Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: alt

Und wenn du alt bist, sieht dich keiner mehr




Richi war noch ein Junghund, als er in das russische Shelter "Kozhuhovo" kam. Was er bis dahin erlebt hat? Das kann leider niemand von uns sagen.

Was wir aber sagen können: Für Richi änderte sich ab diesem Tag alles. Ein junger Hund eingesperrt und weggesperrt von der Außenwelt. Ein "normales" Leben rückte für ihn in unendlich weite Ferne. Sein Leben besteht seit dieser Zeit aus Einsamkeit, Leere, Traurigkeit und vor allen Dingen aus Warten.

Warten, dass irgendetwas passiert. Es passiert aber so gut wie nie etwas. Jeder Tag, jede Stunde gleich. Doch einmal in der Woche kommen Richi´s Betreuer in das Shelter, und diese kurze Zeit ist die einzige Abwechslung in seinem Leben. Dann kann er mit anderen Hunden in den Freilauf oder eine kleine Runde auf dem Sheltergelände spazieren gehen.

Schon nach kurzer Zeit ist dann alles wieder vorbei… dann muss er wieder in seinen Zwinger zurück, und eine weitere Woche wartet auf ihn. Seit unglaublichen 10 Jahren führt er dieses Leben! Ein anderes Leben blieb ihm verwehrt, denn in all den Jahren blieb niemand an seinen Zwinger stehen. Niemand schaute in seine dunklen Augen, in denen man förmlich versinken kann. Alle schauten nur über ihn hinweg. Ein Zuhause haben andere gefunden – Richi musste bleiben.




Aus dem jungen Hund ist ein Senior geworden – alt geworden, ohne gelebt zu haben. Obwohl ihn seine Betreuer als liebevollen und sanftmütigen Hund beschreiben, der den Menschen gefallen möchte, wurde mit zunehmendem Alter die Hoffnung, dass er noch ein Zuhause in Russland findet, immer kleiner und heute besteht diese Hoffnung eigentlich nicht mehr.

10 lange Jahre, ohne überhaupt zu erahnen, was das Gefühl ist, ein Zuhause zu haben oder in einem warmen Körbchen zu liegen. Wir möchten versuchen, ihm noch einmal dieses Gefühl zu geben und machen uns daher für Richi auf die Suche nach einem schönen Zuhause mit viel Liebe.

Wir suchen Menschen, die einem Hund, der 10 Jahre in einer trostlosen Welt leben musste, eine Chance geben - die größte Chance seines Lebens. Menschen, die ihm mit Geduld und Liebe zeigen, dass es außerhalb seiner bekannten Welt noch so viel mehr gibt.

Sollten wir diese Menschen finden, könnte Richi schon bald kastriert, gechipt und geimpft in sein neues Leben reisen. Richi´s Verträglichkeit mit Katzen kann vor Ort nicht zuverlässig werden, und wie all unsere Hunde werden wir Richi nur auf eine Endstelle vermitteln.

Das geschätzte Geburtsjahr von Richi ist 2008 und er hat eine Schulterhöhe von ca. 55 cm.

Bei Interesse würde sich die zuständige Vermittlerin über Anfragen freuen:

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 01.10.2022, 15.26 | (0/0) Kommentare | PL

Ein kleines Licht für: Stepa - und auf einmal leuchtet es hell!

EIN TRAUM WIRD WAHR!

Soeben bekam ich die Nachricht,

dass STEPA reserviert ist und schon bald

in sein neues Für-Immer-Zuhause reisen darf.

DANKE, LIEBER GOTT!



Es gibt Hunde, da fällt es schwer, die richtigen Worte zu finden, um sie vorzustellen.
Es sind Hunde wie Stepa  – sie berühren zutiefst, lassen einen verzweifeln und motivieren gleichzeitig.
Motivieren? Sie fragen sich vielleicht, warum?

Ganz einfach: Diese Hunde fügen sich in ein Schicksal, an dem so mancher Mensch schon längst verzweifelt wäre. Ohne zu klagen und zu jammern, akzeptieren sie ihr Los. Nur wer genau hinschaut, wer ihnen in die Augen blickt, kann leise erahnen, wie schwer ihnen dieses von Menschen aufgezwungene Leben fällt. Damit motivieren sie uns, weiter zu machen und nicht nachzulassen in dem Bemühen, für sie ein schönes Zuhause zu finden.

