Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Körbchen

Julinda – Zählt sie überhaupt noch?


Julinda

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 08/2021

Schulterhöhe: 62 cm


August 2026: Fünf Jahre. So lange sitzt Julinda jetzt schon eingesperrt im Lager. Ende August 2021 wurde sie geboren, zusammen mit fünf Geschwistern. Sechs kleine Körper, die sich aneinanderdrängten und nichts hatten außer ihrer Nähe, um sich zu wärmen.


Mit zwei Monaten kamen sie ins Hundegefängnis. Was danach kam, war für alle sechs zunächst dasselbe: kalter Beton unter viel zu kleinen Pfoten; keine Hand, die sie je gehalten hätte. Kein Zuhause, das ihren Namen kannte. Nach und nach hat sich das verändert, für die anderen.


Vier fanden ihre Familien. Vier Körbchen wurden bezogen, vier Namen endlich mit Liebe ausgesprochen, statt nur mit einer Nummer auf einer Liste verglichen zu werden. Für Julinda leider nicht.

Sie ist noch da, genau wie ihr Bruder Jacoby, in einem anderen Zwinger desselben Lagers. Vielleicht hören sie sich noch, wenn einer bellt oder in der Nacht winselt. Aber ein Laut durch eine Wand ist kein Trost; nur die Gewissheit, dass der andere noch da ist. Irgendwo, unerreichbar nah.


Fünf Jahre sind eine unfassbar lange Zeit für ein Hundeherz. Julinda hätte längst erfahren sollen, wie Regen riecht, wie sich eine Wiese unter den Pfoten anfühlt und wie ihr Name klingt, wenn ihn jemand ruft, weil er sie meint. Stattdessen kennt sie eine kahle Wand, einen schmuddeligen Napf und einen immer gleichen, eintönigenTagesablauf. Jahre sind vergangen, ohne dass ihr eigentliches Leben beginnen durfte.


Und trotzdem ist Julinda nicht hart geworden. Die Tierschützer, die sie zuletzt besucht haben, beschreiben sie als schüchtern, aber neugierig. Die Leine kennt sie nicht, und das macht ihr ein wenig Angst. Auch das ist verständlich – wie sollte sie etwas nicht fürchten, das sie noch nie erlebt hat?


Julinda lässt sich streicheln, sucht die Nähe zu Menschen noch nicht von sich aus, aber sie flieht auch nicht, wenn die Tierschützer da sind. Es scheint so, als würde sie spüren: Da ist etwas Gutes. Ich muss nur noch den Mut finden, den ersten Schritt zu tun.


Man sollte meinen, fünf Jahre des Wartens hätten unauslöschliche Spuren hinterlassen. Julinda braucht jemanden, der ihr Zeit gibt, ohne eine Uhr mitlaufen zu lassen. Der es aushält, wenn sie sich am ersten Abend noch nicht ins neue Zuhause traut und der ihre Zurückhaltung nicht mit Ablehnung verwechselt, sondernals das sieht, was sie ist: Vorsicht, die aus fünf Jahren ohne Wahlmöglichkeit erwachsen ist.


Jetzt könnte alles das anfangen, was ihr bisher verwehrt wurde. Nicht rückwirkend als Wiedergutmachung, sondern als das, was von nun an gilt.


Julindas Vermittlerin freut sich auf Ihren Anruf – bevor ein sechstes Jahr beginnt.

Daniela Koenemann

ist Iher persönliche Ansprechpartnerin

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Lebenslichter 29.08.2026, 20.57 | (0/0) Kommentare | PL

Puccie - unser liebes Mädchen...

Puccie

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 03.2017

Schulterhöhe: 60 cm


"Hallo, ihr Lieben,

manchmal frage ich mich, ob ich hier drinnen überhaupt noch Hund sein darf oder ob ich nur noch eine Nummer bin, die versorgt wird, damit sie irgendwie weiter existiert.

Das Schlimmste ist nicht einmal, dass ich allein bin. Sondern dass von mir erwartet wird, sozial, freundlich und souverän zu sein - obwohl mir hier niemand zeigen kann, wie das geht. Wie auch? Ich lebe allein in einer kleinen Box, umgeben von Dauerlärm, ohne echte Begegnungen, ohne Spiel, ohne Lernen. Hier wird nicht gelebt, hier wird ausgehalten. Tag für Tag.

Neulich durfte ich für einen kurzen Moment nach draußen. Dabei hat man getestet, wie ich mit anderen Hunden zurechtkomme. Mein Gegenüber war Apolonio, ein ruhiger, fairer Hund. Er hat alles richtig gemacht. Aber ich wurde unsicher. Ängstlich. Mein Kopf schaltete auf Alarm und ich reagierte so, wie ich es hier gelernt habe: mit Anspannung statt Gelassenheit.


