Tag: Konf

Nyxiel
Geboren: 10/2024
Schulterhöhe: ca. 55 cm
Geschlecht: Hündin
Rasse: Mischling
Manchmal braucht es nur einen Blick in diese wunderschönen Augen, und schon möchte man Nyxiel am liebsten in die Arme schließen. Die junge Hündin zeigt sich Menschen gegenüber anhänglich, zart und beinahe welpenhaft in ihrer Hingabe. Sie sucht Nähe und scheint sie sehr zu genießen.
Doch Nyxiel hat auch eine andere Seite. Und die sollten wir Ihnen nicht verschweigen.

Seit einigen Monaten lebt sie nun im Hundelager. Eine laute, beengte Umgebung, wenig Rückzugsmöglichkeiten und ein Alltag, in dem vieles anders ist als zuvor. Anfangs klappte das Zusammenleben mit dem jungen Rüden Thandor wunderbar. Auch heute teilen sich die beiden weiterhin ihren Zwinger.
Allerdings gibt es Situationen, in denen Nyxiel deutlich zeigt, dass sie nicht alles teilen möchte. Geht es um Futter oder um die Aufmerksamkeit der Tierschützer, kann sie knurren, die Lefzen heben und kurz die Zähne zeigen. Bisher ist es dabei nicht zu einer Eskalation gekommen. Ihre Botschaft ist dennoch unmissverständlich: „Stopp, das gehört jetzt mir!

Vielleicht kennen Sie solche Tage, an denen einem einfach alles zu viel wird. Der Kaffee ist alle, nichts klappt, und ausgerechnet dann kommt noch jemand und möchte etwas von einem. Nyxiel kann sich leider nicht einfach zurückziehen, eine Tür hinter sich schließen oder um eine kleine Pause bitten. Sie lebt in einem Umfeld, das ihr kaum Möglichkeiten lässt, Abstand zu schaffen.

Ob der Stress im Lager ihr Verhalten verstärkt oder andere Ursachen dahinterstecken, wissen wir nicht. Wir sollten es deshalb weder verharmlosen noch vorschnell über sie urteilen. Denn Nyxiel ist mehr als diese schwierigen Momente.

Sie zeigt sich Menschen gegenüber weiterhin weich, anhänglich und zugewandt. Auch das Zusammenleben mit Thandor funktioniert nach wie vor. Das sind erfreuliche Seiten, die bei aller Vorsicht nicht untergehen sollten.
Für Nyxiel wünschen wir uns deshalb einen Einzelplatz bei einfühlsamen, hundeerfahrenen Menschen, die ihre Signale ernst nehmen und ihr Sicherheit geben. Sie sollte nicht bedrängt werden und in Ruhe lernen dürfen, dass sie nichts verteidigen muss. Gleichzeitig braucht es Menschen, die ihre Grenzen respektieren, mögliche Konflikte vorausschauend vermeiden und bereit sind, bei Bedarf fachkundige Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Ob sich ihr Verhalten in einem sicheren Zuhause verändert, lässt sich nicht versprechen. Mit Geduld, Verständnis und einem passenden Umfeld könnte Nyxiel jedoch die Chance bekommen, sich weiterzuentwickeln und Vertrauen aufzubauen.

Sie ist jung, wunderschön und hat Menschen gegenüber eine zarte, liebevolle Seite. Aber sie bringt auch ihre kleinen und weniger kleinen Baustellen mit. Wer sich für sie interessiert, sollte beides sehen und bereit sein, sich darauf einzulassen.
Denn Nyxiel soll nicht einfach nur irgendwo ankommen. Sie soll Menschen finden, die sie verstehen möchten – auch dann, wenn sie einmal einen schlechten Tag hat. Und wer weiß: Vielleicht klingt ihr Alltag dann irgendwann nicht mehr nach "Montag, alles schief", sondern nach einem ganz gewöhnlichen, schönen Tag im eigenen Zuhause.

Wenn Sie Nyxiel kennenlernen möchten, wenden Sie sich bitte an unsere Vermittlerin. Gemeinsam lässt sich herausfinden, ob Sie und diese besondere junge Hündin zueinander passen.
Simone Leitenbauer
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0160 -14 43 169
aus dem Ausland:
+49160 -14 43 169
per EMail:
Simone.Leitenbauer@pro-canalba.eu
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 03.11.2026, 20.21 | (0/0) Kommentare | PL

Folquet
Rasse: Maremmano Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 08.2021
Schulterhöhe: 70 cm
Folquet kam 2021 als Welpe ins Hundelager. Das ist der Punkt, an dem viele Menschen kurz schlucken und dann weiterlesen. Für Folquet ist es der Moment, in dem ein Hundeleben eine völlig andere Richtung nahm - nicht, weil er etwas falsch gemacht hätte, sondern weil das System, in dem er gelandet ist, genau so funktioniert. Hunde werden eingesammelt, weggesperrt und verwaltet. Solange sie dort bleiben, glauben viele, ihre Geschichte sei längst zu Ende. Dabei hätte sie eigentlich erst beginnen sollen.

