Tag: Vertr

DIANTHA
Rasse: Deutscher Schäferhund
Geschlecht: Hündin
Geboren: 10/2017
Schulterhöhe: 61 cm
"Es ist schwer, dich anzuschauen, Diantha … dabei sind es nur Bilder. Und trotzdem reicht das, was man sieht, um zu ahnen, wie viel in dir vorgeht.

Du bist noch nicht lange hier. Und genau das macht es so schwer. Denn du wirkst nicht wie ein Hund, der sich mit seinem Schicksal abgefunden hat. Du bist eine neunjährige Schäferhündin – ein Hund, der Nähe sucht, der sich bindet und seinen Menschen treu zur Seite steht. Und wahrscheinlich waren deine Menschen genau das für dich: dein Mittelpunkt, dein Zuhause, deine Sicherheit.

Und jetzt sind sie weg.
Du wurdest in ein Hundelager gebracht. Zurückgelassen in einer Welt aus Gittern, Lärm und Enge. Für einen Hund, der sein Zuhause verloren hat, muss es schwer sein, sich in dieser fremden Umgebung zurechtzufinden. Und bei dir kommt noch etwas hinzu: Dein Körper ist krank. Du hast Geschwülste in der linken Brustdrüse und Leishmaniose – eine Erkrankung, vor der viele Menschen zurückschrecken. Dabei kann gerade für einen Hund wie dich eine liebevolle Umgebung, gute Versorgung und die Nähe zu seinen Menschen so viel bedeuten.

Vielleicht ist auch deshalb alles still geworden in dir.
Du suchst nicht von dir aus den Kontakt, bleibst lieber für dich. Als würdest du dich zurückziehen und erst einmal abwarten wollen. Vielleicht ist das deine Art, mit all dem Unbekannten zurechtzukommen.

Du teilst dir deine Box mit einem Rüden. Wenigstens bist du dadurch nicht ganz allein. Und trotzdem wirkt dein Blick oft weit weg.
Aber dann gibt es diese kleinen Zeichen, die Mut machen: Wenn man dich an die Leine nimmt, gehst du mit. Ganz selbstverständlich. Du läufst ruhig und gut, als wäre dir das alles nicht fremd. Und mit der Zeit lässt du auch Berührungen zu. Vorsichtig, aber immerhin.
Vielleicht ist genau das der kleine Rest von Vertrauen, an den wir anknüpfen können.

Meine liebe Diantha, wir können dir deine Vergangenheit nicht zurückgeben. Und wir können dir nicht erklären, warum deine Menschen dich verlassen haben. Aber vielleicht können wir dafür sorgen, dass deine Geschichte nicht hier endet.

Wir hoffen, dass jemand dich sieht. Nicht nur deine neun Jahre, nicht nur deine Erkrankungen, sondern vor allem den Hund, der noch immer in dir steckt: Eine treue Schäferhündin, die einfach nur wieder jemanden braucht, dem sie vertrauen und sich anschließen darf.
Dann wird vielleicht auch dein Warten irgendwann ein Ende haben."

Bitte, liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Diantha diesen neuen Anfang schenken möchten, melden Sie sich bei ihrer Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!
Simone Leitenbauer
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0160 -14 43 169
aus dem Ausland:
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Lebenslichter 15.10.2026, 16.59 | (0/0) Kommentare | PL

Puccie
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 03.2017
Schulterhöhe: 60 cm
"Hallo, ihr Lieben,
manchmal frage ich mich, ob ich hier drinnen überhaupt noch Hund sein darf oder ob ich nur noch eine Nummer bin, die versorgt wird, damit sie irgendwie weiter existiert.
Das Schlimmste ist nicht einmal, dass ich allein bin. Sondern dass von mir erwartet wird, sozial, freundlich und souverän zu sein - obwohl mir hier niemand zeigen kann, wie das geht. Wie auch? Ich lebe allein in einer kleinen Box, umgeben von Dauerlärm, ohne echte Begegnungen, ohne Spiel, ohne Lernen. Hier wird nicht gelebt, hier wird ausgehalten. Tag für Tag.
Neulich durfte ich für einen kurzen Moment nach draußen. Dabei hat man getestet, wie ich mit anderen Hunden zurechtkomme. Mein Gegenüber war Apolonio, ein ruhiger, fairer Hund. Er hat alles richtig gemacht. Aber ich wurde unsicher. Ängstlich. Mein Kopf schaltete auf Alarm und ich reagierte so, wie ich es hier gelernt habe: mit Anspannung statt Gelassenheit.

