Tag: A

DAXTER
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 02/2020
Schulterhöhe: 52 cm
Als ich 2021 in dieses Hundelager kam, war ich gerade ein Jahr alt und wollte nur eins: wieder raus. In meinem ersten Inserat stand damals: „Gibt es da draußen jemanden, der mir dabei helfen mag? Ich kann nicht schreiben. Also lebe ich diese Frage. Jeden Tag.
Die Antwort ist bis heute nicht gekommen. Aber ich habe immer wieder geglaubt, dass sie kommt.
Schon 2022 fahren die Transporter mehrmals auf den Hof. Ich höre sie, bevor sie um die Ecke kommen! Pfoten auf Beton, volle Fahrt, Vollbremsung am Gitter. Beste Position: ganz vorn. Viele Hunde dürfen mit. Ich nicht. Na gut, dann eben beim nächsten Mal.

Auch 2023 kommen die Transporter wieder. Ich bin natürlich da. Diesmal stecke ich den Kopf gleich zwischen die Stäbe, damit mich wirklich keiner übersieht. Andere Namen werden gerufen. Meiner nicht. Ich schaue hinterher, bis die Rücklichter verschwunden sind. Dann noch ein Stück länger. Man weiß ja nie...
Irgendwann, 2024, fange ich an, die Geräusche auswendig zu lernen. Beton. Gebell. Nächte, in denen sich nichts ändert. Ich kenne inzwischen auch die Geräusche, wenn ein Hund abgeholt wird: Schritte. Eine Tür. Ein Motor. Und dann die Stille. Die ist am schlimmsten. Trotzdem bleibe ich noch kurz stehen. Danach lege ich mich hin. Dann sieht wenigstens keiner, dass ich gewartet habe.

2025 werde ich fünf. Ich kam als Einjähriger hierher und habe mein ganzes Erwachsenenleben hinter Gittern verbracht. Ich weiß nicht, wie ein Sofa riecht. Ich weiß nicht, wie es ist, wenn abends jemand das Licht ausmacht und ich bleiben darf. Ich weiß nur, wie es ist, wenn Hunde, die nach mir kamen, vor mir gehen.
Jetzt ist 2026, und ich bin sechs. Wenn die Transporter kommen, stehe ich immer noch als Erster am Gitter. Frag mich nicht, woher ich die Hoffnung nehme. Ich glaube, ich habe nie gelernt, damit aufzuhören. Vielleicht ist das mein Fehler. Vielleicht ist es aber auch das Einzige, was ich richtig gut kann.

Und nun kommt der Teil, in dem ich mich verkaufen soll. Darin bin ich schlecht. Ich habe ja nie geübt. Also einfach die Fakten: Ich bin 52 Zentimeter Charme, kastriert, freundlich und menschenbezogen. Ich suche den Kontakt zu Menschen von mir aus und gehe gut an der Leine. Mit Rüden und Hündinnen lebe ich friedlich zusammen. Katzen finde ich spannend. Faucht eine mich an, nehme ich es nicht übel und gehe lieber einen Schritt zurück. Ich bin einer, der mit allen auskommt.

Was mir fehlt, ist jemand, der mich mitnimmt.
Ich wurde nie zurückgebracht. Ich habe niemanden enttäuscht. Ich hatte überhaupt nie die Chance, etwas falsch zu machen. Ich war einfach nie derjenige, der mitdurfte. Sechs Jahre lang nicht.

Du hast bis hierhin gelesen. Das ist mehr, als viele für mich getan haben. Und natürlich habe ich mir ausgemalt, wie es wäre, wenn mich endlich jemand abholt. Nicht den großen Moment. Sondern den ersten Abend.
Du machst das Licht aus. Ich überlege kurz, ob ich gehen muss. Dann merke ich: Ich darf bleiben.

Wahrsheinlich werde ich die ganze Nacht nicht wissen, was ich mit dieser Ruhe anfangen soll. Und am Morgen stehe ich als Erster an der Tür. Nicht mehr am Gitter.
Das ist alles, was ich mir wünsche: einen Ort, an dem ich nicht der Erste sein muss, um gesehen zu werden.

Bitte. sei du diesmal der Mensch, der meinen Namen ruft.
Meine Vermittlerin wartet auf deinen Anruf. Sie erzählt dir alles, was du über mich wissen möchtest. Und wenn der nächste Transporter kommt, muss ich vielleicht nicht mehr hinterhersehen.
Dein Daxter
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 10.10.2026, 21.06 | (0/0) Kommentare | PL

RADELON
Rasse: Maremmano Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01/2017
Schulterhöhe: 65 cm
Geboren 2017, irgendwo in Italien. 2019 wurde Radelon das Opfer eines Autounfalls. Die rechte Vorderpfote war gebrochen, es folgten ein Klinikaufenthalt, eine Operation und die Amputation zweier Zehen. Danach ging es ohne Umwege ins Canile – in ein Hundegefängnis, aus dem kaum einer entkommt. Für einen versehrten Hund wie Radelon waren die Aussichten von Anfang an besonders schlecht.

Dann kamen sieben zähe Jahre, in denen sich fast nichts veränderte. Mehr als 2.500 Tage und Nächte hinter Mauern und Gittern. Das ist die kurze Geschichte unseres großen Radelon. Denn groß ist er nicht nur von seiner Statur her. Radelon ist auch ein großer Charakter. Trotz aller Widrigkeiten und trotz seiner Einschränkung ist er ein lieber, geselliger und gutmütiger Rüde geblieben.