Deshalb muss man im Moment leider sagen: Mit anderen Hunden tue ich mich noch schwer. Nicht, weil ich böse bin, sondern weil mir all die Dinge fehlen, die ein Hund normalerweise lernen darf. Ich brauche Sicherheit, Geduld und Menschen, die mir helfen, die Welt Schritt für Schritt kennenzulernen.

Bitte hört jetzt nicht auf zu lesen.

Denn bei Menschen zeigt sich eine ganz andere Puccie. Ich bin offen, anhänglich und genieße jede Zuwendung. Ich suche die Nähe, vertraue den Menschen, die sich um mich kümmern, und draußen orientiere ich mich wunderbar an ihnen. Ich laufe gut an der Leine, schaue zu meinem Menschen auf und gehe gerne mit – als wollte ich sagen: Zeig mir den Weg, ich komme mit.


Vielleicht wünsche ich mir einfach jemanden, der mir nicht vorwirft, was ich nie lernen durfte. Sondern jemanden, der sieht, was trotz allem geblieben ist: meine Hoffnung, meine Bindungsfähigkeit und meinen Mut.

Vielleicht braucht es genau einen Menschen, damit aus meinem Aushalten endlich ein Ankommen wird."

************************

Liebe, wunderschöne Puccie – wie bist du nur im Canile gelandet? Seit März 2020 sitzt du dort eingesperrt, in einer viel zu kleinen Zelle, ohne Auslauf, ohne all das, was ein Hund zum Leben braucht.

Du bist eine etwas größere Hündin mit dichtem schwarz-weißem Fell, einem sanften Gesicht und neugierigen bernsteinfarbenen Augen. Vielleicht steckt ein Herdenschutzhund in dir, vielleicht ein Setter – wir wissen es nicht. Genauso wenig kennen wir deine Vergangenheit. Aber die soll hinter dir liegen. Jetzt zählt nur noch deine Zukunft.


Sechs Jahre Gefängnis für einen Hund sind sechs Jahre zu viel. Deshalb wünschen wir uns nichts sehnlicher, als dass du bald in den weißen Transporter steigen und noch vor dem nächsten Winter in dein eigenes Zuhause fahren darfst.

Dort wird man dir zeigen, wie schön ein Hundeleben sein kann: lange Spaziergänge, ein weiches Körbchen, Sonne im Garten, liebevolle Hände, die dein Fell bürsten und dich ausgiebig kraulen. Vor allem aber Menschen, die verstehen, dass du Zeit brauchst. Menschen, die dir in Ruhe alles beibringen, was dir bisher verwehrt geblieben ist.

Die Tierschützer berichten, dass du im Canile allein untergebracht bist, weil dir Begegnungen mit anderen Hunden dort schwerfallen. Doch wer könnte es dir verdenken? So viele Jahre der Abgeschiedenheit, der bedrückenden Enge und der nie endende Stress hinterlassen Spuren. Ein Canile ist kein Ort, an dem Hunde echtes Zusammenleben lernen können; sie müssen dort Tag für Tag einfach nur durchhalten und funktionieren.


Umso erfreulicher ist alles, was die Tierschützer über deinen Umgang mit Menschen erzählen: Du bist nett, auch zu Fremden, suchst von dir aus Anschluss, läufst fein an der Leine mit und bist unglaublich verschmust und anhänglich. Nach der langen Einsamkeit hast du dir dein Vertrauen in uns Menschen bewahrt. Das ist wohl das größte Geschenk, das du mitbringst.

Nun fehlt nur noch der Mensch, der dich sieht. Der in deine wunderschönen Augen blickt und spürt, dass genau du zu ihm gehörst. Der überlegt, wo dein Körbchen stehen wird, welche Wege ihr gemeinsam entdecken werdet und wie sich dein neues Leben anfühlen könnte.


Und irgendwann merkt dieser Mensch, dass aus einem leisen Ziehen im Herzen längst eine Entscheidung geworden ist.

Liebe Puccie, es ist unser innigster Wunsch, dass dein Lieblingsmensch dich ganz bald findet. Lange genug hast du gewartet, jetzt bist du auch einmal an der Reihe!

Yvonne Beier

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Lebenslichter 01.08.2026, 17.03 | (0/0) Kommentare | PL

Gemmina - Auch kleine Hunde haben große Herzen: Zuhause gefunden!


