Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Wunder

Ex-home für immer?


NORRIS

Rüde

geb. 01/2020

50-55 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

jung und verspielt, kommt sehr gut mit Hündinnen zurecht

liebt Menschen, kennt das Laufen an der Leine

Katzenverträglichkeit kann nicht zuverlässig getestet werden

endgültiges Zuhause gesucht

 

NORRIS hatte ganz sicher einmal Besitzer, denen er aber wohl plötzlich nichts mehr bedeutete. Heuer im Mai wurde er sichergestellt, als er mutterseelenallein in einem Moskauer Vorort herumirrte. Er trug noch Halsband und Leine und suchte verzweifelt nach seinen Menschen. Diese waren seiner jedoch überdrüssig geworden und hatten ihn mitten in der verkehrsreichen Innenstadt von Moskau seinem Schicksal überlassen.

Norris wurde eingefangen und ins Shelter Kozhuhovo gebracht. Bis heute fühlt er sich dort fremd und tut sich schwer mit dem Eingesperrtsein hinter den Gitterstäben des Zwingers. Für Hunde wie ihn, die das Leben in menschlicher Gesellschaft kannten – sogenannte „Ex-home-dogs“ ist es besonders grausam, plötzlich nur noch einer von 3000 Vergessenen zu sein. 


Der Mensch, dem er bedingungslos vertraute, er hat Norris verraten. Dieser versucht nun, sich mehr schlecht als recht mit dem zu arrangieren, was sich jetzt sein Leben nennt; Minderwertiges, geschmackloses Futter, das höchstens den Magen füllt, aber nie richtig satt macht; Gefangenschaft auf 3 Quadratmetern, die noch nicht einmal im allein gehören; Langeweile, Monotonie und Einsamkeit; Stress und Schmutz, dazu der andauernde Lärm durch nie enden wollendes Hundegebell. Nur in den Nächten herrscht Totenstille im Shelter. Dann ist es dort stockfinster, weil es keinerlei Beleuchtung gibt. Die Hunde haben den Versuch aufgegeben, durch ihr verzweifeltes Bellen irgendjemanden auf sich aufmerksam zu machen und legen sich schlafen auf dem harten Bretterboden ihrer Gefängnisse.

Aber einmal in der Woche – wenn die Freiwilligen das Shelter besuchen – lebt Norris auf. Er gerät völlig aus dem Häuschen vor Freude, wenn seine Zwingertür geöffnet wird. Ein paar selige Augenblicke lang darf er Hund sein, toben und mit anderen spielen, wie es einem großen, jungen Hundemann wie ihn entspricht. Auch liebt er die Menschen über alles, was angesichts seiner Vorgeschichte fast wie ein Wunder erscheint. Er sucht immer die Nähe der Betreuer, genießt es, von ihnen gestreichelt zu werden und das Gefühl, jemandem, wenn auch nur für einen Moment, wichtig zu sein. 


Anfangs saß Norris saß zwei weiteren jungen Rüden zusammen. Es gab jedoch Futterneid unter den Dreien, so wurde Norris umquartiert. Heute teilt er sich einen Zwinger mit zwei älteren Hündinnen. Eine von ihnen ist Nastia, die ich Ihnen bereits vorgestellt habe und in deren Videos er mit ihr gemeinsam zu sehen ist. Mit den Beiden kommt Norris wunderbar aus, zeigt seine Zuneigung auch gern einmal durch zärtliches Abschlecken.

Soll es das für Norris gewesen sein? Das möchten wir nicht einfach so hinnehmen! Deshalb machen wir uns für diesen wunderschönen Rüden auf die Suche nach einer netten Familie. Norris sucht ein Zuhause bei verständnisvollen Menschen, die ihm mit Geduld und liebevoller Konsequenz begegnen; an die er noch einmal sein Herz verschenken darf und die ihm versprechen: "Diesmal ist es für immer!".  Dieses Versprechen sollte dann auch gehalten werden, denn eine neue Enttäuschung würde Norris endgültig das Herz brechen.


Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos". 

Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 18.08.2021, 19.15 | (0/0) Kommentare | PL

Nuts hat´s!


NUTS

geb. 2008

kastriert, geimpft und gechipt

Zwingernummer: D 55

Du bist ein so genanntes Fundtier, lieber NUTS. Das heißt, Du wurdest entweder auf der Straße irgendwo in Moskau geboren, oder man hat sich Deiner kurzerhand entledigt, weil man Dich nicht mehr haben wollte. Für uns unbegreiflich, denn wir durften Dich selbst kennenlernen und haben Dich als freundlichen, sanften Hundemann erlebt, als einen von den Hunden, die jede noch so kleine menschliche Zuwendung gleich doppelt und dreifach genießen. Deine Freude ist immer riesig, wenn Du ein-, mit viel Glück auch zweimal in der Woche Dein enges Gefängnis verlassen und Dir im Freilauf für ein paar Minuten die Beine vertreten darfst. Aber die Streicheleinheiten von den freiwilligen Betreuern sind doch stets das Größte für Dich.


