Tag: Jahr

Stanwick
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 06.2015
Schulterhöhe: 49 cm
Ein Rückblick
April 2022. "Ich freue mich schon! Bis bald!" Endlich -, nach sieben langen Jahren, die Stanwick im im italienischen Hundelager eingesessen hatte, vergessen und nahezu unsichtbar; nach sieben trostlosen Jahren, in denen er zwar existiert, aber nicht gelebt hatte -, wurde er im April 2022 gesehen. Ein Text mit einem Foto erschien, und ein Versprechen wurde gegeben: "Bis bald!" Damals war Stanwick sieben Jahre alt. Sein gesamtes Dasein hatte er im Betonzwinger zugebracht, jetzt sollte sein Leben beginnen. Stanwick wartete.

2023. Ein Jahr auf der Vorstellungsseite war vergangen, ohne dass "bald" gekommen wäre. Stanwick war acht Jahre alt und hatte jedes einzelne davon im Asyl verlebt, ohne jemals auch nur einen einzigen Tag gelebt zu haben. Aber er wartete weiter, weil er dem Versprechen glaubte und weil jemand "Bis bald!" zu ihm gesagt hatte. Das musste doch etwas bedeuten, oder? Andere Hunde wurden schließlich auch abgeholt, für sie öffneten sich die Gefängnistüren, ihre Namen wurden aufgerufen. Nur sein Name war nie dabei. Aber Stanwick wartete weiter, weil "bald" doch irgendwann kommen musste.

2024. Zwei Jahre gab es nun schon Stanwicks Inserat. "Bald" hattte sich noch nicht blicken lassen. Stanwick zählte inzwischen neun Jahre, und sein Körper begann zu altern; nicht sanft und würdevoll nach einem erfüllten Hundeleben, sondern ungenutzt und leer auf hartem, schmutzigem Beton anstatt auf einer weichen Decke. Stanwick wartete noch immer, mittlerweile ängstlich und regungslos. Die neun Jahre hinter Gittern hatten ihn gelehrt, dass Bewegung nichts bringt und Hoffnung vergebens ist. Trotzdem wartete er geduldig weiter, denn da war immer noch dieses Versprechen, zwei Jahre nach "Bis bald".

2025. Nach drei Jahren auf der Vereinsseite stand fest: "Bis bald" war eine Lüge und der Blick des zehnjährigen Stanwick hatte sich verändert. Wo es früher, nach den ersten sieben Jahren, noch den Funken einer kleinen, zerbrechlichen Hoffnung gegeben hatte, war jetzt nur noch Leere; seine Angst größer, sein Fell stumpf, seine Bewegungen steif. Er teilte sich seine Box mit anderen Hunden, ob Rüden oder Hündinnen, das war ihm egal. Er blieb unbeweglich stehen, wenn ab und zu einmal Menschen kamen. An der Leine laufen mochte er auch nicht; wohl hätte er es gekonnt, aber zehn Jahre in Haft hatten jede Freude und jeden Mut in ihm zerstört.
Januar 2026. Fast
vier Jahre sind seit "Ich freue mich schon! Bis bald!" vergangen. Stanwick
ist elf Jahre alt geworden, ohne auch nur einmal etwas von der Welt außerhalb
seiner stumpfsinnigen Betonwände und Gitterstäbe gesehen zu haben. Das ist
grausam und ungerecht, es ist Verrat am Leben. Und Stanwick wurde gleich zweimal
bestohlen. Denn im April 2022 keimte Hoffnung auf, als er zum ersten Mal
gesehen wurde und man ihm versprach: „Bis bald!“ Können Hunde glauben? Stanwick
jedenfalls tat es. Nach sieben Jahren der Dunkelheit glaubte er an das Licht. Doch
es folgten weitere vier Jahre Dunkelheit.

Wissen Sie, was fast noch schlimmer ist, als in Vergessenheit zu geraten? Gesehen zu werden und dann trotzdem unsichtbar zu bleiben. Ein Versprechen zu erhalten und dann zu erleben, wie es bricht. Hoffnung zu spüren und dann zuzusehen, wie sie stirbt. Stanwick ist heute ein elfjähriger Senior. Während die Zeit unaufhaltsam weiterlief, stand er still in seinem Gefängnis und wartete.
Und jetzt?
Stanwick wird sterben. Vielleicht nicht heute und nicht morgen, aber in
absehbarer Zeit. Hunde leben nicht ewig und Stanwicks Uhr läuft ab. Er wird diese
Welt verlassen, ohne je gelebt zu haben. Er wird gehen, ohne dass jemand für
ihn gekommen wäre. Alles, was ihm bleibt, ist ein gebrochenes Versprechen.

