zweckgemeinschaften nicht selten mit schweren Verletzungen oder sogar tödlich, weil es in den viel zu kleinen Boxen für die Hunde keine Möglichkeit gibt, sich auszuweichen und es beim Kampf um das wenige Futter immer wieder zu Beißereien kommt.

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Februar 2026: Man sagt, Hunde denken nicht über Zeit nach; das ist eine Erfindung der Menschen. Aber wer wie Deepak sein eintöniges Leben im Lager zubringt, der lernt: Zeit ist etwas, das man fühlen kann. Sie tropft, sie verrinnt, sie verdunstet wie das letzte Wasser in einer Pfütze. Jeden Morgen beginnt sie von vorn, und Deepak liegt auf dem nackten Beton, den Kopf still auf den Pfoten, und hört ihr bei der Arbeit zu.

Hier in diesen bunkerähnlichen Anlagen gibt es
keine wechselnden Jahreszeiten, nur ein immerwährendes Auf und Ab zwischen
Kälte und Hitze, zwischen Licht und Dunkelheit. Und was von der Zeit übrigbleibt,
sind verpasste Augenblicke und vertane Chancen. Für Seniorenhunde wie Deepak ist jeder Tag ein
stiller Kampf gegen das Vergessenwerden. Sie wetteifern um einen Platz in den
Gedanken jener, die draußen leben. Wenn Hund hoffen können, dann hoffen
besonders die Älteren auf jemanden, der sie sieht und sie gerade noch
rechtzeitig aus dem grauen Trott von Lieblosigkeit und Vernachlässigung
befreit, bevor die Tage im Hundegefängnis ihre Träume für immer auslöschen.

Der liebe Deepak hat nur noch einen Wunsch, den letzten, den größten: Er will
nicht als bloßer Name auf einer Lagerliste enden, nicht als Nummer, die
irgendwann in einer Statistik auftaucht. Er wäre gern jemand, der von Herzen
vermisst wird, wenn er fehlt. Er träumt von einem Platz, an dem die Uhren
anders gehen, an dem Wärme und sanfte Berührung alltäglich sind und das Alter
nicht als Nachteil, sondern als Bereicherung angesehen wird.

Möchten Sie unserem Deepak diesen Wunsch erfüllen? Würden Sie die Zeit für ihn anhalten, wenigstens ein bisschen? Könnten Sie ihm ein Zuhause schenken, das für ihn die Welt bedeutet? Deepak wartet auf Ihre Antwort, und seine Zeitrechnung beginnt jetzt, weil Sie diesen Beitrag lesen.
Simone Leitenbauer
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Lebenslichter 22.02.2026, 19.10 | (0/0) Kommentare | PL

Annius
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 06.2015
Schulterhöhe: 62 cm


Fast alle der betagteren Hunde, die wir vermitteln dürfen, gewöhnen sich erstaunlich schnell an ein neues Leben bei freundlichen, verständnisvollen und geduldigen Menschen, die sie so nehmen und liebhaben, wie sie sind. Natürlich geschieht die Verwandlung von einem nach oft lebenslanger Gefangenschaft körperlich und seelisch angeschlagenen Hund in einen verspielten, neugierigen, aufgeweckten Vierbeiner nicht von heute auf morgen. Für die Tiere bedeutet es eine Riesenleistung, sich plötzlich in einer unbekannten Umgebung bei wildfremden Menschen und mit einer Flut von neuen, beängstigenden Eindrücken zurechtzufinden.

Annius wäre daher dankbar für ein Zuhause bei einem
Menschen/einer Familie, die schon ein wenig Hundeerfahrung mitbringen und sich
mit ihm über jeden kleinen Fortschritt freuen. Ideal wäre ein Haus mit
hundesicher eingezäuntem Garten in ruhiger Umgebung (bitte nicht inmitten einer
Großstadt), wo er seine letzten Jahre in Beschaulichkeit und Geborgenheit
verleben darf.
Wenn vielleicht gerade Sie unserem Annius ein richtiges Hundeleben bieten
möchten - eines, das diesen Namen auch verdient -, dann zögern Sie nicht und
melden sich bei seiner Vermittlerin, die sich riesig auf Sie freut. Vielen,
lieben Dank!
Margot Wolfinger
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Lebenslichter 12.01.2026, 16.49 | (0/0) Kommentare | PL

