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Tag: Fe

Plugh - Es war einmal…


Plugh

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.2015

Schulterhöhe: 60 cm

Hallo du, ich bin Plugh.

Man sagt, ich bin ein unkomplizierter Kerl und ich glaube, das stimmt wirklich. Ich gehe offen auf Menschen zu, freue mich über Nähe und genieße jede Streicheleinheit. Ich muss nicht lange überlegen, ob ich jemanden mag. Gerade deshalb verstehe ich nicht so ganz, was gerade passiert.

Es heißt, dass ich vielleicht bald an einen Ort kommen soll, an dem es laut ist, voll und unruhig. Ein Ort, an dem es nicht mehr um mich geht, sondern nur noch darum, irgendwie da zu sein und Geld zu bringen. Ich habe ein bisschen Angst, dass ich dort einfach untergehe. Dabei wünsche ich mir gar nichts Großes und brauche auch nicht viel. Ich möchte einfach dazugehören. Bei Menschen sein, die mich sehen, die Zeit mit mir verbringen und bei denen ich bleiben darf. 

Ich bin bereit für mein eigenes Zuhause. Für ein Leben, in dem ich nicht nur warte, sondern wirklich ankomme. Vielleicht liest du das gerade und denkst an mich.

DEIN PLUGH

Plugh, unser freundlicher Senior, steht kurz davor, aus einer privaten Pension in eines der furchtbaren, tödlichen Hundelager abgeschoben zu werden. Dort wird er unter tierquälerischen Bedingungen bis zum bitteren Ende sein Dasein fristen müssen, wenn wir ihm nicht umgehend helfen. Bitte unterstützen Sie uns dabei, für Plugh endlich sein erstes schönes Zuhause zu finden. Lesen Sie bitte seine Geschichte, verbreiten Sie sie in Ihren sozialen Netzwerken und erzählen Sie anderen Menschen von ihm. Denn nur gemeinsam werden wir es schaffen, den liebenswerten Rüden vor dem Schlimmsten zu bewahren.

Aber der Reihe nach: Es war einmal ein süßes, kleines Fellknäuel namens Plugh, das ein Zuhause bei Menschen mit Haus und Garten hatte. Allerdings wurden diese Menschen seiner Gesellschaft schnell überdrüssig, sodass Plugh bis zu seinem sechsten Lebensjahr ausschließlich im Garten hausen musste - ohne Ansprache, ohne Streicheln, ohne Spielen. Irgendwann störte Plugh sogar im Garten und musste endgültig fort. Wenigstens wurde er nicht einfach auf die Straße geworfen, wie das nur allzu oft geschieht. Er zog in eine Pension um und blieb dort, bis seine Menschen das Pensionsgeld nicht mehr bezahlten und dem armen Rüden die Abschiebung in ein trostloses Hundelager drohte.


Zu seinem Glück nahm eine kleine Gruppe von Tierschützern sich seiner an und bezahlte fortan für seine Unterkunft, wie sie das bereits für etliche andere gestrandete Hunde taten in der Hoffnung, dass die Tiere in einem zweiten Anlauf ein Für-immer-Zuhause finden würden. Im Mai vergangenen Jahres traf die Tierschützer dann aber die Hiobsbotschaft, dass sie alle Zwinger räumen müssten, da diese zu nah am Fluss und somit in möglichem Hochwassergefahrengebiet lägen.


Nun stehen Plugh und zwanzig weitere Hunde erneut auf der Abschussrampe in Richtung seelenloses Hundegefängnis, aus welchem es für ihn kaum ein Entkommen mehr geben wird. Daher suchen wir sehr dringend eine Familie oder eine einzelne Person, die unseren anspruchslosen Plugh so schnell es irgend geht bei sich aufnehmen möchte.



Plughie, wie ihn die freiwilligen Helferinnen und Helfer liebevoll nennen, ist ein älterer, genügsamer Hundemann. Trotz der traurigen Umstände, unter denen er sein ganzes bisheriges Leben zubringen musste, ist er ein netter, umgänglicher Hund geblieben. Bei aller Bescheidenheit würde er sich über ein altersgerechtes, warmes Bettchen freuen, genauso wie über viele Streicheleinheiten und gemütliche, ruhige Spaziergänge in der Natur.

An der Leine läuft er schon richtig gut. Allerdings vermuten die Freiwilligen, dass man Plughie in seinem früheren Garten öfter einmal aus Spaß das Fressen weggenommen haben muss; er mag es überhaupt nicht, wenn Menschen sich ihm nähern, während er frisst. Für dieses Verhalten kann er nichts, man muss es bitte respektieren, bis er es vielleicht irgendwann einfach vergisst. Aber das ist auch die einzige kleine Baustelle, die die Tierschützer bisher an ihm beobachtet haben.


Unser lieber Oldie würde sich so sehr über ein fürsorgliches Zuhause freuen, in welchem er seinen Lebensabend verbringen darf. Wenn Sie das Ihre mit Plugh teilen möchten, dann melden Sie sich doch bitte bei uns. Falls Sie noch weitere Fragen haben, wird Plughies Vermittlerin sie Ihnen gern beantworten. Vielen, lieben Dank!

Simone Horn

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Lebenslichter 03.07.2026, 16.58 | (0/0) Kommentare | PL

Sigrid - Warten auf Antwort - und das Warten hat sich gelohnt: Zuhause gefunden!


