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Tag: sind

Mit allen Beinen fest in der Luft... Chernos


CHERNOS

Rüde

 geb. 2012

65-68 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

 

Noch ist es nur ein Traum - aber irgendwo da draußen wartest du bestimmt auf mich.

Im Herbst 2018 kommt Chernos in das große Moskauer Shelter Kozhuhovo: eingeliefert von Hundefängern, ein großer, stattlicher Rüde, vollkommen abgemagert und mit einem in der Luft hängenden Bein.

Möglicherweise hat ihm die Ankunft im Shelter das Leben gerettet. Schnell kümmern sich die Betreuer um ihn und Chernos, der wohl schlimme Schmerzen erdulden musste, wird operiert: die Ärzte entfernen den Kopf des Oberschenkelknochens, damit Chernos wieder schmerzfrei auf allen vier Beinen laufen kann. 


Die vor der Operation gemachten Röntgenaufnahmen lassen dunkel erahnen, was in Chernos´ früherem Leben vorgefallen sein könnte. An seinem Hüftknochen befindet sich ein Metallimplantat, was darauf hinweist, dass er einmal zu jemandem gehörte.  Leider sind auf den Aufnahmen auch Pistolenkugeln in Chernos´ Körper zu sehen. Durchaus keine Seltenheit bei russischen Straßenhunden, wie wir wissen.

Chernos brauchte längere Zeit, bis er nach der Operation wieder beide Hinterläufe ohne Schmerzen belasten konnte. Heute merkt man ihm beim Laufen aber nichts mehr an. 


Der große, hübsche Hundemann ist ein absolut freundlicher Kerl, der noch nie in einen Streit mit seinen Artgenossen verwickelt war. Im großen Auslauf, ebenso wie in seinem beengten Zwinger, kommt er mit allen gut aus. Am meisten freut er sich jedoch auf seine Betreuer, ihnen vertraut er – denn sie geben ihm uns seinen Mitgefangenen einmal in der Woche für eine kurze Zeit, was jeder Hund nach Möglichkeit täglich bekommn sollte: viel Zuwendung, Aufmerksamkeit und Liebe.

Chernos geht bereits wunderbar gut an der Leine. Auch das Autofahren mit ihm geht völlig problemlos, er hat es während der vielen Arzt- und Klinikbesuche gelernt. 


Die Betreuer kümmern sich aufopfernd um ihre Schützlinge Hunde im Shelter. Sie geben buchstäblich ihr letztes Hemd für die Hunde. Tierarztbesuche und Operationen bezahlen sie meist aus eigener Tasche; was fehlt, wird durch Spenden finanziert. Der Shelterleitung ist das Wohl und Wehe der Tiere vollkommen egal, sie interessiert nur das Geld vom Staat. Um die Gewinnspanne möglichst hoch zu halten, wird oft sogar am Nötigsten (Futter, Säuberung der Zwinger) gespart.

Die Freiwilligen haben Chernos geholfen, wieder gesund zu werden; ein Zuhause konnten sie für den liebenswerten Hundebuben bis heute leider nicht finden. 


Chernos ist nicht mehr jung, aber er gehört doch noch nicht zum alten Eisen. Nur allzu gern möchte zu einem Menschen, einer Familie gehören und alles lernen, was es für ein richtigen Hund zu  wissen gibt.  Inzwischen verbringt er schon drei lange Jahre hinter hässlich-grünen Gittern in Gefangenschaft, Langeweile und Einsamkeit. Er sollte sein Leben dort nicht eines Tages vergessen und unbeweint beschließen, wenn es irgendwie geht.

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Für Chernos suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.

Hier einige Videos zum besseren Kennenlernen von Chernos:






Vermittlerkontakt/Fragen:

 Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.worringer@procanes.org

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 20.06.2024, 20.16 | (0/0) Kommentare | PL

Schenk´ mir doch ein kleines bisschen Liebe! Juris


JURIS

Rüde

geb. 2012

50 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

ungewöhnlich breiter Stand der Vorderläufe

warmes Plätzchen für immer gesucht

 

Schenke mir Zeit und Liebe, dann gehöre ich Dir für immer!

Auf seinem schmalen Rücken trägt Juris die schwere Last vieler verlorener Jahre. Wann genau er ins Shelter Kozhuhovo kam, können die Freiwilligen nicht sagen, denn lange führte der nette, unauffällige Rüde in der grauen Masse von über 3.000 Hunden ein Schattendasein. Irgendwann bemerkte eine Betreuerin die ausgeprägte X-Stellung von Juris´ Vorderläufen. Diese lässt darauf schließen, dass der Hundemann bereits seit dem frühesten Welpenalter im Shelter lebt, denn die Fehlstellung seiner Beinchen kann durchaus eine Folge von Mangelernährung und  Bewegungsarmut sein. Eine Sonderbehandlung für Welpen gibt es in dem riesigen Hundegefängnis nicht; auch die Allerkleinsten müssen mit dem vorliebnehmen, was gerade da ist. Ein denkbar schlechter Start ins Hundeleben! 


