Tag: alt

Rasse: English Setter
Geschlecht: Rüde
Geboren: 31.12.2012
Schulterhöhe: 50 cm

"Es war einmal ein alter Hund, dem wurde die Welt ganz dunkel und still…
So könnte meine Geschichte beginnen. Ich bin Toby, ein steinalter Setter, sagen
die Menschen hier. Ich gehöre zu denen, die im Leben schon viel gesehen haben,
auch wenn ich das jetzt nicht mehr kann.
Es ist so nach und nach passiert. Zuerst wurde alles verschwommen, dann immer
dunkler, bis es zum Schluss nur noch schwarz war. Auch die Geräusche sind
verschwunden. Manchmal glaube ich noch, ein dumpfes Gemurmel zu spüren, so ein
leises Summen; aber die Stimmen und die Worte erreichen mich nicht mehr. Trotzdem
bin ich noch da. Ich gehe noch immer gerne nach draußen, meine Nase arbeitet
zum Glück noch einwandfrei, und sie erzählt mir alles, was ich wissen muss. Ich
schnuppere mich durch die Welt, ganz vorsichtig, Schritt für Schritt. Und wenn
ich Gras unter mir spüre, dann vergesse ich für einen Augenblick alles und
wälze mich glücklich darin, so wie früher.


Die netten Menschen hier sagen, ich sei lebensfroh und dass ich gerne kuschle. Das stimmt. Ich finde meinen Weg zu ihnen - vielleicht nicht mit den Augen oder mit den Ohren, aber trotzdem zielsicher. Und wenn ich sie dann errreicht habe, lehne ich mich einfach ganz dicht und fest an sie, was heißen soll: Seht ihr, hier bin ich. Es ist alles gut.

Vor einer Woche kam ich hierher ins Tierheim. Ein neuer Ort, den ich nicht
sehen kann mit Geräuschen und Stimmen, die ich nicht hören kann. Alles ist fremd und manchmal
bleibe ich einfach stehen und weiß nicht so recht, wohin ich gehen soll. Ich
glaube, alt zu sein hatte ich mir ein bisschen leichter vorgestellt. Man sagt
ja auch, dass es nichts für Feiglinge ist. Aber so schnell gebe ich nicht auf. Schließlich
gibt es noch viel zu erschnuppern und zu erleben. Und vielleicht, ganz
vielleicht ist irgenwo da draußen jemand, der mir helfen möchte, mich
zurechtzufinden und mir mir zeigt, dass die Welt auch ohne Augenlicht und Gehör
noch ein schöner Ort sein kann.

Ich wünsche mir so sehr einen sicheren Platz bei Menschen, die mich geduldig führen, ohne mich zu drängen; die verstehen, dass ich manchmal ein bisschen länger brauche und die sich freuen, wenn ich mich neben sie lege und einfach nur da bin. Das würde mich glücklich machen. Hoffentlich bin ich nicht zu unbescheiden.

Das war sie schon, meine kleine Geschichte. Sehr viel Zeit habe ich wohl nicht mehr, und ich würde sie ich so gern mit dir verbringen. Vielleicht siehst und hörst ja gerade du mich - auch wenn ich selbst nichts mehr sehen und hören kann."
Dein TOBY
Yvonne Beier
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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Lebenslichter 11.09.2026, 20.01 | (0/0) Kommentare | PL

Miah
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 08/2021
Schulterhöhe: 55 cm
August 2026 Hallo, Sie da draußen – ja, genau Sie!
Erinnern Sie sich noch an mich? Ich bin Miah. Vor fast drei Jahren habe ich mich schon einmal bei Ihnen beworben. Und danach noch einmal. Leider haben Sie sich bis heute nicht bei mir gemeldet. Kein Anruf, kein Brief, kein "Komm, Miah, wir holen dich!"
Nun könnte ich beleidigt sein. Bin ich aber nicht. Ich dachte mir einfach: Na gut, dann versuche ich es eben noch einmal. Irgendwann muss es doch klappen!

Ich bin inzwischen fünf Jahre alt und immer noch hier im Hundelager. Dabei bin ich eigentlich viel zu temperamentvoll für so ein Dasein und habe große Lust, endlich die Welt zu entdecken. Mit meinen Artgenossen komme ich gut aus, auch wenn ich manchmal ein bisschen stürmisch bin. Aber nach so vielen Jahren im engen Zwinger darf man doch wohl ein wenig übers Ziel hinausschießen, oder?