Im Oktober 2026 ist Radelon fast zehn Jahre alt und hat seit sieben Jahren kaum etwas von der Welt gesehen. Seine wechselnden Mitbewohner – Rüden und Hündinnen gleichermaßen – bringen ein wenig Abwechslung in seinen trostlosen Alltag. Radelon scheint einer dieser Hunde zu sein, die sich mit vielem arrangieren und mit anderen Hunden gut zurechtkommen. Einer, der Konflikten lieber aus dem Weg geht und eine erstaunliche Ruhe ausstrahlt.
Als Maremmano bringt er Eigenschaften mit, die ihn ursprünglich für ein Leben ganz anderer Art vorgesehen haben: Eigenständigkeit, Wachsamkeit und die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Maremmanen wurden über Generationen dafür gezüchtet, Schafherden selbstständig zu begleiten und zu beschützen.

Für Radelon sind weite Felder und Schafherden heute allerdings eine Welt, die er nur aus weiter Ferne kennen kann. Und da ist noch seine Vorderpfote. Ihr Zustand macht ihn zu einem dringenden Notfall, denn wir können nicht ausschließen, dass er Schmerzen hat. Ob eine gründliche medizinische Untersuchung ihm Linderung verschaffen könnte, wissen wir leider nicht. Dort, wo Radelon seit Jahren eingesperrt lebt, interessiert sich niemand dafür, wie es ihm geht.

Die mit uns befreundeten Tierschützer durften Radelon im September 2026 zum ersten Mal besuchen. Sie haben erlebt, dass er trotz seiner Einschränkung neugierig und bewegungsfreudig geblieben ist. Er läuft auch recht gut an der Leine, interessiert sich für seine Umgebung und hätte die Wiese am liebsten gar nicht mehr verlassen.
Endlich Gras unter den Pfoten. Neue Gerüche, die seine Nase aufnehmen kann. Sonne auf dem Fell. Ein Knochen zum Kauen. Und vor allem: endlich einmal irgendwo sein dürfen, ohne Gitter vor der Nase – vielleicht würde Radelon genau das brauchen, um noch einmal ganz neu anzufangen. Dieser Wunsch ist im Moment noch ein Traum. Aber er muss keiner bleiben.

Wir suchen für Radelon ein ländlich gelegenes Zuhause mit einem sicher eingezäunten Garten. Seine neuen Halter sollten möglichst Erfahrung mit Herdenschutzhunden mitbringen oder bereit sein, sich auf die besonderen Eigenschaften eines Maremmanen einzulassen. Vor allem braucht Radelon Zeit, Geduld und Empathie – und jemanden, der versteht, dass ein Hund, der sieben Jahre lang kaum etwas anderes als seinen Zwinger gesehen hat, nicht innerhalb weniger Tage in ein völlig neues Leben findet.

Radelon hat lange ausgeharrt. Er hat sich seine Freundlichkeit bewahrt und trotz allem den Kontakt zu Menschen nicht verloren. Jetzt wäre es an der Zeit, dass er noch eine andere Seite seines Lebens kennenlernt: Eine mit Wiesen statt Beton. mit Sonne statt Gitterstäben und mit einem Zuhause, in dem er endlich erfahren darf, was Geborgenheit bedeutet.
Wenn Sie Radelon diese Chance geben möchten, setzen Sie sich bitte mit seiner Vermittlerin in Verbindung. Sie freut sich sehr auf Ihren Anruf.
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 10.10.2026, 20.55 | (0/0) Kommentare | PL

Daiana
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 07.2020
Schulterhöhe: 63 cm
Seit über vier Jahren lebt Daiana nun im Lager. Vier Jahre voller Unruhe, Gebell und Einsamkeit. Vier Jahre, in denen sie Abend für Abend allein in ihrem Zwinger eingeschlafen ist, ohne zu verstehen, warum niemand sie mit nach Hause nimmt. Doch inzwischen läuft ihr die Zeit davon: Durch einen Grauen Star wird ihre Welt zunehmend unschärfer.

Für Daiana bedeutet das weit mehr, als schlechter zu sehen. Vertraute Konturen verschwimmen, Bewegungen lassen sich schwerer einschätzen. Irgendwann wird sie die Gesichter der wenigen Menschen, die an ihrem Zwinger vorbeigehen, vielleicht nicht mehr erkennen können – nur noch Schatten, die kommen und wieder gehen, so wie all die Jahre zuvor.

Gerade dann wird ihr fehlen, was sie schon jetzt so dringend braucht: eine vertraute Stimme, feste Abläufe und ein Mensch, an dem sie sich orientieren kann.
Wie muss es sich anfühlen, wenn die Welt um einen herum immer undeutlicher wird und niemand da ist, der Sicherheit gibt? Wenn die Gitterstäbe des eigenen Zwingers zu den letzten Dingen gehören, die man noch klar erkennen kann?

Noch ist Daiana selbstbewusst, kontaktfreudig und voller Lebenswillen. Sie geht offen auf Menschen zu, sucht ihre Nähe und läuft gut an der Leine. Dass sie sich nach mehr als vier Jahren im Zwinger ihre Offenheit bewahrt hat, ist alles andere als selbstverständlich. Sie schenkt einem Menschen damit etwas ganz Besonderes: ihr Vertrauen.

