Tag: Neugier
Bonny
Rasse: Chihuahua
Geschlecht: Hündin
Geboren: 02/2022
Schulterhöhe: 20 cm
Unsere kleine, kompakte Bonny ist noch nicht einmal fünf Jahre alt. Trotzdem hat sie vermutlich schon so viele Welpen zur Welt gebracht, wie es in ihrem bisherigen Leben überhaupt möglich gewesen sein dürfte. Denn Bonny und ihr Freund Clyde - ebenfalls ein Chihuahua, allerdings mit langem Fell - waren jahrelang nichts anderes als eine Art private Gelddruckmaschine.

Die beiden lebten bei einer psychisch kranken Frau, die sie immer wieder Welpen bekommen ließ. Diese wurden anschließend verkauft; vermutlich war das der Lebensunterhalt der Frau. Ob es ihr wichtig war, bei wem die Hundekinder landeten, darf bezweifelt werden. Hauptsache, es wurde bezahlt.
So funktioniert skrupellose Hundevermehrung. Und auch die sogenannte Welpenmafia kann nur deshalb weiterarbeiten, weil es Menschen gibt, die solche Hundebabies kaufen.
Im Sommer 2026 fiel schließlich doch jemandem auf, dass die Frau Hilfe brauchte und es ihren Hunden nicht gut ging. Unsere Hundefreundin Luciana wurde eingeschaltet und schaffte es tatsächlich, dass die Frau ihr Bonny und Clyde übergab. So konnten die beiden Winzlinge in Lucianas Waldtierheim einziehen.

Dort zeigt sich nun, dass Bonny trotz allem eine neugierige und aufgeweckte kleine Hündin geblieben ist. Allerdings haben die vergangenen Jahre ihren Tribut gefordert. Ähnlich wie Clyde, sieht auch sie etwas älter aus, als sie mit ihren rund viereinhalb Jahren ist. Die vielen Würfe und die damit verbundenen Strapazen haben ihre Spuren hinterlassen.
Ansonsten macht Bonny bei Luciana einen durchaus fitten Eindruck. Fremden begegnet sie zunächst vorsichtig und hält lieber ein wenig Abstand. Man weiß ja nie … Hat sie aber festgestellt, dass von ihrem Gegenüber keine Gefahr ausgeht, lässt sie sich problemlos anfassen. Und vermutlich wird sie, wenn sie erst einmal Vertrauen gefasst hat, die Nähe ihres Menschen sehr genießen.

Denn Bonny ist nicht nur eine Mama. Sie ist ein junger Hund, der noch viel vom Leben vor sich hat. Und genau dieses Leben soll sie nun endlich kennenlernen dürfen.
Chihuahuas sind übrigens keineswegs dazu geschaffen, den ganzen Tag als kleines Accessoire auf dem Arm herumgetragen zu werden. Sie sind bewegungsfreudig, neugierig und oft erstaunlich temperamentvoll. Sie möchten spazierengehen, die Welt erkunden, Artgenossen treffen und natürlich auch das eine oder andere lernen. Eine Hundeschule darf für Chihuahuas deshalb genauso zum Leben gehören wie für ihre deutlich größeren Artgenossen.

Leider werden Chihuahuas aufgrund ihrer geringen Größe oftmals als Schoßhunde gehalten und in ihren Bedürfnissen unterschätzt. Bonny soll es anders haben. Wir wünschen uns für sie einen Menschen oder eine Familie, die ihr ein richtiges Chihuahua-Leben ermöglicht: mit Bewegung, Beschäftigung, Sicherheit, Zuwendung und ganz viel Zeit, um Vertrauen zu fassen.
Bonny soll endlich erleben, was es heißt, Hund sein zu dürfen – und dass man sie nicht braucht, um Geld mit ihr zu machen, sondern weil man sie als Freundin an seiner Seite haben möchte.

Liebe Leserin, lieber Leser, wenn Sie Bonny zeigen möchten, wie schön ein solches Leben sein kann, dann packen Sie die Gelegenheit beim Schopf und rufen Sie Bonnys Vermittlerin an. Sie freut sich auf Ihren Anruf – und Bonny freut sich auf Sie!
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 05/2022
Schulterhöhe: 57 cm
Ich würde so gern mit meinem Lieblingsmenschen spazieren gehen, die Welt erschnuppern, endlich etwas lernen, neue Hunde- und Menschenfreunde treffen, umsorgt werden und abends bei meiner Familie sein. Ich möchte wissen, dass ich geliebt werde und bleiben darf. Für immer.
Denisse ist natürlich kein sprechender Hund, und wir können auch keine Hundegedanken lesen. Aber wenn wir uns die Fotos und Videos der rund viereinhalbjährigen Hündin ansehen, die von den mit uns befreundeten Tierschützern im August 2026 endlich wieder einmal besucht werden durfte, dann können wir uns ziemlich gut vorstellen, was in Denisse vorgehen mag.

