Tag: Familie

Hündin, geb. etwa 2012
Zwingernummer: A 3
Geimpft, gechipt, kastriert
Kenen Sie das Gefühl, nicht wahrgenommen zu werden? Du redest, und irgendwie hört dir keiner zu, oder jemand sieht dich an und du bemerkst, eigentlich blickt derjenige an dir vorbei? Genau so muss es MICHELLE ergehen, denn kaum einer hat sie je angeschaut und noch weniger Menschen haben auf sie aufmerksam gemacht oder gar etwas Besonderes an ihr gefunden.
Ein Leben lang war Michelle für die Menschen unsichtbar, bis sie 2019 ins russische Shelter Kozhuhovo gebracht wurde und einen Betreuer an ihre Seite bekam. der nicht an ihr vorbei sah, sondern sich die Zeit nahm, ihr einen Namen auszusuchen und sich um sie zu kümmern.
Woran mag es liegen, dass Michelle immer übergangen wird? Sie ist doch so eine hübsche und fröhliche Hündin mit ganz eigener Persönlichkeit. Über ihre Vorgeschichte wissen wir leider nichts – ob sie jemals ein Zuhause hatte oder auf der Straße groß geworden ist und sich dort durchschlagen musste.

Mit einer Schulterhöhe von knapp 60 cm ist Michelle einer der größeren Hunde im Shelter. Dies erschwert, trotz ihrer hellen Fellfarbe, die Vermittlung in Russland zusätzlich. Dabei verhält sie sich allen Menschen gegenüber äußerst freundlich. Wenn die Betreuer ihr Kinder mit ins Shelter bringen, ist sie ganz vorn dabei und liebt es, mit ihnen zu toben und zu spielen. Doch leider konnten all diese wunderbaren Eigenschaften ihr bisher nicht zum wahren Glückeines eigenen Für-immer-Zuhauses verhelfen.
Daher suchen
wir auf diesem Wege liebe Menschen, die Michelle die Chance ihres Lebens geben
möchten. Am schönsten wäre für sie natürlich eine aktive Familie mit
Hundeerfahrung, die gern und viel in der Natur unterwegs ist und Freude daran hätte,
sie all das zu lehren, was sie noch nicht weiß – nicht wissen kann.

Mit ihren Artgenossen kommt Michelle zwar aus, aber am liebsten wäre ihr doch ein Platz als Einzelprinzessin.

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
Lebenslichter 17.01.2024, 18.57 | (0/0) Kommentare | PL
Geboren im Jahr 2009, kam Vence 2011, also mit gerade zwei Jahren, in das Moskauer Shelter Kozhuhovo; ein fröhlicher, verspielter Junghund, der vor Neugier und Energie strotzte. Zum Glück ahnte er nicht, was ihm beschieden war.
Damals stellte er noch keine Fragen, war voll freudiger Erwartung, denn sein ganzes Leben lag vor ihm. Doch was für ein Leben sollte das sein?
Heute würde Vence uns fragen, ob es nach zehn glutheißen Sommern und ebenso vielen bitterkalten Wintern endlich etwas anderes für ihn gibt. Denn noch hat er die Hoffnung und sich selbst nicht aufgegeben.

Könnten wir seine Sprache verstehen und sprechen, so müssten wir ihm die Antwort schuldig bleiben, warum es jetzt - nach all der Zeit, in der er tapfer durchgehalten, geduldig gewartet, ums Überleben gekämpft und versucht hat, stark zu sein - immer noch kein eigenes Zuhause für ihn gibt.
Vence hat zehn entbehrungsreiche Jahre hinter Gittern verbracht; gefangen mit mehreren Leidensgenossen in einem viel zu engen, ungeschützten Außenzwinger, in dem ein Tag dem anderen gleicht. Das schlechte Futter, der Kampf gegen Hitze und Kälte, die Monotonie und Bewegungslosigkeit haben ihre Spuren hinterlassen. Vence verliert allmählich sein Augenlicht. Auf dem linken Auge hat er den Grauen Star und sieht kaum noch etwas. Zudem fehlen ihm fast alle Zähne. Das ist ein großes Problem im Shelter, denn hier gibt es nur minderwertiges, hartes Trockenfutter zu fressen. Vence muss versuchen, irgendwie damit zurecht zu kommen, um überhaupt satt zu werden. Er leidet still vor sich hin, wie so viele seiner rund 3000 Schicksalsgefährten.