GEMMINA

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 03.2025

Schulterhöhe: 32 cm


"Was soll denn das heißen? Ich bin zu klein? Wenn ich mich auf die Hinterpfoten stelle, kann ich in jeden Napf gucken und Leckereien herausholen. Ich passe in jedes Körbchen und wenn ich einen doppelten Flick-Flack mache, schaffe ich es sogar auf die Couch. Bei Schmuddelwetter musst du die Badewanne nicht volllaufen lassen, sondern ich bade in einer großen rosa Schüssel - mit ganz viel Schaum bitte! Wenn wir spazierengehen, mache ich neben dir viele schnelle Trippelschrittchen und bei einer Fahrradtour brauchst du für mich keinen Beiwagen, sondern ich sitze im Körbchen auf der Lenkstange und zeige dir, wo es langgeht. Abends auf der Couch nehme ich dir nicht viel Platz weg; ich kuschle mich ganz dicht an dich, wärme deinen Schoß und vor allem dein Herz.




All das, was ich kann, ist in unserem Gefängnis aber keinen Beller wert. Hier gibt es weder Leckereien noch Körbchen, keine Couch und erst recht keine rosa Badeschüsseln. Stattdessen sind wir Tag und Nacht in kalten, nackten Betonzwingern eingesperrt, dürfen nie spazieren gehen und schon gar nicht auf einem Sofa kuscheln.

In einem Hundelager gilt das Gesetz des Stärkeren. Ich glaube das haben die Tierschützer gemeint, als sie sagten, ich sei zu klein. Ich bin nämlich nicht stark und wenn ich mit größeren, kräftigeren Hunden in einer Box sitze, kann ich mich nicht behaupten. Ich kann mein bisschen Futter nicht gegen sie verteidigen und im Winter wird mein Fell zu dünn sein, um mich warm zu halten.



Noch teile ich meinen Betonkasten mit lieben Artgenossen, Hündinnen und Rüden. Ich verstehe mich gut mit ihnen und sie respektieren mich. Was aber, wenn die anderen gehen und ich zurückbleibe? Die Betreiber des Hundelagers werden die Box wieder füllen. Dabei ist es ihnen völlig egal, ob es passt und was aus mir wird. Sie werfen einfach rein, was gerade kommt.

Als die Tierschützer mich besuchen kamen, war mir das zuerst ein bisschen unheimlich und mein Herzchen hat ganz doll geklopft. Die Tierschützer sagten, obwohl ich so klein bin, hätte ich ein großes Herz. Oje, so laut hat es geklopft, dass sie das sogar gehört haben? Die anderen Hunde sind gleich zu ihnen hin geflitzt und haben sich streicheln lassen. Nachdem ich gesehen habe, dass das ungefährlich ist, habe ich mich auch auf den Arm nehmen lassen und wisst Ihr was? Ich fand es richtig schön und glaube, daran könnte ich mich gewöhnen.



Die netten Tierschützer haben mir versprochen, dass sie einen lieben Menschen oder eine fürsorgliche Familie für mich finden werden; eben jemanden, der mich beschützt und versteht, dass auch ein kleiner Hund wie ich noch ganz viel lernen muss, tierische Bedürfnisse hat und vor allem kein Spielzeug ist."




Liebe Leserinnen, liebe Leser, wenn Sie sich angesprochen fühlen, dann melden Sie sich doch bitte bald bei Gemminas Vermittlerin. Wir haben wirklich Sorge, dass unser kleines Mädchen mit dem großen Herzen in Grau des Hundelagers untergeht. Vielen, lieben Dank!

Sabine Wojtok

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

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Lebenslichter 31.07.2026, 18.35 | (0/0) Kommentare | PL

Rona - Aus dem Dunkel ins Licht: Körbchen gefunden!


Rona

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 01.11.2015

Schulterhöhe: 40 cm


Bei manchen Geschichten aus dem Tierschutz denken wir, schlimmer geht es nicht. Dann kommen Hunde wie Rona, Ruby und ihre Leidensgefährten daher und es verschlägt uns den Atem.

Vorab sei gesagt: Vielleicht ist der Mann, bei dem Rona und viele andere Tiere elend vor sich hinvegetieren mussten, nur bedingt schuldfähig. Jemand, der weder für sich selbst sorgen, noch um Hilfe bitten kann, war mit der Haltung von Tieren vermutlich restlos überfordert. Das würde zwar einiges erklären, nützt aber den Tieren auch nachträglich nichts; denn was diese armen Wesen über Jahre hinweg erdulden mussten, liegt jenseits unserer Vorstellung.



Im Mai 2025 verschaffte sich die italienische Polizei Zutritt zu einem Grundstück. Dort hatte ein Mann mit einer kaum überschaubaren Anzahl an Tieren - in erster Line waren es Hunde - in völliger Verwahrlosung gehaust. Luciana, die mit uns befreundete Tierschützerin aus dem Waldtierheim, wurde wegen der Hunde von der Polizei um Unterstützung gebeten. Was sie auf dem Gelände vorfand und heimlich mit dem Handy filmte, lässt dem Betrachter das Blut in den Adern gefrieren: Das Innere des Hauses sowie das Grundstück glichen, milde ausgedrückt, einer Mülldeponie.  Alles schien im Begriff zu vermodern, zu verfallen, und es stank bestialisch.