Menschen finde ich jedenfalls ganz wunderbar. Ich bin offen und freundlich, suche ihre Nähe und liebe Aufmerksamkeit. Streicheleinheiten? Immer her damit! Wenn sich eine Hand findet, die mich krault, bin ich sofort dabei. Ich glaube nämlich, dass ein Hund gar nicht genug davon bekommen kann, wenn endlich jemand Zeit für ihn hat.
Und dann wären da noch meine langen Beine, meine Schnüffelnase und meine ganze angesammelte Energie. Ich möchte laufen, entdecken, spielen und lernen. Ich möchte nicht länger nur darauf warten, dass der Tag irgendwie vergeht, sondern endlich dazugehören.

An der Leine gehe ich inzwischen schon - nun ja ... daran lässt sich noch arbeiten. Ich bin eben neugierig und voller Begeisterung und manchmal gibt es draußen von allem einfach ein bisschen zu viel auf einmal. Aber das lässt sich lernen. Mit Menschen, die Geduld haben, mir Sicherheit geben und ein bisschen Humor mitbringen, werde ich bestimmt noch eine richtig gute Spaziergängerin.

Was ich mir wünsche, ist eigentlich gar nicht so schwer zu erfüllen: ein Zuhause, meine Menschen, ein gemütliches Körbchen zum Einmummeln und möglichst viel von dem, was ich bisher so vermisst habe: Nähe. Zuwendung. Gemeinsame Spaziergänge. Ein bisschen Unsinn. Und die Gewissheit, dass ich bleiben darf.

Ein netter Hundekumpel dürfte übrigens gern schon da sein. Ich bin ja an das Zusammenleben mit Rüden und Hündinnen gewöhnt und könnte mir von von einem ruhigen und selbstsicheren vierbeinigen Freund sogar noch allerhand abschauen.

Drei Jahre sind eine lange Zeit. Sehr lange für jeden von uns und viel zu lange für ein quirliges Hundemädchen wie mich. Aber ich habe meine Lebensfreude und meine Hoffnung nicht verloren.
Vielleicht ist meine Bewerbung bisher einfach noch nicht bei den richtigen Menschen angekommen. Vielleicht sitzen Sie gerade da und denken: "Miah? Die könnte gut zu uns passen."

Wenn das so ist, dann lassen Sie uns einander doch endlich kennenlernen. Ich bin bereit. Ich warte hier – mit offenen Pfoten und einem Herzen voller Zuversicht. Und ich würde nur zu gern hören: "Komm, Miah. Jetzt bist du daheim."
Ihre Miah
Ina Schoenfuss
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Thirelia
Rasse: Pomeranian Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 06/2018
Schulterhöhe: 37 cm
Ein Blick in Thirelias Gesicht und man könnte glauben, ihr Leben sei bisher ein schönes gewesen. Man sieht eine kleine, niedliche Hündin mit üppigem Fell und handlicher Größe. Eine, die man auf den Arm nehmen kann und die sich wunderbar präsentieren lässt.

Aber vielleicht sollte man bei Thirelia genauer hinschauen. Denn hinter dem hübschen Gesicht liegt ein Leben, von dem wir nur vermuten können, wie wenig es mit dem zu tun hatte, was ein Hund eigentlich braucht. Vielleicht war sie einmal genau das, was sich jemand gewünscht hatte: klein, goldig, dekorativ. Ob sie regelmäßig spazieren gehen durfte, ob jemand mit ihr die Welt entdeckt hat oder ob sich jemand wirklich um ihre Gesundheit kümmerte? Wir wissen es nicht.
Was wir wissen: Thirelia ist jetzt acht Jahre alt und seit Juni 2026 im Hundelager.
Zudem bringt sie einiges mit, was man nicht einfach beiseiteschieben kann. Thirelia ist übergewichtig, sie hat Husten, Linsentrübungen und wurde positiv auf Leishmaniose getestet. Ob all das Folgen eines Lebens sind, in dem ihre Bedürfnisse zu lange keine Rolle gespielt haben, können wir nicht sagen. Aber man fragt sich unweigerlich, wie viel früher sich jemand hätte kümmern müssen.

Und trotzdem ist da diese kleine Hündin. Thirelia ist gesellig, selbstbewusst und sucht die Nähe der Menschen. Sie möchte Anschluss, möchte dabei sein und lässt sich nicht davon beeindrucken, dass ihr Leben inzwischen hinter Gitterstäben stattfindet. Sie läuft gut an der Leine, lebt problemlos mit anderen Hunden zusammen und verträgt sich sogar mit Katzen.
Die Tierschützer beschreiben sie als eine rüstige, alte Dame – und irgendwie gefällt uns das. Denn darin steckt etwas, das bei Thirelia so wichtig ist: Sie hat noch nicht aufgegeben.

