Tag: lieber

Rafeed
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 09/2021
Schulterhöhe: 43 cm
Oktober 2025 Rafeeds Blick wirkt noch immer ungläubig, als suche er verzweifelt eine Antwort auf die Frage: „Wo bin ich denn hier gelandet? Kein Wunder, denn unser hübscher, etwa vierjähriger Rüde sitzt erst seit Ende August 2025 in einem dieser großen, lauten und schrecklichen Hundegefängnisse.
Wie bei den meisten unserer Schützlinge kennen wir auch Rafeeds Vorgeschichte nicht. Im Gegensatz zu vielen anderen glauben wir allerdings, dass er noch vor gar nicht so langer Zeit ein Zuhause gehabt haben könnte. Sein schwarz schimmerndes Fell ist gepflegt, er wirkt gesund und gut versorgt, begegnet Menschen und Hunden freundlich und läuft ganz selbstverständlich an der Leine.

Dieser Eindruck wird auch durch den Bericht unserer Tierschützer bestätigt. Rafeed sei ein sehr lieber, gutmütiger Hund, der seinen Zwinger friedlich mit Rüden und Hündinnen teile. Anfangs habe er sich den fremden Besuchern gegenüber noch etwas zurückhaltend gezeigt. Doch schon nach kurzer Zeit habe die Neugier über die Vorsicht gesiegt. Er ließ sich streicheln und suchte vorsichtig den Kontakt. Die Tierschützer beschreiben ihn als ausgesprochen freundlichen und unkomplizierten Hund.
Mit seinen vier Jahren ist Rafeed im besten Hundealter: jung genug für spannende gemeinsame Erlebnisse, gleichzeitig aber längst kein ungestümer Halbstarker mehr. Dank seiner angenehmen Größe dürfte er sich problemlos in viele Lebenssituationen einfügen – ob bei Ausflügen, im Urlaub, oder sogar im Büro.

Vielleicht haben Sie beim zweiten Blick auf Rafeeds Fotos - außer seinen warmen, kastanienbraunen Augen und den kleinen weißen Zehen an seinen linken Pfoten - noch etwas entdeckt: die weiße Fellzeichnung auf seiner Brust. Mit etwas Fantasie erinnert sie an einen kleinen asiatischen Drachen, ein Symbol für Glück und Stärke. Möge dieser kleine Drache gut über Rafeed wachen. Glück und Schutz braucht er im Moment mehr denn je.
Möglicherweise sind gerade Sie der Mensch, auf den Rafeed wartet: Jemand, der ihm zeigt, dass sein Leben nicht hinter Gittern enden muss; der ihm Zeit gibt, in Ruhe anzukommen, alles kennenzulernen und Vertrauen zu fassen. Denn auch ein so freundlicher Hund wie Rafeed braucht nach seiner langen Reise und den Erfahrungen im Lager zunächst etwas Geduld und Verständnis. Dafür schenkt er Ihnen hoffentlich viele gemeinsame Jahre voller kleiner und großer Abenteuer.

Juli 2026 Als wir Rafeed das erste Mal in die Augen blickten, schien sein Blick nur eine einzige Frage zu kennen: „Wo bin ich hier gelandet? Damals wussten wir die Antwort. Er noch nicht.
Heute ist das anders. Heute weiß Rafeed vermutlich ganz genau, wo er ist und es gibt wohl kaum einen traurigeren Gedanken. Denn Hunde gewöhnen sich an fast alles. Selbst an Dinge, an die sich niemand gewöhnen sollte. An nackten Beton unter den Pfoten, an Gitter statt Türen. An den Lärm von Hunderten anderer Hunde, der nie ganz verstummt. An Tage, die alle gleich aussehen und an Menschen, die kommen, kurz stehen bleiben und ohne ein freundliches Wort wieder fortgehen.

Irgendwann wird selbst das Unvorstellbare zum Alltag. Genau davor haben wir immer Angst. Nicht nur davor, dass ein Hund in ein solches Lager kommt: sondern auch davor, dass er es irgendwann aufgibt, auf seine Freiheit zu warten. Dass er nicht mehr bei jedem Geräusch aufblickt, nicht mehr nach vorne kommt, weil er nicht mehr glaubt, dass einer der Menschen am Gitter vielleicht seinetwegen da sein könnte.

