Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Spiel

Puccie - unser liebes Mädchen...

Puccie

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 03.2017

Schulterhöhe: 60 cm


"Hallo, ihr Lieben,

manchmal frage ich mich, ob ich hier drinnen überhaupt noch Hund sein darf oder ob ich nur noch eine Nummer bin, die versorgt wird, damit sie irgendwie weiter existiert.

Das Schlimmste ist nicht einmal, dass ich allein bin. Sondern dass von mir erwartet wird, sozial, freundlich und souverän zu sein - obwohl mir hier niemand zeigen kann, wie das geht. Wie auch? Ich lebe allein in einer kleinen Box, umgeben von Dauerlärm, ohne echte Begegnungen, ohne Spiel, ohne Lernen. Hier wird nicht gelebt, hier wird ausgehalten. Tag für Tag.

Neulich durfte ich für einen kurzen Moment nach draußen. Dabei hat man getestet, wie ich mit anderen Hunden zurechtkomme. Mein Gegenüber war Apolonio, ein ruhiger, fairer Hund. Er hat alles richtig gemacht. Aber ich wurde unsicher. Ängstlich. Mein Kopf schaltete auf Alarm und ich reagierte so, wie ich es hier gelernt habe: mit Anspannung statt Gelassenheit.


Deshalb muss man im Moment leider sagen: Mit anderen Hunden tue ich mich noch schwer. Nicht, weil ich böse bin, sondern weil mir all die Dinge fehlen, die ein Hund normalerweise lernen darf. Ich brauche Sicherheit, Geduld und Menschen, die mir helfen, die Welt Schritt für Schritt kennenzulernen.

Bitte hört jetzt nicht auf zu lesen.

Denn bei Menschen zeigt sich eine ganz andere Puccie. Ich bin offen, anhänglich und genieße jede Zuwendung. Ich suche die Nähe, vertraue den Menschen, die sich um mich kümmern, und draußen orientiere ich mich wunderbar an ihnen. Ich laufe gut an der Leine, schaue zu meinem Menschen auf und gehe gerne mit – als wollte ich sagen: Zeig mir den Weg, ich komme mit.


Vielleicht wünsche ich mir einfach jemanden, der mir nicht vorwirft, was ich nie lernen durfte. Sondern jemanden, der sieht, was trotz allem geblieben ist: meine Hoffnung, meine Bindungsfähigkeit und meinen Mut.

Vielleicht braucht es genau einen Menschen, damit aus meinem Aushalten endlich ein Ankommen wird."

************************

Liebe, wunderschöne Puccie – wie bist du nur im Canile gelandet? Seit März 2020 sitzt du dort eingesperrt, in einer viel zu kleinen Zelle, ohne Auslauf, ohne all das, was ein Hund zum Leben braucht.

Du bist eine etwas größere Hündin mit dichtem schwarz-weißem Fell, einem sanften Gesicht und neugierigen bernsteinfarbenen Augen. Vielleicht steckt ein Herdenschutzhund in dir, vielleicht ein Setter – wir wissen es nicht. Genauso wenig kennen wir deine Vergangenheit. Aber die soll hinter dir liegen. Jetzt zählt nur noch deine Zukunft.


Sechs Jahre Gefängnis für einen Hund sind sechs Jahre zu viel. Deshalb wünschen wir uns nichts sehnlicher, als dass du bald in den weißen Transporter steigen und noch vor dem nächsten Winter in dein eigenes Zuhause fahren darfst.

Dort wird man dir zeigen, wie schön ein Hundeleben sein kann: lange Spaziergänge, ein weiches Körbchen, Sonne im Garten, liebevolle Hände, die dein Fell bürsten und dich ausgiebig kraulen. Vor allem aber Menschen, die verstehen, dass du Zeit brauchst. Menschen, die dir in Ruhe alles beibringen, was dir bisher verwehrt geblieben ist.

Die Tierschützer berichten, dass du im Canile allein untergebracht bist, weil dir Begegnungen mit anderen Hunden dort schwerfallen. Doch wer könnte es dir verdenken? So viele Jahre der Abgeschiedenheit, der bedrückenden Enge und der nie endende Stress hinterlassen Spuren. Ein Canile ist kein Ort, an dem Hunde echtes Zusammenleben lernen können; sie müssen dort Tag für Tag einfach nur durchhalten und funktionieren.


Umso erfreulicher ist alles, was die Tierschützer über deinen Umgang mit Menschen erzählen: Du bist nett, auch zu Fremden, suchst von dir aus Anschluss, läufst fein an der Leine mit und bist unglaublich verschmust und anhänglich. Nach der langen Einsamkeit hast du dir dein Vertrauen in uns Menschen bewahrt. Das ist wohl das größte Geschenk, das du mitbringst.

Nun fehlt nur noch der Mensch, der dich sieht. Der in deine wunderschönen Augen blickt und spürt, dass genau du zu ihm gehörst. Der überlegt, wo dein Körbchen stehen wird, welche Wege ihr gemeinsam entdecken werdet und wie sich dein neues Leben anfühlen könnte.


Und irgendwann merkt dieser Mensch, dass aus einem leisen Ziehen im Herzen längst eine Entscheidung geworden ist.

Liebe Puccie, es ist unser innigster Wunsch, dass dein Lieblingsmensch dich ganz bald findet. Lange genug hast du gewartet, jetzt bist du auch einmal an der Reihe!