Deshalb muss man im Moment leider sagen: Mit anderen Hunden tue ich mich noch schwer. Nicht, weil ich böse bin, sondern weil mir all die Dinge fehlen, die ein Hund normalerweise lernen darf. Ich brauche Sicherheit, Geduld und Menschen, die mir helfen, die Welt Schritt für Schritt kennenzulernen.
Bitte hört jetzt nicht auf zu lesen.
Denn bei Menschen zeigt sich eine ganz andere Puccie. Ich bin offen, anhänglich und genieße jede Zuwendung. Ich suche die Nähe, vertraue den Menschen, die sich um mich kümmern, und draußen orientiere ich mich wunderbar an ihnen. Ich laufe gut an der Leine, schaue zu meinem Menschen auf und gehe gerne mit – als wollte ich sagen: Zeig mir den Weg, ich komme mit.

Vielleicht wünsche ich mir einfach jemanden, der mir nicht vorwirft, was ich nie lernen durfte. Sondern jemanden, der sieht, was trotz allem geblieben ist: meine Hoffnung, meine Bindungsfähigkeit und meinen Mut.
Vielleicht braucht es genau einen Menschen, damit aus meinem Aushalten endlich ein Ankommen wird."
************************
Liebe, wunderschöne Puccie – wie bist du nur im Canile gelandet? Seit März 2020 sitzt du dort eingesperrt, in einer viel zu kleinen Zelle, ohne Auslauf, ohne all das, was ein Hund zum Leben braucht.
Du bist eine etwas größere Hündin mit dichtem schwarz-weißem Fell, einem sanften Gesicht und neugierigen bernsteinfarbenen Augen. Vielleicht steckt ein Herdenschutzhund in dir, vielleicht ein Setter – wir wissen es nicht. Genauso wenig kennen wir deine Vergangenheit. Aber die soll hinter dir liegen. Jetzt zählt nur noch deine Zukunft.

Sechs Jahre Gefängnis für einen Hund sind sechs Jahre zu viel. Deshalb wünschen wir uns nichts sehnlicher, als dass du bald in den weißen Transporter steigen und noch vor dem nächsten Winter in dein eigenes Zuhause fahren darfst.
Dort wird man dir zeigen, wie schön ein Hundeleben sein kann: lange Spaziergänge, ein weiches Körbchen, Sonne im Garten, liebevolle Hände, die dein Fell bürsten und dich ausgiebig kraulen. Vor allem aber Menschen, die verstehen, dass du Zeit brauchst. Menschen, die dir in Ruhe alles beibringen, was dir bisher verwehrt geblieben ist.
Die Tierschützer berichten, dass du im Canile allein untergebracht bist, weil dir Begegnungen mit anderen Hunden dort schwerfallen. Doch wer könnte es dir verdenken? So viele Jahre der Abgeschiedenheit, der bedrückenden Enge und der nie endende Stress hinterlassen Spuren. Ein Canile ist kein Ort, an dem Hunde echtes Zusammenleben lernen können; sie müssen dort Tag für Tag einfach nur durchhalten und funktionieren.

Umso erfreulicher ist alles, was die Tierschützer über deinen Umgang mit Menschen erzählen: Du bist nett, auch zu Fremden, suchst von dir aus Anschluss, läufst fein an der Leine mit und bist unglaublich verschmust und anhänglich. Nach der langen Einsamkeit hast du dir dein Vertrauen in uns Menschen bewahrt. Das ist wohl das größte Geschenk, das du mitbringst.
Nun fehlt nur noch der Mensch, der dich sieht. Der in deine wunderschönen Augen blickt und spürt, dass genau du zu ihm gehörst. Der überlegt, wo dein Körbchen stehen wird, welche Wege ihr gemeinsam entdecken werdet und wie sich dein neues Leben anfühlen könnte.