Denn da sehen wir eine allerliebste, freundliche, neugierige und aufgeschlossene Hündin, die unbedingt gefallen möchte und ganz offensichtlich spürt, dass es außerhalb ihres Gefängnisses noch so viel mehr zu entdecken gibt. Denisse hat Menschen gern, mit anderen Hunden kommt sie problemlos zurecht. Sie ist ein feines, wunderhübsches Hundemädchen. Eine Perle, die so viel zu geben hätte – wenn man sie nur endlich ließe.

Stattdessen sitzt Denisse schon ihr ganzes Leben hinter Gittern; auf nacktem Beton in einem kahlen Zwinger von wenigen Quadratmetern. Im August 2022 waren sie und ihre Geschwister Damish, Damek, Denis, Darcyline und Daffie geschätzt erst drei Monate alt, als für sie das endete, was einmal ein ganz normales Hundeleben hätte werden sollen.
Sie kamen in eines der widrigen Hundelager. Tor zu, fertig. Das wär´s dann gewesen – wären unsere Tierschützer vor Ort nicht wenig später auf die sechs Welpen aufmerksam geworden.

Im Oktober 2022 durften wir die kleine Hundefamilie zum ersten Mal auf unserer Homepage vorstellen. Und tatsächlich geschah ein erstes Wunder: Damek konnte noch vor Jahresende in sein Zuhause ziehen. Leider sollte dies bis heute das einzige Wunder für die Geschwisterchen bleiben. Daffie ist inzwischen verstorben, die anderen vier warten noch immer – eingesperrt, ohne Nestwärme und ohne Hoffnung, endlich ankommen zu dürfen.

Schon recht früh wurde bei allen Geschwistern Leishmaniose festgestellt; vermutlich schon im Mutterleib übertragen von ihrer ebenfalls erkrankten Mutter. Ob das der Grund dafür ist, dass weder Denis, Damish, Darcyline noch unsere allerliebste Denisse bisher auch nur eine einzige passende Anfrage erhalten haben?
Wir wissen es nicht. Vielleicht schreckt die Diagnose immer noch viele Menschen ab. Dabei bedeutet Leishmaniose nicht zwangsläufig, dass ein Hund kein schönes und erfülltes Leben führen kann. Mit der richtigen tierärztlichen Betreuung und einer auf den jeweiligen Hund abgestimmten Therapie können betroffene Tiere durchaus viele gute Jahre erleben.

Doch genau diese medizinische Versorgung gibt es für Denisse derzeit nicht. Die Lagerleitung lässt eine solche nicht zu. Umso wichtiger wäre es, dass Denisse endlich einen Menschen findet, der bereit ist, sich ihrer anzunehmen und ihr die Behandlung zukommen zu lassen, die sie so dringend braucht.

Aufgeben kam für uns noch nie infrage. Deshalb stellen wir Denisse heute noch einmal ganz oben auf unsere Liste. Denn trotz ihrer schwierigsten Lebensumstände ist diese Hündin noch immer lieb, vertrauensvoll, neugierig und bewegungsfroh. Noch hat sie ihre Lebensfreude nicht verloren.

Aber wie lange wird das so bleiben?
Jahre hinter Gittern gehen nicht spurlos an einem Hund vorbei. Und je länger Denisse warten muss, desto größer wird die Gefahr, dass ihre Erkrankung irgendwann Folgen hat, die sich nicht mehr auffangen lassen. Wir möchten verhindern, dass ihr Leben, das noch gar nicht recht begonnen hat, eines Tages endet, ohne dass sie jemals erfahren durfte, wie sich ein eigenes Zuhause anfühlt.

Deshalb bitten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser: Helfen Sie Denisse.
Wenn Sie auf der Suche nach einer lieben, wunderschönen erwachsenen Hündin sind, etwas Hundeerfahrung und Einfühlungsvermögen sowie genügend Zeit und Geduld mitbringen, dann könnte Denisse genau die richtige Begleiterin für Sie sein. Und falls Sie selbst ihr kein Zuhause schenken können, helfen Sie ihr bitte trotzdem: Erzählen Sie in Ihren Kreisen von Denisse und teilen Sie ihre Geschichte in Ihren sozialen Medien.