Yvonne Beier

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

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Lebenslichter 21.07.2026, 15.45 | (0/0) Kommentare | PL

Plugh - Es war einmal…


Plugh

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.2015

Schulterhöhe: 60 cm

Hallo du, ich bin Plugh.

Man sagt, ich bin ein unkomplizierter Kerl und ich glaube, das stimmt wirklich. Ich gehe offen auf Menschen zu, freue mich über Nähe und genieße jede Streicheleinheit. Ich muss nicht lange überlegen, ob ich jemanden mag. Gerade deshalb verstehe ich nicht so ganz, was gerade passiert.

Es heißt, dass ich vielleicht bald an einen Ort kommen soll, an dem es laut ist, voll und unruhig. Ein Ort, an dem es nicht mehr um mich geht, sondern nur noch darum, irgendwie da zu sein und Geld zu bringen. Ich habe ein bisschen Angst, dass ich dort einfach untergehe. Dabei wünsche ich mir gar nichts Großes und brauche auch nicht viel. Ich möchte einfach dazugehören. Bei Menschen sein, die mich sehen, die Zeit mit mir verbringen und bei denen ich bleiben darf. 

Ich bin bereit für mein eigenes Zuhause. Für ein Leben, in dem ich nicht nur warte, sondern wirklich ankomme. Vielleicht liest du das gerade und denkst an mich.

DEIN PLUGH

Plugh, unser freundlicher Senior, steht kurz davor, aus einer privaten Pension in eines der furchtbaren, tödlichen Hundelager abgeschoben zu werden. Dort wird er unter tierquälerischen Bedingungen bis zum bitteren Ende sein Dasein fristen müssen, wenn wir ihm nicht umgehend helfen. Bitte unterstützen Sie uns dabei, für Plugh endlich sein erstes schönes Zuhause zu finden. Lesen Sie bitte seine Geschichte, verbreiten Sie sie in Ihren sozialen Netzwerken und erzählen Sie anderen Menschen von ihm. Denn nur gemeinsam werden wir es schaffen, den liebenswerten Rüden vor dem Schlimmsten zu bewahren.

Aber der Reihe nach: Es war einmal ein süßes, kleines Fellknäuel namens Plugh, das ein Zuhause bei Menschen mit Haus und Garten hatte. Allerdings wurden diese Menschen seiner Gesellschaft schnell überdrüssig, sodass Plugh bis zu seinem sechsten Lebensjahr ausschließlich im Garten hausen musste - ohne Ansprache, ohne Streicheln, ohne Spielen. Irgendwann störte Plugh sogar im Garten und musste endgültig fort. Wenigstens wurde er nicht einfach auf die Straße geworfen, wie das nur allzu oft geschieht. Er zog in eine Pension um und blieb dort, bis seine Menschen das Pensionsgeld nicht mehr bezahlten und dem armen Rüden die Abschiebung in ein trostloses Hundelager drohte.


Zu seinem Glück nahm eine kleine Gruppe von Tierschützern sich seiner an und bezahlte fortan für seine Unterkunft, wie sie das bereits für etliche andere gestrandete Hunde taten in der Hoffnung, dass die Tiere in einem zweiten Anlauf ein Für-immer-Zuhause finden würden. Im Mai vergangenen Jahres traf die Tierschützer dann aber die Hiobsbotschaft, dass sie alle Zwinger räumen müssten, da diese zu nah am Fluss und somit in möglichem Hochwassergefahrengebiet lägen.


Nun stehen Plugh und zwanzig weitere Hunde erneut auf der Abschussrampe in Richtung seelenloses Hundegefängnis, aus welchem es für ihn kaum ein Entkommen mehr geben wird. Daher suchen wir sehr dringend eine Familie oder eine einzelne Person, die unseren anspruchslosen Plugh so schnell es irgend geht bei sich aufnehmen möchte.



Plughie, wie ihn die freiwilligen Helferinnen und Helfer liebevoll nennen, ist ein älterer, genügsamer Hundemann. Trotz der traurigen Umstände, unter denen er sein ganzes bisheriges Leben zubringen musste, ist er ein netter, umgänglicher Hund geblieben. Bei aller Bescheidenheit würde er sich über ein altersgerechtes, warmes Bettchen freuen, genauso wie über viele Streicheleinheiten und gemütliche, ruhige Spaziergänge in der Natur.

An der Leine läuft er schon richtig gut. Allerdings vermuten die Freiwilligen, dass man Plughie in seinem früheren Garten öfter einmal aus Spaß das Fressen weggenommen haben muss; er mag es überhaupt nicht, wenn Menschen sich ihm nähern, während er frisst. Für dieses Verhalten kann er nichts, man muss es bitte respektieren, bis er es vielleicht irgendwann einfach vergisst. Aber das ist auch die einzige kleine Baustelle, die die Tierschützer bisher an ihm beobachtet haben.


Unser lieber Oldie würde sich so sehr über ein fürsorgliches Zuhause freuen, in welchem er seinen Lebensabend verbringen darf. Wenn Sie das Ihre mit Plugh teilen möchten, dann melden Sie sich doch bitte bei uns. Falls Sie noch weitere Fragen haben, wird Plughies Vermittlerin sie Ihnen gern beantworten. Vielen, lieben Dank!

