Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: alles

Daxter – Vollbremsung ins Leere



DAXTER

Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 02/2020
Schulterhöhe: 52 cm

Als ich 2021 in dieses Hundelager kam, war ich gerade ein Jahr alt und wollte nur eins: wieder raus. In meinem ersten Inserat stand damals: „Gibt es da draußen jemanden, der mir dabei helfen mag? Ich kann nicht schreiben. Also lebe ich diese Frage. Jeden Tag.

Die Antwort ist bis heute nicht gekommen. Aber ich habe immer wieder geglaubt, dass sie kommt.

Schon 2022 fahren die Transporter mehrmals auf den Hof. Ich höre sie, bevor sie um die Ecke kommen! Pfoten auf Beton, volle Fahrt, Vollbremsung am Gitter. Beste Position: ganz vorn. Viele Hunde dürfen mit. Ich nicht. Na gut, dann eben beim nächsten Mal.


Auch 2023 kommen die Transporter wieder. Ich bin natürlich da. Diesmal stecke ich den Kopf gleich zwischen die Stäbe, damit mich wirklich keiner übersieht. Andere Namen werden gerufen. Meiner nicht. Ich schaue hinterher, bis die Rücklichter verschwunden sind. Dann noch ein Stück länger. Man weiß ja nie...

Irgendwann, 2024, fange ich an, die Geräusche auswendig zu lernen. Beton. Gebell. Nächte, in denen sich nichts ändert. Ich kenne inzwischen auch die Geräusche, wenn ein Hund abgeholt wird: Schritte. Eine Tür. Ein Motor. Und dann die Stille. Die ist am schlimmsten. Trotzdem bleibe ich noch kurz stehen. Danach lege ich mich hin. Dann sieht wenigstens keiner, dass ich gewartet habe.


2025 werde ich fünf. Ich kam als Einjähriger hierher und habe mein ganzes Erwachsenenleben hinter Gittern verbracht. Ich weiß nicht, wie ein Sofa riecht. Ich weiß nicht, wie es ist, wenn abends jemand das Licht ausmacht und ich bleiben darf. Ich weiß nur, wie es ist, wenn Hunde, die nach mir kamen, vor mir gehen.

Jetzt ist 2026, und ich bin sechs. Wenn die Transporter kommen, stehe ich immer noch als Erster am Gitter. Frag mich nicht, woher ich die Hoffnung nehme. Ich glaube, ich habe nie gelernt, damit aufzuhören. Vielleicht ist das mein Fehler. Vielleicht ist es aber auch das Einzige, was ich richtig gut kann.


Und nun kommt der Teil, in dem ich mich verkaufen soll. Darin bin ich schlecht. Ich habe ja nie geübt. Also einfach die Fakten: Ich bin 52 Zentimeter Charme, kastriert, freundlich und menschenbezogen. Ich suche den Kontakt zu Menschen von mir aus und gehe gut an der Leine. Mit Rüden und Hündinnen lebe ich friedlich zusammen. Katzen finde ich spannend. Faucht eine mich an, nehme ich es nicht übel und gehe lieber einen Schritt zurück. Ich bin einer, der mit allen auskommt.


Was mir fehlt, ist jemand, der mich mitnimmt.

Ich wurde nie zurückgebracht. Ich habe niemanden enttäuscht. Ich hatte überhaupt nie die Chance, etwas falsch zu machen. Ich war einfach nie derjenige, der mitdurfte. Sechs Jahre lang nicht.


Du hast bis hierhin gelesen. Das ist mehr, als viele für mich getan haben. Und natürlich habe ich mir ausgemalt, wie es wäre, wenn mich endlich jemand abholt. Nicht den großen Moment. Sondern den ersten Abend.

Du machst das Licht aus. Ich überlege kurz, ob ich gehen muss. Dann merke ich: Ich darf bleiben.


Wahrsheinlich werde ich die ganze Nacht nicht wissen, was ich mit dieser Ruhe anfangen soll. Und am Morgen stehe ich als Erster an der Tür. Nicht mehr am Gitter.

Das ist alles, was ich mir wünsche: einen Ort, an dem ich nicht der Erste sein muss, um gesehen zu werden.


Bitte. sei du diesmal der Mensch, der meinen Namen ruft.

Meine Vermittlerin wartet auf deinen Anruf. Sie erzählt dir alles, was du über mich wissen möchtest. Und wenn der nächste Transporter kommt, muss ich vielleicht nicht mehr hinterhersehen.

Dein Daxter

Margot Wolfinger

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin 

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aus Deutschland:
0179 - 66 06 200

aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200 

per EMail:

Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu

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Lebenslichter 10.10.2026, 21.06 | (0/0) Kommentare | PL

Toby - Auf einmal war es dunkel und still - und nun ganz hell: Toby hat sein Zuhause gefunden!