Vielleicht geschieht durch viele Menschen, die nicht wegsehen, doch noch ein weiteres kleines Wunder.
Wir wünschen uns von Herzen, dass Denisse endlich ein Leben beginnen darf, das diesen Namen auch verdient. Und wir danken Ihnen für jede Unterstützung.
Ina Schoenfuss
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Giotto
Rasse: Bretone
Geschlecht: Rüde
Geboren: 03.2016
Schulterhöhe: 45 cm
Manchmal können wir es selbst kaum glauben, wie großartig unsere Vermittlungskandidaten sind. Ja, säße unser zauberhafter Um-den Finger-Wickler Giotto in einem deutschen Tierheim, dann hätte sich bestimmt längst jemand in ihn verliebt und der süße Kerl hätte seinen Platz auf dem Sofa und im Herzen seiner neuen Familie bereits gefunden.


Wäre, hätte, Fahrradkette - naja, Sie wissen schon… Aber ich möchte es einmal
so ausdrücken: Was noch nicht ist, kann und wird unbedingt noch werden! Denn zweifellos
dürfen wir Ihnen mit unserem Giotto ein echtes Sahnestückchen vorstellen, das
zu so viel mehr passt, als nur zu einer Tasse Kaffee! Der kleine Mann ist rundum
nett und verträglich mit allen Vier- und Zweibeinern. Er bringt sich fast um
vor Freude über jede noch so kleine Zuwendung und Aufmerksamkeit, liebt
Spaziergänge und läuft dabei sogar vorbildlich an der Leine. Und das, obwohl
sein vorheriges Leben bei einem Jäger wohl eher schwer und entbehrungsreich war
- weit entfernt davon, wie ein geliebtes Familienmitglied gehalten zu werden. Hunde sind für italienische Jäger im Grunde
nichts weiter als Gebrauchsgegenstände; als das Herrchen verstarb, hatte dessen
Tochter letztlich auch keinerlei Verwendung mehr für den treuen Vierbeiner und
schob ihn mitleidlos in ein Hundelager ab.

Dabei liebt Giotto uns Menschen und möchte so gern überall dabei sein. Aufmerksamkeit, Nähe und gemeinsame Augenblicke sind das Größte für ihn; voller Neugier bewegt er sich durch den Alltag und strahlt dabei soviel Sanftheit, Charme und Lebensfreude aus – eine Mischung, der man nur schwer widerstehen kann.


Ich möchte noch erwähnen, dass Giotto, wie viele Vertreter seiner Rasse, mit einer kurzen Rute geboren wurde. Zudem wurde bei ihm ein Herzgeräusch festgestellt und er bekommt Tabletten. Zwar sollte man die Sache ein wenig im Blick behalten; sie beeinträchtigt ihn aber weder in seiner Unternehmungslust, noch in seiner Lebensfreude.

Solo con Giotto – vielleich braucht es für Sie nur diesen einen Hund, um alles richtig zu machen.
Yvonne Beier
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Lebenslichter 11.09.2026, 20.01 | (0/0) Kommentare | PL

Rasse:
Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 04/2018
Schulterhöhe: 54 cm

Ich wurde schon als kleiner Welpe ins Hundegefängnis gebracht. In Italien gibt es leider viel zu viele Hundekinder, und oft weiß niemand, wohin mit uns. Dafür können wir nichts. Wir purzeln einfach auf diese Welt, das Köpfchen voller Träume und Pläne – und dann sieht die Wirklichkeit plötzlich ganz anders aus.

Du kannst
dir vorstellen, wie langweilig so ein Tag ist. Meine größte Abwechslung war
lange Zeit der Moment, in dem das Futter kam. Über dessen Qualität reden wir
lieber nicht. Aber immerhin: ein paar Minuten, in denen etwas passiert.
Du wirst vielleicht an meiner runden Taille sehen, dass ich mein Futter immer restlos auffresse. Ja, das stimmt. Ich möchte diesen kleinen Moment der Abwechslung schließlich so lange wie möglich auskosten und schlecke sogar noch den Napf aus. Teilen möchte ich mein Futter deshalb nicht gern. Und so wurde ich allein eingesperrt.

Dabei hätte ich viel lieber etwas ganz anderes geteilt: Zeit. Einen Spaziergang. Neue Gerüche. Neue Wege. Und vielleicht sogar einen Menschen.
Kürzlich waren die Tierschützer bei mir und haben mir gezeigt, wie man an der Leine läuft. Das habe ich erstaunlich schnell verstanden. Schau dir mein Video an – ich mache das richtig gut! Und plötzlich habe ich gemerkt: Da draußen gibt es ja eine ganze Welt.