Folquet ist ein Maremmano-Mischling; ein Hund also, der ursprünglich dafür gezüchtet wurde, selbstständig zu denken, Situationen einzuschätzen und eine enge Bindung zu seinen Menschen aufzubauen. Herdenschutzhunde sind klug, sensibel und eigenständig. Doch ein Lager nimmt ihnen genau das, was sie dafür brauchen. Aus einem Hund, der Verantwortung übernehmen könnte, wird hier kein besonders robuster Hund. Er lernt vielmehr, sich zurückzunehmen. Wer keinen Raum hat, wird nicht gelassener, sondern vorsichtiger. Wer nie Sicherheit erlebt, wird still.

Seit dem letzten Bericht hat sich für Folquet noch etwas Einschneidendes verändert: Er wurde von seinem Bruder getrennt. Die beiden waren noch Hundekinder, als sie gemeinsam ins Asyl kamen. Wenn Hunde unter solchen Bedingungen überhaupt einen Halt finden, dann oft im vertrauten Gefährten an ihrer Seite. Genau dieser Halt wurde ihnen genommen. Nicht aus nachvollziehbaren Gründen, sondern weil Hunde in diesen Verwahranstalten häufig wie Inventar umgesetzt werden.
Für Folquet bedeutet das den Verlust des einen gewohnten Wesens in einer Welt, die ihm ohnehin nichts Verlässliches bietet. Heute teilt er sich seinen Zwinger mit Frieder und Daigle. Das zeigt, dass er gut mit anderen Hunden zusammenleben kann. Trotz der belastenden Bedingungen bleibt er sozial und konfliktarm – und das ist alles andere als selbstverständlich.

Hinzu kommt eine weitere Information, die nicht übersehen werden sollte: Folquets Hinterpfoten sind nach außen gedreht, vermutlich aufgrund einer Fehlstellung der Hinterläufe. Im Lager bleibt so etwas oft unbeachtet. Dabei ist es durchaus möglich, die Ursache tierärztlich abklären zu lassen und – je nach Befund – mit Physiotherapie oder gezieltem Muskelaufbau zu unterstützen. Was im Canile einfach hingenommen wird, könnte im richtigen Zuhause vielleicht deutlich verbessert werden.

Für Folquet suchen wir Menschen, die keinen perfekten Hund erwarten, sondern ihm die Chance auf ein echtes Leben geben möchten. Menschen, die Herdenschutzhunde verstehen oder bereit sind, sich mit ihren besonderen Eigenschaften auseinanderzusetzen. Folquet braucht jemanden, der Sicherheit vermittelt, klare und faire Grenzen setzt und Vertrauen langsam wachsen lässt. Ein ruhiges, möglichst ländliches Zuhause mit sicher eingezäuntem Grundstück wäre ideal – ebenso wie Geduld, die nicht nach wenigen Tagen endet.

Wenn Sie sich vorstellen können, Folquet den Weg aus der Gefangenschaft in ein neues, freieres Leben zu ermöglichen, freuen wir uns sehr über Ihre Nachricht.
Denn: Folquet ist nicht zu spät. Aber er wartet schon viel zu lange.
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 23.10.2026, 19.06 | (0/0) Kommentare | PL

SHERLOCK
Rüdegeb. Februar 2018
67 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
liebevoll und sanft, sucht er die Nähe ihm vertrauter
Menschen,
bei Fremden braucht er ein bisschen Zeit
versteht sich gut mit seinen Artgenossen
kennt schon das Laufen an der Leine
träumt von einem Leben ohne Angst in seiner eigenen Familie
Im September 2018 wurde eine Kiste mit sechs Hundewelpen vor dem Moskauer Shelter Kozhuhovo abgestellt. In dieser kauerten, frierend und verängstigt, du und deine fünf Geschwister. Jahre vergingen, ohne dass sich für einen von euch ein Zuhause gefunden hätte. Das wäre auch einem Wunder gleichgekommen, denn hier wie in vielen anderen Ländern sind die Menschen immer noch sehr abergläubisch und fürchten, dass Hunde mit schwarzem Fell ihnen Unglück bringen könnten. Seit dem Umzug ins neue Shelter Malinki – gebaut weit vor den Toren von Moskau, für viele der Freiwilligen nur noch schlecht oder gar nicht mehr zu erreichen und errichtet auf dem Gelände einer stillgelegten, giftverseuchten Mülldeponie – ist für euch arme Hunde alles noch viel schlimmer geworden.