Es sei denn, Sie halten es. Nicht das ursprüngliche Versprechen, aber ein neues und echtes. Mit Ihrer Hilfe kann "Bis bald" immer noch wahr werden; vier verlorene Jahre später, aber nicht zu spät für Stanwicks letzte Jahre.
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
per EMail:
Lebenslichter 25.01.2026, 10.39 | (0/0) Kommentare | PL

ELSA
Hündin
geb. November 2019
56-58 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
aufgrund von tierärztlichem Pfusch leider nahezu taub
äußerst anhänglich und verspielt
liebt die Menschen – trotz allem - sehr
gut verträglich mit Artgenossen
läuft brav an der Leine
sucht ihre(n) Für-immer-Menschen nach dem Motto:
„Man sieht (und hört) nur mit dem Herzen gut!“
Während ich dieses Inserat hier schreibe, laufen mir
die Tränen angesichts der Gleichgültigkeit, Eitelkeit, Hab- und Geltungssucht sowie
der unfassbaren Oberflächlichkeit vieler Menschen. Und wie so oft während meiner
Tierschutz- und Vermittlungstätigkeit frage ich mich, was in meinen Artgenossen
vor sich geht. Wohin schauen, worauf achten sie, wenn sie einen Hund als
Begleiter für ihr Leben suchen? Warum werden Traumhunde wie Elsa mit ihrem zauberhaften
Wesen und einer flaumfederweichen Seele so oft übersehen, nur weil ihr Fell in
der Farbe eher unauffällig und beim ersten Streicheln vielleicht nicht ganz so
kuschelweich erscheint? Oder weil der Hund keinen meterlangen Stammbaum
vorweisen kann und als Mischling sowieso nicht im Trend liegt?
Einer dieser Hunde bist du, liebe Elsa. Deine
Betreuerin schrieb mich an und berichtete von deinem so traurigen Fall: dem
einer wundervollen, jungen Hündin, die, weil sie auf den ersten Blick unbedeutend
und unscheinbar wirkt, offenbar keine Chance auf ein Leben in Freiheit und
Geborgenheit hat – jedenfalls nicht in deinem Heimatland.
Du kamst als keines, scheues Welpenmädchen mit deinen Brüdern und Schwestern ins riesige, angsteinflößende Shelter Kozhuhovo bei Moskau. Nachdem du dich mit der Zeit als mutigste und aktivste von euch Geschwister entpupptest, lerntest sdu auch als erste, an der Leine zu laufen und vertrauensvoll ohne Angst mit uns Menschen umzugehen. Doch obwohl du von deinem Wesen her überaus freundlich und liebenswert warst, fandest du bei den seltenen Besuchern des Tierheims keinerlei Beachtung – vielleicht, weil du in ihren Augen zu gewöhnlich erschienst.

Zwar kümmerten sich die freiwilligen Betreuer rührend
und aufopferungsvoll um ihre Schützlinge, aber an den erbärmlichen,
unhygienischen Zuständen im Shelter Kozhuhovo konnten sie leider nichts ändern.
So kam es dazu, dass du im Jahr 2022
eine schwere, äußerst schmerzhafte, einseitige Otitis (Ohrentzündung) erlittest
und die dortigen Tierärzte den inneren Teil des betroffenen Ohres entfernen
mussten. Das operierte Ohr wurde zugenäht. Zum Glück erholtest du dich gut und
fühltest dich durch die Entfernung des Innenohrs nicht beeinträchtigt.
Im Januar 2023 wurde das alte Shelter dann abgerissen und Ihr musstet nach Malinki umziehen – einen trostlosen, gottverlassenen Ort weit vor den Toren Moskaus. So schlimm die Zustände im Kozhuhovo schon gewesen waren, hier werden sie noch weit übertroffen. Doch die Tierärzte dort waren gut und an eurem Wohlergehen interessiert. Das war wohl auch der Grund, weshalb die Verwaltung des neuen Heims ihre weitere Beschäftigung ablehnte und andere Doktoren anheuerte, die man weniger als Ärzte, sondern eher als Schinder bezeichnen muss.
Zu deinem großen Unglück erkrankte in Malinki dein
noch gesundes Ohr ebenfalls an einer schweren Entzündung. Du wurdest in den sogenannten
Krankenbereich des Shelters verlegt, zu welchem den Betreuern jeglicher Zugang streng
verboten ist – denn natürlich soll nichts von dem, was dort hinter
verschlossenen Türen geschieht, an die Öffentlichkeit dringen.

Deine Behandlung wurde vor den Freiwilligen geheim
gehalten; wochenlang bekamen sie dich nicht zu sehen, immer hieß es nur, es
ginge dir gut, und die Therapie würde andauern.
Nach etlichen Wochen wurdest du aus der Krankenstation
zurückverlegt zu den gesunden Hunden in deinem Sektor. Schon bald bemerkten die
Betreuer, dass du nicht gesund warst und schreckliche Schmerzen hattest. Sie
schafften es, dich unter einem Vorwand aus dem Shelterzu holen und stellten dich
einem Tierarzt ihres Vertrauens vor. Dieser fand schnell heraus, dass dein armes Ohr von den
Pfuschern in Malinki einfach zugenäht worden war, ohne den inneren, erkrankten
Teil vorher herauszulösen oder ihn wenigstens mit Medikamenten zu versorgen. Die
Verrottung des entzündeten Gewebes war mittlerweile so weit fortgeschritten, dass
nur noch dessen sofortige Entfernung dich vor einer Blutvergiftung bewahren
konnte.
Die ehrenamtlichen Betreuer brachten dich auf eigene Kosten bei einer privaten Pflegestelle in Moskau unter. Dort durfte dein operiertes Ohr in Ruhe abheilen; allerdings bist du, dank der Unfähigkeit dieser sogenannten Tierärzte, nun beinahe vollständig taub.