Simone Horn

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Lebenslichter 03.07.2026, 16.58 | (0/0) Kommentare | PL

Gemmina - Auch kleine Hunde haben große Herzen


GEMMINA

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 03.2025

Schulterhöhe: 32 cm


"Was soll denn das heißen? Ich bin zu klein? Wenn ich mich auf die Hinterpfoten stelle, kann ich in jeden Napf gucken und Leckereien herausholen. Ich passe in jedes Körbchen und wenn ich einen doppelten Flick-Flack mache, schaffe ich es sogar auf die Couch. Bei Schmuddelwetter musst du die Badewanne nicht volllaufen lassen, sondern ich bade in einer großen rosa Schüssel - mit ganz viel Schaum bitte! Wenn wir spazierengehen, mache ich neben dir viele schnelle Trippelschrittchen und bei einer Fahrradtour brauchst du für mich keinen Beiwagen, sondern ich sitze im Körbchen auf der Lenkstange und zeige dir, wo es langgeht. Abends auf der Couch nehme ich dir nicht viel Platz weg; ich kuschle mich ganz dicht an dich, wärme deinen Schoß und vor allem dein Herz.




All das, was ich kann, ist in unserem Gefängnis aber keinen Beller wert. Hier gibt es weder Leckereien noch Körbchen, keine Couch und erst recht keine rosa Badeschüsseln. Stattdessen sind wir Tag und Nacht in kalten, nackten Betonzwingern eingesperrt, dürfen nie spazieren gehen und schon gar nicht auf einem Sofa kuscheln.

In einem Hundelager gilt das Gesetz des Stärkeren. Ich glaube das haben die Tierschützer gemeint, als sie sagten, ich sei zu klein. Ich bin nämlich nicht stark und wenn ich mit größeren, kräftigeren Hunden in einer Box sitze, kann ich mich nicht behaupten. Ich kann mein bisschen Futter nicht gegen sie verteidigen und im Winter wird mein Fell zu dünn sein, um mich warm zu halten.



Noch teile ich meinen Betonkasten mit lieben Artgenossen, Hündinnen und Rüden. Ich verstehe mich gut mit ihnen und sie respektieren mich. Was aber, wenn die anderen gehen und ich zurückbleibe? Die Betreiber des Hundelagers werden die Box wieder füllen. Dabei ist es ihnen völlig egal, ob es passt und was aus mir wird. Sie werfen einfach rein, was gerade kommt.

Als die Tierschützer mich besuchen kamen, war mir das zuerst ein bisschen unheimlich und mein Herzchen hat ganz doll geklopft. Die Tierschützer sagten, obwohl ich so klein bin, hätte ich ein großes Herz. Oje, so laut hat es geklopft, dass sie das sogar gehört haben? Die anderen Hunde sind gleich zu ihnen hin geflitzt und haben sich streicheln lassen. Nachdem ich gesehen habe, dass das ungefährlich ist, habe ich mich auch auf den Arm nehmen lassen und wisst Ihr was? Ich fand es richtig schön und glaube, daran könnte ich mich gewöhnen.



Die netten Tierschützer haben mir versprochen, dass sie einen lieben Menschen oder eine fürsorgliche Familie für mich finden werden; eben jemanden, der mich beschützt und versteht, dass auch ein kleiner Hund wie ich noch ganz viel lernen muss, tierische Bedürfnisse hat und vor allem kein Spielzeug ist."




Liebe Leserinnen, liebe Leser, wenn Sie sich angesprochen fühlen, dann melden Sie sich doch bitte bald bei Gemminas Vermittlerin. Wir haben wirklich Sorge, dass unser kleines Mädchen mit dem großen Herzen in Grau des Hundelagers untergeht. Vielen, lieben Dank!

Sabine Wojtok

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

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Lebenslichter 16.06.2026, 20.29 | (0/0) Kommentare | PL

Jolly -Hier bin ich Hund, hier darf ich´s sein: Zuhause gefunden!


Unser knapp 11 Monate alter Jolly (Stand November 2025) ist ein niedlicher, kleiner Kerl, wie er im Buche steht. Und wenn sein vermutlich vor nicht allzu langer Zeit geschorenes Fell erst wieder nachgewachsen ist, dann wird unser kleiner Wirbelwind die Hund gewordene Erscheinung von «ultrasüß» sein. Genau das ist ihm und vielen seiner Rassegenossen zum Verhängnis geworden: Jolly ist nämlich eine Kreuzung aus Malteser und Pudel, ein Maltipoo. Dabei handelt es sich um eine Hybridrasse, oder auch bekannt als sogenannte «Designer-Hunde». Züchter von Hybridrassen behaupten, dass sie dank ihrer Kreuzungen nur das Beste der jeweils zwei beteiligten Rassen zusammenbringen wollen. Aber in Tat und Wahrheit geht es nur um Geld und um die Erfüllung einer menschlichen Vorstellung, wie ein Hunde zu sein haben: klein, niedlich, ohne Jagdtrieb, mit lockigem oder seidig-langhaarigem Fell, welches sie weder im Frühjahr oder Herbst oder sonst irgendwann verlieren, und nach Möglichkeit mit großen Kulleraugen. In etwa wie ein knuddeliges Plüschtier, das allerdings selbständig gehen kann. So einer ist unser lieber Jolly.

Wie vermutlich sehr viele von Jollys Verwandten aus der Maltipoo- oder Hybridrassefamilie wurde auch er aus einer Emotion heraus gekauft («och, wie entzückend») oder weil die Kinder danach geschrien haben oder weil es gerade Mode ist, so einen kleinen Wuschel in der Handtasche herumzutragen.