Genau so ein Hund ist Stepa.

Als er ins Shelter "Kozhuhovo" in Moskau gebracht wurde, war er geschätzt 4 Jahre alt. Seitdem sind 11 Jahre vergangen. 11 Jahre, in denen er Sommer wie Winter in einen winzigen Außenzwinger gesperrt war. 24 Stunden am Tag, 6 Tage pro Woche.

Nur ein einziger Tag wurde zu einem Highlight für ihn- es ist der Tag, an dem die ehrenamtlichen Betreuer ins Shelter kommen, um den Hunden wenigstens eine Stunde Freilauf zu ermöglichen. Mit Glück gibt es dann auch mal leckeres Dosenfutter als kleine Abwechslung zum minderwertigen, geschmacklosen Trockenfutter.

Stepa hat all die Jahre tapfer durchgehalten – es blieb ihm gar nichts anderes übrig. Er sah seine Hundefreunde gehen – der alte Fantik ist gestorben, Freundin Grushenka hatte das große Glück, ein schönes Zuhause in Deutschland zu finden. Stepa ist immer zurück geblieben – niemand hat sich je für diesen bescheidenen und ruhigen , inzwischen sehr alten Hund interessiert.

So wartet er noch immer…


Schaut man seine Bilder an und sieht man seine Blicke, trifft es einen mitten ins Herz. Wieviel Traurigkeit und Verzweiflung sieht man in seinen Augen… und auch Unsicherheit. Obwohl Stepa keinerlei Probleme mit seinen Artgenossen hat, macht ihm die Masse an Hunden im Shelter mehr und mehr zu schaffen. Er hat ihnen in seinem Alter auch einfach nichts mehr entgegen zu setzen. So sucht er im Freilauf immer die Nähe seiner Betreuer und versucht teilweise, sich hinter ihnen ein wenig unsichtbar zu machen.

Stepas Betreuer beschreiben den alten Herrn als ruhig und bescheiden. Nie drängt er sich auf oder in den Vordergrund. Schüchtern sitzt er da und wartet geduldig, bis er an der Reihe ist. Still bleibt er dann sitzen, bewegt sich keinen Zentimeter zur Seite – es könnte den Moment sonst zerstören. Den einzigen Moment in dem er sich wirklich sicher und beschützt fühlen darf.

Für uns ist dieser alte Hundeopa ein Notfall, der mehr als dringend ein Zuhause bei lieben Menschen braucht. Er muss heraus aus dem Shelter, aus dem Lärm, dem Dreck und dem trostlosen Shelteralltag, der nicht mehr für ihn bereit hält, als das Warten auf den einen Tag in der Woche.

Stepa läuft die Zeit davon…


Und wir sind verzweifelt, denn bedingt durch die Pandemie kann es noch dauern, bis wir ihn dort endlich herausholen können. Zudem braucht es ja auch ein Zuhause für ihn…

Wir suchen für Stepa liebe Menschen mit viel Herz für alte Hunde, mit Geduld und Empathie. Menschen, die dieser alten Socke Zeit lassen, sich an ein eigenes Körbchen zu gewöhnen. Menschen, die Stepa einfach noch einmal ein lebenswertes Hundeleben ermöglichen. 

Und ja: Menschen, die mit uns auf den Tag warten, an dem endlich wieder ein Transport nach Deutschland möglich sein wird und Stepa dann mit offenen Armen bei sich willkommen heißen.

Stepa ist geimpft, gechipt und kastriert. Er läuft gut an der Leine und ist verträglich mit Artgenossen. Sein neues Zuhause sollte etwas ruhiger und ebenerdig gelegen sein. Schön wäre ein Haus mit eingezäuntem Garten im ländlichen Bereich.

Wir wünschen uns so sehr, dass Stepa einmal in seinem Leben Gras unter den Pfoten spüren und entspannt in der Sonne träumen darf.
Bitte gebt ihm eine Chance.

Lebenslichter 01.10.2022, 15.26 | (0/0) Kommentare | PL

Freundlicher Pensionär sucht Familienanschluss


CHERNYSH

Rüde

55 cm Schulterhöhe

geb. ca. 2007

geimpft, gechipt, kastriert

Zwingernummer: PS Moskau

 

Zwei Seelen – ein Schicksal: Ebenso wie Reksik, den ich Ihnen kürzlich vorgestellt habe, kam auch Chernysh als Fundtier ins Kuzhuhovo. Also wurde auch er nicht mehr geliebt, nicht mehr gewollt, auf die Straße gesetzt und seinem Schicksal überlassen. Erste Aufzeichnungen über ihn durch seine Betreuer gibt es 2011; das heißt, auch er feiert ein trauriges Jubiläum, nämlich 10 Jahre Sheltereinerlei.