Sigrid

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 12.2022

Schulterhöhe: 50 cm


Am 26. Oktober 2024 wendete sich Sigrids Schicksal; nicht zum Guten, denn es verschlug die kleine Hündin gnadenlos in ein Canile, ein italienisches Hundelager. Der Satz "Zum Leben zu wenig, zum Sterben zuviel" bekommt dort eine schreckliche Bedeutung: Die Tiere, die bis auf wenige Glückliche, für immer in ihrer Betonbox eingesperrt sind, erhalten von allem nur soviel, dass sie gerade noch am Leben bleiben. Das Futter ist so schlecht, dass es nur den Magen füllt, aber nie wirklich satt macht; frisches Trinkwasser ist ein seltener Luxus, und ein Tierarzt kommt nie, mag einer der Hunde auch sterbenskrank sein. Mit dem Geld, welches der Staat für die Unterbringung der Hunde zahlt, füllen die Canilebetreiber sich die Taschen.


Aber nun hat Sigrid, die sich ihre kahle Zelle einträchtig mit Lotmar teilt, ihr Los ein klein wenig in die eigenen Pfoten genommen. Denn als Tierschützern einer ihrer raren Besuche im Hundegefängnis gewährt wurde, zeigte sie sich als besonders liebes Mädchen. Bitte, lesen Sie selbst, was uns die Tierfreunde über sie erzählten:


"Auf den ersten Blick scheint Sigrid eher eine stille Beobachterin zu sein. Sie gehört zu den Hunden, die nicht laut nach Aufmerksamkeit verlangen, sondern lieber abwarten und sich langsam annähern. Menschen gegenüber zeigt sie sich leicht unsicher. Dabei ist sie aber sanft, gutmütig und lässt sich anfassen, wenn man ihr mit Ruhe und Geduld begegnet.


Hinter ihrer anfänglichen Zurückhaltung verbirgt sich ein feines, sensibles Wesen, das einfach nur einen sicheren Rahmen braucht, um Vertrauen aufzubauen. Hat sie diesen gefunden, wird sie sich Stück für Stück öffnen und ihre weiche, anschmiegsame Seite zeigen.


Sigrid stellt keine Forderungen. Sie macht keinen Lärm. Sie steht einfach da, lässt Nähe zu, nimmt Berührungen an - wie ein vorsichtig begonnenes Gespräch, bei dem sie erst einmal zuhört. Mit Rüden und Hündinnen kommt sie zurecht, freundlich und unauffällig. Das Draußen kennt sie nur aus Erzählungen anderer."



Im rauen Takt des Hundelagers - zwischen Betonwänden, Gitterstäben und dem verzweifelten Bellen anderer Vierbeiner - bleibt Sigrid eine gleichbleibende Größe, wie eine Kerze, die stetig ein warmes Licht abgibt. Ihren kargen Zwinger teilt sie jetzt mit Nalthea und Grigor. Das Lager ist ein Ort, an dem Schicksale willkürlich zusammengeworfen werden und wo jeder an jedem Tag nach Zuwendung hungert. Trotzdem trägt Sigrid in sich eine zarte Würde, die sich nicht aufdrängt, sondern sanft um Aufmerksamkeit bittet.



Diese wunderbare Hundeseele darf einfach nicht an diesem dunklen, schmutzigen Ort verkümmern. Sollten Sie daher einen Hund suchen, der nicht laut ruft: Hier bin ich!, sondern bescheiden fragt: Darf ich auch?, dann werden Sie in Sigrid eine besonders treue Gefährtin finden. Die sanfte Hündin wartet nur darauf, entdeckt und geliebt zu werden - von jemandem wie Ihnen mit Geduld, Herz und einem offenen Ohr für die leisen Töne.

Margot Wolfinger

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Lebenslichter 07.06.2026, 19.15 | (0/0) Kommentare | PL

Thavine - Ich glaub´, ich bin im falschen Film!


Thavine

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 01.2026


Ein herrlicher Frühlingstag in Italien. Die Vögel zwitschern, die Sonne kommt hinter den Wolken hervor und strahlt auf das kuschelige Körbchen der Hundekinder Thavine und Tiriel. Thavine streckt sich genüsslich und stuppst ihr Brüderchen Tiriel an. Werde schnell wach, Tiriel. Ein spannender Tag voller Abenteuer erwartet uns. Noch mehr Abenteuer, antwortet Tiriel und gähnt herzhaft. Wir haben doch gestern schon unsere Spielsachen versteckt, mit unseren Menschen gekuschelt und sind über eine weiche Wiese mit den bunten Blumen getobt.


Stopp! Falscher Film! Denn das ist nicht der, in welchem Hundekinder die Hauptrolle spielen, die in der Geborgenheit einer Familie oder eines Lieblingsmenschen aufwachsen dürfen. Dies ist der Film von Welpen, die mit zwei Monaten von ihrer Mama getrennt und in einem Hundelager entsorgt wurden. Statt in dem kuscheligen Körbchen werden sie auf einem kalten, schmutzigen Betonboden schlafen müssen, bis ihre Knochen wundgescheuert sind; und statt Vogelzwitscher wird sie jeden Morgen das Bellen und Jaulen ihrer Mitinsassen wecken, von denen viele ebenfalls seit ihrer Welpenzeit dort eingesperrt sind, ab da kein einziges Mal ihre Zelle verlassen haben und in dieser auch irgendwann einsam und vergessen sterben werden.