Zum Spazierengehen gehört natürlich auch Schnüffeln. Und ich bin wirklich neugierig, wonach die Welt außerhalb meiner Zelle riecht. Beim letzten Mal war sogar eine Katze dabei. Wir fanden uns recht uninteressant – also, im besten Sinne.
Auch mit anderen Hunden komme ich freundlich zurecht. Hündin oder Rüde, das ist mir ziemlich egal. Hauptsache, wir können gemeinsam schnuppern und die Welt erkunden.

Nur beim Futter hört die Freundschaft manchmal noch kurz auf. Aber ganz ehrlich: Wenn dein Leben sehr lange aus genau einem Napf bestanden hätte, würdest du ihn wahrscheinlich auch nicht freiwillig teilen. Ich arbeite daran. Versprochen.
Menschen mag ich übrigens sehr gern. Ich gehe offen auf euch zu, dränge mich aber nicht auf. Eher so: "Hallo, ich bin da. Wenn du magst, können wir ja gemeinsam herausfinden, was es da draußen alles gibt."

Man sagt, ich sei umgänglich und selbstsicher. Ich sage: Ich habe nicht mehr viel zu verlieren und vor mir liegt noch alles.
Nur manchmal, wenn plötzlich sehr viel Neues auf mich zukommt, verliere ich kurz den Faden. Aber wenn man mir ein bisschen Zeit gibt, finde ich mich schnell wieder zurecht. Denn ich weiß, wer ich bin.
Und ich glaube, ich habe auf so vieles gewartet. Nicht nur auf Futter.
Auf Wege. Auf Gerüche. Auf ein Körbchen. Auf einen Menschen neben mir auf der Couch. Auf einen Kauknochen für mich und ein Stück Schokolade für dich. Und auf deinen Satz: "Komm, wir finden das zusammen heraus."

Vielleicht habe ich deshalb auch das mit den Schmetterlingen noch einmal überdacht. Vielleicht sind sie gar nicht das Spannendste da draußen. Denn als die Tierschützer bei mir waren und mein Leben für einen kurzen Moment aufging wie eine Tür im Frühling, habe ich gemerkt: Da ist so viel mehr, als ich je zu träumen gewagt hätte.

Und jetzt möchte ich wissen, wie es riecht. Ich möchte losgehen, meine Nase überall hineinstecken, mich umdrehen, nach links und rechts schauen und all das entdecken, was ich so lange verpasst habe.
Man sagt, ich sei neugierig. Ich nenne es: bereit zum Leben. Und vielleicht geht es am Ende tatsächlich gar nicht um die Schmetterlinge draußen, sondern um die, die man im Bauch fühlt, wenn das Leben plötzlich leicht wird.

Wenn du dir all das mit mir zusammen vorstellen kannst, dann ruf doch einfach meine Vermittlerin an. Und wer weiß - vielleicht flattern wir ja schon bald gemeinsam los.
Tanja Roth
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Lunio
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 07/2023
Schulterhöhe: 38 cm
Wenn man Lunio fragen würde, was er von seinem Leben erwartet, gäbe er vermutlich schnell eine Antwort: viel erleben, Menschen kennenlernen, überall seine kleine Nase hineinstecken und herausfinden, was es hinter dem nächsten Zaun zu erschnüffeln gibt – und nicht zuletzt, ob wirklich jeder Mensch irgendwo Leckerchen versteckt.

Lunio ist nämlich kein Hund, der darauf wartet, dass die Welt zu ihm kommt.
Er ist klein, aber selbstbewusst; lebhaft, neugierig und gesellig. Wenn Menschen auftauchen, möchte er wissen, wer sie sind und was sie vorhaben. Er sucht Nähe und Miteinander, möchte mittendrin sein und ist anscheinend überhaupt nicht der Typ, der sich freiwillig an den Rand des Geschehens stellt.
Und ausgerechnet so ein kleiner Entdecker sitzt jetzt gefangen im Hundelager.

Seit dem 30. Juni 2026 besteht seine Welt aus einer Zelle, Gitterstäben und dem wenigen, was darin passiert. Zurzeit teilt er seinen kleinen Lebensraum mit mehreren Welpen, Rüden und Hündinnen. Das klappt wunderbar, denn Lunio ist gesellig und kommt mit seinen Artgenossen gut aus.
Aber ein richtiges Hundeleben sollte doch aus mehr bestehen als aus einem Betonkasten, in dem man tagein, tagaus darauf wartet, dass irgendetwas passiert.