Die meisten von ihnen fragen längst nicht mehr. Sie haben sich damit abgefunden, dass sie für immer an diesem düsteren, unwirklichen Ort weggesperrt bleiben und von hier irgendwann ihre einzige Reise antreten. Still und leise, ohne jemals einen Pfotenabdruck ins Herz IHRES Menschen geprägt zu haben, werden sie sich verabschieden.Und dieser Abschied wird ein leichter sein, denn er führt sie aus der Einsamkeit, Langeweile und Verlorenheit des Shelterlebens in eine hoffentlich bessere Welt.
Wenn die
Freiwilligen einmal in der Woche zu Besuch kommen, spendieren sie Vence und
einigen anderen Glückspilzen ein paar Löffel voll Dosenfutter, welches die
Betreuer aus ihrer eigenen Tasche bezahlen. Und er darf sich ein Stündchen lang
im Freilauf die Beine vertreten. Für den freundlichen, bescheidenen Vence ist
das jedesmal ein Fest. Er geht gern und brav an der Leine spazieren und freut
sich, wenn noch Zeit übrig bleibt, um sein Fell zu bürsten. Dann hält er ganz
still, denn diese kostbaren Momente für ihn allein bedeuten ihm viel. Dabei
vergisst er sogar die Frage: Hast du schon ein Zuhause für mich gefunden?

Wie gern möchten wir ihm diese Frage mit „Ja, haben wir!“ beantworten. Wir wünschen uns für Vence ein Zuhause bei lieben, verständnisvollen Menschen, die kein Problem mit seiner zunehmenden Blindheit haben (aus eigener Erfahrung darf ich sagen, dass Hunde damit viel besser zurechtkommen als wir) und ihm seinen Napf mit weichem Nassfutter füllen. Es braucht nicht vom Feinsten zu sein – praktisch ist alles besser als der miese Fraß, mit dem die Hunde im Shelter vorlieb nehmen müssen.
Vence wird
sicher ein Weilchen brauchen, um anzukommen und sich an ein richtiges
Hundeleben zu gewöhnen, aber seine offene, den Menschen zugewandte Art wird ihm
dabei helfen. Er soll den brettharten, kahlen
Zwingerboden gegen ein kuscheliges Körbchen eintauschen und sein Leben als
geliebter Familienhund beschließen dürfen.

Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.worringer@procanes.org
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Lebenslichter 16.01.2024, 19.10 | (0/0) Kommentare | PL

Zwingernummer D 9
Es war im Dezember
2017. Valechka zählte kaum zwei Monate, als das riesige Shelter Kozhuhovo ihr „Zuhause“
wurde. Da gab es niemanden, der sie liebte, pflegte und umsorgte, wie es für
ein Hundebaby sein sollte. Alles, was man ihr zuwies, war ein Platz im engen,
zugigen Außenzwinger, den sie sich mit weiteren vergessenen Seelen teilen muss.

Noch nie hat seitdem jemand Notiz von Valechka genommen. Dabei sollte doch gerade ein bildhübsches Hundemädchen wie sie, mit ihrem leuchtend hellen Fell, den gelegentlichen Besuchern ins Auge fallen. Doch leider bleib ihr dieses Glück bis heute verwehrt. Sie gehört ja auch eher zu den Bescheidenen, die sich ungern präsentieren und eher im Hintergrund halten, wenn manchmal Fremde das Shelter besuchen.

