Wenn dir ein Mensch ein Unrecht tut,
und wird es dir zu bunt,
beschimpfst du ihn in Deiner Wut
und nennst ihn einen Hund!
Bedenkst nicht, dass dein treues Tier
nie so sein könnte wie der;
der Name 'Hund' ist, glaube mir,
ein Schimpfwort nimmermehr.
Er dankt für jedes kleinste Stück
und blickt dich an beseelt,
er spricht zu dir mit seinem Blick,
weil ihm die Sprache fehlt.
Erkenn' den Wert, bevor's zu spät,
sei gut zu deinem Tier!
Denn wenn dein Hund zugrunde geht,
hält niemand mehr zu dir.
Ein treues Herz, ein treuer Blick,
das gibt's noch auf der Welt,
denn auch im Schmerz, nicht nur im Glück
ein Wesen zu dir hält.
Doch suchst bei Menschen du die Treu,
vergeblich suchst du da aufs Neu.
In Leid und Freud, zu jeder Stund,
hält einer treu zu dir: Dein Hund!
Ein treues Herz, ein treuer Blick,
verloren hab´ ich ihn,
es ging von meinem Herz ein Stück
mit meinem Hund dahin.
Jetzt such' bei Menschen ich die Treu,
vergeblich such ich da aufs Neu.
In Leid und Freud, zu jeder Stund,
war mir nur einer treu: Mein Hund!
(Ernst Arnold)
Lebenslichter 04.03.2025, 21.14| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE
Gebet für die Tiere
O
Gott, erhöre unsere demütige Bitte
für unsere Freunde, die Tiere,
und ganz besonders für die verfolgten Tiere,
für die überlasteten, Hunger leidenden
und für die grausam behandelten Tiere!
Für alle jene armen, in Gefangenschaft befindlichen Geschöpfe,
die mit ihren Flügeln an die Gitterstäbe ihrer Käfige schlagen;
und für diejenigen, die verjagt, verloren
oder in Schrecken und dem Hunger preisgegeben sind,
sowie für jene, die nur um des Profits willen getötet werden sollen.
Wir bitten, Herr, für sie um dein Mitleid und um deine Gnade;
und für diejenigen, denen ihre Pflege obliegt,
bitten wir um ein barmherziges Herz,
weiche Hände und gütige Worte.
Schaffe aus uns, Herr, wahre Freunde unserer Tiere,
mit denen wir den Segen deiner Großmut teilen dürfen.
Amen.
ALBERT
SCHWEITZER
Lebenslichter 03.03.2025, 19.25| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE
Nun bin ich alt,
auf den Straßen ist es bitterkalt.
Kein Heim, keine Liebe,
man will mich nicht,
ich bekomme noch Hiebe.
Kein Dach das mich schützt, keine Decke die mich wärmt,
mein Körper ist ausgelaugt, ich wirke verhärmt.
Kraft mich zu wehren hab´ ich schon lange nicht mehr,
Ich erdulde alles, fällt es mir auch schwer.
Ich friere, hab Hunger und denke nach,
wie es wäre, ein Zuhause zu haben
ohne diese Schmach.
Einmal nur behütet zu Leben,
was würde ich dafür geben!
Der Napf immer voll, wäre das nicht toll?
Meine Knochen sind müde geworden,
Ich weiß es nicht...gibt es ein morgen?
Eisige Kälte in der Nacht,
aus diesem Schlaf bin ich nicht mehr erwacht.
Doch plötzlich ist mir warm ums Herz,
nichts tut mir weh, kein Hunger, kein Schmerz.
Ich bin endlich angekommen.
Dort wo ich jetzt bin, hab´ ich meine Würde zurückbekommen.
Viele Tiere gibt es hier,
viele, die auch lebten wie wir.
Sie nennen es Regenbogenland:
eine Heimat für jeden Streuner, der nie Liebe fand.
Gewidmet allen Straßentieren,
die in diesem Winter draußen (er)frieren mussten
Verfasser: N. SCHRAMM
Lebenslichter 01.03.2025, 18.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE
"...bin mit den Engeln fortgeflogen.
Leichte Flügel tragen mich geschwind
auf der Reise hin zum Regenbogen.
Seid nicht traurig, dass ich ging fort,
dass ich schloss die Augenlider.
Bin nun an einem friedlichen Ort,
und irgendwann sehen wir uns wieder."
MARNY, 2010? - bis 29. Januar 2025
Lebenslichter 30.01.2025, 21.21| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE
Wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie sich für die kommenden zwölf Monate etwas Besonderes vorgenommen? Viele fassen ja zum Jahresbeginn eine ganze Reihe guter Vorsätze. Abnehmen, mehr Sport treiben, überhaupt gesünder leben, weniger Geld ausgeben, mehr Zeit mit der Familie verbringen gehören zu den Klassikern. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass meistens schon nach einer Woche nicht mehr viel davon übrigbleibt. Man ist ja nicht plötzlich ein anderer Mensch, nur weil ein neues Jahr begonnen hat. In unserem Alter setzt man sich sowieso nicht mehr soviele Ziele. Da ist man froh, wenn alles einigemaßen gleichbleibt und in ruhigen Bahnen verläuft.
Auf jeden Fall habe ich vor, weiter an unserer veganen Lebensweise zu arbeiten. Bisher bezeichne ich uns eher als Veganarier oder Vegetaner. Es ist gar nicht so einfach, im Alltag sämtliche tierischen Produkte oder wenigstens die vom toten Tier zu vermeiden. Wussten Sie zum Beispiel, dass Parmesan – obwohl ein Käse – nicht vegetarisch ist? Bei seiner Herstellung wird nämlich Lab verwendet, das man aus Kälbermägen gewinnt. Na, pfui Teufel! Also in Zukunft - wenn überhaupt - einen Emmentaler oder Gouda über die Pasta gerieben. Die werden mit mikrobiellem Lab hergestellt, sind also zumindest vegetarisch. Oder: Es gibt von Eh.m..n ein Dessert, das ich sehr gern mochte; bis ich die Zutatenliste mal genauer studiert habe. Darin steht, dass das Produkt Gelatine vom Rind enthält, also keinefall vegetarisch ist, wie man das bei Milchprodukten eigentlich annimmt. Ab sofort ebenfalls gestrichen. Wenn man sichergehen will, muss man das Kleingedruckte sorgfältig lesen, so wird das Einkaufen zur Wissenschaft.