Lange, einsame und eintönige Jahre sind ins Land gegangen. Juris gehört nun zu den Senioren; und wenn nicht bald etwas Wunderbares geschieht, wird er sein Dasein hier auf Erden eines Tages mutterseelenallein in seinem kahlen Zwinger beschließen. Dabei hat der freundliche Rüde einen ganz feinen Charakter. Er hängt abgöttisch an seiner Betreuerin und überschüttet sie mit Zärtlichkeiten, wenn sie kommt, um ihn einmal in der Woche für ein paar glückliche Minuten aus seinem engen Zwingerloch zu befreien. Der trotz allem noch immer freundliche Juris liebt es gestreichelt zu werden, ist aber gleichzeitig auch ein bisschen scheu. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste – das hat ihn das harte Shelterleben gelehrt, denn die Arbeiter, die dort saubermachen und die Hunde füttern, sind – von seltenen Ausnahmen abgesehen – leider nicht besonders tierlieb. 


Wie leider so viele andere Hunde im Shelter ist Juris entschieden zu dünn. Das Futter wird von Mal zu Mal schlechter, weil der Shelterbetreiber sine Gewinnspanne erhöhen möchte. Bei besserer Ernährung in einem liebevollen Zuhause ohne Stress und Lärm wird er jedoch sicher aufblühen und sich zu einem richtigen Prachtkerl mausern.

Juris hat gelernt, an der Leine zu laufen und geht gern spazieren. Die Fehlstellung seiner Vorderbeine bereitet ihm dabei, wie auch sonst, keinerlei Probleme.


Möchten Sie für den tapferen Juris gern ein Wunder wahr werden lassen und ihm zu einem sicheren Stand im Leben verhelfen? Dann freuen wir uns darauf, von Ihnen zu hören. Vielen, lieben Dank!

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Blick aus seiner Holzhütte im Shelter:


Ein liebebedürftiger Juris umarmt seine Betreuerin:


Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

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Lebenslichter 04.05.2024, 19.55 | (0/0) Kommentare | PL

Ein Wunder, bitte ein Wunder! Gerda


GERDA

Hündin

geb. 2010

50 - 55cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

anhänglich, unaufdringlich und ruhig im Wesen

hat Menschen sehr gern Menschen

verträgt sich bestens mit ihren Artgenossen

läuft brav an der Leine

!mag Katzen!

sehnt sich nach Liebe und Geborgenheit für den Rest ihres Lebens

 Lass uns noch ein Stück des Weges gemeinsam gehen!

Für dich wird es das allerletzte Stückchen deines Lebensweges sein, wenn das Wunder wahr wird und es uns gelingt, deine(n) Menschen zu finden. Seit du ein winziger Welpe warst, musstest du hinter Mauern und Gitterstäben dein einsames Dasein fristen. Inzwischen sind das unfassbar lange dreizehn Jahre; da kann wirklich nur noch ein Wunder helfen, denn Zeit zu verlieren bleibt dir keine mehr.

Dabei bist du so ein liebes Hundemädchen. Die freiwilligen Betreuer sind immer wieder verzaubert von deinem sanften Wesen und deinen wunderschönen Augen. In deinem Blick liegen oft große Wehmut und Traurigkeit; aber wenn die Ehrenamtlichen kommen und dir etwas von ihrer so knapp bemessenen Zeit widmen, dann leuchtest du von innen heraus voller Hoffnung und Lebenswillen.


Gerdochka nennen sie dich zärtlich. Bei den kurzen Spaziergängen auf dem Sheltergelände läufst du ohne Ziehen und Zerren an der Leine neben ihnen, begrüßt freundschaftlich deine Schicksalsgefährten – und manchmal wirst du ganz mutig. Dann stupst du die Hand deiner Betreuerin kurz mit deiner Schnauze an und bittest so um eine kleine Streicheleinheit.

Wir fragen uns, wie es sein kann, dass du dein Leben unbeachtet und ungesehen als eine von Tausenden im Zwinger zubringen mussst. Aber vermutlich liegt es genau daran: Du bist nur eine von unzählig vielen, dazu leise und unaufdringlich – und zu allem Unglück obendrein schwarz. Diese Fellfarbe ist selbst in unserem aufgeklärten Zeitalter noch immer mit allerhand Aberglauben behaftet und flößt vielen Menschen Angst ein.


Nach dem Umzug in das schreckliche neue Hundeasyl Malinki sind die Bedingungen für euch noch schwerer und entbehrungsreicher geworden. Mich quält der Gedanke, dass du du den Rest deiner Tage in einem engen Zwinger auf hartem Betonboden, jedem Wind und Wetter schutzlos ausgesetzt, bei schlechtestem, knapp bemessenem und meistens ohne frisches Trinkwasser absitzen sollst.

Was du nun mit unserer Hilfe suchst, sind Menschen mit viel Herz, welche dein fortgeschrittenes Alter nicht schreckt, und die sich nichst Schöneres vorstellen können, als einer alten Hundedame beim Aufblühen im eigenen Zuhause zuzusehen. Gern darf ein netter Ersthund dort auf dich warten, weil du dich wirklich mit allen und jedem verträgst.

Natürlich wir die gemeinsame Zeit begrenzt sein.  Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, einen Hund gehen zu lassen, wenn man sich gerade aneinander gewöhnt hat. Dreimal haben wir das erlebt: Unser Karlchen war 13, Schnuppe und Julchen waren beide 14, als sie zu uns kamen und alle drei waren sie sterbenskrank. Trotzdem waren sie fröhlich, dankbar und lieb. Karlchen blieben noch acht Monate, Julchen und Schnuppe hatten neun Monate bei uns. Auch wenn mit jedem Abschied unsere Herzen ein bisschen kleiner werden, weil immer ein Stück davon mitgeht, möchten wir kein einziges unserer Fellkinder missen und würden es immer wieder ganz genauso tun. 