TOBY

Rasse: English Setter

Geschlecht: Rüde

Geboren: 31.12.2012

Schulterhöhe: 50 cm


"Es war einmal ein alter Hund, dem wurde die Welt ganz dunkel und still…


So könnte meine Geschichte beginnen. Ich bin Toby, ein steinalter Setter, sagen die Menschen hier. Ich gehöre zu denen, die im Leben schon viel gesehen haben, auch wenn ich das jetzt nicht mehr kann.


Es ist so nach und nach passiert. Zuerst wurde alles verschwommen, dann immer dunkler, bis es zum Schluss nur noch schwarz war. Auch die Geräusche sind verschwunden. Manchmal glaube ich noch, ein dumpfes Gemurmel zu spüren, so ein leises Summen; aber die Stimmen und die Worte erreichen mich nicht mehr. Trotzdem bin ich noch da. Ich gehe noch immer gerne nach draußen, meine Nase arbeitet zum Glück noch einwandfrei, und sie erzählt mir alles, was ich wissen muss. Ich schnuppere mich durch die Welt, ganz vorsichtig, Schritt für Schritt. Und wenn ich Gras unter mir spüre, dann vergesse ich für einen Augenblick alles und wälze mich glücklich darin, so wie früher.

Die netten Menschen hier sagen, ich sei lebensfroh und dass ich gerne kuschle. Das stimmt. Ich finde meinen Weg zu ihnen - vielleicht nicht mit den Augen oder mit den Ohren, aber trotzdem zielsicher. Und wenn ich sie dann errreicht habe, lehne ich mich einfach ganz dicht und fest an sie, was heißen soll: Seht ihr, hier bin ich. Es ist alles gut.



Vor einer Woche kam ich hierher ins Tierheim. Ein neuer Ort, den ich nicht sehen kann mit Geräuschen und Stimmen, die ich nicht hören kann. Alles ist fremd und manchmal bleibe ich einfach stehen und weiß nicht so recht, wohin ich gehen soll. Ich glaube, alt zu sein hatte ich mir ein bisschen leichter vorgestellt. Man sagt ja auch, dass es nichts für Feiglinge ist. Aber so schnell gebe ich nicht auf. Schließlich gibt es noch viel zu erschnuppern und zu erleben. Und vielleicht, ganz vielleicht ist irgenwo da draußen jemand, der mir helfen möchte, mich zurechtzufinden und mir mir zeigt, dass die Welt auch ohne Augenlicht und Gehör noch ein schöner Ort sein kann.


Ich wünsche mir so sehr einen sicheren Platz bei Menschen, die mich geduldig führen, ohne mich zu drängen; die verstehen, dass ich manchmal ein bisschen länger brauche und die sich freuen, wenn ich mich neben sie lege und einfach nur da bin. Das würde mich glücklich machen. Hoffentlich bin ich nicht zu unbescheiden.

Das war sie schon, meine kleine Geschichte. Sehr viel Zeit habe ich wohl nicht mehr, und ich würde sie ich so gern mit dir verbringen. Vielleicht siehst und hörst ja gerade du mich - auch wenn ich selbst nichts mehr sehen und hören kann."

Dein TOBY

Yvonne Beier

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

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Lebenslichter 11.09.2026, 20.01 | (0/0) Kommentare | PL

Anfang und Ende für: Michelle


MICHELLE

  Hündin

 geb. 2018

 50-55 cm Schulterhöhe

 kastriert, geimpft, gechipt

 

 

Den Weg nach draußen, werde ich ihn jemals schaffen?

Wieder einmal stehe ich vor der Frage: Wie fange ich an zu schreiben? Wie gelingt es mir, für Michelle einen Menschen zu finden, dessen Herz ich mit ihrer Geschichte so sehr berühren kann, dass er sich für sie entscheidet?

Vielleicht beginne ich damit zu erzählen, was mich in den vergangenen Tagen besonders beschäftigt hat - neben all den Hunden, die ich noch vorstellen und deren Lebensgeschichte ich gern in die Welt hinaustragen möchte, damit sie irgendwann die Mauern und Gitterstäbe des Moskauer Shelters Kozhuhovo hinter sich lassen können. 


Es ist das stille Sterben im Shelter. Ein Sterben, welches sich leise und fast immer unbemerkt vollzieht. Eines, das viel zu oft nach langen Jahren der Einsamkeit, der Härte, der Entbehrung und des Leidens kommt und kein Aufsehen von sich macht. Es nimmt die alten, aber auch immer mehr jüngere Hunde mit hinter den Regenbogen, in eine hoffentlich bessere Welt.

Dieses stille Sterben beschäftigt mich. Es lässt mich oft verzweifeln und mutlos werden. Dann möchte ich aufgeben und alles hinwerfen, weil ja doch alles vergebens ist und sich sowieso nichts ändern wird.

Aber das stimmt nicht. Jeder einzelne Hund, jedes Leben und jede gerettete Seele zählt. So ist dieses stille Sterben zugleich auch Antrieb und Motivation, um weiterzumachen und so vielen Hunden wie möglich die Gelegenheit zu bieten, dass sie gesehen werden. Sie sollen ins Licht gerückt werden und bei guten Menschen ein Leben in Sicherheit, Geborgenheit und Liebe führen dürfen.