Trotz deines langen Leidensweges hast du das Vertrauen
in uns Menschen behalten. Du hast uns gern, liebst es, an der Leine spazieren
geführt und natürlich vor allem gestreichelt zu werden. Mit deinen Artgenossen
kommst du bestens zurecht und auch das Autofahren klappt prima mit dir. Zu
erwähnen ist noch, dass du momentan ein antiallergenes Spezialfutter bekommst.
Nun suchen wir für dich besonders liebe, einfühlsame
Menschen mit einem großen Herzen und Augen, die hinter das scheinbar
Gewöhnliche sehen und das ganz Besondere in dir entdecken. Deine Taubheit
sollte dabei kein großes Hindernis darstellen, denn du bist gelehrig und man
kann sich durch Handzeichen wunderbar mit dir verständigen.
Möchten Sie gern dieser Mensch/diese Familie für die
freundliche, sanftmütige Elsa sein? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen,
lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den
Tierschutzverein „Pro Canes et Equos“.
Hier zeigen wir zwei Videos von Elsa bei ihrer
Pflegefamilie in Moskau:
Elsa im Gras:
Elsa in ihrer Pflegefamilie:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
E-Mail:Ulrike.Worringer@T-Online.de
Lebenslichter 27.07.2024, 15.41 | (0/0) Kommentare | PL

JENNY
Hündin
50 cm Schulterhöhe
geb. ca. Mai 2014
Zwingernummer: A 71
Gleich ihrer Schwester Britney, die ich Ihnen bereits vorgestellt habe, kam auch Jenny 2014 als niedlicher, unschuldiger Welpe in das monströse Shelter Kozhuhovo. Ein winziges Hündchen, dem eigentlich die ganze Welt offenstehen sollte – stattdessen schloss sich die Zwingertür hinter ihr und geht bis heute - 7 endlose Jahre später – nur einmal in der Woche für sechzig kostbare Minuten wieder auf. Nach dem Umzug ins neuerbaute Shelter Malinki haben sich die Lebensumstände für die armen Hunde noch einmal unvorstellbar verschlechtert. Nur noch wenige Betreuer können den Standort überhaupt erreichen, die Shelterleitung schikaniert sie, wo sie nur kann, sie dürfen fast nichts mehr für ihre Schützlinge tun, es ist für die Tiere nichts weiter als ein Vegetieren und Warten auf den Tod.
Lange war Jenny fröhlich, verspielt und auch ein bisschen stürmisch, wie sich das für eine Junghündin gehört. Mittlerweile sieht man der einst so Unbekümmerten die verlorenen Jahre an. Das Fell wird allmählich grau, ihre Augen trüben sich und blicken längst nicht mehr so hoffnungsvoll in die Welt. Mit sieben ist sie zwar noch keine Seniorin, aber es geht den Hunden wie den Menschen: Kummer, Einsamkeit und Entbehrung lassen sie weit vor der Zeit altern.

Jenny ist ein sehr anhängliches Hundemädchen und hält sich, wo nur möglich, in der Nähe der Betreuer auf. Sie freut sich über die kleinste Aufmerksamkeit und gibt alles, um von einer Menschenhand gestreichelt zu werden. Leider ist das Glück nie von Dauer; denn nach nur einer Stunde, einmal in der Woche, heißt es zurückkehren in die Trostlosigkeit des Zwingers und das zermürbende Warten beginnt von vorn.

Dabei hat sich die hübsche Jenny in den Jahren schon allerhand angeeignet. Sie läuft an der Leine wie eine Eins, verhält sich ihren Artgenossen gegenüber kameradschaftlich und folgt den Kommandos der Freiwilligen aufs Wort. Zwar werden die Anweisungen auf Russisch gegeben; aber Jenny besitzt ein kluges Köpfchen und lernt sicherlich blitzschnell um. Denn eigentlich ist den Hunden der Wortlaut völlig egal. Zum Beispiel können Sie „Wurstbrot“ auswählen als Synonym für „Sitz!“ oder „Platz!“ und wenn Sie das mit einer entsprechenden Geste verbinden, wird Ihr Liebling sich brav setzen oder hinlegen – vorausgesetzt, es gibt anschließend das Wurstbrot als Belohnung…

Der Traum vom eigenen Zuhause in Moskau und Umgebung ist für Jenny längst geplatzt wie eine Seifenblase. Sie ist leider kein zuckersüßes Hundebaby mehr und somit für russische Adoptanten uninteressant. Ihre Lebensgeschichte scheint bereits geschrieben zu sein. Vor gut sieben Jahren begann diese so: „Es war einmal ein putziges Welplein…“ und irgendwann wird sie mit den Worten enden: „…alt, einsam und ungeliebt gestorben, als hätte es sie nie gegeben. Sie war eben auch nur eine von vielen.“
Es wäre denn, Sie möchten der Geschichte von
Jenny gern ein Happy End bereiten. Wenn ja, dann melden Sie sich doch bitte bei
unseren Vermittlerinnen. Vielen, lieben Dank!
Jenny und Britney gehen gemeinsam spazieren:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de
Lebenslichter 21.07.2024, 14.34 | (0/0) Kommentare | PL

