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Anstelle eines Vorwortes: Gandhi und ich



"Du musst selbst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst." Diesen Satz von Mahatma Gandhi hörte ich in einer Folge der US – Fernsehserie „Eine himmlische Familie“. Ich liebe die Camdens. Sie sind so ungeheuer amerikanisch, und sämtliche gängigen Klischees vom pappigen „Dairy Shake“ - Burger über den autoritären Cop bis zum unrealistisch - prüden „No sex before marriage“ werden in den einzelnen Folgen bedient. Die Serie macht süchtig, und seit ich mit dem Gucken angefangen habe, kann ich die Fortsetzung kaum erwarten.


Zurück zu Gandhi. Dieser weise Mann hat in seinem Leben vieles gesagt und getan, was nachdenkens- und –ahmenswert ist. Das obige Zitat spricht mich besonders an, denn im Grunde ist es ganz einfach: Wenn dir solche Dinge wie Unfrieden, Vorurteile, Hass, Intoleranz oder Neid in der Welt missfallen, dann sieh zu, dass du sie aus deinem persönlichen Leben verbannst.


Im Klartext heißt das: Entferne den Balken aus deinem Auge und kehre vor deiner eigenen Tür. Ich zum Beispiel kann nachtragende Menschen überhaupt nicht leiden; aber dass unsere Patentochter uns vor Jahren wegen ihres Ferienjobs angelogen hat, werfe ich ihr heute noch bei jeder Gelegenheit vor. Neid ist mir ein Gräuel, man muss schließlich auch gönnen können. Trotzdem bin ich felsenfest überzeugt, dass der Pokal bei der Berliner Meisterschaft in den Standardtänzen 1989 viel eher uns zugestanden hätte als dem Siegerpaar. Von Vorurteilen bin ich sowieso frei – denn dass ältere Herren mit Brille, Hut und Mercedes allesamt (außer meinem Papa) gemeingefährliche Autofahrer sind, Frauen grundsätzlich (mit Ausnahme von mir) nicht rückwärts einparken können und Hunde, die bellen, prinzipiell (gilt nur für unsere) nicht beißen, sind doch längst bewiesene Tatsachen, oder?


Sagte ich, es wäre einfach? Da habe ich den Mund wohl ein bisschen voll genommen. Ich bin eben nicht Gandhi. Den Balken zu entfernen und vor der eigenen Türe zu kehren ist viel schwieriger, als ich mir das vorgestellt hatte. Immerhin arbeite ich fleißig daran.

Lebenslichter 13.03.2019, 17.06

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von Liz

Diese Worte von Gandhi haben auch mein Leben begleitet und ich habe versucht sie täglich zu beherzigen! Auch der Film über ihn und seinen Weg hat mich sehr inspiriert - schaue ich mir immer wieder einmal an um mich inspirieren zu lassen von dem Mut und der Ausdauer und Gewaltfreiheit! Lach - ich ertappe mich aber auch ... bei dem " Männer mit Hut" etc. ;-)
Ich wünsche Dir einen schönen Tag und alles Liebe, Liz

vom 14.03.2019, 11.18
Antwort von Lebenslichter:

Liebe Liz, hab Dank für Deinen netten Kommentar. Na ja, so ganz jenseits von Gut und Böse sind wir wohl alle nicht. Aber wir geben uns Mühe, das ist immerhin was.

Ein gemütliches Wochenende und - vielleicht - auf Wiederlesen!
Sabine

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Über mich

Geboren vor 64 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von sieben allerliebsten Fellnasen.



"Wenn du mit den Tieren sprichst,
 werden sie mit dir sprechen,
 und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
 dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du." 

~Häuptling Dan George~ 

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