Man sieht es noch, dieses kleine Fünkchen Lebensfreude, das sie sich bewahrt hat. Jetzt braucht sie jemanden, der daraus wieder ein Feuerchen werden lässt.
Thirelia braucht Menschen, die nicht einfach nur ein möglichst putziges Hündchen suchen, sondern unter dem flauschigen Fell ihre Persönlichkeit entdecken und auch bereit sind, sich um ihre gesundheitlichen Probleme zu kümmern.

Thirelia ist eine kleine, achtjährige Hündin, die wahrscheinlich viel zu lange einfach nur das sein musste, was man von ihr erwartete.Jetzt soll sie noch einmal erfahren, wie sich ein richtiges Hundeleben in einem echten Zuhause bei (einem) liebevollen, fürsorglichen Menschen anfühlt.
Vielleicht ist es noch nicht zu spät, aus ihrem kleinen Fünkchen wieder ein helles Licht zu machen, das ihr zu verstehen gibt: Du musst nichts mehr sein, was jemand von dir verlangt. Du darfst einfach Thirelia sein. Mit deinen kleinen Eigenheiten, deinen gesundheitlichen Baustellen und deinem süßen Gesicht; eben mit allem, was dich ausmacht und zu der Hündin macht, die du bist.

Wenn Sie unserer kleinen Dame zeigen möchten, dass ein Hundeleben mehr sein kann, als reizend auszusehen und Erwartungen zu erfüllen,dann freuen wir uns sehr über Ihre Nachricht an Thirelias Vermittlerin.
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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Aquilion
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 02/2016
Schulterhöhe: 60 cm
Es gibt Augen, die tragen Erinnerungen, von denen wir hoffen, sie wären nie wahr. So ist es bei Aquilion. Man schaut ihm ins Gesicht und ahnt plötzlich, dass dahinter ein ganzes Leben voller Entbehrungen liegen muss.

Können wir Menschen jemals wieder gutmachen, was wir den Tieren angetan haben?
Ich glaube nicht, wenn man einen Hund wie Aquilion ansieht. Denn ein einziger
Blick genügt, um zu erkennen, dass sein Leben Spuren hinterlassen hat, die
tiefer gehen als jede sichtbare Wunde.


Aquilion ist ein alter Hund. Vor wenigen Monaten wurde er in dieses Hundelager gebracht. Was vorher war, weiß niemand genau. Wahrscheinlich hat er die letzten Jahre als Streuner überlebt. Anders lassen sich sein Zustand und sein Verhalten kaum erklären. Sein Fell ist zu dicken Dreadlocks verfilzt. Auf einem Auge ist er blind, und in seinem Blick liegt ein Ausdruck, der sich nur schwer beschreiben lässt - eine Mischung aus tiefer Trauer, Verzweiflung, Angst und etwas wie: "Ich bin ein guter Hund, ich kann liebhaben, aber niemand hat mich je gewollt."


Wenn man sich ihm nähert, weicht er voller Sorge zurück. Nichts an ihm ist drohend. Er zeigt die Zähne, weil er hofft, dass ihm niemand zu nahekommt. Und trotzdem lässt er sich anfassen. Das hat mich lange beschäftigt. Denn wieviel muss ein Hund erlebt haben, damit ihn schon eine ganz vorsichtig ausgestreckte Hand erschreckt? Und was geht in einem Hund vor, der sich vor jeder Berührung fürchtet und sich am Ende doch dafür entscheidet, sie erlauben? Viel Gutes dürfte ihm bisher durch Menschenhand nicht widerfahren sein. Nun soll es ausgerechnet ein Mensch sein, der ihm zeigt, dass nicht alle Hände wehtun?


Er kennt keine Leine. Niemand scheint jemals mit ihm spazierengegangen zu sein. Niemand hat ihm gezeigt, dass die Welt auch aus etwas anderem bestehen kann als aus Hunger, Einsamkeit und dem täglichen Kampf ums Überleben, den er vermutlich jahrelang führen musste.

Heute kämpft er gegen etwas anderes: Gegen die Verlassenheit hinter Gittern in einem Gefängnis, aus dem er kaum wieder lebend herauskommt, wenn sich niemand für ihn entscheidet.