etwa 9 Jahre alt (geb. in 2015)
55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
sehr gut verträglich mit Artgenossen
freundlich gegenüber Menschen;
braucht bei Fremden ein wenig Zeit, um zu vertrauen
unaufdringlich, ruhig und sanft vom Wesen
verbrachte fast sein ganzes Leben im Hundegefängnis
hat mit seinen Betreuerinnen das Laufen an der Leine geübt
ein weiches Lager für die alten Knochen
und etwas gute
Nahrung für Leib und Seele ersehnt
Deine traurige Lebensgeschichte – soweit sie uns bekannt ist – beginnt im Jahr 2016. Damals wurdest Du als schüchterner, verängstigter Junghund, der dennoch den Menschen so gern vertrauen wollte, ins riesige, furchteinflößende Hundeasyl „Kozhuhovo“ in Moskau. Heute, 8 Jahre später, wartest Du noch immer; Du bist hinter Mauern und Gitterstäben zum Senior geworden.
Das alte Tierheim wurde mittlerweile geschlossen und
Du musstest gemeinsam mit über 3000 anderen Hunden in das neu erbaute Shelter
Malinki übersiedeln. Waren die Umstände früher schon miserabel, so sind sie
hier für Euch unerträglich geworden.
Irgendwie hast Du es geschafft, all diese endlos langen Jahre zu überleben; aber sie haben an Deinem Körper unübersehbare Spuren hinterlassen und Dich zum Notfall gemacht: Du hast extrem an Gewicht verloren. In den Videos erkennt man deutlich – trotz des dichten Winterfells und der Aufnahme aus einiger Entfernung -, dass Deine Beckenknochen fast durch die Haut stechen.

Aber das ist leider bei weitem noch nicht alles. Als
Folge der katastrophalen Lebensbedingungen in Malinki leidest Du an einer quälenden,
schmerzhaften Dermatitis. Die freiwilligen Betreuer haben alles versucht, was
ihnen unter diesen misslichen Umständen zu Gebote stand, um Dir zu helfen und
Dir Erleichterung zu verschaffen. Sie haben Dich sogar auf eigene Rechnung
tierärztlich untersuchen und behandeln lassen; aber solange Du weiterhin in
dieser feuchtkalten, schmutzigen Umgebung bei unzureichendem, nährstofflosem
Futter ausharren musst, wird sich Deine arme Haut am ganzen Körper immer wieder
ewntzünden und Du wirst weiter bis auf die Knochen abmagern. Die Haut ist der
Spiegel der Seele und man sieht Dir nur allzu deutlich an, wie sehr Deine Seele
leidet.
Dabei haben die freiwilligen Helferinnen und Helfer schon so viel geschafft, wie das unter den widrigen Verhältnissen überhaupt nur möglich ist. Sie haben Dich an Geschirr und Leine gewöhnt, Du lässt Dich inzwischen von ihnen anfassen und streicheln; aber das ersetzt natürlich keine eigene Familie und so musst Du nach ein paar kurzen, seligen Momenten der Freiheit und Ansprache wieder an den einzigen Ort zurückkehren, den Du ein Zuhause nennen dafst: in Deinen kalten, einsamen Außenzwinger.

Dein sogenanntes Leben spielt sich auf ein paar
wenigen Quadratmetern ab; in einer Zelle ohne Dach, jeder Witterung schutzlos
ausgeliefert, umgeben von meterhohen Ziegelmauern, die jeden Blick in die Welt
da draußen versperren. Eine Rückzugsmöglichkeit gibt es für Euch nur in
winzigen Holhütten, die fast immer feucht und oft sogar schimmlig sind.
Außerdem finden nur die Kleineren darin Unterschlupf, weil das Eingangsloch
geradezu lächerlich eng bemessen wurde.
Du gehörst zu den Millionen und Abermillonen
vergessener Hunde, die weitab von allem ein Schattendasein führen müssen. Und
wenn man Dich ansieht, fragt man sich, wie lange Du dieses Dasein wohl noch
erträgst.
Du benötigst dringend einen warmen, sauberen und trocken Platz. Ein weiches Hundebett zum Ausruhen für Deine alten Knochen und nahrhaftes Futter für Deinen geschundenen, ausgemergelten Körper. Und noch mehr als das alles benötigst Du einen gutherzigen Menschen, eine liebe Familie; jemanden, der Dich bei der Pfote nimmt, nichts von Dir erwartet, sich einfach an Deiner Gegenwart erfreut und Dir die Zeit gibt, in Ruhe anzukommen und endlich Frieden zu finden.