Die Hunde hatten sich Höhlen und Gänge unter dem verdreckten Grundstück gegraben. Weder Hündinnen noch Rüden waren kastriert; es müssen Welpen ohne Ende geboren worden sein, von denen nur die wenigsten überlebt haben dürften. Aber auch viele erwachsene Hunde waren gestorben, wie einige herumliegende Kadaver bezeugten., Da die Tiere, falls überhaupt, nur sehr unregelmäßig, gefüttert worden waren, mussten sie stattdessen ihre toten Freunde oder die Welpen fressen. Da verwundert es nicht, dass alle Hunde, die im Mai mehr tot als lebendig aufgefunden wurden, geschwächt und krank waren. Die meisten hatten schlimme Räude (eine heilbare Hauterkrankung, verursacht durch Milbenbefall), am ärgsten davon betroffen waren die Mütter. Luciana erklärte sich sofort bereit, die Hundemamas und ihre Welpen bei sich aufzunehmen.




Jetzt, etwa ein Jahr später, sind zumindest einige der geretteten Hunde dank entsprechender Medizin und der Pflege mit speziellen Shampoos von der Räude genesen. Rona und Ruby scheinen körperlich auf einem guten Weg zu sein; die anderen Hundemamas sind jedoch noch immer zu krank, um sie adoptierem lassen zu können. Bei Rona ist das Fell wieder nachgewachsen und aus einem Hund, der kaum noch als solcher zu erkennen war, ist eine bezaubernde, hellbraune kleine Schönheit geworden. Natürlich ist sie noch schüchtern; das kann man ihr nicht verdenken, angesichts der unmenschlichen Bedingungen, unter denen sie jahrelang ihr Dasein fristen musste. Aber in Lucianas Obhut gewinnt sie langsam, Stückchen für Stückchen, das verlorengegangene Vertrauen zurück.



Darum suchen wir nun ganz besondere Menschen, die nicht viel von ihrem neuen Familienmitglied erwarten und die bereit sind, der zuckersüßen Rona die Zeit zu geben, die sie braucht, um körperlich und seelisch wieder ganz gesund zu werden;   Menschen, in deren Herzen ein kleiner Hund Platz findet, der sein bisheriges Leben im Dunkel verbracht hat und sich erst an das Licht gewöhnen muss; geduldige und einfühlsame Menschen, die sich über ein erstes, scheues Schwanzwedeln freuen können, als wär´s ein Lotteriegewinn. Möglicherweise wird Rona nie das überschäumend fröhliche Hundemädchen werden, welches sie unter normalen Umständen hätte werden können. Aber mit Ihrer Hilfe werden ihre seelischen Wunden nach und nach verheilen.


Möchten Sie der Kleinen gern ein weiches Körbchen zum Kuscheln schenken, einen Platz, an dem sie sich geliebt und beschützt fühlen und das erlebte Grauen vergessen darf?  Dann melden Sie sich bitte bei ihrer Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!

Sabine Wojtok

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Lebenslichter 31.07.2026, 18.35 | (0/0) Kommentare | PL

Chopper – Sechs Jahre warten auf ein Wunder

Chopper

Rasse: Bulldoggen Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 7.2019

Schulterhöhe: 55 cm

Manche Hunde warten auf ein Zuhause. Chopper wartet auf sein Leben. 

Der freundliche Rüde braucht unbedingt seine Chance – besser heute als morgen. Wir suchen für ihn Menschen, die hinter seiner traurigen Geschichte den liebenswerten Hund sehen, der trotz allem nie aufgehört hat zu vertrauen.

Lieber Chopper, du wurdest im Juli 2019 geboren. Fast dein gesamtes Leben bringst du bereits in einem italienischen Canile zu: ohne Gesellschaft, ohne Zuwendung und ohne die medizinische Versorgung, die du so dringend benötigst. Ein paar wenige Quadratmeter harten Beton, ein bisschen Wasser und gerade soviel zu fressen, dass du nicht verhungerst – mehr kennst du nicht.


Zu allem Unglück leidest du an Leishmaniose. Die Krankheit ist zwar nicht heilbar, lässt sich mit einem kostengünstigen Medikament und purinarmer Ernährung jedoch gut behandeln, sodass betroffene Hunde ein stabiles und glückliches Leben führen können. Die notwendige Behandlung erhälst du im Lager jedoch nicht. Die Zeit läuft dir davon, denn unbehandelt endet Leishmaniose tödlich.

Und dennoch hast du deinen Glauben an uns Menschen nicht verloren.