Doch wer mag ihr
das verübeln? Schließlich besteht Valechkas ganze Welt aus der Bergenztheit des
Shelters und den viel zu seltenen Besuchen ihrer Betreuer – jener Menschen,
die sich mit Herzblut und Hingabe um sie kümmern, die versuchen, ihr wenigstens
manchmal die fehlende Familie zu ersetzen und sie so gut wie eben möglich auf
ein Leben außerhalb des Shelters vorbereiten. Dazu gehört, dass Valechka sich
an Halsband, Geschirr und Leine gewöhnt und zu den kurzen Spaziergängen
mitgeht.

Valechka ist eine aktive, jedoch schüchterne Hündin. Sie spielt gern mit ihren Artgenossen im Auslauf, begrüßt freudig ihr bekannte Gesichter und lässt sich von vertrauter Hand liebend gern streicheln und drücken.

Für Valechka wären Menschen schön, die gern viel Zeit mit ihr verbringen und ihr all die schönen Dinge zeigen möchten, die sie in ihrem Leben versäumt hat. Es wäre ideal, wenn im neuen Zuhause schon ein souveräner Ersthund auf sie warten und ihr den Einstieg ins neue Leben etwas erleichtern würde. Das ist aber durchaus keine Voraussetzung.
Die zuckersüße
Valechka ist bereits kastriert, gechipt und geimpft und könnte sich schon bald
auf ihre ganz persönliche Reise ins Glück machen!
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Lebenslichter 16.01.2024, 19.10 | (0/0) Kommentare | PL

RONNIE
Rüde
geb. 2015
ca. 55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
"Jeder Tag, der zu Ende geht,
nimmt meine Träume mit ins Dunkel der Nacht."
Ronnie, schwarz und unscheinbar. Nur einer von vielen, von über 3000 Hunden des Moskauer Shelters Kozhuhovo. Soll er wegen seiner Fellfarbe für immer ungesehen bleiben?
Ronnie kam 2015 gemeinsam mit seiner
Schwester Nighty von der Straße in die unwirkliche Welt des Shelters. Beide
waren damals etwa sechs Monate alt.
Nighty spendete ihm Trost und gab ihm Halt – sie verlor jedoch den täglichen Kampf ums Überleben. Im vergangenen Jahr starb sie an einem Lymphom, nachdem sie viele Monate lang tapfer Jahr gegen die Krankheit gekämpft hatte.

Ronnie blieb traurig zurück,
gefangen in Enge und Grausamkeit an einem Ort, den nur wenige glückliche Hunde gegen ein
eigenes Zuhause eintauschen dürfen.
Noch kämpft Ronnie weiter, er will nicht aufgeben. Er ahnt nicht, dass noch viele Jahre des Kampfes und der Härte vor ihm liegen, bis er irgendwann unbeachtet und leise abtreten wird – wenn nicht ein Wunder geschieht.

Die freiwilligen Helfer beschreiben
Ronnie als liebevoll und bescheiden, freundlich gegenüber den Menschen und
seinen Artgenossen. Er läuft wunderbar an der Leine, liebt Spaziergänge und
genießt die Zuwendung der Betreuer. Auch die viel zu seltene Fellpflege
bedeutet eine willkommene Abwechslung für ihn.
Es sollte doch möglich sein, für unseren liebenswerten und umgänglichen Ronnie ein Zuhause zu finden, in dem er geliebt und beschützt alt werden und zuvor noch alles kennenlernen darf, was ein richtiges Hundeleben ausmacht: Geborgenheit, gutes Futter und ein kuscheliges Körbchen, Spaziergänge und das Glück, ein echtes Familienmitglied zu sein.
Black is beautiful! Vielleicht
erkennen ja gerade Sie Ronnies besondere und einzigartige Schönheit.