Im vergangenen Herbst bemerkten die Freiwilligen, dass Chernysh immer ruhiger und matter wurde. Sie sorgten sich so sehr um ihn, dass sie beschlossen, ihn in einer Hundepension unterzubringen. Chernysh musste dringend seinen winzigen Aussenzwinger verlassen –heraus aus Kälte und Nässe und der fehlenden Bewegungsfreiheit. Sei seinem Umzug geht es Chernysh deutlich besser und er lebt zusehends auf.


Die Menschen, die mit ihm zu tun haben, beschreiben Chernysh als äußerst freundlichen, in sich ruhenden Hundemann. Bei Spaziergängen mit seinen Betreuern läuft er brav und ohne Ziehen oder Zerren an der Leine.

Dieser menschenbezogene Hundesenior ist einfach nur lieb. Nie drängt er sich in den Vordergrund, ist jedoch überglücklich, wenn ihm Aufmerksamkeit zuteil wird. Und obwohl er mit Artgenossen bestens auskommt, verträglich ist, ist ihm die Nähe zum Menschen viel wichtiger.


Chernysh befindet sich zwar nicht mehr im Shelter, aber dennoch fehlt ihm ein eigenes Für-immer-Zuhause. Die meisten Hundepensionen in Moskau sind vergleichbar mit kleinen deutschen Tierheimen – zwar hat er es dort tausendmal besser als im Shelter (dazu gehört allerdings auch nicht viel), aber dennoch muss er auch hier viele Stunden am Tag eingesperrt in einem Zwinger verbringen.


Eine Adoption in seinem Heimatland ist aussichtslos, denn mag der Hund auch noch so einen goldenen Charakter haben – schwarz, groß und obendrein alt sind in Russland absolute No – Gos.

Daher wünschen wir uns für den zauberhaften Chernysh auf seine alten Tage nette Menschen, bei denen er sein eigenes Körbchen im Warmen und mit vollem Familienanschluss beziehen darf.



Lebenslichter 30.09.2022, 18.18 | (0/0) Kommentare | PL

Ein kleines Licht für: Kioki



Soll das schon alles gewesen sein?

KIOKI war ein Welpe – klein, unschuldig und völlig unbedarft, Wie Welpen nun einmal sind, wollte er spielen, laufen, schmusen und die Welt entdecken. Doch seine Unbedarftheit endete eines Tages im Shelter „Kozhuhovo“, Er wusste nicht, dass damit sein Leben geschrieben war, er wusste nicht, dass er ab sofort eine von unglaublich vielen, armen Seelen war.

Dieses Wissen erreichte ihn leider sehr schnell… ab sofort fand sein ganzes Leben nun in einem kleinen Außenzwinger mit einer Holzhütte statt. Sein Leben wurde auf eine Stunde in der Woche im Auslauf reduziert. Es blieben für diesen kleinen, unschuldigen Welpen also nur ein paar Minuten, in denen er spielen, laufen und schmusen konnte. Von der Entdeckung der Welt war nichts mehr übrig, denn egal wo er auch hin ging, es waren überall Zäune, die ihn begrenzten, die sein Leben begrenzten. Es gab nichts mehr zu entdecken.

Er wollte so viel und bekam nichts.

Mittlerweile ist aus dem kleinen, unschuldigen und unbedarften Welpen ein erwachsener Rüde geworden. Die Jahre sind vergangen, seine Welpenzeit, ist längst vorüber und vergessen. Kioki hat sich dem Shelter-Leben angepasst … es blieb ihm ja auch nichts anderes übrig. Wenn er die Wahl hätte, würde sein Leben wohl nicht an diesem tristen Ort stattfinden.