Mit Deinen Artgenossen verträgst Du Dich gut und
würdest Dich sicher über einen oder gern auch mehrere von ihnen in
Deinem Für-immer-Zuhause freuen, an denen Du Dich orientieren könntest und die
Dir dabei helfen würden, Dich im richtigen Leben einzugewöhnen und zurechtzufinden.
Das ist aber weder ein Muss, noch eine Voraussetzung.
Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb
Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein Kettenlos e.V.
Wenn unser sanfter, genügsamer Erema gerade Ihr Herz
berührt und Sie ihm gern ein warmes Plätzchen in Ruhe und Geborgenheit für
seine letzten Jahre schenken möchten, dann melden Sie sich bitte bei uns.
Vielen, lieben Dank!
Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
E - Mail:d.bansche@gmail.com
fb.me/Chance.fuer.Shelterhunde
Lebenslichter 15.07.2024, 13.47 | (0/0) Kommentare | PL

Seit mehr als unfassbar langen elf Jahren lebt MARUSHKA bereits im Shelter "Kozhuhovo"! 2010 kam sie als junge Fundhündin in dieses riesige, russische Tierheim in Moskau und sitzt seitdem in einem winzigen Aussenzwinger. Sie hat sich ihrem Schicksal ergeben, hat sich angepasst, hat Freundschaften geschlossen.
Marushka ist
im Shelter zur Seniorin geworden und 10 Jahre hinter Gittern sind auch an ihr
nicht spurlos vorüber gegangen. Aus der einst fröhlichen, jungen Hündin ist eine traurige Hundeoma geworden und
ihr Blick lässt eine tiefe Resignation erkennen.

Marushka ist eine sehr freundliche und menschenbezogene Hündin. Fremden Menschen gegenüber ist sie anfangs etwas schüchtern, was sich aber schnell legt, wenn sie merkt, dass man es gut mit ihr meint. Sie kennt die Hundeleine und läuft gut daran. Wenn sie Besuch von ihren Betreuern bekommt, die ihr und den anderen Hunden einmal in der Woche für eine Stunde Freilauf ermöglichen, hält sie sich am liebsten in deren Nähe auf.
Marushka ist mehr und mehr von der Masse der Hunde überfordert und vermutlich weiß sie ganz genau, dass sie sich im Fall der Fälle nicht mehr wehren könnte. So sucht sie Schutz bei den Menschen, die sie kennt.
Sehr viel Lebenszeit wird der alten Dame nicht mehr bleiben, und viel zu viele Jahre musste sie bei jeder Witterung im Shelter ausharren.
Wir hoffen sehr, dass es uns noch gelingt, für Marushka ein Zuhause in Deutschland zu finden. Sie sollte ihre letzte Zeit auf dieser Welt behütet und artgerecht genießen dürfen und nicht irgendwann einsam und vergessen in ihrem trostlosen Zwinger ihre letzte Reise antreten.
Irgendwo muss es sie geben: Die Menschen, die Marushka ein kuscheliges Körbchen in ihrem Heim schenken und sie bis zu ihrem letzten Tag liebevoll begleiten… wir müssen sie nur noch finden!

Bei
ernsthaftem Interesse melden Sie sich bitte bei unseren Team-Kolleginnen.
Lebenslichter 22.01.2024, 19.50 | (0/0) Kommentare | PL

NASTIA
Hündin
geb. 2006
45-50 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
endgültiges Für-immer-Zuhause gesucht
Nach 13 langen, schweren Jahren in
Gefangenschaft möchten meine geschundenen Pfötchen noch über den Boden der
Freiheit laufen!
Kaum war das riesige Shelter
Kozhuhovo im Jahr 2008 eröffnet worden, kam Nastia gemeinsam mit ihrer
Schwester Asya hierher. Für uns unvorstellbare 13 lange Jahre mussten sie dort ausharren,
bis Asya schwer erkrankte. Daraufhin durfte sie in eine Pension umziehen, in
der sie nach nur zwei Wochen verstarb. Ein weiteres, vergeudetes Leben – nur
eins von Tausenden.
Nastia kämpft sich mit ihren 15
Jahren weiter durch den harten Shelteralltag. Zurzeit hat sie Glück, denn man
hat Norris, einen ausgesprochen lieben Leidensgenossen zu ihr in den Zwinger
gesetzt. So muss sie wenigstens keine Angst haben, bekommt auch Futter und
Wasser ab. Wahrlich nicht viel, aber zum Überleben muss es reichen.
Alltagsleben im Shelter bedeutet Zusammenhocken auf engstem Raum, in einem kahlen Zwinger von höchstens 3 Quadratmetern mit Holzboden und einer winzigen Holzhütte, fast immer gemeinsam mit mehreren Schicksalsgefährten. Leben sieht anders aus.

Der Rest ist Warten auf die
freiwilligen Helfer, die einmal in der Woche ins Shelter kommen versuchen, ihren
Schützlingen das Dasein für einige Augenblicke etwas erträglicher zu machen.
Sie bringen ihren Hunden selbstbezahltes Extrafutter mit, holen sie aus ihren Gefängnissen und gehen mit ihnen innerhalb der Sheltermauern sapzieren oder nehmen sie mit in den großen Auslauf, damit die Tiere sich die Beine vertreten und ein wenig herumtoben können.