Anfangs warst du sehr schüchtern und scheu. Das ist
verständlich, denn sicher handelte es sich bei euch um den unerwünschten
Nachwuchs einer Besitzerhündin und bis zu eurer Entsorgung vor den Sheltertoren
hattet ihr nur wenig Schönes erlebt. Dennoch fühltest du dich immer wieder zu
den Freiwilligen hingezogen – du spürtest wohl, dass sie es gut mit euch
meinten. So lerntest du allmählich, deine Furcht zu überwinden und den
Menschen, die du kanntest, zu vertrauen.
Du bist ein sehr sanfter, ruhiger Rüde, der gut mit anderen Hunden auskommt. Du versuchst nicht, deine Artgenossen zu dominieren, spielst im Auslauf gern mit ihnen und gehst Konflikten aus dem Weg.

Dies ist dein trauriges Dasein, das einzige, das du bisher kennst: Ein gemauerter, isolierter Zwinger, eine viel zu enge Holzhütte, einmal in der Woche für ein Stündchen spielen, vielleicht bei einem kurzen Gassigehen die Beine vertreten, ein paar Minuten kuscheln und dich in der Nähe der von dir trotz allem so geliebten Menschen geborgen fühlen.

Vielleicht möchten Sie ja dem stattlichen, schwarzen Sherlock
zeigen, dass wir nicht alle zum Fürchten sind und diesen anschmiegsamen
Hundemann in Ruhe und Geduld mitnehmen auf eine spannende, gemeinsame
Lebensreise. Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den
Tierschutzverein „Pro Canes et Equos“.
Hier zeigen wir einige Videos von Sherlock im Shelter
Malinki:
Sherlock – Gassigehen in Malinki
https://youtube.com/shorts/OVUOBtxcNP8
Sherlock – Leckerlis in Malinki
Sherlock – spielt im Auslauf in Malinki
Sherlock - Kuscheleinheiten im Auslauf in Malinki
Sherlock - im Spiel- und Fotozimmer in Malinki
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de
Lebenslichter 16.07.2024, 14.00 | (0/0) Kommentare | PL

PUDRA
Hündin
60 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2014
Zwingernummer: C 81
Anfang 2016 war es, als Pudra das erste Mal von den freiwilligen Helfern im Shelter Kozhuhovo gesehen wurde. Wie lange sie bis dahin unbeachtet dort gesessen hat, lässt sich nicht genau sagen. Vermutlich hielt sie sich die ganze Zeit über in der winzigen Holzhütte versteckt, um sich vor möglichen Attacken durch ihre verzweifelten Zwingergefährten oder vor Schlägen seitens der Arbeiter zu schützen, die leider nicht immer tierlieb sind. Es ist ja auch kein besonders angenehmer Job, dazu noch mehr als schlecht bezahlt. Da wird der aufgestaute Frust gern einmal an den Hunden ausgelassen, die am allerwenigsten dafürkönnen.

Auch die freundliche, den Menschen und ihren eigenen Artgenossen gegenüber ausgesprochen friedfertige Pudra hat nie das Geringste falsch gemacht. Jedoch weil sie sich so lange im Verborgenen gehalten hat, fiel sie vorher niemandem auf; weder den Freiwilligen, noch den seltenen russischen Besuchern, die sich nur ab und zu in die unwirkliche Welt des Shelters verirren. Bis heute blieb keiner je an Pudras Zwinger stehen und sah den wehmütigen Blick in ihren Augen. Dabei finde ich sie einfach zauberhaft. Sie hat so etwas Liebes und Rührendes in ihrer Haltung und ihrem Blick.

Und während
ich dies hier schreibe, laufen mir die Tränen übers Gesicht vor Kummer, weil
ich sie nicht selbst adoptieren kann. Aber wir haben immer noch acht
Tierschutzhunde – drei davon aus dem Shelter Kozhuhovo (die vierte im Bunde war Wendy, unsere große Schwarze), die anderen fünf aus
rumänischen Todeslagern – mehr gehen zurzeit beim besten Willen nicht, weil unser alter Woody langsam ein bisschen wunderlich wird und keinen weiteren Neuankömmling mehr dulden würde.

Trotz aller Widrigkeiten und ihres harten Lebens hat sich Pudra ihre Fröhlichkeit noch nicht nehmen lassen. Sie ist bescheidenes, genügsames Hundmädchen, welches die menschliche Nähe sucht und sich über jede noch so kleine Aufmerksamkeit freut. Pudra liebt Spaziergänge, läuft dabei brav an der Leine und vermeidet grundsätzlich jeden Konflikt. Daher darf in ihrem neuen Zuhause gern bereits ein netter Hundekumpel – oder mehrere – leben, die ihr dabei helfen, sich einzuleben und zurechtzufinden. Ob sie sich auch mit Katzen vertragen würde, können wir allerdings nicht mit Gewissheit sagen.
Liebe Pudra, vielleicht gelingt es mir, auf
diesem Wege Dein Für-immer-Zuhause zu finden bei herzensguten Menschen, die wie
ich in Dir eine echte Traumhündin sehen, die Dir ein Hundeleben bieten, welches
diesen Namen verdient und die Dich nie wieder hergeben möchten!

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)
Lebenslichter 21.01.2024, 10.22 | (0/0) Kommentare | PL