Doch auch die stärkste Hoffnung kann irgendwann leiser werden. Deshalb braucht Daiana jetzt (einen) Menschen, die ihr eine echte Chance geben.
Und diese(n) möchte sie ganz für sich allein haben. Daiana sucht keinen Platz in einem Rudel und kein Zuhause mit Katzen. Sie braucht die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Bezugsperson; jemanden, der nur für sie da ist. Sie hat schon lange genug geteilt: einen Zwinger, die wenigen Momente menschlicher Aufmerksamkeit und eine Zukunft, die bisher nur aus Warten bestand.

Daiana hat bereits mehr als vier Jahre verloren. Sie sollte nicht auch noch das verlieren, was sie von ihrer Welt noch klar erkennen kann, bevor sie endlich erfährt, wie es sich anfühlt, nach Hause zu gehören.
Noch ist Zeit. Zeit, ein Zuhause kennenzulernen, bevor ihre Welt weiter verblasst. Zeit für eine vertraute Stimme, die ihr Halt bietet. Für Hände, die sie behutsam führen und ihr zeigen, dass sie nicht mehr allein ist. Für feste Abläufe und vertraute Wege, die ihr Sicherheit geben, wenn ihre Augen ihr irgendwann nicht mehr den Weg zeigen können.

Können Sie Daiana dieses Zuhause geben? Dann melden Sie sich bitte jetzt bei ihrer Vermittlerin – jeder Tag zählt.
Sie können Daiana nicht aufnehmen? Dann teilen Sie bitte ihre Geschichte. Vielleicht kennen Sie genau den Menschen, der schon lange auf einen Hund wie Daiana wartet.
Yvonne Beier
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0173-2788571
aus dem Ausland:
+49173-2788571
per EMail:
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/
Lebenslichter 10.10.2026, 20.17 | (0/0) Kommentare | PL

Saffiro
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 09/2021
Schulterhöhe: 54 cm
Sie kennen das. Morgens, noch halb wach, stehen Sie vor der Kaffeemaschine und wollen jetzt sofort Ihre erste Tasse. Also ziehen Sie die Kanne heraus, bevor der Kaffee durchgelaufen ist – und bekommen etwas, das eher nach guter Absicht als nach Kaffee schmeckt. Nur fünf Minuten Geduld, und Sie hätten die beste Tasse des Tages in der Hand gehabt.
Saffiro ist ein bisschen wie dieser Kaffee. Man muss ihm nur die fünf Minuten gönnen.

Wenn sich nach Monaten die Zwingertür öffnet und Saffiro plötzlich Gras unter den Pfoten hat, dann kommt er erst einmal mit vollem Druck: Espresso, doppelt, ohne Zucker. Er hüpft, dreht sich, möchte gleichzeitig zu Ihnen, ans Ende der Wiese und am liebsten gleich wieder zurück. Er freut sich so sehr und so laut mit seinem ganzen Körper, dass man einfach lachen muss.
Und wenn ihm das Ganze überschäumt wie Milch, die zu lange auf dem Herd stand, kommt die Pfote. Wie ein Kind, das am Ärmel zieht: Guck mal, guck mal, ich bin hier! Wer wochenlang nur Zwinger hatte, kippt sich eben nicht zuerst einen Kamillentee ein.

Doch dann passiert etwas, das unsere Tierschützer bei ihrem Besuch im Lager beobachten konnten: Saffiro wird ruhiger. Man bleibt bei ihm, gibt ihm Orientierung, redet mit ihm – und langsam fährt er herunter. Dass sein Start so stürmisch ist, hat einen Grund. Und der ist nicht Saffiros Schuld.
Er war gerade einmal zwei Monate alt, als er gemeinsam mit seinen sechs Geschwistern ins Canile kam. Sieben Welpen, die gerade erst angefangen hatten, die Welt zu entdecken. Für Saffiro ist das Canile seitdem sein Zuhause. Ein Wohnzimmer hat er nie gesehen. Einen Menschen, der abends noch da ist und am nächsten Morgen wiederkommt, ebenfalls nicht.

Wenn für einen solchen Hund nach Monaten die Zwingertür aufgeht, ist das kein ganz normaler Spaziergang. Das ist Weihnachten, Geburtstag und Urlaub zusammen. Natürlich sprudelt er da erst einmal über.
Und was findet man am Ende in der Kanne, wenn man Saffiro die nötige Zeit gibt? Einen freundlichen, lebensfrohen Hund. Saffiro mag Menschen und ist mit Rüden ebenso fein wie mit Hündinnen. Er lässt sich führen, sobald ihm jemand ruhig die Richtung zeigt. Und obwohl er allen Grund gehabt hätte, dem Menschen gegenüber misstrauisch oder verbittert zu sein, hat er sich seine Freude bewahrt.

Das macht ihn so besonders.
Wir suchen für Saffiro keine Baristas. Wir suchen Menschen, die ihm Zeit geben können. Menschen, die ihm verlässliche Abläufe schenken, die wissen, dass eine Pfote am Bein kein Problem ist, sondern manchmal einfach die etwas stürmische Art eines Hundes zu sagen: Ich freue mich, dass du da bist!