Dann will ich meinen Rumänischkurs beenden und erfolgreich abschießen, damit ich noch stärker als bisher mit rumänischen Tierschützern zusammenarbeiten und mich auch ohne Übersetzungsprogramm mit ihnen verständigen und sie unterstützen kann. Auf den ersten Blick ist es eine schwierige und komplizierte Sprache. Aber wenn man sich näher damit beschäftigt, verliert man die Scheu. Mir kommen beim Lernen auch meine Kenntnisse anderer romanischer Sprachen zugute, mit denen es durch aus Verwandtschaften und Ähnlichkeiten gibt.
Und dann
bin ich wild entschlossen, endlich mein Buch zu schreiben; ein Unternehmen, das ich seit mindestens zwei Jahren vor mir her schiebe. Aus
Faulheit, aus Bequemlichkeit oder warum sonst? Am fehlenden Material liegt es
sicher nicht. Unser Leben ist und war schon immer so vielseitig, so anders als
alle anderen und nie auch nur einen Tag langweilig. Liegt es vielleicht daran,
dass ich denke, ich schreibe nicht schön genug?
Schreibe, wie du redest, so
schreibst du schön.
Diese kluge Regieanweisung für alle
Schriftsteller und solche, die es gern werden wollen, stammt ausgerechnet von
meinem Lieblingsklassiker Gotthold Ephraim Lessing. Er war vor fünfzig Jahren
schuld an meiner Eins im mündlichen Deutschabitur. Aber einfach frei von der
Leber weg drauflos schreiben, die Gedanken, wie sie gerade kommen, in die
Tastatur fließen lassen ohne Filter und Zensur – das fällt mir bis heute
schwer. Vielleicht, weil es oft kritische und unbequeme Gedanken sind, die
keiner gern hören oder lesen mag. Aber es sind meine Gedanken, niemand muss sie
teilen oder sich zu eigen machen. Papier ist geduldig, hieß es früher, und ich
befürchte, ich habe so einige Bäume auf dem Gewissen, denn geschrieben habe ich
schon immer gern. Zum Glück gibt es heute Computer, da hält sich die
Rohstoffverschwendung in Grenzen. Obwohl der Strom ja auch nicht immer
umweltfreundlich erzeugt wird, also irgendwo beißt sich die Katze in den
Schwanz.
Da ist auch noch die Frage des Konzepts. So ein Buch braucht doch eine
klare Linie, eine ordentliche Gliederung. Vergangenes, soeben Erlebtes und
gerade Gedachtes, bei mir geht das alles drunter und drüber. Ich habe im Laufe
der Jahrzehnte so viel erlebt – mit Hunden und mit Menschen – habe so viele
Erfahrungen gesammelt und Erinnerungen angehäuft, dass ich gar nicht weiß, wo
ich anfangen soll. Und eigentlich müsste ich doch chronologisch vorgehen, einem
roten Faden folgen, um meiner Leser nicht zu verwirren. Andererseits, irgendwo
muss ich schließlich anfangen, sonst wird nie etwas daraus. Und sortieren kann
ich später immer noch. Vielleicht ist das aber gar nicht so wichtig. Viele
kennen sicher noch diesen Satz von Heinz Rühmann am Ende der "Feuerzangenbowle":
Wahr sind nur die Erinnerungen,
die wir in uns tragen,
die Träume, die wir spinnen
und die Sehnsüchte, die uns treiben.
Damit wollen wir uns bescheiden.
Nun ist das mit meinen Erinnerungen so eine Sache. Sie kommen selten in zeitlicher
Abfolge und meistens dann, wenn ich eigentlich an etwas ganz anderes denke. Ich
betrachte einen Gegenstand oder ein Foto, höre ein spezielles Lied oder lese
einen bestimmten Satz – und schon sind sie da, die Bilder aus der
Vergangenheit.
Möglicherweise wird es also ein ziemliches Durcheinander geben. So eine Art „Kessel Buntes“: Lustiges, Trauriges, Biografisches, Nachdenkliches und Zorniges werden sich abwechseln und im Mittelpunkt stehen immer – immer! - die Tiere, in meinem Fall besonders die Hunde. Das ist meine Welt, und um die soll´s hier ja auch vor allem gehen.- Zeit wird es, denn mit 69 hat man keine Ewigkeit mehr vor sich. Na dann, (Hunde-)Leinen los!
Lebenslichter 01.01.2025, 20.04| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: AUS DEM LEBEN
Lebenslichter 31.12.2024, 18.12| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE
MICHELLE
Hündin
geb. 2018
50-55 cm Schulterhöhe
kastriert, geimpft, gechipt
Den Weg nach draußen,
werde ich ihn jemals schaffen?
Wieder einmal stehe
ich vor der Frage: Wie fange ich an zu schreiben? Wie gelingt es mir, für Michelle
einen Menschen zu finden, dessen Herz ich mit ihrer Geschichte so sehr berühren
kann, dass er sich für sie entscheidet?
Vielleicht beginne ich damit zu erzählen, was mich in den vergangenen Tagen besonders beschäftigt hat - neben all den Hunden, die ich noch vorstellen und deren Lebensgeschichte ich gern in die Welt hinaustragen möchte, damit sie irgendwann die Mauern und Gitterstäbe des Moskauer Shelters Kozhuhovo hinter sich lassen können.