So sollen die Hunde für eine oder
zwei Stunden ihr trostloses, eintöniges Leben vergessen dürfen und für einen
Moment einfach nur glücklich sein.
Danach – und das macht nicht nur den
Hunden, sondern auch den Betreuern das Herz jedes Mal schwer – geht es unweigerlich
zurück in die Zwinger. Dann heißt es wieder warten und hoffen, dass die Woche
schnell vergeht und die Betreuer zurückkommen.
Schon bald werden die Tage wieder kürzer, der Herbst und der nächste strenge Winter stehen vor der Tür. Es ist fraglich, ob Nastia es schafft, auch noch diesen zu überleben. Die russischen Sommer und Winter können besonders für die Senioren schnell das Ende bedeuten. Im Sommer macht ihnen die oft unerträgliche Hitze, der sie nahezu schutzlos ausgeliefert sind, zu schaffen. Und im Winter haben die alten Körper der beißenden Kälte von -25 Grad oder mehr kaum etwas entgegenzusetzen.
Nastia war eine junge,
hoffnungsvolle Hündin, als sich die Sheltertore hinter ihr schlossen. Nun, nach
unendlich langen Jahren, ist sie alt und verbraucht. Die Chancen, jetzt noch ein Zuhause zu finden, scheinen verschwindend gering.
Aber trotz ihres sinnlosen, vergeudeten Lebens hat sich Nastia ein
freundliches, den Menschen sehr zugetanes Wesen bewahrt und auch – oder gerade
– die Hundesenioren haben noch unendlich viel zu geben an Liebe, Dankbarkeit
und Anhänglichkeit.
Vielleich sind ja SIE der Mensch mit
einem riesengroßen Herzen, der der betagten Nastia ein behagliches Zuhause
schenken möchte. Möglicherweise wird die gemeinsame Zeit nur kurz bemessen
sein; aber Liebe und Glück rechnen sich schließlich nicht allein nach Jahren.
Uns ist bewusst, dass wir für Nastia
die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen suchen. Doch manchmal werden Wunder wahr
und auf ein solches Wunder hoffen wir.
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt
über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Hier drei Videos von Nastia (auch
mit Zwingerkumpel Norris):
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)
Lebenslichter 21.01.2024, 10.22 | (0/0) Kommentare | PL

Lange Jahre voller Entbehrungen und Einsamkeit liegen hinter ihm, doch aufgegeben hat Misuhta in dieser Zeit nie. Tapfer hat er die Zeit ertragen, auch wenn es bestimmt nicht einfach war. Viele heiße Sommer und viele eiskalte Winter hat er fast ausschließlich auf 3 qm zugebracht. Seine Betreuer, die er 1x in der Woche sieht, sind wohl das Einzige, worüber er sich je gefreut hat.
Seine Augen sind mittlerweile müde und strahlen eine Traurigkeit aus – fast so, als wüsste er, dass er das Shelter wohl niemals mehr verlassen wird.

Soll das sein ganzes Leben gewesen sein?
Mishuta ist ein bescheidener und zurückhaltender Rüde. Obwohl die Streicheleinheiten sehr beschränkt sind, wartet er in 2. Reihe darauf, dass eine Hand auch ihn erreicht. Er geht jedem Streit mit anderen Hunden aus dem Weg und schaut ihnen lieber aus einiger Entfernung zu.
Bei Fremden ist Mishuta am Anfang vorsichtig – wer will es ihm verdenken, hat er doch so gut wie keinen Kontakt, kennt er doch nichts außer eine Welt hinter Gitterstäben.
Seine Chancen noch einmal ein eigenes Zuhause zu finden, stehen nicht sonderlich gut – er ist nur einer von 3.000 Hunden und dazu noch alt und schwarz.
Doch wir hoffen darauf, dass wir hier für Mishuta ein Zuhause finden. Er soll nicht seine restliche Zeit eingesperrt warten müssen, um dann irgendwann den letzten Weg allein zu gehen.
Unser Wunsch für Mishuta ist eine liebe, ruhige Familie, die ihm die Chance seines Lebens ermöglicht. Menschen, die ihn mit Geduld und Verständnis in eine ihm unbekannte Welt führen, die ihn in Ruhe ankommen lassen und sein Leben so schön wie möglich machen.
Mishuta ist geimpft, gechipt und kastriert. Wir wissen, dass es nicht einfach wird, Menschen für einen alten, schwarzen Hund zu finden. Jedoch ist es die einzige Chance, die Mishuta hat.
Bei ernsthaftem Interesse freuen sich Mishutas Vermittlerinnen auf eine Nachricht.
Lebenslichter 19.01.2024, 15.32 | (0/0) Kommentare | PL

SMOALA - die sanftmütige Seniorin lebt nun schon 11 Jahre hinter Gittern und hat endlich eine eigene Familie verdient.
Smoala mag die Hoffnung auf Freiheit schon aufgegeben haben, nach 11 Jahren hinter Gittern, aber wir versuchen unser Bestes, jedem eine Stimme zu geben.
Jahr für Jahr lernen wir die Hunde von Sandas Tierheim besser kennen. Im Moment sind es ca. 120, teils alte Hunde, die schon sehr lange bei Sanda leben. Wir sind jedes Mal wieder traurig, dass keine liebe Anfrage für die meisten, vor allem alten Hunde, kommt.
Name: Smoala
geb.: ca. 2009
" style="text-decoration:underline">Geschlecht: weiblich
SH: groß, ca. 56 cm
Kastriert: ja
Gesundheitliche Einschränkungen: keine bekannt
Aufenthalt: seit 2010 im TH in Rumänien
Mit einem Jahr kam die damals noch sehr junge Hündin in das Tierheim und lebt seitdem im Zwinger. Beton, Gitter, Nässe und Kälte sind Smoalas Alltag. War sie anfangs noch euphorisch und lebensfroh, schwindet von Jahr zu Jahr immer mehr die Freude aus ihren Augen. Sie kennt nur dieses Leben und verbringt die Tage mit ihren Zwingergenossin Lupina. Ihre Verträglichkeit mit Rüden kann getestet werden.
Täglich bekommt Smoala Besuch von den
Pflegerinnen und Sanda. Ihnen vertraut sie, bei fremden Menschen ist sie
zunächst abwartend und zurückhaltend. Wer kann ihr das auch verübeln? Sie hat
einfach kaum andere Menschen kennengelernt.
Bei unseren Besuchen versuchen wir immer, mit jedem Hund etwas Zeit zu
verbringen, um ihnen etwas Vertrauen zu schenken. Smoala nimmt dies zwar
schüchtern, aber freundlich an.
Smoala wird erst einmal Zeit und Geduld brauchen, um sich in einer Familie einzuleben. Sie kennt wenig und muss vieles lernen. Ein Leben im Zwinger prägt. Daher sollte am Anfang so wenig wie möglich von ihr verlangt werden. Sie braucht Menschen, die mit Geduld eine Vertrauensbasis schaffen möchten.