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Für Ronnie suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail:
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
Lebenslichter 15.01.2024, 19.26 | (0/0) Kommentare | PL

NIKITA
Rüde
ca. 2008/09 geboren und
ca. 55-60 cm groß
freundlich, sehr menschenbezogen, ruhig, sozial
Er hatte sich schon aufgegeben, als er von Carmena aus dem Public
Shelter gerettet wurde.
Hallo, Ihr lieben Menschen da draußen! Um ein Haar wäre es nicht mehr dazu gekommen, aber nun bekomme ich doch noch die Chance mich hier einmal vorzustellen.
Ich bin NIKITA - diesen tollen Namen hat mir meine liebe Patin gegeben, die heute dafür sorgt, dass ich im PAR (privaten Shelter) zumindest in Sicherheit bin und einigermaßen gut versorgt werden kann.

Das war aber längst nicht immer so.
Bis vor wenigen Tagen war ich noch
ein NIEMAND, hatte keinen Namen, war keinen Pfifferling wert, stattdessen
weggesperrt in der Hundehölle von Târgu-Jiu, dem Public Shelter – und das viele
Jahre lang. Tagein, tagaus musste ich ums Überleben kämpfen. Ich musste Hunger,
Kälte, Hitze, Beißereien ertragen, an einem grausamen Ort voller Gestank, Lärm
und Leid vor mich hinvegetieren.
Irgendwann konnte ich nicht mehr und
habe einfach aufgegeben. Ich legte mich auf den Boden unter meine Holzpritsche
in den Dreck und schloss meine Augen. Ich hatte mit meinem Dasein abgeschlossen
und wollte nur noch sterben.
Doch dann geschah ein Wunder.
Carmena kam als mein rettender Engel und nahm mich mit ins PAR Shelter, wo ich zunächst
versorgt wurde und mich halbwegs erholen durfte.
Inzwischen geht es mir schon ein wenig besser, kann gar nicht fassen, dass ich noch lebe.
Ob ich armer Tropf aber auf meine alten Tage noch ein Zuhause finde, bezweifle ich stark, denn wer will schon einen alten Hund wie mich?
Da habe ich wohl keine Chance mehr. Wahrscheinlich werde ich nie erfahren, wie es ist, in einem warmen, weichen Körbchen zu schlafen, geliebt und umsorgt zu werden, über Wiesen und Felder zu laufen, eine eigene Familie zu haben.
Das alles wird für mich wohl nur ein schöner Traum bleiben.
Oder habe ich am Ende doch noch Glück? Willst vielleicht gerade DU mich zu dir holen?
Dann melde Dich bitte schnell bei:
Bianca Raabe
Nadine Decker
oder
Andrea Sbrisny von
SAVING ANGELS DEUTSCHLAND e.V.
Die Zeit läuft mir davon!
Dein/Euer NIKITA

https://www.facebook.com/Shelterfellchen-suchen-ein-Zuhause-oder-Zwingerpaten-1603017826660908
Lebenslichter 13.01.2024, 15.39 | (0/0) Kommentare | PL

LINDA
Hündin
geb. 2021
55 cm Schulterhöhe
keine Krankheiten bekannt
geimpft, gechipt, kastriert
gut verträglich mit Artgenossen, sehr freundlich zu Menschen
fröhlich und verspielt
läuft brav an der Leine
Lebensretter pfotenringend gesucht!
Wenn ich überlebe, gehöre ich dann zu den Vergessenen?
Gerade sechs Monate alt, kamst du mit deinen beiden
Schwestern in das riesengroße, unheimliche Shelter Kozhuhovo; so ähnelt eure
Geschichte der tausender anderer junger Hunde in Russland und anderswo. Eure
Mutter wurde auf der Straße geboren und brachte dort acht Welpen zur Welt. Fünf
deiner Geschwister fanden ein hoffentlich gutes Zuhause, du wurdest mit Irma
und Monica von den Freiwilligen schweren Herzens ins Tierasyl gebracht.
Das war im Oktober 2021. Ein Jahr später, im Herbst
2022, werden ihr möglicherweise alle drei in einem neuen Shelter sitzen. Denn
nach dem Willen der Verantwortlichen soll es an einen Ort weit außerhalb von
Moskau verlegt werden, unmittelbar neben eine Mülldeponie, deren Boden getränkt
ist mit Giften und Abfällen der Menschen und der Industrie.
Wenn ihr Glück habt, überlebt ihr diesen Umzug, und mit noch mehr Glück dürft ihr euch weiter einen Zwinger teilen – wenn nicht wahllos Hunde zusammengesetzt werden, die einander nicht kennen und auf engstem Raum miteinander auskommen müssen, was leider schon jetzt oftmals zu tödlichen Auseinandersetzungen führt.