Es ist das stille
Sterben im Shelter. Ein Sterben, welches sich leise und fast immer unbemerkt
vollzieht. Eines, das viel zu oft nach langen Jahren der Einsamkeit, der Härte,
der Entbehrung und des Leidens kommt und kein Aufsehen von sich macht. Es nimmt
die alten, aber auch immer mehr jüngere Hunde mit hinter den Regenbogen, in
eine hoffentlich bessere Welt.
Dieses stille Sterben beschäftigt mich. Es lässt mich oft verzweifeln und mutlos werden. Dann möchte ich aufgeben und alles hinwerfen, weil ja doch alles vergebens ist und sich sowieso nichts ändern wird.
Aber das stimmt nicht.
Jeder einzelne Hund, jedes Leben und jede gerettete Seele zählt. So ist dieses
stille Sterben zugleich auch Antrieb und Motivation, um weiterzumachen und so
vielen Hunden wie möglich die Gelegenheit zu bieten, dass sie gesehen werden. Sie sollen ins Licht gerückt werden und bei guten Menschen
ein Leben in Sicherheit, Geborgenheit und Liebe führen dürfen.
MICHELLE wurde gemeinsam mit ihren Schwestern von einer jungen Frau in einem Wald entdeckt – in einem Pappkarton ausgesetzt zum Sterben. Damals waren die Geschwisterchen ungefähr zwei Monate alt. Mit der Abgabe der Hundekinder begann für die Finderin auch ihre Zeit als Freiwillige im Shelter. Sie brachte fünf kleine Welpen und fand sich unvermittelt unter Tausenden verlassener Hunde wieder.
Leider konnte sie
trotz größter Bemühungen bis heute kein Zuhause für Michelle finden. Zwei von
deren Schwestern hatten Glück, sie wurden recht schnell adoptiert; zusammen mit
Michelle sitzen nun noch die beiden übrigen Hundemädchen – Lapa und Tata – in
Shelterhaft. Der nächste Winter naht mit Riesenschritten, und es treibt uns die
bange Frage um: Wird es für Michelle, ihre Schwestern und für so viele andere
schon bald zu spät sein?
Denn das üble Futter, welches höchstens den Magen vorübergehend füllt, jedoch keinerlei Nährwert besitzt, hat deutliche Spuren an Michelle, ihren Schwestern und zahllosen weiteren Hunden hinterlassen. Das Zufüttern durch die Freiwilligen kann die Defizite nicht ausgleichen, es kann den Hunger nicht stillen und ist letzten Endes nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Obendrein kommt es in den beengten Zwingern immer häufiger zu Beißereien; die Schwächeren, diejenigen, die entkräftet sind und sich nicht behaupten können, werden die ersten Opfer sein. Mit Sorge erinnern wir uns an die eisigen Temperaturen des vergangenen Winters. Hunde ohne Reserven haben dann für immer verloren.
Die junge Frau, die
Michelle und ihre Schwesterchen damals im Wald fand und nun deren Betreuerin
ist, beschreibt die Hündin als unglaublich liebevoll und sanft. Michelle liebt
sie innig und vertraut ihr blind – so als wüsste sie, wem sie ihr Leben verdankt.
Fremden gegenüber hält sie sich erst zurück, taut aber schnell auf, wenn sie
spürt, dass man ihr nichts Böses will. Bei fremden Menschen ist Michelle erst
zurückhaltend, taut dann aber schnell auf. Sie läuft ruhig und gelassen an der
Leine, obwohl es im Shelter immer laut und stressig ist und manche
Hundebegegnung nicht immer ganz problemlos verläuft. Wohlgemerkt: Keiner dieser
Hunde ist bösartig; sie sind einfach nur verzweifelt und haben gelernt, dass
Angriff manchmal die beste – weil einzige – Verteidigung ist.
Für die empfindsame
Michelle soll dieser Leidensweg nun ein Ende haben. Sie soll endlich leben
dürfen, in einem schönen Zuhause bei verständnisvollen und geduldigen Menschen,
mit denen Michelle durch dick und dünn gehen kann und die ihr versprechen, sie zu
lieben – bis zum Mond und wieder zurück!
Michelles Geschichte
in Bildern und beim Gassi im Shelter:
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.worringer@procanes.org
Lebenslichter 25.11.2024, 20.18| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE | Dieses stille Sterben beschäftigt mich. Es lässt mich oft verzweifeln und mutlos werden. Dann möchte ich aufgeben und alles hinwerfen, weil ja doch alles vergebens ist und sich sowieso nichts ändern wird.,
LAPA
Hündin
geb. 2018
50-55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
endgültiges Zuhause gesucht
LAPA musste schon als
winziger Welpe erfahren, was es bedeutet, unerwünscht zu sein. Sie musste
erleben was es heißt, als Abfall einer Gesellschaft zu gelten. Einer
menschlichen Gesellschaft, die nur an sich denkt und in der Hunde, Katzen –
Tiere ganz allgemein – keinerlei Stellenwert haben, außer sie bringen in
irgendeiner Weise Geld ein. Vor kurzem erst mussten wir wieder die grauenvollen Bilder
der Massenabschlachtung von Delfinen auf
den Faröer Inseln über uns ergehen lassen. Ich wundere mich, dass diese Leute
nachts ruhig schlafen können und wüsste nur zu gern, welche Antwort sie ihren
Kindern geben, wenn diese sie fragen, was sie denn eigentlich da tun.