Und irgendwann merkt dieser Mensch, dass aus einem leisen Ziehen im Herzen längst eine Entscheidung geworden ist.
Liebe Puccie, es ist unser innigster Wunsch, dass dein Lieblingsmensch dich ganz bald findet. Lange genug hast du gewartet, jetzt bist du auch einmal an der Reihe!
Yvonne Beier
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Lebenslichter 14.10.2026, 20.40 | (0/0) Kommentare | PL

Norgen
Rasse: Labrador Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 03.2019
Schulterhöhe: 60 cm
Lieber Mensch!
Hast Du manchmal Langeweile oder kommst Du viel zu selten hinaus an die frische
Luft, in die schöne Natur? Fühlst Du Dich hin und wieder allein, ungesehen und
ungeliebt? Hast Du gerade nicht viel zu lachen in Deinem Leben und an treuen,
stets verfügbaren Freunden fehlt es auch? Dann geht es Dir genau wie mir!

Ich bin ein siebenjähriger, beeindruckender Hundemann und hause seit nunmehr vier Jahren in diesem schrecklichen Gefängnis. Hier gibt es nur Gitter, Beton, Schmutz und viele Hunderte hoffnungsloser Hunde. Uns bleibt nur eine winzige Chance, diesen furchtbaren Ort irgendwann lebend zu verlassen, indem wir uns von unserer besten Seite zu zeigen, wenn die Tierschützer mit den Fotoapparaten uns ein-, zweimal im Jahr für ein paar Minütchen besuchen dürfen.
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Sie sagen, ich sei freundlich und verträglich und kein bisschen aggresiv, aber ich wirke bekümmert und angespannt. Wen wundert das? Ich bin bellend, mit erhobener Rute auf sie zugelaufen. Dann habe ich sie neugierig beschnuppert und mich sofort wieder beruhigt. Aber wachsam und auf der Hut bin ich in diesem unheimlichen Riesenlager eigentlich immer. Wo und bei wem ich die Jahre davor gelebt habe, weiß ich nicht; jedenfalls hat man man mir dort beigebracht, wie man manierlich an der Leine läuft. Allerdings lasse ich mich nur ungern anfassen – keine Angst, ich schnappe nicht zu, nur so recht genießen kann ich es nicht. Dafür verstehe ich mich blendend mit meinen Artgenossen. Ich teile meine Betonbox mit Annetta, und über eine nette Hundefreundin im neuen Zuhause würde ich mich echt freuen.

Vielleicht ist die Lösung für Dein und mein Problem ganz einfach: Dir fehlt ein guter Hund genauso wie mir eine gute Familie. Eine, die mich freundlich willkommen heißt und mich lehrt, das zu genießen, was ich zum täglichen Leben brauche: leckeres Fresschen, ein gemütliches Körbchen, Spaziergänge und einen Auslauf oder Ausguck im Garten, gelegentlich Gesellschaft von anderen Vierbeinern und ganz besonders Deine/Eure Liebe und Fürsorge.

Da ist noch eine Sache, die ich lieber verschweigen würde, aber es ist wohl besser, Du weißt darüber Bescheid: Ich habe Leishmaniose. Das ist so eine doofe Infektionskrankheit, die bei uns im Süden ziemlich oft vorkommt. Zwar lässt sie sich nicht heilen, aber gut behandeln und wenn du auf mich achtest, kann ich damit richtig alt werden.

Danke fürs Lesen und für Deine Hilfsbereitschaft, auch wenn Du selbst mich gerade nicht bei Dir aufnehmen kannst. Wir Hunde spüren trotzdem den guten Willen. Und wer weiß? Vielleicht hast Du ja einen Freund, der einen kennt, dessen Hund verstorben ist oder weißt jemanden, der jetzt Zeit hat in seinem Tag, dem nur noch die passende vierpfotige Begleitung fehlt. Dann wäre uns beiden geholfen!
Es grüßt, mit einem wackeren Wuff,
der Norgen
Tanja Roth
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Lebenslichter 11.09.2026, 20.01 | (0/0) Kommentare | PL

Giotto
Rasse: Bretone
Geschlecht: Rüde
Geboren: 03.2016
Schulterhöhe: 45 cm
Manchmal können wir es selbst kaum glauben, wie großartig unsere Vermittlungskandidaten sind. Ja, säße unser zauberhafter Um-den Finger-Wickler Giotto in einem deutschen Tierheim, dann hätte sich bestimmt längst jemand in ihn verliebt und der süße Kerl hätte seinen Platz auf dem Sofa und im Herzen seiner neuen Familie bereits gefunden.