MICHELLE wurde gemeinsam mit ihren Schwestern von einer jungen Frau in einem Wald entdeckt – in einem Pappkarton ausgesetzt zum Sterben. Damals waren die Geschwisterchen ungefähr zwei Monate alt. Mit der Abgabe der Hundekinder begann für die Finderin auch ihre Zeit als Freiwillige im Shelter. Sie brachte fünf kleine Welpen und fand sich unvermittelt unter Tausenden verlassener Hunde wieder. 


Leider konnte sie trotz größter Bemühungen bis heute kein Zuhause für Michelle finden. Zwei von deren Schwestern hatten Glück, sie wurden recht schnell adoptiert; zusammen mit Michelle sitzen nun noch die beiden übrigen Hundemädchen – Lapa und Tata – in Shelterhaft. Der nächste Winter naht mit Riesenschritten, und es treibt uns die bange Frage um: Wird es für Michelle, ihre Schwestern und für so viele andere schon bald zu spät sein?

Denn das üble Futter, welches höchstens den Magen vorübergehend füllt, jedoch keinerlei Nährwert besitzt, hat deutliche Spuren an Michelle, ihren Schwestern und zahllosen weiteren Hunden hinterlassen. Das Zufüttern durch die Freiwilligen kann die Defizite nicht ausgleichen, es kann den Hunger nicht stillen und ist letzten Endes nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Obendrein kommt es in den beengten Zwingern immer häufiger zu Beißereien; die Schwächeren, diejenigen, die entkräftet sind und sich nicht behaupten können, werden die ersten Opfer sein. Mit Sorge erinnern wir uns an die eisigen Temperaturen des vergangenen Winters. Hunde ohne Reserven haben dann für immer verloren. 


Die junge Frau, die Michelle und ihre Schwesterchen damals im Wald fand und nun deren Betreuerin ist, beschreibt die Hündin als unglaublich liebevoll und sanft. Michelle liebt sie innig und vertraut ihr blind – so als wüsste sie, wem sie ihr Leben verdankt. Fremden gegenüber hält sie sich erst zurück, taut aber schnell auf, wenn sie spürt, dass man ihr nichts Böses will. Bei fremden Menschen ist Michelle erst zurückhaltend, taut dann aber schnell auf. Sie läuft ruhig und gelassen an der Leine, obwohl es im Shelter immer laut und stressig ist und manche Hundebegegnung nicht immer ganz problemlos verläuft. Wohlgemerkt: Keiner dieser Hunde ist bösartig; sie sind einfach nur verzweifelt und haben gelernt, dass Angriff manchmal die beste – weil einzige – Verteidigung ist.

Für die empfindsame Michelle soll dieser Leidensweg nun ein Ende haben. Sie soll endlich leben dürfen, in einem schönen Zuhause bei verständnisvollen und geduldigen Menschen, mit denen Michelle durch dick und dünn gehen kann und die ihr versprechen, sie zu lieben – bis zum Mond und wieder zurück!


Michelles Geschichte in Bildern und beim Gassi im Shelter:

 Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

 Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.worringer@procanes.org

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 25.01.2026, 19.54 | (0/0) Kommentare | PL

Nicht mehr jung und noch nicht alt: Ben


BEN

 Rüde

geb. 2014

55 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

freundlich und lieb zu Menschen,

bei Fremden anfangs ein bisschen schüchtern

verträgt sich gut mit Hündinnen,

bei Rüden entscheidet die gegenseitige Sympathie

läuft gut an der Leine

möchte so gern ein Für-immer-Körbchen sein Eigen nennen

Werde ich mein Leben irgendwann in Gefangenschaft beenden?

Schon als winziger, unschuldiger Welpe musstest du mit deinen Geschwistern Saffron un GabrialBen in das riesengroße, unheimliche Moskauer Hundeasyl Kozhuhovo einziehen. In all den Jahren hatte nur Gabrial das Glück, ein eigenes Zuhause zu finden. Ihr zwei, du und Saffron, wartet bis heute vergeblich darauf. Auch euch blieb der Umzug in das noch viel gruseligere, tierunwürdigere Shelter Malinki – weit ab von der Zivilisation und für die Freiwilligen nur unter großen Mühen erreichbar - nicht erspart.

Heute bist du nicht mehr jung. Es gibt Bilder von dir, auf denen die Spuren der Gefangenschaft, in welcher du dein Leben lang ausharrern musstest und immer noch musst, deutlich erkennbar sind. Durch den Mangel an regelmäßiger Bewegung haben deine Muskeln abgebaut, minderwertiges, nährstoffarmes Futter war dein ständiger Wegbegleiter und lässt dein so schönes Fell manchmal glanzlos und stumpf erscheinen.