Wieviel Zeit Aquilion noch bleibt, wissen wir nicht; ebenso wenig, ob er jemals ein unbeschwerter Hund sein kann. Vielleicht wird er Berührungen immer zuerst misstrauisch begegnen und nie schwanzwedelnd auf fremde Menschen zulaufen. Aber er könnte noch erfahren, dass die Angst nicht das Letzte sein muss, was ein Hund von uns Menschen mitnimmt.

Aquilion braucht niemanden, der große Erwartungen an ihn stellt, sondern einen geduldigen Menschen, der seine kleinen Fortschritte erkennt und sich über sie freuen kann. Vielleicht besteht seine Dankbarkeit irgendwann darin, dass er sich neben seinen Menschen legt und keine Angst mehr hat. Wenn Sie genau darin das große Glück erkennen, könnte Aquilion der richtige Hund für Sie sein.

Wir können Aquilion seine Vergangenheit nicht nehmen. Aber mit Ihrer Hilfe können wir verhindern, dass sie auch seine Zukunft wird.
Tanja Roth
ist Ihr persönlicher Ansprechpartner
Telefon:
aus Deutschland:
0173 - 67 31 030
aus dem Ausland:
+49173 - 67 31 030
per EMail:
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 19.08.2026, 19.55 | (0/0) Kommentare | PL

Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 01.2023
Schulterhöhe: 67 cm
Liebe Besucherinnen und Besucher dieser Seite! Welchen Grund hat es, dass Sie genau bei Havahs Foto aufmerksam wurden? Wir stellen hier soviele große, kleine, schwarze, weiße, alte und junge Hunde vor; und ausgerechnet bei unserer dreieinhalbjährigen Havah haben Sie Halt gemacht.
Um das zu ergründen, schauen wir uns doch gemeinsam an, was die Tierschützer uns über sie berichten konnten: Seit dem 23.09.2025 hat sich Havahs Leben grundlegend geändert. Wir wissen nicht, ob es vorher besser war, denn die Vorgeschichte der in diesem trostlosen, liebeleeren Hundelager Eingesperrten interessiert hier niemanden. Havah gehört immerhin zu den Glücklichen, deren Elend wir sichtbar machen und die wir vorstellen und vermitteln dürfen; denen wir einen Namen geben und für sie eine Brücke schlagen können zu der Welt, die all den anderen für immer unerreichbar bleibt.

Havah teilt sich ihre Box mit Jimmy und Dioneo und hat in ihnen zwei Verbündete gefunden, zwei Leidensfährten, zwei Wartendewie sie selbst.Ganz nebenbei stellt sie sich damit jeden Tag selbst das schönste Zeugnis aus: Havah ist verträglich.
Den Besuch der Tierschützer empfing sie zunächst mit vorsichtigem Erstaunen. Doch dieses wich schnell einer großen Freude, die sie nur kurz unterbrach, um sich ihre Streicheleinheiten abzuholen. An der Leine lief sie dann bereits erstaunlich ordentlich.
Kurzum: Havah ist noch unversehrt. Sie hat nicht resigniert. Sie trägt Vertrauen den Menschen gegenüber in ihrem Herzen und sucht ihre Nähe freundlich und offen.
Havah ist ein Hund für den liebenden Blick.
Ihr sanftes Wesen steckt in einem Körper, der am Beuteschema vieler Menschen vermutlich vorbeiziehen wird. Sie ist weder klein und handlich, noch trägt sie einen wuscheligen Pelz. Sie besitzt keine außergewöhnliche Fellzeichnung, und auch keine vermeintlich leicht erkennbare Rasse, von der manche glauben, den Charakter ableiten zu können. Aber bekanntlich liegt Schönheit immer im Auge des Betrachters, und Havahs Besonderheit liegt woanders. Es ist ihr Blick.
Ein Blick, der mitten ins Herz treffen kann; der Freude, Mut, Zuversicht und Lebendigkeit ausdrückt. Noch. Heute.

