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Einträge vom: 07.07.2020

Meine Leine schlepp´ ich nicht, Teil2: Der Plan

Es war herrlich! Ich tobte wie ein übermütiger Welpe durch den Wald und erkundete das Revier in sämtliche Himmelsrichtungen. Dabei dehnte ich meine Streifzüge immer weiter aus. Hatte ich erst die Witterung eines Kaninchens oder Eichhörnchens in der Nase, stellte ich meine Ohren automatisch auf Durchzug. Dann mochten die Großen noch so viel rufen oder pfeifen, ich sah und hörte nichts mehr. Irgendwann habe ich es wohl auf die Spitze getrieben. Als ich nämlich einmal nach von Frauchen gefühlten zwei Stunden wiederkam (in Echtzeit war ich höchstens fünfzehn Minuten lang weg gewesen), gab es weder Lob noch Leckerli. Frauchen sah mich nur stumm und böse an, nahm mich an die kurze Leine und führte mich wie eine Schwerverbrecherin ab nach Hause. Sie erzählte Herrchen davon, und gemeinsam schmiedeten sie einen perfiden Plan.

Ganz ehrlich, nie hätte ich gedacht, dass sie wegen so einer winzigen Eskapade gleich zu derart unfairen Mitteln greifen würden. Um es kurz zu machen: Sie verpassten mir eine Schleppleine! Das zehn Meter lange Nylonseil wurde an meinem Ranzen festgehakt. Am hinteren Ende gingen Frauchen oder Herrchen und dirigierten das Ding; jedenfalls nahm ich das an. Ich bin ein gescheites Mädchen. Ich sah ein, dass unter diesen Umständen ein Ausbruchversuch sinnlos wäre, und probierte es gar nicht erst. Die Großen waren sehr zufrieden und gratulierten sich zu ihrem genialen Einfall.

Ende gut, alles gut! Wirklich? Das erfahren Sie morgen.
Gute Nacht und auf Wiederlesen.

Haben Sie es fein!
Ihre Nelly


MOLLY mit BELLA, ihrer Seelenschwester.
Beide waren bis zum Ende unzertrennlich.

Lebenslichter 07.07.2020, 20.38| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE | Tags: Plan, Schleppleine, umherstreifen, Welpe, Revier, pfeifen, rufen,

Ein Hoffnungsschimmer für: Plombir



Als Junghund kam Plombir in das Shelter. Woher er kam und wie sein Leben bis dahin aussah kann niemand sagen.

Es hat ein wenig gedauert, bis Plombir Vertrauen gefasst hatte. Er freute sich jedes Mal, wenn er die freiwilligen Helfer sah, aber wenn sich dann jemand näherte, war die Furcht doch etwas größer als die Neugier. Die Betreuer sahen dennoch, dass er den Kontakt unbedingt wollte und auch brauchte. So verbrachten sie etwas mehr Zeit mit ihm und holten ihn aus dem Zwinger. Bei den kleinen Spaziergängen nahm Plombir schnell Kontakt auf und genoss die Streicheleinheiten.

Bis heute freut sich Plombir auf den einen Tag in der Woche, an dem er für eine Stunde seinen Zwinger verlassen darf. Ein kurzer, glücklicher Moment.

10 Jahre sind eigentlich noch kein Alter…. wenn unsere Familienhunde alt werden, dann wird ihr Leben ruhiger und langsamer Wir betrachten es als Geschenk...

Doch in einem Shelter mit fast 3.000 Hunden ist das ein Ding der Unmöglichkeit! Im Shelter muss ein alter Hund vorsichtig sein. Im gleichen Atemzug muss er aber auch schnell sein, denn er muss mit den jungen Hunden mithalten, ansonsten geht er gnadenlos in der Menge unter.

Ein Leben im Shelter ist eine Aufgabe, die nicht alle bestehen können. Viele heiße Sommertage, an denen es keine Schattenplätze mehr gibt, stürmische und nasse Herbsttage, die die Hunde bis auf die Knochen nass werden lassen und eiskalte Winternächte, die das Fell mit Eisklumpen überziehen. Vor diesen unvorstellbaren Bedingungen gibt es nicht immer Schutz für jeden Hund.

Plombir hat all die Jahre gemeistert und dabei sein freundliches Wesen nicht verloren!


Doch mittlerweile hat auch Plombir die Zeit eingeholt. Er ist im Shelter zum Senior geworden. Fast 10! Jahre sitzt Plombir dort und hat in all den Jahren das Shelter nie verlassen. Er kennt die Welt außerhalb der Mauern nicht. 

In einem so großen Shelter hat „alt sein“ noch eine ganz andere Bedeutung…. Die Chancen ein Zuhause zu finden, gehen gegen Null – gibt es doch so viele junge Hunde, die ebenfalls auf der Suche sind. Auf der Suche nach ein wenig Glück…. Die alten Hunde sind dabei oft die Verlierer, denn selten möchte sich jemand auf das „Abenteuer“ einlassen.

Daher versuchen wir das fast Unmögliche… wir versuchen, für diesen freundlichen, verträglichen Senior ein Zuhause zu finden. Ein ruhiges Zuhause, dass keine großen Erwartungen an ihn stellt und ihn sicher und mit viel Geduld ankommen lässt.

Plombir ist ca. 50-55 cm groß, gechipt, geimpft und kastriert. Er hat ein freundliches Wesen und ist gut verträglich mit Artgenossen. Ob er sein Zuhause mit Katzen teilen könnte, kann vor Ort leider nicht zuverlässig getestet werden.

Weitere Bilder und ein Video sind auf unserer HP zu finden: https://tierschutz-miteinander.de/project/plombir/

Sollte sich jemand auf das "Abenteuer" alter Hund ernsthaft einlassen wollen freut sich unsere Teamkollegin Claudia Peters über Anfragen


eMail: c.peters@tierschutz-miteinander.de
Telefon: 05363-989350 (Anrufbeantworter)

Lebenslichter 07.07.2020, 19.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE | Tags: Hunde, Russland, Abenteuer, alt, nass, eiskalt, warten, Hoffnung,

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Worum es geht:



Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.






"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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MEIN LEITSPRUCH:


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.

Über mich

Geboren vor 64 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von sieben allerliebsten Fellnasen.


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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
 werden sie mit dir sprechen,
 und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
 dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du." 

~Häuptling Dan George~ 

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