Saffiro muss noch lernen, wie ein Leben außerhalb des Zwingers funktioniert. Er muss entdecken, dass ein Zuhause mehr ist als ein Ort, an dem man schläft. Und er wird dafür vermutlich länger als fünf Minuten brauchen. Aber er hat im Lager bereits gezeigt, dass er ein Hund zum Warmwerden ist. Einer, der sich beruhigt, wenn man ihm Sicherheit und Orientierung gibt.

Der Kaffee muss erst durchlaufen. Bei Saffiro dauert das sicher ein paar Wochen statt fünf Minuten. Dafür bekommt man einen Hund, der Wärme mitbringt – und der sie zurückgibt, wenn man ihm die Zeit dafür lässt. Und wenn Sie gerade Ihren Kaffee in der Hand halten: Der hatte seine Chance. Sie haben ihn wahrscheinlich sogar schon halb ausgetrunken, ohne groß darüber nachzudenken.

Bei Saffiro dürfen Sie ruhig etwas länger überlegen. Aber bitte nicht zu lange. Er wartet schon eine ganze Weile. Seine Vermittlerin freut sich auf Ihre Nachricht. Gern auch mit Kaffeeflecken.

PS. Falls Sie eher der Typ für zwei Tassen sind: Saffiros Bruder Settimio sitzt ein paar Zwinger weiter. Gleiche Wartezeit, gleiche Röstung – aber trotzdem kein zweiter Aufguss!
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19
per EMail:
Daniela.Koenemann@pro-canalba.euLebenslichter 05.10.2026, 19.45 | (0/0) Kommentare | PL
Bonny
Rasse: Chihuahua
Geschlecht: Hündin
Geboren: 02/2022
Schulterhöhe: 20 cm
Unsere kleine, kompakte Bonny ist noch nicht einmal fünf Jahre alt. Trotzdem hat sie vermutlich schon so viele Welpen zur Welt gebracht, wie es in ihrem bisherigen Leben überhaupt möglich gewesen sein dürfte. Denn Bonny und ihr Freund Clyde - ebenfalls ein Chihuahua, allerdings mit langem Fell - waren jahrelang nichts anderes als eine Art private Gelddruckmaschine.

Die beiden lebten bei einer psychisch kranken Frau, die sie immer wieder Welpen bekommen ließ. Diese wurden anschließend verkauft; vermutlich war das der Lebensunterhalt der Frau. Ob es ihr wichtig war, bei wem die Hundekinder landeten, darf bezweifelt werden. Hauptsache, es wurde bezahlt.
So funktioniert skrupellose Hundevermehrung. Und auch die sogenannte Welpenmafia kann nur deshalb weiterarbeiten, weil es Menschen gibt, die solche Hundebabies kaufen.
Im Sommer 2026 fiel schließlich doch jemandem auf, dass die Frau Hilfe brauchte und es ihren Hunden nicht gut ging. Unsere Hundefreundin Luciana wurde eingeschaltet und schaffte es tatsächlich, dass die Frau ihr Bonny und Clyde übergab. So konnten die beiden Winzlinge in Lucianas Waldtierheim einziehen.

Dort zeigt sich nun, dass Bonny trotz allem eine neugierige und aufgeweckte kleine Hündin geblieben ist. Allerdings haben die vergangenen Jahre ihren Tribut gefordert. Ähnlich wie Clyde, sieht auch sie etwas älter aus, als sie mit ihren rund viereinhalb Jahren ist. Die vielen Würfe und die damit verbundenen Strapazen haben ihre Spuren hinterlassen.
Ansonsten macht Bonny bei Luciana einen durchaus fitten Eindruck. Fremden begegnet sie zunächst vorsichtig und hält lieber ein wenig Abstand. Man weiß ja nie … Hat sie aber festgestellt, dass von ihrem Gegenüber keine Gefahr ausgeht, lässt sie sich problemlos anfassen. Und vermutlich wird sie, wenn sie erst einmal Vertrauen gefasst hat, die Nähe ihres Menschen sehr genießen.

Denn Bonny ist nicht nur eine Mama. Sie ist ein junger Hund, der noch viel vom Leben vor sich hat. Und genau dieses Leben soll sie nun endlich kennenlernen dürfen.
Chihuahuas sind übrigens keineswegs dazu geschaffen, den ganzen Tag als kleines Accessoire auf dem Arm herumgetragen zu werden. Sie sind bewegungsfreudig, neugierig und oft erstaunlich temperamentvoll. Sie möchten spazierengehen, die Welt erkunden, Artgenossen treffen und natürlich auch das eine oder andere lernen. Eine Hundeschule darf für Chihuahuas deshalb genauso zum Leben gehören wie für ihre deutlich größeren Artgenossen.

Leider werden Chihuahuas aufgrund ihrer geringen Größe oftmals als Schoßhunde gehalten und in ihren Bedürfnissen unterschätzt. Bonny soll es anders haben. Wir wünschen uns für sie einen Menschen oder eine Familie, die ihr ein richtiges Chihuahua-Leben ermöglicht: mit Bewegung, Beschäftigung, Sicherheit, Zuwendung und ganz viel Zeit, um Vertrauen zu fassen.
Bonny soll endlich erleben, was es heißt, Hund sein zu dürfen – und dass man sie nicht braucht, um Geld mit ihr zu machen, sondern weil man sie als Freundin an seiner Seite haben möchte.