Doch so weit ist es bei Rafeed noch nicht. Noch kommt er nach vorne, wenn unsere Tierschützer ihn besuchen dürfen. Erst beobachtet er einen Augenblick; dann siegt seine Neugier über die Vorsicht und er wagt sich näher - ruhig, offen und ohne sich aufzudrängen. Fast so, als würde er jedes Mal all seinen Mut zusammensammeln und fragen: „Bist du vielleicht meinetwegen hier?

Und doch gehen auch die seltenen Besuche unserer Tierschützer irgendwann zu Ende.Das Tor schließt sich hinter ihnen und Rafeed bleibt zurück. Wieder einmal war niemand seinetwegen gekommen. Und wieder muss seine Hoffnung bis zum nächsten Besuch reichen.

Möglicherweise ist seine Fellfarbe schuld daran, dass Rafeed bisher kein Glück hatte. Schwarze Hunde werden besonders häufig übersehen. Nicht, weil ihnen etwas fehlt, sondern weil unser Blick oft zuerst an dem hängen bleibt, was heller oder auffälliger erscheint. Während andere Hunde gesehen werden und ausreisen dürfen, bleiben die Schwarzen oftmals über Jahre zurück.
Dabei müsste man bei Rafeed nur einen Moment länger hinsehen. Dann sähe man nicht zuerst einen schwarzen Hund, sondern einen freundlichen, umgänglichen Rüden, der einträchtig mit männlichen und weiblichen Artgenossen zusammenlebt. Einen Hund, der sich sogar mit Katzen versteht, entspannt an der Leine läuft und die Nähe zu Menschen sucht.

Sollte Rafeed eines Tages nach seiner langen Reise aus dem Transporter steigen – müde, verunsichert und noch ohne zu wissen, was nun geschieht &ndas;, wären Sie dann der Mensch, der vor ihm steht? Der Mensch, bei dem seine Antwort auf „Wo bin ich hier gelandet? zum ersten Mal lauten darf: „Endlich zu Hause.

Falls Sie Rafeed dieses Zuhause schenken möchten, aber noch Fragen haben oder unsicher sind, rufen Sie gern seine Vermittlerin an. Sie kennt ihn und seine Geschichte, berät Sie ehrlich und hilft Ihnen dabei herauszufinden, ob Sie beide genau das Team sind, auf das jeder von Ihnen schon so lange wartet. Dann bliebe Rafeed ein weiterer harter Winter hinter Gittern auf eisigem Beton erspart. Dafür schon jetzt vielen, lieben Dank!
Tanja Roth
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0173 - 67 31 030
aus dem Ausland:
+49173 - 67 31 030
per EMail:
Tanja.Roth@pro-canalba.euLebenslichter 11.09.2026, 20.01 | (0/0) Kommentare | PL

Cecilius
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 11/2021
Schulterhöhe: 42 cm
Hallo, mein Name ist Cecilius. Ich bin ein kleiner, eher zarter Rüde, etwa 42 cm groß und rund 10 Kilogramm schwer – also eigentlich genau richtig für einen Platz auf dem Sofa, wenn man mich lässt. Geboren wurde ich Anfang November 2021. Seit dem 23. November 2024 lebe ich in einem Canile. Das ist ziemlich lange für ein Hündchen wie mich. Aber ich möchte mich nicht beklagen. Schließlich habe ich inzwischen eine kleine Hunde-WG gegründet und teile mir meinen überschaubaren Zwinger mit Rüden und Hündinnen. Und ich kann berichten: Das funktioniert.

Ich bin nämlich eher für Diplomatie. Ich beschwichtige mit einem höflichen Blick, einem sachten Schritt zur Seite und notfalls mit dem bestmöglichen Friedensangebot: Ich tue so, als hätte ich nichts gesehen.
Wenn es hier eine Hausordnung gäbe, stünde ganz oben: Bitte freundlich bleiben. Unterschrift: Cecilius.

