Tag: Kind

Carmine
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 11/2020
Schulterhöhe: 55 cm
August 2026: Liebes Tagebuch, heute war wieder so ein Tag, an dem die Sonnenstrahlen genau richtig auf meinen Platz gefallen sind. Ich lag da, habe die Augen halb geschlossen und so getan, als würde mir das genügen. Als wäre ein warmer Fleck auf dem Boden ausreichend für ein ganzes Hundeleben.

Um mich herum war es laut. Hunde rannten, bellten, stritten sich um die besten Plätze am Zaun. Früher stand ich öfter mittendrin, heute nicht mehr. Heute habe ich mich wieder ein Stückchen weiter zurückgezogen. Aber nicht, weil ich jemanden oder etwas nicht mag. Im Gegenteil, ich habe Hunde gern, Menschen – besonders Kinder – und ich mag Frieden. Aber manchmal wird es in meinem Herzen stiller als ringsum. Dann setze ich mich lieber an den Rand und schaue zu.

Ich bin kein schwieriger
Hund. Ich habe keine Sonderwünsche und stelle keine großen Ansprüche. Ein
Spaziergang, ein freundliches Wort, ein Platz neben dir – das wäre schon ein
kleines Wunder. Manchmal frage ich mich, warum ich immer noch hier bin.
Liegt es daran, dass mein Fell schwarz ist? Daran, dass ich groß bin? Oder daran,
dass ich ein Rüde bin? Ich weiß es nicht.

Oft sehe ich, wie Hunde ausreisen dürfen. Es sind die Kleineren, Helleren, Jüngeren, die nur kurze Zeit hier sind und dann ein Ticket für den nächsten Transport bekommen. Nur ich bleibe immer wieder zurück – wie ein Buch, das niemand aufschlägt, weil der Einband zu unscheinbar wirkt.

Dabei steckt so viel Schönes in mir: Ruhe, Treue, Freundlichkeit und Geduld.
Ich wäre gern der Hund, der morgens die Kinder bis zur Tür begleitet. Der beim
Familienfrühstück unter dem Tisch liegt. Der auf Spaziergängen nebenher läuft,
als wäre es schon immer so gewesen. Und der abends zufrieden seufzt, wenn alle
zuhause sind.

Ich wäre der perfekte Familienhund, sagen sie – und ich hoffe, irgendwann sagt es jemand nicht nur, sondern nimmt mich mit.

Ganz tief in mir drinnen scheint noch immer ein kleines, warmes Licht. Vielleicht, liebes Tagebuch, finde ich bald einen Menschen, der dieses Licht sieht - bevor es irgendwann verlischt.
Dein Carmine
Simone Leitenbauer
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Milde
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 04/2023
Schulterhöhe: 58 cm
November 2023 Es war einmal ein kleiner Hund, der wünschte sich seine bunte Welt zurück. Denn die Welt hatte ihre Farben verloren und ein trauriges Grau lag wie ein Schleier über allem. Alles schien matt und trist. Es war, als hielte die Welt den Atem an. Ungefähr so könnte Mildes trauriges Märchen beginnen …

Seit Monaten sitzen die Geschwister Milde, Manabu, Manniel, Marius und Michelia in einem grauen Zwinger aus Beton fest. Es ist laut, im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt und vor allem: langweilig.
Dabei hat auch ein Hundekind eine Kindheit verdient. Eine entspannte Umgebung, frische Luft, Sonnenlicht und Bewegung in der Natur, gutes Futter, liebevolle Zuwendung und die Möglichkeit, einfach unbeschwert zu sein. Nichts davon findet sich in Mildes bisherigem Leben wieder. Eine farblose Kindheit – ein trauriger Gedanke, nicht wahr?

Sind Ihre Buntstifte schon gespitzt? Wenn Sie die Farben zurück in Mildes Welt zaubern möchten, brauchen Sie vielleicht gar keinen Zauberstab. Greifen Sie einfach zum Telefonhörer und rufen Sie Mildes Vermittlerin an. Denn manchmal kann es gar nicht bunt genug sein, finden Sie nicht?
P.S. Unsere Tierschützer beschreiben Milde als gesellig, anhänglich und menschenbezogen. Anfang November misst sie 58 cm.

August 2026 Wenn Mildes trauriges Märchen weitererzählt wird, beginnt es noch immer in diesem grauen Zwinger. Nur hat die kleine Hündin inzwischen gelernt, sich zu verstecken. Hinter Betonwänden und Gitterstäben ist ihre Welt eng geworden. Eine Welt ohne Blau des Himmels, ohne Grün des Grases und ohne das warme Gold eines Sonnenstrahls.