Edelmira
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 25.03.2019
Schulterhöhe: 57 cm
Es ist das alte, ewig gleiche, aber doch jedes Mal unendlich traurige Lied: Ein Hundekind, ein kleines Welpchen von einigen Wochen oder höchstens Monaten, verschwindet auf Nimmerwiedersehen hinter den dicken Mauern eines italienischen Canile. Dort sitzt es in einer kahlen Betonbox mit Ausblick durch Gitterstäbe auf eine andere kahle Betonbox mit Gitterstäben und wartet; wartet vielleicht auf Futter und Wasser (kommen zwar unregelmäßig, aber meistens doch irgendwann), auf Ansprache und Abwechslung (kommen so gut wie nie), auf ein richtiges Leben (kommt nur äußerst selten und im Jahr höchstens für eine Handvoll der unzähligen gefangenen Hunde).
So oder ähnlich ergeht es Edelmira - mit der Besonderheit, dass für sie nun
endlich Hoffnung auf ein richtiges Leben besteht. Denn obwohl sie seit dem
zarten Alter von dreieinhalb Monaten in dem Betonbunker eingekerkert ist, hat
sich ihr Blatt in diesem Sommer leicht gewendet. Ihre Strafe für nichts, außer,
dass sie als unschuldiges, unerwünschtes Hundekind zur falschen Zeit am
falschen Ort war, wurde von lebenslang in möglicherweise vorzeitige Entlassung
abgemildert. Edelmira durfte nämlich durch eine gütige Schicksalswende oder
eine unerwartete, menschliche Regung der Lagerleitung im August endlich Besuch
von den mit uns befreundeten Tierschützern erhalten. Nun setzen wir alles daran,
um Edelmira möglichst schnell in die Freiheit zu einer liebevollen Familie oder
Einzelperson zu verhelfen.

Edelmira ist eine wunderschöne, schwarzweiße Hündin. Sie wirkt sehr aufmerksam, ihren pharaonenhundähnlichen Ohren scheint kaum etwas zu entgehen. Aber die lange Zeit in der Abgeschnittenheit von der Außenwelt hat bei ihr Spuren hinterlassen. Mehr als sechs ihrer knapp sieben Lebensjahre hat sie in einem immer gleichen, betonierten Rechteck zugebracht. Sie kennt wahrscheinlich jede Spalte, jede Unebenheit in den Mauern. Ihre feine Nase weiß genau, wo ihr Zellengenosse Lynwood noch vor zwei Minuten gelegen hat. Dann standen im August wie aus heiterem Himmel plötzlich wildfremde Menschen in ihrem Kerker, die sie kennenlernen und für einen kurzen Augenblick auf die angrenzende Wiese entführen wollten. Die Tierschützer beschreiben die Situation so: "Edelmira fühlte sich in ihrem Zwinger einigermaßen sicher. Sie kam unterwürfig angekrochen und ließ sich widerstandslos Halsband und Leine anlegen." Sehr mutig für eine Hündin, die in ihrem Leben noch nie zuvor freundlichen, verständnisvollen Menschen begegnet war.

Dann ging es
nach draußen. Plötzlich waren ihre Orientierungspunkte – Betonmauern auf drei
Seiten und vorn eine Gitterwand – weg, der gewohnte, steinharte Boden war Erde
und Gras gewichen, es roch ganz anders; Lynwood, ihr getreuer
Schicksalsgefährte, war nicht mehr an ihrer Seite, dafür gab es Bäume und, wenn
man genau hinhörte, sogar Vogelgezwitscher. Wie soll ein Hund, der nichts
weiter kennt als schmuzigen Steinboden, schimmelige Wände und das verzweifelte
Bellen und Winseln seiner Mitgefangenen, mit alldem anfangen? Edelmira habe vorübergehend ein bisschen die
Orientierung verloren, schreiben die Tierschützer. Sie fürchtete sich, war
plötzlich überwachsam, wollte fliehen und ließ sich vor lauter Stress nicht
mehr anfassen. Nachdem sie sich halbwegs beruhigt hatte, lief sie brav an der
Leine.
Für die
liebe, aber unsichere Edelmira suchen wir Menschen mit Hundeerfahrung, viel
Zeit und viel Geduld. Dazu ein ruhiges Umfeld mit einem sicher eingezäunten
Garten, in welchem sich Edelmira aufhalten darf, sollte sie sich anfangs im
Haus nicht recht wohlfühlen. Edelmira versteht sich gut mit Rüden, ein netter,
umgänglicher Hundekumpel könnte ihr helfen, die ersten Hürden beim Sprung ins
neue Leben zu nehmen. Anfangs wird sie viel Ruhe benötigen und einen Ort, an
den sie sich zurückziehen, an dem sie schlafen und die vielen neuen Eindrücke
nach und nach verarbeiten kann. Wenn sie erst Vertrauen gefasst hat, wird sie
bereit sein für kurze Spaziergänge, um die Welt da draußen in kleinen Schritten
kennenzulernen, ihre traurige Vergangenheit hinter sich zu lassen und irgendwann
auf sicheren Pfoten an der Seite ihrer/ihres Lieblingsmenschen durchs Leben zu spazieren.