Aber noch immer bist du ein fröhlicher, verspielter Hund, der es liebt einem Ball hinterher zu sausen, wenn sich die viel zu seltene Gelegenheit dazu bietet. Dann vergisst du die traurigen Umstände, unter denen du dein Dasein fristen musst; dann hast du Spass und fühlst dich für einen kurzen, seligen Augenblick glücklich und frei.

Diese hellen Momente in deinem sonst so trostlosen Leben sind rar und auch nur möglich, weil sich sehr engagierte, tierliebe Menschen ehrenamtlich in ihrer Freizeit um euch Hunde im Shelter kümmern. Die russischen Betreuer bemühen sich aufopfernd um euch, bringen euch ab und zu leckeres Dosenfutter mit, wenn ihr eigener Geldbeutel es erlaubt, befreien euch für eine Stunde aus euren winzigen, unbequemen aus Ziegeln gemauerten Zwingern und schenken euch soviel Zuwendung und Aufmerksamkeit, wie es in der Kürze der Zeit und bei der Menge an Hunden nur geht.


Und immer ist es viel zu wenig von allem: Zu wenig Liebe. Zu wenig Aufmerksamkeit. Zu wenig Bewegung. Zu wenig spazierengehen. Zu wenig Spiel. Und ganz besonders zu wenig Freiheit. Du erträgst dies alles, weil dir nichts weiter übrigbleibt, du kennst es ja auch nicht anders.

Doch natürlich wünschen wir uns für dich wie für möglichst viele der dreitausend anderen Vergessenen ein besseres Leben. Darum suchen wir nun die Nadel im Heuhaufen: Ein Zuhause, in dem man versteht, dass du vor allem Geduld und Verständnis brauchst, um dich in einem normalen Hundeleben zurechtzufinden; denn schließlich kennst du bisher nichts weiter als Mauern, Gitterstäbe, Hunger, Lärm und Angst.

Vielleicht möchten Sie ja dem freundlichen, junggebliebenen Ben gern zeigen, was es heißt, geliebt, geborgen und frei zu sein – so frei, wie es einem Hund in unserem Land erlaubt ist? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen lieben Dank! 


Die Vermittlung und Ausreise erfolgen über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Ben beim seltenen Ballspiel im Shelter Malinki (mit seiner Betreuerin und Saffron):


Ben mit seinen Geschwistern Gabrial und Saffron vor den Zwingerreihen damals in Kozhuhovo:


Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos/

Lebenslichter 27.07.2024, 20.33 | (0/0) Kommentare | PL

Alles Roger?



ROGER

Rüde

50 cm Schulterhöhe

geb. ca. 2009

geimpft, gechipt, kastriert

Pflegestelle Moskau


ROGER kam, knapp 2 Jahre alt, in das russische Shelter Kozhuhovo. Das war im Jahr 2011. Die Betreuer gehen davon aus, dass er vorher ein Zuhause hatte, denn er war den Menschen sehr zugetan, freundlich gegenüber jedermann und versuchte, immer alles richtig zu machen.

Die Jahre gingen ins Land. Hunde kamen, Hunde gingen - doch Roger blieb. Niemand zeigte Interesse an dem jungen, lebensfrohen Rüden. Nicht einen Menschen konnte er davon überzeugen, dass er ein wundervoller Begleiter sein würde, wenn er nur die Möglichkeit dazu bekäme.


Nach vielen, verlorenen Jahren gab Roger sich auf. Er zog sich zurück und seine Betreuer bemerkten schnell, dass er dieses Leben einfach nicht mehr ertrug. Er hatte keine Kraft mehr für den täglichen Kampf gegen die Einsamkeit und Traurigkeit. Seine Seele wurde krank – ein stilles und leises Leiden.

Für die Betreuer war es bitter, mit anzusehen, wie aus diesem lebensfrohen Hund ein Häufchen Elend wurde. Als sich dann 2018 die Gelegenheit bot, brachten sie Roger in eine Pension. Bereits nach kurzer Zeit lebte er auf, seine Seele konnte Kraft tanken.


Roger ist aufgeblüht und genießt auch heute noch sein neues Leben, das sich im Ansatz nach einem Zuhause anfühlt und die Welt ein bisschen besser macht. Doch ein richtiges Zuhause ist es natürlich nicht. Es leben dort einige Hunde, mit denen sich Roger gut versteht und gern mit ihnen spielt. Aber auch dort ist die Zeit immer knapp bemessen für jeden einzelnen Hund.


Wir möchten so gern für Roger noch einmal in seinem Leben ein richtiges Zuhause finden mit Menschen, die ihn behutsam wieder an eine normale Welt gewöhnen, die ausreichend Zeit und vor allen Dingen viel Liebe zu verschenken haben.