Sie ist bereit, all das mit Ihnen zu teilen. Sie muss dafür nur gesehen werden – von Ihnen mit liebendem Auge. Öffnen Sie ihr die Kerkertür und entdecken Sie gemeinsam mit Havah (deren Name aus dem Hebräischen kommt und „die Lebende bedeutet) die Welt neu.
Nein, Sie müssen dafür nicht nach Italien reisen. Havahs Vermittlerin erklärt Ihnen sehr gern, wie diese wunderbare Hündin ihre Expedition in ein schönes, neues Leben antreten kann.
Vielleicht war es tatsächlich ihr Blick, der Sie auf dieser Seite hat verweilen lassen.
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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Lebenslichter 23.07.2026, 16.00 | (0/0) Kommentare | PL
"Gerettet von einer Baustelle,
suche ich voller Hoffnung
den Architekten meines Lebens."
Seit dem Welpenalter lebte Platon unweit des Moskauer Shelters Kozhuhovo auf einer Baustelle. Dort wurden er und noch weitere Hunde von Bauarbeitern versorgt. Als das Gebäude fertiggestellt war, wurde Platon von diesen Arbeitern zu seiner eigenen Sicherheit ins Shelter gebracht, denn plötzlich verstarben an diesem Platz immer mehr Hunde. Sie waren nicht mehr erwünscht.
Und so fand sich der tolle Hundejunge mit dem wunderschönen, so lebensbejahendem Lächeln im Mai 2019 plötzlich in einem riesigen Shelter mit 3000 Hunden wieder. In Sicherheit vor Hundehassern und Hundefängern, aber auch gefangen in einer Welt, die er so bisher nicht kannte.
Hunde wie Platon sind in Russland die klassischen Hunde, die Grundstücke und Häuser bewachen sollen und ihr Leben normalerweise an der Kette fristen. Diesem Schicksal konnte Platon entkommen. Aber was soll jetzt nur werden? So viel Leben liegt noch vor ihm – wird er noch einmal gerettet und darf dieses Moskauer Hundegefängnis verlassen?
Platon ist ein sehr freundlicher und liebevoller Hund. Er spielt genauso gern mit seinen Artgenossen, wie er die menschliche Nähe und Zuneigung genießt. Platon ist voller Energie, mit der er seine Umgebung auflädt und versucht, jeden und alle um ihn herum freudig und positiv zu stimmen. Ein Wunder, dass er sich nach nun fast schon zwei Jahren im Knast noch immer diese lebensbejahende Art bewahrt hat.
Das Leben im Shelter ist kein Zuckerschlecken, und keiner der Hunde dort weiß, ob es jemals noch ein anderes, besseres geben wird. Eines, das mehr bietet, als die Enge der Zwinger und diese eine kurze Stunde in der Woche, in der die freiwilligen Helfer vor Ort sind und den Hunden den Himmel zeigen, Liebe und Zuneigung schenken und versuchen, ihnen ein kleines Stück Würde zu geben.
Das schlechte Futter, die Kälte und
Feuchtigkeit im Winter, die Hitze im Sommer, die Eintönigkeit, die Langeweile
und das Warten – sie hinterlassen ihre Spuren. Nicht gleich, nicht so sehr bei
den jungen Hunden, nein – schleichend nimmt all das den Hunden die Hoffnung,
die Kraft und den Mut. Bis sie alt sind und aufgegeben haben.

Noch ist Platon ein junger Hund voller Energie und Lebensfreude. Seine Schulterhöhe von 60cm und seine ca. 30 Kilo Körpergewicht machen es sicher nicht leichter für ihn, ein Zuhause zu finden. Aber sein goldener Charakter, seine fröhliche und aufgeschlossene Art, sie wird ihm – sie muss ihm helfen.
Für den Goldjungen Platon suchen wir Menschen, die ihm Liebe und Zuneigung schenken, ihm mit Geduld unsere Welt in all ihren Facetten zeigen und mit ihm durch dick und dünn gehen. Er wird diesen Menschen ein loyaler Freund sein und all seine gute Energie an sie verschenken.
Platon ist 2015 geboren, hat ca. 60cm Schulterhöhe und ist bereits gechipt, geimpft und kastriert. Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos". Für Platon suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.
Hier zwei Videos zum besseren
Kennenlernen von Platon:
Platon im Juni 2020:
Wichtige Daten im Überblick:
Rüde, geb. 2019, ca. 60 cm, keine Krankheiten bekannt, kastriert
verträglich mit Artgenossen, freundlich und liebevoll zu Menschen, läuft gut an der Leine
noch im Shelter in Russland, Katzenverträglichkeit kann nicht zuverlässig getestet werden, endgültiges Zuhause gesucht
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.worringer@procanes.org
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos
Lebenslichter 22.01.2024, 19.50 | (0/0) Kommentare | PL

Seit mehr als unfassbar langen elf Jahren lebt MARUSHKA bereits im Shelter "Kozhuhovo"! 2010 kam sie als junge Fundhündin in dieses riesige, russische Tierheim in Moskau und sitzt seitdem in einem winzigen Aussenzwinger. Sie hat sich ihrem Schicksal ergeben, hat sich angepasst, hat Freundschaften geschlossen.
Marushka ist
im Shelter zur Seniorin geworden und 10 Jahre hinter Gittern sind auch an ihr
nicht spurlos vorüber gegangen. Aus der einst fröhlichen, jungen Hündin ist eine traurige Hundeoma geworden und
ihr Blick lässt eine tiefe Resignation erkennen.

