Tag: schüchtern

Lilyrose
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 06/2023
Schulterhöhe: 56 cm
August 2024: Es ist unerträglich heiß und stickig im Betonzwinger eines italienischen Caniles irgendwo im ländlichen Nirgendwo. Die hübsche, kastrierte Lilyrose drückt sich in die einzige kleine schattige Ecke ihres Gefängnisses, in dem sie seit Juni dieses Jahres eingesperrt ist.
Da landet plötzlich ein kleiner gelber Schmetterling neben ihr und sucht ebenfalls ein wenig Abkühlung. Vorsichtig stupst die rehbraune Hündin ihn an und stellt die wohl wichtigste Frage: "Du, kannst du mir sagen, wie in diesem endlosen Albtraum jemals liebe Menschen zu mir finden und mich mitnehmen können?"

Der Schmetterling denkt kurz nach und antwortet: "Es ist wie bei der Muschelsuche am Strand. Zwischen hundert Muscheln entdeckt man manchmal diese eine ganz besondere. Man hebt sie vorsichtig auf und weiß sofort: Diese ist einzigartig. Und vielleicht wird genau sie einmal zum geliebten Für-immer-Begleiter ihres Finders."
Damit flattert er davon und Lilyrose bleibt mit einer kleinen Portion Hoffnung zurück.
Wenig später bekommt die junge Hündin Besuch von den Tierschützern vor Ort. Zunächst zeigt sie sich schüchtern und möchte sich nicht anfassen lassen. Doch mit Ruhe und liebevoller Ansprache gewinnt die Tierschützerin nach und nach ihr Vertrauen. Lilyrose lässt sich streicheln, sogar anleinen und wagt ein paar Schritte hinaus ins Gras.

Vieles ist für sie noch neu. An der Leine muss sie das Laufen erst lernen, und auch Menschen gegenüber braucht sie etwas Zeit. Dabei scheint sie Frauen leichter zu vertrauen als Männern. Hat Lilyrose jedoch erst einmal Zutrauen gefasst, zeigt sich eine ganz andere Seite: Sie wird verspielt, sucht die Nähe und wirkt beinahe welpenhaft. Katzen begegnet sie ruhig und respektvoll, mit anderen Hunden versteht sie sich gut.
Liebe Leserinnen und Leser, Lilyrose braucht Menschen, die ihr die Zeit geben, anzukommen und Vertrauen zu entwickeln. Eine ruhige Umgebung, geduldige Begleitung und viele schöne Erfahrungen in Wald und Flur werden ihr helfen, Schritt für Schritt sicherer zu werden. In den richtigen Händen kann aus der zurückhaltenden Junghündin eine fröhliche, aktive und treue Begleiterin werden.

Vielleicht sind gerade Sie der Mensch, der – um im Bild zu bleiben - Lilyrose am Ufer entdeckt, sie vorsichtig aufhebt und ihr zeigt, wie wunderbar die Welt jenseits der Zwingermauern sein kann.
Denn wie sagte der Schmetterling so schön? "…Ein Leben allein ist nicht genug! Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu!" (Hans Christian Andersen)

August 2026 – Muschelhörer gesucht: Lilyrose ruft nach ihrem Lieblingsmenschen!
Der Sommer brennt, und Lilyrose wartet noch immer hinter den Mauern des Caniles. Zwischen all den anderen Hunden wird sie leicht übersehen; dabei könnte gerade sie der ganz besondere Schatz sein, nach dem jemand schon lange sucht.
Ihre Schale ist noch verschlossen. Doch wer ihr mit Geduld begegnet, wird nach und nach die wunderschöne Perle entdecken, die darin verborgen liegt.

Im Zwinger zieht Lilyrose sich eher zurück. Zu viele Menschen, Geräusche und Eindrücke machen ihr noch Angst. Doch sobald es ruhiger wird und sie sich auf jemanden einlassen kann, beginnt sie aufzutauen. Dann kommen ihre verspielte Seite und ihre Freude an Nähe zum Vorschein.
Auch die Leine ist für sie noch Neuland. Mit geduldiger Begleitung wird sie lernen, dass ein Spaziergang nicht ins Ungewisse führen muss, sondern der Anfang von etwas Wunderbarem sein kann: Gras unter den Pfoten, neue Gerüche, kleine Abenteuer und endlich ein Mensch, an dem sie sich orientieren darf.