Wo sind die Spaziergänge, bei denen ihn hinter jeder Ecke etwas Neues erwartet? Wo ist die Wiese, auf der eine Hundenase stundenlang Geschichten lesen kann? Wo sind die Menschen, die sich darüber freuen, wenn ein kleiner Hund sie überallhin begleiten möchte? Wo ist der Platz, an dem Lunio nicht nur einer von vielen ist, sondern Lunio?
Lunio ist freundlich, neugierig und selbstbewusst. Er macht nicht den Eindruck eines Hundes, der sich zurückzieht oder verzweifelt um Aufmerksamkeit kämpft. Aber genau darin liegt auch eine Gefahr: In einem Hundelager gibt es so viele Hunde, die traurig und einsam auf ein Zuhause warten. Ein kleiner Bursche wie Lunio kann dort leicht übersehen werden. Und irgendwann werden aus Wochen Monate, aus Monaten Jahre.

Ein junger, lebhafter Hund kann sich an erstaunlich vieles gewöhnen. Auch daran, dass seine Welt nicht größer wird.
Doch genau das wünschen wir uns für Lunio nicht. Wir möchten, dass dieser kleine Kerl endlich anfangen darf, seine Pläne umzusetzen. Dass er Menschen findet, die seine Neugier nicht bremsen, sondern ihm die Welt zeigen und Freude daran haben, einen kleinen Hund dabei zu beobachten, wie er all das kennenlernt, was für andere längst selbstverständlich ist.

Lunio braucht keine riesige Welt, um glücklich zu sein. Aber er braucht eine Welt, die groß genug für seine Neugier ist.
Und natürlich benötigt er ein Zuhause, in dem man weiß, dass auch ein kleiner Hund ein richtiger Hund ist: mit eigenen Bedürfnissen, eigenem Kopf, dem Willen zu lernen und dem Bedürfnis, mitten im Leben dabei zu sein.

Lunio ist ein kleiner Hund mit großen Plänen. Er soll nicht erleben müssen, wie seine Neugier irgendwann dem eintönigen Zwingeralltag weicht. Deshalb hoffen wir, dass ihn jemand sieht und ihm endlich die Welt zeigt, die draußen vor den Gitterstäben auf ihn wartet.
Sabine Wojtok
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Julinda
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 08/2021
Schulterhöhe: 62 cm
August 2026: Fünf Jahre. So lange sitzt Julinda jetzt schon eingesperrt im Lager. Ende August 2021 wurde sie geboren, zusammen mit fünf Geschwistern. Sechs kleine Körper, die sich aneinanderdrängten und nichts hatten außer ihrer Nähe, um sich zu wärmen.

Mit zwei Monaten kamen sie ins Hundegefängnis. Was danach kam, war für alle sechs zunächst dasselbe: kalter Beton unter viel zu kleinen Pfoten; keine Hand, die sie je gehalten hätte. Kein Zuhause, das ihren Namen kannte. Nach und nach hat sich das verändert, für die anderen.

Vier fanden ihre Familien. Vier Körbchen wurden bezogen, vier Namen endlich mit Liebe ausgesprochen, statt nur mit einer Nummer auf einer Liste verglichen zu werden. Für Julinda leider nicht.
Sie ist noch da, genau wie ihr Bruder Jacoby, in einem anderen Zwinger desselben Lagers. Vielleicht hören sie sich noch, wenn einer bellt oder in der Nacht winselt. Aber ein Laut durch eine Wand ist kein Trost; nur die Gewissheit, dass der andere noch da ist. Irgendwo, unerreichbar nah.

Fünf Jahre sind eine unfassbar lange Zeit für ein Hundeherz. Julinda hätte längst erfahren sollen, wie Regen riecht, wie sich eine Wiese unter den Pfoten anfühlt und wie ihr Name klingt, wenn ihn jemand ruft, weil er sie meint. Stattdessen kennt sie eine kahle Wand, einen schmuddeligen Napf und einen immer gleichen, eintönigenTagesablauf. Jahre sind vergangen, ohne dass ihr eigentliches Leben beginnen durfte.

Und trotzdem ist Julinda nicht hart geworden. Die Tierschützer, die sie zuletzt besucht haben, beschreiben sie als schüchtern, aber neugierig. Die Leine kennt sie nicht, und das macht ihr ein wenig Angst. Auch das ist verständlich – wie sollte sie etwas nicht fürchten, das sie noch nie erlebt hat?