Allerdings habe ich Bilder bei Twitter gesehen – dort reiten Kinder auf den
getöteten Delfinen und waten mit ihren Gummistiefeln im vom Blut rotgefärbten
Wasser. Die Menschheit ist wirklich reif…
Lapa wurde gemeinsam mit ihren Schwestern im Pappkarton in einem Wald zum Sterben entsorgt. in einem Pappkarton. Zu ihrem Glück (?) wurden die Hündchen von einer tierlieben, jungen Frau gefunden und von ihr ins Moskauer Shelter Kozhuhovo gebracht. Diese arbeitet seitdem dort als ehrenamtliche Betreuerin, opfert nicht nur ihre Freizeit, sondern auch einiges an Geld, um ihren Schützlingen ihr trauriges Los ein wenig zu erleichtern.
Geduldig wartet Lapa
darauf, dieses Leben endlich hinter sich lassen und in ein Zuhause reisen zu
dürfen, welches diesen Namen verdient. Mit ihr warten noch Tata und Michelle,
zwei ihrer Schwestern. Die beiden anderen hatten Glück und durften dem Zwinger
bereits für immer den Rücken kehren.
Zunehmend große Sorgen bereitet uns der starke Gewichtsverlust der Schwestern. Der Shelterbetreiber ist immer darauf aus, Kosten einzusparen und womöglich noch Geld zu verdienen. So wird die Qualität des ohnehin schon minderwertigen Futters ständig schlechter und zahlreiche Hunde magern zusehends ab. Zwar geben die Freiwilligen buchstäblich ihr letztes Hemd und versuchen, zuzufüttern, wo es nur geht, aber natürlich reicht das hinten und vorn nicht aus.
Wie ihre Schwestern, ist auch Lapa eine sehr zärtliche und umgängliche Hündin. Auf den Bildern kann man sehen, dass sie ihre Betreuerin über alles liebt. Bei fremden Menschen benötigt sie etwas Zeit, um Vertrauen zu fassen, aber auch das meistert sie. Sie läuft brav an der Leine und spielt für ihr Leben gern mit ihren Schwestern, wenn es einmal in der Woche für eine glückliche Stunde in den Freilauf geht.
Lapa sehnt sich nach
einem Zuhause; nach einem Menschen, dem sie ihr übervolles Hundeherz schenken
kann und der sie mitnimmt auf die gemeinsame Reise durchs Leben. Möchten Sie
gern dieser Mensch für Lapa sein? Dann bitte melden Sie sich bei uns. Vielen lieben Dank.
Lapa mit ihren Schwestern im Zwinger:
Lapa und ihre Schwestern beim Spielen im Hundeauslauf:
Ein weiterer Film mit Lapa und ihren Schwestern beim Spielen:
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
Mail:
Ulrike.Worringer@procanes.org
Lebenslichter 25.11.2024, 20.18| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE | Zunehmend große Sorgen, bereitet uns der starke Gewichtsverlust der Schwestern. Der Shelterbetreiber ist immer darauf aus, Kosten einzusparen, und womöglich noch Geld zu verdienen. ,
"Manchmal reicht ein Leben nicht aus,
um einen Moment zu löschen -
aber ein Moment reicht aus,
um ein Leben zu löschen."
Lasst uns
gemeinsam versuchen, so viele Tierleben wie möglich zu retten. Jeder kann eine
Menge tun: Einmal pro Woche - oder so oft, wie man mag - auf tierische
Nahrungsmittel verzichten... bei Beschwerden wie Kopfschmerzen oder
Verspannungen (die häufig durch Stress verursacht werden) spazierengehen an der
frischen Luft oder ganz einfach mal richtig ausschlafen, anstatt Tabletten zu
schlucken... beim Kauf von Schönheits- und Putzmitteln darauf schauen, dass sie
vegan und tierversuchsfrei hergestellt wurden...
Es gibt
Tausende von Möglichkeiten. Tiere haben eine Seele wie wir. UND:
"Wer eine Seele rettet, der rettet die Welt."
(MARTIN BUBER)
************************
************************
Roru
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 2012
Schulterhöhe: 58 cm
Hat das Leben mich vergessen?
Mit der Zeit
wird die Zeit immer wichtiger. Besonders dann, wenn man - ganz allmählich,
still und unbemerkt - älter wird, wie unser Roru.
Stolze 12
(zwölf!) Jahre ist unser freundlicher, bescheidener Senior alt. Acht davon hat
er mutterseelenallein in einem nackten, kahlen Betonverschlag verbracht, ohne
Decke, ohne Spielzeug und ohne jede menschliche Ansprache. Vor sechs Jahren
wurden wir auf Roru aufmerksam und nahmen ihn in unsere Insertatsliste auf;
doch leider wurde all die langen Jahre hindurch schlicht übersehen.
Warum er für die Menschen unsichtbar blieb, können wir nicht sagen. Könnte es an seinem ungewöhnlichen Tarnfleckenfell liegen, welches ihn kaum von seiner Umgebung, dem Erdboden und Herbstlaub abhebt?
Ja, man muss
vielleicht zweimal hinschauen; aber dann sieht man einen netten, liebenswerten
Hundesenioren, der im letzten Jahr sichtlich gealtert ist und dem jede neue
Situation ein wenig Angst einflößt. Wie sollte es auch anders sein, denn viel
Neues hat er in den vergangenen acht Jahren nicht erleben dürfen, zumindest
nichts Gutes.Stattdessen sind Einsamkeit, Langeweile, Isolation,
Schutzlosigkeit und Hunger seine täglichen Begleiter. Und ies wird nicht mehr
lange dauern, dann kommt für ihn die Zeit der Alterswehwechen, auf die dort in
dem trostlosen Asyl niemand Rücksicht nimmt, es interessiert dort einfach
nicht. Es sind ja nur Hunde.
Roru wird immer schlechter sehen und hören können, seine Gelenke werden steif und schmerzen, Hitze und Kälte wird er kaum noch ausgleichen können. Der ewige Stress im Tierasyl, der ständige Lärm und Kampf und das viel zu knappe Futter werden ihm seine Kräfte nehmen. Irgendwann kommt der Moment, in dem er aufhört zu warten; in dem er beginnt, sich aufzugeben. Und eines Tages wird er still und leise gehen, als einer der unzähligen Vergessenen, ohne jemals gelebt zu haben und geliebt worden zu sein.