Vielleicht möchten Sie auch diese wunderbare Erfahrung machen und der sanften, anhänglichen Gerda einen liebevollen Lebensabend schenken? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Hier einige Videos von Gerda, noch im Shelter Kozhuhovo, Moskau:

Gerda beim Streicheln und der Futtersuche:

 Gerda beim Gassigehen im hohen Schnee:


Gerda im Auslaufbereich vor den Zwingern:


Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de

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Lebenslichter 18.04.2024, 20.18 | (0/0) Kommentare | PL

Nuts hat´s!


NUTS

geb. 2008

kastriert, geimpft und gechipt

Zwingernummer: D 55

Du bist ein so genanntes Fundtier, lieber NUTS. Das heißt, Du wurdest entweder auf der Straße irgendwo in Moskau geboren, oder man hat sich Deiner kurzerhand entledigt, weil man Dich nicht mehr haben wollte. Für uns unbegreiflich, denn wir durften Dich selbst kennenlernen und haben Dich als freundlichen, sanften Hundemann erlebt, als einen von den Hunden, die jede noch so kleine menschliche Zuwendung gleich doppelt und dreifach genießen. Deine Freude ist immer riesig, wenn Du ein-, mit viel Glück auch zweimal in der Woche Dein enges Gefängnis verlassen und Dir im Freilauf für ein paar Minuten die Beine vertreten darfst. Aber die Streicheleinheiten von den freiwilligen Betreuern sind doch stets das Größte für Dich.


Es gab eine Zeit, da warst Du sehr krank. Deine Nieren und die Leber waren nicht in Ordnung. Auch wogst Du zuviel; außer von morgens bis abends Fressen gibt es im Shelter ja nichts, womit Ihr armen Seelen die gähnende Langeweile und die ewige Einsamkeit betäuben könntet. Und da das grauenvolle Futter zwar den Magen füllt, aber trotzdem nie richtig sättigt und leider wegen der schlechten Zutaten dick macht, wurdest Du zum Moppelchen.

Daher musstest Du für viele Monate in einen Isolationszwinger auf der Krankenstation übersiedeln, weil sich im Sektor selbst niemand richtig um Dich hätte kümmern können und wollen. Die Betreuer haben Deine Medikamente und das spezielle Diätfutter aus ihrer eigenen Tasche bezahlt und mit viel Liebe und Fürsorge erreicht, dass Du heute wieder völlig gesund bist. Deine Blutwerte liegen alle im Normbereich und zudem hast Du ordentlich abgespeckt.


Krankenstation – das bedeutete für Dich aber ein Mehr an Einsamkeit, denn die Zwinger dort sind noch um einiges kleiner. Außerdem sind sie bis zur halben Höhe vergittert, und wer wenigstens ab und zu einen Blick auf die Welt „da draußen“ erhaschen will, muss sich auf die Hinterbeine stellen. Was für ein Hundeleben…

Auf Deinem Eingangsblatt im Shelter steht geschrieben, dass Du bereits seit 2009 dort lebst. Du kamst also als blutjunger Hund dorthin und lebst nun schon seit unfassbaren 11 Jahren hinter den halb verrosteten Gittern. 11 endlose, bitterkalte Winter und beinahe ebenso viele brütend heiße Sommer im winzigen Außenzwinger, der paraktisch keinerlei Schutz bietet, wenn man von der lächerlich kleinen Holzhütte einmal absieht, die Du Dir auch noch mit zwei oder drei Leidensgefährten teilen musst. Trotz all der Widrigkeiten hast Du Dir Dein freundliches, fast heiteres, liebenswürdiges Wesen bewahrt. Du gehst brav an der Leine, verträgst Dich mit Deinen Artgenossen und bist ein Hund, wie man ihn sich wünscht.

Dass Du trotzdem in all den Jahren nie die Chance auf ein eigenes, schönes Zuhause bekommen hast, liegt schlicht daran, dass Du – rein äußerlich betrachtet – nichts Besonderes bist. Du bist nur einer von rund 3000 Hunden in diesem Sheltermoloch und siehst aus wie viele Deiner Schicksalsgenossen. So wurdest Du einfach übersehen, da Du Deine charakterlichen Vorzüge leider nicht für jeden sichtbar außen trägst.

Vor zwei Monaten passiert, was irgendwann passieren musste: Da bringen die Sheltertierärtze in Deinem Zwinger zwei junge Hunde unter. Du hast keine Chance gegen die beiden neuen. Sie drangsalieren und attackieren Dich. Schwer verletzt, mit Bisswunden im Nacken, wirst Du gefunden und operiert. Wie durch ein Wunder überlebst Du – nur wofür?

Deine äußeren Wunden, sie heilen. Die inneren, die heilen nicht. Sei der Attacke bist Du ein anderer geworden. Nach Deiner Genesung setzt man Dich zwar zu netten Artgenossen, die Dich in Ruhe lassen; aber Du bist müde, bewegst Dich noch weniger als zuvor. Der extrem heiße russische Sommer und das Zuviel an Gewicht auf Deinen Rippen tun ihr Übriges. Du bist müde, gezeichnet, möchtest am liebsten nur noch schlafen und gibst Dich auf. Dabei bist Du so ein netter, freundlicher und anhänglicher Hund, der die Menschen trotz allem liebt.


