Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Mitgefühl

Chucky – Zeit, um Lebewohl zu sagen



Chucky

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.2013

Schulterhöhe: 60 cm

Es gibt Zahlen, die brennen sich in die Seele, wenn man sie laut ausspricht. 2.920 ist so eine Zahl. Aber mehr noch: Es sind 8 Jahre, es sind 2.920 Nächte, in denen Chuckys ganze Welt aus nacktem, kaltem, grauem Stein bestand.

Lesen Sie diese Zahl bitte noch einmal ganz langsam: 2.920…  Und dann schließen Sie bitte kurz die Augen.

Seit 2018 atmet dieser arme Hund die Enge eines Zwingers. Während draußen die Jahreszeiten wechselten, Menschen lachten und das Leben in tausend Farben spielte, war die einzige Antwort auf sein Flehen nach Liebe das hohle Echo seiner eigenen Pfoten auf hartem Beton; einem Boden, der im Winter die Glieder gefrieren lässt und im Sommer die Hitze staut, bis die Luft zum Schneiden dick ist.




Acht Jahre Stein. Drei Mal Wiese.

Lesen Sie auch das noch einmal und dann schließen Sie bitte wieder kurz die Augen. In dieser unendlich langen Zeit durfte Chucky ganze drei Mal - nur drei flüchtige Augenblicke in fast einem Jahrzehnt - weiches Gras unter seinen Pfoten spüren. Das war zuerst 2022, dann 2023 und schließlich heute, im Jahr 2026. Drei selige Augenblicke, in denen er kurz vergessen durfte, dass er eigentlich lebendig begraben ist. Spüren Sie diesen Stich im Herzen? Das ist Ihr Mitgefühl, welches Ihnen zuschreit: Das ist falsch!




Acht Jahre Einsamkeit. Drei Mal Aufmerksamkeit.

Fast alle - Tiere und Menschen - wären an dieser Vereinsamung zerbrochen. Sie wären bösartig geworden oder stumpfsinnig in einer Ecke verkommen. Chucky jedoch hat etwas getan, das uns Menschen tief beschämt: Er hat sich geweigert, den Glauben an das Gute zu verlieren. Er hat sich geweigert, den Hass zu lernen. Wenn die Gittertür sich für die wenigen Minuten der Besuche öffnet, drückt er seinen alten, schweren Körper gegen das kalte Metall; nicht, um mit Gewalt zu fliehen, sondern um für eine einzige Sekunde die Wärme einer menschlichen Hand zu spüren. Sein Blick ist eine stumme, herzzerreißende Frage: "Schaut her, ich mache alles richtig. Bin ich immer noch nicht gut genug für die Freiheit?"




Acht Jahre Warten. Nur noch wenig verbleibende Zeit.

Die Uhr tickt jetzt unerbittlich und wir kämpfen einen verzweifelten Krieg gegen den Beton. Chucky zählt 14 Jahre. Er ist in diesem Zwinger alt geworden. Seine Gelenke schreien vor Schmerz vom ewigen Liegen auf dem harten Untergrund, sein Körper ist todmüde, seine Kraft schwindet mit jedem Atemzug. Er hat fast ein Jahrzehnt darauf gewartet, dass jemand seinen Namen ruft. Er träumt davon, sich einmal in der Sonne wälzen zu dürfen, ohne danach das metallische Knallen der Stahltür zu hören, die ihn wieder in die Dunkelheit verbannt.




Ihm läuft die Zeit mit Siebenmeilenstiefeln davon. Es gibt nur noch zwei Möglichkeiten für Chuckys Ende: Entweder er stirbt irgendwann einsam und unbeweint auf diesem kalten Stein, den er seit acht Jahren anstarrt. Oder wir finden jetzt, in letzter Sekunde, den Menschen, der ihm zeigt, dass das Leben mehr sein kann als ein Gefängnis. Chucky braucht keine Villa. Er braucht nur das Versprechen, dass sein letzter Atemzug nach Sommerregen und Blumen riecht, anstatt nach feuchtem, schmutzigem Beton.



