Tag: heiß

Lilyrose
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 06/2023
Schulterhöhe: 56 cm
August 2024: Es ist unerträglich heiß und stickig im Betonzwinger eines italienischen Caniles irgendwo im ländlichen Nirgendwo. Die hübsche, kastrierte Lilyrose drückt sich in die einzige kleine schattige Ecke ihres Gefängnisses, in dem sie seit Juni dieses Jahres eingesperrt ist.
Da landet plötzlich ein kleiner gelber Schmetterling neben ihr und sucht ebenfalls ein wenig Abkühlung. Vorsichtig stupst die rehbraune Hündin ihn an und stellt die wohl wichtigste Frage: "Du, kannst du mir sagen, wie in diesem endlosen Albtraum jemals liebe Menschen zu mir finden und mich mitnehmen können?"

Der Schmetterling denkt kurz nach und antwortet: "Es ist wie bei der Muschelsuche am Strand. Zwischen hundert Muscheln entdeckt man manchmal diese eine ganz besondere. Man hebt sie vorsichtig auf und weiß sofort: Diese ist einzigartig. Und vielleicht wird genau sie einmal zum geliebten Für-immer-Begleiter ihres Finders."
Damit flattert er davon und Lilyrose bleibt mit einer kleinen Portion Hoffnung zurück.
Wenig später bekommt die junge Hündin Besuch von den Tierschützern vor Ort. Zunächst zeigt sie sich schüchtern und möchte sich nicht anfassen lassen. Doch mit Ruhe und liebevoller Ansprache gewinnt die Tierschützerin nach und nach ihr Vertrauen. Lilyrose lässt sich streicheln, sogar anleinen und wagt ein paar Schritte hinaus ins Gras.

Vieles ist für sie noch neu. An der Leine muss sie das Laufen erst lernen, und auch Menschen gegenüber braucht sie etwas Zeit. Dabei scheint sie Frauen leichter zu vertrauen als Männern. Hat Lilyrose jedoch erst einmal Zutrauen gefasst, zeigt sich eine ganz andere Seite: Sie wird verspielt, sucht die Nähe und wirkt beinahe welpenhaft. Katzen begegnet sie ruhig und respektvoll, mit anderen Hunden versteht sie sich gut.
Liebe Leserinnen und Leser, Lilyrose braucht Menschen, die ihr die Zeit geben, anzukommen und Vertrauen zu entwickeln. Eine ruhige Umgebung, geduldige Begleitung und viele schöne Erfahrungen in Wald und Flur werden ihr helfen, Schritt für Schritt sicherer zu werden. In den richtigen Händen kann aus der zurückhaltenden Junghündin eine fröhliche, aktive und treue Begleiterin werden.

Vielleicht sind gerade Sie der Mensch, der – um im Bild zu bleiben - Lilyrose am Ufer entdeckt, sie vorsichtig aufhebt und ihr zeigt, wie wunderbar die Welt jenseits der Zwingermauern sein kann.
Denn wie sagte der Schmetterling so schön? "…Ein Leben allein ist nicht genug! Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu!" (Hans Christian Andersen)

August 2026 – Muschelhörer gesucht: Lilyrose ruft nach ihrem Lieblingsmenschen!
Der Sommer brennt, und Lilyrose wartet noch immer hinter den Mauern des Caniles. Zwischen all den anderen Hunden wird sie leicht übersehen; dabei könnte gerade sie der ganz besondere Schatz sein, nach dem jemand schon lange sucht.
Ihre Schale ist noch verschlossen. Doch wer ihr mit Geduld begegnet, wird nach und nach die wunderschöne Perle entdecken, die darin verborgen liegt.

Im Zwinger zieht Lilyrose sich eher zurück. Zu viele Menschen, Geräusche und Eindrücke machen ihr noch Angst. Doch sobald es ruhiger wird und sie sich auf jemanden einlassen kann, beginnt sie aufzutauen. Dann kommen ihre verspielte Seite und ihre Freude an Nähe zum Vorschein.
Auch die Leine ist für sie noch Neuland. Mit geduldiger Begleitung wird sie lernen, dass ein Spaziergang nicht ins Ungewisse führen muss, sondern der Anfang von etwas Wunderbarem sein kann: Gras unter den Pfoten, neue Gerüche, kleine Abenteuer und endlich ein Mensch, an dem sie sich orientieren darf.