Kioki liebt Menschen und ist ein richtiger Spaßvogel. Umso schwerer muss es für ihn sein, wenn er fast immer nur weggesperrt ist und sich nicht seine geliebten Streicheleinheiten von den Betreuern abholen oder mit seinen Hundekumpels toben kann. Er ist ein junger Hund, der so viel nachzuholen hat, der Spaß am Leben hat, wenn er denn eins hätte. In den kurzen Momenten außerhalb seines Zwingers blüht er auf und er ist voller Energie und Tatendrang. Er weiß kaum, was er zuerst oder zuletzt machen soll… Die Zeit ist halt viel zu kurz, um all das, was er so gerne machen würde, genießen zu können. Dennoch versucht er das Beste daraus zu machen und hat sich bis heute seine fröhliche und freundliche Art bewahrt.


Seine Chancen, vor Ort noch adoptiert zu werden, sind verschwindend gering und daher möchten wir nun alles versuchen, ein tolles Zuhause für Kioki zu finden. Wir wissen, dass die Zeit viel zu schnell vergeht und wir möchten auf keinen Fall, dass Kioki in diesem Shelter alt werden muss, ohne jemals die Chance auf ein behütetes Leben gehabt zu haben. Wir haben so viele Senioren, die fast ihr gesamtes Leben dort verbracht haben, das möchten wir Kioki ersparen. Er soll dort niemals ein Langzeitinsasse werden.

Kioki ist bereits gechipt, kastriert und geimpft. Er ist 2015 geboren, ca. 55cm hoch, aktiv und wissbegierig. Wir könnten ihn uns gut in einer Familie mit älteren Kindern vorstellen. Auch ein Leben als Zweithund ist durchaus möglich, denn er ist gut verträglich mit seinen Artgenossen, möchte aber gern die Führung übernehmen. Kioki muss noch viel lernen, denn bisher hatte nie die Möglichkeit dazu.

Wenn Sie Ihr Leben gern mit Kioki teilen möchten, dann freuen sich seine Vermittlerinnen auf eine ernstgemeinte Anfrage.

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Lieber Kioki,
wir hoffen, dass wir die richtigen Menschen für Dich finden. Menschen, die Dich immer begleiten werden und denen Du nicht egal bist. Wir wünschen Dir von Herzen, dass Du Dein Leben noch ohne Einsamkeit und Gitter leben kannst… Wir werden alles für Dich versuchen und Dich nicht vergessen, bis es soweit ist!

Lebenslichter 29.09.2022, 16.24 | (0/0) Kommentare | PL

Alt werden sollen sie alle...

(aus Nellys Tagebuch)

…aber sein darf es dann keiner, da geht es uns Hunden wie den Menschen. Jeder liebt die kleinen, zuckersüßen Welpen, und fast alle Zweibeiner geraten vor Entzücken außer sich, wenn die tolpatschigen Fellknäuel durcheinanderpurzeln und allerlei lustigen Unsinn anstellen. Dass auch sie eines Tages alt und gebrechlich sind, wird häufig von ihren Besitzern verdrängt. Ist es soweit, landen unzählige Hundesenioren im Tierheim. Die Arztkosten werden zu hoch (aber drei Urlaubsreisen jährlich sind im Budget drin). Der alte Hund entwickelt, genau wie Oma und Opa, die eine oder andere unbequeme Eigenart; und wenn dem betagten Hausgenossen mal ein Malheur passiert, weil er Blase und Darm nicht mehr so gut kontrollieren kann, hat niemand Lust, die Bescherung wegzuputzen.

Wohlgemerkt, es gibt auch andere Menschen, ganz viele sogar, und das ist gut so. Im Gegensatz zu früher dürfen viele von uns heute in Liebe und Geborgenheit altern. Damals wurden wir in erster Linie aus Gründen der Nützlichkeit gehalten. War so ein Jagd- oder Hütehund dann irgendwann nicht mehr diensttauglich, weil er auch einmal krank wurde oder seine Reaktionsfähigkeit nachließ, erhielt er zum 'Dank' für ein, langes, treues Arbeitsleben fast immer eine Gewehrkugel, wurde erschlagen oder einfach am nächsten Baum aufgehängt. Wenn einer wirklich mal das Gnadenbrot erhielt, wurde sein Besitzer als sentimental belächelt oder galt als sonderbarer Kauz.

Heutzutage werden wir in erster Linie als Familienmitglieder und freundliche Begleiter gehalten. Unsere Menschen gehen zumindest hierzulande eine innige Beziehung mit uns ein, und für den normalen Hundefreund ist es unvorstellbar, dass er seinen Bello töten lässt, nur weil der alt ist.

Was für ein Glück, dass wir hier und heute leben dürfen: Mein Kumpel Barny, unser alter Bobby und ich.