Es gab eine Zeit, da warst Du sehr krank. Deine Nieren und die Leber waren nicht in Ordnung. Auch wogst Du zuviel; außer von morgens bis abends Fressen gibt es im Shelter ja nichts, womit Ihr armen Seelen die gähnende Langeweile und die ewige Einsamkeit betäuben könntet. Und da das grauenvolle Futter zwar den Magen füllt, aber trotzdem nie richtig sättigt und leider wegen der schlechten Zutaten dick macht, wurdest Du zum Moppelchen.

Daher musstest Du für viele Monate in einen Isolationszwinger auf der Krankenstation übersiedeln, weil sich im Sektor selbst niemand richtig um Dich hätte kümmern können und wollen. Die Betreuer haben Deine Medikamente und das spezielle Diätfutter aus ihrer eigenen Tasche bezahlt und mit viel Liebe und Fürsorge erreicht, dass Du heute wieder völlig gesund bist. Deine Blutwerte liegen alle im Normbereich und zudem hast Du ordentlich abgespeckt.


Krankenstation – das bedeutete für Dich aber ein Mehr an Einsamkeit, denn die Zwinger dort sind noch um einiges kleiner. Außerdem sind sie bis zur halben Höhe vergittert, und wer wenigstens ab und zu einen Blick auf die Welt „da draußen“ erhaschen will, muss sich auf die Hinterbeine stellen. Was für ein Hundeleben…

Auf Deinem Eingangsblatt im Shelter steht geschrieben, dass Du bereits seit 2009 dort lebst. Du kamst also als blutjunger Hund dorthin und lebst nun schon seit unfassbaren 11 Jahren hinter den halb verrosteten Gittern. 11 endlose, bitterkalte Winter und beinahe ebenso viele brütend heiße Sommer im winzigen Außenzwinger, der paraktisch keinerlei Schutz bietet, wenn man von der lächerlich kleinen Holzhütte einmal absieht, die Du Dir auch noch mit zwei oder drei Leidensgefährten teilen musst. Trotz all der Widrigkeiten hast Du Dir Dein freundliches, fast heiteres, liebenswürdiges Wesen bewahrt. Du gehst brav an der Leine, verträgst Dich mit Deinen Artgenossen und bist ein Hund, wie man ihn sich wünscht.

Dass Du trotzdem in all den Jahren nie die Chance auf ein eigenes, schönes Zuhause bekommen hast, liegt schlicht daran, dass Du – rein äußerlich betrachtet – nichts Besonderes bist. Du bist nur einer von rund 3000 Hunden in diesem Sheltermoloch und siehst aus wie viele Deiner Schicksalsgenossen. So wurdest Du einfach übersehen, da Du Deine charakterlichen Vorzüge leider nicht für jeden sichtbar außen trägst.

Vor zwei Monaten passiert, was irgendwann passieren musste: Da bringen die Sheltertierärtze in Deinem Zwinger zwei junge Hunde unter. Du hast keine Chance gegen die beiden neuen. Sie drangsalieren und attackieren Dich. Schwer verletzt, mit Bisswunden im Nacken, wirst Du gefunden und operiert. Wie durch ein Wunder überlebst Du – nur wofür?

Deine äußeren Wunden, sie heilen. Die inneren, die heilen nicht. Sei der Attacke bist Du ein anderer geworden. Nach Deiner Genesung setzt man Dich zwar zu netten Artgenossen, die Dich in Ruhe lassen; aber Du bist müde, bewegst Dich noch weniger als zuvor. Der extrem heiße russische Sommer und das Zuviel an Gewicht auf Deinen Rippen tun ihr Übriges. Du bist müde, gezeichnet, möchtest am liebsten nur noch schlafen und gibst Dich auf. Dabei bist Du so ein netter, freundlicher und anhänglicher Hund, der die Menschen trotz allem liebt.


Niemand kann vorhersagen, wieviel Zeit zu leben Dir noch bleibt und natürlich hast Du das eine oder andere altersbedingte Zipperlein. Die fehlende Bewegung und das grottenschlechte Futter über fast Dein ganzes Leben hinweg fordern ihren Tribut. Gerade darum hast Du es mehr als verdient, endlich doch noch die schönen Seiten des Hundelebens kennenzulernen: Gutes Futter, ein warmes Körbchen, in welchem Du Deine müden, alten Knochen zur Ruhe betten kannst, wohldosierte Bewegung, das Gefühl von weichem Gras unter Deinen Pfoten und natürlich vor allem ganz viel Liebe, damit Du nicht irgendwann in einem trostlosen Zwinger einsam und unbeweint auf Deine letzte Reise gehen musst.



Vielleicht sind Sie ja der Mensch oder die Familie mit einem großen Herzen für Hundesenioren wie Nuts? Er wird Sie mit seiner Treue und Dankbarkeit, reichlich belohnen!

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)

Lebenslichter 31.07.2021, 20.53 | (0/0) Kommentare | PL

Black is beautiful!