Julinda lässt sich streicheln, sucht die Nähe zu Menschen noch nicht von sich aus, aber sie flieht auch nicht, wenn die Tierschützer da sind. Es scheint so, als würde sie spüren: Da ist etwas Gutes. Ich muss nur noch den Mut finden, den ersten Schritt zu tun.

Man sollte meinen, fünf Jahre des Wartens hätten unauslöschliche Spuren hinterlassen. Julinda braucht jemanden, der ihr Zeit gibt, ohne eine Uhr mitlaufen zu lassen. Der es aushält, wenn sie sich am ersten Abend noch nicht ins neue Zuhause traut und der ihre Zurückhaltung nicht mit Ablehnung verwechselt, sondernals das sieht, was sie ist: Vorsicht, die aus fünf Jahren ohne Wahlmöglichkeit erwachsen ist.

Jetzt könnte alles das anfangen, was ihr bisher verwehrt wurde. Nicht rückwirkend als Wiedergutmachung, sondern als das, was von nun an gilt.

Julindas Vermittlerin freut sich auf Ihren Anruf – bevor ein sechstes Jahr beginnt.
Daniela Koenemann
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Benno

Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2017
Schulterhöhe: 55 cm
***************
Bendix

Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2017
Schulterhöhe: 50 cm
"Manchmal ist es so, als ob das Leben einen seiner Tage herausgriffe und sagte: Dir will ich alles schenken! Du sollst ein solch rosenroter Tag werden, der im Gedächtnis leuchtet, wenn alle anderen vergessen sind." (Astrid Lindgren)"
Ein solcher Tag begann für die Wurfgeschwister Bendix und Benno ganz leise.
Seit sieben langen Jahren besteht ihre Welt aus wenigen Quadratmetern eines kahlen Betonzwingers. Gerade einmal zwei Jahre alt waren sie, als sich die Gittertür hinter ihnen schloss und sie vor der Welt verschwanden.

Als die Tierschützer die Brüder nach langer Zeit zum ersten Mal besuchen durften, begegneten ihnen zwei scheue Hunde, die keinen Kontakt zu Menschen kannten und sich nicht anfassen ließen. Die Tierschützer bedrängten sie nicht, sie forderten nichts. Und ganz allmählich wurde die Neugier der beiden stärker als ihre Angst.
Vielleicht war genau das ihr erster kleiner, rosenroter Tag. Der Moment, in dem Bendix und Benno sagten: „Ja, wir wollen mutig sein. Wir wollen endlich anfangen zu leben.

Bendix und Benno sind kastrierte, mittelgroße Rüden, die nie erfahren durften, wie sich ein Zusammenleben mit Menschen anfühlt. All das, was für andere Hunde selbstverständlich ist – Spaziergänge, Streicheleinheiten, ein weiches Körbchen und das Gefühl dazuzugehören –, müssen sie erst noch kennenlernen: Wiesen unter den Pfoten spüren, spannende Gerüche erschnuppern, jeden Tag satt werden, sicher und geborgen sein.
Aus den Berichten von Adoptanten wissen wir, dass auch Hunde, die viele Jahre isoliert gelebt haben, in einer liebevollen, hundegerechten Umgebung erstaunliche Entwicklungen machen können. Mit Geduld, Verständnis und der Zeit, die sie brauchen dürfen, fassen sie Vertrauen, erkunden ihre Welt und bauen oft eine besonders innige Bindung zu ihren Menschen auf.

Benno und Bendix können die verlorenen sieben Jahre nicht nachholen. Aber sie können noch erleben, was es heißt, als Hund glücklich zu sein.
Es wäre für die beiden Brüder, die schon soviel miteinander durchgestanden haben, sicher das Größte, wenn sie gemeinsam in ihr neues Leben starten dürften. Sollte sich dieser Wunsch nicht erfüllen, können sie selbstverständlich auch getrennt vermittelt werden. Entscheidend ist nur, dass jeder von ihnen endlich sein eigenes Für-immer-Zuhause findet.

Vielleicht sind gerade Sie der Mensch, der Bendix oder Benno – womöglich sogar beiden – den einen großen Tag schenkt, der ihr ganzes Leben verändert. Den Tag, an dem sie endlich ankommen dürfen. Den Tag ihres Happy Ends.
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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Lebenslichter 30.07.2026, 13.00 | (0/0) Kommentare | PL

Bis heute gab es in seinem Leben nur Gitterstäbe…
Ein Schicksal wie so viele: Saffron kam 2014 zusammen mit anderen Welpen ins russische Shelter Kozhuhovo. Damals hatte er noch sein ganzes Leben vor sich, hätte bei einer lieben Familie leben sollen und einfach nur glücklich sein sollen. Doch nur allzu oft hält das Schicksal eine andere Geschichte bereit.
Saffron lebt nun schon bald acht Jahre an diesem trostlosen Ort. Traurig und gelangweilt sitzt er in seinem kleinen Außenzwinger hinter schmutzig-grünen, halb verrosteten Gitterstäben.

