Tag: eingesperrt

Zaccheo
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01/2017
Schulterhöhe: 60 cm
Es gibt unendlich viele Gefängnisse für Hunde. Schmutzige, kalte, nasse und angsteinflößende Verschläge aus Beton, Draht, Holz oder was auch immer – Orte, an denen Hunde Tag für Tag warten, abgeschnitten von allem, was wir Leben nennen.

Für den einzelnen Hund aber ist das kein vorübergehender Zustand. Es ist sein Leben und zwar das einzige, das er kennt. So ist es auch für Zaccheo.

Er weiß nicht, dass es Menschen gibt, die ein solches Leben für selbstverständlich halten und mit dem Elend von Hunden sogar viel Geld scheffeln. Er weiß nur, dass er eingesperrt ist. Und obwohl Zaccheo kein ganz junger Hund mehr ist, hat er noch nicht aufgegeben. Er wartet noch immer darauf, dass sich etwas verändert.

Und tatsächlich ist seine erste – und bislang einzige – Chance vor ein paar Tagen direkt zu ihm in die Zelle gekommen: Tierschützer besuchten Zaccheo. Er hat nicht schlecht gestaunt, dass sich plötzlich Menschen für ihn interessierten und sich sogar ein bisschen mit ihm beschäftigten. Freundlich und ohne große Zurückhaltung begrüßte er seine Besucher, ließ sich die Leine anlegen und durfte für einen Moment vor die Tür. Dabei zeigte er, dass er mit der Leine schon ganz gut zurechtkommt.

Wir wissen, dass Zaccheo Menschen mag und sich mit Hündinnen gut versteht. Bei Rüden scheint das allerdings nicht immer zu funktionieren. Da wir nicht wissen, wie belastbar diese Einschätzung ist, wünschen wir uns für ihn vorsichtshalber ein Zuhause ohne weitere Rüden. Ein nettes Damenrudel wäre sicher nach Zaccheos Geschmack. Aber auch als Einzelhund bei seinem Menschen könnte er glücklich werden.

Hauptsache, da ist endlich jemand, der ihn liebhat und ihm zeigt, wie schön ein Hundeleben sein kann. Vieles, was für einen Hund in einem Menschenhaushalt selbstverständlich ist, wird Zaccheo wahrscheinlich erst noch lernen müssen. Dafür bringt er etwas mit, das mindestens genauso wichtig ist: Er möchte den Menschen gefallen und ihr Freund sein.

Ob Zaccheo schon richtige Spaziergänge kennt, wissen wir leider nicht. Aber wir können uns gut vorstellen, dass er großen Gefallen daran finden wird, endlich etwas von der Welt sehen zu dürfen. Und ein weiches Körbchen, in dem er sich danach ausruhen kann, wird er sicher ebenfalls zu schätzen wissen.

Denn dort, wo Zaccheo bisher lebt, gibt es neben schlechtem Futter und schmutzigen Zellen vor allem eines: unendlich viel Langeweile. Sein Köpfchen dürfte deshalb ebenso unterfordert sein wie sein Körper. Umso schöner wäre es, wenn seine zukünftigen Menschen gemeinsam mit ihm herausfinden, was ihm Freude macht und woran er Spaß hat.

Unser Sizilianer Zaccheo hat lange genug gewartet. Er ist im besten Alter, um noch einmal ganz neu anzufangen – und er wünscht sich nichts sehnlicher als ein Zuhause.

Wenn Sie sich einen vierbeinigen Gefährten wünschen, der die Flausen der Jugend längst hinter sich gelassen hat und nun einfach ankommen möchte, dann freut sich Zaccheos Vermittlerin sehr auf Ihren Anruf.
Sabine Wojtok
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Waylo
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren:.01.2026
"Als wir noch in Mamas Bauch waren, wussten wir schon, dass sie sich um uns kümmern und uns ganz doll liebhaben wird. Sie hat immer gesagt: „Meine Kleinen werden es mal guthaben und ich werde ihnen alles beibringen, was sie können müssen." Und dann, als wir auf der Welt waren und überhaupt noch nichts sehen konnten, hat Mama ihr Versprechen gehalten. Sie hat uns gewärmt und wir konnten die feine Milch trinken… das war jedes Mal ein Gedränge, aber trotzdem hat jeder von uns immer seinen Teil bekommen.

Es war eine schöne Zeit, aber sie dauerte nicht lange. Plötzlich war Mama weg und Männer kamen und packten uns. Wir haben alle so geweint und wussten nicht, was wir machen sollten. Dann haben sie uns wieder gepackt und uns in einen Käfig geworfen. „So, jetzt seid ihr, wo ihr hingehört, haben sie gesagt, die große Tür abgeschlossen und sind gegangen. (Mama konnte uns nicht mehr beibringen, dass man sich vor den Hundefängern in Acht nehmen muss.)

Jetzt sitzen wir hier, eingesperrt und ohne Mama. Zum Glück durften wir aber zusammenbleiben. Manchmal spielen wir ein bisschen. Mama hat immer gesagt, Spielen sei wichtig, damit man sich gut entwickelt. Also spielen wir.