Vielleicht
gehören Sie, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, zu diesen Herzensmenschen
und Hundeversteher(inne)n und haben sich in die hübsche Hündin verliebt? Dann melden
Sie sich bitte bei ihrer Vermittlerin. Edelmira und wir freuen uns riesig auf
Sie. Vielen, lieben Dank!
Margot Wolfinger
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Lebenslichter 01.01.2026, 16.44 | (0/0) Kommentare | PL

Nettie
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 06.2024
Schulterhöhe: 35 cm
Oh je, dachten die lieben Tierschützer vor Ort, als sie im Mai dieses Jahres die Zwingerbox der winzigen Hündin namens Nettie betraten. Scheu drückte die Kleine sich in eine Ecke und hätte sich am liebsten unsichtbar gemacht. Mit ruhiger Ansprache gelang es den Tierschützern, der verängstigten Nettie Halsband und Leine anzulegen und mit ihr ein paar Schritte nach draußen zu gehen. Da geschah ein kleines Wunder: die eben nochso schüchterne Nettie wedelte fröhlich mit der Rute, ließ sich streicheln und alberte mit den Menschen herum, dass ihnen warm ums Herz wurde. Da war keine Spur mehr von Unsicherheit, Sorge und Scheu; stattdessen eine vergnügte Junghündin, die sich über die freundliche Ansprache freute und die kurze Abwechslung sowie die Streicheleinheiten sichtlich genoss.

In diesen kurzen, für Mensch und Hund so besonderen Begegnungen auf der schmalen
Wiese in einem italienischen Hundegefängnis wird immer wieder deutlich, wie
qualvoll die ausschließliche Haltung in einem Betonzwinger ohne Auslauf,
Ansprache und geistige Anregung ist. Die süße Nettie wurde im zarten Alter von
sechs Monaten in das Lager gesperrt. Welche schrecklichen Begebenheiten zu ihrer
Abgabe ins Canile geführt haben, werden wir leider nie erfahren.
Netties rechtes Auge ist ein sogenanntes "Cherry-Eye". Das ist eine Vergrößerung
des 3. Augenlids, der sogenannten Nickhaut, die zu Reizungen und Rötung am Auge
führen kann. Es ist gut behandelbar und könnte mit einem kleinen tierärztlichen
Eingriff leicht behoben werden, müsste Nettie nicht in diesem Hundelager einsitzen,
in welchem es keinerlei tierärztliche Versorgung gibt.
Erinnern Sie sich noch an diese kleinen, raschelnden Wundertüten aus der Kindheit? Man wusste nie, was darin war, aber es war immer etwas Schönes, Überraschendes, das ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Genau so ist Nettie.

Ihren kahlen, ungemütlichen Betonkäfig teilt sie ganz selbstverständlich mit
anderen Artgenossen, sowohl Rüden als auch Hündinnen. Da gibt es keine bösen
Überraschungen, nur nette Beigaben: Frieden, Freundlichkeit und ein bisschen Sonnenschein
im grauen Zwingereinerlei. Auch uns Menschen erinnert Nettie an diese
Wundertüten aus Kindertagen: an die
Vorfreude beim Öffnen und dieses kleine Kribbeln im Bauch, weil man nicht
wusste, was gleich zum Vorschein kommen würde. Man steckt vorsichtig die Hand
aus, und anstelle von Bonbons oder Glitzerbildchen bekommt man bei ihr
Vertrauen geschenkt. Ein sanfter Blick, ein leichtes Wedeln und dieses
unbeschreibliche Glücksgefühl, weil man gerade etwas ganz Besonderes, Echtes
gefunden hat.