RONNIE

Rüde

 geb. 2015

 ca. 55 cm Schulterhöhe

 geimpft, gechipt, kastriert

 

Ronnie, schwarz und unscheinbar. Nur einer von vielen, von über 3000 Hunden des Moskauer Shelters Kozhuhovo. Soll er wegen seiner Fellfarbe für immer ungesehen bleiben?

Ronnie kam 2015 gemeinsam mit seiner Schwester Nighty von der Straße in die unwirkliche Welt des Shelters. Beide waren damals etwa sechs Monate alt.

Nighty spendete ihm Trost und gab ihm Halt – sie verlor jedoch den täglichen Kampf ums Überleben. Im vergangenen Jahr starb sie an einem Lymphom, nachdem sie viele Monate lang tapfer Jahr gegen die Krankheit gekämpft hatte.


Ronnie blieb traurig zurück, gefangen in Enge und Grausamkeit an einem Ort, den nur wenige glückliche Hunde gegen ein eigenes Zuhause eintauschen dürfen.

Noch kämpft Ronnie weiter, er will nicht aufgeben. Er ahnt nicht, dass noch viele Jahre des Kampfes und der Härte vor ihm liegen, bis er irgendwann unbeachtet und leise abtreten wird – wenn nicht ein Wunder geschieht.

Die freiwilligen Helfer beschreiben Ronnie als liebevoll und bescheiden, freundlich gegenüber den Menschen und seinen Artgenossen. Er läuft wunderbar an der Leine, liebt Spaziergänge und genießt die Zuwendung der Betreuer. Auch die viel zu seltene Fellpflege bedeutet eine willkommene Abwechslung für ihn.


Es sollte doch möglich sein, für unseren liebenswerten und umgänglichen Ronnie ein Zuhause zu finden, in dem er geliebt und beschützt alt werden und zuvor noch alles kennenlernen darf, was ein richtiges Hundeleben ausmacht: Geborgenheit, gutes Futter und ein kuscheliges Körbchen, Spaziergänge und das Glück, ein echtes Familienmitglied zu sein.

Black is beautiful! Vielleicht erkennen ja gerade Sie Ronnies besondere und einzigartige Schönheit.


Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Für Ronnie suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.

Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail:

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)

Lebenslichter 01.07.2021, 18.20 | (0/0) Kommentare | PL

Kira - Wirst du um mich weinen?


geb. ca. 2009

Zwingernummer: C 114

Ob die sanftmütige, ruhige KIRA jemals ein eigenes Zuhause besessen hat, oder sich auf der Straße durchschlagen musste, lässt sich heute nicht mehr sagen. Erste Aufzeichnungen von ihr stammen aus dem Jahr 2014, aber das Shelter dürfte ihr schon einige Jahre länger mehr recht als schlecht Obdach bieten.


Alte Hunde wie Kira möchte in Russland niemand mehr haben. Wenn sie dort bleiben muss, ist ihr Schicksal besiegelt. Dann heißt es für sie nur noch ausharren, bis ihre Uhr abgelaufen ist und sie unbeachtet und unbeweint auf ihre letzte – einzige - Reise geht. Denn in Russland weiß man die vielen Vorzüge gerade der Hundesenioren leider nicht zu schätzen. Hier gelten sie nur als lästiges Anhängsel, das möglicherweise anfängt, Mühe zu bereiten und – noch schlimmer – mehr Geld zu kosten.

So sitzt die freundliche, umgängliche Kira weiterhin gefangen in ihrem Zwinger hinter Gittern und wartet auf den wöchentliche Ausgang. Auf diese eine, glückselige Stunde, in die sie alles hineinpacken muss: Mit ihren Artgenossen spielen, ein wenig menschliche Nähe erhaschen, Streicheleinheiten erbetteln und manchmal sogar ein Stückchen spazierengehen.


Viel zu schnell holt der triste Alltag sie ein und sie muss weitere sieben endlos lange Tage warten, bis von Neuem ein kleines Licht in ihr ödes Dasein fällt.

Gesehen wurde Kira in all den Jahren leider nur von den Betreuern. Den wenigen Besuchern, die sich in das riesige Shelter verirren, fällt die optisch eher unscheinbare Kira zwischen Tausenden von Hunden nicht auf, sie geht in der Menge einfach unter. Heute gehört sie zumindest in Russland zu den Ungesehenen, Ungewollten und Vergessenen.


Aber vielleicht geschieht ein Wunder und hier in Deutschland finden sich liebe Menschen, gern auch selbst Senioren, bei denen Kira beschützt und geborgen ihr Leben beschließen darf.


Kira ist leinenführig, kastriert, gechipt und geimpft. Nun fehlen zu ihrem Glück nur noch warmherzige Menschen, die sie bei sich willkommen heißen.

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Lebenslichter 07.05.2021, 19.45 | (0/0) Kommentare | PL

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Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.






"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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MEIN LEITSPRUCH:


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.



Über mich

Geboren vor 66 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


Einige Beiträge dieses Blogs enthalten

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welche meinen persönlichen

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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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