Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Anruf

Miah – Holst du mich endlich heim?


Miah

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 08/2021

Schulterhöhe: 55 cm

August 2026 Hallo, Sie da draußen – ja, genau Sie!

Erinnern Sie sich noch an mich? Ich bin Miah. Vor fast drei Jahren habe ich mich schon einmal bei Ihnen beworben. Und danach noch einmal. Leider haben Sie sich bis heute nicht bei mir gemeldet. Kein Anruf, kein Brief, kein "Komm, Miah, wir holen dich!"

 Nun könnte ich beleidigt sein. Bin ich aber nicht. Ich dachte mir einfach: Na gut, dann versuche ich es eben noch einmal. Irgendwann muss es doch klappen!


Ich bin inzwischen fünf Jahre alt und immer noch hier im Hundelager. Dabei bin ich eigentlich viel zu temperamentvoll für so ein Dasein und habe große Lust, endlich die Welt zu entdecken. Mit meinen Artgenossen komme ich gut aus, auch wenn ich manchmal ein bisschen stürmisch bin. Aber nach so vielen Jahren im engen Zwinger darf man doch wohl ein wenig übers Ziel hinausschießen, oder?


Menschen finde ich jedenfalls ganz wunderbar. Ich bin offen und freundlich, suche ihre Nähe und liebe Aufmerksamkeit. Streicheleinheiten? Immer her damit! Wenn sich eine Hand findet, die mich krault, bin ich sofort dabei. Ich glaube nämlich, dass ein Hund gar nicht genug davon bekommen kann, wenn endlich jemand Zeit für ihn hat.

Und dann wären da noch meine langen Beine, meine Schnüffelnase und meine ganze angesammelte Energie. Ich möchte laufen, entdecken, spielen und lernen. Ich möchte nicht länger nur darauf warten, dass der Tag irgendwie vergeht, sondern endlich dazugehören.


An der Leine gehe ich inzwischen schon - nun ja ... daran lässt sich noch arbeiten. Ich bin eben neugierig und voller Begeisterung und manchmal gibt es draußen von allem einfach ein bisschen zu viel auf einmal. Aber das lässt sich lernen. Mit Menschen, die Geduld haben, mir Sicherheit geben und ein bisschen Humor mitbringen, werde ich bestimmt noch eine richtig gute Spaziergängerin.


Was ich mir wünsche, ist eigentlich gar nicht so schwer zu erfüllen: ein Zuhause, meine Menschen, ein gemütliches Körbchen zum Einmummeln und möglichst viel von dem, was ich bisher so vermisst habe: Nähe. Zuwendung. Gemeinsame Spaziergänge. Ein bisschen Unsinn. Und die Gewissheit, dass ich bleiben darf.


Ein netter Hundekumpel dürfte übrigens gern schon da sein. Ich bin ja an das Zusammenleben mit Rüden und Hündinnen gewöhnt und könnte mir von von einem ruhigen und selbstsicheren vierbeinigen Freund sogar noch allerhand abschauen.


Drei Jahre sind eine lange Zeit. Sehr lange für jeden von uns und viel zu lange für ein quirliges Hundemädchen wie mich. Aber ich habe meine Lebensfreude und meine Hoffnung nicht verloren.

Vielleicht ist meine Bewerbung bisher einfach noch nicht bei den richtigen Menschen angekommen. Vielleicht sitzen Sie gerade da und denken: "Miah? Die könnte gut zu uns passen."


Wenn das so ist, dann lassen Sie uns einander doch endlich kennenlernen. Ich bin bereit. Ich warte hier – mit offenen Pfoten und einem Herzen voller Zuversicht. Und ich würde nur zu gern hören: "Komm, Miah. Jetzt bist du daheim."

Ihre Miah

Ina Schoenfuss

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Lebenslichter 29.08.2026, 18.59 | (0/0) Kommentare | PL

Arelio – Nimm mich mit!


Arelio

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.2020

Schulterhöhe: 45 cm


Manchmal erzählen Hunde ihre Geschichte, ohne dass sie einen einzigen Laut von sich geben. Bei Arelio genügt ein Blick auf sein zotteliges Fell, seine viel zu langen Krallen und sein vorsichtiges Wesen, um zu ahnen, dass sein bisheriges Dasein alles andere als glücklich gewesen sein kann.

In vielen Ländern hat der Tierschutz noch immer einen schweren Stand. Selbst dort, wo Gesetze die Tiere schützen sollen, bleibt oft viel zu viel Spielraum. Bis ein Hund behördlich beschlagnahmt wird, muss deshalb meist schon sehr viel geschehen sein. Für den kleinen Rüden Arelio und seine Freundin Alenya war genau das die traurige Wirklichkeit. Die näheren Einzelheiten kennen wir nicht. Laut den mit uns befreundeten Tierschützern wurden die beiden Hunde in ihrem früheren „Zuhause jedoch misshandelt.