Liebe Leserin, lieber Leser, wenn Sie Bonny zeigen möchten, wie schön ein solches Leben sein kann, dann packen Sie die Gelegenheit beim Schopf und rufen Sie Bonnys Vermittlerin an. Sie freut sich auf Ihren Anruf – und Bonny freut sich auf Sie!
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
per EMail:
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 05.10.2026, 19.45 | (0/0) Kommentare | PL
Clyde
Rasse: Chihuahua
Geschlecht: Rüde
Geboren: 04/2023
Schulterhöhe: 15 cm
Liebe Hundefreundinnen und -freunde auf der Suche nach einem neuen, vierpfotigen Gefährten!
Suchen Sie einen kleinen Schoßhund, einen Mini-Fluff, der locker in eine Handtasche passt und außer einem kurzen Ausflug vor die Tür (oder, noch praktischer, zum Katzenklo auf dem Balkon) nicht viel Aufwand macht? Dann empfehlen wir Ihnen dringend, stattdessen ein Plüschkissen in Hundeform zu kaufen und die Idee von einem lebenden Hund noch einmal gründlich zu überdenken.

Denn auch ein Chihuahua ist ein Hund. Und unser Clyde würde Ihnen das vermutlich ziemlich schnell und deutlich erklären.
Clyde hatte in seinem bisherigen Leben leider wenig Gelegenheit, Hund zu sein. Er und seine Freundin Bonny lebten bei einer psychisch kranken Frau, die die beiden immer wieder Welpen produzieren ließ, um diese anschließend zu verkaufen. Dieser Kreislauf ging jahrelang weiter. Nicht zuletzt deshalb, weil sich immer wieder Menschen fanden, die einen solchen kleinen und süßen Welpen kauften.

Irgendwann fiel schließlich doch jemandem auf, dass die Frau Hilfe brauchte und es ihren Hunden nicht gut ging. Unsere Hundefreundin Luciana wurde zu Hilfe gerufen und schaffte es schließlich, dass die Frau Clyde und Bonny übergab. So konnten die beiden Winzlinge in Lucianas Waldtierheim einziehen.
Dort hat Clyde ziemlich schnell gezeigt, dass noch jede Menge Leben in ihm steckt. Denn wer seine Fotos nur flüchtig betrachtet, könnte ohne Weiteres glauben, einen alten, halbblinden Hund vor sich zu haben. Aber von wegen! Clyde ist im April 2023 geboren und mit knapp dreieinhalb Jahren eigentlich noch ein junger Hund.

Dass er deutlich älter aussieht, als er ist, hat vermutlich mit seiner bisherigen Haltung zu tun. Auch seine auffälligen Augen dürften nicht ohne Grund so aussehen. Bei Chihuahuas können solche Veränderungen unter anderem mit Inzucht und den Folgen extremer Zucht zusammenhängen. Der ortsansässige Tierarzt hat allerdings festgestellt, dass Clyde normal sehen kann.
Und was macht ein junger Hund, wenn er plötzlich Platz und Freiheit bekommt? Genau: Er rennt los!
Clyde genießt seine neue Freiheit sichtlich, tobt auf der Wiese herum und zeigt, dass er trotz seiner geringen Größe durchaus Lust auf Bewegung und Abenteuer hat. Menschen mag er ebenfalls gern.

Chihuahuas sind nämlich keineswegs kleine Hunde, die man ausschließlich herumtragen sollte. Sie möchten spazieren gehen, die Welt erkunden, mit anderen Hunden unterwegs sein und natürlich auch das eine oder andere lernen. Eine Hundeschule kann deshalb auch für einen Chihuahua eine tolle Sache sein.
Zusammenfassend können wir über Clyde sagen:
a) In einer Handtasche herumgetragen werden möchte er vermutlich nicht – dafür läuft und rennt er viel zu gern.
b) Ein Opa ist er ebenfalls nicht. Er sieht nur ein bisschen zerzaust und mitgenommen aus.
c) Er ist ein Hund. Und als solcher hat er Bedürfnisse, die ernst genommen werden möchten.

Für den noch jungen Clyde wünschen wir uns Menschen, die genau das verstanden haben. Menschen, die für ihn sorgen, ihn lieben und respektieren, sich mit ihm beschäftigen und ihm zeigen, wie schön ein richtiges Hundeleben sein kann.
Denn auch bei Clyde sollte im Begriff "kleiner Hund" das Wort Hund keinesfalls übersehen werden.
Liebe Leserin, lieber Leser, wenn Sie daran interessiert sind, Clydes erstes richtiges Zuhause zu werden und Sie beim Lesen des letzten Absatzes nichts grundlegend Neues gelernt haben, dann nutzen Sie Ihre Chance und rufen Sie Clydes Vermittlerin an.
Clyde freut sich auf Sie!
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
per EMail:
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 05.10.2026, 19.45 | (0/0) Kommentare | PL

Gea
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 09.2022
Schulterhöhe: 54 cm
Hallo, liebe Tierfreundinnen und -freunde!
Wisst Ihr, ob es viel mehr Hunde als Menschen gibt? Weil, wenn es andersherum wäre, dann hätte doch jeder Hund ein Zuhause und dürfte sich versorgt und geborgen fühlen. Ich habe leider keines und Ihr könnt Euch sicher denken, wie ich mich fühle. Ganz allein auf mich gestellt habe ich meine Welpchen geboren, in einer Gegend, die man bestenfalls als Wüste bezeichnen kann; es ist das Death Valley der streunenden Hunde!