Wäre, hätte, Fahrradkette - naja, Sie wissen schon… Aber ich möchte es einmal
so ausdrücken: Was noch nicht ist, kann und wird unbedingt noch werden! Denn zweifellos
dürfen wir Ihnen mit unserem Giotto ein echtes Sahnestückchen vorstellen, das
zu so viel mehr passt, als nur zu einer Tasse Kaffee! Der kleine Mann ist rundum
nett und verträglich mit allen Vier- und Zweibeinern. Er bringt sich fast um
vor Freude über jede noch so kleine Zuwendung und Aufmerksamkeit, liebt
Spaziergänge und läuft dabei sogar vorbildlich an der Leine. Und das, obwohl
sein vorheriges Leben bei einem Jäger wohl eher schwer und entbehrungsreich war
- weit entfernt davon, wie ein geliebtes Familienmitglied gehalten zu werden. Hunde sind für italienische Jäger im Grunde
nichts weiter als Gebrauchsgegenstände; als das Herrchen verstarb, hatte dessen
Tochter letztlich auch keinerlei Verwendung mehr für den treuen Vierbeiner und
schob ihn mitleidlos in ein Hundelager ab.

Dabei liebt Giotto uns Menschen und möchte so gern überall dabei sein. Aufmerksamkeit, Nähe und gemeinsame Augenblicke sind das Größte für ihn; voller Neugier bewegt er sich durch den Alltag und strahlt dabei soviel Sanftheit, Charme und Lebensfreude aus – eine Mischung, der man nur schwer widerstehen kann.


Ich möchte noch erwähnen, dass Giotto, wie viele Vertreter seiner Rasse, mit einer kurzen Rute geboren wurde. Zudem wurde bei ihm ein Herzgeräusch festgestellt und er bekommt Tabletten. Zwar sollte man die Sache ein wenig im Blick behalten; sie beeinträchtigt ihn aber weder in seiner Unternehmungslust, noch in seiner Lebensfreude.

Solo con Giotto – vielleich braucht es für Sie nur diesen einen Hund, um alles richtig zu machen.
Yvonne Beier
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Lebenslichter 11.09.2026, 20.01 | (0/0) Kommentare | PL

Haribo
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren:12.2018
Schulterhöhe: 40 cm






Nun wartet das Märchen vom kleinen Hund Haribo noch auf sein glückliches Ende; mit einem Menschen, der ihn nicht wieder ankettet, ihm aber das Vertrauen zurückgibt und seine Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit stillt.

Möchten Sie dieser Mensch, diese Familie für unseren Haribo sein? Dann melden Sie sich bitte möglichst schnell bei seiner Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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Daigle
Rasse: Maremmano Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 05/2016
Schulterhöhe: 64 cm
Diese Überschrift könnte der Leitspruch unseres Daigle sein, wenn er selbst mit seiner Bitte um ein schönes und würdiges Leben an Sie herantreten könnte. Genau darum geht es: Das Kostbarste, was Daigle noch besitzt, ist die Zeit, die ihm bleibt.
Wir wissen nicht, was er erlebt hat, bevor er im September 2024 in das trostlose Canile gebracht wurde. War es vorher besser? Oder – schwer vorstellbar, aber leider möglich – sogar noch schlechter? War es an einem anderen Ort das gleiche Dahinvegetieren?
All das hat Daigle den letzten Mut nicht genommen; das konnten die Tierschützer vor Ort feststellen. Anfangs erschien er sehr schüchtern, zeigte aber im Verlauf des Besuches reges Interesse an den Menschen und taute immer mehr auf. Anfassen ließ er sich, mochte es aber nicht, wenn man ihm zu forsch begegnete, und zog sich dann ein wenig zurück. Mit Rüden und Hündinnen lebt er friedlich zusammen in einer düsteren und dreckigen Box. Keine Unruhe, kein Ärger, keine Streitsucht – einfach nur ein Hund, der versucht, den Tag hinter sich zu bringen, ohne zusätzlich Energie zu verschwenden. Verträglichkeit ist bei ihm kein Etikett, sondern Alltag.