Aber ich habe auch verstanden, dass Vertrauen wachsen kann. Mit Geduld, einem ruhigen Tonfall und sanften Bewegungen kann man mein Herz erreichen. Ich lasse mich berühren – bitte nur behutsam und ohne hektische Gesten. Wenn ich mich sicher fühle, genieße ich Nähe sogar sehr.
Neulich waren die Tierschützer wieder da. Ich habe natürlich so getan, als wäre mir das alles völlig egal. Rein aus Prinzip. Man möchte ja nicht verzweifelt wirken. Also stand ich erst einmal da, ganz klein, ganz seriös, mit diesem Blick, der sagt: „Guten Tag. Ich beobachte die Lage.

Ich nenne meine anfängliche Schüchternheit gern "zurückhaltend charmant". Klingt doch gleich viel besser. Aber dann kam die Leine. Und mit ihr der beste Teil: rausgehen!
Draußen laufe ich schon ganz ordentlich an der Leine. Und gleichzeitig werde ich schnell neugierig und kontaktfreudig. Meine Nase schaltet dann sofort auf Berufsmodus. Hecken sind für mich nämlich nicht einfach Pflanzen. Hecken sind Nachrichtenportale. Da steht alles drin: Wer war hier? Wann? Mit welcher Stimmung? Hatte er vielleicht Snacks dabei? Und warum hat er nicht mit mir geteilt?

Und jetzt kommen wir zu meinem Lieblingsthema. Bitte setzen Sie sich. Katzen. Ich habe da nämlich Fragen: Wie kann man so klein sein und sich trotzdem so verhalten, als gehöre einem die Welt? Warum laufen Katzen immer so, als hätten sie einen wichtigen Termin? Und warum sind sie so interessant? Nicht etwa im Sinne von "Hinterher!". Eher so: "Entschuldigung, hätten Sie kurz Zeit für ein Gespräch über Ihre Machenschaften?"

Denn mal ehrlich: Was machen Katzen eigentlich beruflich? Sie sitzen irgendwo erhöht und überwachen die Lage, verschwinden plötzlich im Außendienst und schauen einen an, als hätte man selbst einen Termin vergessen. Das ist hochprofessionell. Ich vermute, Katzen arbeiten in einem sehr bedeutungsvollen Bereich.

Unterm Strich bin ich also ein kleiner, lieber, gutmütiger und sozialer Hund mit einem sanften Wesen und einem winzigen Startknopf. Drücken Sie den bitte freundlich und nicht zu hastig. Dann komme ich. Und vielleicht entdecken Sie dann auch die andere Seite von mir: einen treuen kleinen Hund, der Nähe genießen kann, wenn er Vertrauen gefasst hat, und der nichts lieber möchte, als endlich irgendwo anzukommen.

Ein selbstsicherer Ersthund könnte mir dabei durchaus helfen. Aber vor allem Menschen, die bereit sind, mir die Zeit zu geben, die ich brauche, wären für mich das größte Glück.
Eines möchte ich nicht verschweigen: Ich bin Leishmaniose positiv. Das klingt möglicherweise im ersten Moment beunruhigend, heißt aber nicht, dass ich kein schönes Hundedasein führen kann. Mit der richtigen medizinischen Betreuung (die übrigens nicht die Welt kostet, sondern recht preisgünstig ist), guter Ernährung und einem möglichst stressarmen Alltag kann ich wunderbar damit leben.

Vielleicht beeindrucke ich Sie nicht auf den ersten Blick und Sie müssen bei mir ein wenig genauer hinschauen. Aber wenn Sie das tun, entdecken Sie sicher einen kleinen Hund mit sanften Augen, einem großen Herzen und einer Menge Persönlichkeit. Einen, der nicht laut nach Aufmerksamkeit ruft, sondern leise darauf wartet, dass jemand ihn findet.

Und wenn Sie dann der Mensch sind, der mich liebevoll an die Pfote nimmt und mir zeigt, wie sich Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit anfühlen - dann verspreche ich Ihnen zu kommen.
Ich wäre bereit dafür.
Ihr Cecilius
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
per EMail:
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 17.08.2026, 15.00 | (0/0) Kommentare | PL

BRITNEY
Hündin
50 cm Schulterhöhe
geb. ca. Mai 2014
Zwingernummer: A 7
geimpft, gechipt, kastriert
Wäre Britney gefragt worden, so hätte sie sicher darum gebeten, lieber nicht in eine Welt hineingeboren zu werden, in der es für Hunde wie sie praktisch keine Chance gibt.
Sie und ihre Schwester Jenny kamen bereits als zuckersüße Welpen in das molochartige Shelter Kozhuhovo. Seitdem fristen sie dort mit 3000 weiteren Leidensgenossen ihr trauriges Dasein, denn in Russland selbst ist es fast aussichtslos, für sie ein schönes Zuhause zu finden.