Milde kennt die Farben eines unbeschwerten Hundelebens nicht. Oder sie hat sie längst vergessen. Das warme Orange des Spiels, das zarte Rosé von Zuwendung, die weichen Farben von Geborgenheit – all das fehlt ihr. Stattdessen bestimmen Angst, Rückzug und Warten ihre Tage.
Es ist nicht leicht, Milde aus ihrem Zwinger zu holen. Wenn sie könnte, würde sie vermutlich fliehen. Weit weg, dorthin, wo niemand sie sieht und niemand etwas von ihr möchte. Und doch gibt es erste kleine Schritte zurück ins Leben.

Milde läuft an der Leine. Noch unsicher und mit etwas steifen Bewegungen, aber sie läuft. Die Hände unserer Tierschützer geben ihr Halt. Eine ruhige Stimme, eine vorsichtige Berührung, ein Flüstern, das sagt: „Du bist sicher. Und manchmal scheint sie für einen kurzen Augenblick zu glauben, dass es tatsächlich so sein könnte.
Mit Geduld und Ruhe gelingt es unseren Helfern, Milde ein kleines Stück aus ihrem Rückzug herauszulocken. Sie geht mit, noch wackelig, aber tapfer. Und vielleicht ist genau das der erste Pinselstrich in einer Welt, die wieder Farbe bekommen soll.

In ihrem Zwinger lebt Milde mit anderen Hündinnen und Rüden zusammen. Es gibt keine Feindseligkeit, sondern eine stille Gemeinschaft unter Leidensgenossen. Sie verstehen sich ohne Worte. Ihre Geschichten ähneln sich – und vielleicht auch ihre Träume.
Vielleicht träumt Milde nachts von einem Garten. Von Gras unter ihren Pfoten. Vom Wind, der durch Bäume rauscht. Von einer Hand, die nicht zieht, sondern begleitet. Von einem Menschen, bei dem sie sich nicht verstecken muss. Und von Farben, die nicht nur in Märchen vorkommen.

Wenn Ihre Buntstifte also noch bereitliegen, ist es noch nicht zu spät. Der Zauberstab liegt diesmal vielleicht nicht bei einer Fee, sondern in Ihren Händen. Oder ganz einfach im Telefonhörer, den Sie jetzt abnehmen, um Mildes Vermittlerin anzurufen.

Denn was wäre die Welt ohne Farben? Und was wäre ein Märchen ohne Happy End?
Margot Wolfinger
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https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 26.08.2026, 20.02 | (0/0) Kommentare | PL

MISHA
Rüde
geb. ca. 2014
ca. 60 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
liebt den Menschen
kommt gut klar mit Kindern
sehr gut verträglich mit Artgenossen
läuft gut an der Leine
auf einer Pflegestelle in Russland
sucht (s)einen Menschen, (s)eine Familie, der/die das Besondere liebt
Misha – ein besonderer Hund sucht ebenso besondere Menschen.
Als ich die Bilder von dir zum ersten Mal gesehen habe,
war ich ratlos und wusste nicht, was ich davon halten sollte. Noch fehlten mir genauere Angaben zu deinem
speziellen Aussehen. Ein paar Tage später fand deine Betreuerin die Zeit, mir
ausführlich über dich zu schreiben, und ich erhielt auch mehrere kleine Filme
von dir.
Vor etwas mehr als zwei Jahren wurdest du auf den Straßen Moskaus eingefangen und ins Shelter Kozhuhovo gebracht. Dein „bestes Stück“ war nicht mehr dort, wo es von Natur aus hingehört, und du warst an beiden Augen schwer verletzt. Die Tierärzte im Hundeasyl konnten sie mit einer plastischen Operation erfolgreich behandeln, sodass dein Sehvermögen heute uneingeschränkt ist.

Woher das Problem mit deinem Penis kam, bleibt bis heute ungeklärt. Möglicherweise hat man dich gewaltsam von einer läufigen Hündin getrennt, was zu schwersten Verletzungen führen kann. Auch ein Missbrauch durch Menschen ist vorstellbar. Drei Operationen hast du tapfer hinter dich gebracht, Narben übersäen deinen Bauch. Aber dafür kommst du heute gut zurecht mit dem, wie es eben ist. Zwar bleibt dein Glied ungeschützt, aber dein kleines Geschäft kannst du verrichten, wie jeder andere Hundemann auch. Wie mehrere Tierärzte übereinstimmend sagen, bist du ein vollkommen gesunder Hund - nur eben mit einem „external feature“, einem äußeren Attribut, wie deine Betreuerin es liebevoll umschreibt.

