Tag: begleiten

Halyra
Rasse: Maremmano Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 07/2016
Schulterhöhe: 64 cm
Hier, liebe Leserinnen und Leser, möchten wir Ihnen Halyra vorstellen. Nach einem nicht aufgezeichneten ersten Lebensjahr hat sie neun Jahre lang in einem Hundelager in einer engen Box zugebracht. Nun wurde sie, im zehnten Jahr ihres Lebens, in ein anderes Canile verlegt. Ob es dadurch besser oder schlechter geworden ist? Allein lebt sie noch immer. Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied: Wir dürfen Halyra vermitteln und Ihnen hier vorstellen. Sie hat dadurch einen Namen, eine Persönlichkeit und vor allem eine Chance bekommen.

Allem voran: Halyra ist eine ältere Maremmano-Mischlingshündin, die durch ein Leben geprägt wurde, in dem sie kaum Gelegenheit hatte, die Welt kennenzulernen. Menschen, die einen fröhlichen, pflegeleichten und formbaren Hund suchen, werden bei den vielen anderen, die wir vermitteln, sicherlich eher fündig. Denn Halyra ist anders.

Sie weiß selbst nicht, wie sie wäre, wenn das geschieht, was sie sich nach so vielen Jahren vermutlich kaum vorstellen kann: wenn sie ein Zuhause bekommt. Halyra verspricht Ihnen nichts. Sie verspricht nicht, von Anfang an gern Ihre Nähe zu suchen und andere Hunde zu mögen. Auch lange Spaziergänge oder fröhlicher Besuch gehören nicht selbstverständlich zu dem, was sie sich heute ausmalen kann.

Vieles von dem wird Halyra erst lernen müssen. Vor allem aber muss Halyra bei Ihnen ankommen dürfen, ohne dass von ihr sofort etwas erwartet wird.
Beim Besuch der Tierschützer zeigte sie sich als recht gute Leinengängerin. Katzen waren ihr gleichgültig; auch Menschen schienen sie zunächst nur wenig zu interessieren, aber sie ließ sich problemlos berühren. Das mag auf den ersten Blick nicht nach viel klingen – für Halyra ist es vielleicht schon ein erster kleiner, aber wichtiger Schritt.

Überhaupt wirkte sie, als sei sie von der Welt außerhalb ihres kleinen Zwingers zunächst einfach überwältigt; als wollte sie am liebsten von einem sicheren Platz aus alles erst einmal in Ruhe betrachten und verstehen. So vieles ist neu für eine Hündin, die zehn Jahre lang kaum Gelegenheit hatte, das Leben und sich selbst kennenzulernen.

Darum braucht Halyra vor allem Zeit. Einen sicheren Ort. Menschen, die ihr nichts abverlangen und ihr trotzdem zeigen, dass sie bleiben darf; die sich über kleine Fortschritte freuen können: über einen Blick, ein längeres Bleiben und irgendwann vielleicht sogar darüber, dass Halyra von sich aus Ihre Nähe sucht.

Möchten Sie dieser stillen Hündin den Weg in ein anderes Leben bahnen? Können Sie sich darauf einlassen, Halyra ohne große Erwartungen zu begleiten und gemeinsam mit ihr herauszufinden, wer eigentlich in ihr steckt?

Dann geben Sie ihr die Chance, die sie nach all den Jahren so sehr verdient hat. Unsere Vermittlerinnen helfen Ihnen dabei, für Halyra die Tore in ein neues Leben zu öffnen.
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
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Lebenslichter 18.10.2026, 20.11 | (0/0) Kommentare | PL

RADELON
Rasse: Maremmano Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01/2017
Schulterhöhe: 65 cm
Geboren 2017, irgendwo in Italien. 2019 wurde Radelon das Opfer eines Autounfalls. Die rechte Vorderpfote war gebrochen, es folgten ein Klinikaufenthalt, eine Operation und die Amputation zweier Zehen. Danach ging es ohne Umwege ins Canile – in ein Hundegefängnis, aus dem kaum einer entkommt. Für einen versehrten Hund wie Radelon waren die Aussichten von Anfang an besonders schlecht.

Dann kamen sieben zähe Jahre, in denen sich fast nichts veränderte. Mehr als 2.500 Tage und Nächte hinter Mauern und Gittern. Das ist die kurze Geschichte unseres großen Radelon. Denn groß ist er nicht nur von seiner Statur her. Radelon ist auch ein großer Charakter. Trotz aller Widrigkeiten und trotz seiner Einschränkung ist er ein lieber, geselliger und gutmütiger Rüde geblieben.

Im Oktober 2026 ist Radelon fast zehn Jahre alt und hat seit sieben Jahren kaum etwas von der Welt gesehen. Seine wechselnden Mitbewohner – Rüden und Hündinnen gleichermaßen – bringen ein wenig Abwechslung in seinen trostlosen Alltag. Radelon scheint einer dieser Hunde zu sein, die sich mit vielem arrangieren und mit anderen Hunden gut zurechtkommen. Einer, der Konflikten lieber aus dem Weg geht und eine erstaunliche Ruhe ausstrahlt.
Als Maremmano bringt er Eigenschaften mit, die ihn ursprünglich für ein Leben ganz anderer Art vorgesehen haben: Eigenständigkeit, Wachsamkeit und die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Maremmanen wurden über Generationen dafür gezüchtet, Schafherden selbstständig zu begleiten und zu beschützen.