Sie sind der einzige Mensch auf dieser Welt, der seine Geschichte noch umschreiben kann. Sie brauchen keine acht Jahre, um sein Leben zu retten. Sie brauchen nur acht Sekunden, um zum Hörer zu greifen und Chuckys Vermittlerin anzurufen. Bitte lassen Sie den Stein nicht das letzte sein, das er fühlt.



Und sollte es bei Ihnen nicht passen, dann: Danke, dass Sie Chucky nicht einfach übersehen. Danke, dass Sie anderen von ihm erzählen und ihnen diesen Text zu lesen geben. Vielleicht ist ja genau sein Mensch dabei und Chuckys Wunder beginnt bei Ihnen.

Margot Wolfinger

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Lebenslichter 09.05.2026, 20.13 | (0/0) Kommentare | PL

Sutton - hat nun ein 1% mehr Mut! Die restlichen 99% schenkt ihm jetzt seine eigene Familie!!!


Sutton

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 05.2020

Schulterhöhe: 55 cm

 Ganz klein und möglichst unsichtbar macht sich der vierjährige, kastrierte Sutton, als ihn die italienischen Tierschützer das allererste Mal besuchen dürfen. Der so liebe, aber schüchterne und verängstigte Hundemann kann ja nicht ahnen, dass diesmal ganz besondere Menschen zu ihm kommen. Schließlich kennt er bisher nur das grobe Personal, das im Canile gleichgültig und ohne Mitgefühl seine Arbeit verrichtet. Da gibt es schon mal einen Schlag mit der Schaufel oder es setzt einen heftigen Fußtritt, wenn ein Hund es nicht mehr schafft, rechtzeitig auszuweichen.

Seit über einem Jahr fristet der sanfte Sutton nun schon seinen eintönigen Alltag an diesem trostlosen Ort; eingesperrt auf ein paar wenigen Quadratmetern im kahlen Betonzwinger ohne Bewegung, ohne Beschäftigung und ohne jede menschliche Zuwendung.


Doch die freundlichen Tierschützer kommen niemals zu den armen Seelen in die Zwinger, ohne wenigstens das mitzubringen, was ihnen von den Lagerbetreibern gnädigst gestattet wird: ein Fünkchen Hoffnung. So begrüßen sie Sutton mit den Worten:"„Klopf, klopf, hier kommt der Mut! Nun hat die Angst bald nichts mehr zu melden!" Sutton legt den Kopf schief, schaut die netten Besucher offen mit seinen hübschen, braunen Knopfaugen an und scheint zu antworten: "Jetzt habe ich gleich ein Prozent Mut, und wenn ihr mir helft, schaffe ich die anderen neunundneunzig sicher auch!"


Und wirklich - mit etwas ruhiger Ansprache gelingt es den Tierschützern, Suttons Aufmerksamkeit und sogar eine Prise Vertrauen von ihm zu gewinnen. Sie beschreiben ihn als einen Hund, der mit uns Menschen bisher wohl noch keine angenehmen Erfahrungen gemacht hat. Trotzdem schimmern in seinen Augen durchaus Neugierde, Freundlichkeit und sogar ein bisschen Schalk. Sutton teilt sich die kalte, ungemütliche Box mit Jerrika und Magee und ist der aufgeschlossenste von den Dreien. Er lässt sich ohne Abwehr streicheln, kann es zwar noch nicht so recht genießen, hat nun aber eine Idee – dass nämlich dieses eine Prozent mehr an Mut ihm helfen wird, seine Angst zu überwinden, damit er bei lieben, geduldigen und verständnisvollen Menschen ein neues, hundgerechtes Leben beginnen kann.



Verehrte Leserinnen und Leser, aus unserer Erfahrung wissen wir, dass gerade die anfangs vorsichtigen und besorgten Hunde sich besonders eng an ihre(n) Lieblingsmenschen anschließen und zu treuen, anhänglichen Begleitern werden. Sutton braucht nur jemanden wie Sie, der ihn ermutigt und sein Selbstvertrauen stärkt; denn Mut ist das Aus für die Angst!