Lilyrose braucht keinen perfekten Menschen. Sie braucht jemanden, der ihr Zeit lässt und ihr Sicherheit gibt. Jemanden, der nicht enttäuscht ist, wenn sie sich anfangs noch zurückzieht, sondern sich über jeden kleinen Schritt nach vorn freut.

Vielleicht sind Sie dieser Mensch? Dann schnappen Sie sich jetzt die Muschel – äh … das Telefon – und wählen Sie die Nummer unserer Vermittlerin. Vielleicht sind gerade Sie der Strandläufer, der Lilyrose entdeckt, sie aus dem Sand fischt und ihr den schönsten Platz schenkt, den sie sich vorstellen kann: ein eigenes Zuhause.
Ina Schoenfuss
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
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0172 -83 86 015
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+49172 -83 86 015
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Lebenslichter 07.09.2026, 19.00 | (0/0) Kommentare | PL

Milde
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 04/2023
Schulterhöhe: 58 cm
November 2023 Es war einmal ein kleiner Hund, der wünschte sich seine bunte Welt zurück. Denn die Welt hatte ihre Farben verloren und ein trauriges Grau lag wie ein Schleier über allem. Alles schien matt und trist. Es war, als hielte die Welt den Atem an. Ungefähr so könnte Mildes trauriges Märchen beginnen …

Seit Monaten sitzen die Geschwister Milde, Manabu, Manniel, Marius und Michelia in einem grauen Zwinger aus Beton fest. Es ist laut, im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt und vor allem: langweilig.
Dabei hat auch ein Hundekind eine Kindheit verdient. Eine entspannte Umgebung, frische Luft, Sonnenlicht und Bewegung in der Natur, gutes Futter, liebevolle Zuwendung und die Möglichkeit, einfach unbeschwert zu sein. Nichts davon findet sich in Mildes bisherigem Leben wieder. Eine farblose Kindheit – ein trauriger Gedanke, nicht wahr?

Sind Ihre Buntstifte schon gespitzt? Wenn Sie die Farben zurück in Mildes Welt zaubern möchten, brauchen Sie vielleicht gar keinen Zauberstab. Greifen Sie einfach zum Telefonhörer und rufen Sie Mildes Vermittlerin an. Denn manchmal kann es gar nicht bunt genug sein, finden Sie nicht?
P.S. Unsere Tierschützer beschreiben Milde als gesellig, anhänglich und menschenbezogen. Anfang November misst sie 58 cm.

August 2026 Wenn Mildes trauriges Märchen weitererzählt wird, beginnt es noch immer in diesem grauen Zwinger. Nur hat die kleine Hündin inzwischen gelernt, sich zu verstecken. Hinter Betonwänden und Gitterstäben ist ihre Welt eng geworden. Eine Welt ohne Blau des Himmels, ohne Grün des Grases und ohne das warme Gold eines Sonnenstrahls.

Milde kennt die Farben eines unbeschwerten Hundelebens nicht. Oder sie hat sie längst vergessen. Das warme Orange des Spiels, das zarte Rosé von Zuwendung, die weichen Farben von Geborgenheit – all das fehlt ihr. Stattdessen bestimmen Angst, Rückzug und Warten ihre Tage.
Es ist nicht leicht, Milde aus ihrem Zwinger zu holen. Wenn sie könnte, würde sie vermutlich fliehen. Weit weg, dorthin, wo niemand sie sieht und niemand etwas von ihr möchte. Und doch gibt es erste kleine Schritte zurück ins Leben.

