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Tag: zu groß

Annius - Zuletzt ist jetzt


Annius

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.06.2015

Schulterhöhe: 62 cm

Nach all den Jahren im Lager, nach all der Zeit,

in der wir versucht haben, ein Zuhause für den großen alten Buben zu finden… ist es zu spät.
Jetzt hätte er reisen können, jetzt wäre es endlich wahr geworden. Er hat es nicht mehr erleben dürfen.
Annius ist tot. Manuela und Stefano fanden ihn heute Morgen sterbend im Zwinger. 

Das Einzige, was sie noch tun konnten, war den Tierarzt zu rufen, damit er ihn erlöst.

So wahnsinnig es klingt: Ohne die Aussicht auf die Adoption hätten sie ihn nicht besuchen dürfen

. Wer weiß, wie lange er sich dann noch hätte quälen müssen. 
So weh es jetzt auch tut, lieber Annius - Du hilfst uns stark zu sein 

und für Hunde wie dich weiterzukämpfen.

Lauf schnell, lauf weit, großer Bube. Wir werden dich nicht vergessen. 

Für all deine Leidensgenossen werden wir nicht aufhören, immer und immer wieder stark zu sein.
RIP lieber Annius



"Die Hoffnung stirbt zuletzt!" So sagten die netteren Menschen, die manchmal hier vorbeikommen, zu mir. Es soll wohl bedeuten, dass immer noch etwas Gutes passieren kann, auch wenn es lange dauert und man schon nicht mehr daran glaubt.

Tja, was soll ich sagen? Ich denke, zuletzt ist jetzt. Im Sommer 2020 brachte man mich hierher, an diesen trostlosen, lauten, grauenhaften Ort. Seitdem gab es nichts, rein gar nichts, das mir auch nur ein kleines bisschen Hoffnung gemacht hätte. Im vergangenen Frühjahr dann kamen Menschen zu Besuch, die sich Tierschützer nannten und zur Abwechslung wirklich ganz freundlich waren. Die haben mir Hoffnung gemacht, dass es besser werden kann, dass es da draußen noch andere tierliebe Menschen gibt, die mich hier herausholen werden.



Das ist jetzt ein Jahr her; ein weiteres, endlos langes, trauriges Jahr, und ich bin immer noch hier. Niemand hat je nach mir gefragt.


Zuletzt ist jetzt.


Vermutlich bin ich einfach zu alt, zu groß, zu dunkel, zu kaputt. Ich wirke nicht nett genug, weil ich bin keiner bin, der gleich freudig schwanzwedelnd auf jeden zugeht. Meine Erfahrungen mit den Arbeitern hier im Lager haben mich vorsichtig werden lassen, deswegen erscheine ich eher etwas mürrisch. So einen wie mich will bestimmt niemnd haben, oder doch?



Im vorigen Jahr habe ich mir mein Gefängnis noch mit zwei Hundefreundinnen geteilt, seit kurzem sitze ich in einer Einzelzelle. Weil es mir schlecht geht, ist das besser für mich, haben die vom Lager gesagt. Dass ich nicht lache! Ja, es geht mir nicht gut; ich habe fürchterliche Schmerzen, die Gelenke tun mir unfassbar weh. Das Laufen fällt mir schwerer, Hinlegen und Aufstehen sind mühsam. Auch im Liegen ist es nicht besser, denn hier gibt es keinen Korb, keine Decke, keinen Unterschlupf, nur kalten, harten Beton. Jetzt habe ich nicht einmal mehr Hundegefährten, die mich die tödliche Langeweile ein bisschen besser ertragen ließen. Ich bekomme auch keine Tabletten gegen die Schmerzen, denn dafür wird kein Geld ausgegeben, das stecken sich die, die hier das Sagen haben, lieber selbst in die Tasche. Es interessiert sie auch überhaupt nicht, wie es uns geht; und die, die es kümmert, nämlich die Tierschützer, die sind machtlos, die können nichts unternehmen, Wenn sie es doch versuchen und draußen von uns erzählen, dann dürfen sie nie wieder zu uns.


Zuletzt ist jetzt.