Anfang November 2025 ist Jolly bei einer mit uns befreundeten Tierschützerin gelandet, weil ihn seine ehemaligen Besitzer nicht mehr wollten, ihn quasi vor die Tür gesetzt haben.
Jollys Verbrechen? Er soll seine Geschäfte nicht zuverlässig auf eine ihm in der Wohnung zur Verfügung gestellten Matte verrichtet haben, sondern einfach dort, wo es ihm gerade passte. Daraus schließen wir, dass Jolly wahrscheinlich nicht regelmäßig nach draußen durfte, um sich zu erleichtern, dass an seiner Stubenreinheit nicht gearbeitet worden ist (einfach eine Matte hinlegen genügt leider nicht) und auch sonst niemand viel Zeit in seine Erziehung investiert hat. Und dass die Menschen, bei denen Jolly seine ersten Monate verbringen musste, nicht nur ganz allgemein wenig Ahnung von Hunden haben, sondern sich vermutlich keinen Deut darum scheren, welche Bedürfnisse ein Tier abgesehen, von Futter, haben könnte. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Menschen Jolly ursprünglich gekauft hatten, weil er ein süßer, kleiner Maltipoo ist - ein lebendiges Spielzeug, bei welchem die Batterien im Lieferumfang leider nicht enthalten sind.

Aber ein Hund ist ein Hund ist ein Hund ist ein Hund. Egal ob Deutsche Dogge oder Chihuahua, egal ob von einer alten Rasse abstammend oder das Ergebnis einer neumodischen Züchtung: Ein Hund ist ein Lebewesen mit Bedürfnissen, die ernst genommen werden müssen. Große wie auch kleine Hunde brauchen den Umgang mit Menschen und anderen Hunden, sie brauchen Spiel und Spaß, Schnüffel- oder Abenteuerspaziergänge, grundsätzlich ihrer Größe und ihrem Temperament angepasste tägliche Bewegung, aber auch Rückzugsmöglichkeiten und ausreichend Schlaf. Ein Hund ist kein Spielzeug. Auch wenn er durch Züchtung aussieht wie eines aussieht.

Unser ultralieber Jolly ist kein Welpe mehr, aber ein verschmuster und menschenbezogener Junghund. Er ist altersentsprechend verspielt, geht gerne auf Entdeckungstour und hat auch manchmal ein paar Flausen im Kopf. Er braucht dringend ein Zuhause bei Menschen, die ihm
freundlich und bestärkend sagen, wo es entlang geht. Die ihm helfen, sich in der großen, weiten Welt zurechtzufinden, die ihm vielleicht sogar mithilfe einer Hundeschule das Hunde-Mensch-ABC beibringen. Die mit ihm spielen, ihn liebevoll fördern und ihn auf seinem Weg zu einem dieser weltbesten Hunde begleiten. Jolly ist kein Spielzeug. Jolly ist ein Lebewesen mit Gefühlen, Bedürfnissen und dem Grundrecht, geliebt und respektiert zu werden.


Wenn Sie, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, die Zeit und Geduld für einen Junghund haben (und auch dann noch Zeit und Geduld haben werden, wenn Jolly etwas älter geworden ist), wenn Sie vielleicht sogar etwas Hundeerfahrung mitbringen und Jolly lieben und respektieren - nicht nur weil, sondern auch weil er so niedlich ist, dann sind Sie vielleicht der Mensch/die Familie, die wir für Jolly suchen. Kontaktieren Sie doch bitte unverbindlich Jollys Vermittlerin, wir freuen uns besonders auf Sie!

Sabine von Alm ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin. 

Telefon
aus Deutschland:

0176-87 46 27 55

aus dem Ausland:
+49176-87 46 27 55 

per eMail:

Sabine.vonAlm@pro-canalba.eu

Lebenslichter 07.06.2026, 19.14 | (0/0) Kommentare | PL

Thavine - Ich glaub´, ich bin im falschen Film!


Thavine

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 01.2026


Ein herrlicher Frühlingstag in Italien. Die Vögel zwitschern, die Sonne kommt hinter den Wolken hervor und strahlt auf das kuschelige Körbchen der Hundekinder Thavine und Tiriel. Thavine streckt sich genüsslich und stuppst ihr Brüderchen Tiriel an. Werde schnell wach, Tiriel. Ein spannender Tag voller Abenteuer erwartet uns. Noch mehr Abenteuer, antwortet Tiriel und gähnt herzhaft. Wir haben doch gestern schon unsere Spielsachen versteckt, mit unseren Menschen gekuschelt und sind über eine weiche Wiese mit den bunten Blumen getobt.


Stopp! Falscher Film! Denn das ist nicht der, in welchem Hundekinder die Hauptrolle spielen, die in der Geborgenheit einer Familie oder eines Lieblingsmenschen aufwachsen dürfen. Dies ist der Film von Welpen, die mit zwei Monaten von ihrer Mama getrennt und in einem Hundelager entsorgt wurden. Statt in dem kuscheligen Körbchen werden sie auf einem kalten, schmutzigen Betonboden schlafen müssen, bis ihre Knochen wundgescheuert sind; und statt Vogelzwitscher wird sie jeden Morgen das Bellen und Jaulen ihrer Mitinsassen wecken, von denen viele ebenfalls seit ihrer Welpenzeit dort eingesperrt sind, ab da kein einziges Mal ihre Zelle verlassen haben und in dieser auch irgendwann einsam und vergessen sterben werden.



Thavine und Tiriel hatten seltenes, unfassbares Glück: Die Tierschützer durften auf Stippvisite zu ihnen. Für die beiden Hundekinder bedeutete dies einen Augenblick der Freiheit und Unbeschwertheit auf der Besuchswiese. Hier konnten sie zum ersten Mal nach Herzenslust schnuffeln und rennen. Beim Leinenführigkeitstest ist die kleine Thavine zwar durch-, aber dafür durch ihren Einfallsreichtum aufgefallen: Sie hat die Leine kurzerhand zweckentfremdet und zur Spielkameradin gemacht.