Milde läuft an der Leine. Noch unsicher und mit etwas steifen Bewegungen, aber sie läuft. Die Hände unserer Tierschützer geben ihr Halt. Eine ruhige Stimme, eine vorsichtige Berührung, ein Flüstern, das sagt: „Du bist sicher. Und manchmal scheint sie für einen kurzen Augenblick zu glauben, dass es tatsächlich so sein könnte.
Mit Geduld und Ruhe gelingt es unseren Helfern, Milde ein kleines Stück aus ihrem Rückzug herauszulocken. Sie geht mit, noch wackelig, aber tapfer. Und vielleicht ist genau das der erste Pinselstrich in einer Welt, die wieder Farbe bekommen soll.

In ihrem Zwinger lebt Milde mit anderen Hündinnen und Rüden zusammen. Es gibt keine Feindseligkeit, sondern eine stille Gemeinschaft unter Leidensgenossen. Sie verstehen sich ohne Worte. Ihre Geschichten ähneln sich – und vielleicht auch ihre Träume.
Vielleicht träumt Milde nachts von einem Garten. Von Gras unter ihren Pfoten. Vom Wind, der durch Bäume rauscht. Von einer Hand, die nicht zieht, sondern begleitet. Von einem Menschen, bei dem sie sich nicht verstecken muss. Und von Farben, die nicht nur in Märchen vorkommen.

Wenn Ihre Buntstifte also noch bereitliegen, ist es noch nicht zu spät. Der Zauberstab liegt diesmal vielleicht nicht bei einer Fee, sondern in Ihren Händen. Oder ganz einfach im Telefonhörer, den Sie jetzt abnehmen, um Mildes Vermittlerin anzurufen.

Denn was wäre die Welt ohne Farben? Und was wäre ein Märchen ohne Happy End?
Margot Wolfinger
ist Ihr persönlicher Ansprechpartner
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aus dem Ausland:
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Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
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Daevir
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2025
Schulterhöhe: 34 cm
April 2026: Kannst du pfeifen? Ich lerne es gerade; und wenn ich es erst richtig gut kann, pfeife ich auf sämtliche Hundelager der Welt. Ich bin nämlich ein Pfiffikus und wir Pfiffiküsschen sind geboren, um fröhlich zu sein und Menschen zum Lachen zu bringen.

Ich war
gerade ein Jahr alt, als ich ins Hundegefängnis kam, und hier hocke ich nun
seit fünf Monaten. Mir reicht´s! Hier ist es gruselig, schmutzig und kein
bisschen schön.
Als ich hierhergebracht wurde, war es bitterkalt. Wir mussten uns auf dem eisigen Betonboden zusammenkuscheln, um nicht zu erfrieren. Endlich ist es wärmer geworden, aber jetzt pfeifen die Spatzen von den Dächern, dass schon bald das nächste Eend im Asyl auf uns zurollt: der Sommer.

Dann wird es hier brüllend heiß und es gibt keinen Schutz vor der brennenden italienischen
Sonne. Wir werden schrecklichen Durst leiden und können nur hoffen, dass sich
jemand erbarmt und uns wenigsten manchmal etwas frisches Wasser bringt. Aber wenn
das genauso läuft wie mit dem Futter, dann habe ich wenig Zuversicht.
Unsere
Zellen werden auch nur selten saubergemacht. Alles ist voll mit… na, du weißt
schon, was…Es ist nass, es stinkt und von dem ganzen Dreck habe ich schon Pickel
auf der Nase. Das sollte sich dringend ein Tierarzt ansehen, aber der darf ja
nicht rein in unseren Kerker. Ich werde mich wohl weiter mit dem Jucken und
Brennen quälen müssen.

Vor
einigen Tagen gab es einen Lichtblick: Die Tierschützer durften uns endlich
wieder einmal besuchen. Die waren supernett! Ich habe mich dermaßen gefreut und
mein Schwanz hat sich vor Begeisterung wie ein Propeller gedreht, dass ich beinahe
abgehoben wäre. Die Tierschützer lachten und sagten, ich sei ein pfiffiges
Kerlchen. Dann haben sie mit mir das Laufen an der Leine geübt, und weil ich
sehr aufgeweckt und gelehrig bin, habe ich das auf Anhieb super gemacht.
Die
Tierschützer haben sich auch gefreut, dass meine zwei Freunde und ich in
unserer Zelle so miteinander auskommen. Ich vertrage mich nämlich mit allen,
mit Rüden und Hündinnen, jawoll. Ich kann ein richtig guter Freund sein und die
anderen aufmuntern, wenn sie traurig sind. Das schaffe ich bestimmt auch bei
Menschenfreunden.