Britney kann nur noch hoffen – dass sie in der unübersehbaren Masse an Hunden nicht sang- und klanglos untergeht; dass es irgendwo in der Welt einen Menschen für sie gibt, der sie sieht und ihr eine Heimat schenken will.
Anders als ihre Schwester hat Britney sich nicht zu einer starken, selbstsicheren Hündin entwickelt. Zwar freut sie sich über die wöchentlichen Besucher der Betreuer, die ihr wenigstens etwas Abwechslung und Ansprache bieten. Sie hat wohl auch zu dem einen oder anderen von ihnen Vertrauen gefasst, aber ihre Ängstlichkeit und Schüchternheit hat sie bis heute nicht völlig ablegen können. Viel zu selten hat sie ja Kontakt zu den Menschen und viel zu kurz ist jedes Mal die Zeit, die sie in ihrer Gesellschaft verbringen darf.

Britney fällt das Leben im Shelter furchtbar schwer. Sie leidet unter der ständigen Einsamkeit, Langeweile und Isolation. Was ihr fehlt, sind Geborgenheit, Sicherheit und Liebe an der Seite ihres eigenen Menschen, ihrer eigenen Familie. Sie braucht dringend ein Zuhause in dem sie in Ruhe ankommen, sich behütet fühlen und glücklich alt werden darf.

Ein freundlicher,
souveräner Hundekumpel im neuen Zuhause wäre für Britney eine große Hilfe, um
alles das zu lernen, was ein Hund so kann und darf. Denn bisher kennt sie kaum
etwas anderes, als das Laufen an der Leine und das Zusammenleben mit
Artgenossen. Aber sie ist äußerst lieb, lernwillig und bereift schnell, was man
von ihr möchte. Wenn man ihr nur ein wenig Zeit lässt, um sich zurechtzufinden
und geduldig mit ihr übt, wird sie sich schon bald zu einer wundervollen
Familienhündin und treuen Begleiterin entwickeln!

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)
Lebenslichter 27.07.2024, 20.33 | (0/0) Kommentare | PL

Zwingernummer: C 36
Wieder sind die Jahre ins Land gezogen, noch immer sitzt Glasha in der Einsamkeit und Enge des Shelters. Noch immer ist niemand für die freundliche Hündin an ihrem Zwinger stehen geblieben. Noch immer gab es kein eigenes Zuhause für Glasha.
Vorgeschichte:
Die 55 cm große Glasha kam im September 2017 ins Shelter Kozhuhovo. Da sie ein Fundtier war, können wir leider nicht sagen, wie es der jungen Hündin vor dieser Zeit erging.
Wir können jedoch über Glasha sagen, dass sie eine freundliche und aufgeschlossene Hündin ist. Sie hält sich gern in der Nähe ihrer Betreuer auf und genießt jede Streicheleinheit. Dabei drängt sie sich aber nie in den Vordergrund sondern wartet, bis sie an die Reihe kommt. Mit den anderen Hunden im Auslauf versteht Glasha sich gut, manchmal spielt sie sogar mit ihnen.

Glasha beim Spielen mit anderen Hunden im Auslauf:
Aber die Zeit mit den Menschen, ihrer Nähe und den Streicheleinheiten ist Glasha einfach zu kurz. 60 Minuten in der Woche… wer sehnt sich da nicht nach mehr? Wer sehnt sich da nicht danach, diese Nähe für immer zu genießen?
Für die ruhige und sanfte Glasha wäre es das Schönste, wenn sie endlich ein eigenes Zuhause hätte. Sie hat noch ihr ganzes Leben vor sich. Aber soll sie dies in der unwirklichen Welt des Shelters verbringen müssen? Muss sie sich wirklich irgendwann damit abfinden, dass sich ihr Leben in einem winzigen Zwinger abspielt, ohne die Nähe zum Menschen?
In Russland hat Glasha fast keine Chance auf ein eigenes Zuhause. Dafür ist sie zu groß und unscheinbar in der Masse von fast 3000 Hunden. Sie ist dort nur eine unter vielen.