Also dann, auf Wiederlesen.

Haben Sie es fein!

Ihre Nelly


Lebenslichter 29.09.2022, 16.24 | (0/0) Kommentare | PL

Vertrauen ist alles!


REKSIK

Rüde

60 cm Schulterhöhe

geb. ca. 2006

geimpft, gechipt, kastriert

Zwingernummer: B 259

Bereits seit Ende 2011 lebt Reksik nun schon im russischen Shelter „Kozhuhovo“. Über seine Vergangenheit wissen wir leider nichts, da er als Fundhund hierher kam.

Damals noch in der Blüte seiner Hundejahre, ist er heute betagt; einer von so vielen, die in dem riesigen Hundegefängnis zum Senior wurden. In der Vermittlung haben wir ihn seit 2018 – erst da fiel er den Betreuern auf, so lange ging er in der grauen Masse der vielen armen Seelen einfach unter.


Dabei zeigt sich Reksik als ausgesprochen lieber und freundlicher Hund, der sich bestens mit seinen Artgenossen versteht. Leider ist die Zeit im Auslauf, die er in Gesellschaft seiner Schicksalsgefährten verbringen darf, äußerst begrenzt. Nur eine kurze, selige Stunde in der Woche - dann schließt sich die Zwingertür wieder hinter ihm und das Werten, die Einsamkeit und Langeweile beginnen von vorn.


Bei fremden Menschen hält sich ist Reksik erst einmal zurück. Sobald er jedoch Vertrauen gefasst hat, blüht er förmlich auf. Er liebt Streicheleinheiten und geht mit den Betreuern sogar brav ein Stücken an der Leine durch die Sheltergänge spazieren.


Die Chance, in Russland für ihn noch ein Zuhause zu finden geht gegen Null; hier sind nur junge und äußerlich besonders attraktive Hunde gefragt. Aber bekanntlich liegt Schönheit ja im Auge des Betrachters und überhaupt sieht man mit dem Herzen immer noch am besten. Darum hoffen wir, dass wir hier in Deutschland diesen besonderen Menschen für Reksik finden, der einem alten, traurigen Hund ein behagliches Zuhause geben möchte, in dem er am Ende seines Weges noch einmal erfährt, was Liebe ist und irgendwann auf einem weichen, warmen Kissen für immer einschlafen darf.


https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)

Lebenslichter 27.09.2022, 16.19 | (0/0) Kommentare | PL

Sieben Tage warten auf eine Stunde Glück


Wird er je den Menschen finden, der ihm ein Zuhause gibt?

SHUNIA kam bereits im Winter 2012 ins russische Shelter Kozhuhovo. Die Jahre vergingen, doch Shunia blieb… in einem Leben voller Entbehrungen und Härte. Ein Zuhause gab es nie für ihn.

Allein in diesem Shelter leben etwa 3000 Hunde. Shunia gehört zu den Langzeitinsassen und mittlerweile auch zu den Senioren. Seine Vermittlungschancen sind nun endgültig fast bei Null.

Doch trotz seines harten Lebens – tagein, tagaus in einem kleinen Außenzwinger, umgeben von Lärm und Stress und Hoffnungslosigkeit - hat Shunia durchgehalten und sich seine Begeisterungsfähigkeit bewahrt.

Shunia weiß genau, am Wochenende kommen die freiwilligen Helfer und öffnen auch seine Zwingertür für einen kurzen Moment… und dann kann er mit den anderen Hunden für etwa eine Stunde in den Auslauf.

7 Tage warten auf eine Stunde Glück.

Shunia macht das Beste daraus. Sobald sich seine Zwingertür öffnet, ist er der Erste und der Schnellste. Er kennt den Weg zum Auslauf und es scheint, als wolle er nur keine Zeit dieses kurzen Glückes vergeuden. In dieser einen Stunde versucht er dann alles auf einmal - spielen, springen, mit anderen Hunden um die Wette rennen, Löcher graben und sich von seinen Betreuern streicheln lassen. Shunia liebt es, sich auf dem Rücken zu wälzen, ob im Sand, im Schlamm oder im Schnee ist dann egal - Hauptsache, das Leben spüren.


Doch so sehr Shunia die Bewegung liebt, kennt er auch das Ende dieses kurzen Glückes. Dann ist er zwar nicht der Erste, aber er kennt den Weg zurück in seinen Zwinger - ist er ihn doch schon so oft gegangen in all den Jahren. Und dann beginnt das, was für unsere Augen verborgen bleibt: das lange Warten auf das nächste Wochenende.