Thavine und Tiriel hatten seltenes, unfassbares Glück: Die Tierschützer durften auf Stippvisite zu ihnen. Für die beiden Hundekinder bedeutete dies einen Augenblick der Freiheit und Unbeschwertheit auf der Besuchswiese. Hier konnten sie zum ersten Mal nach Herzenslust schnuffeln und rennen. Beim Leinenführigkeitstest ist die kleine Thavine zwar durch-, aber dafür durch ihren Einfallsreichtum aufgefallen: Sie hat die Leine kurzerhand zweckentfremdet und zur Spielkameradin gemacht.


Leider sind die Besuche durch die Tierschützer gezählt. Wenn sie das nächste Mal vorbeikommen - vielleicht in einigen Monaten oder sogar erst Jahren, je nachdem, wie es den Canilebetreibern gefällt - dann wird Thavine viel von ihrer Unbeschwertheit und ihrem hundekindlichen Zutrauen verloren haben. Sie wird nicht wissen, dass sie im falschen Film ist, denn den Film vom glücklichen Hundeleben wird sie bis dahin nicht kennenlernt haben; nur den, in dem Leben nichts anderes als Überleben heißt. Überleben in einer Welt, die es gar nicht geben dürfte.



Und nun, liebe Leserinnen, liebe Leser, geben wir Ihnen eine Fernbedienung in die Hand. Welcher Film soll für Thavine die nächsten zwölf bis vierzehn Jahre laufen? Film B (bei Publikum und Presse durchgefallen), in dem die Kleine elend in der Hundeverwahranstalt vor sich hinvegetiert, bis sie, gezeichnet durch körperliche und seelische Vernachlässigung, diese Welt verlässt? Oder Film A (löste schon bei der Uraufführung wahre Begesteirungsstürme aus), in dem sie die Hauptrolle in Ihrem Leben spielt, fröhlich und vertrauensvoll an Ihrer Seite aufwächst, um mit Ihnen als beste Freundin durchs Leben zu gehen? Sie halten die Fernbedienung in der Hand; und um Ihnen die Wahl zu erleichtern, haben wir schon die Telefonnummer von Thavines Vermittlerin einprogrammiert. Bitte rufen Sie an.  Thavine und wir freuen uns auf Sie. Vielen, lieben Dank!

Daniela Koenemann

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Lebenslichter 22.05.2026, 19.25 | (0/0) Kommentare | PL

Die Horrornacht des Jahres

steht uns wieder unmittelbar bevor. Darin stimmen wohl die meisten Menscheneltern von Fellkindern sowie alle, für die Tier- und Umweltschutz mehr als nur leere Worthülsen sind, überein: Privates Feuerwerk an Silvester gehört verboten. Viel zu viel Stress und Panik für unsere Mitgeschöpfe, dazu unerträglicher Lärm und tonnenweise Dreck. Gar nicht zu reden von Hunderten entlaufener Hunde und Katzen, verletzter und leider auch toter Wildtiere und Vögel, die es am Neujahrsmorgen zu beklagen gibt – allesamt Opfer unserer menschlichen Vergnügungssucht und Rücksichtslosigkeit.

Früher gab es bei uns auch ein Feuerwerk – letztmalig vor 48 Jahren, als der Beste und ich uns verlobt haben - allerdings, im Vergleich zur heutigen Massenböllerei, ein recht bescheidenes. Mein Papa hatte am 31. Dezember Geburtstag, was für Familie und Freunde sehr praktisch war, weil sie immer wussten, wohin sie zum Feiern gehen konnten. Papa war unser Pyro… nein, nicht -mane, sondern -techniker. Um Mitternacht gab es eine kleine, aber feine Show: Ein halbes Dutzend wirklich schöner Raketen, sowie zwei Sonnen, die ihren Sternenregen versprühten. Dazu für jeden Gast eine Wunderkerze – das war´s. Keine Kanonenschläge, Knallfrösche und wie diese unsäglichen Krachmacher sonst noch heißen.

Natürlich spielte dabei auch das Geld eine große Rolle. Feuerwerkskörper waren damals um ein Vielfaches teurer, eine gute Sonne kostete allein schon um die zehn Mark. Heute bekommt man für fünfzehn Euro ein halbes Munitionslager! Und was sind schon fünfzehn Euro? In Rumänien immerhin knapp der Gegenwert von 15 Kilo Trockenfutter, von denen etliche Hunde im Shelter wochenlang leben müssen. 

Da wir beim Thema sind: Über 200 Millionen Euro werden allein die Deutschen in dieser Silvesternacht verpulvern. Ich will gar nicht davon reden, was man mit dem Geld an Gutem tun könnte. Aber überall hörst du sie jammern, wie teuer das Leben geworden ist, dass sie ihre Miete nicht mehr zahlen, ihre Kinder nicht mehr gesund ernähren können, auch der Kaffee ist unerschwinglich geworden. Und hier haben sie auf einmal genug, um es in der Luft verpuffen zu lassen. Mir scheint, vielen geht es immer noch zu gut.