Eine liebe Tierschützerin, die gerade auf dem Weg zum Tierarzt war und dabei mit einer Kollegin telefonierte, sah zwei kleine Hundebabies am Straßenrand nach Futter suchen. Sie ist sofort an die Seite gefahren, ausgestiegen und meinen kleinen Mädels, Gin und Grappa, nachgeschlichen zu dem Versteck, in dem wir uns vor der Welt und ihren Gefahren verborgen hatten. Dort hat sie dann auch mich und mein Baby, den Buben Guinness, gefunden. So schnell wie möglich kam ihre Freundin ihr zu Hilfe, um uns einzufangen. Ich hatte eine Heidenangst vor ihnen, aber mein Hunger war größer, so dass ich mich zuletzt doch schnappen ließ. Meine Welpchen waren sehr schwach und ausgemergelt und leisteten keinen Widerstand.


Die ersten Tage hatten wir schreckliche Angst vor
den Menschen und der neuen Umgebung. Aber wir merkten schnell, dass uns bei der
Tierschützerin in ihrer kleinen Auffangstation kein Leid geschieht. Ich war
glücklich zu sehen, wie meine Kinder jeden Tag mehr an Gewicht zunahmen,
neugierig ihre Umgebung erkundeten und sich von der Tierschützerin behandeln
und nur allzu gern füttern ließen.


Ich selbst bin eine noch sehr junge, schneeweiße Hündin, bescheiden und vom Leben nicht verwöhnt. Es war ein Wunder, dass ich in der ungastlichen Gegend überleben und noch dazu meine Welpchen säugen konnte. Ob der große Hundeengel wohl auch für mich noch ein Wunder übrig hat? Wem darf ich vertrauen und mein treues Herz zu Füßen legen?
Mit dieser Frage grüßt Euch die Gea

******************************
Liebe Leserinnen und Leser! Während andere Hunde glücklich in ihr neues Zuhause reisen, bleibt Gea zurück; immer wieder, Jahr für Jahr. Sogar ihre Welpen, die sie unter erbärmlichsten Bedingungen liebevoll aufgezogen hat, sind inzwischen alle vermittelt und in Sicherheit. Nur Gea wartet weiter im Schatten, leise und ungesehen.

Bei der Tierschützerin, die sich täglich liebevoll um sie kümmert, hat Gea bereits kleine Fortschritte gemacht: In ihrer Nähe bleibt sie ruhig und entspannt, während sie sich bei ihr fremden Menschen eher zurückzieht. Das zeigt, dass dass sie sich nach Vertrauen und Sicherheit sehnt. Dabei drängt sie sich niemandem auf. Sie fordert den Platz nicht ein, den sie so sehr verdient hätte, sondern hofft still, dass ihn jemand ihr eines Tages anbietet.

Wären Sie bereit, der sanften, wunderschönen Gea die Zeit zu
geben, die sie benötigt, um Vertrauen zu fassen? Möchten Sie für sie da sein,
weil ihr Schicksal Sie berührt und Sie erkennen, welch kostbarer Schatz sich hinter
ihrer Scheu verbirgt? Dann melden Sie sich bitte bei ihrer Vermittlerin.
Vielen, lieben Dank!
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19
per EMail:
Lebenslichter 05.10.2026, 18.47 | (0/0) Kommentare | PL

Baldovino
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 09/2015
Schulterhöhe: 59 cm
September 2026: Als Baldovino vor drei Jahren ins Lager kam, trug er noch Hoffnung im Herzen. Offen und voller Vertrauen begegnete er den Menschen, sog jede Aufmerksamkeit förmlich auf, als wolle er all die versäumte Zuneigung seines bisherigen Lebens in wenigen Momenten nachholen.

Doch die Zeit hat Baldovino verändert. Der einst lebensfrohe, aufgeschlossene Rüde ist ruhiger geworden. Er lässt sich weiterhin anfassen und gut handhaben, nimmt den Kontakt zu Menschen an, sucht aber kaum noch von sich aus ihre Nähe. Die stürmische Begeisterung, mit der er früher auf Menschen zuging, ist einer vorsichtigen Zurückhaltung gewichen.

Draußen dagegen scheint noch etwas von seiner alten Neugier lebendig zu sein. Jede Bewegung, jeder neue Geruch zieht seine Aufmerksamkeit auf sich; vielleicht, weil es dort wenigstens ein wenig Abwechslung in seinem ansonsten eintönigen Alltag gibt.
Drei Jahre in Beton und hinter Gittern lassen keinen Hund unberührt. Stück für Stück gehen Unbeschwertheit und Lebensfreude verloren, wenn jeder neue Tag dem vorherigen gleicht.