Die
Tierschützer versprachen mir, dass ich jetzt auf ihre Seite im Internetz komme,
und wer so einen kleinen Pfiffikus wie mich sucht, der kann mich dort gar nicht
übersehen. Ich hoffe sehr, dass mich bald jemand findet; denn je länger wir
hier im Hundelager aushalten müssen, desto mehr verlieren wir unsere
Fröhlichkeit, unsere Jugend und unsere Gesundheit - eigentlich unser Leben. Das
klingt furchtbar traurig.

Drum, wenn du einen Pfiffikus wie mich haben möchtest, dann pfeife doch bitte
ganz schnell meine Vermittlerin an. Die weiß, was zu tun ist und wie ich ratzfatz
bei dir sein kann; weil dann nämlich das passiert, wofür ich so doll übe: Wir
pfeifen gemeinsam auf alle Hundeknaste der Welt und tun, wozu Pfiffiküsschen geboren
werden – fröhlich sein und gemeinsam lachen.
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
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https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 09.07.2026, 19.07 | (0/0) Kommentare | PL

TULSA
geb. März 2018
55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
sehr verspielt und gut verträglich mit Artgenossen
freundlich und offen zu Menschen
sehnt sich nach Liebe und Geborgenheit
Was für Deine
Schwester in Erfüllung ging, soll für Dich nur ein Traum bleiben?
Dein Leben begann, wie
das Deiner Schwestern Tropkhen und Yalia, im März 2018. Bereits im zarten
Babyalter von vier Wochen wurdet Ihr zu Waisen'Kindern' und kamt in das riesige,
furchteinflößende Shelter Kozhuhovo bei Moskau. Gerade erst geboren, drohtet
Ihr in der Masse an Hunden dort schlicht unterzugehen.
Schon bald musstet Ihr
aus dem Welpenbereich zu den erwachsenen Hunden umziehen. Schonung, behütete
Junghundzeit, all das ist Wunschdenken in einem Tierasyl, in welchem ungefähr
3000 Hunde eingesperrt sind. So viele ungewollte und ungeliebte Seelen, die
dort einen verzweifelten und leider meistens aussichtslosen Kampf gegen das
Vergessenwerden führen.
Trophken kämpfte nicht vergebens, sie durfte bereits im vergangenen Frühjahr in ein wundervolles Zuhause reisen. Leider bleibt für Dich und Yalia das Leben in einer eigenen Familie weiterhin nur ein Traum.

Einmal in der Woche
besuchen die guten Geister das große Hundegefängnis und schenken ihren
Schützlingen etwas Liebe und Aufmerksamkeit. Sie zeigen Euch, dass Ihr nicht ganz
vergessen sind da draußen in einer Welt, in der es für viel zu viele Hunde viel
zu wenige tierliebe Menschen und passende Zuhause gibt. Die Freiwilligen
bringen Euch das Laufen an der Leine bei und versuchen, Euch so gut es geht auf
ein mögliches Leben in einer Familie vorzubereiten.
Du und Deine beiden
Schwestern – alle drei dem Menschen von ganzem Herzen zugetan – sehntet Euch so
sehr nach Euren Betreuern, dass Ihr jedes Mal nach dem Abschied einen kleinen
Aufstand an den Gitterstäben machtet. Doch es half und hilft Dir und Yaliy bis
heute nichts; auch für Euch gibt es keine Ausnahme und Eure Sehnsucht bleibt
weiterhin unerfüllt.
Du liebst die Menschen über alles und kommst auch mit Deinen Artgenossen wunderbar zurecht. Deinen Zwinger teilst Du Dir mit zwei jungen Rüden, nachdem gleichgültige Arbeiter Dich von Deiner Schwester Yalia trennten. Gern gehst Du in den Gängen des Shelters an der Leine spazieren und orientierst Dich dabei oft mit Blicken an Deiner Betreuerin. Im Winter tollst Du gern im Schnee herum, im Sommer liebst Du das Planschen in den mit Wasser gefüllten Plastikbecken. Viel zu selten hast Du als junges Hundemädchen einmal die Möglichkeit Dich so richtig auszutoben.