Und dann kamen eines Tages Menschen, die ganz anders waren. Nicht so grob, wie die, die uns eingesperrt haben. Sie haben uns vorsichtig angeschaut und leise mit uns gesprochen. Sie haben gesagt, dass sie Mama zwar nicht finden können, aber sie wollen uns helfen, hier wieder rauszukommen. Das geht aber nur, wenn wir ein Zuhause finden. Und dafür, so haben sie gesagt, müssen wir uns bewerben. Auweia… wir sind doch noch so klein. Wie soll man denn als kleines Hundekind wissen, wie das geht? Warum verstehen diese Tierschützer das denn nicht?"

Wir sind auch Tierschützer und wir verstehen das. Unser kleiner
Waylo ist ein Hundekind, das noch nicht viel kennt. Er ist ein wenig schüchtern
und den Kontakt mit Menschen ist er noch nicht gewöhnt. Dazu kommt, dass er
eine Wunde an seiner rechten Hinterpfote hat und, wie einige seiner
Geschwister, mit Dermatitis kämpft.

Das alles macht seinen Start ins Leben nicht gerade leicht. Aber Waylo ist tapfer und wird mit der richtigen Fürsorge, Geduld und Liebe sicher schnell merken, dass es auch eine freundliche Welt gibt. Mit anderen Hunden ist er ein wenig vertraut - immerhin hat(te) er ja seine Geschwister. Alles andere wird er von, bei und vor allem mit seiner neuen Familie lernen. Bis auf eine Sache: Wie man jemandes allerbester Freund für immer wird – das weiß Waylo nämlich schon.

Seine Geschwister Wasker und Wixelle haben übrigens ihr Für-immer-Zuhause gefunden! Woola, sein Schwesterchen, ist leider verstorben.
Simone Leitenbauer
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ZHORIK
Rüde, ca. 40 - 45 cm
geb. 2011
geimpft, gechipt, kastriert
Zhorik kam 2012 ins Shelter Kozhuhovo bei Moskau. Damals war er ungefähr ein Jahr alt. Über sein Vorleben ist leider nichts bekannt.
Mit seinen 40-45 cm Schulterhöhe gehört Zhorik zu den eher kleineren Hunden im Shelter. Dennoch weiß er sich zwischen all den großen Artgenossen zu behaupten – für die seltenen Besucher, die sich manchmal ins Shelter verirren, bleibt er jedoch leider fast unsichtbar.
Anfangs fiel es ihm schwer, sich im tristen, öden Shelteralltag zurecht zu finden und sich einzugewöhnen. Sein kleiner Außenzwinger ist sein Zuhause geworden. Sein Zuhause, das er sich mit 2-3 anderen Hunden teilen muss, nebst einer kleinen Holzhütte in der Ecke und 2 Eimer für Futter und Wasser.
Im Laufe der vielen Jahre, die er dort fast immer eingesperrt sitzt, kennt er die Abläufe sehr genau.
Wenn seine Betreuer ihn und seine Leidensgenossen besuchen kommen, ist seine Freude stets riesengroß. Den Menschen gegenüber, die er kennt, verhält er sich äußerst freundlich und seine Betreuer berichten, dass er sich voll Wonne an sie schmiegt und mit geschlossenen Augen die Streicheleinheiten genießt, die ihm zuteil werden.

Zhorik weiß den Weg in den wöchentlichen Freilauf auswendig. Dort rennt er, einmal in der Woche für eine knappe Stunde, mit seinen Artgenossen umher, spielt mit ihnen und vertritt sich die Beine.
Mit den anderen Hunden versteht er sich blendend und sie nehmen ihn, trotz seiner geringeren Größe, durchaus ernst: Zhorik hat sich angewöhnt, ein wenig aufzupassen und, wenn nötig, als Streitschlichter zu fungieren.
Wenn die Freilaufstunde vorüber ist, kehrt Zhorik immer als Letzter zurück in seinen Zwinger – so als wolle er kontrollieren, ob auch wirklich alle seine Schicksalsgefährten wieder dort sind, wo sie hingehören.
Zhorik ist ein Hund, der sich trotz der widrigen Lebensumstände sein sonniges Gemüt bewahrt hat – man sagt über ihn, dass er immer gut gelaunt und niemals mürrisch sei.
Mittlerweile gehört Zhorik zu den Langzeitinsassen des Shelters und wurde dort zum Senior. Sein Blick ist müder, sein Fell grauer geworden, doch seine Lebensfreude hat er noch nicht verloren. Er freut sich über Menschen, die sich ein wenig mit ihm beschäftigen und über jedes noch so kleine Erlebnis in seinem eintönigen Leben.