Glasha – einfach nur dabei sein:
Daher geben wir Glasha hier eine Stimme. Wir hoffen dass es hier den Menschen für Glasha gibt, der ihre unaufdringliche und freundliche Art zu schätzen weiß. Der ihr Nähe gibt und ein Zuhause, in dem ihre Augen weiter leuchten können.
Die 2015 geborene, 55 cm große Glasha ist eine freundliche Hündin. Glasha ist gechipt, geimpft und kastriert. Mit den anderen Hunden des Sektors versteht sie sich gut. Glasha geht gern mit den Betreuern spazieren und geht dabei brav an der Leine. Ob Glasha sich mit Katzen verstehen würde können wir leider nicht mit Gewissheit sagen. Gern darf in Glashas neuem Zuhause bereits ein Hund leben, es ist aber kein Muss.

Ein kurzer Moment des Glücks für Glasha:
Liebe Glasha,
ich hoffe so sehr, dass Du gesehen wirst und ein lieber Mensch sich für
Dich meldet, damit Dein langes Warten ein Ende hat und Du endlich
glücklich werden kannst!
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
Lebenslichter 16.01.2024, 19.10 | (0/0) Kommentare | PL
Seit wann genau ANDY im russischen Shelter "Kozhuhovo" lebt, können wir leider nicht sagen. Erste Aufzeichnungen über Andy stammen aus dem Jahr 2012. Das heißt, er "feiert" im kommenden Jahr ein trauriges Jubiläum. Auch woher er kam oder ob er früher schon mal ein Zuhause hatte, wissen wir leider nicht.
ANDY ist ein freundlicher und sehr aktiver Hund. Er liebt es, einfach nur zu laufen und steckt voller Energie. Mit seinen Artgenossen verträgt er sich gut. Allerdings mag er Hündinnen lieber, bei Rüden entscheidet die Sympathie.
Der schönste Tag der Woche ist für ANDY der Tag, an dem er Besuch von seinen Betreuern bekommt. Sobald er sie bemerkt,
kann er sich nicht mehr zurückhalten. Seine Betreuer sagen, wenn
er seinen kleinen Aussenzwinger verlassen darf, ist es so, als ob er alle
angesammelte Energie auf einmal rauslassen möchte. Er springt und bellt vor
Freude.
Andy zeigt dem Menschen gegenüber seine Freude und in ihm steckt unendlich viel Energie. Das traurige und einsame Shelterleben konnte ihm diese Freude bisher zum Glück noch nicht nehmen.
Und doch - irgendwann wird der Tag kommen, an dem auch Andy seinen Lebensmut verlieren wird. An dem er merkt, dass er diesem Leben nicht mehr entkommen kann - dann wird die Einsamkeit siegen.
ANDY ist so ein charmanter und liebevoller Rüde. In Russland wollte ihn bisher keiner adoptieren. Niemand wollte ihm eine Chance geben. Mit einem Geburtsjahr von geschätzt 2008 ist er für den russischen Geschmack einfach schon zu alt.
Deshalb legen wir nun all unsere Hoffnung darein, Andys Familie hier in Deutschland zu finden. Den Menschen zu finden, dem sein Alter egal ist und der ihn so nimmt, wie er ist.
Andy ist immer fröhlich und gut gelaunt. Trotz des entbehrungsreichen Lebens, das er leben muss, hat er sich all seine Fröhlichkeit nicht nehmen lassen. Zu Andy würden Menschen passen, die Spaziergänge durch Wald und über Wiesen lieben und einen tollen, loyalen Begleiter an ihrer Seite zu schätzen wissen.