Roger ist ein aufgeschlossener und freundlicher Hundemann, der sich gut mit seinen Artgenossen versteht und sich über einen bereits vorhandenen Kumpel – oder eine Kumpeline – sicher freuen würde. Trotz seiner knapp 12 Jahre ist er immer noch neugierig und unternehmungslustig. Er verdient es, dass sein Hunger nach Zuwendung und Liebe endlich gestillt wird. Denn ein bezahlter Pensionsplatz ist natürlich um Lichtjahre besser, als das kalte, unbarmherzige Shelter, kann aber doch niemals ein schönes, eigenes Zuhause ersetzen.


https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)

Lebenslichter 22.01.2024, 19.50 | (0/0) Kommentare | PL

Noch nicht das Ende für: Sam


SAM

Rüde

4 Jahre alt (geb. ca. Januar 2018)

60 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

liebevolles Für-immer-Zuhause gesucht

4 verlorene Jahre und bald soll es noch schlimmer werden. Aber wir geben den Kampf und die Hoffnung nicht auf.

Bereits als Welpe kamst du in das riesige Shelter Kozhuhovo vor den Toren von Moskau. Das war im April 2018 und heute bist du noch immer dort. Du hast es irgendwie geschafft, an diesem unwirtlichen, trostlosen Ort zu überleben, doch schon bald wird es diesen nicht mehr geben. Denn das Shelter Kozhuhovo soll umziehen – weit abgelegen, für Betreuer und Besucher praktisch unerreichbar, an einen Platz gleich neben einer verseuchten Mülldeponie. Die Bauarbeiten sind schon im Gange.

3000 Hunde und 400 Katzen sollen dann verlegt werden - wie das stattfinden soll, ist uns für uns unvorstellbar -und mittendrin auch du.

Du bist so ein lieber Kerl; sanft und freundlich und am allerliebsten in der Nähe deiner Betreuer. Dies sind die freiwilligen Helfer, die versuchen, dir und den anderen Hunden das Leben wenigstens manchmal ein bisschen erträglicher zu machen.


Besonders gefallen dir die leider viel zu seltenen Streicheleinheiten. Dabei wirst du als ruhig, zurückhaltend und unaufdringlich beschrieben. Kommt jemand Neues auf dich zu, bist du anfangs eher scheu und brauchst ein Weilchen, um Vertrauen zu fassen. Wer sollte dir das verdenken? Bisher hast du von Menschenhand ja nichts Gutes erfahren – wenn man von den Freiwilligen absieht und die kommen nur einmal in der Woche für eine kurze Zeit.

In deiner russischen Heimat hast du keine Chance, deinem unbarmherzigen Schicksal zu entfliehen, denn du bist groß, ein Rüde und obendrein schwarz, und viele Menschen fürchten sich immer noch vor Vierbeinern mit schwarzem Fell. Dabei weiß ich aus eigener Erfahrung, dass in euch schwarzen Hunden die reinsten, blütenweißen Seelen wohnen. Du brauchst nun ein Wunder in Gestalt eines wunderbaren Menschen, der das ebenso sieht und die die Chance deines Lebens gibt. 


Bisher weißt du nichts von der Welt da draußen, kennst nur das Leben hinter Mauern und Gitterstäben. Aber zum Glück bist du überaus verträglich und kommst mit deinen Artgenossen bestens zurecht.  Darum wäre es fein, wenn in deinem künftigen Heim, neben herzensguten, geduldigen Menschen, auch ein freundlicher Hundejunge oder ein nettes Hundemädchen dir alles zeigen könnte, was du im richtigen Leben wissen musst. 


Mein lieber Sam, aus tiefstem Herzen wünsche ich dir, dass wir hier die Menschen für dich finden, die tief in deine Augen schauen, welche so viel mehr sagen, als meine Worte es vermögen. Ich hoffe auf diese(n) besonderen Menschen für Dich, der Dir ein behütetes Zuhause schenkt und Dich endlich glücklich werden lässt. Wenn vielleicht Sie gern der- oder diejenige(n) sein möchten, dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!

Sam und die Streicheleinheiten seiner Betreuerin – ein wenig Trost in diesem entbehrungsreichen Leben (04.2021):


Es sind einfach immer zu wenig streichelnde Hände da (02.2020):

 

Sam wird gebadet (08.2019): 


Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

 

Vermittlerkontakt/Fragen:

 

Daniela Bansche

Tel.: 05371-687266

eMail: d.bansche@gmail.com

fb.me/Chance.fuer.Shelterhunde

Lebenslichter 18.01.2024, 18.54 | (0/0) Kommentare | PL

Geh deinen Weg: Samson


SAMSON - Ein alter Hund geht seinen Weg. Das Leben hat ihn gezeichnet und das Erlebte wohl noch viel mehr.

Alles ist fremd und doch läuft er mit. Nur nachts, da hört man ihn heulen… vielleicht aus Einsamkeit oder aus Schmerz… oder weil er den vermisst, der ihn verriet.

Im April vergangenen Jahres kam Samson ins Shelter. Keiner weiß, wie sein Leben vorher war. Aber man sieht die Traurigkeit in seinen Augen und die schwere Last, die er trägt. Er ist nun einer unter ca. 3000 anderen Hunden. Mit seinen geschätzten 12 Jahren ist er in Russland chancenlos.