Nettie ist wie der schönste Fund aus einer Wundertüte; einer, der nicht nur
bunt ist, sondern das Herz ein bisschen heller macht - wie eine Erinnerung an
etwas Wunderbares, das man beinahe vergessen hatte.
Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie die niedliche Nettie adoptieren, dann
bekommen Sie keine gewöhnliche Hündin, sondern ein Herz voller Liebe, verpackt
in 35 Zentimeter Lebensfreude. Wie eine Wundertüte, die Sie öffnen, und
plötzlich ist alles gut.

Wenn Sie wissen möchten, was für ein Glück in dieser Wundertüte namens Nettie steckt,
dann greifen Sie bitte schnell zum Telefon. Netties Vermittlerin verrät Ihnen gern
den Rest des Geheimnisses. Vielen, lieben Dank!
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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Lebenslichter 29.12.2025, 20.01 | (0/0) Kommentare | PL

Unser knapp 11 Monate alter Jolly (Stand November
2025) ist ein niedlicher, kleiner Kerl, wie er im Buche steht. Und wenn sein
vermutlich vor nicht allzu langer Zeit geschorenes Fell erst wieder
nachgewachsen ist, dann wird unser kleiner Wirbelwind die Hund gewordene
Erscheinung von «ultrasüß» sein. Genau das ist ihm und vielen seiner Rassegenossen
zum Verhängnis geworden: Jolly ist nämlich eine Kreuzung aus Malteser und
Pudel, ein Maltipoo. Dabei handelt es sich um eine Hybridrasse, oder auch
bekannt als sogenannte «Designer-Hunde». Züchter von Hybridrassen behaupten,
dass sie dank ihrer Kreuzungen nur das Beste der jeweils zwei beteiligten
Rassen zusammenbringen wollen. Aber in Tat und Wahrheit geht es nur um Geld und
um die Erfüllung einer menschlichen Vorstellung, wie ein Hunde zu sein haben:
klein, niedlich, ohne Jagdtrieb, mit lockigem oder seidig-langhaarigem Fell,
welches sie weder im Frühjahr oder Herbst oder sonst irgendwann verlieren, und
nach Möglichkeit mit großen Kulleraugen. In etwa wie ein knuddeliges
Plüschtier, das allerdings selbständig gehen kann. So einer ist unser lieber
Jolly.
Wie vermutlich sehr viele von Jollys Verwandten aus der Maltipoo- oder
Hybridrassefamilie wurde auch er aus einer Emotion heraus gekauft («och, wie
entzückend») oder weil die Kinder danach geschrien haben oder weil es gerade
Mode ist, so einen kleinen Wuschel in der Handtasche herumzutragen.
Anfang November 2025 ist Jolly bei einer mit uns befreundeten Tierschützerin
gelandet, weil ihn seine ehemaligenBesitzer nicht mehr wollten, ihn quasi vor
die Tür gesetzt haben.
Jollys Verbrechen? Er soll seine Geschäfte nicht
zuverlässig auf eine ihm in der Wohnung zur Verfügung gestellten Matte
verrichtet haben, sondern einfach dort, wo es ihm gerade passte. Daraus
schließen wir, dass Jolly wahrscheinlich nicht regelmäßig nach draußen durfte,
um sichzu erleichtern, dass an seiner Stubenreinheit nicht gearbeitet worden
ist (einfach eine Matte hinlegen genügt leider nicht) und auch sonst niemand
viel Zeit in seine Erziehung investiert hat. Und dass die Menschen, bei denen
Jolly seine ersten Monate verbringen musste, nicht nur ganz allgemein wenig
Ahnung von Hunden haben, sondern sich vermutlich keinen Deut darum scheren,
welche Bedürfnisse ein Tier abgesehen, von Futter, haben könnte. Die Vermutung
liegt nahe, dass diese Menschen Jolly ursprünglich gekauft hatten, weil er ein
süßer, kleiner Maltipoo ist - ein lebendiges Spielzeug, bei welchem die
Batterien im Lieferumfang leider nicht enthalten sind.
Aber ein Hund ist ein Hund ist ein Hund ist ein Hund. Egal ob Deutsche Dogge
oder Chihuahua, egal ob von einer alten Rasse abstammend oder das Ergebnis
einer neumodischen Züchtung: Ein Hund ist ein Lebewesen mit Bedürfnissen, die
ernst genommen werden müssen. Große wie auch kleine Hunde brauchen den Umgang
mit Menschen und anderen Hunden, sie brauchen Spiel und Spaß, Schnüffel- oder
Abenteuerspaziergänge, grundsätzlich ihrer Größe und ihrem Temperament
angepasste tägliche Bewegung, aber auch Rückzugsmöglichkeiten und ausreichend
Schlaf. Ein Hund ist kein Spielzeug. Auch wenn er durch Züchtung aussieht wie eines
aussieht.
Unser ultralieber Jolly ist kein Welpe mehr, aber ein verschmuster und
menschenbezogener Junghund. Er ist altersentsprechend verspielt, geht gerne auf
Entdeckungstour und hat auch manchmal ein paar Flausen im Kopf. Er braucht
dringend ein Zuhause bei Menschen, die ihm freundlich und bestärkend sagen, wo
es entlang geht. Die ihm helfen, sich in der großen, weiten Welt
zurechtzufinden, die ihm vielleicht sogar mithilfe einer Hundeschule das
Hunde-Mensch-ABC beibringen. Die mit ihm spielen, ihn liebevoll fördern und ihn
auf seinem Weg zu einem dieser weltbesten Hunde begleiten. Jolly ist kein
Spielzeug. Jolly ist ein Lebewesen mit Gefühlen, Bedürfnissen und dem
Grundrecht, geliebt und respektiert zu werden.
Wenn Sie, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, die Zeit und Geduld für einen
Junghund haben (und auch dann noch Zeit und Geduld haben werden, wenn Jolly
etwas älter geworden ist), wenn Sie vielleicht sogar etwas Hundeerfahrung
mitbringen und Jolly lieben und respektieren - nicht nur weil, sondern auch
weil er so niedlich ist, dann sind Sie vielleicht der Mensch/die Familie, die
wir für Jolly suchen. Kontaktieren Sie doch bitte unverbindlich Jollys
Vermittlerin, wir freuen uns besonders auf Sie!
Sabine von Alm ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin.
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Lebenslichter 01.12.2025, 18.14 | (0/0) Kommentare | PL