Auch deine von dir so heißgeliebten Betreuer, deren
wöchentliche, kurze Besuche für dich das höchste Glück bedeuten, würdest du
dann so gut wie nie mehr sehen. Denn dieses neue, buchstäblich aus dem Boden
gestampfte Shelter ist praktisch nur mit dem Auto zu erreichen, welches die
wenigsten der Freiwilligen ihr Eigen nennen. Die nächste Bushaltestelle ist
vier Kilometer weit entfernt, und es gibt nur zwei Busverbindungen am Tag.
Wir als Vermittler sehen diesen unseligen Umzug kommen. Wie ein Damoklesschwert hängt er über unseren Gedanken, lässt uns Tag und Nacht nicht zur Ruhe kommen und treibt uns in unseren Bemühungen, für dich und möglichst viele andere ein schönes Zuhause zu finden, weiter an. Noch geben wir den Kampf und die Hoffnung nicht auf, dass an zuständiger Stelle ein Mensch sitzt, der ein Herz in der Brust trägt, für den Mitgefühl kein Fremdwort ist, der das Ruder herumzureißen vermag und eine Lösung findet, mit der alle Beteiligten – Geschäftsleute, Freiwillige und vor allem ihr Hunde – zufrieden leben können.

Du ahnst zum Glück nichts von diesen heraufziehenden
dunklen Wolken. Offen, verspielt und stets gut gelaunt lebst du im Hier und
Jetzt. Du liebst deine Artgenossen, aber wir Menschen sind das Größte für dich.
Du genießt sichtlich jede Streicheleinheit, ohne aber jemals vorzudrängen, bemühst
dich, alles richtig zu machen und möchtest einfach nur gefallen. So hast du
sehr schnell gelernt, brav an der Leine zu gehen, auch die ersten
Grundkommandos kennst du schon.
Nun suchen wir für dich liebe Menschen, die Freude
daran haben, ein junges, unbedarftes Hundekind in ihre Familie aufzunehmen, ihm
ihre Welt zu zeigen und es alles zu lehren, was es fürs Leben braucht – damit
du nicht in einem kahlen Zwinger an einem von Gott und der Welt verlassenen Ort
alt werden und irgendwann von dort aus deinen letzten Weg gehen musst.
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den
Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Linda beim Spielen mit ihren Schwestern Irma und
Monica:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
Lebenslichter 12.01.2024, 16.08 | (0/0) Kommentare | PL
JARIK

Rüde
geb. 2021
50 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
Menschen zum Liebhaben gesucht

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MARIK

Rüde
geb. 2021
50 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
übervolles Herz zu verschenken