Das Shelterleben ist hart für ihn, besonders jetzt, wenn der eisige russische Winter beginnt. Er hat Probleme mit seinen Gelenken, aber eine Sonderbehandlung gibt es im Shelter nicht. Auch nicht für die Alten.

Die freiwilligen Helfer geben ihm ein entzündungshemmendes Schmerzmittel in der Hoffnung, dass es ihm etwas hilft. Doch die Lebensbedingungen können sie nicht ändern.


Für Samson suchen wir ein Zuhause, in welchem er im Warmen und auf einem weichen Hundebett liegen kann, umsorgt wird und geliebt.In welchem er Futter bekommt, das er aufnehmen kann und das ihm gut tut. Im Shelter gibt es nur hartes Trockenfutter von schlechtester Qualität – schwierig für einen alten Hund, der kaum noch Zähne hat.

Bitte helfen Sie Samson, damit dieser liebenswerte Senior doch noch seinen Menschen findet und nicht seinen Lebensabend hinter Gittern verbringen muss. Vielen, lieben Dank!

Samson ist ruhig und freundlich. Ihn umgibt immer eine gewisse Traurigkeit. Er geht mit den anderen Hunden in den Auslauf, wenn am Wochenende die Freiwilligen im Shelter sind und auch seinen Zwinger für kurze Zeit öffnen. Dort steht er meistens einfach nur da und wirkt verloren.

Wenn er sich bewegt, wird er oftmals von den jüngeren Hunden angebellt. Er ist einer der größeren Hunde, aber zu alt und zu gebrechlich, als dass er sich mit den Jungen messen könnte.


Seinen engen, kalten Außenzwinger Zwinger teilt er sich mit zwei Hündinnen. Die Betreuer vermuten, dass Samson ein Ex-Home-Dog ist - also irgendwann ein Zuhause hatte oder zumindest zu jemanden gehörte. Er ist freundlich zu Menschen. Und besonders freut er sich, wenn er als Leckerei etwas Dosenfutter von den Betreuern bekommt.

Samson wurde ca. 2008 geboren, ist ca. 60 cm hoch und bereits geimpft, gechipt und kastriert. Die Ausreise und Vermittlung erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Für Samson suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.

Lieber Samson, ich hoffe so sehr, dass Du doch noch eine Chance bekommst. Eine Chance auf ein besseres Leben bei einem lieben Menschen - wenigstens noch für Deine letzte Lebenszeit.

Wichtige Daten im Überblick:

 Rüde,  ca. 12 Jahre alt (geb. ca. 2008),  ca. 60 cm(Schulterhöhe),  kastriert

 gut verträglich mit Artgenossen,  freundlich zu Menschen, ruhig

 hat kaum noch Zähne und Probleme mit den Gelenken, läuft gut an der Leine

 befindet sich noch im Shelter in Russland

 Katzenverträglichkeit kann leider nicht zuverlässig getestet werden

 endgültiges Zuhause gesucht

Vermittlerkontakt/Fragen:

Daniela Bansche

Tel.: 05371-687266

eMail: d.bansche@gmail.com

fb.me/Chance.fuer.Shelterhunde

Lebenslichter 13.01.2024, 15.38 | (0/0) Kommentare | PL

Wunder gescheh´n!? Majkl


MAJKL

Rüde

3 Jahre alt (geb. 2019)

70 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

gut leinenführig, äußerst freundlich im Wesen

Plätzchen zum Leben gesucht!

Wenn die schönsten Bilder und ein freundliches Wesen einfach nicht genügen…

Dein Leben ist voller Entbehrungen, hinter Gittern auf wenigen Quadratmetern.

Du warst noch ein Welpe, als Du 2019 in das riesige Shelter Kozhuhovo bei Moskau kamst, wo Du bis heute darauf wartest, endlich entdeckt zu werden. Ein Los, das Du leider mit vielen der ungefähr 3.ooo Hundesselen teilst, die allein in diesem Shelter inhaftiert sind.

Die freiwilligen Helfer tun alles, um Euch das Leben ein bisschen erträglicher zu machen, und ihnen verdanken wir auch diese wunderschönen Fotos von Dir - aufgenommen in der Hoffnung, dass sich vielleicht jemand auf den ersten Blick in Dich verliebt!

Das Leben im Shelter ist hart. Im Sommer heizen sich die winzigen, offenen Zwinger unerträglich auf und Euch quält der Durst; im Herbst macht das nasskalte Wetter besonders den Älteren unter Euch zu schaffen und die eisigen Winter überleben viele nicht. Dennoch ist es alles, was Ihr habt. 


Noch - denn das Shelter Kozhuhovo in Moskau, so wie es seit 2008 besteht, wird abgerissen; es muss einem Industriepark weichen. Habsucht und Profitgier siegen einmal mehr über Menschlichkeit und Mitgefühl.

Der neue Standort liegt einsam außerhalb von Moskau; 100 m von einer stillgelegten Mülldeponie entfernt, mit all dem Gift, welches den Boden und das Wasser verseucht hat. Unmittelbar daneben entsteht ein riesiger Friedhof mit einem Krematorium.

