Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Bobby

Aus dem Schatzkästchen: Was kann der Bobby denn dafür, dass er so schön ist?

Was sagen Sie? Der Knabe in dem Lied heißt Sigismund? Ja, ich weiß, und für meinen Geschmack ist das ein reichlich alberner Name. Außerdem liegt Schönheit immer im Auge des Betrachters, und so mancher hat ein Gesicht, das nur seine Mutter lieben kann. Aber unseren Bobby finde ich richtig hübsch mit seinem einen Auge, der demolierten Schnauze, dem gespaltenen Ohr und den verkrüppelten Vorderbeinen. Sein weiches, weißes Fell mit den lustigen Kuhflecken hat es mir angetan, und wenn er mir manchmal zublinzelt, kommt er mir direkt verwegen vor. Dabei ist er alles andere als das. Statt auszuteilen steckt er lieber ein, möchte es jedem recht machen und niemandem im Wege sein. Ein echter Seelenhund!

Halten Sie mich bitte nicht für flatterhaft. Ich liebe Barny nach wie vor heiß und innig. Sein Herz ist aus purem Gold; er hat mich hier mit offenen Pfoten aufgenommen und ganz schnell heimisch werden lassen. Dafür werde ich ihm ewig dankbar sein. Obendrein besitzt er sehr viel Charme, trotz seiner manchmal etwas ruppigen Art. Aber Bobby ist eben ganz anders, eher ein Hund zum Anlehnen, und das gefällt mir gut. Übrigens, wer sagt denn, dass man nicht zwei lieben kann? Rein platonisch, wohlgemerkt, zu etwas anderem reicht´s beim Böbchen ohnehin nicht mehr. Jedenfalls hat er bisher meine sämtlichen Flirtversuche höflich, aber doch entschieden zurückgewiesen. Dabei dachte ich, Männer wollen immer… Frauchen sagt, das liegt am Alter, er ist dankbar, wenn man ihm seinen Frieden lässt. Den hat er sich auch verdient nach allem, was er durchmachen musste. Ich fühle mich trotzdem hundewohl mit meinen beiden Jungs und bin, wie Lucylectric (noch so ein komischer Name) froh, "dass ich´n Mähähädchen bin"!

Also dann, auf Wiederlesen.

Haben Sie es fein!
Ihre Nelly


Sie sehen, meine Männer liegen mir zu Füßen!

Lebenslichter 07.08.2020, 14.48 | (0/0) Kommentare | PL

Aus dem Schatzkästchen: Versuch macht klug

 

Ja, da sind wir so langsam wirklich am Verzweifeln. Böbchens Verdauung will einfach nicht besser werden. Seit er bei uns ist, hat er damit Probleme. Das heißt, vorher hatte er sie mit Sicherheit auch schon, es ist nur niemandem aufgefallen. Seiner Pflegemama kann man keine Vorwürfe machen, bei einem Dutzend Schützlinge ist es praktisch unmöglich, jede einzelne Hinterlassenschaft genau zuzuordnen. Außerdem fehlt es natürlich am Geld für regelmäßige Tierarztbesuche.

Wir haben inzwischen alles durch: Diverse Laboruntersuchungen, Röntgen, Ultraschall. Traurig, aber wahr: Abgesehen von seinen falsch zusammengewachsenen Knochen, seiner schweren Arthrose und der Kugel in der Schulter sind auch seine Organe in Mitleidenschaft gezogen. Besonders betroffen sind Magen, Darm, Lunge und Niere. Kein Wunder, wenn man sich, wie der Süße, mehr als zehn Jahre lang vermutlich nur von Abfällen ernährt hat. Zum Glück ist das alles nicht lebensbedrohlich, bereitet aber doch Probleme. Wir haben es mit Dosenfutter und Trockennahrung versucht, mit Ausschlussfütterung (das heißt mit nur einer Proteinquelle und getreidefrei), mit selbst zubereitetem Fressen und zum Schluss sogar mit Babynahrung. Es war immer dasselbe, wenig zufriedenstellende Resultat. Nun hat uns die Tierärztin Barfen als letzten Rettungsanker vorgeschlagen. Barfen steht für „Biologisch artgerecht roh füttern“. Es gibt also ausschließlich rohes Fleisch zu futtern. Klingt im Grunde vernünftig; der Hund stammt schließlich vom Wolf ab, und der findet in der freien Wildbahn garantiert keine vorgekochte (manchmal möchte man fast sagen vorgekaute) Nahrung.

Übers Internet haben wir also Fleisch bestellt, das heute tiefgefroren bei uns ankam. Ein paar Dinge muss man beim Rohfüttern beachten, vor allem Hygiene ist oberstes Gebot. Und wenn es mit der Umstellung klappt, braucht der Hund langfristig einiges an Zusätzen – Obst oder Gemüse, einzelne Mineralstoffe und gutes Öl. Aber in den ersten Tagen gibt es nichts anderes als Fleisch.

Heute haben wir bei Bobby nun den Versuch gestartet. Eins kann ich schon sagen, ihm schmeckt´s! So schnell hatte er seinen Napf noch nie leergeputzt. Dann stand er daneben und sah mich erwartungsvoll an, als wollte er fragen: „“Hör mal, diese Miniportion, war das schon alles?“ Ja, mein Guter, für den Anfang war es das. Wir müssen erst mal sehen, ob du es verträgst. Wie sagte schon unser Altkanzler Dr. Helmut Kohl: „Wichtig ist, was hinten rauskommt.“ Wo er recht hatte, da hatte er recht. Das Ergebnis werden wir dann morgen sehen.

Nelly und Barny zeigen sich ebenfalls am Neuen interessiert. Bei Nelly verwundert das nicht, sie frisst wirklich alles. Barny gibt sich da schon wählerischer. Mal sehen, vielleicht stellen wir das Futter für die Beiden ebenfalls um, dann ist es ein Aufwaschen und gesünder ist es womöglich auch.

Also dann, gute Nacht und auf Wiederlesen.

Lassen Sie sich´s gut gehen!
Frauchen


Unser liebes Böbchen -

hoffentlich geht´s Dir gut im Regenbogenland!

Lebenslichter 06.08.2020, 16.14 | (0/0) Kommentare | PL

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Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.






"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

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Über mich

Geboren vor 65 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von sieben allerliebsten Fellnasen.


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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
 werden sie mit dir sprechen,
 und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
 dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du." 

~Häuptling Dan George~ 

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