An der Leine und am Geschirr laufen kennt sie nicht. Auch hier muss einfühlsam
trainiert werden.
Alltagsgeräusche wie Staubsauger, Kaffeemaschine, Autofahren, all das muss sie
in ihrem neuen Zuhause langsam kennenlernen dürfen. Ein souveräner Ersthund
könnte eine große Unterstützung dabei sein.
Wir suchen für Smoala ein Endzuhause, in dem sie in Ruhe ihre restlichen Jahre verbringen darf. Es sollte keine Wohnung in der Stadt sein, da es die Eingewöhnung erschweren würde. Eine Wohnung bzw. ein Haus mit eingezäuntem Garten möglichst ebenerdig, wäre ideal.
Wer sich für die liebe Hündin interessiert,
kann sich gerne bei uns melden.
Die Schutzgebühr enthält: Transport (nur mit Traces), Impfung, Chip, EU-Tierpass, Entwurmung, Entflohung (und Kastration, wenn Alter entsprechend).
Wir lassen den SNAP? 4Dx testen, dieser beinhaltet Test auf Borreliose, Anaplasmose, Ehrlichiose und Dirofilariose. Weitere Test, wie z. B. auf Leishmaniose oder Hepatozoon können gerne auf Anfrage gegen Mehrpreis vorgenommen werden. (Nicht bei Welpen notwendig).
Bitte nur ernstgemeinte Anfragen an:
Tierschutzverein Pfote sucht Glück e.V.
E-Mail: pfotesuchtglueck@gmail.com
Kontaktformular Homepage: https://www.pfotesuchtglueck.de/kontakt-1/
Lebenslichter 18.01.2024, 18.54 | (0/0) Kommentare | PL