Jarik und Marik – das Schicksal der
beiden zauberhaften Hundebrüder schien bereits besiegelt; buchstäblich in
letzter Sekunde sprangen sie dem Tod von der Schippe: Sie und ihre Mutter waren
unerwünscht, einige Leute fühlten sich von der kleinen Hundefamilie gestört.
Die Hündin wurde brutal getötet, ihre beiden Welpen sollten ertränkt werden. In
letzter Sekunde griffen tierliebe Menschen beherzt ein, retteten die Hundebabys
und brachten sie ins Shelter Kozhuhovo.
Nun befinden sich die Beiden zwar in
Sicherheit – nur was für ein Leben erwartet sie dort als zwei von ungefähr
dreitausend? Eingesperrt in einen engen Zwinger, in welchem außer Aufstehen, um
die eigene Achse drehen und Hinlegen nichts möglich ist; eine Qual für junge,
bewegungsfreudige Hunde. Harter, uringetränkter Holzboden, auf dem die Nässe
durch jede Ritze dringt und bis hinein in die winzige Holzhütte kriecht, in die
die Hunde sich in ihrer Not als einzigen Schutz vor der bitteren Kälte
zurückziehen können.
Richtig satt werden sie auch nie,
denn das billige Futter gibt nicht viel her. Zudem wird es mit jeder Lieferung
schlechter, weil der Shelterbetreiber seine Gewinnspanne erhöhen will.
Der einzige Lichtblick in ihrem trüben Dasein ist der wöchentliche Besuch ihrer freiwilligen Betreuer. Dann dürfen die Hundebrüder ihren Knast für eine Stunde verlassen, zusammen im Shelterbereich spazieren gehen oder gemeinsam mit vielen Schicksalsgefährten im Auslauf rennen, springen und spielen. Am Ende dieser Stunde trotten sie widerwillig mit gesenkten Köpfen zurück in ihren Zwinger und das ewige Warten beginnt aufs Neue.
Jarik wie Marik werden von ihren Betreuern als absolut sozial, kameradschaftlich und umgänglich beschrieben. Beide lieben den Menschen über alles; darum unterbrechen sie das Spielen und Gassigehen immer wieder, um sie ausgiebig streicheln und kraulen zu lassen. Bei der Masse an liebebedürftigen Hunden bleibt leider viel zu wenig Zeit um die Sehnsucht jedes einzelnen nach menschlicher Nähe zu stillen.
Jarik -verliebt in den Menschen:
Marik und Jarik auf dem Weg zur
Ausstellung Dezember 2021:
Marik und Jarik, Autofahrt zur
Ausstellung Dezember 2021:
In Russland sollten sie sterben; dürfen Sie bei Ihnen leben? Dann wenden Sie
sich bitte an uns. Vielen, lieben Dank!
Vorstellung von Marik:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
Lebenslichter 12.01.2024, 16.08 | (0/0) Kommentare | PL

MILADY
Hündin
geb. etwa August 2019
ca. 50 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
möchte gern für immer ihr Herz verschenken
Die bezaubernde, kleine Hundedame, die von den Freiwilligen im Shelter auf den klangvollen Namen "Milady" getauft wurde, hielt im April 2020 gemeinsam mit ihren drei Brüdern ihren Einzug ins Moskauer Shelter Kozhuhovo. Damals zählten die Geschwisterchen kaum mehr als acht Monate und doch war ihr Leben von diesem Augenblick an im Grunde schon vorbei. Denn so ein Shelter ist kein Tierheim, wie wir es kennen. Es ist nichts weiter als eine Hundeverwahranstalt; bestehend aus endlos langen Reihen enger, verrosteter Blechcontainer mit Holzboden und einer winzigen Holzhütte darin als einzigem Schutz vor Wind und Wetter.
Die vier Hundekinder kamen von Anfang an mit dem üblen Trockenfutter, das es hier als einziges zu fressen gibt, gar nicht zurecht. Sie waren immer hungrig und sind bis heute viel zu mager.

Milady ist die
kleinste der Geschwister; ein schmales, zartes Hundemädchen, das versucht, sich
im Shelteralltag durchzukämpfen, so gut es eben geht. Glücklicherweise muss sie
nicht mit fremden Hunden zusammensitzen, sondern teilt sich den Zwinger mit
ihren beiden Brüdern Atos und Artemis.
Langeweile und Einsamkeit bestimmen das Leben im Shelter. Die knapp bemessenen Zwinger lassen den Hunden kaum genügend Platz, um aufzustehen, sich einmal zu drehen und wieder hinzulegen. So müssen sie jahrein, jahraus, einhundertsiebenundsechzig Stunden in der Woche warten – auf den ersehnten Moment, wenn die freiwilligen Helfer ins Shelter kommen. Dann können sich die Hunde eine Stunde lang im Freilauf die Beine vertreten, miteinander spielen und – wenn die Zeit dafür ausreicht – ein wenig mit den Betreuern schmusen oder einen kleinen Spaziergang machen.