Niemand kann vorhersagen, wieviel Zeit zu leben Dir noch bleibt und natürlich hast Du das eine oder andere altersbedingte Zipperlein. Die fehlende Bewegung und das grottenschlechte Futter über fast Dein ganzes Leben hinweg fordern ihren Tribut. Gerade darum hast Du es mehr als verdient, endlich doch noch die schönen Seiten des Hundelebens kennenzulernen: Gutes Futter, ein warmes Körbchen, in welchem Du Deine müden, alten Knochen zur Ruhe betten kannst, wohldosierte Bewegung, das Gefühl von weichem Gras unter Deinen Pfoten und natürlich vor allem ganz viel Liebe, damit Du nicht irgendwann in einem trostlosen Zwinger einsam und unbeweint auf Deine letzte Reise gehen musst.



Vielleicht sind Sie ja der Mensch oder die Familie mit einem großen Herzen für Hundesenioren wie Nuts? Er wird Sie mit seiner Treue und Dankbarkeit, reichlich belohnen!

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)

Lebenslichter 17.04.2024, 19.53 | (0/0) Kommentare | PL

Mein Zuhause ist meine Burg! Martha


MARTHA

 Hündin

geb. 2015

65 cm Schulterhöhe

kastriert, geimpft, gechipt

liebevoll und entspannt gegenüber Menschen

ruhig und gut verträglich im Umgang mit Artgenossen

Zuhause und Herz für immer gesucht!

Martha – die Königliche – aber Du brauchst keinen Palast, nur ein Zuhause!

"Wie wird es sein, wenn ich das erste Mal weiches Gras unter meinen Pfoten spüre, liebevolle Hände über mein Fell streichen, vor mir ein voller Napf mit gutem Futter steht, nur für mich allein, und ich mich nach einem herrlichen Tag müde und glücklich in mein eigenes Körbchen lege? Wie wird es sein, wenn ich meine Menschen finde und mich endlich geliebt fühlen darf?"

Du weißt nicht, wie das sein wird. Gu kennst dieses Glück nicht, dennbis heute warst Du noch nie einem Menschen wirklich wichtig.


Leider sitzt Du große, wunderschöne und überaus freundliche Hündin noch immer als eine von mehreren Tausend im riesigen Hundeshelter Koszhuhovo in Moskau. Mit Deinem Bruder Filya und einem weiteren Schicksalsgefährten teilst Du Dir einen wenige Quadratmeter messenden Zwinger - verlassen und ohne Liebe in einem scheinbar bedeutungslosen Leben.

Deine Betreuerin sagt, Du wirkst wie eine Königin, wenn Du ruhig und unerschütterlich mit majestätischen Bewegungen daher schreitest, stattlich und beeindruckend. Doch hinter der strahlenden Fassade verbirgt sich Dein trauriges, die Menschen über alles liebendes Hundeherz.

Sehnsüchtig warest Du auf diesen kurzen Moment, wenn die ehrenamtlichen Betreuer ins Shelter kommen. Dann endlich öffnet sich die Zwingertür und jemand schenkt Dir ein wenig Zuwendung und Aufmerksamkeit. Am liebsten hältst Du Dich im Freilauf etwas abseits vom allgemeinen Trubel betrachtest ruhig alles, was um Dich herum geschieht. 


Manchmal bleibt sogar ein bisschen Zeit zum Gassigehen in den endlosen, kahlen Gängen des riesengroßen Hundeasyls. Dabei läufst Du brav und gehorsam an der Leine. Aber das Allerwichtigste sind für Dich die Streicheleinheiten vonDeiner Betreuerin, die Du sichtlich genießt, ohne Dich jemals aufzudrängen.

Dir läuft, wie all Deinen Leidensgenossen, allmählich die Zeit davon, denn der Shelterumzug soll schon in diesem Herbst vonstatten gehen – irgendwohin ins Niemandsland, weit weg vor den Toren von Moskau. Die nächste Bushaltestelle befindet sich 4 km entfernt, der Bus verkehrt dort nur zweimal am Tag. Es wird sehr mühevoll für die Betreuer, sich weiterhin regelmäßig um Euch, ihre Schützlinge, zu kümmern; und für euch Hunde wird das Leben noch viel beschwerlicher werden. Dann scheint es fast aussichtslos, für Euch noch ein schönes Zuhause zu finden. Aber es gibt einen wunderbaren Ausspruch von einem bedeutenden Philosophen: "Hoffnung ist der leuchtende Regenbogen über dem jäh herabstürzenden Wasserfall des Lebens."


Daran wollen wir uns halten und kämpfen weiter für jeden Einzelnen von euch; denn schließlich kannst Du und könnt Ihr alle am wenigsten für den Krieg und das Leid, welches wir Menschen über unseresgleichen und unsere Mitgeschöpfe bringen.