Heute lebt Baldovino abgesondert in einer Einzelbox. Anfangs teilte er sich seine Zelle noch mit weiteren Artgenossen; doch der andauernde Stress, das Bellen, die Enge und der ewige Lärm haben ihn zermürbt. Wenn er andere Hunde nur sieht, wird er unruhig, seine Nerven liegen blank. Tag für Tag derselbe Ausblick, dieselben Gerüche, dieselbe Einsamkeit – ein Leben im Kreis, geprägt vom Warten.
So zieht sich Baldovino immer mehr zurück. Die Hoffnung in seinen bernsteinfarbenen Augen ist leiser geworden. Wer ihn heute sieht, der erahnt, wie viel von seiner einstigen Lebensfreude ihn die vergangenen drei Jahre gekostet haben.

Vielleicht gehörte Baldovino tatsächlich einmal zu einer Familie. Denn lieb, anhänglich und voller Vertrauen zu Menschen war er, als die Tierschützer ihn im November 2023 kennenlernen durften. Auf ihren unerwarteten Besuch reagierte er mit überschwänglicher Freude. Auch an der Leine konnte er bereits sehr gut gehen. Außerdem kam Baldovino erst mit acht Jahren in ein Canile. Vieles spricht also dafür, dass er früher einmal bei Menschen gelebt hat.
Aber unter uns gesagt: Wer seinen achtjährigen Rüden in ein Hundegefängnis steckt, hat das Prädikat Familie nicht verdient. Doch das ist eine andere Geschichte.
Diejenige, die jetzt für Baldovino geschrieben werden könnte, wäre diese hier: Ein eigenes Zuhause, endlich dazugehören, verlässliche Menschen, Ruhe und die Gewissheit, nicht wieder verloren zu gehen.

Sein Name bedeutet übrigens mutiger, tapferer oder kühner Freund. Und unser lieber, großer Baldovino wäre bestimmt nicht nur das, sondern auch ein treuer Begleiter seiner Lieblingsmenschen – wenn er sie nur endlich haben dürfte.
Trotz allem ist er ein stolzer, schöner Hund geblieben. Die Jahre im Lager haben ihn leiser gemacht, seine Hoffnung vorsichtiger, seine Freude verhaltener. Aber sie haben den mutigen Freund in ihm nicht ausgelöscht und es braucht gar nicht so viel, um ihn wieder hervorzulocken: Nur ein wenig Verständnis, Geduld und natürlich viel Liebe, damit er spürt, dass sein Leben noch nicht zu Ende ist.

Baldovino läuft die Zeit davon. Doch vielleicht ist ja da draußen jemand, der ihm gerade noch früh genug zeigt, dass er nicht vergessen wurde.
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19
per EMail:
Daniela.Koenemann@pro-canalba.eu
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 01.10.2026, 21.14 | (0/0) Kommentare | PL

Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 05/2022
Schulterhöhe: 57 cm
Ich würde so gern mit meinem Lieblingsmenschen spazieren gehen, die Welt erschnuppern, endlich etwas lernen, neue Hunde- und Menschenfreunde treffen, umsorgt werden und abends bei meiner Familie sein. Ich möchte wissen, dass ich geliebt werde und bleiben darf. Für immer.
Denisse ist natürlich kein sprechender Hund, und wir können auch keine Hundegedanken lesen. Aber wenn wir uns die Fotos und Videos der rund viereinhalbjährigen Hündin ansehen, die von den mit uns befreundeten Tierschützern im August 2026 endlich wieder einmal besucht werden durfte, dann können wir uns ziemlich gut vorstellen, was in Denisse vorgehen mag.

Denn da sehen wir eine allerliebste, freundliche, neugierige und aufgeschlossene Hündin, die unbedingt gefallen möchte und ganz offensichtlich spürt, dass es außerhalb ihres Gefängnisses noch so viel mehr zu entdecken gibt. Denisse hat Menschen gern, mit anderen Hunden kommt sie problemlos zurecht. Sie ist ein feines, wunderhübsches Hundemädchen. Eine Perle, die so viel zu geben hätte – wenn man sie nur endlich ließe.

Stattdessen sitzt Denisse schon ihr ganzes Leben hinter Gittern; auf nacktem Beton in einem kahlen Zwinger von wenigen Quadratmetern. Im August 2022 waren sie und ihre Geschwister Damish, Damek, Denis, Darcyline und Daffie geschätzt erst drei Monate alt, als für sie das endete, was einmal ein ganz normales Hundeleben hätte werden sollen.
Sie kamen in eines der widrigen Hundelager. Tor zu, fertig. Das wär´s dann gewesen – wären unsere Tierschützer vor Ort nicht wenig später auf die sechs Welpen aufmerksam geworden.

Im Oktober 2022 durften wir die kleine Hundefamilie zum ersten Mal auf unserer Homepage vorstellen. Und tatsächlich geschah ein erstes Wunder: Damek konnte noch vor Jahresende in sein Zuhause ziehen. Leider sollte dies bis heute das einzige Wunder für die Geschwisterchen bleiben. Daffie ist inzwischen verstorben, die anderen vier warten noch immer – eingesperrt, ohne Nestwärme und ohne Hoffnung, endlich ankommen zu dürfen.

Schon recht früh wurde bei allen Geschwistern Leishmaniose festgestellt; vermutlich schon im Mutterleib übertragen von ihrer ebenfalls erkrankten Mutter. Ob das der Grund dafür ist, dass weder Denis, Damish, Darcyline noch unsere allerliebste Denisse bisher auch nur eine einzige passende Anfrage erhalten haben?
Wir wissen es nicht. Vielleicht schreckt die Diagnose immer noch viele Menschen ab. Dabei bedeutet Leishmaniose nicht zwangsläufig, dass ein Hund kein schönes und erfülltes Leben führen kann. Mit der richtigen tierärztlichen Betreuung und einer auf den jeweiligen Hund abgestimmten Therapie können betroffene Tiere durchaus viele gute Jahre erleben.