Leider sind die Besuche durch die Tierschützer gezählt. Wenn sie das nächste Mal vorbeikommen - vielleicht in einigen Monaten oder sogar erst Jahren, je nachdem, wie es den Canilebetreibern gefällt - dann wird Thavine viel von ihrer Unbeschwertheit und ihrem hundekindlichen Zutrauen verloren haben. Sie wird nicht wissen, dass sie im falschen Film ist, denn den Film vom glücklichen Hundeleben wird sie bis dahin nicht kennenlernt haben; nur den, in dem Leben nichts anderes als Überleben heißt. Überleben in einer Welt, die es gar nicht geben dürfte.



Und nun, liebe Leserinnen, liebe Leser, geben wir Ihnen eine Fernbedienung in die Hand. Welcher Film soll für Thavine die nächsten zwölf bis vierzehn Jahre laufen? Film B (bei Publikum und Presse durchgefallen), in dem die Kleine elend in der Hundeverwahranstalt vor sich hinvegetiert, bis sie, gezeichnet durch körperliche und seelische Vernachlässigung, diese Welt verlässt? Oder Film A (löste schon bei der Uraufführung wahre Begesteirungsstürme aus), in dem sie die Hauptrolle in Ihrem Leben spielt, fröhlich und vertrauensvoll an Ihrer Seite aufwächst, um mit Ihnen als beste Freundin durchs Leben zu gehen? Sie halten die Fernbedienung in der Hand; und um Ihnen die Wahl zu erleichtern, haben wir schon die Telefonnummer von Thavines Vermittlerin einprogrammiert. Bitte rufen Sie an.  Thavine und wir freuen uns auf Sie. Vielen, lieben Dank!

Daniela Koenemann

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

 Telefon
aus Deutschland:

0176 - 24 63 36 19

aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19

 per EMail:

Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu

https://www.pro-canalba.eu/

https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/

Lebenslichter 22.05.2026, 19.25 | (0/0) Kommentare | PL

Nicht mehr jung und noch nicht alt: Ben


BEN

 Rüde

geb. 2014

55 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

freundlich und lieb zu Menschen,

bei Fremden anfangs ein bisschen schüchtern

verträgt sich gut mit Hündinnen,

bei Rüden entscheidet die gegenseitige Sympathie

läuft gut an der Leine

möchte so gern ein Für-immer-Körbchen sein Eigen nennen

Werde ich mein Leben irgendwann in Gefangenschaft beenden?

Schon als winziger, unschuldiger Welpe musstest du mit deinen Geschwistern Saffron un GabrialBen in das riesengroße, unheimliche Moskauer Hundeasyl Kozhuhovo einziehen. In all den Jahren hatte nur Gabrial das Glück, ein eigenes Zuhause zu finden. Ihr zwei, du und Saffron, wartet bis heute vergeblich darauf. Auch euch blieb der Umzug in das noch viel gruseligere, tierunwürdigere Shelter Malinki – weit ab von der Zivilisation und für die Freiwilligen nur unter großen Mühen erreichbar - nicht erspart.

Heute bist du nicht mehr jung. Es gibt Bilder von dir, auf denen die Spuren der Gefangenschaft, in welcher du dein Leben lang ausharrern musstest und immer noch musst, deutlich erkennbar sind. Durch den Mangel an regelmäßiger Bewegung haben deine Muskeln abgebaut, minderwertiges, nährstoffarmes Futter war dein ständiger Wegbegleiter und lässt dein so schönes Fell manchmal glanzlos und stumpf erscheinen.


Aber noch immer bist du ein fröhlicher, verspielter Hund, der es liebt einem Ball hinterher zu sausen, wenn sich die viel zu seltene Gelegenheit dazu bietet. Dann vergisst du die traurigen Umstände, unter denen du dein Dasein fristen musst; dann hast du Spass und fühlst dich für einen kurzen, seligen Augenblick glücklich und frei.

Diese hellen Momente in deinem sonst so trostlosen Leben sind rar und auch nur möglich, weil sich sehr engagierte, tierliebe Menschen ehrenamtlich in ihrer Freizeit um euch Hunde im Shelter kümmern. Die russischen Betreuer bemühen sich aufopfernd um euch, bringen euch ab und zu leckeres Dosenfutter mit, wenn ihr eigener Geldbeutel es erlaubt, befreien euch für eine Stunde aus euren winzigen, unbequemen aus Ziegeln gemauerten Zwingern und schenken euch soviel Zuwendung und Aufmerksamkeit, wie es in der Kürze der Zeit und bei der Menge an Hunden nur geht.


Und immer ist es viel zu wenig von allem: Zu wenig Liebe. Zu wenig Aufmerksamkeit. Zu wenig Bewegung. Zu wenig spazierengehen. Zu wenig Spiel. Und ganz besonders zu wenig Freiheit. Du erträgst dies alles, weil dir nichts weiter übrigbleibt, du kennst es ja auch nicht anders.

Doch natürlich wünschen wir uns für dich wie für möglichst viele der dreitausend anderen Vergessenen ein besseres Leben. Darum suchen wir nun die Nadel im Heuhaufen: Ein Zuhause, in dem man versteht, dass du vor allem Geduld und Verständnis brauchst, um dich in einem normalen Hundeleben zurechtzufinden; denn schließlich kennst du bisher nichts weiter als Mauern, Gitterstäbe, Hunger, Lärm und Angst.