Möchten Sie der liebenswerten Martha, dieser zauberhaften Hündin im besten Alter, die so viel zu geben hat, ein Zuhause in schenken, damit sie nicht irgendwann einsam und vergessen ihr irdisches Leben beschließen muss? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Martha im Auslauf:


Martha geht im Shelterbereich Gassi:


Martha im Auslauf mit ihren Geschwistern Filya und Pljusha:


Martha mit ihrem Bruder Filya:


Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

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Lebenslichter 21.01.2024, 10.22 | (0/0) Kommentare | PL

War´s das? Mishuta


Seit 10 langen Jahren ist Mishuta im Shelter. Dort ist er alt geworden - ohne jemals gelebt zu haben. Seine Zwingernachbarn aus dem Jahr 2011 sind schon lange nicht mehr da. Fast alle haben ein Zuhause gefunden.

Lange Jahre voller Entbehrungen und Einsamkeit liegen hinter ihm, doch aufgegeben hat Misuhta in dieser Zeit nie. Tapfer hat er die Zeit ertragen, auch wenn es bestimmt nicht einfach war. Viele heiße Sommer und viele eiskalte Winter hat er fast ausschließlich auf 3 qm zugebracht. Seine Betreuer, die er 1x in der Woche sieht, sind wohl das Einzige, worüber er sich je gefreut hat.

Seine Augen sind mittlerweile müde und strahlen eine Traurigkeit aus – fast so, als wüsste er, dass er das Shelter wohl niemals mehr verlassen wird.


Soll das sein ganzes Leben gewesen sein?

Mishuta ist ein bescheidener und zurückhaltender Rüde. Obwohl die Streicheleinheiten sehr beschränkt sind, wartet er in 2. Reihe darauf, dass eine Hand auch ihn erreicht. Er geht jedem Streit mit anderen Hunden aus dem Weg und schaut ihnen lieber aus einiger Entfernung zu.

Bei Fremden ist Mishuta am Anfang vorsichtig – wer will es ihm verdenken, hat er doch so gut wie keinen Kontakt, kennt er doch nichts außer eine Welt hinter Gitterstäben.

Seine Chancen noch einmal ein eigenes Zuhause zu finden, stehen nicht sonderlich gut – er ist nur einer von 3.000 Hunden und dazu noch alt und schwarz.

Doch wir hoffen darauf, dass wir hier für Mishuta ein Zuhause finden. Er soll nicht seine restliche Zeit eingesperrt warten müssen, um dann irgendwann den letzten Weg allein zu gehen.

Unser Wunsch für Mishuta ist eine liebe, ruhige Familie, die ihm die Chance seines Lebens ermöglicht. Menschen, die ihn mit Geduld und Verständnis in eine ihm unbekannte Welt führen, die ihn in Ruhe ankommen lassen und sein Leben so schön wie möglich machen.

Mishuta ist geimpft, gechipt und kastriert. Wir wissen, dass es nicht einfach wird, Menschen für einen alten, schwarzen Hund zu finden. Jedoch ist es die einzige Chance, die Mishuta hat.

Bei ernsthaftem Interesse freuen sich Mishutas Vermittlerinnen auf eine Nachricht.

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Lebenslichter 19.01.2024, 15.32 | (0/0) Kommentare | PL

Im gleichen Herzenstakt mit: Betti



"LEBEN OHNE HUND
IST WIE TANZEN OHNE MUSIK."

Betti und Katie - die ungleichen Schwestern. Mögen sie sich äußerlich auch sehr  ähneln, so sind sie in ihrem Wesen doch recht verschieden.

Betti kam im Jahr 2016 als kleiner, unschuldiger Welpe ins Shelter Koszhuhovo. Seitdem fristet sie dort ein trostloses Dasein. Eingesperrt hinter verrosteten Gittern in einem engen, ungemütlichen Zwinger, den sie sich mit ihren Geschwistern Ketti (Katie) und Smile teilt. Versorgt nur mit dem Allernotwendigsten und oft nicht einmal das. In Wintern wie dem letztjährigen, wo die Gänge des Shelters fast haushoch zugeschneit und nicht begehbar sind, gibt es manchmal tagelang kein Futter und die Hunde müssen Schnee fressen, um ihren Durst zu löschen.




Dennoch hat sich die bildhübsche Betti, die ihre Schäferhundvorfahren nicht verleugnen kann, bis heute ihre heitere, unkomplizierte Art bewahrt. Im Gegensatz zu der sanften, eher schüchternen und zurückhaltenden Katie wird Betti von den Betreuern als lebhaft, gesellig und aktiv beschrieben. Wenn die Freiwilligen einmal pro Woche ihre Schützlinge besuchen dürfen, um ihnen ein klein wenig Abwechslung zu verschaffen, liebt es Betti zu rennen, zu toben und fordert ihre Artgenossen gern zu allerlei Spielen auf. Dabei zeigt sie keine Spur von Aggression, sie ist umgänglich und aufgeschlossen gegenüber jedermann.



Wäre Bettis Leben ein Tanz, würde es wohl eine temperamentvolle Salsa oder eine ausgelassene Polka sein – anstelle des traurigen Blues, der bis heute ihren Tagesablauf bestimmt.




Bei allem jugendlichen Überschwang hat Betti auch eine anschmiegsame, liebebedürftige Seite. Sie zeigt sich anhänglich und sucht gern die Gesellschaft der Betreuer. Sie genießt die seltenen, viel zu kurzen Momente der Nähe und die wenigen, kostbaren Streicheleinheiten. Dann schiebt den Betreuern zum Dank ihre Schnauze in die Hand und verteilt auch gern das eine oder andere feuchte Küsschen. Daher wäre Betti eine wundervolle Begleiterin für ausgedehnte Spaziergänge und sportliche Unternehmungen, ebenso wie für gemütliche, kuschelige Abende zuhause auf dem Sofa vor dem Fernseher.




Es ist der dritte Anlauf, den ich für Betti nehme. Immer noch will ich nicht aufgeben und hoffe auch für sie auf ein Zuhause.

Im letzten Transport durfte ihre Schwester Katie endlich reisen; das sind Momente, in denen mein Herz vor Freude hüpft und vor Traurigkeit weint.

Wir sind immer ganz nahe dabei, wir sehen Bilder und Videos, wie die Hunde in den Transporter steigen. Wir freuen uns. Alle freuen sich. Endlich dürfen wieder Hunde reisen! Aber niemand sieht die Hunde, die zurückbleiben müssen.




Katie hat ihre beiden Geschwister Smile und Betti zurückgelassen. Jahrelang haben die Drei jede Minute im gleichen Zwinger verbracht, gemeinsam gefroren und geschwitzt, gemeinsam gehungert und gewartet - darauf, dass sich ihr Leben irgendwann zum Besseren wendet.

Ich habe das Gefühl, als Tierschützerin und Vermittlerin versagt zu haben, denn ich habe kein Zuhause gefunden für die beiden, die nun in Moskau zurückbleiben.




Noch  ist Betti munter und fröhlich. Aber mit jedem Tag, den sie vergeblich warten muss, gewinnen Hoffnungslosigkeit und Resignation mehr und mehr die Oberhand und die Gefahr wird größer, dass sie einer der vielen Hunde sein wird, die im Shelter alt werden und irgendwann einsam ihre letzte Reise antreten müssen. Ungeliebt und in der traurigen Gewissheit, ein völlig sinnloses Leben gelebt zu haben.



Möchten Sie das verhindern? Möchten Sie dieser Traumhündin zeigen, was Freiheit bedeutet? Wie grüne Wiesen und blühende Blumen aussehen, wie sich weiches Gras unter den Pfoten anfühlt? Wie selig man in einem weichen Bettchen schläft, wie herrlich gutes Futter und frisches Wasser schmecken? Und vor allem wie es ist, von Menschen geliebt zu werden?




BETTI wartet im Sektor C, Zwingernr. 51.

Hündin,  geb. 2016,  ca. 55 cm

keine Krankheiten bekannt, kastriert

verspielt, verträglich mit Artgenossen

sehr freundlich und liebevoll zu Menschen, läuft gut an der Leine

noch im Shelter in Russland, Katzenverträglichkeit kann nicht zuverlässig getestet werden

endgültiges Zuhause gesucht

Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail:Ulrike.worringer@procanes.org


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Lebenslichter 17.01.2024, 18.57 | (0/0) Kommentare | PL

Ein Sonnenstrahl für: Saffron


...und manchmal hat das Leben wohl nichts mehr zu geben

Saffron haben wir im Januar 2019 mit dem unten stehenden Text vorgestellt. Seitdem sind wieder drei Jahre vergangen, ohne dass Saffron auch nur einmal gesehen wurde.

Saffron kam 2014 mit anderen Welpen ins russische Shelter "Kozhuhovo". Er hatte noch sein ganzes Leben vor sich, hätte bei einer lieben Familie leben und einfach nur glücklich sein sollen. Doch manchmal hält das Schicksal eine andere Geschichte bereit.

Saffron lebt nun bereits seit vier Jahren an diesem trostlosen Ort. Traurig und gelangweilt sitzt er in seinem kleinen Außenzwinger hinter Gitterstäben.

Ein einziger Lichtblick sind seine Betreuer, die einmal die Woche kommen. Saffron darf dann zusammen mit seinen Artgenossen in den Auslauf. Er freut sich jedes Mal so sehr. Wenn er seine Betreuer schon von weiten sieht, weiß er, endlich darf er seinen Zwinger verlassen, wenn auch nur für kurze Zeit. Eine Stunde, einmal die Woche…

Saffron ist sehr menschenbezogen, verspielt und fröhlich. Er liebt es, mit den anderen Hunden im Auslauf zu spielen. Seine Zwingernachbarn und er toben die ganze Zeit und vergeuden keine einzige Minute. Seine Betreuer beschreiben ihn als neugierig und zärtlich und er erobert alle mit seiner tollen Art. Gerne gibt er Pfötchen und kann gut an der Leine laufen.


Einmal nahm Saffron an einer Tierschutzveranstaltung teil und durfte sogar eine Nacht bei seiner Betreuerin bleiben. Er badete vergnügt, fuhr im Auto mit und schlief schön im Flur auf einer Matte. Allerdings machten ihm laute Geräusche auf der Straße ein wenig Angst.

Bei der Veranstaltung hatte Saffron leider kein Glück, so sehr sich seine Betreuer auch für ihn bemühten. Sie konnten kein Zuhause für ihn finden. Saffron verstand die Welt nicht mehr, als er wieder in seinen Zwinger zurück musste.