Als dich unsere befreundeten Tierschützer im Juni 2026 zum ersten Mal besuchen durften, bot sich ihnen ein ganz anderes Bild als erwartet: du begegnetest ihnen nett und zutraulich. Du suchtest von dir aus ihre Nähe, hast jede Streicheleinheit genossen und bist mit ein wenig Ermutigung an der Leine erstaunlich brav mitgelaufen.

Diese wenigen Begegnungen zeigen, welche Möglichkeiten in dir schlummern.


Natürlich wirst du Zeit brauchen, um all das kennenzulernen, was für andere Hunde selbstverständlich ist: Gras unter den Pfoten, gemütliche Spaziergänge, in der Sonne liegen, ein weiches Körbchen, liebevoll streichelnde Hände und Menschen, die dich nie mehr im Stich lassen.

Auch deine Muskulatur muss nach den langen Jahren des Stillsitzens erst schrittweise aufgebaut werden. Vielleicht wirst er anfangs viel schlafen, weil dich die vielen neuen Eindrücke überwältigen. Manches wirst du erst vorsichtig beobachten, bevor du dich darauf einlässt. Aber sicher wirst du jede Gelegenheit nutzen, die man dir gibt. Du möchtest endlich dazugehören, möchtest Fürsorge erfahren, Freiheit genießen und deinem Menschen mit all deiner Treue danken.


Für Chopper wünschen wir uns ein Zuhause mit einem sicher eingezäunten Garten und ohne Katzen. Wir suchen geduldige, verständnisvolle Menschen mit einem großen Herzen, bei denen dieser besondere Hund endlich das findet, was ihm so lange vorenthalten wurde: Sicherheit, Geborgenheit und ein Leben in Würde.

Wir können Chopper die verlorene Zeit nicht zurückgeben. Aber Sie können ihm noch viele gute Jahre schenken.

Vielleicht sind genau Sie Choppers Wunder.

Daniela Koenemann

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Lebenslichter 26.07.2026, 12.00 | (0/0) Kommentare | PL

Silke -Nie mehr nur stark sein müssen

Silke

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 12.2015

Schulterhöhe: 45 cm




Die gute Nachricht zuerst: Silke, unsere etwa zehnjährige Jagdmischlingshündin sowie Sandorah, Sady, Salvina und Sajoscha (ihre vier Babys, drei Mädchen und ein Junge) wurden von einer Tierschützerin gerettet und befinden sich in Sicherheit. Es geht ihnen gut, sie sind alle gesund und munter. Letzteres gilt besonders für die vier Kleinen; Silke geht, ihrem Alter entsprechend, alles ein wenig gemächlicher an.


Die schlechte Nachricht: Sehr viel an Leid, sowohl für Silke als auch ihre unzähligen verschwundenen Welpen, hätte verhindert werden können, wenn die Menschen nicht nur etwas gesehen, sondern auch gehandelt hätten. Leider wiederholt sich dieses Muster im Tierschutz nur allzu oft: Entweder man sieht hin, erkennt den Missstand, unternimmt aber nichts. Oder man sieht nicht hin, schaut einfach weg…


Menschen haben Silke jahrelang zugesehen, wie sie sich - meistens trächtig - irgendwo in der italienischen Einöde durchschlug und ihre Welpen mutterseelenallein zur Welt brachte. Was mit ihnen geschah, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Vielleicht wurden die Kleinen von anderen Tieren gefressen, oder sie wurden überfahren. Jedenfalls sind alle verschwunden, bis auf die vier oben genannten Glückspilze. Denn eines Tages im Oktober 2025 rief eine Polizistin die mit uns befreundete Tierschützerin an: In einem Holzstapel habe eine Hündin geradeWelpen geboren, ob sie nicht bitte kommen und die Tiere abholen könne. Das tat unsere Freundin und brachte Silke nebst ihren vier kleinen Mäuschen in ihr Refugio.


Dort hat sich das Quintett inzwischen gut erholt. Wie wir hören, ist Silke eine ganz wunderbare Mutter, die sich liebevoll um ihre Kleinen kümmert. Anfangs noch ein wenig schüchtern, scheint sie verstanden zu haben, dass ihr nun nichts Böses mehr droht. Zu unserer Freundin hat sie bereits Vertrauen gefasst, bei ihr fremden Menschen braucht sie dafür noch Zeit. Die tapfere Hündin hat auch schon gelernt, recht ordentlich an der Leine zu laufen; so richtig begeistert ist sie davon allerdings noch nicht. Silke hat eine kurze Rute, die so angeboren sein könnte. Vielleicht hat sie diese aber auch in einem Kampf eingebüßt, oder sie wurde ihr von Menschenhand gewaltsam abgeschitten.