Daigle ist ein Rüde, der Vertrauen fassen und sich in einer Familie einleben kann. Einer, der noch vieles von dem zeigen wird, was heute hinter Gitterstäben verborgen bleibt. Denn ein Hund wird dort auf seine körperlichen Grundfunktionen reduziert – mit Ihrer Hilfe könnte Daigle diese Grenzen endlich hinter sich lassen.
Daigle ist ein Maremmano-Mischling, also ein Herdenschutzhund mit all den Eigenschaften, die diese besondere Rasse mitbringen kann: Wachsamkeit, Eigenständigkeit, Loyalität und manchmal auch eine verblüffende Neigung zur Clownerie. Welche dieser Wesenszüge bei Daigle besonders ausgeprägt sind, können wir nach dem Leben im Canile noch nicht sicher beurteilen.
Daigle ist zehn Jahre alt. Offiziell ist er damit ein Senior – inoffiziell ist er ein Hund, dem man viel zu lange zugemutet hat, still zu sein. Seit gut zwei Jahren lebt er im Lager. Das ist ein Zeitraum, der für einen jungen Hund nur verlorene Zeit bedeutet. Für einen Senior ist es etwas anderes: Es ist ein Zeitfenster, das immer schmaler wird. Das klingt nicht dramatisch. Die Wahrheit dahinter ist es trotzdem. Daigle hat nicht „irgendwann. Daigle hat „jetzt.

Und trotzdem wirkt er nicht wie ein Hund, der innerlich zerbrochen ist. Er wirkt eher wie einer, der sich seine Würde bewahrt hat. Ein Maremmano-Mischling, der nicht gelernt hat, sich nach vorne zu drängen, sondern sich zurückzunehmen, wenn es ihm zu viel wird. Ein Hund, der keine großen Forderungen stellt, weil er vermutlich nie erlebt hat, dass diese irgendetwas bewirken. Genau solche Hunde werden im Lager leicht übersehen: Sie sind leise, sie sind vorsichtig, sie funktionieren. Und sie verlieren dadurch oft am meisten.
Bei den Besuchen zeigt Daigle sich als das, was er ist: ein etwas schüchterner Hund. Aber – und das ist wichtig – er kann ohne Probleme gehandhabt und angefasst werden. Daigle ist kein Hund, der die Nähe sucht und dabei überschwänglich wird, aber er lässt sie zu. Er braucht Menschen, die verstehen, dass Respekt manchmal einfach bedeutet, nichts zu erzwingen. Nicht bedrängen, nicht forsch sein, nicht denken: „Jetzt musst du doch merken, dass wir nett sind. Sondern ruhig bleiben, verlässlich sein und ihm den Raum geben, von sich aus den nächsten Schritt zu wagen.

Eine Beobachtung stimmt uns gerade besonders traurig: Daigle hat nur geringe Muskelmasse an der Hinterhand. Man sieht an seinem Körper, was Lagerhaltung bedeutet. Nicht nur psychisch, sondern auch körperlich. Zu wenig Bewegung, zu wenig Boden unter den Pfoten, zu wenig Abwechslung – und irgendwann baut ein Körper ab, weil er nicht mehr gefordert wird. Seine Hinterhand ist schwach geworden. Sein Wille scheint es nicht zu sein. Mit einem passenden Zuhause, regelmäßigen Spaziergängen in kleinen Dosen, gutem Futter, Wärme und – wenn nötig – physiotherapeutischer Unterstützung kann man oft erstaunlich viel zurückholen. Vor allem, wenn man nicht wartet, bis es noch schwerer wird.
Daigle braucht Menschen, die ihm keine zweite Jugend versprechen müssen. Es reicht etwas viel Größeres: ein Leben, das seinem Wesen gerecht wird. Ein ruhiger Platz, gern ebenerdig oder mit wenigen Treppen, eine sichere Routine, freundliche Konsequenz und Zeit. Menschen, die einen Herdenschutzhund nicht verändern wollen, sondern ihn so annehmen, wie er ist: wachsam, sensibel, unabhängig – und, wenn man sein Vertrauen gewinnt, von beeindruckender Loyalität.

Vielleicht suchen Sie keinen Hund, der alles mitbringt, sondern einen, dem Sie noch etwas schenken können: Sicherheit, Respekt und ein Zuhause, das seinem Wesen gerecht wird. Dann könnte es sich für Sie lohnen, Daigle kennenzulernen.
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
Lebenslichter 04.08.2026, 12.15 | (0/0) Kommentare | PL
… und wieder sieht Macka nur die Rücklichter.