PERSIK
Rüde
geb. 2018
53 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
liebevolles Für-immer-Zuhause
ersehnt
Deine Sehnsucht, sie gilt uns
Menschen.
Mehr als drei Jahre ist es her, seit
Du in einem Moskauer Park aufgegriffen wurdest. Dort kauerten, verborgen in
einem Gebüsch, vier winzig kleine Welpen. Eure Mama konnte nicht gefunden
werden und niemand weiß, was mit ihr geschah.
Du wurdest mit Deinen
Geschwisterchen in das große Moskauer Shelter Kozhuhovo gebracht. Dort wart Ihr
zumindest sicherer als in einem öffentlichen Park. Tatsächlich hatten zwei von
Euch das große Glück, recht schnell eine eigene Familie zu finden; ein weiteres
Brüderchen oder Schwesterchen verstarb. Du bliebst allein zurück und lebst bis
heute in dem seelenlosen Hundegefängnis.
Der Verlust Deiner Geschwister hat
bei Dir, dem einst so mutigen, jungen Hundemann, dazu geführt, dass Du
plötzlich Angst vor anderen Hunden zeigtest. So traust Du Dich nur noch mit
viel gutem Zureden in den Hundeauslauf, in den die Betreuer Dich und all ihre
anderen Schützlinge einmal in der Woche zum Spielen und Toben bringen. Dort
angekommen, scheint Deine Angst zwar verflogen, aber Du spielst nicht mit Deinen
Artgenossen, sondern wartest nur auf Deine Chance, von den Betreuern liebkost
zu werden.
Wir Menschen sind Deine Sehnsucht.
Gemeinsam mit Deinem Menschen,
Deiner Familie durchs Leben zu gehen, das ist Dein Traum, welchen Du nun schon
seit über drei Jahren in Dir trägst. Die Hoffnung doch noch dem tristen
Shelterleben entfliehen zu dürfen, sie hält Dich am Leben.
Denn das Shelter bietet nichts; es ist zu viel, um zu sterben und zu wenig, um zu leben.
Gäbe es nicht die freiwilligen
Helfer, die alles tun, um ihren Schützlingen das harte und trostlose Dasein ein
bisschen erträglicher zu machen, dann wären Du und Deine Leidensgenossen
verloren.
Persik – Du verdankst Deinen schönen
Namen der Farbe Deines pfirsichfarbenen Fells. Es fühlt sich auch genauso an
wie die Haut eines frischen Pfirsichs, so samtig und weich. Gelehrig bist Du
obendrein: Du läufst bereits brav an der Leine und beherrschst auch schon
einige Grundkommandos – diese natürlich in russischer Sprache, aber auf den
Wortlaut kommt es gar nicht an, denn der Ton macht die Musik! Mit Deinen Artgenossen kommst Du gut zurecht;
auch wechselnde Zwingerkollegen waren und sind kein Problem für Dich. Bevor es
zum Streit kommt, unterwirfst Du Dich lieber.
Aber Deine Sehnsucht, sie gilt uns
Menschen. Uns liebst Du mehr als irgendetwas sonst auf der Welt.
Darum machen wir uns für Dich auf
die Suche. Wir sind uns sicher, Du wirst ein ganz wundervoller Begleiter und
eine große Bereicherung für diejenigen sein, die sich für Dich mit dem
pfirsichfarbenen Fell entscheiden. Natürlich kennst Du bisher nur wenig von der
Welt, weil Du ja bereits als Welpe ins Shelter einziehen musstest; deswegen
brauchst Du verständnisvolle Menschen, die Dich geduldig und Schritt für
Schritt mit auf die gemeinsame Reise durch dieses Leben nehmen.
Möchten vielleicht Sie die Sehnsucht
von Persik nach Liebe und menschlicher Nähe stillen? Dann melden Sie sich bitte
bei uns. Vielen, lieben Dank!
Persik beim Gassigehen im Shelter:
Persik liebt den Menschen:
Persik wird von seinem Betreuer aus
dem Zwinger geholt:
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt
über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
Lebenslichter 15.01.2024, 19.26 | (0/0) Kommentare | PL
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Wie muss es sich anfühlen, wenn sich die Tore eines riesengroßen Shelters hinter einem kleinen Welpen schließen. Auf den ersten Blick verspricht es Wärme und Sicherheit, auf den zweiten Blick verrät es Einsamkeit.
DUKE kam bereits als kleiner Welpe in das russische Shelter „Kozhuhovo“. Nie hat er ein Leben in Freiheit mit all seinen „Macken“ und „Freuden“ erleben dürfen. Sein einziges Zuhause ist ein kleiner Außerzwinger. Und das seit mehr als 10 Jahren, dabei ist er so ein freundlicher und menschenbezogener Hund.
Einmal in der Woche kommt seine große Stunde… dann darf er mit seinen Betreuern und den Hundekumpels in den großen Auslauf. Dort zeigt er sich immer sehr verträglich, aber er sucht auffallend die Nähe „seines Menschen“. DUKE fehlt einfach die Zuneigung und die Liebe. Er hat vermutlich nie etwas Schlechtes erlebt, denn er war ja in Sicherheit in diesem Shelter und genau die Menschen, die ihm einmal in der Woche etwas Abwechselung bringen, sind sein Lebensinhalt.
Das Leben dort ist hart… Sommer wie Winter. Im Sommer brennt die Sonne erbarmungslos, und die Hunde versuchen, einen begehrten Schattenplatz zu ergattern – im Winter sind es die eisigen Temperaturen, die alles einfrieren lassen. Eine kleine Holzhütte – mit viel Glück mit Stroh ausgelegt – ist der einzige Schutz. Für Duke ist es dort bereits der 11. Winter… ohne Aussicht auf Hoffnung.

Ein großer, alter und dazu noch schwarzer Hund…. Und schon sinken die Vermittlungschancen gen Null! In Russland wird Duke keine großartigen Chancen mehr haben. Viel zu viele sind schon an seinem Zwinger vorbei gegangen – ohne überhaupt einen zweiten Blick auf ihn zu werfen. Insbesondere die Vermittlung von älteren und schwarzen Hunden ist immer sehr schwer, aber Duke hat nie etwas falsch gemacht… er war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.
Wir sind aber davon überzeugt, dass für diesen lieben Rüden irgendwo die richtigen Menschen warten. Menschen, die bereit sind, einem Hund, der in seinem gesamten Leben nie die Sonnenseiten kennen lernen durfte, zu zeigen, was es heißt, wenn man geliebt wird. Menschen, die bereit sind, Duke langsam und sicher in ein Leben zu führen, dass er irgendwann aus vollem Herzen genießen darf.
Für Duke wünschen wir uns, dass er irgendwann auf einem Kissen liegt und ganz tief ausatmet und man sofort weiß, dass er jetzt zu Hause angekommen ist.
Dieser hübsche Rüde hat ein Leben mit viel Liebe verdient und er könnte – wenn es Menschen gibt, dessen Herz er berührt – schon zeitnah geimpft, gechipt und kastriert reisen. Mit seinen Artgenossen versteht sich Duke gut und er hätte bestimmt nichts gegen eine nette bereits vorhandene Hündin einzuwenden. Duke kann sogar schon ein wenig an der Leine zu laufen. Wie er sich gegenüber Katzen verhält, können wir leider nicht zuverlässig testen.
Wir bitten um Verständnis, dass wir Duke, wie all unsere anderen Hunde auch, nur auf eine Endstelle vermitteln.
Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen. Vielen, lieben Dank!
Lebenslichter 15.01.2024, 19.26 | (0/0) Kommentare | PL