Doch genau diese medizinische Versorgung gibt es für Denisse derzeit nicht. Die Lagerleitung lässt eine solche nicht zu. Umso wichtiger wäre es, dass Denisse endlich einen Menschen findet, der bereit ist, sich ihrer anzunehmen und ihr die Behandlung zukommen zu lassen, die sie so dringend braucht.

Aufgeben kam für uns noch nie infrage. Deshalb stellen wir Denisse heute noch einmal ganz oben auf unsere Liste. Denn trotz ihrer schwierigsten Lebensumstände ist diese Hündin noch immer lieb, vertrauensvoll, neugierig und bewegungsfroh. Noch hat sie ihre Lebensfreude nicht verloren.

Aber wie lange wird das so bleiben?
Jahre hinter Gittern gehen nicht spurlos an einem Hund vorbei. Und je länger Denisse warten muss, desto größer wird die Gefahr, dass ihre Erkrankung irgendwann Folgen hat, die sich nicht mehr auffangen lassen. Wir möchten verhindern, dass ihr Leben, das noch gar nicht recht begonnen hat, eines Tages endet, ohne dass sie jemals erfahren durfte, wie sich ein eigenes Zuhause anfühlt.

Deshalb bitten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser: Helfen Sie Denisse.
Wenn Sie auf der Suche nach einer lieben, wunderschönen erwachsenen Hündin sind, etwas Hundeerfahrung und Einfühlungsvermögen sowie genügend Zeit und Geduld mitbringen, dann könnte Denisse genau die richtige Begleiterin für Sie sein. Und falls Sie selbst ihr kein Zuhause schenken können, helfen Sie ihr bitte trotzdem: Erzählen Sie in Ihren Kreisen von Denisse und teilen Sie ihre Geschichte in Ihren sozialen Medien.

Vielleicht geschieht durch viele Menschen, die nicht wegsehen, doch noch ein weiteres kleines Wunder.
Wir wünschen uns von Herzen, dass Denisse endlich ein Leben beginnen darf, das diesen Namen auch verdient. Und wir danken Ihnen für jede Unterstützung.
Ina Schoenfuss
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172 -83 86 015
aus dem Ausland:
+49172 -83 86 015
per EMail:
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 26.09.2026, 16.53 | (0/0) Kommentare | PL

Diantha
Rasse: Deutscher Schäferhund
Geschlecht: Hündin
Geboren: 01/2017
Schulterhöhe: 61 cm
September 2026: Ein Leben besteht nicht nur aus dem, was vor seinem Ende geschieht. Auch die letzten Seiten gehören dazu. Und jedes Wesen hat das Recht darauf, dass diese Seiten nicht von Schmerz, Einsamkeit und menschlicher Gleichgültigkeit bestimmt werden.

Diantha ist krank. Sie lebt mit Leishmaniose, hat Schmerzen, und die Geschwülste an ihrer Brustdrüse sind inzwischen weitergewachsen. Ihre Hinterhand wirkt etwas abgesenkt, ihr Gang hat sich verändert.

Und trotzdem ist Diantha nicht am Ende. Sie hat zugenommen, ihr Fell ist lang und schön geworden. Sie ist freundlich zu Menschen, gesellig und geht gut an der Leine. Da ist noch Leben in ihr – und auch noch Kraft. Noch können wir etwas für sie tun.
Aber ihre Zeit wird knapp.

Während Diantha im Hundelager wartet, schreitet ihre Krankheit weiter fort. Ihre Schmerzen lassen sich dort nicht so behandeln, wie es nötig wäre. Und niemand weiß, wie lange ihr Körper diesen Zustand noch aushält.

Dass Diantha heute dort lebt, ist kein Schicksal, das einfach über sie gekommen ist. Sie wurde von Menschen dorthin gebracht – und damit wurde entschieden, dass ihr Leben dort weitergehen soll.

Nun können wir dafür sorgen, dass diese Entscheidung nicht ihre letzte bleibt.
Diantha braucht dringend einen Menschen, der sie jetzt herausholt. Einen Menschen, der ihr die notwendige medizinische Behandlung ermöglicht, ihre Schmerzen lindern lässt und ihr einen sicheren Ort schenkt.

Und wenn ihr noch viel Zeit bleibt, dann soll diese Zeit endlich Leben sein. Wenn ihr nur wenig Zeit bleibt, dann soll sie diese Zeit wenigstens nicht hinter Gittern verbringen müssen.
Darum bitten wir heute ganz besonders für unser Schäfi-Mädchen um Hilfe. Nicht irgendwann, sondern jetzt. Denn noch ist es nicht zu spät.

Bitte, wer immer diese Zeilen liest und Diantha helfen kann, der/diejenige melde sich bei uns. Noch sind ihre letzten Seiten nicht geschrieben. Vielleicht können wir gemeinsam dafür sorgen, dass sie nicht die traurigsten ihres Lebens werden.
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 25.09.2026, 18.21 | (0/0) Kommentare | PL