Manchmal haben sie
Glück, die hübsche Milady und ihre Brüder: Sie dürfen auf einer der wenigen
Tierschutzveranstaltungen antreten, die es in Moskau gibt und Reklame machen
für sich und ihre Mitgefangenen. Dabei gewinnen sie sogar Preise: Beim letzten
Mal war es Katzenfutter, über welches die etwa zweihundert ebenfalls im Shelter
lebenden Samtpfoten sich bestimmt gefreut haben.

Milady ist eine
umgängliche und verträgliche Hündin. Sie mag Rüden und Hündinnen gleichermaßen,
kennt das Laufen an der Leine und hört auf ihren Namen. Sie
liebt ihre Betreuer, die einzigen Menschen, die sie bisher kennenlernen durfte
– wenn man von den Arbeitern absieht, die den Hunden aber eher Angst einflößen.
Nur zu gern möchte die junge Hündin ihr Herz verschenken, an ihren Menschen,
ihre Familie, um sie bis ans Lebensende bedingungslos zu lieben.
Wenn Sie dieses
Geschenk gern annehmen würden, dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht. Vielen,
lieben Dank!
Milady, Atos und
Artemis beim Füttern in ihrem Zwinger:
Gassigehen im Shelter
mit den Betreuern:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
Lebenslichter 12.01.2024, 16.07 | (0/0) Kommentare | PL

DINA
Hündin
geb. 2016
55 cm Schulterhöhe
keine Krankheiten bekannt
geimpft, gechipt, kastriert
sehr verträglich mit Artgenossen
Herzensmensch(en)
für immer gesucht!
Kann man etwas
vermissen, das man niemals kannte? Ja, die Liebe und Fürsorge eines Menschen – Deines
Menschen – die kannst Du schmerzlich vermissen, ohne sie niemals gekannt zu
haben. Aber manchmal werden Wunder wahr, und vielleicht gibt es doch noch ein
Glück für Dich.
Du kamst im April 2019 ins riesige Moskauer Shelter Kozhuhovo, gemeinsam mit Deinem Söhnchen, welches damals ein winziger Welpe war. Seit mittlerweile drei endlos langen Jahren bist Du weggeschlossen, als eine von dreitausend vergessenen Hunden. Was tun, um diesem Gefängnis zu entfliehen, was tun, um jemandem aufzufallen, um Deine(n) Menschen fürs Leben zu finden?

Lange tatest Du Dich
schwer im Shelter. Nur langsam gewöhntest Du Dich an die harten Bedingungen, ließest
die anderen Hunde links liegen und mochtest nicht einmal spazieren gehen. Bis
heute spielst Du nicht mit Deinen Leidensgefährten, obwohl Du keine Probleme
mit ihnen hast und mit allen gut auskommst. Dein Sohn, mit dem Du Dir den
Zwinger teilst, reicht Dir als Gesellschaft völlig aus.
Deine größte Freude jedoch sind die Menschen. Wenn die Freiwilligen das Shelter besuchen und Dich mit in den Auslauf nehmen, kannst Du nicht genug davon bekommen, Dein Köpfchen in die Hände Deiner Betreuerin zu legen und Dich streicheln zu lassen. Darauf wartest Du die ganze, lange Woche über; diese wenigen kostbaren Augenblicke geben Deinem trostlosen Dasein einen Sinn, sie lassen Dich durchhalten unter Bedingungen, die wir uns für keinen Hund wünschen.