Shunia wird auch dann wieder fröhlich aus dem Zwinger stürmen, sobald sich die Tür öffnet. Die Frage ist nur, wie lange noch? Mit Sicherheit spürt er sein Alter schon jetzt, wenn beim Liegen auf dem harten Zwingerbodenseine Knochen schmerzen, die Hitze im Sommer unerträglich und die eisige Kälte im Winter unerbittlich ist.



Doch was erwartet einen ungefähr 11-jährigen, großen, schwarzen Rüden, für den sich all die Jahre nie jemand interessierte? Ich weiß, es wird nicht einfach, und doch hoffe ich.

Ich hoffe auf einen lieben Menschen für Shunia. Einen Menschen, der Shunias Fröhlichkeit bewahrt und ihm ein besseres Leben ermöglicht. Ein Leben, welches nicht nur aus einer Stunde Glück in 7 Tagen besteht.



Shunia gehört zu den Langzeitinsassen, den Senioren… den Hoffnungslosen. Er ist schwarz, er ist groß und nun auch alt. Auch als junger Hund bekam er nie eine Chance. 

Die freiwilligen Helfer haben schon so vieles versucht, haben ihm beigebracht an der Leine zu laufen und immer und immer wieder Fotos gemacht. Dabei entstand auch dieses Foto. Sie gingen mit Shunia vor das Shelter. Auf dem kleinen, vertrockneten Feld und im Hintergrund sieht man die hohen Metallwände des Shelters. Doch das Licht war wunderbar und Shunia wirkte, als strahle er mit dem wunderschönen Licht um die Wette. Denn er hatte in diesem Moment, das erste Mal nach den vielen langen Jahren, das Shelter verlassen und durfte an der Seite eines Menschen gehen.



Die Betreuer wollten mit diesen Fotos Shunia in einem schönen Moment zeigen und nicht inmitten von Staub, Gittern und Metallwänden. Doch dieser Moment war nur für die Fotos, danach musste er wieder ins Shelter zurückkehren - in die Enge, in den Lärm und den Stress. Zurück in seinen kleinen Außenzwinger in diesem riesigen Shelter, der seit 9 Jahren sein „Zuhause“ ist.

Leider halfen Shunia auch die schönen Fotos nicht, obwohl sie erahnen lassen, was für ein liebenswerter Hund dort so sehr auf eine Chance wartet.

Und mit jedem weiteren vergangenen Jahr wird es schwerer, das Leben dort für ihn unter den harten Lebensbedingungen im Shelter und schwerer, die Hoffnung nicht zu verlieren: Die Hoffnung, dass irgendwann ein lieber Mensch zu Shunia sagt: "Ich gehe an Deiner Seite mit Dir, ein Leben lang." Auch wenn es jetzt kein ganzes Leben mehr wäre, aber ich hoffe so sehr, dass Shunia nun wenigstens noch eine Chance auf einen schönen Lebensabend an der Seite lieber Menschen bekommt.
 
Für Shunia suche ich liebe Menschen, die ihr Herz einem 11-jährigen Hund schenken, aber auch seine Bewegungsfreude zu schätzen wissen. Shunia gehört nicht „zum alten Eisen", sondern er möchte noch etwas erleben.

Shunia ist freundlich zu Menschen und lässt sich gerne von seinen Betreuern streicheln.Auch ist er gut verträglich mit seinen Artgenossen. Er wurde ca. 2010 geboren, ist ca. 55 cm hoch und bereits geimpft, gechipt und kastriert.Wir suchen für ihn ausschließlich ein endgültiges Zuhause.

Shunia, ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du endlich einem lieben Menschen auffällst, der erkennt, wie liebenswert und einzigartig Du bist.


Bei ernsthaftem Interesse wenden sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen. 

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)

Tel.: 05371-687266

eMail: d.bansche@gmail.com

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Lebenslichter 27.09.2022, 16.18 | (0/0) Kommentare | PL

Nur eins von Tausenden


NASTIA

 Hündin

 geb. 2006

 45-50 cm Schulterhöhe

 geimpft, gechipt, kastriert

endgültiges Für-immer-Zuhause gesucht

 

Nach 13 langen, schweren Jahren in Gefangenschaft möchten meine geschundenen Pfötchen noch über den Boden der Freiheit laufen!