Für Andy wäre es sehr schön, wenn bereits eine Hündin im Haushalt leben würde. Er braucht endlich ein Zuhause, bevor das Shelterleben ihn doch irgendwann brechen wird.
Andy ist ca. 50-55 cm groß, geimpft, gechipt und kastriert und kennt das Laufen an der Leine. Andy ist verträglich mit Hündinnen, bei Rüden entscheidet die Sympathie. Dem Menschen gegenüber ist er stets freundlich. Ob Andy sich mit Katzen verstehen würde können wir nicht zu 100 % sagen.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für Andy, genau wie für all unsere anderen Hunden, ausschließlich eine Endstelle suchen.
Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen. Vielen, lieben Dank!
Lebenslichter 15.01.2024, 19.26 | (0/0) Kommentare | PL

SAVVA
Rüde
9 Jahre alt (geb. Ende 2012)
60 cm Schulterhöhe
geimpft. gechipt, kastriert
sehr verträglich mit Artgenossen
äußerst freundlich zu Menschen und ruhig im Wesen
wünscht sich sehnlichst ein eigenes Für-immer-Zuhause
Warten und Hoffen bestimmen dein Leben seit neun
schier endlos langen Jahren.
Als kleiner Welpe kamst du ins riesige Shelter Kozhuhovo – einer von 3.000 wunderschönen, liebenswerten und doch einsamen, ungewollten Hunden. Das ist eine Zahl, die wir uns hierzulande nur schwer vorstellen können.
Inzwischen zählst du dort zu den Senioren, den Langzeitinsassen, den Vergessenen. Außer dem harten, entbehrungsreichen Leben in einem engen, ungemütlichen Außenzwinger kennst du nichts von der Welt.
Nur die Aussicht auf das Wochenende ließ dich bisher
die brütend heißen Sommer, nasskalten Herbste und eisigen Winter ertragen. Denn
dann kommen die freiwilligen Helfer ins Shelter, um auch deine Zwingertür zu
öffnen; zwar immer nur für kurze, viel zu schnell endende Stunde – aber für
dich und deine Schicksalsgefährten bedeutet sie die Seligkeit.

Du liebst es, deinen Betreuern ganz nahe zu sein, denn
trotz deines schweren – von Menschen verursachten – Schicksals bist du uns
Zweibeinern von Herzen zugetan. Dabei bist du nett und kameradschaftlich zu
deinen Artgenossen und verhältst dich stets ruhig und freundlich den Menschen
gegenüber. Auch bist du keiner, der sich in den Vordergrund drängt. Eigentlich
ist das eine wunderbare Eigenschaft; nur um unter 3.000 Hunden aufzufallen und von
jemandem gesehen zu werden, ist sie eher hinderlich.
Deswegen hast du bisher noch nie eine Chance bekommen, und in Zukunft wird es nicht einfacher werden für die und all die anderen verlassenen Seelen. Denn wenn es nach dem Willen der Verantwortlichen geht, soll das Shelter schon bald verlegt werden an einen abgelegenen Ort, nahe einer stillgelegten Mülldeponie mit all ihrem Gift in Boden und Wasser und für die freiwilligen Helfer wie für Besucher nur äußerst schwer zu erreichen.

An der Leine läufst du bereits sehr brav, aber
ansonsten kennst du natürlich noch nicht viel und musst das meiste erst lernen,
was ein richtiger Hund im Leben braucht. Daher suchen wir für dich liebe
Menschen mit viel Herz, Verständnis und Geduld. Auch ein netter Hundekumpel
oder eine hübsche Hundedame im neuen Zuhause wären sicherlich eine große Hilfe
für dich.
Mein lieber Savva, was ich tun kann, soll geschehen,
damit auch du noch dein Zuhause findest. Irgendwo auf der Welt muss es für dich
einen lieben Menschen geben, der erkennt, wie einzigartig und liebenswert du
bist. Sind vielleicht Sie dieser Mensch? Dann melden Sie sich bitte bei uns.
Vielen, lieben Dank!
Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb Deutschlands)
erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
eMail: d.bansche@gmail.com
Lebenslichter 12.01.2024, 16.08 | (0/0) Kommentare | PL

geb. ca. 2011
Zwingernummer: D 121
Sie rufen Dich „SMOKY“ und Du lebst seit März 2019 im russischen Shelter Kozhuhovo. Wie Dein Leben in den langen Jahren davor aussah, wissen wir leider nicht. Sicher hast Du viel Schweres durchgemacht und musstest Dich mehr schlecht als recht auf der Straße durchschlagen, denn große, schwarze Hunde wie Du sind den Menschen in Russland unheimlich und daher nicht willkommen. Vielleicht hattest Du auch einmal ein Zuhause, aus dem man Dich gewiesen hat, weil Du zu groß, zu alt oder einfach langweilig wurdest.