JURIS
Rüde
geb. 2012
50 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
ungewöhnlich breiter Stand der Vorderläufe
warmes Plätzchen für immer gesucht
Schenke mir Zeit und Liebe, dann gehöre ich Dir für
immer!
Auf seinem schmalen Rücken trägt Juris die schwere Last vieler verlorener Jahre. Wann genau er ins Shelter Kozhuhovo kam, können die Freiwilligen nicht sagen, denn lange führte der nette, unauffällige Rüde in der grauen Masse von über 3.000 Hunden ein Schattendasein. Irgendwann bemerkte eine Betreuerin die ausgeprägte X-Stellung von Juris´ Vorderläufen. Diese lässt darauf schließen, dass der Hundemann bereits seit dem frühesten Welpenalter im Shelter lebt, denn die Fehlstellung seiner Beinchen kann durchaus eine Folge von Mangelernährung und Bewegungsarmut sein. Eine Sonderbehandlung für Welpen gibt es in dem riesigen Hundegefängnis nicht; auch die Allerkleinsten müssen mit dem vorliebnehmen, was gerade da ist. Ein denkbar schlechter Start ins Hundeleben!

Lange, einsame und eintönige Jahre sind ins Land gegangen. Juris gehört nun zu den Senioren; und wenn nicht bald etwas Wunderbares geschieht, wird er sein Dasein hier auf Erden eines Tages mutterseelenallein in seinem kahlen Zwinger beschließen. Dabei hat der freundliche Rüde einen ganz feinen Charakter. Er hängt abgöttisch an seiner Betreuerin und überschüttet sie mit Zärtlichkeiten, wenn sie kommt, um ihn einmal in der Woche für ein paar glückliche Minuten aus seinem engen Zwingerloch zu befreien. Der trotz allem noch immer freundliche Juris liebt es gestreichelt zu werden, ist aber gleichzeitig auch ein bisschen scheu. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste – das hat ihn das harte Shelterleben gelehrt, denn die Arbeiter, die dort saubermachen und die Hunde füttern, sind – von seltenen Ausnahmen abgesehen – leider nicht besonders tierlieb.