Vielleicht möchten Sie ja dem freundlichen, junggebliebenen Ben gern zeigen, was es heißt, geliebt, geborgen und frei zu sein – so frei, wie es einem Hund in unserem Land erlaubt ist? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen lieben Dank! 


Die Vermittlung und Ausreise erfolgen über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Ben beim seltenen Ballspiel im Shelter Malinki (mit seiner Betreuerin und Saffron):


Ben mit seinen Geschwistern Gabrial und Saffron vor den Zwingerreihen damals in Kozhuhovo:


Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos/

Lebenslichter 27.07.2024, 20.33 | (0/0) Kommentare | PL

Darf´s noch ein Tässchen Kaffee sein? Arabica


ARABICA

 Hündin

geb. 2019

60 cm Schulterhöhe

keine Krankheiten bekannt

kastriert

gut verträglich mit Artgenossen

lieb zu ihr vertrauten Menschen,

bei Fremden zunächst schüchtern, wird aber schnell zutraulich

läuft folgsam an der Leine

Lebensretter(in) pfotenringend gesucht

 Sollst auch Du vergebens auf die Freiheit warten?

Bereits als unschuldiges, kleines Welpchen zogst du 2019 in das unheimliche Moskauer Shelter Kozhuhovo ein. Du bekamst deinen Namen wegen deiner wunderschönen Fellzeichnung nach einem arabischen Baum, der duftend weiß blüht und der uns köstliche braune Früchte – die Kaffeebohnen – schenkt.

Drei lange Jahre bringst du nun schon in diesem Hundegefängnis zu, praktisch dein ganzes junges Leben. Sehen wir dir in die Augen, so meinen wir darin die Angst lesen zu können, für immer hinter diesen grauen Mauern, hinter diesen rostig - grünen Gittern eingesperrt zu sein. 


Über dein kurzes Leben vor dem Shelter wissen wir nichts. Aber wir wissen, dass du bestens mit deinen Leidensgefährten im Asyl auskommst und noch nie in einen Streit unter deinen Mitgefangenen verwickelt warst. Deinen Zwinger teilst du dir mit zwei großen Rüden und deine Betreuerin beschreibt dein Wesen als friedfertig und tadellos – so sanft, mild und verträglich wie ein guter Kaffee.

Menschen, die du schon näher kennst, schließt du in dein kleines Hundeherz, schenkst ihnen deine bedingungslose Freundschaft und forderst sie sogar manchmal zum Spielen auf. Fremden gegenüber bleibst du zunächst vorsichtig und brauchst ein Weilchen, um Vertrauen zu fassen. An der Leine gehst du aber mit allen brav und willig mit. 


Für dich und die dreitausend anderen vergessenen Seelen wird der Umzug in das neue Shelter weit außerhalb Moskaus ein unfassbar einschneidendes Ereignis sein; denn er wird deine schon jetzt nur geringen Chancen auf ein eigenes Zuhause gegen Null sinken lassen - in Russland, wo niemand einen Mischling von der Straße adoptiert, wie es sie dort zu Tausenden gibt. Lieber schafft man sich einen Rassehund als eine Art Statussymbol an.

Darum suchen wir für dich (und möglichst viele andere) ein schönes Zuhause in Deutschland, bei geduldigen, verständnisvollen Menschen; die mit dem Herzen sehen und erkennen, wie einzigartig du bist; die Freude daran haben, dir Stück für Stück eine dir völlig unbekannte Welt zu zeigen und dich zu lehren, wie schön ein Hundeleben sein kann.

Vielleicht darf die zauberhafte ARABICA gerade an Sie ihr noch junges, übervolles Hundeherz für immer verschenken? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!


Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Hier gibt es ein kurzes Video der lieben ARABICA zu sehen:

https://youtu.be/FDyzRib9eFo

Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail:Ulrike.Worringer@T-Online.de

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Lebenslichter 24.07.2024, 15.31 | (0/0) Kommentare | PL

Mit fünfen in einer Kiste: Sherlock


SHERLOCK

Rüde

geb. Februar 2018

67 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

liebevoll und sanft, sucht er die Nähe ihm vertrauter Menschen,

bei Fremden braucht er ein bisschen Zeit

versteht sich gut mit seinen Artgenossen

kennt schon das Laufen an der Leine

träumt von einem Leben ohne Angst in seiner eigenen Familie

Im September 2018 wurde eine Kiste mit sechs Hundewelpen vor dem Moskauer Shelter Kozhuhovo abgestellt. In dieser kauerten, frierend und verängstigt, du und deine fünf Geschwister. Jahre vergingen, ohne dass sich für einen von euch ein Zuhause gefunden hätte. Das wäre auch einem Wunder gleichgekommen, denn hier wie in vielen anderen Ländern sind die Menschen immer noch sehr abergläubisch und fürchten, dass Hunde mit schwarzem Fell ihnen Unglück bringen könnten. Seit dem Umzug ins neue Shelter Malinki – gebaut weit vor den Toren von Moskau, für viele der Freiwilligen nur noch schlecht oder gar nicht mehr zu erreichen und errichtet auf dem Gelände einer stillgelegten, giftverseuchten Mülldeponie – ist für euch arme Hunde alles noch viel schlimmer geworden.