In besagter Neujahrsnacht 1977/78 kam es zu einem Zwischenfall. Unser damaliger Hund war Ajax, ein Dobermann-Schäferhundmix und Papas erklärter Liebling. Umgekehrt galt dasselbe. Ajax hätte sich für sein Herrchen in Stücke reißen lassen – und genau das wäre um ein Haar passiert! Bevor wir alle nach draußen gingen, wurde jedem Gast eingeschärft, er möge bitte die Haustür sorgfältig schließen und darauf achten, dass der Hund drinnen bleibt. Leider hatte dann doch jemand nicht aufgepasst, und Ajax konnte entwischen. Mein Vater hatte gerade eine Rakete angezündet, da stürzte sich der Hund auf den schon brennenden Feuerwerkskörper und biss hinein - wohl um sein geliebtes Herrchen vor dem zischenden Ungeheuer zu beschützen. Der Ärmste versengte sich die Schnauze und büßte sämtliche Barthaare ein. Schlimm genug, aber es hätte für ihn auch ganz anders ausgehen können. Danach gab es bei uns nie wieder ein Feuerwerk.

Für meine Omi (wie sicher für viele alte Menschen) war die Böllerei besonders schwer zu ertragen. Beim Milleniumswechsel 1999/2000, als hier buchstäblich die Hölle losbrach, hielt sie sich die Ohren zu und sagte: "Siehst du, Kind, so hat es sich angehört, als nachts die Bomben fielen." An diesen Satz muss ich immer denken, wenn hier alljährlich am 31.12. um Mitternacht der Weltuntergang inszeniert wird.

Inzwischen sind nach Umfragen rund 60% der deutschen für ein privates Böllerverbot. Das ist eine klare Mehrheit und ich frage mich, wo bleibt da die Demokratie? Noch eine Frage treibt mich seit langem um, ohne dass ich darauf eine Antwort finde: Warum funktioniert bei uns Menschen alles immer nur durch Verbote und Strafen,  anstelle von Vernunft und Mitgefühl? 

In der heutigen Zeit empfinde ich die Knallerei als besonders rücksichts-, empathie- und gedankenlos. Ich meine, es gibt Millionen Menschen, denen Tag und Nacht die Raketen und sonstige Geschosse um die Ohren fliegen; Menschen, die sich nichts sehnlicher wünschen als wieder einmal in Ruhe ohne Angst schlafen zu dürfen - und wir spielen hier Krieg. Wer das so toll findet, der möge dorthin fahren, wo er real geführt wird. Auswahl an möglichen Reisezielen gibt es genug.

Ich wünsche uns allen ein leises Neues Jahr. Möge uns der ganz große Knall noch eine Zeitlang verschonen.



Lebenslichter 31.12.2025, 20.55 | (0/0) Kommentare | PL

Noch nicht das Ende für: Sam


SAM

Rüde

4 Jahre alt (geb. ca. Januar 2018)

60 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

liebevolles Für-immer-Zuhause gesucht

4 verlorene Jahre und bald soll es noch schlimmer werden. Aber wir geben den Kampf und die Hoffnung nicht auf.

Bereits als Welpe kamst du in das riesige Shelter Kozhuhovo vor den Toren von Moskau. Das war im April 2018 und heute bist du noch immer dort. Du hast es irgendwie geschafft, an diesem unwirtlichen, trostlosen Ort zu überleben, doch schon bald wird es diesen nicht mehr geben. Denn das Shelter Kozhuhovo soll umziehen – weit abgelegen, für Betreuer und Besucher praktisch unerreichbar, an einen Platz gleich neben einer verseuchten Mülldeponie. Die Bauarbeiten sind schon im Gange.

3000 Hunde und 400 Katzen sollen dann verlegt werden - wie das stattfinden soll, ist uns für uns unvorstellbar -und mittendrin auch du.

Du bist so ein lieber Kerl; sanft und freundlich und am allerliebsten in der Nähe deiner Betreuer. Dies sind die freiwilligen Helfer, die versuchen, dir und den anderen Hunden das Leben wenigstens manchmal ein bisschen erträglicher zu machen.


Besonders gefallen dir die leider viel zu seltenen Streicheleinheiten. Dabei wirst du als ruhig, zurückhaltend und unaufdringlich beschrieben. Kommt jemand Neues auf dich zu, bist du anfangs eher scheu und brauchst ein Weilchen, um Vertrauen zu fassen. Wer sollte dir das verdenken? Bisher hast du von Menschenhand ja nichts Gutes erfahren – wenn man von den Freiwilligen absieht und die kommen nur einmal in der Woche für eine kurze Zeit.

In deiner russischen Heimat hast du keine Chance, deinem unbarmherzigen Schicksal zu entfliehen, denn du bist groß, ein Rüde und obendrein schwarz, und viele Menschen fürchten sich immer noch vor Vierbeinern mit schwarzem Fell. Dabei weiß ich aus eigener Erfahrung, dass in euch schwarzen Hunden die reinsten, blütenweißen Seelen wohnen. Du brauchst nun ein Wunder in Gestalt eines wunderbaren Menschen, der das ebenso sieht und die die Chance deines Lebens gibt. 


Bisher weißt du nichts von der Welt da draußen, kennst nur das Leben hinter Mauern und Gitterstäben. Aber zum Glück bist du überaus verträglich und kommst mit deinen Artgenossen bestens zurecht.  Darum wäre es fein, wenn in deinem künftigen Heim, neben herzensguten, geduldigen Menschen, auch ein freundlicher Hundejunge oder ein nettes Hundemädchen dir alles zeigen könnte, was du im richtigen Leben wissen musst. 