Marushka ist eine sehr freundliche und menschenbezogene Hündin. Fremden Menschen gegenüber ist sie anfangs etwas schüchtern, was sich aber schnell legt, wenn sie merkt, dass man es gut mit ihr meint. Sie kennt die Hundeleine und läuft gut daran. Wenn sie Besuch von ihren Betreuern bekommt, die ihr und den anderen Hunden einmal in der Woche für eine Stunde Freilauf ermöglichen, hält sie sich am liebsten in deren Nähe auf.
Marushka ist mehr und mehr von der Masse der Hunde überfordert und vermutlich weiß sie ganz genau, dass sie sich im Fall der Fälle nicht mehr wehren könnte. So sucht sie Schutz bei den Menschen, die sie kennt.
Sehr viel Lebenszeit wird der alten Dame nicht mehr bleiben, und viel zu viele Jahre musste sie bei jeder Witterung im Shelter ausharren.
Wir hoffen sehr, dass es uns noch gelingt, für Marushka ein Zuhause in Deutschland zu finden. Sie sollte ihre letzte Zeit auf dieser Welt behütet und artgerecht genießen dürfen und nicht irgendwann einsam und vergessen in ihrem trostlosen Zwinger ihre letzte Reise antreten.
Irgendwo muss es sie geben: Die Menschen, die Marushka ein kuscheliges Körbchen in ihrem Heim schenken und sie bis zu ihrem letzten Tag liebevoll begleiten… wir müssen sie nur noch finden!

Bei
ernsthaftem Interesse melden Sie sich bitte bei unseren Team-Kolleginnen.
Lebenslichter 22.01.2024, 19.50 | (0/0) Kommentare | PL

BUBA
Hündin
geb. 2010
48 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
bestens verträglich mit Artgenossen
anfangs ein wenig schüchtern gegenüber Fremden
läuft brav an der Leine
warmes Bettchen für die letzten Jahre gesucht
Dein pfiffiges Lausmädchengesicht lässt Dich wesentlich jünger erscheinen, als Du es den Jahren nach bist. Dabei hast auch Du, wie Deine Seelenschwester Ponka und ungezählte andere, Dein ganzes Leben lang ein Schattendasein geführt: Kaum geboren, musstest Du auch schon Einzug halten im riesigen, seelenlosen Shelter Kozhuhovo bei Moskau. Das war im November 2010. Viele sagen, für Welpen sei das Leben im Hundeasyl schon sehr schwer. Wie hart es erst für Kranken und die Senioren sein muss, können und wollen wir uns nicht vorstellen.

Nie in all den vielen Jahren warst Du für einen
Menschen besonders wichtig. Die freiwilligen Betreuer, die Euch manchmal
besuchen dürfen, geben ihr Bestes, um Euch Euer trauriges Los ein bisschen zu
erleichtern; auch und gerade jetzt im eisigen, russischen Winter, wenn die
Kälte und Feuchtigkeit durch jede Ritze der Zwinger kriechen und den alten
Knochen schwer zu schaffen machen. So haben sie Dir ein Mäntelchen angezogen,
welches Dich hoffentlich ein wenig wärmt. Aber bei aller Liebe können sie nie ein
eigenes Zuhause ersetzen. Wie oft Du Dich abends hungrig und durstig auf den
harten, schmuddeligen Holzdielen deines
Gefängnisses zum Schlafen gelegt hast (soweit das an diesem gefährlichen Ort
möglich ist), weißt nur Du allein.