Lilyrose braucht keinen perfekten Menschen. Sie braucht jemanden, der ihr Zeit lässt und ihr Sicherheit gibt. Jemanden, der nicht enttäuscht ist, wenn sie sich anfangs noch zurückzieht, sondern sich über jeden kleinen Schritt nach vorn freut.

Vielleicht sind Sie dieser Mensch? Dann schnappen Sie sich jetzt die Muschel – äh … das Telefon – und wählen Sie die Nummer unserer Vermittlerin. Vielleicht sind gerade Sie der Strandläufer, der Lilyrose entdeckt, sie aus dem Sand fischt und ihr den schönsten Platz schenkt, den sie sich vorstellen kann: ein eigenes Zuhause.
Ina Schoenfuss
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172 -83 86 015
aus dem Ausland:
+49172 -83 86 015
per EMail:
Lebenslichter 07.09.2026, 19.00 | (0/0) Kommentare | PL

Waylo
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren:.01.2026
"Als wir noch in Mamas Bauch waren, wussten wir schon, dass sie sich um uns kümmern und uns ganz doll liebhaben wird. Sie hat immer gesagt: „Meine Kleinen werden es mal guthaben und ich werde ihnen alles beibringen, was sie können müssen." Und dann, als wir auf der Welt waren und überhaupt noch nichts sehen konnten, hat Mama ihr Versprechen gehalten. Sie hat uns gewärmt und wir konnten die feine Milch trinken… das war jedes Mal ein Gedränge, aber trotzdem hat jeder von uns immer seinen Teil bekommen.

Es war eine schöne Zeit, aber sie dauerte nicht lange. Plötzlich war Mama weg und Männer kamen und packten uns. Wir haben alle so geweint und wussten nicht, was wir machen sollten. Dann haben sie uns wieder gepackt und uns in einen Käfig geworfen. „So, jetzt seid ihr, wo ihr hingehört, haben sie gesagt, die große Tür abgeschlossen und sind gegangen. (Mama konnte uns nicht mehr beibringen, dass man sich vor den Hundefängern in Acht nehmen muss.)

Jetzt sitzen wir hier, eingesperrt und ohne Mama. Zum Glück durften wir aber zusammenbleiben. Manchmal spielen wir ein bisschen. Mama hat immer gesagt, Spielen sei wichtig, damit man sich gut entwickelt. Also spielen wir.

Und dann kamen eines Tages Menschen, die ganz anders waren. Nicht so grob, wie die, die uns eingesperrt haben. Sie haben uns vorsichtig angeschaut und leise mit uns gesprochen. Sie haben gesagt, dass sie Mama zwar nicht finden können, aber sie wollen uns helfen, hier wieder rauszukommen. Das geht aber nur, wenn wir ein Zuhause finden. Und dafür, so haben sie gesagt, müssen wir uns bewerben. Auweia… wir sind doch noch so klein. Wie soll man denn als kleines Hundekind wissen, wie das geht? Warum verstehen diese Tierschützer das denn nicht?"

Wir sind auch Tierschützer und wir verstehen das. Unser kleiner
Waylo ist ein Hundekind, das noch nicht viel kennt. Er ist ein wenig schüchtern
und den Kontakt mit Menschen ist er noch nicht gewöhnt. Dazu kommt, dass er
eine Wunde an seiner rechten Hinterpfote hat und, wie einige seiner
Geschwister, mit Dermatitis kämpft.

Das alles macht seinen Start ins Leben nicht gerade leicht. Aber Waylo ist tapfer und wird mit der richtigen Fürsorge, Geduld und Liebe sicher schnell merken, dass es auch eine freundliche Welt gibt. Mit anderen Hunden ist er ein wenig vertraut - immerhin hat(te) er ja seine Geschwister. Alles andere wird er von, bei und vor allem mit seiner neuen Familie lernen. Bis auf eine Sache: Wie man jemandes allerbester Freund für immer wird – das weiß Waylo nämlich schon.