Einziger Lichtblick in seinem öden Dasein sind die Freiwilligen, die einmal in der Woche zu Besuch kommen. Saffron darf dann zusammen mit seinen Artgenossen in den Auslauf. Er freut sich jedes Mal so sehr, wenn er seine Betreuer schon von weiten sieht. Dann weiß er, endlich darf er für eine glückselige Stunde seinen ungemütlichen Zwinger verlassen und sein monotones Leben für ein paar Augenblicke gegen ein Gefühl von Freiheit eintauschen.
Saffron ist sehr anhänglich, verspielt und fröhlich. Er liebt es, mit den anderen Hunden im Auslauf zu spielen. Seine Zwingernachbarn und er toben die ganze Zeit über und vergeuden keine einzige kostbare Minute.
Seine Betreuer beschreiben Saffron als neugierig und zärtlich. Mit seiner liebenswürdigen Art erobert er alle Herzen im Nu. Gern gibt er Pfötchen und läuft an der Leine wie eine Eins.
Einmal nahm Saffron an einer Tierschutzveranstaltung
in Moskau teil und durfte sogar über Nacht bei seiner Betreuerin bleiben. Er
badete vergnügt, fuhr problemlos im Auto mit und schlief schön im Flur auf
einer Matte. Allerdings machten ihm laute Geräusche auf der Straße ein
wenig Angst.

Bei der Veranstaltung hatte Saffron leider kein Glück, so sehr sich seine Betreuer auch für ihn bemühten. Sie konnten kein Zuhause für ihn finden. Saffron verstand die Welt nicht mehr, als er nach diesem Ausflug in die große Welt wieder in seinen engen Zwinger zurückkehren musste.
Saffron ist ein bildhübscher und blitzgescheiter Hund, aber in Russland hat er leider keine Chance ein Zuhause zu finden. Es gibt dort einfach zu viele von seiner Art. Daher machen wir uns für ihn auf die Suche.
Lieber Saffron, wir geben die Hoffnung nicht
auf. Irgendwo gibt es bestimmt diesen einen Menschen, diese eine Familie, deren
Herz Du mit Deiner bezaubernden Art berührst. Du brauchst ja nicht viel:
Anständiges Futter, einen Platz zum Schlafen, der Dir allein gehört, regelmäßige
Bewegung und natürlich eine große Portion Verständnis und Liebe!

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)
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Lebenslichter 21.01.2024, 10.22 | (0/0) Kommentare | PL

BASS
Rüde, 55-60 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2014
geimpft, gechipt, kastriert
Zwingernummer: B 241
Bass kam als ganz junger Hund in das russische Shelter Kozhuhovo – fröhlich, verspielt und voller Neugier auf das Leben. Hätte er gewusst, welches Los ihn erwartet, vielleicht hätte er versucht, in letzter Minute zu entfliehen. In einem Shelter mit über 3.000 Hunden zu landen, ist für jeden Hund eine Katastrophe, doch für Bass kam es noch viel schlimmer.
Da es in den Sektoren (dort liegen die Außenzwinger, die jeweils mit 3-4 Hunden besetzt sind) keinen freien Platz mehr gab, musste Bass zwei volle Jahre auf der Quarantänestation in Einzelhaft verbringen, ohne jeden Kontakt zu seinen Artgenossen. Um einen Blick auf die Welt 'da draußen' zu erhaschen, musste Bass sich auf die Hinterbeine stellen, denn der untere Teil der Zwingertüren ist vollständig geschlossen. Und selbst dieser Blick bot nichts, an dem er sich hätte erfreuen können: Gegenüber liegt eine weitere Zwingerreihe mit Türen, die ebenfalls bis zur Hälfte komplett geschlossen sind.