Neulich kamen sie wieder zu mir; aber obwohl sie richtig lieb waren und mich mich eigentlich gefreut habe, musste ich sie anbellen. Es ist hier drinnen so laut, immer nur Lärm von über tausend Hunden, die um Hilfe bellen und weinen, ich stehe so unter Stress, ich bin so allein. Ich will das nicht mehr, die sollen mich Ruhe lassen. Deswegen habe ich sie so böse angebellt, obwohl ichdas eigentlich gar nicht wollte, aber…


Zuletzt ist jetzt.




Meine einzige Hoffnung, diesen schrecklichen Ort noch lebend zu verlassen: dass mich jemand sieht, der mich nicht zu alt, zu groß, zu dunkel und zu kaputt findet und sich von meinem Schutzpanzer aus Missmut und Abwehr nicht abschrecken lässt. Das ist ja alles bloß äußerlich; tief in meinem Innerenn sehne ich mich Liebe, Wärme und Geborgenheit. Wenn irgendwer - wenn vielleicht gerade DU mich haben willst, mich in Dein Herz und Dein Zuhause lässt und mir auch etwas gegen meine Schmerzen gibst, dann ist zuletzt doch noch nicht jetzt.

Margot Wolfinger

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

 Telefon

aus Deutschland:
0179 - 66 06 200

Lebenslichter 31.05.2026, 21.07 | (0/0) Kommentare | PL

Der will doch nur spielen! Casper


CASPER

 Rüde

geb. 2020

65 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

Spielgefährte(n) und Für-immer-Plätzchen zum Ausruhen gesucht

Fröhlichkeit trägt deinen Namen: Casper! Du bist ein junger Hundemann, der den freiwilligen Betreuern gleich durch seine offene und gesellige Art aufgefallen ist; denn du liebst die Menschen, du liebst deine Artgenossen und am allermeisten liebst du es, mit einem Ball spielen zu dürfen. Wenn sie dafür jemand ein wenig Zeit nimmt – Zeit, die immer viel zu knapp bemessen ist, denn es warten 3.000 weitere vergessene Seelen sehnsüchtig auf ein bisschen Zuwendung – dann bist du einfach nur glücklich! 


Glück hält dieses Leben für dich leider nur noch selten und in kleinen Häppchen bereit, seit du im Dezember 2021 in das riesige, liebeleere Shelter Kozhuhovo kamst.

Wir wissen nicht, woher du kamst, o du jemals eine Familie hattest oder ein Hundekind der Straße bist. Wir ahnen jedoch, wohin dein Weg bald führen könnte, wenn nicht doch noch ein Wunder geschieht.

Denn nach dem Willen der Verantwortlichen soll das Shelter im Herbst an einen Ort weit außerhalb von Moskau verlegt werden, unmittelbar neben eine Mülldeponie, deren Boden getränkt ist mit Giften und Abfällen der Menschen und der Industrie. Dann wird das Spielen mit dem Ball, das Kuscheln und das Zusammensein Kontakt mit den Betreuern, vielleicht nur noch eine schwache Erinnerung an eine nicht gute, aber doch bessere Vergangenheit sein. Aber noch geben wir den Kampf nicht auf und auch nicht die Hoffnung, dass an zuständiger Stelle ein Mensch sitzt, der ein Herz in der Brust trägt, das Ruder herumzureißen vermag und eine Lösung findet, mit der alle Beteiligten – Geschäftsleute, Freiwillige und vor allem ihr Hunde – zufrieden leben können. 


Trotz deiner unbekümmerten, offenen und verspielten Art hast du leider keine Aussicht, in Moskau vermittelt zu werden. Dafür bist du zu groß und von deinem Aussehen her zu gewöhnlich. Ein Mischling eben, einer von vielen, für den sich außer deinen Betreuern bisher niemand interessiert hat.

Was du, ebenso wie deine unfassbar vielen Schicksalsgefährten brauchst, ist ein Wunder und genau dieses versuchen wir für dich zu bewirken. Denn bekanntlich sieht man nur mit dem Herzen gut – und warum soll es nicht hier in Deutschland wunderbare Menschen geben die dich in ihr Herz schließen, dich zu sich nach Hause holen und bereit sind, gemeinsam mit dir durch dieses Leben zu gehen? Auch hier wird es nicht einfach werden - aber wo, wenn nicht hier, könntest du glücklich sein? 


Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Casper im Shelterauslauf:

 Casper beim Sheltergassi:


 Vermittlerkontakt/Fragen:

 Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 10.01.2024, 19.01 | (0/0) Kommentare | PL

Öffne dein Herz für: Zukh



Manchmal vergehen die Jahre
und du bleibst einfach zurück...

Zhuk kam im Oktober 2014 ins Shelter "Kozhuhovo". Da war er ungefähr ein Jahr alt. Seine Betreuer vermuten, dass er bis dahin ein Zuhause hatte, denn er war bereits kastriert.

Warum er ins Shelter kam, kann keiner so genau sagen. Vielleicht wurde Zhuk zu groß. Vielleicht ist seine Familie umgezogen und er durfte nicht mit. Vielleicht war der agile Zhuk auch einfach nicht das, was sich sein Besitzer erhofft hatte. Viele Fragen, aber Zhuk wird uns darauf leider keine Antwort geben können. Das Einzige, was wir wissen, ist, dass sich seit 2014 niemand für ihn interessiert hat. Niemand ist an seinem Zwinger für ihn stehen geblieben.


Dabei ist Zhuk so gern mit den Menschen zusammen. Wenn seine Betreuer zu ihm kommen, dann springt er an ihnen hoch, freut sich über jede Aufmerksamkeit.

Er hat seinen Glauben an das Gute im Menschen bis heute nicht verloren; den Glauben an ein eigenes Zuhause auch nicht. Seine Lebensfreude konnte der graue Shelteralltag bis heute nicht zerstören. Noch ist das Strahlen in seinen Augen nicht erloschen.

Aber wie lange wird er diese Freude noch für sich bewahren können? Wie lange wird er noch freudig mit seinen Leidensgenossen im Auslauf spielen? Wie lange noch wird Zhuk den Glauben an ein eigenes Zuhause aufrecht erhalten können?


Zhuk ist in Russland einer der Hunde, die es schwer haben, adoptiert zu werden. Er ist schwarz, für eine Stadtwohnung zu groß, und er ist kein Welpe mehr. Dabei wäre es für den freundlichen und agilen Rüden das Schönste, endlich ein eigenes Zuhause zu haben. Bei einer Familie, die in ihm einen wundervollen, schwarzen Begleiter für lange Spaziergänge oder auch gemütliche Abende auf dem Sofa sieht.

Denn einmal die Woche für eine Stunde im Auslauf seine Betreuer zu sehen, das ist für Zhuk einfach zu wenig. Er möchte sich bewegen und bei seinen Menschen sein - und nicht die meiste Zeit in einem engen Zwinger verbringen.

Daher hoffen wir, dass Zhuk hier gesehen wird. Es einen Menschen gibt, der sein Herz für ihn öffnet und ihm endlich ein Zuhause gibt.

Zhuk ist ein ca. 50 cm großer Rüde. Geschätztes Geburtsjahr ist 2013. Er ist kastriert, geimpft und gechipt. Er kennt die Leine und freut sich immer auf einen Spaziergang. Mit den anderen Hunden in seinem Sektor versteht Zhuk sich gut, spielt mit ihnen und geht Streitereien aus dem Weg. Ob er mit Katzen verträglich ist, kann leider im Shelter nicht getestet werden. Dem Menschen gegenüber ist Zhuk stets freundlich und aufgeschlossen.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für Zhuk ausschließlich eine Endstelle suchen. Gerne darf auch bereits ein Hund im Haushalt leben.

Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen. 

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 08.01.2024, 18.49 | (0/0) Kommentare | PL

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Worum es geht:



Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.









"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.



Über mich

Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


Einige Beiträge dieses Blogs enthalten

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und/oder Verlinkung,

welche meinen persönlichen

Geschmack wiedergeben

und KEINE Kaufempfehlung darstellen!



"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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Träumen wir gemeinsam
von einer besseren Welt...


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