Anfangs warst du sehr schüchtern und scheu. Das ist verständlich, denn sicher handelte es sich bei euch um den unerwünschten Nachwuchs einer Besitzerhündin und bis zu eurer Entsorgung vor den Sheltertoren hattet ihr nur wenig Schönes erlebt. Dennoch fühltest du dich immer wieder zu den Freiwilligen hingezogen – du spürtest wohl, dass sie es gut mit euch meinten. So lerntest du allmählich, deine Furcht zu überwinden und den Menschen, die du kanntest, zu vertrauen.

Du bist ein sehr sanfter, ruhiger Rüde, der gut mit anderen Hunden auskommt. Du versuchst nicht, deine Artgenossen zu dominieren, spielst im Auslauf gern mit ihnen und gehst Konflikten aus dem Weg. 


Dies ist dein trauriges Dasein, das einzige, das du bisher kennst: Ein gemauerter, isolierter Zwinger, eine viel zu enge Holzhütte, einmal in der Woche für ein Stündchen spielen, vielleicht bei einem kurzen Gassigehen die Beine vertreten, ein paar Minuten kuscheln und dich in der Nähe der von dir trotz allem so geliebten Menschen geborgen fühlen. 


Vielleicht möchten Sie ja dem stattlichen, schwarzen Sherlock zeigen, dass wir nicht alle zum Fürchten sind und diesen anschmiegsamen Hundemann in Ruhe und Geduld mitnehmen auf eine spannende, gemeinsame Lebensreise. Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein „Pro Canes et Equos“.

Hier zeigen wir einige Videos von Sherlock im Shelter Malinki:

Sherlock – Gassigehen in Malinki

https://youtube.com/shorts/OVUOBtxcNP8

Sherlock – Leckerlis in Malinki

Sherlock – spielt im Auslauf in Malinki



 

Sherlock - Kuscheleinheiten im Auslauf in Malinki


Sherlock - im Spiel- und Fotozimmer in Malinki 

Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de

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Lebenslichter 16.07.2024, 14.00 | (0/0) Kommentare | PL

Heilerin auf vier Pfoten: Katie


Es tut so wohl, mit den Händen über das seidige Fell (s)eines Hundes zu streichen, ihm die samtigen Ohren zu kraulen und dabei alle Sorgen, alle Hektik ringsum zu vergessen. Balsam für die gestresste Seele – und die ruhige, sanftmütige KATIE ist hierfür wie geschaffen.

2016 wurde Katie als winziges Hundebaby nebst ihren Wurfgeschwistern in das Shelter Kozhuhovo bei Moskau eingeliefert. Ein riesiger Moloch mit rund 3000 Hunden, von denen viele in der grauen Masse einfach untergehen. Hier teilt sich Katie einen Außenzwinger von wenigen Quadratmetern mit ihrer Schwester Betti und ihrem Bruder Smile.


Einzig eine kleine Holzhütte bietet eine Rückzugsmöglichkeit und Schutz vor Wind und Wetter. Dieser laute, unwirtliche Ort ist bis heute das einzige Zuhause, das Katie kennt. Ein Zuhause, in welchem aufgrund der Enge außer Stehen, Sitzen und Liegen keine Bewegung möglich ist, in dem die Hunde obendrein gezwungen sind, ihr Geschäft zu verrichten. Für sensible Hunde wie Katie bedeutet das zusätzliches Ungemach.


Katie hat sich notgedrungen mit den Gegebenheiten abgefunden. Sie ist zu einer zauberhaften Junghündin herangewachsen und sie hatte Glück im Unglück. Sie wurde gesehen von den freiwilligen Betreuern, die einmal pro Woche das Shelter besuchen. Dann darf sie sich, zusammen mit ihren Geschwistern und anderen Leidensgefährten, in einem der Ausläufe die Beine vertreten, herumtoben und ein wenig spielen. Nur etwa eine Stunde währt das kurze Glück, bevor sie zurück muss in die Enge, Trostlosigkeit und Einsamkeit ihres Zwingers. Nun heißt es wieder warten – 167 endlose Stunden lang – auf das nächste Wochenende und den nächsten Besuch.

In ihrem Wesen wird Katie als gehorsame, intelligente, unaufdringliche und bescheidene Hündin beschrieben, die sich niemals in den Vordergrund drängt. So kann es passieren, dass sie leer ausgeht, wenn es sich darum handelt, ein kleines Extra zu ergattern – wie einen besonderen Leckerbissen oder ein Streicheln von liebevoller Hand. Es liegt nicht an den Freiwilligen! Sie tun alles für ihre Schützlinge, geben buchstäblich ihr letztes Hemd. Aber sie sind einfach zu wenige – nur etwa 100 – für 3000 Hunde, und wer sich nicht ganz vorn in der ersten Reihe präsentiert, wird leicht übersehen.

Dabei ist Katie aber durchaus keine "Schlaftablette". Wenn sie im Auslauf für ein paar selige Momente ihren tristen Alltag vergisst, spielt und tobt sie mit den anderen, wie es einer Hündin ihres Alter entspricht und beschenkt ihre Betreuer mit kleinen Zärtlichkeiten.

Ihre guten Eigenschaften machen Katie zum perfekten Familienhund. Noch kann sie nur träumen vom eigenen Zuhause mit Menschen, die sie behutsam und liebevoll hinführen in eine schöne, neue Welt ohne Gitterstäbe, Kälte, Lärm, Hunger und Angst. Dazu wäre ein freundlicher Artgenosse ideal, an dem sich Katie orientieren und von dem sie all das lernen kann, was ein Hund wissen muss.