Liebe Leserinnen
und Leser, liebe Tierfreunde: Unser Roru schuldet seinen Träumen noch Leben! Wenn
Sie der Mensch sein möchten, der ihm zeigt, dass das Leben nicht nur aus Kummer
und Einsamkeit besteht und dass Träume am Ende doch noch wahr werden können,
wenden Sie sich bitte an seine Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!
Daniela Koenemann 0176 - 24 63 36 19
Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu
https://www.pro-canalba.eu/unsere.../hundebeschreibung/...
Lebenslichter 25.11.2024, 17.54| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE
Nein, diese Welpen sind zum Glück nicht alle tot. Das Bild entstand frühmorgens um fünf, während sie noch schliefen. Es zeigt einige der Vierbeiner im Tierheim der Ukrainerin Marina Dilly. Weit über 700 vergessene Seelen haben hier - nahe Dnipro - Zuflucht gefunden, und beinahe täglich kommen neue hinzu. Viele sind Kriegsflüchtlinge; von ihren Menschen zurückgelassen, oft in Zwingern und an Ketten, ohne die geringste Chance, sich selbst zu befreien. Sie werden in der Regel von mitleidigen Soldaten gebracht, die dafür gefährliche Umwege in Kauf nehmen. Darunter sind zahlreiche kranke und verletzte Hunde, solche mit gebrochenem Rückgrat oder abgetrennten Gliedmaßen, fast alle verängstigt und durch die schrecklichen Erlebnisse traumatisert.
Marina versucht zu helfen und lässt sie medizinisch versogen, so gut das unter den gegebenen Umständen möglich ist. Es fehlt ja an allem, besonders an Futter und Medikamenten. Sie bekommt Spenden von tierlieben Menschen aus vielen Ländern, aber es ist ein Fass ohne Boden. Regelmäßig gibt es stunden- oder tagelang keine Elektrizität und kein Wasser. Besonders schlimm ist es, wenn im Winter der Strom ausfällt und die Generatoren nicht betrieben werden können. Dann erfrieren viele Hunde. Es sterben auch immer wieder welche an Krankheiten, durch Hunger oder Beißereien, weil sie sich um das knappe Futter streiten; manche erleiden vor Schreck einen Herzschlag, wenn der Kriegslärm zu laut und zu nahe ist. Die Angst vor Luftangriffen ist immer gegenwärtig, man weiß nie, ob man nicht doch einmal getroffen wird.
Vor kurzem brach nur 50 m vom Tierheim entfernt ein Feuer aus. Marina konnte es mit ihren freiwilligen Helferinnen und Helfern gerade noch löschen, bevor es auf die Zwinger übergriff. Das wäre das grausame Ende des Shelters gewesen.
Für mich ist es unfassbar, was diese Menschen dort seit über zweieinhalb Jahren tatgtäglich unter ständiger Lebensgefahr leisten. Das können wir hier in sicherer Entfernung auf dem bequemen Sofa nicht mal ansatzweise ermessen. Ich glaube, wenn dieser ganze Wahnsinn irgendwann vorbei ist und sie ihn hoffentlich überlebt haben, werden Körper und Seele ihnen die Rechnung präsentieren. Auf Dankbarkeit oder Anerkennung dürfen sie nicht hoffen, sie kämpfen ja nur für Tiere. Aber das erwarten sie auch nicht; für sie trägt ihre Arbeit ihren Lohn in sich. In meinen Augen sind sie die stillen, wahren Helden in diesem furchtbaren und sinnlosen Krieg.
Lebenslichter 23.11.2024, 17.55| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE
(2. Juni 2015)
Na, Kumpel, da hast Du morgen einen richtig
bescheidenen Tag vor Dir: Um neun Uhr früh heißt es antreten bei der Tierärztin
zur Zahnbehandlung. Das Ganze unter Vollnarkose, wir machen schließlich keine
halben Sachen. Wie es scheint, hast Du echt Zahnweh, weil Du nur noch weiches
Zeug fressen magst. Frauchen macht sich natürlich Vorwürfe, dass sie so lange
gewartet haben, Du kennst sie ja. Aber jetzt ist sicher genau der richtige
Zeitpunkt, damit Du auch über- und überübermorgen noch kraftvoll zubeißen
kannst! (WIR LIEBEN REKLAME!!!)
Bobby und ich drücken Dir sämtliche Pfoten, dass alles
gut vonstattengeht. Bist ja ein tapferes Kerlchen, und Chef bleibt bei Dir, da
kann gar nichts passieren. Viel Glück, Freund Barny, und halte die Öhrchen fein
steif!
Deine Rudelgefährtin
NELLY
************************
************************
Gebet für die Tiere
O Gott, erhöre unsere demütige Bitte
für unsere Freunde, die Tiere,
und ganz besonders für die verfolgten Tiere,
für die überlasteten, Hunger leidenden
und für die grausam behandelten Tiere!
Für alle jene armen, in Gefangenschaft befindlichen Geschöpfe,
die mit ihren Flügeln an die Gitterstäbe ihrer Käfige schlagen;
und für diejenigen, die verjagt, verloren
oder in Schrecken und dem Hunger preisgegeben sind,
sowie für jene, die nur um des Profits willen getötet werden sollen.
Wir bitten, Herr, für sie um dein Mitleid und um deine Gnade;
und für diejenigen, denen ihre Pflege obliegt,
bitten wir um ein barmherziges Herz,
weiche Hände und gütige Worte.
Schaffe aus uns, Herr, wahre Freunde unserer Tiere,
mit denen wir den Segen deiner Großmut teilen dürfen.
Amen.