Hündin, ca. 50 cm
geb. ca. 2014
Zwingernummer: B 157
gechipt, geimpft und kastriert
Viele ihrer Mitgefangenen hat sie schon kommen und manche gehen sehen. Diese hatten das Glück, von tierlieben Menschen adoptiert zu werden. Macka gönnt es ihnen von Herzen; aber zu gern wäre auch sie endlich an der Reihe, diesem furchtbaren Ort "Adieu" zu sagen und dorthin zu reisen, was man Heimat nennt.

Macka wartet jetzt seit Februar 2016 im
Shelter Kozhuhovo auf ihre Befreiung. Davor hatte sie ein Zuhause, eine
Familie. Sicher nicht hundegerecht, denn sie wurde fast ausschließlich in der
Wohnung gehalten und kennt so gut wie nichts von der Welt „da draußen“.
Vermutlich teilt sie damit das Schicksal vieler russischer Hunde: Als putziger
Welpe angeschafft, geliebt, verhätschelt und verwöhnt. Doch dann wuchs sie
leider und wurde irgendwann zu groß für eine Ministadtwohnung in Moskau. So
schob man sie ab in die Hundeverwahranstalt. Kein Hund verdient ein solches
Los, auch die liebenswerte Macka nicht.

Anfangs waren ihr die vielen Hunde, der Lärm und die fremden Menschen im Shelter unheimlich. Sie zog sich in die winzige Holzhütte ihres Zwingers zurück und getraute sich lange nicht, diese zu verlassen. Dank der unermüdlichen Bemühungen der freiwilligen Betreuer hat sie inzwischen wenigstens zu ihnen Vertrauen gefasst und sogar das Laufen an der Leine gelernt.

Für Macka suchen wir Menschen mit viel Geduld
und Einfühlungsvermögen, die dem unsicheren Hundemädchen ausreichend Zeit
schenken, um sich ans richtige Leben zu gewöhnen. In ihr steckt garantiert eine
Traumhündin – sie braucht nur eine Chance, damit sie es beweisen kann!

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
Lebenslichter 25.07.2024, 15.41 | (0/0) Kommentare | PL

BETTI
Hündin
geb. 2010
45/50 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
Wie so oft, laufen mir die
Tränen übers Gesicht, während ich dies schreibe. Einmal mehr kann ich es nicht
fassen, was den Tieren – hier speziell den Hunden – aus Geldgier und
Hartherzigkeit angetan wird. Die arme Betti sitzt bereits seit dem Juli 2010 im
Shelter Kozhuhovo. Das bedeutet, sie hat ihr gesamtes Leben dort verbracht und
nie etwas anderes gesehen, als kahle Wände, Gitterstäbe und Tausende
vergessener, trauriger Hunde. Ihre begrenzte Welt besteht aus einem engen
Metallcontainer mit Holzfußboden und zwei Blecheimern für Futter und Wasser –
vorausgesetzt, es gibt überhaupt welches; denn die veralteten Wasserleitungen
frieren im Winter häufig ein, und die Hunde müssen Schnee fressen, um ihren
Durst zu löschen. Auch im Sommer ist das kostbare Nass rar, und viele,
besonders ältere und kranke Tiere sterben an Austrocknung.

Betti, die – wenigstens in unseren Augen – zu einer wunderhübschen Hündin herangewachsen ist, gehört heute zu den Langzeitinsassen und Senioren in dem abgelegenen Shelter. Es wurde bewusst etliche Kilometer von Moskau entfernt gebaut; Menschen könnten sich sonst durch das niemals endende Hundegebell gestört fühlen, welches in seiner Lautstärke tatsächlich jede normale Unterhaltung unmöglich macht. Oder, noch schlimmer: Sie könnten auf das Leid der eingesperrten Tiere aufmerksam werden, was durchaus nicht im Interesse der Shelterbetreiber liegt.
Den einzigen Lichtblick in Bettis Leben bilden die Besuche der freiwilligen Betreuer, die einmal in der Woche das Shelter besuchen, um den Hunden für eine Stunde ein bisschen Abwechslung und menschliche Nähe zu schenken. Betti nimmt das Angebot stets dankbar an. Sie rennt dann mit ihren Leidensgefährten um die Wette, denn trotz ihres Alters ist sie noch sehr fit. Zwischendurch läuft sie immer wieder zu den Betreuern und bettelt um etwas Liebe und ein paar Streicheleinheiten.