Dein ganzes Dasein besteht im Grunde aus dem Kampf ums
Überleben; und Dein einziger Halt war und bleibt Ponka, Deine Zwingergefährtin
und Freundin, die Dich durch die schwere Zeit begleitet und mit Dir gemeinsam
kämpft. Die Frage ist nur: Wofür?
Es ist wohl das Fünkchen Hoffnung, das Dich am Leben
erhält. Hoffnung auf Menschen, die ein weiches, mitfühlendes Herz besitzen, die
gerade alte Hunde gern zu sich nach Hause holen. Und genau diese Menschen
versuchen wir für Dich zu finden.
Es sind immer sehr besondere Menschen, die sich speziell für einen Hundesenioren entscheiden. Denn sie wissen, dass die gemeinsame Zeit vielleicht nur sehr kurz bemessen sein wird und der Abschied womöglich nicht lange auf sich warten lässt. Aber jeder einzelne Tag mit so einem alten Hund ist ungeheuer bereichernd und erfüllend. Ich spreche da aus eigener Erfahrung: Einige unserer – im besten Sinne des Wortes – Lebensabschnittsgefährten waren 13 bis 14 Jahre alt, als sie zu uns kamen und nach acht bis neun Monaten mussten wir sie gehen lassen. Doch möchten wir keinen von ihnen missen und sind dankbar für jede Sekunde, die wir mit ihnen verleben durften.

Wollen Sie der betagten Buba gern das Glück eines
eigenen Zuhauses schenken und an ihrem Glück teilhaben? Dann wenden Sie sich
bitte an uns. Vielen, lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den
Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Buba, Ponka und Marik bekommen Extrafutter von den
Betreuern:
Buba und Marik beim Gassigehen im Shelterbereich:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
Lebenslichter 21.01.2024, 10.22 | (0/0) Kommentare | PL

BLANK
Rüde
geb. 2008
50 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
versöhnlicher Ausklang gesucht
Wie schön wäre es, wenn das Leben am Ende beginnt?
Vor kurzem entdecke ich Blank. Hochmotiviert sichte
ich Bilder und Informationen der russischen Betreuer von Hunden, die eingesperrt
sind im großen Moskauer Shelter Kozhuhovo. Die einen noch jung und erst seit
kurzem gefangen hinter Gittern; andere (zu denen auch Blank gehört) schon seit langer
Zeit. Blank „feiert“ in diesem Jahr sein Zehnjähriges – wahrhaftig kein Grund
zum Freuen.
Wieder legt sich dieser Schatten auf mein Herz, denn wieder ist da ein liebenswerter Hund - nett, freundlich, verschmust und leider schwarz.Wieder beschleicht mich diese Angst, ich könnte auch für diese vergessene Seele zu spät kommen; doch ich versuche, die Angst zu verdrängen und Hoffnung zu haben.

Wie unglaublich schön wäre es, wenn ein Leben am Ende doch noch beginnt? Ich will positiv denken und mein Scherflein beitragen, damit vielleicht ein Wunder geschieht für den auf den Bildern so einsam wirkenden, und dennoch vertrauensvoll in Richtung seiner Betreuer blickenden, alten Blank.

Viel wissen sie nicht über ihn. Eines Tages tauchte er
in einem der Zwinger auf, und alles, was die Betreuer erfuhren, war, dass Blank
von Hundefängern direkt von der Straße geholt worden war, auf der er mutterseelenallein
gelebt hatte.
Wir schreiben das Jahr 2012. Da war er nun, ein weiterer großer, schwarzer Hund, einer unter 3000. Anfangs zog er sich ganz in sich zurück und wollte nichts von den Freiwilligen wissen. Diese bemühten sich redlich und geduldig um den traurigen Hundejungen und nach zwei Jahren wurden sie dafür belohnt – Blank begann zögernd, sich zu öffnen. Seitdem lebte er in verschiedenen Zwingern vielen verschiedenen Hunden zusammen, sah viele kommen und gehen mit verschiedenen Hunden. Die einen starben still und einsam, andere wurden adoptiert und reisten in ein neues Leben – Blank aber blieb und kam stets mit allen Leidensgefährten wunderbar aus. Gern lässt er sich streicheln und kennt das Gassigehen im Shelter. Dabei ist er allerdings noch immer sehr aufgeregt, denn das fortwährende Gebell von Hunden, die er nicht kennt, macht ihm ein bisschen Angst.