Wie leider so viele andere Hunde im Shelter ist Juris
entschieden zu dünn. Das Futter wird von Mal zu Mal schlechter, weil der
Shelterbetreiber sine Gewinnspanne erhöhen möchte. Bei besserer Ernährung in
einem liebevollen Zuhause ohne Stress und Lärm wird er jedoch sicher aufblühen
und sich zu einem richtigen Prachtkerl mausern.
Juris hat gelernt, an der Leine zu laufen und geht gern spazieren. Die Fehlstellung seiner Vorderbeine bereitet ihm dabei, wie auch sonst, keinerlei Probleme.

Möchten Sie für den tapferen Juris gern ein Wunder wahr
werden lassen und ihm zu einem sicheren Stand im Leben verhelfen? Dann freuen
wir uns darauf, von Ihnen zu hören. Vielen, lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den
Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Blick aus seiner Holzhütte im Shelter:
Ein liebebedürftiger Juris umarmt seine Betreuerin:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.worringer@procanes.org
Lebenslichter 27.07.2024, 20.33 | (0/0) Kommentare | PL

DONNA
Hündin
geb. Februar 2018
50-55 cm Sculterhöhe
geimpft, gechicpt, kastriert
möchte gern für immer nach Hause
Alle Jahre wieder ist er da, der
unerbittlich kalte Winter für die 3.000 Hunde im russischen Shelter Kozhuhovo.
Ich weiß, dass wir sie nicht alle retten können, so gern wir das möchten. Aber
vielleicht gibt es für den einen oder anderen ja doch noch ein Happy End?
So zum Beispiel für Donna, die dritte im Bunde der Geschwister (ihre Brüder sind Lavrik und Leshey). So sehr sie sich äußerlich voneinander unterscheiden, eint sie doch ihr Schicksal. Drei Geschwister, von der Optik her unterschiedlich, vom Schicksal her geeint. Geboren oder kurz nach der Geburt ausgesetzt auf Moskaus Straßen, wurden sie eingefangen und in das gigantische Hundeasyl gebracht. Bis heute verbringen sie dort ihr Leben, welches im Grunde keines ist. Sie versuchen zu überleben und mit den armseligen Gegebenheiten zurechtzukommen; leider kennen sie es ja nicht anders.

Wenn die Betreuer einmal in der Woche zu Besuch kommen und genügend Zeit bleibt, um die Hunde mit in den Auslauf zu nehmen, vergisst die von ihrem Naturell her unkomplizierte und fröhliche Donna all das Elend um sie herum. Dann spielt sie, tobt und rennt mit den anderen um die Wette, als wolle sie in dieser einen kurzen Stunde alles nachholen, was sie die ganze lange Woche über entbehren muss.

Manchmal gehen sie im Shelterbereich
auch ein Stückchen spazieren. Dann werden fleißig die Grundkommandos und das
Laufen an der Leine geübt. Denn die Betreuer wissen genau, dass ihre
Schützlinge am ehesten ein Zuhause finden, wenn sie schon einiges von dem
können, was sie später in ihrem neuen – richtigen – Leben brauchen.
Leider gehen die Fröhlichkeit und Unbedarftheit der jungen Hunde im Shelter irgendwann unweigerlich verloren und weichen Stück für Stück einer Traurigkeit, die wir in den Gesichtern vieler älterer Hunde im Shelter lesen. Ihre früher noch strahlenden Augen werden trübe und ihre Blicke scheinen in die Ferne zu schweifen, als wollten die Hunde sich aus ihrer Gefangenschaft fortträumen. Immer wieder macht uns da tief betroffen und wir gewöhnen uns nie daran. Deswegen hören wir auch nicht auf, für unsere Hunde zu kämpfen – selbst wenn es dem aussichtslos scheinenden Kampf gegen Windmühlen gleicht.

Möchten vielleicht Sie der überaus
freundlichen und umgänglichen Donna ihre Unbeschwertheit erhalten und ihr die
Wärme und Geborgenheit schenken, die si bisher in ihrem noch jungen Leben
schmerzlich vermissen musste? Dann bitte melden Sie sich bei uns. Vielen,
lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt
über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Donna beim Gassigehen mit ihrem
Bruder Lavrik im Shelterbereich:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)
Lebenslichter 27.07.2024, 20.33 | (0/0) Kommentare | PL