Die Zeit, die Du bisher im Shelter zugebracht hast, gehört wohl zu den traurigsten Abschnitten Deines Lebens – und noch ist kein Ende in Sicht. Mit ungefähr 3.000 Leidensgenossen teilst Du ein Los, das für uns hierzulande unvorstellbar ist. 7 Tage in der Woche sitzt Du in einem engen Außenzwinger mit einer Holzhütte, die Dir und Deinen 2 bis3 Gefährten ein wenig Schutz bieten soll.
Nachdem Du inzwischen den zweiten Winter in diesem Shelter zubringen musstest, wirst Du leider schon erkannt haben, wie überlebenswichtig diese winzige Hütte für euch ist. Denn russischer Winter bedeutet bitterkalte Nächte, Schnee und Eis. Das Wasser im Eimer gefriert und wie alle anderen musst auch Du Schnee fressen, um Deinen Durst zu stillen. In den frostigen Nächten sucht Ihr gegenseitig Eure Nähe, denn Ihr seid füreinander die einzige Wärmequelle. Nur, wenn Ihr riesengroßes Glück habt und die Arbeiter sich erbarmen, findet ihr etwas Stroh in Eurer Hütte vor.

Selbst die Tage im Winter sind gnadenlos – besonders, wenn sich wie im vergangenen die Schneemassen meterhoch türmen und den Zugang zu den Zwingern versperren, so dass Ihr nicht einmal gefüttert werden – geschweige denn Euch im Auslauf zumindest etwas Bewegung verschaffen könnt.

So bist Du hinter den rostigen Gittern praktisch zum immerwährenden Stillstand verdammt; bis auf diese eine, gnädige Stunde in der Woche, wenn die Freiwilligen Euch besuchen kommen. Dann darfst Du Dir die steifen Beine vertreten, mit viel Glück (denn der Andrang ist riesig) ein paar Streicheleinheiten einheimsen und ein bisschen Wärme durch Deinen Körper und Deine Seele fließen lassen. Diese eine Stunde in der Woche ist das Einzige, was Dir bleibt, um die schreckliche Langeweile und Eintönigkeit zu überstehen.
Deine Betreuer beschreiben Dich als freundlichen und liebevollen Hund. Du magst Menschen und auch Artgenossen gern. Bei Fremden bist Du am Anfang etwas zurückhaltender, warum solltest Du auch jemandem gleich vertrauen? Dazu haben Dir die Menschen bisher kaum einen Grund gegeben.

Im Sommer durftest Du sogar an einer Tierschutzveranstaltung mitten in Moskau teilnehmen und alle hofften inständig, dass Du dort Deinen Menschen begegnen wirst. Du hast Dich vorbildlich verhalten, fast so, als wüsstest Du genau, was davon abhängt.
Doch leider hat niemand ein Interesse an Dir gezeigt - bist Du doch nur ein alter, großer schwarzer Hund, von denen es Hunderte gibt.
Aber vielleicht finden sich hier in
Deutschland ja genau die Menschen, die Dir ins Herz schauen und deine
blütenweiße Seele unter dem pechschwarzen Fell erkennen (die Schreiberin dieser
Zeilen würde Dich auf der Stelle nehmen. Aber sie hat schon neun Fellkinder,
vier davon aus dem Shelter Kozhuhovo und darunter eine Hundedame, die Deine
Zwillingsschwester sein könnte).

Du bist bereits vollständig geimpft, kastriert und gechipt. Somit steht Deiner Reise ins Leben nicht mehr viel im Weg.
Lieber Smoky, vielleicht bringt mein Inserat
Dir das ganz große Glück. Ich wünsche es Dir aus vollem Herzen. Bis dahin halte
bitte durch und gib Dich nicht auf!

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
Lebenslichter 09.01.2024, 19.51 | (0/0) Kommentare | PL