ALBERT SCHWEITZER
Lebenslichter 23.11.2024, 17.55| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE
Junge,
Junge, unser Frauchen war vielleicht sauer, als wir vormittags vom Waldgassi
heimkamen. So wütend habe ich sie noch nie erlebt. Sie schimpfte wie ein
Rohrspatz und benutzte Ausdrücke, die ich hier lieber nicht wiederhole. Was war
passiert? Schon bei der Rückfahrt fiel ihr auf, dass es im Auto strenger roch
als sonst. Wie sie dann zuhause die Schuhe auszog, sah sie die Bescherung: Die
Sohle vom linken Schuh klebte voll Hundesch...e! Da hatte es mal wieder jemand
versäumt, seinem Fifi beizubringen, dass man auch im Wald sein großes Geschäft
nicht mitten auf dem Weg erledigt. Sie achtet ja schon immer darauf, wo sie
hintrtitt. Aber jetzt, wo alles so schön dick mit Laub bedeckt ist, kann man
nicht gleich jede Hinterlassenschaft erkennen.
Herrchen
brauchte geschlagene zehn Minuten, bis er den Schuh wieder blank geputzt hatte.
Frauchen sagt, man müsste diese Leute packen und mit der Nase direkt in so
einen Haufen stecken; dann wüssten sie, wie eklig das ist. Ich finde, sie hat
recht.
Mit mir hat
es diese Probleme übrigens von Anfang an nicht gegeben. Wie durch ein Wunder
war ich nämlich schon total stubenrein, als ich aus Rumänien in meine
Pflegestelle kam. Ich wusste auch, dass man an die Seite oder ins Gebüsch geht,
wenn man groß muss. Dabei hatte ich niemanden, der mir das beigebracht hätte,
als ich noch ein Welpe war. Die beste - wenn auch harte und oft unbarmherzige -
Schule ist eben manchmal das Leben selbst.
Also dann, noch einen angenehmen Abend und auf Wiederlesen.
Bleiben Sie sauber und haben Sie´s fein!
Ihre Nelly
************************
************************
Unter einem Weihnachtsbaum,
da liegt ein kleiner Hundetraum:
Ein Welpe, so ein süßer Schatz,
Geschenk für den Familienfratz.
Doch diese hält vom Hund nicht viel,
mag viel lieber ihr Videospiel.
Der Hund bekommt, statt etwas Liebe,
nur Tritte und manchmal auch Hiebe
und weil er auch nicht immer hört,
ist das Familienglück gestört.
Das Tisch- und Stuhlbein angenagt,
wird er in den Hof gejagt.
Dort lebt er Tage, Wochen, Jahre,
niemand kämmt einmal seine Haare.
Bewachte er den Hof und bellte,
gab es für den Lärm noch Schelte.
Die Zeit vergeht und er wird alt,
die Nächte sind oft bitterkalt.
Ganz einsam, ohne jeden Schutz
liegt er dort in seinem Schmutz.
Er hofft noch immer auf ein Wunder,
denn seine Jahre werden runder.
Doch Liebe, die bekommt er nicht.
Bei Kälte, da quält ihn die Gicht.
Doch seine Menschen kümmert´s nicht.
Er würde ALLES für sie machen,
während sie unterm Christbaum lachen.
Er würde ihnen sein Leben schenken,
damit sie nur einmal an ihn denken.
Er ist so einsam und so schwach,
hofft so sehr auf die heilige Nacht
und dass ein Engel ihn bewacht.
Denn wenn er geht, so ganz allein,
hofft er, dass doch jemand um ihn weint.
Dieses Jahr unter der Tanne
liegt für die Tochter dort ein Nerz -
und draußen, einsam in der Kälte,
stirbt ganz allein ein Hundeherz.
Nach Jahren, unterm Weihnachtsbaum,
erlischt ein kleiner Hundetraum.
BITTE VERZICHTEN SIE ZUM FEST
AUF DAS VERSCHENKEN VON TIEREN!
Lebenslichter 23.11.2024, 17.55| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: AUS DEM LEBEN
Schweigend steh´ ich da, erschüttert,
vor den Boxen, engmaschig vergittert.
Ein alter Hund mit weißem Bart,
die Flanken eingefallen, dünn behaart,
schaut mich mit leeren Augen an:
"Du hilfst mir auch nicht, fremder Mann!
Spar dir dein trauriges Gesicht,
dein Mitleid, nein, das brauch´ ich nicht!
Geh´ endlich weiter, fremder Mann,
denn du erinnerst mich daran,
dass alle Liebe, die ich hab,
umsonst ich einem Menschen gab!
Doch wenn er käm´, holt´ mich nach Haus,
wie anders säh´ die Welt dann aus!
Mein ganzes Herz wär´ wieder sein -
warum nur ließ er mich allein?
Geh´endlich weiter, fremder Mann,
denn du erinnerst mich daran,
dass alles hätte ich gegeben,
für meinen Menschen - selbst mein Leben!
Spar dir dein trauriges Gesicht,
dein Mitleid, nein, das brauch´ ich nicht.
Geh weiter - oder wag´ den Schritt
und hab´ Erbarmen - nimm mich mit!"
Lebenslichter 23.11.2024, 17.55| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE
Lieber Gott, bitte hilf
mir in meiner Qual,
der ganzen Welt bin ich egal,
niemand da, der an mich denkt,
der mir ein wenig Liebe schenkt.
So müde von der Streunerei,
zieht keine Hoffnung mehr vorbei.
Vor Schmerzen kann ich kaum noch stehn,
muss trotzdem durch den Regen gehn.
Bei meinem schweren Gange hier,
verzweifle ich und bet' zu dir:
um jemand, der mich wirklich liebt,
mir eine warme Obhut gibt:
Mit einem schönen, warmen Bett.
Ja - und 'nen Knochen - das wär nett!
