Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Kontakt

Antwin – Warum fragt niemand nach mir?


Antwin

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 04/2017

Schulterhöhe: 70 cm

 Lieber Antwin, irgendwo ist fast alles schön. Aber dort, wo Du gerade bist, ist leider gar nichts schön.

Seit vier Jahren sitzt Du in einem grauen Betonzwinger. Der Alltag ist eintönig, das Futter schlecht und oft knapp, Pflege gibt es keine. Im Sommer kommt die drückende Hitze hinzu. Temperaturen bis zu 40 Grad, aufgeheizter Boden und kaum Schatten machen das Leben im Canile besonders schwer.


Und trotzdem hast Du Dir Deine Lebensfreude bewahrt.

Als die Tierschützer vor Ort Dich besuchen durften, hast Du Dich so sehr gefreut, dass Du am liebsten auf ihren Arm gesprungen wärst. Du suchst die Nähe zu uns Menschen, möchtest spielen und hast sichtlich Freude an der Begegnung. Die Tierschützer beschreiben Dich als freundlich, gesellig und lebensfroh. Auch die Leine lässt Du Dir gern anlegen. Du möchtest hinaus, endlich Bewegung haben und etwas von der Welt sehen.

Zurzeit lebst Du mit zwei Hündinnen zusammen, mit denen Du verträglich bist. Wie Du mit Rüden zurechtkommst, wissen wir leider nicht. Überhaupt können wir bisher nur einen kleinen Ausschnitt Deines Lebens zeigen. Wie Du Dich in einem Zuhause entwickeln wirst und was Du noch lernen musst, lässt sich erst mit der Zeit herausfinden.


Es gibt aber etwas, das ich über Dich mit Sicherheit sagen kann: Du bist der Hund, den ich schon am längsten in meiner Vermittlung habe. Und noch etwas kann ich leider genauso sicher sagen: Niemand interessiert sich für Dich. Keine Anfrage, kein Könnten Sie mir mehr über ihn erzählen?, kein vorsichtiges Vielleicht würde er zu uns passen. Warum das so ist? Ich verstehe es nicht.

Natürlich eignet sich nicht jeder Hund für jeden Menschen. Aber dass sich über so lange Zeit niemand nach Dir erkundigt, macht mich traurig; besonders, wenn ich die neuen Rückmeldungen über Dich lese. Denn während draußen niemand nach Dir fragt, suchst Du im Canile die Nähe zu Menschen.


Du begegnest ihnen selbstsicher und gesellig. Du möchtest möchtest Dich einbringen und mit uns Menschen etwas erleben. Dabei gehörst du nicht zu denen, die aus drei Metern Entfernung dezent auf ihre Anwesenheit aufmerksam machen. Du suchst den unmittelbaren Kontakt, auch durch Berührung. Inzwischen tust Du das allerdings etwas weniger als früher. Aber Du lässt Dich gut anfassen und man darf sogar Deine Pfoten berühren; das lassen nicht alle Hunde zu.

Dies sind Beobachtungen, die ich Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, gern mitgeben möchte: Hier wartet ein Hund, der den Menschen zugewandt ist und ihre Nähe sucht.


Und trotzdem, lieber Antwin, fragt niemand nach Dir.

Woran liegt es? Geht Deine Beschreibung zwischen den vielen anderen Hunden unter? Springt der Funke auf den Fotos nicht über? Oder wartet jeder darauf, dass sich schon jemand anderes melden wird?

Bist Du zu groß, zu braun, zu unauffällig zwischen all den anderen Hunden? Oder bist Du zu wenig Notfall, weil Du den Menschen freundlich begegnest, ihre Nähe suchst und nicht völlig gebrochen in einer Ecke sitzt?


Ich weiß es nicht. Aber manchmal frage ich mich, ob genau das dazu führt, dass man bei Dir weiterblättert – weil Du auf den ersten Blick nicht so dringend zu brauchen scheinst, was Dir genauso fehlt wie den anderen: ein Zuhause, Zuwendung und ein Leben außerhalb Deiner engen, tristen Box.

Muss ein Hund erst aufgeben, damit wir ihn sehen?

Du hast noch nicht aufgegeben, Antwin. Du interessierst Dich weiterhin für uns Menschen, freust Dich über Besuch und möchtest dazugehören. Das macht Deine Situation umso trauriger: Du hast so viel zu geben, aber niemand scheint es haben zu wollen.


Dabei suchen wir für Dich keinen Menschen, der schon alle Antworten weiß. Wir suchen jemanden, der bereit ist, Dich kennenzulernen, Dir Zeit zu geben und Dir mit Geduld und liebevoller Anleitung zu zeigen, wie das Leben außerhalb des Lagers läuft. Ein schöner Spaziergang, gemeinsame Erlebnisse und ein schattiges Plätzchen an einem warmen Sommertag wären für Dich ein guter Einstieg in ein ganz neues Leben.