Nach zwei Jahren gab es endlich einen geeigneten Platz in einem der Sektoren, und Bass zog um. Sein Elend fand jedoch damit kein Ende. Zwar teilt er sich nun einen – viel zu engen – Zwinger mit mehreren Artgenossen und seine Gefängnistür besteht aus Gittern, die einen Blick nach draußen zulassen. Doch leider gibt es nichts weiter zu sehen, als eine weitere, endlos scheinende Reihe von Zwingern auf der anderen Seite des schmalen Ganges.
Trotz dieser zwei langen Jahre in völliger Isolation hat sich Bass nicht ganz in sich zurückgezogen. Er findet das Leben immer noch interessant und freut sich über die eine kurze Stunde in der Woche, in der er ein klein wenig Aufmerksamkeit von seinen Betreuern erhält. Ein paar selige Momente für ihn, in denen er sich die Beine vertreten, ein bisschen herumtoben und mit den anderen Hunden spielen kann. Das bedeutet eine Wohltat für ihn, denn sein Zwinger misst kaum mehr als 3 Quadratmeter, die er sich mit weiteren Leidensgefährten teilen muss.

Bass ist ein junggebliebener, aktiver Hund, der es liebt, zu rennen und zu spielen. Wie ein Welpe möchte er trotz seiner Vergangenheit die Welt kennenlernen und erobern dürfen. Mit seinen Artgenossen zeigt er sich verträglich, zu Menschen ist er sehr freundlich und sucht gern den Kontakt. Bass möchte einfach gefallen und hat mittlerweile auch schon gelernt, mit seinen vertrauten Betreuern kleine Spaziergänge an der Leine durch die Zwingerreihen an der Leine zu machen.


Für Bass ist es praktisch ausgeschlossen, in Russland ein Zuhause zu finden. Er ist nun einmal kein Rassehund, gleicht rein optisch hundert anderen und zählt mit seinen 7 Jahren zwar noch nicht zu den Senioren, fällt jedoch in Russland bereits unter die Kategorie "zu alt". Daher haben seine Betreuer uns gebeten, für diese liebe, unschuldige Hundeseele ein schönes Zuhause zu finden, in dem er in Ruhe ankommen und die Welt kennen lernen darf. Bass würde sich sehr über eine sportlich aktive Familie freuen, denn er besitzt zwar ein freundliches, ausgeglichenes Gemüt, ein Couchpotatoe ist er jedoch nicht. Für größere Kinder (ab 10 Jahre) könnte er sicher der beste Freund und Spielgefährte werden. Eine souveräne Hundedame als Kameradin wäre ebenfalls schön, ist aber durchaus keine Voraussetzung. Ob Bass mit Katzen leben kann, können wir leider nicht zuverlässig testen.
Vielleicht sind gerade Sie es, der oder die Bass die Chance seines Lebens geben möchten, damit er nicht - wie leider so viele seiner Mitgefangenen – irgendwann einsam und unbeachtet im Shelter ein völlig sinnloses Leben beschließen muss.

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Lebenslichter 16.01.2024, 19.10 | (0/0) Kommentare | PL

ERIC
Rüde, kastriert
geimpft, gechipt
Zwingernummer: A 125
ERIC kam 2015 als Junghund ins Shelter Kozhuhovo. Er wurde auf der Straße eingefangen. Wie lange er dort schon ums nackte Überleben kämpfen musste, ist nicht bekannt.
Der freundliche Eric wird von seinen
Betreuern als äußerst lieber und menschenbezogener Hundemann beschrieben, der sich
auch fremden Leuten gegenüber offen und neugierig zeigt. Im Shelter wirkt er ausgeglichen und ruhig. Mit seinen Artgenossen kommt er
bestens zurecht und geht allen Streitigkeiten konsequent aus dem Weg.

Seine Betreuer haben ihm beigebracht, an der
Leine zu laufen, und Eric ist mit Feuereifer dabei. Er begreift schnell, was
von ihm erwartet wird. Mit seinen etwa 7 Jahren gehört er noch lange nicht zum
alten Eisen; und wann immer sich ihm die Gelegenheit bietet, spielt er gern und
freut sich, wenn er beim wöchentlichen Besuch seiner Betreuer ein wenig von
ihrer Aufmerksamkeit und einige Streicheleinheiten einheimsen kann.

Natürlich braucht auch er etwas Zeit, sich an neue Menschen und eine neue Umgebung zu gewöhnen, aber wir sind uns gewiss, dass Eric diese Herausforderung meistern und sich rasch zu einem tollen Lebensbegleiter mausern wird.
Dafür muss er nur endlich die Chance
bekommen, seinem winzigen Außenzwinger, den er nur einmal in der Woche für eine
kurze Stunde verlassen darf, für immer den Rücken zu kehren.

Lieber Eric, wir hoffen und wünschen uns von Herzen,
dass es uns gelingt,
hier in Deutschland DEINE Menschen zu finden!
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Lebenslichter 16.01.2024, 19.10 | (0/0) Kommentare | PL