Von Deinem Wesen her bist
Du ruhig und ausgeglichen. Du gehst brav und folgsam an der Leine, obwohl das
im Shelterbereich, mit dem nie enden wollenden Gebell und den vielen Begegnungen
mit Deinen Artgenossen, nicht immer einfach und immer mit großem Stress
verbunden ist.
Außerdem fährst Du perfekt im Auto mit, weil Du genau weißt, dass Du dann wieder ein wenig Zeit mit Deiner geliebten Betreuerin verbringen darfst. Im vergangenen Jahr besuchtest Du nämlich zahlreiche Veranstaltungen, um Dich zu präsentieren und vielleicht ein Zuhause in Russland zu finden. Dabei hast Du Dich stets von Deiner besten Seite gezeigt, warst auch Fremden gegenüber sanft und freundlich. Nur geholfen hat es Dir leider nicht. Ein großer, überwiegend schwarzer Hund wie Du, der nichts Außergewöhnliches ist für den, der Dich nur mit den Augen und nicht mit dem Herzen ansieht, hat in Russland leider überhaupt keine Aussichten auf ein eigenes Zuhause.

Darum machen wir uns jetzt hier in Deutschland auf die Suche für Dich: Nach einem freundlichen Menschen, einer verständnisvollen Familie, die Dich in ihr Herz schließen, Deine zärtliche Hundeseele zu schätzen wissen und sich nicht an Deiner Herkunft stören – denn was kannst Du dafür, dass Du gerade in Russland geboren bist?
Du wartest, denn Du
vermisst, was Du niemals kanntest.
Vielleich möchten Sie
Dinas Warten ein Ende bereiten? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen
lieben Dank!
Gassigehen in Moskau:
Beim Wettbewerb:
Im Shelterauslauf:
Dina holt sich Streicheleinheiten ab:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail:
Ulrike.Worringer@procanes.org
Lebenslichter 10.01.2024, 19.01 | (0/0) Kommentare | PL

GABRIAL
Hündin
50 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2014
kastriert, geimpft, gechipt
Zwingernummer: B 23
Eine lange Reihe von Jahren ist ins Land gegangen und noch immer wartet Gabrial sehnsüchtig auf ein Zuhause.
Als junges Hündchen kam Gabrial 2015 ins Shelter Kozhuhovo. Sie wurde gefunden; das heißt man hat sie vermutlich ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen, als man ihrer überdrüssig wurde. Vermutlich war auch ihr Vorleben alles andere als schön; denn die freiwilligen Helfer berichten, dass Gabrial anfangs keinerlei Vertrauen zu Menschen hatte.
Mit der Zeit hat sie sich gut in den Shelteralltag eingefügt – es blieb ihr nichts anderes übrig, wenn sie überleben wollte. Die ehrenamtlichen Betreuer haben sich ausdauernd und geduldig um Gabrial bemüht. Sie wurden belohnt, denn die scheue Hündin hat Vertrauen zu ihnen gefasst und hält sich heute gern in ihrer Nähe auf. Auch hat sie gelernt, an der Leine zu gehen. Gabrial genießt die knapp bemessene Zeit im Freilauf, tobt gemeinsam mit den anderen Hunden und spielt für ihr Leben gern Ball mit den Betreuern. Leider ist das Vergnügen stets nur von kurzer Dauer, denn so viele andere Hunde betteln ebenfalls um ein klein wenig Aufmerksamkeit.

Bei einem unserer früheren Besuche im Shelter durften wir Gabrial kennenlernen und waren auf Anhieb begeistert von dieser freundlichen Hündin. Gabrial kam fröhlich auf uns zu und hat sich voll Begeisterung streicheln und kraulen lassen.

Heute ist die liebenswerte, junggebliebene Hündin nur allzu bereit für ihre eigene Familie, die sie in Russland leider niemals finden wird. Ein netter Hundekumpel im neuen Zuhause wäre wunderschön für Gabrial, da sie das Zusammenleben mit anderen Hunden kennt. Ihren engen Zwinger muss sie sich mit zwei bis drei Leidensgefährten teilen. Es ist aber durchaus kein Muss.
Vielleicht möchten SIE der
zauberhaften Hündin gern zeigen, wie schön ein richtiges Hundeleben sein kann.
Dann wenden Sie sich bitte an unsere Teamkolleginnen.

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Lebenslichter 10.01.2024, 19.01 | (0/0) Kommentare | PL