Für Radelon sind weite Felder und Schafherden heute allerdings eine Welt, die er nur aus weiter Ferne kennen kann. Und da ist noch seine Vorderpfote. Ihr Zustand macht ihn zu einem dringenden Notfall, denn wir können nicht ausschließen, dass er Schmerzen hat. Ob eine gründliche medizinische Untersuchung ihm Linderung verschaffen könnte, wissen wir leider nicht. Dort, wo Radelon seit Jahren eingesperrt lebt, interessiert sich niemand dafür, wie es ihm geht.

Die mit uns befreundeten Tierschützer durften Radelon im September 2026 zum ersten Mal besuchen. Sie haben erlebt, dass er trotz seiner Einschränkung neugierig und bewegungsfreudig geblieben ist. Er läuft auch recht gut an der Leine, interessiert sich für seine Umgebung und hätte die Wiese am liebsten gar nicht mehr verlassen.
Endlich Gras unter den Pfoten. Neue Gerüche, die seine Nase aufnehmen kann. Sonne auf dem Fell. Ein Knochen zum Kauen. Und vor allem: endlich einmal irgendwo sein dürfen, ohne Gitter vor der Nase – vielleicht würde Radelon genau das brauchen, um noch einmal ganz neu anzufangen. Dieser Wunsch ist im Moment noch ein Traum. Aber er muss keiner bleiben.

Wir suchen für Radelon ein ländlich gelegenes Zuhause mit einem sicher eingezäunten Garten. Seine neuen Halter sollten möglichst Erfahrung mit Herdenschutzhunden mitbringen oder bereit sein, sich auf die besonderen Eigenschaften eines Maremmanen einzulassen. Vor allem braucht Radelon Zeit, Geduld und Empathie – und jemanden, der versteht, dass ein Hund, der sieben Jahre lang kaum etwas anderes als seinen Zwinger gesehen hat, nicht innerhalb weniger Tage in ein völlig neues Leben findet.

Radelon hat lange ausgeharrt. Er hat sich seine Freundlichkeit bewahrt und trotz allem den Kontakt zu Menschen nicht verloren. Jetzt wäre es an der Zeit, dass er noch eine andere Seite seines Lebens kennenlernt: Eine mit Wiesen statt Beton. mit Sonne statt Gitterstäben und mit einem Zuhause, in dem er endlich erfahren darf, was Geborgenheit bedeutet.
Wenn Sie Radelon diese Chance geben möchten, setzen Sie sich bitte mit seiner Vermittlerin in Verbindung. Sie freut sich sehr auf Ihren Anruf.
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 12.10.2026, 20.05 | (0/0) Kommentare | PL

REX, Rüde
ca. 6 Jahre
mittlere Größe
traurig, ängstlich, zurückgezogen
im Public Shelter Botosani seit 4 Jahren
Unter diesem Link: https://www.facebook.com/psbotosani/videos/2465740877010925/
ist ein kleines Video von ihm zu sehen und hier:
https://www.facebook.com/psbotosani/
finden Sie nähere Informationen über den Verein. Gern stelle ich auch den Kontakt her!
Lieber Rex, seit unfassbar langen fünf Jahren musst du im Public Shelter von Botosani einsitzen. Fünf Jahre voller Einsamkeit und Isolation, ohne Licht und Sonne in einem winzigen Verschlag. Dein Anblick ist wohl einer der traurigsten, die ich kenne. Da meine ich, schon alles gesehen zu haben und schlimmer könne es nicht mehr kommen. Doch, es kann! Oft glaube ich, dass ich es nicht mehr aushalte und möchte am liebsten Schluss machen. Aber das ist pures Selbstmitleid. Ich brauche die Bilder nur anschauen, während ich hier in meinem Wohlstand sitze und mich jederzeit bedienen kann, sobald ich Hunger oder Durst verspüre – aber du musst es ertragen, Tag für Tag. Was ist los mit den Menschen? Du bist ein Hund, ein lebendiges Wesen und kein Pflasterstein! Du möchtest laufen, toben, spielen und danach alle Viere genüsslich von dir strecken. Was hast du stattdessen? Einen Holzkasten, der dir kaum genügend Platz zum Umdrehen bietet, mit ein paar Strohhalmen auf dem harten, kalten Boden und – wenn du Glück hast – einen Schluck Wasser und einige Brocken Trockenfutter.
Viel kann ich nicht für dich tun, kann dich nur um Verzeihung bitten, dass ich als Mensch mitverantwortlich bin für dein Leid.
Hätten wir nicht bereits sieben Hunde, dann wärst du schon ganz bald hier. Ich weiß, dass du einer von vielen Millionen(!) Hunden bist, der einem Menschen – s e i n e m - Menschen unsagbar viel Glück und Freude schenken kann. Natürlich wirst du Zeit brauchen. Es wird eine Weile dauern, bis du die Schatten der Vergangenheit hinter dir lassen und ein richtiges Hundeleben führen kannst – auch ans gute Leben muss man sich erst gewöhnen. Aber mit Geduld, Verständnis und ganz viel Liebe wird dein Mensch dich alles lehren, was du noch nicht weißt, nicht wissen kannst.
Lieber Rex, Wunder geschehen meistens dann, wenn man sie am wenigsten erwartet. Vielleicht schaffe ich es auf diesem Wege, dir zu deinem Lebensglück zu verhelfen und für dich den Menschen zu finden, dessen Herz du im Sturm eroberst. Bis dahin fühle dich gestreichelt und umarmt. Möge ein Engel seine Flügel über dich breiten, dich trösten und wärmen. Ich werde jeden Abend beten für dich und deine Leidensgefährten, und meine Tränen begleiten dich. Vielleicht sind es sind es schon bald Freudentränen!
Lebenslichter 18.01.2024, 18.54 | (0/0) Kommentare | PL