Die wertvolle Arbeit der freiwilligen Helfer wird in der Form dort nicht mehr möglich sein, und auch mögliche Adoptanten werden dort nicht ohne weiteres hingelangen können, weil die Gegend verkehrsmäßig unerschlossen ist.

Und dann ist da ein Majkl – ein großer, bewegungsfroher Hund in seinen besten Jahren, der es liebt zu laufen und zu spielen und sich vor Freude kaum fassen kann, wenn Wochenende ist und sich seine Gefängnistür für eine kurze, selige Stunde öffnet.

Du scheinst wie ein Rohdiamant, der nur darauf wartet, dass jemand kommt, der ihm den letzten Schliff gibt und ihn in seinen allerschönsten Farben leuchten lässt. Die Zeit drängt es ist buchstäblich fünf vor zwölf! 


Lieber Majkl, gern möchte ich für Dich ein Wunder geschehen lassen oder einen magischen Spruch aufsagen, der Deine(n) Herzensmenschen herbeizaubert, welcher Dich mitnimmt auf Eure gemeinsame, spannende und glückliche Lebensreise!

Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Vermittlerkontakt/Fragen:

Daniela Bansche

Tel.: 05371-687266

E-Mail: d.bansche@gmail.com

fb.me/Chance.fuer.Shelterhunde

Lebenslichter 12.01.2024, 16.08 | (0/0) Kommentare | PL

Zeig mir deine Welt! Linda


LINDA

 Hündin

geb. 2021

55 cm Schulterhöhe

keine Krankheiten bekannt

geimpft, gechipt, kastriert

gut verträglich mit Artgenossen, sehr freundlich zu Menschen

fröhlich und verspielt

läuft brav an der Leine

Lebensretter pfotenringend gesucht!

Wenn ich überlebe, gehöre ich dann zu den Vergessenen?

Gerade sechs Monate alt, kamst du mit deinen beiden Schwestern in das riesengroße, unheimliche Shelter Kozhuhovo; so ähnelt eure Geschichte der tausender anderer junger Hunde in Russland und anderswo. Eure Mutter wurde auf der Straße geboren und brachte dort acht Welpen zur Welt. Fünf deiner Geschwister fanden ein hoffentlich gutes Zuhause, du wurdest mit Irma und Monica von den Freiwilligen schweren Herzens ins Tierasyl gebracht.

Das war im Oktober 2021. Ein Jahr später, im Herbst 2022, werden ihr möglicherweise alle drei in einem neuen Shelter sitzen. Denn nach dem Willen der Verantwortlichen soll es an einen Ort weit außerhalb von Moskau verlegt werden, unmittelbar neben eine Mülldeponie, deren Boden getränkt ist mit Giften und Abfällen der Menschen und der Industrie.

Wenn ihr Glück habt, überlebt ihr diesen Umzug, und mit noch mehr Glück dürft ihr euch weiter einen Zwinger teilen – wenn nicht wahllos Hunde zusammengesetzt werden, die einander nicht kennen und auf engstem Raum miteinander auskommen müssen, was leider schon jetzt oftmals zu tödlichen Auseinandersetzungen führt. 


Auch deine von dir so heißgeliebten Betreuer, deren wöchentliche, kurze Besuche für dich das höchste Glück bedeuten, würdest du dann so gut wie nie mehr sehen. Denn dieses neue, buchstäblich aus dem Boden gestampfte Shelter ist praktisch nur mit dem Auto zu erreichen, welches die wenigsten der Freiwilligen ihr Eigen nennen. Die nächste Bushaltestelle ist vier Kilometer weit entfernt, und es gibt nur zwei Busverbindungen am Tag.

Wir als Vermittler sehen diesen unseligen Umzug kommen. Wie ein Damoklesschwert hängt er über unseren Gedanken, lässt uns Tag und Nacht nicht zur Ruhe kommen und treibt uns in unseren Bemühungen, für dich und möglichst viele andere ein schönes Zuhause zu finden, weiter an. Noch geben wir den Kampf und die Hoffnung nicht auf, dass an zuständiger Stelle ein Mensch sitzt, der ein Herz in der Brust trägt, für den Mitgefühl kein Fremdwort ist, der das Ruder herumzureißen vermag und eine Lösung findet, mit der alle Beteiligten – Geschäftsleute, Freiwillige und vor allem ihr Hunde – zufrieden leben können. 


Du ahnst zum Glück nichts von diesen heraufziehenden dunklen Wolken. Offen, verspielt und stets gut gelaunt lebst du im Hier und Jetzt. Du liebst deine Artgenossen, aber wir Menschen sind das Größte für dich. Du genießt sichtlich jede Streicheleinheit, ohne aber jemals vorzudrängen, bemühst dich, alles richtig zu machen und möchtest einfach nur gefallen. So hast du sehr schnell gelernt, brav an der Leine zu gehen, auch die ersten Grundkommandos kennst du schon.

