Tag: dankbar

Giovanne
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 07.2017
Schulterhöhe: 50 cm
Ihr lieben Menschen, habt Ihr es auch so satt? Da gibt man sein Bestes, ist eine nette, artige Hündin; so wie Ihr auch alles tut, um uns lieben, braven Vierbeinern, die wir im schrecklichen Hundelager eingepfercht und ohne Euch für immer vergessen wären, zu helfen. Und kaum habt Ihr einen von uns adoptiert und ihm ein feines Leben beschert - schon erscheinen auf den Vereinsseiten die nächsten Bilder und rufen voller Verzweiflung um Hilfe. "Hört das denn nie auf?" fragt Ihr Euch bestimmt. Genau das fragen wir uns auch, und wissen ebensowenig eine Antwort. Wir sind einfach da, werden in großen Würfen geboren, immer und immer wieder müssen unsere armen Mütter das durchmachen. Eines von uns mag vielleicht gewollt sein, die übrigen sieben (oder mehr) dürfen zusehen, wo sie bleiben. Kastrationen würden würden helfen, viel von diesem Leid zu vehindern; aber erzählt das mal den Leuten, die sich mit unserem Elend die Taschen vollstopfen und sich daran dumm und dusselig verdienen!
Seit mehr als fünf endlos langen Jahren hocke ich nun schon einsam hier im Gefängnis,
ohne Aussicht auf Befreiung. Einziger Hoffnungsschimmer seid Ihr, wenn sich
nämlich jemand von Euch erbarmt und mich bei sich aufnimmt.

Ihr solltet noch wissen, dass ich ein Papillom am linken Hinterbein habe.
Das ist eine gutartige Warze, die durch Viren hervorgerufen wird und besonders
bei jungen Hunden mit schwachem Immunsystem auftritt. Kein Wunder bei dem
Leben, das wir hier führen müssen im Dreck, mit ekligem Wasser und mit Futter,
das den Namen nicht verdient. Wo sollen da gute Abwehrkräfte herkommen?
Außerdem habe ich noch allerhand Wunden und Narben an meiner Schnauze, meinen
Pfoten und anderen Körperteilen. Woher die stammen? Fragt lieber nicht, es gibt
Dinge hier, über die man besser nicht spricht. Nur soviel: In diesem Hundeknast,
wo jeder nur ans Geld und keiner an uns Vierbeiner denkt, wäre es
wahrscheinlicher, einen Haupttreffer im Lotto zu machen als auf einen
freundlichen, tierlieben Wärter zu treffen. Wir machen da so unsere eigenen
Erfahrungen, nicht umsonst sind viele von uns so verängstigt und
eingeschüchtert. Zwar gibt es da ein
Gesetz, das uns Tiere schützen und das gar nicht mal so schlecht sein soll.
Aber wem nützt das, wenn niemand kontrolliert, ob es auch wirklich befolgt
wird? Klar, dass sich kaum jemand daran hält, jedenfalls nicht in solchen
Schreckenslagern wie diesem hier.

Ich hoffe immer noch auf liebe, geduldige Menschen mit Herz. Im Lauf der Zeit bin ich sehr ängstlich geworden, weil ich nicht an ein Zusammensein mit Zweibeinern gewöhnt bin, weder an lobende Worte noch an streichelnde Hände. Was der Bauer nicht kennt... Dabei möchte ich so gern Neues dazulernen; zum Beispiel, wie man ordentlich an der Leine läuft, Bällchen apportiert, eben das ganze Hundeeinmaleins. Ich bin ein gutes Mädchen und werde mir die größte Mühe geben, Euch zu gefallen. Wenn Ihr schon einen netten Hund habt, werde ich ganz sicher prima mit ihm auskommen. Hier in meinem Betonloch hocke ich ja auch mit Rüden und Hündinnen zusammen und wir vertragen uns wunderbar. Von ihm könnte ich mir dann auch alles abgucken, was man so macht als Haushund und wie man es anstellen muss, damit Ihr mit einem zufrieden seid.

Ich stelle wirklich keine besonderen Ansprüche. Ein leckeres Fresschen, ein weiches Bettchen, wohin ich mich zurückziehen darf, wenn ich vom vielen Lernen müde bin - und endlich keine Angst mehr vor Tritten und Schlägen, dann wäre ich schon rundherum glücklich. Was Ihr mir sonst noch an Gutem tun wollt, werde ich dankbar annehmen.

Meint Ihr, ich könnte genau die Richtige für Euch sein? Dann ruft bitte schnell
für mich an. Denn siehe oben - ich habe es so satt. Ein lieber Gruß von Eurer
(?) Giovanne
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
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Lebenslichter 18.01.2026, 17.23 | (0/0) Kommentare | PL

SHEILA
Hündin
50 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2017
Zwingernummer: B 216
geimpft, gechipt, kastriert
Sheila hielt bereits im Alter von nur wenigen Wochen ihren Einzug ins riesige Shelter Kozhuhovo. Viel zu früh von Mutter und Geschwistern getrennt, musste dieser Ort für so ein winziges Hundebaby einfach nur furchterregend sein.
Trotzdem wuchs Sheila zu einer hübschen Junghündin heran und hat sich mit den Gegebenheiten dort abgefunden. Sie hält dieses Leben für normal, da sie noch nie etwas anderes kennengelernt hat. Aber jahrein, jahraus mit mehreren anderen auf engstem Raum zusammengesperrt sein, ohne Ansprache, mit hässlich-grünen Gitterstäben als einziger Aussicht, ist für keinen Hund normal. Und doch bedeutet es den traurigen Alltag von rund 3.000 vergessenen Seelen allein in diesem Shelter – einem von zehn derselben Art rings um Moskau.