Daher hoffen wir, nun ein Zuhause für Saffron zu finden. Wir hoffen, dass irgendwo da draußen in Deutschland dieser eine Mensch ist, der sich in Saffron verliebt; der ihm viel Liebe und Zuneigung sowie ein warmes Körbchen schenkt. Wir wünschen uns, dass wir seine Menschen finden, die ihm zeigen, was es heißt, Teil einer Familie zu sein.

Saffron ist ein bildhübscher und schlauer Hund, aber in Russland hat er leider keine Chance, ein Zuhause zu finden. Noch nie hat sich jemand für ihn interessiert.


Saffron ist ca. 45 – 50 cm hoch, geimpft, gechipt und kastriert. Falls Sie Saffron adoptieren möchten und ihm ein tolles Leben ermöglichen wollen, dann sind seine Koffer schnell gepackt, und er kann sich auf seine Reise nach Deutschland machen.

Bei ernsthaftem Interesse wenden sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen. 

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Lebenslichter 17.01.2024, 18.57 | (0/0) Kommentare | PL

Architekt gesucht! Platon


"Gerettet von einer Baustelle,

suche ich voller Hoffnung

den Architekten meines Lebens."

Seit dem Welpenalter lebte Platon unweit des Moskauer Shelters Kozhuhovo auf einer Baustelle. Dort wurden er und noch weitere Hunde von Bauarbeitern versorgt. Als das Gebäude fertiggestellt war, wurde Platon von diesen Arbeitern zu seiner eigenen Sicherheit ins Shelter gebracht, denn plötzlich verstarben an diesem Platz immer mehr Hunde. Sie waren nicht mehr erwünscht.

Und so fand sich der tolle Hundejunge mit dem wunderschönen, so lebensbejahendem Lächeln im Mai 2019 plötzlich in einem riesigen Shelter mit 3000 Hunden wieder. In Sicherheit vor Hundehassern und Hundefängern, aber auch gefangen in einer Welt, die er so bisher nicht kannte.

Hunde wie Platon sind in Russland die klassischen Hunde, die Grundstücke und Häuser bewachen sollen und ihr Leben normalerweise an der Kette fristen. Diesem Schicksal konnte Platon entkommen. Aber was soll jetzt nur werden? So viel Leben liegt noch vor ihm – wird er noch einmal gerettet und darf dieses Moskauer Hundegefängnis verlassen?

Platon ist ein sehr freundlicher und liebevoller Hund. Er spielt genauso gern mit seinen Artgenossen, wie er die menschliche Nähe und Zuneigung genießt. Platon ist voller Energie, mit der er seine Umgebung auflädt und versucht, jeden und alle um ihn herum freudig und positiv zu stimmen. Ein Wunder, dass er sich nach nun fast schon zwei Jahren im Knast noch immer diese lebensbejahende Art bewahrt hat.

Das Leben im Shelter ist kein Zuckerschlecken, und keiner der Hunde dort weiß, ob es jemals noch ein anderes, besseres geben wird. Eines, das mehr bietet, als die Enge der Zwinger und diese eine kurze Stunde in der Woche, in der die freiwilligen Helfer vor Ort sind und den Hunden den Himmel zeigen, Liebe und Zuneigung schenken und versuchen, ihnen ein kleines Stück Würde zu geben.

Das schlechte Futter, die Kälte und Feuchtigkeit im Winter, die Hitze im Sommer, die Eintönigkeit, die Langeweile und das Warten – sie hinterlassen ihre Spuren. Nicht gleich, nicht so sehr bei den jungen Hunden, nein – schleichend nimmt all das den Hunden die Hoffnung, die Kraft und den Mut. Bis sie alt sind und aufgegeben haben.


Noch ist Platon ein junger Hund voller Energie und Lebensfreude. Seine Schulterhöhe von 60cm und seine ca. 30 Kilo Körpergewicht machen es sicher nicht leichter für ihn, ein Zuhause zu finden. Aber sein goldener Charakter, seine fröhliche und aufgeschlossene Art, sie wird ihm – sie muss ihm helfen.

Für den Goldjungen Platon suchen wir Menschen, die ihm Liebe und Zuneigung schenken, ihm mit Geduld unsere Welt in all ihren Facetten zeigen und mit ihm durch dick und dünn gehen. Er wird diesen Menschen ein loyaler Freund sein und all seine gute Energie  an sie verschenken.

Platon ist 2015 geboren, hat ca. 60cm Schulterhöhe und ist bereits gechipt, geimpft und kastriert. Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos". Für Platon suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.

Hier zwei Videos zum besseren Kennenlernen von Platon:

Platon im Juni 2020:


Platon spielt mit Taiga:

Wichtige Daten im Überblick:

 Rüde,  geb. 2019,  ca. 60 cm,  keine Krankheiten bekannt, kastriert

 verträglich mit Artgenossen, freundlich und liebevoll zu Menschen,  läuft gut an der Leine

 noch im Shelter in Russland,  Katzenverträglichkeit kann nicht zuverlässig getestet werden,  endgültiges Zuhause gesucht

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Ulrike Worringer

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Lebenslichter 16.01.2024, 19.10 | (0/0) Kommentare | PL

Ein versöhnlicher Ausklang für: Desdemona


DESDEMONA

geb. ca. 2006

50 cm Schulterhöhe

Zwingernummer: C 120

Unscheinbar und von allen übersehen, so lebte Desdemona seit der Eröffnung des Shelters in 2009 hinter den Eisenstäben ihres kleinen Zwingers. Ein leeres Dasein im Gefängnis, in Einsamkeit und Vergessenheit. Niemand weiß, woher sie kam und was aus ihrer Familie wurde.