KATIE wartet im Sektor C, Zwingernr. 51.


Möchten Sie der liebenswerten Hündin gern ihren Traum erfüllen? Dann wenden Sie sich bitte an:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.worringer@procanes.org

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde

Lebenslichter 17.01.2024, 18.57 | (0/0) Kommentare | PL

Hans im Glück?! Hans


...ein Hund,

der niemals erwachsen werden möchte

 Rüde

geb. 2014

  60 cm Schulterhöhe

keine Krankheiten bekannt

geimpft, gechicpt, kastriert

bestens verträglich mit Artgenossen

freundlich zu Menschen

läuft artig an der Leine

Liebe auf Lebenszeit gesucht

Hans´ Leben begann, wie eigentlich kein Hundeleben beginnen sollte. Gerade von der Mutter entwöhnt und dann in einer Welt gelandet, die aus Gittern und Trostlosigkeit besteht. Der einsamen Welt des Shelters "Kozhuhovo".

Und hier lebt er nun seit 2014. Hans ist im Shelter aufgewachsen und hat somit nie ein Leben ohne Einsamkeit und ohne Gitter kennen gelernt. Noch nie durfte er erfahren, wie es ist, ein eigenes Zuhause zu haben.

Im Sommer der Hitze ausgesetzt, im Winter der russischen Kälte. Kein Körbchen, nur eine kleine Holzhütte im Zwinger die ein wenig Schutz gibt. Und das einzige Bisschen Freiheit das Hans kennt, ist wenn er einmal in der Woche in den Auslauf darf. Hier kann er mit seinen Artgenossen spielen und ein paar wenige Streicheleinheiten von den Betreuern bekommen. Ein kleines bisschen Glück. 

Und Glück ist das, was Hans bisher in Russland nicht hatte. Er ist mittlerweile kein kleiner Welpe mehr. Er ist ein großer, wunderschöner Rüde geworden. Zu groß für eine kleine russische Stadtwohnung. Zu schwarz und unscheinbar um gesehen zu werden.

Nur einmal wurde der hübsche, ca. 60 cm großer Rüde für eine kurze Zeit aus dem Shelter adoptiert. Er durfte das Shelter Kozhuhovo für 5 Monate verlassen, denn er sollte als Wachhund dienen. Doch leider war Hans ganz und gar nicht dafür geeignet.

Niemand hatte Hans gezeigt wie sich ein Wachhund verhält oder was die Aufgaben eines Wachhundes sind. Mal ganz davon abgesehen, dass Hans auch nicht einen Ansatz von Wachhund in sich trägt. Er ist ein lieber und freundlicher Kerl, der viel lieber bei den Menschen ist, sich streicheln lässt und mit einem spielt. Sein Interesse irgendetwas oder jemanden zu beschützen und zu bewachen war gleich null.

So hieß es für Hans wieder zurück ins Shelter und darauf hoffen, dass sich andere, liebe Menschen finden, die ihm ein richtiges Zuhause als Familienhund schenken würden. Doch diese Menschen blieben aus und Hans ist ein weiterer schwarzer Hund unter vielen. Er fristet sein Dasein im Zwinger, freut sich über den Besuch der Betreuer und lebt Tag für Tag vor sich hin.


Besonders angetan ist Hans von den Betreuern im Shelter, die kommen, um ihn und die anderen Hunde in den Auslauf zu lassen, mit ihnen spazieren gehen, sie streicheln und ihnen Aufmerksamkeiten schenken. Hans mag es sehr, wenn er sich auf seine Hinterbeine stellen kann und sich dann an die Betreuer schmiegen darf, ihnen in die Augen schaut und sieht – für diesen einen Moment ist diese Welt schön und er wird gesehen.

Mit seinen 8 ist Hans noch immer recht verspielt und aktiv. Im Inneren ist er ein junger Hund, einer der nie so richtig erwachsen werden wollte – ein großer Peter Pan halt. Es wäre wirklich schön, wenn Hans noch einmal eine Chance bekommen würde, nicht als Wachhund, sondern als geliebter Familienhund.

Hans ist mit seinen Artgenossen verträglich, spielt gerne im Auslauf mit ihnen. Natürlich mag und genießt er auch die Zeit mit seinen Betreuern allein. Er geht gerne und gut an der Leine spazieren und freut sich dort über die Aufmerksamkeit und Nähe, die ihm zuteil wird. Im Sommer, wenn es schön warm wird, liebt Hans es, im Wasser zu spielen. Die Sandmuscheln im Shelter werden dann zum Highlight des Tages für den hübschen Riesen.

Eine aktive und naturbegeisterte Familie oder auch Einzelperson wäre ideal für Hans. Menschen, die viel Zeit mit ihm verbringen möchten und ihm all die Dinge zeigen, die er bisher noch nicht kennenlernen durfte. Einfach Menschen, die ihn bei sich aufnehmen, ihn lieb haben und ihn nie wieder her geben wollen.

Hans ist bereits kastriert, gechipt und geimpft. Wie all unsere Vermittlungshunde sucht er ausschließlich nach einer Endstelle. 

Sein Noch-"Zuhause" befindet sich im Sektor A, Zwingernummer 21.

Hans beim Gass gehen im Shelter: 


Hans bekommt eine Extraportion Nassfutter:


Hans wird beim Gassigehen von einem anderen Betreuer gestreichelt:

Vermittlerkontakt/Fragen: 

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.Worringer@T-Online.de

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 17.01.2024, 18.57 | (0/0) Kommentare | PL

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Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.









"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

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Über mich

Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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