Die freiwilligen Betreuer, denen es erlaubt ist, für eine Stunde in der Woche das Shelter zu besuchen und sich um die Hunde zu kümmern, beschreiben Sheila als den Menschen gegenüber besonders freundlich und nett. Die agile Hündin liebt die seltenen Spaziergänge und gerät vor Begeisterung jedes Mal völlig aus dem Häuschen, wenn sich ihre Zwingertür öffnet und sie sich im Auslauf die vom vielen Liegen steif gewordenen Beine vertreten darf. Leider währt dieses Glück nur kurz; dann heißt es für die bewegungsfreudige Sheila und all die anderen zurückkehren in ihr enges, ungemütliches Zwingerloch und wieder 167 Stunden warten, warten, warten…

Das harte Shelterdasein hat Sheila gelehrt, dass man kämpfen und sich durchsetzen muss, wenn man überleben und wenigstens ein bisschen menschliche Aufmerksamkeit erhaschen will. So kehrt sie im Auslauf gern die Chefin heraus und versucht, sogar die größeren und stärkeren Hunde in ihre Schranken zu weisen – auch wenn sie dabei manchmal selbst den Kürzeren zieht. Daher würde sich dieses besondere Hundemädchen über ein Zuhause freuen, in welchem es ein Leben als vierbeiniges Einzelkind genießen darf; ohne Angst haben zu müssen, dass ein anderer Hund ihr die Liebe und Zuwendung 'ihres' Menschen streitig macht.
Vielleicht möchten ja gerade Sie der jungen
Sheila, die nie etwas verkehrt gemacht hat - die nur das Pech hatte, im
falschen Land zur Welt gekommen zu sein -, an Ihrer Seite dieses schöne Leben
bieten? Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen versichern, dass Sie unweigerlich
mit lebenslanger Treue, Dankbarkeit und bedingungsloser Liebe belohnt werden!

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)
Lebenslichter 15.01.2024, 19.26 | (0/0) Kommentare | PL
BERNIE
Rüde
geb. 2007
55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
den Menschen gegenüber freundlich und aufgeschlossen
bestens verträglich mit Artgenossen und mit Katzen
läuft brav an der Leine
liebevolles Für-immer-Zuhause ersehnt
Als Bernie 2009 seinen Einzug ins Shelter "Kozhuhovo" hielt, war er bereits erwachsen. Er wurde von den Hundefängern gebracht und so weiß niemand, wie es ihm zuvor ergangen ist.
Wenn man bedenkt, dass es dieses Shelter erst seit 2009 gibt, dann kann
man vielleicht ermessen, wie Bernies Leben aussieht: Einsam, eintönig und ohne
jegliche Zuneigung. 12 Jahre hinter
Gittern. Ein Leben lang, seit Eröffnung des Shelters. Ein Langzeitinsasse in einer
Welt, in der kein Hund leben sollte.
Das Dasein im Hundeasyl ist unbarmherzig, aber wir wissen, dass es in den ersten Jahren noch viel härter war als heute. Denn damals gab es noch keine Freiwilligen, die den Vierbeinern wenigstens einmal in der Woche für ein paar selige Minuten etwas Liebe und Ansprache schenken und darauf achten, dass zumindest die Versorgung mit dem Allernotwendigsten gesichert ist. Die armen Hunde waren der Willkür des Shelterbetreibers und den Launen den nur selten tierlieben Arbeiter schutzlos ausgeliefert.

Lange wollte Bernie nichts von den Menschen wissen. Er war kaum zu sehen, zog sich ganz in sich zurück und verließ die winzige Hütte in seinem Zwinger so gut wie nie. Die Hundefänger sind nicht gerade zimperlich, und was Bernie vor seinem Einzug ins Shelter erlebt hat, möchten wir lieber nicht wissen. Mit viel Geduld und Liebe gelang es den Freiwilligen, Bernies Vertrauen zu gewinnen, und aus dem in sich gekehrten Vierbeiner wurde ein Hund, der sich auf Liebkosungen und kleine Spaziergänge freute.
Viel haben die jungen Menschen für den lieben und verträglichen Rüden erreicht; nur ein eigenes Zuhause konnten sie noch nicht für ihn finden. Dabei ist der Hundesenior völlig anspruchslos und geradezu rührend dankbar für jede noch so kleine Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wird. Natürlich ist er alt, seine Augen lassen nach und sein durch eine lange zurückliegende Verletzung steifes Hinterbeinchen macht ihm immer mehr zu schaffen. Weil er unter den bedrückenden Lebensumständen im Shelter zunehmend litt und von Mal zu Mal schlechter lief, durfte er im Dezember 2020 in eine Pension bei Moskau ziehen. Die Betreuer legen alle zusammen, um die monatlichen Kosten für seinen Aufenthalt dort zu tragen.

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den
Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Bernie im Auslauf seiner Pension:
Bernie hat Besuch von seiner Betreuerin:
Lieber Bernie! Von ganzem Herzen wünschen wir Dir einen versöhnlichen
Ausklang in einem schönen Zuhause bei Menschen, die Dir einen Lebensabend in
Liebe und Geborgenheit schenken – sehr gern auch mit einem netten Hundekumpel
zur Seite - damit Du diese Erde nicht vergessen und mutterseelenallein in der
unwirklichen Welt des Shelters verlassen musst!

Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
Lebenslichter 13.01.2024, 15.39 | (0/0) Kommentare | PL