Nun ist er alt, seine Zeit auf Erden neigt sich dem
Ende zu. Aber noch ist es nicht zu spät für einen Neubeginn. Blank hatte ein
Leben vor dem Shelter, wenn auch kein leichtes, er kennt die Straße und deren
Geräusche. Vielleicht hatte er auch irgendwann ein Zuhause, aus welchem er
vertrieben wurde? Er sollte noch einmal eines finden, vielleicht ja bei Ihnen?
Dann könnte seine Biografie den Titel tragen: „Blank oder: wenn das Leben am
Ende doch noch beginnt!“
Hier ein Video von Blank beim Gassi:
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt
über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
Lebenslichter 21.01.2024, 10.22 | (0/0) Kommentare | PL

NASTIA
Hündin
geb. 2006
45-50 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
endgültiges Für-immer-Zuhause gesucht
Nach 13 langen, schweren Jahren in
Gefangenschaft möchten meine geschundenen Pfötchen noch über den Boden der
Freiheit laufen!
Kaum war das riesige Shelter
Kozhuhovo im Jahr 2008 eröffnet worden, kam Nastia gemeinsam mit ihrer
Schwester Asya hierher. Für uns unvorstellbare 13 lange Jahre mussten sie dort ausharren,
bis Asya schwer erkrankte. Daraufhin durfte sie in eine Pension umziehen, in
der sie nach nur zwei Wochen verstarb. Ein weiteres, vergeudetes Leben – nur
eins von Tausenden.
Nastia kämpft sich mit ihren 15
Jahren weiter durch den harten Shelteralltag. Zurzeit hat sie Glück, denn man
hat Norris, einen ausgesprochen lieben Leidensgenossen zu ihr in den Zwinger
gesetzt. So muss sie wenigstens keine Angst haben, bekommt auch Futter und
Wasser ab. Wahrlich nicht viel, aber zum Überleben muss es reichen.
Alltagsleben im Shelter bedeutet Zusammenhocken auf engstem Raum, in einem kahlen Zwinger von höchstens 3 Quadratmetern mit Holzboden und einer winzigen Holzhütte, fast immer gemeinsam mit mehreren Schicksalsgefährten. Leben sieht anders aus.

Der Rest ist Warten auf die
freiwilligen Helfer, die einmal in der Woche ins Shelter kommen versuchen, ihren
Schützlingen das Dasein für einige Augenblicke etwas erträglicher zu machen.
Sie bringen ihren Hunden selbstbezahltes Extrafutter mit, holen sie aus ihren Gefängnissen und gehen mit ihnen innerhalb der Sheltermauern sapzieren oder nehmen sie mit in den großen Auslauf, damit die Tiere sich die Beine vertreten und ein wenig herumtoben können.

So sollen die Hunde für eine oder
zwei Stunden ihr trostloses, eintöniges Leben vergessen dürfen und für einen
Moment einfach nur glücklich sein.
Danach – und das macht nicht nur den
Hunden, sondern auch den Betreuern das Herz jedes Mal schwer – geht es unweigerlich
zurück in die Zwinger. Dann heißt es wieder warten und hoffen, dass die Woche
schnell vergeht und die Betreuer zurückkommen.
Schon bald werden die Tage wieder kürzer, der Herbst und der nächste strenge Winter stehen vor der Tür. Es ist fraglich, ob Nastia es schafft, auch noch diesen zu überleben. Die russischen Sommer und Winter können besonders für die Senioren schnell das Ende bedeuten. Im Sommer macht ihnen die oft unerträgliche Hitze, der sie nahezu schutzlos ausgeliefert sind, zu schaffen. Und im Winter haben die alten Körper der beißenden Kälte von -25 Grad oder mehr kaum etwas entgegenzusetzen.
Nastia war eine junge,
hoffnungsvolle Hündin, als sich die Sheltertore hinter ihr schlossen. Nun, nach
unendlich langen Jahren, ist sie alt und verbraucht. Die Chancen, jetzt noch ein Zuhause zu finden, scheinen verschwindend gering.
Aber trotz ihres sinnlosen, vergeudeten Lebens hat sich Nastia ein
freundliches, den Menschen sehr zugetanes Wesen bewahrt und auch – oder gerade
– die Hundesenioren haben noch unendlich viel zu geben an Liebe, Dankbarkeit
und Anhänglichkeit.
Vielleich sind ja SIE der Mensch mit
einem riesengroßen Herzen, der der betagten Nastia ein behagliches Zuhause
schenken möchte. Möglicherweise wird die gemeinsame Zeit nur kurz bemessen
sein; aber Liebe und Glück rechnen sich schließlich nicht allein nach Jahren.
Uns ist bewusst, dass wir für Nastia
die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen suchen. Doch manchmal werden Wunder wahr
und auf ein solches Wunder hoffen wir.
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt
über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Hier drei Videos von Nastia (auch
mit Zwingerkumpel Norris):
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)
Lebenslichter 21.01.2024, 10.22 | (0/0) Kommentare | PL