Nach diesen viel zu
kurzen Momenten des Glücks geht es unvermeidlich zurück in den Zwinger. Dann
heißt es wieder warten und hoffen, dass die Zeit der Einsamkeit und Langeweile bis
zum nächsten Besuch der Freiwilligen möglichst schnell vergeht. Dann zeigt sich
Dir das Leben wieder von seiner dunklen und unbarmherzigen Seite.
Bisher kennst Du nur
das Dasein im Shelter. Du ahnst nicht, dass es noch etwas anderes geben könnte:
ein Leben in einer richtigen Familie oder bei einem lieben Menschen, mit schmackhaftem
Futter, weichen Hundebettchen, ausgedehnten Spaziergängen und jeder Menge
Streicheleinheiten.
Möchten Sie der
entzückenden Tulsa gern ein solches Leben bieten, damit sie das das triste
Shelter endlich verlassen, in die Freiheit reisen und ihr Glück finden darf?
Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!
Die Vermittlung und
Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Tulsa im Zwinger:
Tulsas Welt – Gitterstäbe
und Lärm:
Tulsa im Wasserpool:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
Lebenslichter 27.07.2024, 20.33 | (0/0) Kommentare | PL

GUSYONA
Hündin
geb. 2019
53cm Schulterhöhe,
mit 18 Kilo viel zu dünn
geimpft, gechipt, kastriert
liebt die Menschen sehr
verträgt sich gut mit ihren Artgenossen
läuft bravt an der Leine
sehnt sich nach Liebe, Schutz und Geborgenheit
Liebes, zartes Hundemädchen - so viel gelernt und doch
alles aussichtslos?
Als du mit etwa fünf Monaten als
zerbrechliches, kleines Welpchen ins große Moskauer Shelter Kozhuhovo kamst,
krochst du in gebückter Haltung auf dem Boden entlang. Du hattest so viel
Angst, dass du dich nicht trautest, aufrecht zu laufen.
Das Shelter mit seinen 3000 Hunden, dem nie endenwollenden, verzweifelten Gebell, den vielen fremden Geräuschen, den überfüllten Zwingern und Ausläufen – all das hat dich als als Welpenkind vor Angst erstarren lassen. Zu jung, zu schüchtern, zu überfordert warst du von der Situation, in die du hineingeraten warst.

Ganz langsam und allmählich gewöhntest du dich an den
harten Alltag im Shelter; die Liebe und Geduld der Freiwilligen zeigten
irgendwann Wirkung. Wenn du heute deine Betreuer siehst, dann springst du vor
Glück auf, zitterst buchstäblich vor Freude und kannst es kaum erwarten, bis
sie endlich bei dir sind.
Will man dir heute den Karabiner der Leine am Halsband befestigen und berührt dabei deinen Bauch, dann wirfst du dich auf den Rücken und streckst alle Viere in die Luft: „Bitte, bitte streicheln!“ soll das heißen.

Dank deiner Betreuer hast du so viel gelernt; doch
leider hat es dir bisher nicht geholfen, ein Zuhause zu finden. In Russland
sind die Aussichten dafür auch nur sehr gering; denn du bist nicht reinrassig,
zu groß für eine enge Hochhauswohnung, und du bist auch kein Hundebaby mehr.
Du kennst bisher nur das Leben in Gefangenschaft,
eingesperrt in einem winzigen, kahlen Zwinger, nur die eng begrenzte Welt
hinter Sheltermauern und Gitterstäben. Morgen wird man dich und deine
Zwingergefährten nach Malinka in das furchtbare, auf einer Müllkippe neu erbaute
Shelter bringen. Dort gibt es nicht einmal Wasser, weil der Boden zu verseucht ist, um welches zu fördern. Dann wird euer Leben noch härter und trostloser, und die Freiwilligen
müssen noch mehr Kraft, Zeit und Überredungskunst aufwenden um sich um ihre
Schützlinge und deren Chancen auf ein besseres Leben kümmern zu dürfen.