Wenn Sie sich vorstellen können, unserem großen, freundlichen Rüden eine Chance zu geben, dann melden Sie sich bitte. Ich freue mich auf Ihren Anruf und beantworte gern alle Ihre Fragen, so gut ich kann. Vielen, lieben Dank!

Antwin, Du bist der Hund, den ich am längsten begleite. Ich würde so gern eines Tages sagen:

Und dann hat endlich jemand nach Dir gefragt.

Tanja Roth

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

 Telefon
aus Deutschland:
0173 - 67 31 030

aus dem Ausland:
+49173 - 67 31 030

 per EMail:

Tanja.Roth@pro-canalba.eu

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Lebenslichter 16.10.2026, 20.32 | (0/0) Kommentare | PL

Cesny – Zehn Jahre gewartet. Noch immer bereit für das Leben.


Cesny

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01/2016

Schulterhöhe: 60 cm

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2016 war Cesny noch ein junger Hund, von dem man schrieb: menschenbezogen, verspielt – und er konnte an der Leine gehen. „Bei wem darf ich mich bewerben? Ich bin ja so gespannt… So endete seine Vorstellung damals.

Dieser Satz tut heute anders weh. Denn er klingt nach Vorfreude, nach Aufbruch: Gleich geht mein Leben los. Damals stand Hoffnung zwischen den Zeilen. Es klang, als müsste man ihn nur abholen und beginnen.


Doch es kam anders. Am 19. September 2016, gerade einmal etwa neun Monate alt, wurde Cesny eingefangen und in eine Zelle gesteckt. Seitdem ist fast nichts passiert. Zehn Jahre sind vergangen, in denen aus dem aufgeweckten jungen Hund ein Senior wurde. Zehn Jahre, die er in grauem Einerlei auf nacktem Beton zubringen musste und in denen ihm niemand gezeigt hat, wie das Leben außerhalb eines Zwingers stattfindet.


Fünf Jahre nach seiner Ankunft erfuhren wir, dass Cesny inzwischen in einer Einzelzelle saß; nicht, weil er aggressiv gewesen wäre, sondern weil er klettert, springt und Zäune überwindet. Er ist ein Hund der unbedingt hinaus will – doch statt der großen Freiheit wurde seine Welt noch kleiner.

Irgendwann stand in seiner Beschreibung nicht mehr, dass er gut an der Leine läuft. Stattdessen hieß es: schwierig zu leiten, benötigt Training. Und man möchte schreien: Wie denn auch?


Wie soll ein Hund, der sein Leben allein in einem Betonzwinger verbringt, lernen, ruhig an der Leine zu gehen? Wie soll er gelassen bleiben, wenn draußen plötzlich alles auf ihn einstürmt – Gerüche, Bewegungen, Geräusche, das pralle Leben? Wie soll er wissen, was Alltag wirklich ist, wenn sein eigener seit zehn Jahren aus nichts als Warten besteht?

Cesny hat nicht verlernt, brav zu sein. Er hatte nie Gelegenheit zu lernen, wie man lebt.


In diesem Mai, nach zweieinhalb Jahren, durften unsere befreundeten Tierschützer endlich wieder nach ihm schauen. Und noch immer war Cesny sofort freudig aufgeregt, als ihm die Leine angelegt wurde. Am liebsten hätte er die Welt im Sturzflug entdeckt. Jeder Duft war interessant, jede Bewegung zog seine Aufmerksamkeit auf sich. In diesem Hund steckt weiterhin unglaublich viel Energie – und die möchte endlich irgendwohin.


Wenn Cesny heute nach all den Jahren aus seiner Zelle kommt und völlig überdreht, ist das kein Trotz. Es ist ein Hund, der plötzlich für ein paar Minuten alles auf einmal bekommt. Ein Hund, für den draußen nichts vertraut ist, weil ihm niemand die Möglichkeit gegeben hat, die Welt in kleinen Schritten kennenzulernen.

Menschen findet Cesny großartig. Er ist unglaublich sozial und kontaktfreudig, lässt sich gern streicheln und scheint jede Nähe aufzusaugen, die ihm so lange gefehlt hat.


Mit anderen Rüden und Hündinnen wurde er getestet. Aggressiv war er nie; allerdings wird er dabei leicht aufdringlich und dreht schnell hoch. Aber wie soll ein Hund wissen, wie man sich in Gesellschaft von Artgenossen gebührend verhält, wenn er zehn Jahre lang in Einzelhaft zubringen musste?

Deshalb wünschen wir uns für Cesny einen Platz als Einzelhund bei einem Menschen, der körperlich in der Lage ist, dieses Kraftpaket sicher zu führen und gleichzeitig die Geduld und das Verständnis mitbringt, ihm Schritt für Schritt die Welt zu erklären. Jemanden, der ihn beschäftigt, auslastet und ihm zeigt, dass ein Spaziergang keine kurze Ausnahme bleiben muss, sondern zum ganz normalen Leben gehören darf.