Bei Hunden wie Silke, die nachweislich fast ihr ganzes Leben als Streuner auf der Straße verbracht haben, fragen wir uns oft, ob wir den Tieren einen Gefallen tun, indem wir sie einfangen und versuchen, familientaugliche Vierbeiner aus ihnen zu machen. Nicht alle schätzen es, wenn ihnen die gewohnte Freiheit genommen wird. Aber unsere liebe Silke ist ja schon eine ältere Hundedame und so, wie ihre Milchleiste aussieht, gab es in ihrem Leben kaum eine Zeit, zu der sie nicht trächtig war. Dass sie inzwischen kastriert wurde, bedeutet für sie einen Fortschritt und eine große Erleichterung. Sie genießt es allmählich, in Sicherheit zu sein und sich nicht mehr ums tägliche Futter und einen vor Fressfeinden und schlechtem Wetter geschützten Unterschlupf sorgen zu müssen.


Silke kennt und braucht nicht viel. In der Zuflucht zeigt sie sich sehr bescheiden und anspruchslos, so wird es auch in ihrem neuen, ihrem allerersten richtigen Zuhause - bei Ihnen?! - sein.


Falls Sie, liebe Leserin, lieber Leser, unsere hübsche Rehbraune bereits ins Herz geschlossen haben, melden Sie sich doch schnellstmöglich bei ihrer Vermittlerin. Damit aus Ihnen und Silke ein echtes Traumpaar wird, möchten wir Sie bitten, an folgendes zu denken: Die tapfere Seniorin hat ihr bisheriges Leben zwar unter schwersten Bedingungen, aber dennoch im Wesentlichen selbstbestimmt verbracht. Sie muss erst noch lernen, sich in eine Gemeinschaft mit Menschen einzufügen, und vielleicht weiß sie anfangs auch noch nicht alle Annehmlichkeiten zu schätzen, die Sie ihr bieten: ein weiches Körbchen, regelmäßige Mahlzeiten und Spaziergänge, immer frisches Wasser und was am wichtigsten ist, Verständnis, Zuwendung und Liebe. Sie bekommen, was Sie geben, tausendfach zurück!

 

 Simone Horn

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

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Simone.Horn@pro-canalba.eu

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Lebenslichter 01.07.2026, 20.04 | (0/0) Kommentare | PL

Ich gönne dir von Herzen dein Glück, aber... Saffron


...und manchmal hat das Leben wohl nichts mehr zu geben

Komm gut an, geliebte Schwester - …ich muss leider weiter träumen!

Wie so viele der Hunde, die wir Ihnen hier vorstellen, musste auch SAFFRON bereits als Welpe mit seinen Wurfgeschwistern Gabrial und Ben in das riesenhafte Shelter Kozhuhovo bei Moskau einziehen. Das war im Jahr 2014. Er hatte noch sein ganzes Leben vor sich, hätte bei einer lieben Familie leben und einfach nur glücklich sein sollen. Doch manchmal hält das Schicksal eine andere Geschichte bereit. Gabrial, seine Schwester, zu vor kurzem das Große Los: Sie reist mit dem nächsten Tansport ins Glück zu ihrer Familie nach Deutschland.

Saffron lebt nun bereits seit sieben Jahren an diesem trostlosen Ort. Traurig und gelangweilt sitzt er in seinem kleinen Außenzwinger hinter Gitterstäben.


Ein einziger Lichtblick sind seine Betreuer, die einmal die Woche kommen. Saffron darf dann zusammen mit seinen Artgenossen in den Auslauf. Er freut sich jedes Mal so sehr. Wenn er seine Betreuer schon von weiten sieht, weiß er, endlich darf er seinen Zwinger verlassen, wenn auch nur für kurze Zeit. Eine Stunde, einmal die Woche…

Saffron ist sehr menschenbezogen, verspielt und fröhlich. Er liebt es, mit den anderen Hunden im Auslauf zu spielen. Seine Zwingernachbarn und er toben die ganze Zeit und vergeuden keine einzige Minute. Seine Betreuer beschreiben ihn als neugierig und zärtlich und er erobert alle mit seiner tollen Art. Gerne gibt er Pfötchen und kann gut an der Leine laufen.


Einmal nahm Saffron an einer Tierschutzveranstaltung teil und durfte sogar eine Nacht bei seiner Betreuerin bleiben. Er badete vergnügt, fuhr im Auto mit und schlief schön im Flur auf einer Matte. Allerdings machten ihm laute Geräusche auf der Straße ein wenig Angst.

Bei der Veranstaltung hatte Saffron leider kein Glück, so sehr sich seine Betreuer auch für ihn bemühten. Sie konnten kein Zuhause für ihn finden. Saffron verstand die Welt nicht mehr, als er wieder in seinen Zwinger zurück musste.



Daher hoffen wir, nun ein Zuhause für Saffron zu finden. Wir hoffen, dass irgendwo da draußen in Deutschland dieser eine Mensch ist, der sich in Saffron verliebt; der ihm viel Liebe und Zuneigung sowie ein warmes Körbchen schenkt. Wir wünschen uns, dass wir seine Menschen finden, die ihm zeigen, was es heißt, Teil einer Familie zu sein.

Saffron ist ein bildhübscher und schlauer Hund, aber in Russland hat er leider keine Chance, ein Zuhause zu finden. Noch nie hat sich jemand für ihn interessiert.


Saffron ist ca. 45 – 50 cm hoch, geimpft, gechipt und kastriert. Falls Sie Saffron adoptieren möchten und ihm ein tolles Leben ermöglichen wollen, dann sind seine Koffer schnell gepackt, und er kann sich auf seine Reise nach Deutschland machen.

Bei ernsthaftem Interesse wenden sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen.

Saffron mit seinen Geschwistern Gabrial und Ben vor den Zwingern:

 

 Saffron liebt seine Betreuer über alles:

 

Saffron mit seinen Geschwistern Gabrial und Ben:

Saffron beim Kuscheln:

 

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 23.07.2024, 15.56 | (0/0) Kommentare | PL

Ich bin kein Star - holst du mich trotzdem hier heraus? Ronnie


RONNIE

Rüde

 geb. 2015

 ca. 55 cm Schulterhöhe

 geimpft, gechipt, kastriert

 

"Jeder Tag, der zu Ende geht, nimmt meine Träume mit ins Dunkel der Nacht."

Ronnie, schwarz und unscheinbar. Nur einer von vielen, von über 3000 Hunden des Moskauer Shelters Kozhuhovo. Soll er wegen seiner Fellfarbe für immer ungesehen bleiben?

Ronnie kam 2015 gemeinsam mit seiner Schwester Nighty von der Straße in die unwirkliche Welt des Shelters. Beide waren damals etwa sechs Monate alt.

Nighty spendete ihm Trost und gab ihm Halt – sie verlor jedoch den täglichen Kampf ums Überleben. Im vergangenen Jahr starb sie an einem Lymphom, nachdem sie viele Monate lang tapfer Jahr gegen die Krankheit gekämpft hatte.


Ronnie blieb traurig zurück, gefangen in Enge und Grausamkeit an einem Ort, den nur wenige glückliche Hunde gegen ein eigenes Zuhause eintauschen dürfen.

Noch kämpft Ronnie weiter, er will nicht aufgeben. Er ahnt nicht, dass noch viele Jahre des Kampfes und der Härte vor ihm liegen, bis er irgendwann unbeachtet und leise abtreten wird – wenn nicht ein Wunder geschieht. 


Die freiwilligen Helfer beschreiben Ronnie als liebevoll und bescheiden, freundlich gegenüber den Menschen und seinen Artgenossen. Er läuft wunderbar an der Leine, liebt Spaziergänge und genießt die Zuwendung der Betreuer. Auch die viel zu seltene Fellpflege bedeutet eine willkommene Abwechslung für ihn.


Es sollte doch möglich sein, für unseren liebenswerten und umgänglichen Ronnie ein Zuhause zu finden, in dem er geliebt und beschützt alt werden und zuvor noch alles kennenlernen darf, was ein richtiges Hundeleben ausmacht: Geborgenheit, gutes Futter und ein kuscheliges Körbchen, Spaziergänge und das Glück, ein echtes Familienmitglied zu sein.

Black is beautiful! Vielleicht erkennen ja gerade Sie Ronnies besondere und einzigartige Schönheit.


Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Für Ronnie suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.

Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail:

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)

Lebenslichter 19.01.2024, 15.33 | (0/0) Kommentare | PL

Ich bin kein Star - holst du mich trotzdem hier heraus? Ronnie


RONNIE

Rüde

 geb. 2015

 ca. 55 cm Schulterhöhe

 geimpft, gechipt, kastriert

 

"Jeder Tag, der zu Ende geht, nimmt meine Träume mit ins Dunkel der Nacht."

Ronnie, schwarz und unscheinbar. Nur einer von vielen, von über 3000 Hunden des Moskauer Shelters Kozhuhovo. Soll er wegen seiner Fellfarbe für immer ungesehen bleiben?

Ronnie kam 2015 gemeinsam mit seiner Schwester Nighty von der Straße in die unwirkliche Welt des Shelters. Beide waren damals etwa sechs Monate alt.

Nighty spendete ihm Trost und gab ihm Halt – sie verlor jedoch den täglichen Kampf ums Überleben. Im vergangenen Jahr starb sie an einem Lymphom, nachdem sie viele Monate lang tapfer Jahr gegen die Krankheit gekämpft hatte.