Nun suchen wir für dich liebe Menschen, die Freude daran haben, ein junges, unbedarftes Hundekind in ihre Familie aufzunehmen, ihm ihre Welt zu zeigen und es alles zu lehren, was es fürs Leben braucht – damit du nicht in einem kahlen Zwinger an einem von Gott und der Welt verlassenen Ort alt werden und irgendwann von dort aus deinen letzten Weg gehen musst.

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Linda beim Spielen mit ihren Schwestern Irma und Monica:

Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 12.01.2024, 16.08 | (0/0) Kommentare | PL

Brüderlich geteilt! Jarik und Marik

JARIK


 Rüde

geb. 2021

50 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

Menschen zum Liebhaben gesucht


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MARIK

 

Rüde

geb. 2021

50 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

übervolles Herz zu verschenken


 

Jarik und Marik – das Schicksal der beiden zauberhaften Hundebrüder schien bereits besiegelt; buchstäblich in letzter Sekunde sprangen sie dem Tod von der Schippe: Sie und ihre Mutter waren unerwünscht, einige Leute fühlten sich von der kleinen Hundefamilie gestört. Die Hündin wurde brutal getötet, ihre beiden Welpen sollten ertränkt werden. In letzter Sekunde griffen tierliebe Menschen beherzt ein, retteten die Hundebabys und brachten sie ins Shelter Kozhuhovo.

Nun befinden sich die Beiden zwar in Sicherheit – nur was für ein Leben erwartet sie dort als zwei von ungefähr dreitausend? Eingesperrt in einen engen Zwinger, in welchem außer Aufstehen, um die eigene Achse drehen und Hinlegen nichts möglich ist; eine Qual für junge, bewegungsfreudige Hunde. Harter, uringetränkter Holzboden, auf dem die Nässe durch jede Ritze dringt und bis hinein in die winzige Holzhütte kriecht, in die die Hunde sich in ihrer Not als einzigen Schutz vor der bitteren Kälte zurückziehen können.

Richtig satt werden sie auch nie, denn das billige Futter gibt nicht viel her. Zudem wird es mit jeder Lieferung schlechter, weil der Shelterbetreiber seine Gewinnspanne erhöhen will.

Der einzige Lichtblick in ihrem trüben Dasein ist der wöchentliche Besuch ihrer freiwilligen Betreuer. Dann dürfen die Hundebrüder ihren Knast für eine Stunde verlassen, zusammen im Shelterbereich spazieren gehen oder gemeinsam mit vielen Schicksalsgefährten im Auslauf rennen, springen und spielen. Am Ende dieser Stunde trotten sie widerwillig mit gesenkten Köpfen zurück in ihren Zwinger und das ewige Warten beginnt aufs Neue.

 Jarik wie Marik werden von ihren Betreuern als absolut sozial, kameradschaftlich und umgänglich  beschrieben. Beide lieben den Menschen über alles; darum unterbrechen sie das Spielen und Gassigehen immer wieder, um sie ausgiebig streicheln und kraulen zu lassen. Bei der Masse an liebebedürftigen Hunden bleibt leider viel zu wenig Zeit um die Sehnsucht jedes einzelnen nach menschlicher Nähe zu stillen. 

Jarik -verliebt in den Menschen:


Vor einigen Wochen besuchten die Betreuer mit Jarik und Marik eine Ausstellung. Immer wieder versuchen die Freiwilligen, ihre Hunde bei öffentlichen Veranstaltungen vorzustellen – stets in der Hoffnung, für sie in Russland ein zu Hause zu finden. Leider gelingt dies nur selten. Auch für Jarik und Marik interessierte sich niemand, obwohl die beiden Hundebrüder sich vorbildlich benahmen und ihr Bestes gaben, um zu gefallen. 

Marik und Jarik auf dem Weg zur Ausstellung Dezember 2021:


Marik und Jarik, Autofahrt zur Ausstellung Dezember 2021:


Darum setzen wir nun alles daran, um für Jarik und Marik hier in Deutschland eine schöne Für-immer-Heimat zu finden. Beide werden selbstverständlich auch einzeln vermittelt, sie müssen nicht unbedingt zusammenbleiben.Gemeinsam ist ihnen aber, dass sie ein Zuhause brauchen bei gutherzigen, verständnisvollen Menschen. Bisher kennen sie ja nur wenig von dem, was ein richtiger Hund wissen muss. Aber es ist nicht viel anders als bei Kindern: Mit Geduld und konsequenter Erziehung kann man (fast) alles erreichen! Jarik und Marik sind lernwillig und gelehrig; aus jedem von ihnen kann und wird ein treuer Begleiter und wunderbarer Familienhund werden.

In Russland sollten sie sterben; dürfen Sie bei Ihnen leben? Dann wenden Sie sich bitte an uns. Vielen, lieben Dank!

Jarik – Gassi im Shelter:


Vorstellung von Marik:


Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 12.01.2024, 16.08 | (0/0) Kommentare | PL

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Worum es geht:



Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.









"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

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Über mich

Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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