Kaum war das riesige Shelter Kozhuhovo im Jahr 2008 eröffnet worden, kam Nastia gemeinsam mit ihrer Schwester Asya hierher. Für uns unvorstellbare 13 lange Jahre mussten sie dort ausharren, bis Asya schwer erkrankte. Daraufhin durfte sie in eine Pension umziehen, in der sie nach nur zwei Wochen verstarb. Ein weiteres, vergeudetes Leben – nur eins von Tausenden.

Nastia kämpft sich mit ihren 15 Jahren weiter durch den harten Shelteralltag. Zurzeit hat sie Glück, denn man hat Norris, einen ausgesprochen lieben Leidensgenossen zu ihr in den Zwinger gesetzt. So muss sie wenigstens keine Angst haben, bekommt auch Futter und Wasser ab. Wahrlich nicht viel, aber zum Überleben muss es reichen.

Alltagsleben im Shelter bedeutet Zusammenhocken auf engstem Raum, in einem kahlen Zwinger von höchstens 3 Quadratmetern mit Holzboden und einer winzigen Holzhütte, fast immer gemeinsam mit mehreren Schicksalsgefährten. Leben sieht anders aus.

 

Der Rest ist Warten auf die freiwilligen Helfer, die einmal in der Woche ins Shelter kommen versuchen, ihren Schützlingen das Dasein für einige Augenblicke etwas erträglicher zu machen.

Sie bringen ihren Hunden selbstbezahltes Extrafutter mit, holen sie aus ihren Gefängnissen und gehen mit ihnen innerhalb der Sheltermauern sapzieren oder nehmen sie mit in den großen Auslauf, damit die Tiere sich die Beine vertreten und ein wenig herumtoben können.

 

So sollen die Hunde für eine oder zwei Stunden ihr trostloses, eintöniges Leben vergessen dürfen und für einen Moment einfach nur glücklich sein.

Danach – und das macht nicht nur den Hunden, sondern auch den Betreuern das Herz jedes Mal schwer – geht es unweigerlich zurück in die Zwinger. Dann heißt es wieder warten und hoffen, dass die Woche schnell vergeht und die Betreuer zurückkommen.

Schon bald werden die Tage wieder kürzer, der Herbst und der nächste strenge Winter stehen vor der Tür. Es ist fraglich, ob Nastia es schafft, auch noch diesen zu überleben. Die russischen Sommer und Winter können besonders für die Senioren schnell das Ende bedeuten. Im Sommer macht ihnen die oft unerträgliche Hitze, der sie nahezu schutzlos ausgeliefert sind, zu schaffen. Und im Winter haben die alten Körper der beißenden Kälte von -25 Grad oder mehr kaum etwas entgegenzusetzen.

 

Nastia war eine junge, hoffnungsvolle Hündin, als sich die Sheltertore hinter ihr schlossen. Nun, nach unendlich langen Jahren, ist sie alt und verbraucht. Die Chancen, jetzt noch ein Zuhause zu finden, scheinen verschwindend gering. Aber trotz ihres sinnlosen, vergeudeten Lebens hat sich Nastia ein freundliches, den Menschen sehr zugetanes Wesen bewahrt und auch – oder gerade – die Hundesenioren haben noch unendlich viel zu geben an Liebe, Dankbarkeit und Anhänglichkeit.

Vielleich sind ja SIE der Mensch mit einem riesengroßen Herzen, der der betagten Nastia ein behagliches Zuhause schenken möchte. Möglicherweise wird die gemeinsame Zeit nur kurz bemessen sein; aber Liebe und Glück rechnen sich schließlich nicht allein nach Jahren.

Uns ist bewusst, dass wir für Nastia die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen suchen. Doch manchmal werden Wunder wahr und auf ein solches Wunder hoffen wir.

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Hier drei Videos von Nastia (auch mit Zwingerkumpel Norris):

 



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Lebenslichter 26.09.2022, 15.58 | (0/0) Kommentare | PL

Ich nehme alle Hürden


BALANCE

Rüde

55-60 cm Schulterhöhe

geb. ca. 2006

Zwingernummer: B 182

 

Balance fristet sein unendlich langen 11 Jahren sein trauriges Dasein im russischen Shelter Kozhuhovo. Wie er im Dezember 2010 dorthin kam und wie sein Leben davor ausgesehen hat, ist unbekannt. Vielleicht schlug er sich auf der Straße durch oder er hatte ein Zuhause, in dem er nicht mehr gewollt wurde. Seitdem verbringt er seine Tage hinter Gittern in einem engen Außenzwinger.