Mein lieber Sam, aus tiefstem Herzen wünsche ich dir, dass wir hier die Menschen für dich finden, die tief in deine Augen schauen, welche so viel mehr sagen, als meine Worte es vermögen. Ich hoffe auf diese(n) besonderen Menschen für Dich, der Dir ein behütetes Zuhause schenkt und Dich endlich glücklich werden lässt. Wenn vielleicht Sie gern der- oder diejenige(n) sein möchten, dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!

Sam und die Streicheleinheiten seiner Betreuerin – ein wenig Trost in diesem entbehrungsreichen Leben (04.2021):


Es sind einfach immer zu wenig streichelnde Hände da (02.2020):

 

Sam wird gebadet (08.2019): 


Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

 

Vermittlerkontakt/Fragen:

 

Daniela Bansche

Tel.: 05371-687266

eMail: d.bansche@gmail.com

fb.me/Chance.fuer.Shelterhunde

Lebenslichter 18.01.2024, 18.54 | (0/0) Kommentare | PL

Ein richtiges Hundeleben für: Eroshik



Eroshik lebt schon seit Welpenalter im Shelter Kozhuhovo in Moskau. Seit langen Jahren ist er bereits eingesperrt, hat seine gesamte Jugend hinter Gittern verbringen müssen und kennt nichts, außer seinem winzigen Zwinger und dem Freilaufgehege, in das ihn seine Betreuer einmal in der Woche für eine Stunde holen.

Ein Hundeleben sollte anders aussehen…

Eroshik ist ein freundlicher Kerl, der sich immer sehr über die Besuche der ihm bekannten Menschen freut. Mit seinen Artgenossen versteht er sich ebenfalls prima, vermeidet Streitereien und geht solchen auch grundsätzlich aus dem Weg.

Fremden Menschen gegenüber zeigt er sich schüchtern bis ängstlich und braucht stets ein wenig Zeit, um aufzutauen. Hat er jedoch jemanden ins Herz geschlossen, ist er ein fröhlicher und anhänglicher Begleiter – so beschreiben ihn seine Betreuer, die sich nichts sehnlicher für Eroshik wünschen, als endlich ein eigenes Zuhause.


Leider blieb ihm das bisher jedoch verwehrt. Eroshik ist kein niedlicher Welpe mehr und mit seinen 55-60 cm Schulterhöhe auch kein kleiner Hund. Zudem sieht er aus, wie viele seiner Leidensgenossen im Shelter – all das macht ihn zu einem chancenlosen Langzeitinsassen.

Im Oktober 2017 bemerkten Eroshiks Betreuer, dass mit dem Rüden irgendetwas nicht stimmt und brachten ihn umgehend auf die Krankenstation. Schnell stellten die Tierärzte die Ursache fest: Eroshik hatte eine Magendrehung erlitten. Er wurde sofort notoperiert, womit sie ihm das Leben retteten.

Wäre er an diesem Tag ohne Besuch allein in seinem Zwinger gewesen – Eroshik wäre vermutlich qualvoll gestorben.


Was der hübsche Rüde nun eigentlich braucht, ist ganz dringend ein Zuhause, wo er vernünftig gefüttert werden kann. Die mit miesem Trockenfutter gefüllten Metalleimer in den Zwingern und der somit stets freie Zugang zum Futter, sind für Eroshik sehr gefährlich. Er bräuchte mehrere kleine Mahlzeiten am Tag, was jedoch im Shelter einfach nicht durchführbar ist.

Wir hoffen nun sehr, dass es uns gelingt, für Eroshik ein schönes Zuhause bei lieben Menschen zu finden, die dafür sorgen, dass er endlich ein hundegerechtes Lebens führen darf. Menschen, die ihm Zeit lassen, sich einzugewöhnen, die ihm mit Geduld und Einfühlungsvermögen die Welt außerhalb von Gitterstäben zeigen und ihm mit kleinen, aber guten Futterrationen helfen, gesund zu bleiben.

Eroshik ist geimpft, gechipt und kastriert und könnte schon bald auf die Reise gehen, wenn Sie ihn gern adoptieren möchten.


Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen. Vielen, lieben Dank!

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https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 17.01.2024, 18.57 | (0/0) Kommentare | PL

Ein kleines Stück vom Glück für: Strekoza


Manche feiern ihren Jahrestag, für STREKOZA bedeutet er von Jahr zu Jahr mehr Einsamkeit.

Schon bald jährt sich zum zwölften Mal der Monat, in dem Strekoza in das Shelter "Kozhuhovo" kam. Hier wurde sie zur Seniorin.

Heute ist Strekoza ca. 13 Jahre alt und wenn wir auf ihre Vergangenheit schauen, dann kommt Traurigkeit in uns auf.

Strekozas Leben bestand fast ausschließlich aus Gitterstäben und Zäunen. Keine Freiheit, keine Liebe, keine Geborgenheit. 7 Tage die Woche eingepfercht in einem kleinen Außenzwinger mit einer winzigen Holzhütte. Diesen kargen Raum teilt sie sich noch mit 2 weiteren Hunden.

Seit fast 11 Jahren hält sie diese Zustände aus, ohne ihre Freundlichkeit verloren zu haben. Selbst eine Adoption vor einigen Jahren in Russland, die nach nur kurzer Zeit wieder im Shelter endete, hat ihre Lebensfreude damals nicht trüben können… Wie muss es sich angefühlt haben, für kurze Zeit 'den Himmel auf Erden' zu haben, dem Zwinger entkommen zu sein? Kurz am Glück geschnuppert zu haben, ohne wirkliche Chance und wenn sich dann wieder alles auf Anfang dreht? Seitdem wartet sie weiter auf ihre Betreuer, die sie einmal in der Woche aus ihrem Gefängnis holen dürfen. All das lässt uns fast verzweifeln.

Auch wenn Strekoza noch alles aushält und sich mit ihrer Situation abfindet, wissen wir, dass es für sie als alte Hündin jeden Monat schwerer wird – alte Hunde haben diesen Bedingungen nicht mehr viel entgegen zu setzen.




Im Sommer ist es brütend heiß in Moskau und in den endlosen Zwingerreihen staut sich die Luft, kaum ein Windhauch ist zu spüren. Die Sonne brennt gnadenlos auf die mit Blechdächern versehenen Zwinger. Nicht nur der eisige Winter fordert Opfer… auch den Sommer verkraften leider nicht alle Hunde.

Seit 5 Jahren versuchen wir nun schon für Strekoza ein Zuhause zu finden. Und so macht sich neben der Traurigkeit auch irgendwie das Gefühl von Versagen breit, weil es uns bis heute nicht gelungen ist, ihre Menschen zu finden.

Es liegt nun an uns, nicht aufzugeben und nicht nachzulassen, damit die hübsche Strekoza liebe Menschen findet, die ihr ein "Für-immer-Zuhause" schenken. Sie braucht Menschen, die ihr die Welt zeigen, in die sie vor langer Zeit schon für eine kurze, selige Zeit hinein schnuppern durfte. Menschen, die sie nicht nach ein paar Tagen wieder aufgeben, sondern die ihr die Aufmerksamkeit, Zeit und Zuneigung schenken, auf die sie all die Jahre gewartet hat.

Vorgeschichte 2016

Strekoza ist eine ca. 60 cm große Mischlingshündin. Sie lebt seit 2009 im Shelter Kozhuhovo.

Strekoza ist eine fröhliche und aktive Hündin, die menschenbezogen und freundlich ist. Sie sucht stets die Nähe und die Aufmerksamkeit der Menschen um sie herum. Im Auslauf zeigt sie sich verträglich und geht Konflikten aus dem Weg.

Strekoza ist ein Energiebündel, das es liebt, zu toben und zu laufen. Woche für Woche wartet sie in ihrem Zwinger, dass sie zum Sparziergang oder in den Auslauf geholt wird. Sie kennt die Leine, benötigt aber dort noch ein wenig Übung. Man kann Strekoza im Shelter nicht gerecht werden, denn die eine Stunde in der Woche, ist viel zu wenig, um ihre Energie los zu werden.

Strekoza durfte schon einmal das Leben in einer Familie mit kleinen Kindern kennenlernen; leider gab man ihr nicht die Chance und die Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Sie wurde nach kurzer Zeit wegen ihrers Temperaments wieder zurück ins Shelter gebracht.

Wir wünschen uns für unser Energiebündel, eine aktive Familie ohne kleine Kinder. Geduldige Menschen, die ihr die weite Welt außerhalb der Gitter zeigen möchten. Menschen, denen sich Strekoza anschließen darf und die ihr ein liebevolles Zuhause schenken möchten.

Strekoza ist bereits kastriert, geimpft und gechipt und könnte schon bald nach Deutschland reisen. Wie all unsere Hunde vermitteln wir Strekoza nur auf eine Endstelle. Ob ein Leben mit Katzen möglich wäre, kann vor Ort nicht zuverlässig getestet werden.

Bei ernsthaftem Interesse würden sich Strekozas Vermittlerinnen sehr über Anfragen freuen:

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https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 14.01.2024, 15.58 | (0/0) Kommentare | PL

Gosha - weil nichts jemals ganz aussichtslos ist!


GOSHA

 Rüde

geb. September 2018

50 cm Schulterhöhe

keine Krankheiten bekannt

geimpft, gechipt, kastriert

sehr verträglich mit Artgenossen

freundlich zu Menschen, schüchtern bei Fremden

läuft brav an der Leine

Herzensmensch(en) auf Lebenszeit gesucht!

 

Es erscheint aussichtslos, aber auch Du brauchst ein Zuhause!

Deine Familie kam vor über drei Jahren ins große Moskauer Shelter Kozhuhovo. Deine Familie, das waren Deine Mutter, Dein Bruder Kevin und eben Du.

Euch dreien war durch Menschenhand unglaubliche Grausamkeit widerfahren: Eure Ruten wurden abgeschnitten. Irgendwann landetet Ihr dann auf Moskaus Straßen.

Betrachtet man es nüchtern, dann hattet Ihr großes Glück, dieser brutalen Person nicht länger ausgeliefert zu sein. Das Leben und die Gefahren der Straße überlebtet Ihr bis zum April 2019, als Ihr eingefangen und nach Kozhuhovo gebracht wurdet. Damals warst Du kaum älter als sieben Monate.


Du bist so ein bildhübscher Hundemann mit wunderschönem Fell. Gern kommst Du zu Deinen Betreuern, um Dich streicheln und hinter den Ohren kraulen zu lassen. Bei Fremden bist Du etwas schüchtern und brauchst einen Moment, um Vertrauen zu fassen. Aber besser ein bisschen zurückhaltend, als zu forsch!

Du gehörst eher zu den Ruhigen, bleibst im Auslauf gern ein wenig abseits und beobachtest das bunte Treiben. Auch beim Gassigehen im Shelterbereich hältst Du von Zeit zu Zeit inne, um zu betrachten, was um Dich herum geschieht. Mit Deinen Artgenossen kommst Du wunderbar zurecht und gehst Konflikten grundsätzlich aus dem Weg.

Was tun, wenn die Lage fast aussichtslos ist, für Hundebuben wie Dich ein Zuhause zu finden? Ein Zuhause, in welchem Du ankommen darfst, in dem Du geliebt wirst und glücklich sein darfst? Was tun, damit auch Du eine Chance bekommst, das gigantische, ungefähr 3000 Hunde beherbergende Shelter im Nordosten von Moskau endlich verlassen zu dürfen, um der drohenden Katastrophe des Umzuges zu entrinnen? 


Das Shelter mit all seinen Hunden wird verlegt. Weit außerhalb von Moskau, irgendwo neben einer Mülldeponie, wird gebaut. Gebaut für 10.000 (!) Hunde, die - erst einmal dort untergebracht - zu den endgültig Vergessenen gehören werden. Bereits im September sollen die ersten von Euch an diesen unwirklichen Ort dorthin umziehen…

Das neue Shelter ist für viele der freiwilligen Betreuer kaum zu erreichen, weil nur die wenigsten von ihnen über ein eigenes Auto verfügen. Die tierärztliche Versorgung der Hunde dort ist bis heute ungeklärt. Es geht schlicht darum, die vielen ungewollten Hunde möglichst billig und möglichst weit entfernt von der Moskauer Metropole einzusperren.

Wenn wir ehrlich sind, hast Du in Russland praktisch keine Chance auf ein eigenes Zuhause. Zu groß, zu alt (ja, mit gerade einmal vier Jahren gehörst Du dort schon zum alten Eisen!), nicht reinrassig - solch einen Vierbeiner will dort niemand haben. Deine einzige Hoffnung auf ein (Über-)Leben sind Deine Betreuer und wir Vermittler; vor allem aber natürlich DEINE Menschen, die es ganz bestimmt irgendwo da draußen gibt und die Dich einfach nur sehen und in ihr Herz schließen müssen. 


Genau diese(n) Menschen suchen wir für Dich. Auch wenn es wie die berüchtigte Nadel im Heuhaufen scheint - wir glauben ganz fest daran, dass nichts jemals vollkommen aussichtslos ist und auch Du noch Dein Glück findest!

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".


Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 13.01.2024, 15.39 | (0/0) Kommentare | PL

Morgen schon... Duncan

...kann mein Leben vorbei sein!

Gute Nachrichten:

Duncan hat es durch den großen Einsatz seiner Betreuer und in einer engen, länderübergreifenden Zusammenarbeit (die finanzielle Untersützung betreffend) auf einen Pensionsplatz in Russland geschafft. Dort wird er hoffentlich wieder gesund und wartet sehnsüchtig auf sein Für-Immer- Zuhause.


DUNCAN

Rüde

geb. 03/2016

55 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

Duncan verhält sich Menschen gegenüber äußerst freundlich

und versteht sich gut mit seinen Artgenossen

kann schon an der Leine laufen

Lebensretter verzweifelt gesucht!

Es sind Momente wie diese, vor denen ich mich zu fürchten beginne. Am Wochenende kommen die freiwilligen Betreuer ins Shelter Malinki weit außerhalb von Moskau. Vielleicht sollte ich sagen - in der Hundehölle Malinki -, denn das trifft es wohl eher. Zwar versuchen die Ehrenamtlichen auch in der Woche bei zu sein, wann immer es geht. Aber sie müssen alle arbeiten, der neue Ort wurde ganz bewusst so abgelegen gewählt, und auch in Russland hat ein Tag nur vierundzwanzig Stunden. 

Spätestens am Sonntagabend kommen dann Filme, Fotos und viele Informationen zu den Hunden. Ich schaue mir den Film von Duncan an und bin fassungslos. Mir fehlen die Worte. Das heißt, sie fehlen mir eigentlich nicht; aber was ich denke, wenn ich diese ausgemergelten, abgemagerten Hunde vor mir sehe, darf ich nicht schreiben.

Auf den alten Bildern und in den früheren Filmen von Duncan ist ein fröhlicher Hund in einer mit Wasser gefüllten Plastikwanne zu sehen. Auch scheint er wohl einer der Buddelkönige im alten Shelter Kozhuhovo gewesen zu sein. Ob allein oder mit seinen Hundekameraden, immer gab es ein Fleckchen Erde oder Sand umzugraben. Zu erkennen ist immer ein für die ärmlichen Verhätnisse im Hundeasyl ausreichend ernährter Hund. 


Der neueste Film von Duncan zeichnet ein erschreckend anderes Bild: Er zeigt einen von Hunger, Mangel und Stress gezeichneten Hund, welcher Gefahr läuft, den Kampf ums Überleben zu verlieren. Eingefallene Augen, ein schmales Gesicht, Rippen die sich allzu deutlich durch das Fell abzeichnen, und am knöchernen Hinterteil klafft ein Dekubitus – ein nicht heilen wollendes Druckgeschwür.


Die Betreuer schreiben, dass es für Duncan fünf Minuten vor zwölf ist. Der überaus freundliche Rüde hat Probleme mit den Ohren und Ekzeme am Zahnfleisch. Duncans Bauch ist rasiert, denn vor einer Woche waren seine Betreuer mit ihm in Moskau beim Tierarzt zum Blutbold und Ultraschall. Angeblich waren die Befunde unauffällig, doch Bilder und Film drücken etwas ganz anderes aus.