Sabine Wojtok

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Lebenslichter 07.03.2026, 16.38 | (0/0) Kommentare | PL

Haigen - Ein Bild klagt an... Haigen hat seine Familie gefunden!!!


HAIGEN

Rasse: Maremmano Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 07.2017

Schulterhöhe: 75 cm

Liebe Besucherinnen und Besucher dieser Seite, können Sie Haigen auf den neuen Fotos noch wiedererkennen? Wir zeigen Ihnen die damaligen Bilder zur Erinnerung:



Nein? Wir auch nicht! "Haigen ist zum Anbeißen, wawauwuschelig und einfach eine zutrauliche, herzerwärmende Augenweide!", so durften wir ihn im Jahr 2022 treffend beschreiben. Heute wirkt das einstige Portrait wie ein Bild, dessen Konturen die Zeit verwischt hat. Was jetzt vor Ihnen liegt, ist nurmehr die Hülle eines Hundes, es ist ein beschädigter Körper, in den Jahre der Gleichgültigkeit und Vernachlässigung eingeritzt sind - nicht blutig, sondern in Krusten, Narben und Schmerzen, in der Art, wie der Rücken durchhängt und die Augen schwer geworden sind.

Sie sehen kein Vorher mehr, nur ein anklagendes Jetzt. Die verfilzten Fellsträhnen auf seinem Rücken hingen herunter wie verkrustete Seile; man schnitt sie ab, weil sie wie Fesseln waren. Haigens rechtes Ohr ist kein Ohr mehr, sondern ein zugeschütteter Schacht: der Gehörgang so dicht zugeschwemmt, dass keine Behandlung vordringen konnte. Man sedierte ihn, um überhaupt reinigen zu können. Dermatitis (eine äußerst schmerzhafte Hautentzünfung) hat sich wie ein Flächenbrand über seinem Körper ausgebreitet. Wenigstens war der Leishmaniosetest negativ; ein winziger Hoffnungsstrahl im Dunkel der Hoffnungslosigkeit.



Diese körperlichen Anzeichen sind nicht über Nacht entstanden; sie tragen die Handschrift einer andauernden, systematischen Vernachlässigung. Unseren Tierschützern ist es nur selten erlaubt, Haigen zu besuchen. Sie bringen Salben und Spritzen mit, streicheln seinen schmerzenden Körper und setzen mutig durch, dass ihn ein Tierarzt zumindest gelegentlich behandeln darf. Sie leisten dringend notendige Erste Hilfe und müssen dann wieder gehen. Ihre Einsätze sind lebensrettend und doch meist nur Flickwerk. In der Zwischenzeit nisten sich Infektionen ein, und die Hoffnung im selben Maß, wie sich das Leiden ausbreitet.



Und dennoch sucht Haigen die menschliche Hand, trotz der Marter, der Wunden und der unsäglichen Ohrenschmerzen. Diese anrührende Geste macht uns traurig, weil sie beweist, wie wenig Fürsorge ihm zuteilwurde und weiterhin wird; sie macht uns wütend, weil diese Fürsorge so leicht möglich wäre, wenn die Verantwortlichen nur einen Funken Mitgefühl besäßen, anstatt sich auf Kosten der leidenden Tiere die Taschen zu füllen.


Liebe Leserinnen und Leser, dürfen wir Sie um Ihre Unterstützung bitten?  Das größte Wunder wäre es natürlich, wenn Sie Haigen aus seiner Gefangenschaft befreien und bei sich aufnehmen könnten. Aber auch wenn Ihnen das nicht möglich ist, können Sie etwas für ihn tun. Bitte erzählen Sie Ihren Freunden und Bekannten von Haigens Schicksal, verbreiten Sie sein Inserat und helfen Sie mit, diese geschundene Seele in ein lebenswertes Dasein zurückzuführen. Vielen, lieben Dank!

 

Margot Wolfinger

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Lebenslichter 15.02.2026, 11.50 | (0/0) Kommentare | PL

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Worum es geht:



Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.









"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.



Über mich

Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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