Beim letzten Herrchen war es schlimm,
bin froh, dass ich dort nicht mehr bin.
Ohne Wasser, angekettet,
hat mich nur die Flucht gerettet.
Meine Leine hab ich durchgebissen,
und bin von dort dann ausgerissen.
Lieber ein Streuner! Lieber allein!
Als ewig eingesperrt zu sein.
Jetzt, lieber Gott, bin ich
geschafft.
Ich kann nicht mehr, mir fehlt die Kraft.
Bin müde, hungrig - mir ist kalt,
ich fürchte, Gott, ich werd' nicht alt.
Mit Stöcken jagt man mich und
Steinen,
doch mir bleibt keine Zeit zum Weinen.
Muss durch die Straßen - Knochen finden -
obwohl stetig meine Kräfte schwinden.
Hab' s nicht verdient, bin
eigentlich gut,
will nicht, dass man mir Böses tut.
Von Würmern geplagt, von Flöhen gebissen,
lieber Gott, ich möchte von dir wissen
Ob's jemanden gibt auf dieser Welt dem ich,
und der auch mir gefällt.
Sollt es diesen Jemand geben,
so würd' mein Herz vor Freude beben.
Ja! Alles würd' ich für ihn machen
und kau auch nicht auf seinen Sachen.
Ihm lauf ich ganz bestimmt nicht
fort,
ich liebe ihn und hör auf's Wort.
Doch so schwach, allein wie ich jetzt bin,
macht Weiterleben keinen Sinn.
Schmutzig und unendlich mager
weine ich jede Nacht in meinem Lager,
weil ich mir solche Sorgen mache,
ob ich am nächsten Tag erwache.
Soviel Liebe und Treue kann ich
geben,
will deshalb eine Chance zum Leben.
Oh lieber Gott, erhör' mich gleich,
bevor die letzte Hoffnung weicht
und schicke jemand der mich liebt.
Mein Gott - wenn es dich wirklich
gibt...
(Bev Davenport
Homeless Afghan Rescue & Care
übersetzt aus dem Amerikanischen von Bastian Rosing)
Lebenslichter 23.11.2024, 17.54| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE | Krankheiten, Gleichgültigkeit,
Heute ging ich, ganz still und leise,
auf meine allerletzte Reise.
Nun bin ich fort.
Vielleicht an einem besseren Ort?
Sie haben mich getreten, geschlagen.
Ich habe das alles tapfer ertragen.
Ihr habt gebrochen mein Herz,
Das war viel schlimmer, als jeder Schmerz.
Mein Leben, das war nur Qual.
Doch ich hatte leider keine Wahl.
Für uns Hunde ist es ein schrecklicher Ort,
doch allein können wir nicht fort.
Hatte oft keine Kraft mehr zu sein,
denn ich war da draußen immer allein.
Ich fand nie einen schönen Platz,
Keiner sah mich, "den Schatz".
Sie sind mit Gift im Futter gekommen,
haben mir jetzt mein Leben genommen.
Leute da draußen, hört mal zu:
Ihr müsst endlich etwas dagegen tun.
Jeder, der einen Züchter beehrt,
uns eine Chance auf Rettung verwehrt.
Habe auch nie einen Namen bekommen.
Niemand hat mich je in die Arme genommen.
Warum tut Ihr uns das an?
Haben doch keinem hier etwas getan.
Ich hatte Träume vom "großen" Glück.
Doch die Hoffnung, die verlor ich Stück für Stück.
Bitte holt die Anderen hier weg,
Von der Straße und aus diesem Dreck.
Ich starb hier einsam und ganz allein.
Denn "DU" wolltest nicht bei mir sein.
Dass ich nicht mehr bin, interessiert hier keinen.
Niemand wird je um mich weinen.
Ich liege hier auf diesem Fleck.
Sie nannten mich "Dreck."
Bitte vergesst mich nicht!
Zur Erinnerung an alle Straßenhunde
************************
************************
So sieht es aus,
wenn eine Seele zerbricht -
in Rumänien und überall auf der Welt
Lebenslichter 23.11.2024, 17.54| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE
Mein trauriges Leben endete in der Tötung.
Was musste ich in meinem Leben alles durchmachen:
Mir wurde ein Ohr abgeschnitten,
ich musste so oft hungern und frieren,
wurde getreten, geschlagen und am Ende vergessen.
Nie durfte ich erfahren, wie schön es ist,
von Menschen geliebt zu werden.
Meine Seele war gebrochen.
Ich hatte die Hoffnung aufgegeben
und heute Morgen fand man mich tot in meiner Hütte.
Egal ob noch ein Baby oder schon ein Senior -
wir alle haben es verdient, eine Familie zu finden.
Deshalb mein letzter Wunsch:
Lass nicht nach und kämpft weiter für die,
die sich nicht selbst helfen können!
Ich liebte die Menschen, trotz allem.
Euer Cosmo
Lebenslichter 23.11.2024, 17.54| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE
Lebenslichter 23.11.2024, 17.54| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE
Wir hätten uns so sehr gewünscht, dass Du es schaffst und dieser Hölle auf Erden entkommst.
Aber nicht nur das: Du solltest auch einmal in Deinem
so leidvollen und erbärmlichen Leben erfahren, wie es ist, geliebt und
umsorgt zu werden, nicht mehr hungern und frieren zu müssen, keine Ängste mehr
zu haben, umsorgt zu sein und nur einmal das Gefühl zu haben, dass Du etwas wert bist, dass Du einem Menschen nicht egal bist, weil er Dich sieht, weil er
Dich liebt.
Nun ist es zu spät. Nun hat Dein kleines, gebrochenes Herz aufgehört zu schlagen.
Wir haben Dich gesehen, oft gesehen, wie so viele Hunderte, Tausende Hunde auch, und immer wieder haben wir Dir gesagt: "Halte durch, vielleicht bist Du beim nächsten Mal dabei, gib nicht auf."