Seine Geschwister Wasker und Wixelle haben übrigens ihr Für-immer-Zuhause gefunden! Woola, sein Schwesterchen, ist leider verstorben.
Simone Leitenbauer
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Daigle
Rasse: Maremmano Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 05/2016
Schulterhöhe: 64 cm
Diese Überschrift könnte der Leitspruch unseres Daigle sein, wenn er selbst mit seiner Bitte um ein schönes und würdiges Leben an Sie herantreten könnte. Genau darum geht es: Das Kostbarste, was Daigle noch besitzt, ist die Zeit, die ihm bleibt.
Wir wissen nicht, was er erlebt hat, bevor er im September 2024 in das trostlose Canile gebracht wurde. War es vorher besser? Oder – schwer vorstellbar, aber leider möglich – sogar noch schlechter? War es an einem anderen Ort das gleiche Dahinvegetieren?
All das hat Daigle den letzten Mut nicht genommen; das konnten die Tierschützer vor Ort feststellen. Anfangs erschien er sehr schüchtern, zeigte aber im Verlauf des Besuches reges Interesse an den Menschen und taute immer mehr auf. Anfassen ließ er sich, mochte es aber nicht, wenn man ihm zu forsch begegnete, und zog sich dann ein wenig zurück. Mit Rüden und Hündinnen lebt er friedlich zusammen in einer düsteren und dreckigen Box. Keine Unruhe, kein Ärger, keine Streitsucht – einfach nur ein Hund, der versucht, den Tag hinter sich zu bringen, ohne zusätzlich Energie zu verschwenden. Verträglichkeit ist bei ihm kein Etikett, sondern Alltag.

Daigle ist ein Rüde, der Vertrauen fassen und sich in einer Familie einleben kann. Einer, der noch vieles von dem zeigen wird, was heute hinter Gitterstäben verborgen bleibt. Denn ein Hund wird dort auf seine körperlichen Grundfunktionen reduziert – mit Ihrer Hilfe könnte Daigle diese Grenzen endlich hinter sich lassen.
Daigle ist ein Maremmano-Mischling, also ein Herdenschutzhund mit all den Eigenschaften, die diese besondere Rasse mitbringen kann: Wachsamkeit, Eigenständigkeit, Loyalität und manchmal auch eine verblüffende Neigung zur Clownerie. Welche dieser Wesenszüge bei Daigle besonders ausgeprägt sind, können wir nach dem Leben im Canile noch nicht sicher beurteilen.
Daigle ist zehn Jahre alt. Offiziell ist er damit ein Senior – inoffiziell ist er ein Hund, dem man viel zu lange zugemutet hat, still zu sein. Seit gut zwei Jahren lebt er im Lager. Das ist ein Zeitraum, der für einen jungen Hund nur verlorene Zeit bedeutet. Für einen Senior ist es etwas anderes: Es ist ein Zeitfenster, das immer schmaler wird. Das klingt nicht dramatisch. Die Wahrheit dahinter ist es trotzdem. Daigle hat nicht „irgendwann. Daigle hat „jetzt.

Und trotzdem wirkt er nicht wie ein Hund, der innerlich zerbrochen ist. Er wirkt eher wie einer, der sich seine Würde bewahrt hat. Ein Maremmano-Mischling, der nicht gelernt hat, sich nach vorne zu drängen, sondern sich zurückzunehmen, wenn es ihm zu viel wird. Ein Hund, der keine großen Forderungen stellt, weil er vermutlich nie erlebt hat, dass diese irgendetwas bewirken. Genau solche Hunde werden im Lager leicht übersehen: Sie sind leise, sie sind vorsichtig, sie funktionieren. Und sie verlieren dadurch oft am meisten.
Bei den Besuchen zeigt Daigle sich als das, was er ist: ein etwas schüchterner Hund. Aber – und das ist wichtig – er kann ohne Probleme gehandhabt und angefasst werden. Daigle ist kein Hund, der die Nähe sucht und dabei überschwänglich wird, aber er lässt sie zu. Er braucht Menschen, die verstehen, dass Respekt manchmal einfach bedeutet, nichts zu erzwingen. Nicht bedrängen, nicht forsch sein, nicht denken: „Jetzt musst du doch merken, dass wir nett sind. Sondern ruhig bleiben, verlässlich sein und ihm den Raum geben, von sich aus den nächsten Schritt zu wagen.

Eine Beobachtung stimmt uns gerade besonders traurig: Daigle hat nur geringe Muskelmasse an der Hinterhand. Man sieht an seinem Körper, was Lagerhaltung bedeutet. Nicht nur psychisch, sondern auch körperlich. Zu wenig Bewegung, zu wenig Boden unter den Pfoten, zu wenig Abwechslung – und irgendwann baut ein Körper ab, weil er nicht mehr gefordert wird. Seine Hinterhand ist schwach geworden. Sein Wille scheint es nicht zu sein. Mit einem passenden Zuhause, regelmäßigen Spaziergängen in kleinen Dosen, gutem Futter, Wärme und – wenn nötig – physiotherapeutischer Unterstützung kann man oft erstaunlich viel zurückholen. Vor allem, wenn man nicht wartet, bis es noch schwerer wird.
Daigle braucht Menschen, die ihm keine zweite Jugend versprechen müssen. Es reicht etwas viel Größeres: ein Leben, das seinem Wesen gerecht wird. Ein ruhiger Platz, gern ebenerdig oder mit wenigen Treppen, eine sichere Routine, freundliche Konsequenz und Zeit. Menschen, die einen Herdenschutzhund nicht verändern wollen, sondern ihn so annehmen, wie er ist: wachsam, sensibel, unabhängig – und, wenn man sein Vertrauen gewinnt, von beeindruckender Loyalität.

Vielleicht suchen Sie keinen Hund, der alles mitbringt, sondern einen, dem Sie noch etwas schenken können: Sicherheit, Respekt und ein Zuhause, das seinem Wesen gerecht wird. Dann könnte es sich für Sie lohnen, Daigle kennenzulernen.
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
Lebenslichter 04.08.2026, 12.15 | (0/0) Kommentare | PL

Arelio
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2020
Schulterhöhe: 45 cm
Manchmal erzählen Hunde ihre Geschichte, ohne dass sie einen einzigen Laut von sich geben. Bei Arelio genügt ein Blick auf sein zotteliges Fell, seine viel zu langen Krallen und sein vorsichtiges Wesen, um zu ahnen, dass sein bisheriges Dasein alles andere als glücklich gewesen sein kann.
In vielen Ländern hat der Tierschutz noch immer einen schweren Stand. Selbst dort, wo Gesetze die Tiere schützen sollen, bleibt oft viel zu viel Spielraum. Bis ein Hund behördlich beschlagnahmt wird, muss deshalb meist schon sehr viel geschehen sein. Für den kleinen Rüden Arelio und seine Freundin Alenya war genau das die traurige Wirklichkeit. Die näheren Einzelheiten kennen wir nicht. Laut den mit uns befreundeten Tierschützern wurden die beiden Hunde in ihrem früheren „Zuhause jedoch misshandelt.

Ob mit Arelio und Alenya damals unterschiedlich umgegangen wurde, wissen wir nicht. Gezeichnet von ihrer Vergangenheit sind sie beide. Umso mehr verwundert es, dass Arelio sich Menschen gegenüber so offen zeigt. Als die Tierschützer die beiden Ende Juni 2026 zum ersten Mal besuchen durften, lernten sie einen freundlichen, zutraulichen und anhänglichen kleinen Kerl kennen. Arelio suchte zaghaft den Kontakt – nicht aufdringlich, sondern sanft und beinahe schüchtern. Fast schien es, als wolle er sagen: „Bitte, bitte, nehmt mich mit!
Während seine Vergangenheit in seinem Benehmen nur wenige sichtbare Spuren hinterlassen hat, erzählt sein Äußeres eine andere Geschichte. Sein struppiges Fell, die offenbar noch nie beschnittenen Krallen, Zahnstein und etliche fehlende Zähne zeugen davon, dass sich lange Zeit niemand um ihn gekümmert hat. Außerdem wurden Herzgeräusche festgestellt, deren Ursache derzeit noch abgeklärt wird.
Trotz allem hat Arelio sich seine Liebe zu uns Zweibeinern bewahrt. Und genau deshalb hoffen wir von Herzen, dass es irgendwo diesen einen Menschen gibt, der sein Leben mit ihm teilen möchte: Mit einem kleinen Rüden im besten Alter – Arelio ist schätzungsweise sechseinhalb Jahre alt (Stand Juli 2026) – dessen sehnlichster Wunsch es ist, endlich dazuzugehören. Als geliebtes Familienmitglied, ganz gleich, wie groß seine Menschenfamilie sein wird. Als ein Hund, der vermutlich zum ersten Mal erfahren darf, was Geborgenheit bedeutet.

Vielleicht wird Arelio in seinem neuen Zuhause die Welt ganz neu entdecken. Gemeinsame Spaziergänge, auch bei Wind und Wetter. Ein weiches Körbchen. Abends miteinander auf dem Sofa kuscheln. Jeden Tag ein gut gefüllter Napf und hin und wieder ein Leckerli. Wahrscheinlich würde er für Letzteres mit Begeisterung neue Kommandos lernen, stubenrein werden und seine(n) Menschen mit diesem besonderen Blick ansehen, den nur Hunde schenken können, die trotz allem nie aufgehört haben zu vertrauen.
Wenn Sie sich vorstellen können, Arelio auf diesem Weg zu begleiten, dann brauchen Sie besonders am Anfang viel Zeit, Geduld und Verständnis für einen Hund mit traurigem Vorleben - vor allem aber Liebe und immer wieder Liebe.
Arelio und Alenya sind seit dem 12. Juni 2026 in einem der schrecklichsten uns bekannten Hundegefängnisse eingesperrt. Ob das Canile für die beiden eine weitere Verschlechterung ihrer ohnehin schon katastrophalen Lebensumstände bedeutet oder trotz allem sogar eine geringfügige Verbesserung gegenüber ihrem früheren Leben, vermögen wir nicht zu beurteilen. Der Gedanke allein erschüttert.

Letztlich ist jedoch nur eines entscheidend: Arelio und Alenya sollen dieses Hundegefängnis so schnell wie möglich wieder verlassen dürfen, um endlich ein echtes Zuhause zu finden – diesmal eines für immer.
Die beiden müssen dabei nicht unbedingt gemeinsam vermittelt werden. Da Arelio allerdings vermutlich sein ganzes Leben mit Alenya zusammen war und die Gesellschaft anderer Hunde kennt, würde ihm ein freundlicher, souveräner Ersthund den Start in sein neues Leben sicher erleichtern; das ist aber keinesfalls ein Muss.
Und nun die alles entscheidende Frage: Möchten und können Sie dem netten Arelio endlich das schenken, wonach er sich wohl sein ganzes Leben gesehnt hat – ein richtiges Zuhause?
Dann zögern Sie bitte nicht und melden Sie sich bei seiner Vermittlerin. Vielleicht beginnt genau mit Ihrem Anruf für diesen liebenswerten, kleinen Strubbel das glückliche Dasein, das er schon so lange verdient.
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
per EMail:
Lebenslichter 27.07.2026, 14.00 | (0/0) Kommentare | PL

Hündin
ca. 2011 geboren und
ca. 50-55 cm groß
Arme, liebe Hundeomi, die fast ihr ganzes
Leben im Öffentlichen Shelter Targu-Jiu einsitzt, sucht pfotenringend ein
liebes Zuhause!
Hallo – bitte, sieht mich jemand? Oder bin ich für Euch unsichtbar? Wann darf ich endlich diesen grauenvollen Ort verlassen?
Ich bin ein altes, ausgesprochen liebes,
aber sehr scheues Hundemädchen und sitze schon fast mein Leben lang in der
Hölle von von Targu-Jiu.
Könnt Ihr Euch das vorstellen:
Fast 10 JAHRE lang vegetiere ich hier auf
wenigen Quadratmetern. Unter mir nur kalter, ewig nasser Beton und ringsherum
nichts als Gitterstäbe, Lärm, Schmutz, Gestank, Angst. Niemals komme ich an die frische Luft, ich sehe
kein Sonnenlicht und spüre kein Gras unter meinen Pfoten.
Tagein, tagaus ertrage ich die Monotonie, den Hunger, die Beißereien und frage mich, ob mein Leben überhaupt noch einen Sinn hat.
Was habe ich nur verbrochen oder falsch gemacht, um so ein Dasein zu verdienen? Warum will mich niemand haben? Bin ich vielleicht nicht hübsch genug? Zu groß, zu alt, zu schüchtern...zu langweilig?
Woran mag es nur liegen?
Es ist wahr, über all die schrecklichen Jahre hinweg bin ich sehr vorsichtig und zurückhaltend geworden. Ich brauche besondere Menschen, die viel Geduld mit mir haben und mir helfen, meine Ängste zu überwinden damit ich wieder lerne zu vertrauen. Aber ich bin trotzdem ein gutes Mädchen, das eine Chance verdient!

Ich kann kaum noch. Von Tag zu Tag werde
ich schwächer und vermag mich gegen die jüngeren, kräftigeren Hunde in meinem
Zwinger nicht mehr durchzusetzen. Ich bekomme kaum noch Futter ab verfalle von
Tag zu Tag mehr.
So gern möchte ich, bevor ich sterbe, noch erfahren,
wie es ist, ein eigenes ZUHAUSE zu haben, in einem weichen Körbchen zu schlafen,
einmal richtig satt, beschützt und geliebt zu werden.
Gibt es irgendwo gutherzige Menschen, die sich meiner erbarmen möchten? Für den Rest meiner Tage werde ich es Anhänglichkeit und unverbrüchlicher Treue danken!

Wenn vielleicht gerade DU der Mensch für
mich bist, dann melde dich bitte schnell bei:
Nadine Decker
Bianca Raabe
oder
Andrea Sbrisny
Deine/Eure alte, einsame Maus!

Lebenslichter 14.01.2024, 15.58 | (0/0) Kommentare | PL

SIMKA
Hündin, geb. 2009
60 cm Schulterhöhe
kastriert, geimpft, gechipt
"Ich habe den Tod gesehen, aber ich will noch nicht sterben."
Simka hat dem Tod ins Auge geblickt. Sie musste mitansehen, wie ihr jahrelanger Zwingergefährte Ugolek von einer anderen Hündin totgebissen wurde. Als die Betreuerin ihn leblos auffand, kauerte Simka ängstlich und zitternd in der Zwingerecke.
Die Geschichte von Zimka ist ebenso traurig wie schnell erzählt. Im Jahr 2009 kam sie als gerade neugeborener Welpe gemeinsam mit ihrer Mutter Roza ins riesige Shelter Kozhuhovo bei Moskau. Dieses gigantische Hundegefängnis mit über 3000 Insassen blieb von da an ihr Zuhause.

Sie kennt weiter nichts von der Welt als Lärm, Stress, Hitze, Kälte, Hunger und Angst. Zimka weiß nicht, wie es sich anfühlt, in Ruhe und ohne Furcht tief und fest zu schlafen.
Sie kennt nur fortwährendes Hundegebell
von mehreren tausend verzweifelten Seelen. Auch traut sie sich nicht in den
Auslaufbereich, in dem die Hunde einmal die Woche spielen und toben dürfen. So
bleibt ihr nur ihr Zwinger und der Gang vor ihrer Zwingerreihe und selbst hier
ist sie ständig auf der Hut.
Als ihre Mutter Roza das Shelter in
Richtung Deutschland verlassen durfte, ließ sie ihre Tochter vollkommen
verängstigt zurück. Roza war in all den Jahren ihr einziger Halt. Nach Rozas
Auszug musste Simka mehrmals den Zwinger wechseln, da sie sich nicht zu wehren
wusste und immer wieder Opfer von Mobbing und Beißattacken wurde.
Zwar wurden ihre Verletzungen
jedesmal behandelt, aber sobald diese verheilt waren, musste sie von der Krankenstation
zurückkehren in den Zwingerbereich. Schließlich fand sie an Ugolek einen neuen
Halt. Nun hat sie auch noch diesen ihren einzigen Freund verloren.

Über alldem ist Simka eine alte
Hündin geworden. Ihre Betreuerin beschreibt sie als äußerst lieb, aber auch
sehr schüchtern. Von ihr hat Simka gelernt, an der Leine zu laufen und ihr
vertraut sie. Bei fremden Menschen hingegen gibt sie sich zurückhaltend und
braucht einfach Zeit.
Von ganzem Herzen wünschen wir uns
für Simka, dass sie den Schrecken und die Trostlosigkeit des Shelters noch
einmal hinter sich lassen darf. Wunderbar wäre ein Leben in einer ruhigen
Familie, in der man ihr die Zeit zugesteht, die sie benötigt, um anzukommen und
Vertrauen zu fassen. Schön wäre Ein Zuhause auf dem Land oder ein eingezäunter
Garten, der ihr die Sicherheit gibt, in Ruhe all das zu lernen, was sie noch
nicht kennt – nicht kennen kann -, wären optimal.
Möchten Sie gern der zauberhaften Zikma zum Ende ihres Lebens hin die Sonnenseite des Lebens zeigen und ihrem Dasein einen versöhnlichen Ausklang bereiten? Dann bitte melden Sie sich bei uns!

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Für Simka suchen wir ein endgültiges Zuhause.
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.worringer@procanes.org
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos
Simka beim Gassigehen:
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos
(Ulrike Worringer)
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Lebenslichter 13.01.2024, 15.38 | (0/0) Kommentare | PL