So ruht die ganze Hoffnung von Gusyona und den Freiwilligen
nun auf uns. Wir wollen alles versuchen, um für diese zerbrechliche und so
hübsche junge Hündin ein liebevolles Zuhause zu finden, in welchem sie endlich ankommen
und ihr bisheriges trauriges Leben schnell vergessen darf.
Möchten Sie der zauberhaften, lieben Gusyona gern
dieses Zuhause schenken? Dann wenden Sie sich bitte an uns. Vielen lieben Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den
Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Hier sehen Sie ein Video von Gusyona, welches sie noch
im Shelter Kozhuhovo zeigt:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de
Lebenslichter 24.07.2024, 15.31 | (0/0) Kommentare | PL

geb. ca. 2009
Zwingernummer: C 114
Ob die sanftmütige, ruhige KIRA jemals ein eigenes Zuhause besessen hat, oder sich auf der Straße durchschlagen musste, lässt sich heute nicht mehr sagen. Erste Aufzeichnungen von ihr stammen aus dem Jahr 2014, aber das Shelter dürfte ihr schon einige Jahre länger mehr recht als schlecht Obdach bieten.

Alte Hunde wie Kira möchte in Russland niemand mehr haben. Wenn sie dort bleiben muss, ist ihr Schicksal besiegelt. Dann heißt es für sie nur noch ausharren, bis ihre Uhr abgelaufen ist und sie unbeachtet und unbeweint auf ihre letzte – einzige - Reise geht. Denn in Russland weiß man die vielen Vorzüge gerade der Hundesenioren leider nicht zu schätzen. Hier gelten sie nur als lästiges Anhängsel, das möglicherweise anfängt, Mühe zu bereiten und – noch schlimmer – mehr Geld zu kosten.
So sitzt die freundliche, umgängliche Kira
weiterhin gefangen in ihrem Zwinger hinter Gittern und wartet auf den
wöchentliche Ausgang. Auf diese eine, glückselige Stunde, in die sie alles
hineinpacken muss: Mit ihren Artgenossen spielen, ein wenig menschliche Nähe erhaschen,
Streicheleinheiten erbetteln und manchmal sogar ein Stückchen spazierengehen.

Viel zu schnell holt der triste Alltag sie ein und sie muss weitere sieben endlos lange Tage warten, bis von Neuem ein kleines Licht in ihr ödes Dasein fällt.
Gesehen wurde Kira in all den Jahren leider nur von den Betreuern. Den wenigen Besuchern, die sich in das riesige Shelter verirren, fällt die bescheidene und optisch eher unscheinbare Kira zwischen Tausenden von Hunden nicht auf, sie geht in der Menge einfach unter. Heute gehört sie zumindest in Russland zu den Ungesehenen, Ungewollten und Vergessenen.
Aber vielleicht geschieht ein Wunder und hier
in Deutschland finden sich liebe Menschen, gern auch selbst Senioren, bei denen
Kira beschützt und geborgen ihr Leben beschließen darf.
Kira ist leinenführig, kastriert, gechipt und
geimpft. Nun fehlen zu ihrem Glück nur noch warmherzige Menschen, die sie bei
sich willkommen heißen.
Liebe Kira, von ganzer Seele wünsche ich Dir, dass dieser Beitrag das Herz eines Menschen erreicht, der in Dir nicht das Durchschnittliche, sondern das Besondere sieht - damit Du die Zeit, die Dir noch vergönnt ist, nicht einsam in einem seelenlosen Zwinger zubringen musst, sondern Dein Leben als geliebtes Familienmitglied beschließen darfst.
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
Lebenslichter 13.01.2024, 15.38 | (0/0) Kommentare | PL