Vorort ist sein Los besiegelt, denn in Moskau adoptiert niemand einen alten, schwarzen Mischlingshund.
Daher suchen wir für Zhorik ein gemütliches Zuhause bei lieben Menschen, die vielleicht schon ein wenig Hundeerfahrung mitbringen und Zhoriks vorbildliches Sozialverhalten gegenüber anderen Hunden zu schätzen wissen. Schön wäre es, wenn bereits eine nette Hundedame im seiner neuen Familie leben würde, mit der sich Zhorik anfreunden kann und die ihm dabei hilft, sich an sein neues Leben zu gewöhnen.
Haben Sie ein freies Plätzchen in Ihrem Heim und Ihrem Herzen für den liebenswerten Hundesenior übrig? Dann melden Sie sich bitte bei unseren Vermittlerinnen. VIELEN DANK!
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
Lebenslichter 13.01.2024, 15.38 | (0/0) Kommentare | PL
Filya
- ein besonderer Name für einen besonderen Hund, in dessen Lebenslauf sich so viele Attribute finden, die versuchen, den bildschönen Rüden treffend zu beschreiben.
FILYA zeigt sich klug und ausgeglichen. Sein Auftreten ist voller Würde und Selbstvertrauen. Stets neugierig, möchte er immer alles erkunden und untersuchen. In ihm wogt ein Meer aus positiven Gefühlen, er ist allzeit gut gelaunt und freut sich wie ein Schneekönig, wenn sich jemand mit ihm beschäftigt.
Ein fröhlicher, unglaublich liebevoller Hund, freundlich zu Mensch und Artgenossen. Kontaktfreudig, aufgeschlossen, der Inbegriff eines Begleithundes, eines wertvollen Familienmitgliedes.
Äußerlich sieht man Filya seine Schäferhundahnen an, ein wunderschöner Hund mit einem ebensolchen Charakter. Er ist sehr menschenbezogen, liebt es, spazieren zu gehen, wobei er einwandfrei an der Leine läuft, und gestreichelt zu werden.
Leider hat dieser Traumhund bisher noch nicht das große Los gezogen, welches er so sehr verdient. Filya, der im Jahr 2012 geboren wurde, lebt im Shelter Kozhuhovo nahe Moskau. Hier fristet er seit April 2019 sein Dasein, als einer von 3000.
Filya hat, wie all die anderen Hunde auch, nur einmal pro Woche für eine kurze Stunde die Gelegenheit, sein wunderbares Wesen zu zeigen, wenn die freiwilligen Betreuer ihre Schützlinge im Shelter besuchen. Sie geben dafür ihre Freizeit her, versuchen, den Hunden ihr schweres Los ein wenig erträglicher zu machen und ihnen wenigstens ab und zu etwas Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken.
Filya lebt für diese kurzen Momente, für die
Ahnung davon, wie es wäre, zu einem eigenen Menschen, oder sogar einer Familie
zu gehören. Dann blüht er auf, genießt jede Zuwendung und Zärtlichkeit. Dann darf
er sich bewegen, mit den anderen Hunden toben, spielen un den heiß ersehnten Kontakt
zu den Betreuern haben. Dann darf er Hund sein.

Wenn die Zeit um ist, geht Filya, der sonst seinen Betreuern aufs Wort gehorcht, nur sehr widerwillig zurück in seinen kleinen Außenzwinger. Er hasst es, eingesperrt zu sein, zumal es sich die dreieinhalb Quadratmeter mit mehreren Leidensgefährten teilen muss. Es ist eng, kalt und einsam. Der einzigen Schutz vor Wind und Wetter bietet eine Holzhütte, in welche jedoch immer nur ein Hund Unterschlupf findet. Um ihn herum der unerträgliche Lärm von 3000 Hunden, die ihre Verzweiflung zum Himmel bellen, ohne jemals gehört zu werden.

Filya wurde kam mit einer alten Verletzung ins Shelter gebracht. Seine linke Vorderpfote war zweifach gebrochen und schlecht wieder zusammen gewachsen. Sie wurde im Shelter operiert und es wurde eine Platte eingesetzt. Nachdem alles gut verheilt war, wurde die Platte wieder entfernt , es blieb nur eine Narbe zurück. Filya kann die operierte Pfote voll belasten und benutzen. Nur manchmal hebt er sie leicht an, um sie zu schonen.

Für Filya wird es nun höchste Zeit, diesen unwirtlichen Ort zu verlassen und sein neues, eigenes Zuhause zu finden. Dabei wollen wir ihm gern behilflich sein. Da er optisch zwar wunderhübsch, aber nicht sonderlich auffallend ist, wird er in Russland auch aufgrund seiner Größe kaum Chance auf Vermittlung haben. Wer jedoch einen absolut wunderbaren Hund mit einem großartigen Charakter sucht, sollte dem hübschen Rüden unbedingt eine Chance geben. Er wird es tausendfach danken und seinem Menschen ein treuer, ergebener Begleiter werden. Natürlich wird etwas Zeit und Geduld benötigen, um das bisher Erlebte zu verarbeiten und zu vergessen. Wir suchen für Filya, wie für alle unsere Hunde, ausschließlich eine Endstelle.
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
Lebenslichter 10.01.2024, 19.01 | (0/0) Kommentare | PL