Doch Du warst zu schwach, nach all dem ganzen Leid, welches man Dir angetan hatte, nach all den vielen Jahren, die Du eingesperrt warst, ist Deine Hoffnung immer weiter erloschen.
Es war zu lange für Dich, zu viel zu ertragen, Deine
Seele war gebrochen.
Nun hast Du Deine Augen für immer geschlossen, nun bist Du an einem besseren Ort.
Du wirst nie wieder Schmerzen haben, nie wieder Hunger erleiden, nie wieder Kälte spüren, nie wieder Angst haben.
Dies ist der einzige Trost, den wir haben, wenn wieder und wieder Tausende dieser armen Seelen durch uns Menschen zu Tode kommen.
Ich schäme mich immer mehr, ein Mensch zu sein und ich bin überzeugt davon, dass jeder einmal für seine Taten, die er hier auf Erden tut und auch für die, die er hier nicht tut, zur Verantwortung gezogen wird.
Lebenslichter 23.11.2024, 17.54| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE
Lebenslichter 23.11.2024, 17.54| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE
RUPPI
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.02.2014
Schulterhöhe: 58 cm
Müde, krank und ausgezehrt von einem entbehrungsreichen Dasein.
In meinem Traum ist da ein Mensch, der sagt: "Komm, Ruppi, du hast genug gelitten. Du sollst deine letzten Jahre bei mir verbringen."
Sie haben mir den Namen Ruppi gegeben. Ich hatte noch
nie einen Namen. Manchmal haben die Menschen gesagt „Na komm, du Armer,
hier hast du ein paar Reste.“ Aber meistens hab´ ich nur gehört „Hau
ab, du dämlicher Köter und lass dich hier nie wieder sehen.“
Ich habe fast mein ganzes Leben auf der Straße gelebt, außer vielleicht ganz zu
Anfang, denn ich kann gut an der Leine laufen. Das ist wohl ein Hinweis, dass
ich früher ein Zuhause hatte. Aber ich erinnere mich nicht mehr daran. An
die Jahre auf der Straße aber schon. Lange habe ich versucht, ein Haus zu
finden, in dem ich bleiben darf und wenigstens abends einen sicheren, ruhigen
Platz habe, von dem mich niemand vertreiben kann. Aber niemand wollte mich und
schließlich hab´ ich es aufgegeben. Dann war da ein Rudel, das mich aufnahm. Wir
haben gemeinsam nach Futter gesucht und uns gegenseitig beschützt. Nachts hat
immer einer von uns Wache gehalten, während die anderen schliefen. Aber das ist
lange her. Irgendwann war ich wieder allein und inzwischen auch schon älter und
nicht mehr so stark und schnell wie früher. Ich musste viele Kämpfe austragen
und oft konnte ich mich gerade noch unter einem Busch verstecken. Viele
Verletzungen hab´ ich überlebt, aber es wurde immer schlimmer, je älter ich
wurde.
Irgendwann haben mich die Hundefänger erwischt, aber es war mir egal. Das
Lager, in das sie mich gebracht haben, ist gruselig. Wenigstens gibt es
manchmal Futter und die Zellen sind zwar kahl und der Boden hart, aber ich bin
das gewohnt. Und manchmal nachts, kurz bevor es Morgen wird, ebbt der Lärm von
dem Bellen und Winseln und Weinen der anderen hier ein wenig ab – das ist dann
meine Stunde, da kann ich träumen.
In meinem Traum ist da ein Mensch, der sagt „Komm Ruppi, du hast genug gelitten, du sollst deine letzten Jahre bei mir verbringen.“ Und ich sage dann: "„Aber ich bin ein Streuner, und ich weiß nicht, wie man sich in einem Menschenhaushalt benehmen muss." Doch der Mensch antwortet: "Das macht nichts, das kannst du alles lernen und ich werde dir dabei helfen, denn du bist ein guter Hund und du hast ein gutes Zuhause verdient."
Und dann kommt der Teil in meinem Traum, vor dem ich
mich immer fürchte: Ich muss dem Menschen sagen, dass ich nicht nur alt bin und
mein Körper übersät ist mit Narben, sondern dass ich auch Leishmaniose habe.
Ich weiß, dass viele Menschen denken, wir Hunde könnten nicht überleben mit
dieser Krankheit, aber das stimmt nicht. Es gibt heute Behandlungsmöglichkeiten und ich kenne einige Hunde, die uralt damit geworden sind. Und
während ich so darüber nachdenke, sagt der Mensch in meinem Traum plötzlich "Mach
dir keine Sorgen, Ruppi, das kriegen wir alles hin. Wir zwei bleiben zusammen,
egal was kommt. Und auch um deine Uveitis (so heißt das wohl, was immer meine
Augen tränen lässt) werden wir uns kümmern."
Dann erzählt er noch von seinen beiden Hunden, einem Rüden und einer Hündin,
und dass wir bestimmt bald Freunde werden, aber da kann ich schon gar nicht
mehr richtig zuhören. Für mich zählt nur: "Wir zwei bleiben zusammen, egal
was kommt".
Letztens waren Tierschützer hier, die waren nett zu mir und da habe ich ihnen
von meinem Traum erzählt. Sie sagten, sowas gibt es wirklich. Sie werden meine
Geschichte dort zeigen, wo viele Menschen sie lesen können und nicht aufgeben,
bis sie diesen Menschen aus meinem Traum gefunden haben. Dann sind sie
gegangen. Und ich warte hier auf meinen Traummenschen.
https://www.pro-canalba.eu/unsere.../hundebeschreibung/...
Daniela Koenemann Tel.: 0176 - 24 63 36 19
Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu
Lebenslichter 23.11.2024, 17.54| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE
Am 02.01.2016 veröffentlicht
Lebenslichter 23.11.2024, 17.54| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE