Tag: Gemeinschaft

Milde
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 04/2023
Schulterhöhe: 58 cm
November 2023 Es war einmal ein kleiner Hund, der wünschte sich seine bunte Welt zurück. Denn die Welt hatte ihre Farben verloren und ein trauriges Grau lag wie ein Schleier über allem. Alles schien matt und trist. Es war, als hielte die Welt den Atem an. Ungefähr so könnte Mildes trauriges Märchen beginnen …

Seit Monaten sitzen die Geschwister Milde, Manabu, Manniel, Marius und Michelia in einem grauen Zwinger aus Beton fest. Es ist laut, im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt und vor allem: langweilig.
Dabei hat auch ein Hundekind eine Kindheit verdient. Eine entspannte Umgebung, frische Luft, Sonnenlicht und Bewegung in der Natur, gutes Futter, liebevolle Zuwendung und die Möglichkeit, einfach unbeschwert zu sein. Nichts davon findet sich in Mildes bisherigem Leben wieder. Eine farblose Kindheit – ein trauriger Gedanke, nicht wahr?

Sind Ihre Buntstifte schon gespitzt? Wenn Sie die Farben zurück in Mildes Welt zaubern möchten, brauchen Sie vielleicht gar keinen Zauberstab. Greifen Sie einfach zum Telefonhörer und rufen Sie Mildes Vermittlerin an. Denn manchmal kann es gar nicht bunt genug sein, finden Sie nicht?
P.S. Unsere Tierschützer beschreiben Milde als gesellig, anhänglich und menschenbezogen. Anfang November misst sie 58 cm.

August 2026 Wenn Mildes trauriges Märchen weitererzählt wird, beginnt es noch immer in diesem grauen Zwinger. Nur hat die kleine Hündin inzwischen gelernt, sich zu verstecken. Hinter Betonwänden und Gitterstäben ist ihre Welt eng geworden. Eine Welt ohne Blau des Himmels, ohne Grün des Grases und ohne das warme Gold eines Sonnenstrahls.

Milde kennt die Farben eines unbeschwerten Hundelebens nicht. Oder sie hat sie längst vergessen. Das warme Orange des Spiels, das zarte Rosé von Zuwendung, die weichen Farben von Geborgenheit – all das fehlt ihr. Stattdessen bestimmen Angst, Rückzug und Warten ihre Tage.
Es ist nicht leicht, Milde aus ihrem Zwinger zu holen. Wenn sie könnte, würde sie vermutlich fliehen. Weit weg, dorthin, wo niemand sie sieht und niemand etwas von ihr möchte. Und doch gibt es erste kleine Schritte zurück ins Leben.

Milde läuft an der Leine. Noch unsicher und mit etwas steifen Bewegungen, aber sie läuft. Die Hände unserer Tierschützer geben ihr Halt. Eine ruhige Stimme, eine vorsichtige Berührung, ein Flüstern, das sagt: „Du bist sicher. Und manchmal scheint sie für einen kurzen Augenblick zu glauben, dass es tatsächlich so sein könnte.
Mit Geduld und Ruhe gelingt es unseren Helfern, Milde ein kleines Stück aus ihrem Rückzug herauszulocken. Sie geht mit, noch wackelig, aber tapfer. Und vielleicht ist genau das der erste Pinselstrich in einer Welt, die wieder Farbe bekommen soll.

In ihrem Zwinger lebt Milde mit anderen Hündinnen und Rüden zusammen. Es gibt keine Feindseligkeit, sondern eine stille Gemeinschaft unter Leidensgenossen. Sie verstehen sich ohne Worte. Ihre Geschichten ähneln sich – und vielleicht auch ihre Träume.
Vielleicht träumt Milde nachts von einem Garten. Von Gras unter ihren Pfoten. Vom Wind, der durch Bäume rauscht. Von einer Hand, die nicht zieht, sondern begleitet. Von einem Menschen, bei dem sie sich nicht verstecken muss. Und von Farben, die nicht nur in Märchen vorkommen.

Wenn Ihre Buntstifte also noch bereitliegen, ist es noch nicht zu spät. Der Zauberstab liegt diesmal vielleicht nicht bei einer Fee, sondern in Ihren Händen. Oder ganz einfach im Telefonhörer, den Sie jetzt abnehmen, um Mildes Vermittlerin anzurufen.