Anfangs fürchtete er sich so sehr, dass er sich nicht getraute, sein Gefängnis für den kurzen, wöchentlichen Freigang zu verlassen. Dank der Geduld seiner Betreuer, die ihn als wunderschönen, klugen Hund beschreiben, überwand er irgendwann seine Angst. Notgedrungen nahm er sein Leben an. Er lernte, perfekt an der Leine zu laufen und den Menschen, die er kennt, zu vertrauen. Mit seinen Artgenossen versteht er sich gut, aber er zieht doch die Gesellschaft der Freiwilligen vor, von denen er sich ein bisschen Aufmerksamkeit und Zuwendung verspricht.


Nun ist Balance im Shelter alt geworden. Die bitterkalten russischen Winter und glühend heißen Sommer machen den Senioren unter den 3000 Hunden stets besonders zu schaffen und mit jedem Jahr, das sie älter werden, haben sie den grausamen Lebensbedingungen weniger entgegenzusetzen. Sie können sie in ihren Zwingern ja praktisch nicht bewegen und müssen bei jeder Witterung fast reglos auf dem harten Boden ausharren.


Niemand weiß, wieviel Zeit dem alten Balance noch bleibt; und der Gedanke, dass er sein Leben eines Tages einfach so beschließen soll, ohne jemals geliebt worden zu sein, lässt uns weinen. Wir suchen für Balance diesen ganz besonderen Menschen, der ihm ein für seine letzten Monate oder Jahre ein liebevolles Zuhause und ein warmes Körbchen schenkt. Es wird vielleicht ein Weilchen dauern, bis er all die neuen Eindrücke verarbeitet und sich an das gute Leben gewöhnt hat. Aber Balance ist ein kluger Hund und wird auch diese Hürde nehmen. Er braucht nur eine Chance…

 


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Lebenslichter 26.09.2022, 15.58 | (0/0) Kommentare | PL

Gesucht wird: Herzensmensch für Eric


ERIC

Rüde, kastriert

geimpft, gechipt

Zwingernummer: A 125

ERIC kam 2015 als Junghund ins Shelter Kozhuhovo. Er wurde auf der Straße eingefangen. Wie lange er dort schon ums nackte Überleben kämpfen musste, ist nicht bekannt.

Der freundliche Eric wird von seinen Betreuern als äußerst lieber und menschenbezogener Hundemann beschrieben, der sich auch fremden Leuten gegenüber offen und neugierig zeigt. Im Shelter wirkt er ausgeglichen und ruhig. Mit seinen Artgenossen kommt er bestens zurecht und geht allen Streitigkeiten konsequent aus dem Weg.


Seine Betreuer haben ihm beigebracht, an der Leine zu laufen, und Eric ist mit Feuereifer dabei. Er begreift schnell, was von ihm erwartet wird. Mit seinen etwa 7 Jahren gehört er noch lange nicht zum alten Eisen; und wann immer sich ihm die Gelegenheit bietet, spielt er gern und freut sich, wenn er beim wöchentlichen Besuch seiner Betreuer ein wenig von ihrer Aufmerksamkeit und einige Streicheleinheiten einheimsen kann.


Natürlich braucht auch er etwas Zeit, sich an neue Menschen und eine neue Umgebung zu gewöhnen, aber wir sind uns gewiss, dass Eric diese Herausforderung meistern und sich rasch zu einem tollen Lebensbegleiter mausern wird.

Dafür muss er nur endlich die Chance bekommen, seinem winzigen Außenzwinger, den er nur einmal in der Woche für eine kurze Stunde verlassen darf, für immer den Rücken zu kehren.



Lieber Eric, wir hoffen und wünschen uns von Herzen,

dass es uns gelingt,

hier in Deutschland DEINE Menschen zu finden!

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Lebenslichter 26.09.2022, 15.58 | (0/0) Kommentare | PL

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Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.







"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

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Über mich

Geboren vor 67 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


Einige Beiträge dieses Blogs enthalten

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welche meinen persönlichen

Geschmack wiedergeben

und KEINE Kaufempfehlung darstellen!



"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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Träumen wir gemeinsam
von einer besseren Welt...


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