Dabei hattest du im Unglück noch riesengroßes Glück:
Deine Betreuerin hat dir den Umzug in die neue Hundehölle von Malinky erspart,
indem sie dich in einer Pension untergebrachte, deren Kosten sie aus eigener
Tasche bezahlt. In den warmen Jahreszeiten gibt es für dich kaum Probleme; nur
im Winter bei Minusgraden darfst du nicht lange im Freien bleiben.
Trotz allem hast du dir deinen wundervollen Charakter, dein zuckersüßes Wesen und dein absolut manierliches Benehmen erhalten. Du verstehst dich mich Artgenossen und magst sogar Katzen. Menschen liebst du, und mit Kindern hast du keinerlei Probleme. Jede noch so kleine Zuwendung und Aufmerksamkeit macht dich glücklich und an der Leine läufst du vorbildlich.

So machen wir uns nun für dich auf die Suche nach
einem liebevollen Zuhause bei Menschen, die dich nicht mehr ganz jungen
Hundemann mit deinem goldigen Charakter, deinem großen Herzen und eben deiner
kleinen Besonderheit zu schätzen wissen.
Wenn Sie gern dieser Mensch/diese Familie sein
möchten, dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den
Tierschutzverein „Pro Canes et Equos“.
Misha noch im Shelter Kozhuhovo:
Misha im Außenbereich der Pension:
Misha mit seiner Betreuerin in der Pension:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
E-Mail:Ulrike.Worringer@T-Online.de
Lebenslichter 17.07.2024, 14.39 | (0/0) Kommentare | PL
JARIK

Rüde
geb. 2021
50 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
Menschen zum Liebhaben gesucht

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MARIK

Rüde
geb. 2021
50 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
übervolles Herz zu verschenken


Jarik und Marik – das Schicksal der
beiden zauberhaften Hundebrüder schien bereits besiegelt; buchstäblich in
letzter Sekunde sprangen sie dem Tod von der Schippe: Sie und ihre Mutter waren
unerwünscht, einige Leute fühlten sich von der kleinen Hundefamilie gestört.
Die Hündin wurde brutal getötet, ihre beiden Welpen sollten ertränkt werden. In
letzter Sekunde griffen tierliebe Menschen beherzt ein, retteten die Hundebabys
und brachten sie ins Shelter Kozhuhovo.
Nun befinden sich die Beiden zwar in
Sicherheit – nur was für ein Leben erwartet sie dort als zwei von ungefähr
dreitausend? Eingesperrt in einen engen Zwinger, in welchem außer Aufstehen, um
die eigene Achse drehen und Hinlegen nichts möglich ist; eine Qual für junge,
bewegungsfreudige Hunde. Harter, uringetränkter Holzboden, auf dem die Nässe
durch jede Ritze dringt und bis hinein in die winzige Holzhütte kriecht, in die
die Hunde sich in ihrer Not als einzigen Schutz vor der bitteren Kälte
zurückziehen können.
Richtig satt werden sie auch nie,
denn das billige Futter gibt nicht viel her. Zudem wird es mit jeder Lieferung
schlechter, weil der Shelterbetreiber seine Gewinnspanne erhöhen will.
Der einzige Lichtblick in ihrem trüben Dasein ist der wöchentliche Besuch ihrer freiwilligen Betreuer. Dann dürfen die Hundebrüder ihren Knast für eine Stunde verlassen, zusammen im Shelterbereich spazieren gehen oder gemeinsam mit vielen Schicksalsgefährten im Auslauf rennen, springen und spielen. Am Ende dieser Stunde trotten sie widerwillig mit gesenkten Köpfen zurück in ihren Zwinger und das ewige Warten beginnt aufs Neue.
Jarik wie Marik werden von ihren Betreuern als absolut sozial, kameradschaftlich und umgänglich beschrieben. Beide lieben den Menschen über alles; darum unterbrechen sie das Spielen und Gassigehen immer wieder, um sie ausgiebig streicheln und kraulen zu lassen. Bei der Masse an liebebedürftigen Hunden bleibt leider viel zu wenig Zeit um die Sehnsucht jedes einzelnen nach menschlicher Nähe zu stillen.
Jarik -verliebt in den Menschen:
Marik und Jarik auf dem Weg zur
Ausstellung Dezember 2021:
Marik und Jarik, Autofahrt zur
Ausstellung Dezember 2021:
In Russland sollten sie sterben; dürfen Sie bei Ihnen leben? Dann wenden Sie
sich bitte an uns. Vielen, lieben Dank!
Vorstellung von Marik:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
Lebenslichter 12.01.2024, 16.08 | (0/0) Kommentare | PL