Ob mit Arelio und Alenya damals unterschiedlich umgegangen wurde, wissen wir nicht. Gezeichnet von ihrer Vergangenheit sind sie beide. Umso mehr verwundert es, dass Arelio sich Menschen gegenüber so offen zeigt. Als die Tierschützer die beiden Ende Juni 2026 zum ersten Mal besuchen durften, lernten sie einen freundlichen, zutraulichen und anhänglichen kleinen Kerl kennen. Arelio suchte zaghaft den Kontakt – nicht aufdringlich, sondern sanft und beinahe schüchtern. Fast schien es, als wolle er sagen: „Bitte, bitte, nehmt mich mit!

Während seine Vergangenheit in seinem Benehmen nur wenige sichtbare Spuren hinterlassen hat, erzählt sein Äußeres eine andere Geschichte. Sein struppiges Fell, die offenbar noch nie beschnittenen Krallen, Zahnstein und etliche fehlende Zähne zeugen davon, dass sich lange Zeit niemand um ihn gekümmert hat. Außerdem wurden Herzgeräusche festgestellt, deren Ursache derzeit noch abgeklärt wird.

Trotz allem hat Arelio sich seine Liebe zu uns Zweibeinern bewahrt. Und genau deshalb hoffen wir von Herzen, dass es irgendwo diesen einen Menschen gibt, der sein Leben mit ihm teilen möchte: Mit einem kleinen Rüden im besten Alter – Arelio ist schätzungsweise sechseinhalb Jahre alt (Stand Juli 2026) – dessen sehnlichster Wunsch es ist, endlich dazuzugehören. Als geliebtes Familienmitglied, ganz gleich, wie groß seine Menschenfamilie sein wird. Als ein Hund, der vermutlich zum ersten Mal erfahren darf, was Geborgenheit bedeutet.


Vielleicht wird Arelio in seinem neuen Zuhause die Welt ganz neu entdecken. Gemeinsame Spaziergänge, auch bei Wind und Wetter. Ein weiches Körbchen. Abends miteinander auf dem Sofa kuscheln. Jeden Tag ein gut gefüllter Napf und hin und wieder ein Leckerli. Wahrscheinlich würde er für Letzteres mit Begeisterung neue Kommandos lernen, stubenrein werden und seine(n) Menschen mit diesem besonderen Blick ansehen, den nur Hunde schenken können, die trotz allem nie aufgehört haben zu vertrauen.

Wenn Sie sich vorstellen können, Arelio auf diesem Weg zu begleiten, dann brauchen Sie besonders am Anfang viel Zeit, Geduld und Verständnis für einen Hund mit traurigem Vorleben - vor allem aber Liebe und immer wieder Liebe.

Arelio und Alenya sind seit dem 12. Juni 2026 in einem der schrecklichsten uns bekannten Hundegefängnisse eingesperrt. Ob das Canile für die beiden eine weitere Verschlechterung ihrer ohnehin schon katastrophalen Lebensumstände bedeutet oder trotz allem sogar eine geringfügige Verbesserung gegenüber ihrem früheren Leben, vermögen wir nicht zu beurteilen. Der Gedanke allein erschüttert.


Letztlich ist jedoch nur eines entscheidend: Arelio und Alenya sollen dieses Hundegefängnis so schnell wie möglich wieder verlassen dürfen, um endlich ein echtes Zuhause zu finden – diesmal eines für immer.

Die beiden müssen dabei nicht unbedingt gemeinsam vermittelt werden. Da Arelio allerdings vermutlich sein ganzes Leben mit Alenya zusammen war und die Gesellschaft anderer Hunde kennt, würde ihm ein freundlicher, souveräner Ersthund den Start in sein neues Leben sicher erleichtern; das ist aber keinesfalls ein Muss.

Und nun die alles entscheidende Frage: Möchten und können Sie dem netten Arelio endlich das schenken, wonach er sich wohl sein ganzes Leben gesehnt hat – ein richtiges Zuhause?

Dann zögern Sie bitte nicht und melden Sie sich bei seiner Vermittlerin. Vielleicht beginnt genau mit Ihrem Anruf für diesen liebenswerten, kleinen Strubbel das glückliche Dasein, das er schon so lange verdient.

Sabine Wojtok

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

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Lebenslichter 27.07.2026, 14.00 | (0/0) Kommentare | PL

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Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.









"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

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Über mich

Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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