Vielleicht wird mit Training und Vertrauen eines Tages auch der Kontakt zu anderen Hunden möglich sein. Aber das muss nicht heute entschieden werden. Heute geht es erst einmal darum, dass Cesny endlich anfangen darf.


Und jetzt lesen Sie bitte noch einmal diesen Satz – mit dem Wissen, dass wir inzwischen 2026 haben: „Bei wem darf ich mich bewerben? Ich bin ja so gespannt…

Diese Frage wurde 2016 gestellt - die Antwort steht immer noch aus.

Einst war Cesny ein junger Hund, der gespannt auf sein Leben wartete. Heute ist er alt und weiß immer noch nicht, wie sich ein Zuhause anfühlt.


Bitte zögern Sie nicht länger. Wenn Sie Cesny eine Chance geben können und möchten, rufen Sie seine Vermittlerin an und fragen nach ihm. Vielen, lieben Dank!

Ina Schoenfuss

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

 Telefon
aus Deutschland:
0172 -83 86 015

aus dem Ausland:
+49172 -83 86 015

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Ina.Schoenfuss@pro-canalba.eu

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Lebenslichter 15.10.2026, 16.59 | (0/0) Kommentare | PL

Daiana – Eine Stimme, die ihr bleibt


Daiana

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 07.2020

Schulterhöhe: 63 cm

Seit über vier Jahren lebt Daiana nun im Lager. Vier Jahre voller Unruhe, Gebell und Einsamkeit. Vier Jahre, in denen sie Abend für Abend allein in ihrem Zwinger eingeschlafen ist, ohne zu verstehen, warum niemand sie mit nach Hause nimmt. Doch inzwischen läuft ihr die Zeit davon: Durch einen Grauen Star wird ihre Welt zunehmend unschärfer.


Für Daiana bedeutet das weit mehr, als schlechter zu sehen. Vertraute Konturen verschwimmen, Bewegungen lassen sich schwerer einschätzen. Irgendwann wird sie die Gesichter der wenigen Menschen, die an ihrem Zwinger vorbeigehen, vielleicht nicht mehr erkennen können – nur noch Schatten, die kommen und wieder gehen, so wie all die Jahre zuvor.


Gerade dann wird ihr fehlen, was sie schon jetzt so dringend braucht: eine vertraute Stimme, feste Abläufe und ein Mensch, an dem sie sich orientieren kann.

Wie muss es sich anfühlen, wenn die Welt um einen herum immer undeutlicher wird und niemand da ist, der Sicherheit gibt? Wenn die Gitterstäbe des eigenen Zwingers zu den letzten Dingen gehören, die man noch klar erkennen kann?


Noch ist Daiana selbstbewusst, kontaktfreudig und voller Lebenswillen. Sie geht offen auf Menschen zu, sucht ihre Nähe und läuft gut an der Leine. Dass sie sich nach mehr als vier Jahren im Zwinger ihre Offenheit bewahrt hat, ist alles andere als selbstverständlich. Sie schenkt einem Menschen damit etwas ganz Besonderes: ihr Vertrauen.


Doch auch die stärkste Hoffnung kann irgendwann leiser werden. Deshalb braucht Daiana jetzt (einen) Menschen, die ihr eine echte Chance geben.

Und diese(n) möchte sie ganz für sich allein haben. Daiana sucht keinen Platz in einem Rudel und kein Zuhause mit Katzen. Sie braucht die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Bezugsperson; jemanden, der nur für sie da ist. Sie hat schon lange genug geteilt: einen Zwinger, die wenigen Momente menschlicher Aufmerksamkeit und eine Zukunft, die bisher nur aus Warten bestand.


Daiana hat bereits mehr als vier Jahre verloren. Sie sollte nicht auch noch das verlieren, was sie von ihrer Welt noch klar erkennen kann, bevor sie endlich erfährt, wie es sich anfühlt, nach Hause zu gehören.

Noch ist Zeit. Zeit, ein Zuhause kennenzulernen, bevor ihre Welt weiter verblasst. Zeit für eine vertraute Stimme, die ihr Halt bietet. Für Hände, die sie behutsam führen und ihr zeigen, dass sie nicht mehr allein ist. Für feste Abläufe und vertraute Wege, die ihr Sicherheit geben, wenn ihre Augen ihr irgendwann nicht mehr den Weg zeigen können.


Können Sie Daiana dieses Zuhause geben? Dann melden Sie sich bitte jetzt bei ihrer Vermittlerin – jeder Tag zählt.

Sie können Daiana nicht aufnehmen? Dann teilen Sie bitte ihre Geschichte. Vielleicht kennen Sie genau den Menschen, der schon lange auf einen Hund wie Daiana wartet.

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Yvonne Beier

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin 

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Lebenslichter 12.10.2026, 20.05 | (0/0) Kommentare | PL

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Worum es geht:



Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.









"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.



Über mich

Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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