Auch für Duncan, wie für viele seiner dreitausend Leidensgefährten, ist der Umzug ins neue Hundgefängnis bereits jetzt nach nur wenigen Wochen zu einer Frage von Leben oder Tod geworden. Die schmerzende Wunde kann nicht heilen, und der zusehends geschwächte Körper ist geradezu eine Einladung für Krankheiten und Parasiten.

Wohin wird Duncans Reise gehen? Und was erwartet am Ende dieser Reise den einst so verspielten und in seiner bescheidenen Shelterwelt von Kozhuhovo so begeistert buddelnden Hundebuben?


Die russischen Betreuer bemühen sich nun, barmherzige Unterstützer zu finden, damit Duncan in eine Pension umziehen und die Hölle von Malinki möglichst schnell verlassen kann. Dabei muss niemand den gesamten monatlichen Betrag allein aufbringen, Teilpatenschaften sind immer möglich. Dort könnte er sich erholen und wieder zu Kräften kommen. Seine quälende Wunde könnte behandelt und der noch junge Duncan auf ein Leben in einem eigenen Zuhause vorbereitet werden, in welchem er für immer bleiben darf. Dieses für ihn zu finden, ist unser Ziel.

Wenn die Lebensreise für Duncan weitergeht und er wieder gesund wird, dann schafft er auch den Transport nach Deutschland – für die russischen Hundewaisen "das "Gelobte Land".

Vielen, lieben Dank fürs Lesen und für Ihre Geduld.

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equo"“.

Hier einige Videos, die Duncan noch im Shelter Kozhuhovo zeigen:




Und hier das ganz neue Video vom Wochenende aus der Hundehölle Malinki:

Duncan abgemagert in Malinki 04.2023:


Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

E-Mail:Ulrike.Worringer@T-Online.de

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 11.01.2024, 19.49 | (0/0) Kommentare | PL

Kuschelfaktor 10! Ponka



PONKA

 

Hündin

geb. 2009

43 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

möchte ihre alten Knochen gern für immer weich betten

Noch ist sie nicht erloschen, Deine Hoffnung auf ein gutes Leben!

Du teilst das Schicksal vieler Hunde in dem großen Moskauer Shelter Kozhuhovo. Als winzigen Welpen brachte man Dich im Dezember 2009 dorthin, ohne einen Funken des Mitgefühls für Deine Hilflosigkeit. Seitdem verbringst Du Deine Zeit in einem kalten, kärglichen Außenzwinger, verloren unter 3.000 Schicksalsgefährten. Ein anderes Zuhause hast Du nie kennenlernen dürfen und nun scheint auch dieses in Gefahr. Denn das Sheltergelände ist verkauft worden und Ihr müsst alle umziehen – wohin, das ist noch ungewiss. Die Betreuer setzen sämtliche Hebel in Bewegung, und wir hoffen inständig, dass eine Lösung gefunden wird, mit der alle Seiten zufrieden sein können. 


Über die Jahre bist Du alt geworden und niemand hat sich in Russland je für Dich interessiert. Dabei lädst Du mit Deinem flauschigen Fell und Deinen niedlichen Schlappohren zum Kuscheln und Knuddeln förmlich ein. Natürlich kennst Du noch nicht viel von dem, was ein richtiges Hundeleben ausmacht – wie solltest Du auch? Immerhin haben die lieben Betreuer, die sich um Dich und die anderen nach besten Kräften kümmern, mit Dir das Laufen an der Leine geübt. Dank ihrer Geduld hast Du auch Deine Angst vor der Fellbürste verloren (lange glaubtest Du wohl, sie wollten Dich damit schlagen) und genießt es inzwischen, wenn Dein Haarkleid gepflegt wird. 


Wenn es gelegentlich in den Auslauf geht, kommst Du dort mit Deinen Artgenossen wunderbar zurecht. Auf fremde Menschen reagierst Du erst einmal schüchtern und vorsichtig – aber wer möchte Dir das verdenken? Dir fehlt eben ein ruhiges Zuhause, gern mit einem freundlichen Hundekumpel und lieben, verständnisvollen Menschen, die nichts Besonderes von Dir erwarten und sich freuen, wenn Du in kleinen Schritten immer mehr Vertrauen zu ihnen fasst.

Es ist wieder bitterkalter Winter in Russland, für Dich schon der dreizehnte, den Du im Shelter durchstehen musst. Welchen Sinn hätte es, dass Du dort so lange ausgeharrt hast, wenn nicht am Ende Deines Lebens doch noch etwas Gutes und Schönes auf Dich warten würde?


Noch ist Deine Hoffnung nicht gänzlich erloschen, und so wollen auch wir sie nicht aufgeben. Vielleicht möchten ja gerade Sie der netten und bescheidenen Ponka einen versöhnlichen Lebensausklang bereiten? Dann bitte melden Sie sich schnell bei uns. Vielen, lieben Dank!

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Ponka, Buba und Marik bekommen Extrafutter von den Betreuern:

 

Ponkas Fellpflege:


Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 11.01.2024, 19.49 | (0/0) Kommentare | PL

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Worum es geht:



Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.









"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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MEIN LEITSPRUCH:


Sei dankbar für das Gute in deinem Leben 

und denke auch ans Teilen


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.



Über mich

Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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Träumen wir gemeinsam
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