Denn was wäre die Welt ohne Farben? Und was wäre ein Märchen ohne Happy End?
Margot Wolfinger
ist Ihr persönlicher Ansprechpartner
Telefon:
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 26.08.2026, 20.02 | (0/0) Kommentare | PL

Silke
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 12.2015
Schulterhöhe: 45 cm

Die schlechte Nachricht: Sehr viel an Leid, sowohl für Silke als auch ihre
unzähligen verschwundenen Welpen, hätte verhindert werden können, wenn die
Menschen nicht nur etwas gesehen, sondern auch gehandelt hätten. Leider
wiederholt sich dieses Muster im Tierschutz nur allzu oft: Entweder man sieht
hin, erkennt den Missstand, unternimmt aber nichts. Oder man sieht nicht hin,
schaut einfach weg…

Menschen haben Silke jahrelang zugesehen, wie sie sich - meistens trächtig - irgendwo in der italienischen Einöde durchschlug und ihre Welpen mutterseelenallein zur Welt brachte. Was mit ihnen geschah, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Vielleicht wurden die Kleinen von anderen Tieren gefressen, oder sie wurden überfahren. Jedenfalls sind alle verschwunden, bis auf die vier oben genannten Glückspilze. Denn eines Tages im Oktober 2025 rief eine Polizistin die mit uns befreundete Tierschützerin an: In einem Holzstapel habe eine Hündin geradeWelpen geboren, ob sie nicht bitte kommen und die Tiere abholen könne. Das tat unsere Freundin und brachte Silke nebst ihren vier kleinen Mäuschen in ihr Refugio.


Dort hat sich das Quintett inzwischen gut erholt. Wie
wir hören, ist Silke eine ganz wunderbare Mutter, die sich liebevoll um ihre Kleinen
kümmert. Anfangs noch ein wenig schüchtern, scheint sie verstanden zu haben,
dass ihr nun nichts Böses mehr droht. Zu unserer Freundin hat sie bereits
Vertrauen gefasst, bei ihr fremden Menschen braucht sie dafür noch Zeit. Die
tapfere Hündin hat auch schon gelernt, recht ordentlich an der Leine zu laufen;
so richtig begeistert ist sie davon allerdings noch nicht. Silke hat eine kurze
Rute, die so angeboren sein könnte. Vielleicht hat sie diese aber auch in einem
Kampf eingebüßt, oder sie wurde ihr von Menschenhand gewaltsam abgeschitten.

Bei Hunden wie Silke, die nachweislich fast ihr
ganzes Leben als Streuner auf der Straße verbracht haben, fragen wir uns oft,
ob wir den Tieren einen Gefallen tun, indem wir sie einfangen und versuchen,
familientaugliche Vierbeiner aus ihnen zu machen. Nicht alle schätzen es, wenn
ihnen die gewohnte Freiheit genommen wird. Aber unsere liebe Silke ist ja schon
eine ältere Hundedame und so, wie ihre Milchleiste aussieht, gab es in ihrem
Leben kaum eine Zeit, zu der sie nicht trächtig war. Dass sie inzwischen
kastriert wurde, bedeutet für sie einen Fortschritt und eine große
Erleichterung. Sie genießt es allmählich, in
Sicherheit zu sein und sich nicht mehr ums tägliche Futter und einen vor
Fressfeinden und schlechtem Wetter geschützten Unterschlupf sorgen zu müssen.

Silke kennt und braucht nicht viel. In der Zuflucht zeigt sie sich sehr bescheiden und anspruchslos, so wird es auch in ihrem neuen, ihrem allerersten richtigen Zuhause - bei Ihnen?! - sein.

Falls Sie, liebe Leserin, lieber Leser, unsere hübsche Rehbraune bereits ins Herz geschlossen haben, melden Sie sich doch schnellstmöglich bei ihrer Vermittlerin. Damit aus Ihnen und Silke ein echtes Traumpaar wird, möchten wir Sie bitten, an folgendes zu denken: Die tapfere Seniorin hat ihr bisheriges Leben zwar unter schwersten Bedingungen, aber dennoch im Wesentlichen selbstbestimmt verbracht. Sie muss erst noch lernen, sich in eine Gemeinschaft mit Menschen einzufügen, und vielleicht weiß sie anfangs auch noch nicht alle Annehmlichkeiten zu schätzen, die Sie ihr bieten: ein weiches Körbchen, regelmäßige Mahlzeiten und Spaziergänge, immer frisches Wasser und was am wichtigsten ist, Verständnis, Zuwendung und Liebe. Sie bekommen, was Sie geben, tausendfach zurück!
Simone Horn
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0178-81 66 985
aus dem Ausland:
+49178-81 66 985
per EMail:
Lebenslichter 01.07.2026, 20.04 | (0/0) Kommentare | PL