Nahezu unsichtbar blieb die doch so hübsche Desdemona all die vielen Jahre lang. Sie lief aus ihrem Zwinger in den Auslauf und wieder zurück. Weder schenkte sie den Menschen große Beachtung, noch nahm jemand die Hündin wirklich wahr. Für ihre Betreuer war Desdemona wie ein Schatten, der kam und wieder ging.


Sie genoss die kurze Zeit im Auslauf, in der sie ein wenig Freiheit erleben durfte; das Zusammensein mit den anderen Hunden, die Sonne die ihr Fell wärmte. Dabei blieb sie jedoch immer still und unauffällig.

Irgendwann beschlossen die Freiwilligen, die Hündin, die mittlerweile im Shelter zur Seniorin geworden war, aus ihrem Schattendasein zu holen, damit sie vielleicht doch noch ein Zuhause finden konnte. Sie nahmen sich Zeit für sie und schenkten ihr ein wenig mehr Zuwendung, übten mit ihr das Laufen an der Leine und gewannen ganz allmählich das Vertrauen der älteren Hundedame.


Desdemona schien dies zu gefallen. Sie ließ immer mehr Nähe zu und taute zusehends auf. So wagten die Betreuer mit ihr einen Tierarztbesuch, um Näheres über Desdemonas gesundheitlichen Zustand zu erfahren und um eine Zahnbehandlung durchführen zu lassen, denn die Hündin hatte schon immer einen schiefen Zahn.

Desdemona bekam vor dem Röntgen eine Vollnarkose. Auf den Bildern war zu erkennen, dass der Ärmsten irgendwann einmal der Kiefer gebrochen wurde, welcher dann – weil unbehandelt – schief wieder zusammenwuchs. Damals hat sie wohl schreckliche Schmerzen ausgehalten. Aber wen kümmerte das schon – es war ja schließlich nur ein Hund.

Ganz demütig und klein werde ich vor der Größe von Hunden wie Desdemona. Trotz ihres schweren Schicksals, trotz Vernachlässigung und Misshandlung tragen sie uns Menschen nichts nach und sind immer wieder aufs Neue bereit, uns zu vertrauen und sich uns anzuschließen.


Eine weitere Behandlung scheiterte daran, dass Desdemona die Narkose nicht vertrug und umgehend aufgeweckt werden musste. 

Nach dem Befund verstanden die Betreuer, weshalb Desdemona sich all die Jahre so zurückgezogen hatte. Vermutlich war einem der Mitarbeiter des Shelters der Spaten „ausgerutscht“, oder er hatte mit dem Fuß zugetreten, weil die Hündin sich nicht schnell genug in eine Ecke geduckt hatte. Unserer geliebten Wendy mag es ähnlich ergangen sein; denn leider ist das keine Ausnahme, weil die Arbeiter ihren Job in der Regel nur widerwillig verrichten und es nur selten wirklich gut mit den Hunden meinen.


Abgesehen von den seelischen Wunden hat Desdemona rein körperlich keine Folgen davongetragen. Sie frisst normal, hat keine offensichtlichen Schmerzen und ist für ihr Alter durchaus noch recht fit.

Nun fehlt ihr nur noch ein eigenes Zuhause, in welchem nichts von ihr erwartet wird und man ihr Zeit lässt, das Erlebte zu vergessen. Natürlich ist uns bewusst, dass es der Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen gleicht; denn Desdemonas Lebensspanne ist nur noch begrenzt und die meisten Menschen scheuen sich vor dem baldigen Abschied.


Dazu möchte ich gern etwas sagen: Ja, die Trennung tut weh und das eigene Herz wird jedes Mal um ein Stückchen kleiner, welches mit dem geliebten Vierbeiner geht. Wir selbst hatten drei Fellkinder, die uralt (13 und 14 Jahre) und schwerkrank zu uns kamen. Sie wurden von ihren Familien unter fadenscheinigen Begründungen ins Tierheim abgeschoben. Wir durften zwei von ihnen noch neun, das dritte immerhin acht Monate lang liebhaben. Sie waren ganz wunderbare, einmalige Schätze, und wir sind dankbar, dass wir ihnen – wie mein Mann es gern nennt - einen versöhnlichen Ausklang bereiten durften.

Desdemona hat im Shelter gelernt, an der Leine zu laufen. Sie ist freundlich zu Menschen und gut verträglich mit anderen Hunden. Für sie wäre es schön, wenn im neuen Zuhause bereits ein netter Hundekumpel auf sie warten würde, an dem sie sich orientieren könnte; denn sie kennt ja noch nichts außerhalb der Welt von Mauern und Gitterstäben. Wichtig zu wissen ist noch, dass Desdemona nicht mehr unter Narkose behandelt werden darf.

Möchten Sie dieser zauberhaften Hündin für ihre letzte Zeit gern ein Gnadenplätzchen in Ihrer Familie und Ihrem Herzen schenken? Dann wenden Sie sich doch bitte an unsere Vermittlerinnen. Vielen, lieben Dank!

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Über mich

Geboren vor 68 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


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Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
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~Häuptling Dan George~

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