Die freiwilligen Helfer beschreiben Betti als besonders freundliche und sanfte Hündin. Sie ist noch immer sehr verspielt, verträgt sich gut mit ihren Artgenossen und geht bei den kurzen Spaziergängen durch das Sheltergelände brav an der Leine.

Könnten Sie sich vorstellen, dieser lieben, den Menschen trotz allem zugetanen Hündin für ihre letzten Lebensjahre noch ein schönes Heim zu schenken? Sie braucht wirklich nicht viel: Ein weiches Kissen für die alten Knochen, anständiges Futter, ein bisschen spielen und spazieren gehen, genügend Zeit, um sich an das ihr völlig fremde, gute Leben zu gewöhnen – und vor allem ganz viel Liebe.
Darf sich Betti Ihnen anschließen? Dann lassen
Sie es uns bitte wissen. Vielen, lieben Dank!

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)
Lebenslichter 22.07.2024, 14.28 | (0/0) Kommentare | PL

Geburtsdatum: ca. 2014
Aufenthaltsort: TH Russland
SAM ist ein Fundtier. Im Herbst 2014 geboren,
kam er bereits als kleiner Welpe ins Shelter "Kozhuhovo" in Moskau. Plötzlich
musste er sich in einer Welt zurecht finden, wie er sie vorher nicht kannte.
Eine Welt, in der es offensichtlich nur noch Gitterstäbe für ihn gab.
Wenn die Hunde ins Shelter gebracht werden, bedeutet die erste Zeit für sie, in einem der winzigen Quarantäne-Zwinger hocken zu müssen. Die Türen dieser Zwinger verwehren den Blick nach draussen - lediglich der obere Teil ist vergittert. Alles, was die Hunde sehen können, wenn sie stehen, ist der Himmel. Um einen Blick in den Gang zwischen den Zwingerreihen werfen zu können, müssen sie sich auf die Hinterbeine stellen.

So musste Sam ausharren - 4 lange Wochen - bis er alle nötigen Impfungen bekommen hatte und nicht mehr Gefahr lief, an einer tödlichen Infektion zu erkranken. Sam hat diese Zeit überstanden und wurde nach 4 Wochen Einsamkeit in einem Außenzwinger im B-Sektor untergebracht. Nun hatte er wenigstens Gesellschaft durch ein paar Artgenossen, die sich mit ihm diesen Zwinger teilten.

Und er bekam eine Betreuerin - einen lieben Menschen, der sich fortan um ihn kümmern sollte. Auch wenn dieser Mensch nur einmal in der Woche zu Besuch kam...Sam begriff schnell, dass dieser Zweibeiner es gut mit ihm meinte. Er bekam Streicheleinheiten, Aufmerksamkeit und durfte zusammen mit den anderen Hunden in den Freilauf rennen, um dort zu spielen und zu toben. Außerdem brachte seine Betreuerin ihm bei, wie man anständig an der Leine läuft. Das ist Sam´s Leben.
Heute ist Sam längst erwachsen und obwohl er die meiste Zeit seines Lebens hinter Gittern verbracht hat, hat er sich seinen freundlichen Charakter bewahrt. Obwohl es Menschen waren, die ihm dieses Leben aufgezwungen haben, sucht er ihre Gesellschaft und zeigt sich sehr anhänglich.

Leider hat bis heute nie Jemand Interesse
daran gezeigt, Sam zu adoptieren. Und die Chancen auf ein schönes Zuhause in
seinem Heimatland sinken mit jedem Monat, den er älter wird. Seine Größe (ca.
55 cm) und seine überwiegend schwarze Fellfarbe tun ihr übriges dazu. Große,
schwarze Hunde stehen nicht besonders hoch auf der Beliebtheitsskala vieler
Menschen.
Wir wollen versuchen, für Sam ein schönes Zuhause in Deutschland zu finden. Ein
Zuhause bei Menschen, denen Sam sein großes Hundeherz schenken darf. Ein
Zuhause, wo er die Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommt, nach der er sich so
sehnt und Menschen, die ihm die Welt zeigen und ihm all das beibringen, was er
noch nicht kennt.
Sam ist bereits kastriert, vollständig geimpft, verträglich mit Artgenossen,
sehr menschenbezogen, geht prima an der Leine und wartet nur darauf, endlich
von seinen Menschen entdeckt zu werden. Er könnte schon sehr bald nach Deutschland
reisen, wenn Sie ein freies Plätzchen für Sam haben und sich nichts Schöneres
vorstellen können, als mit ihm zusammen durch die Natur zu streifen.

Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen. Vielen, lieben Dank!
Lebenslichter 22.01.2024, 19.50 | (0/0) Kommentare | PL

VARYA
Hündin
geb. ca. 2015
47 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
Das Leben hat Varya schon vieles gelehrt - nur ein
Zuhause gab es noch nie für sie.
Varya kam im Frühjahr 2016 ins riesige Shelter
Kozhuhovo in Russland. Da sie Wunden hatte, die genäht werden mussten, zog sie
zunächst auf der Krankenstation ein. Damals war sie noch sehr jung, ungefähr
ein Jahr.
Nachdem ihre Verletzungen einigermaßen verheilt waren, musste sie in einen der Sektoren mit seinen unzähligen, winzigen Außenzwingern und den endlos langen Gängen wechseln.

Für die junge Varya, als einer der kleineren und
zarteren Hunde in dem riesigen Shelter,
war es schwer, sich an das harte, entbehrungsreiche Leben mit all dem Lärm und
Stress zu gewöhnen und in der Masse nicht unterzugehen.
Als die freiwilligen Helfer dann Varya mit in den Auslauf nahmen, um ihr dort wenigstens einmal in der Woche für eine kurze Zeit etwas Bewegung zu verschaffen, orientierte sie sich stets an den älteren, ruhigeren Hunden. So entstand im August 2016 ein Foto, welches die junge Varya neben dem lieben, alten Karlson zeigt. Beide schauen erwartungsvoll in die Ferne…

Leider verstarb Karlson wenige Monate später. Er hatte
so viele Jahre gehofft und doch nie eine Chance bekommen. Und Varya sitzt heute
noch an diesem Ort, an dem jede Hoffnung von der Wirklichkeit vernichtet wird.
Auf den Fotos zu sehen zu sehen, wie die dunklen Haare
um Varyas Schnauze nun immer weißer werden und wie ihr Blick trüber und
hoffnungsloser wird, tut mir in der Seele weh. Aber ich betrachte nur die
Bilder – sie musste und muss es all die trostlosen Jahre lang durchleben.
Aber noch geben wir nicht alles verloren. Varya ist
mit ihren jetzt ca. 6 Jahren im besten Alter, und vielleicht findet sie ja hier
den Menschen, der ihr ein eigenes Zuhause und ein Leben schenkt, welches den Namen auch
verdient.
Dank der freiwilligen Helfer hat Varya gelernt, dass
es Menschen gibt, denen sie vertrauen darf und wie herrlich sich sanft
streichelnde Hände anfühlen. Diese seltenen Glücksmomente sind bisher der
einzige Hoffnungsschimmer in Varyas tristem Dasein.
Varya bei einem Spaziergang an der Leine:
Ein köstlicher Moment des Glücks – Varya und die streichelnden Hände ihrer Betreuerin:
Varya im Auslauf mit vielen anderen Hunden:
Varya besitzt ein ruhiges, ausgeglichenes Wesen. Mit ihren Artgenossen ist sie bestens verträglich. Sie ist sehr freundlich zu Menschen, braucht bei Fremden allerdings Zeit, um Vertrauen zu fassen.
Für Varya suchen wir liebe, geduldige Menschen, die nicht zu viel von ihr erwarten, sondern ihr mit Ruhe und Verständnis dabei helfen, sich an ein neues Leben zu gewöhnen. Ein netter Artgenosse, an dem sie sich orientieren könnte, wäre ihr dabei sicher eine große Hilfe.
Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Für Varya suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.
Varya, von ganzem Herzen wünsche ich Dir, dass Du doch
noch Dein Glück findest!

Vermittlerkontakt und Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
eMail: d.bansche@gmail.com
Lebenslichter 18.01.2024, 18.54 | (0/0) Kommentare | PL