Ronnie blieb traurig zurück, gefangen in Enge und Grausamkeit an einem Ort, den nur wenige glückliche Hunde gegen ein eigenes Zuhause eintauschen dürfen.

Noch kämpft Ronnie weiter, er will nicht aufgeben. Er ahnt nicht, dass noch viele Jahre des Kampfes und der Härte vor ihm liegen, bis er irgendwann unbeachtet und leise abtreten wird – wenn nicht ein Wunder geschieht. 


Die freiwilligen Helfer beschreiben Ronnie als liebevoll und bescheiden, freundlich gegenüber den Menschen und seinen Artgenossen. Er läuft wunderbar an der Leine, liebt Spaziergänge und genießt die Zuwendung der Betreuer. Auch die viel zu seltene Fellpflege bedeutet eine willkommene Abwechslung für ihn.


Es sollte doch möglich sein, für unseren liebenswerten und umgänglichen Ronnie ein Zuhause zu finden, in dem er geliebt und beschützt alt werden und zuvor noch alles kennenlernen darf, was ein richtiges Hundeleben ausmacht: Geborgenheit, gutes Futter und ein kuscheliges Körbchen, Spaziergänge und das Glück, ein echtes Familienmitglied zu sein.

Black is beautiful! Vielleicht erkennen ja gerade Sie Ronnies besondere und einzigartige Schönheit.


Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Für Ronnie suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.

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Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

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Lebenslichter 15.01.2024, 19.26 | (0/0) Kommentare | PL

Trotz kleinem Tick ein Weg ins Glück für: Donna und Iriska



IRISKA

Hündin

geb. etwa 2015

50 cm Schulterhöhe

kastriert, geimpft, gechipt

lebensfroh, verspielt

Für-immer-Zuhause gesucht

************************************


DONNA

Hündin

geb. etwa 2012

55-60 cm Schulterhöhe

kastriert, geimpft, gechipt

schüchtern, aber verspielt

sucht Familienanschluss auf Lebenszeit

IRISKA wird im Januar 2017 mit ihren acht neugeborenen Welpen auf einer Müllhalde gefunden und ins Shelter Kozhuhovo gebracht. Zwar befindet ihre kleine Familie sich nun in Sicherheit, aber der Preis dafür ist hoch, denn fortan sitzt sie als Gefangene hinter Gitterstäben – eine von 3.000 vergessenen Seelen nur in diesem Shelter.



Als wäre das Leben dort nicht schon hart genug, erkrankt Iriska an der nervösen Staupe, und ihre Kinder werden ihr fortgenommen. Eine Tragödie für die liebevolle Hundemutter, und es bleibt nicht die einzige: Iriska steht bald nur noch auf sehr wackeligen Beinen und kann ein paar Wochen später nicht mehr laufen. Sie weint, legt sich auf den Bauch und robbt sich mühsam an ihre geliebten Betreuer heran, um nur bei ihnen sein zu können. Die jungen Leute erkennen Iriskas unbändigen Lebenswillen. Sie legen ihr Geld zusammen und bringen die Hündin zu einem Neurologen. Der zeigt ihnen, wie sie Iriska mithilfe eines Stützgürtels und Massagen wieder beweglich machen können. Bei jeder Gelegenheit üben sie mit ihr, und werden für ihre Mühe belohnt: Acht Monate später kann Iriska sich wieder selbstständig auf ihren vier Beinen fortbewegen. Das tapfere Hundemädchen gilt als geheilt und die tückische Krankheit ist auch nicht mehr ansteckend. Zurückbehalten hat Iriska lediglich den Staupetick: Sie kann nicht stillstehen, ihre Hinterbeine zucken ständig; nur wenn sie tief und fest schläft, gibt der Tick vorübergehend Ruhe. 


Wir durften die kleine Überlebenskünstlerin bei einem Besuch in Moskau kennenlernen. Mit anderen Hunden teilt sie sich auf der Krankenstation einen, im Vergleich zu den normalen deutlich kleineren Zwinger. Die untere Hälfte ist hier mit Brettern vernagelt, so dass die Hunde sich auf die Hinterbeine stellen müssen, wenn sie etwas von der Außenwelt sehen wollen. Den kleineren, wie Iriska, bleibt jede Aussicht verwehrt. Ihre Freude, als sie den Zwinger  kurz verlassen und uns und ihre Betreuerin begrüßen durfte, lässt sich nicht mit Worten beschreiben.


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DONNA - Wie sich die Schicksale gleichen: Donna und ihre drei Welpen werden im September 2015 von Arbeitern auf einer Baustelle entdeckt und ins Shelter gebracht. Die Hundekinder haben Glück; sie dürfen noch eine Zeitlang bei der Mutter bleiben, bis sie älter werden und man sie auf andere Zwinger verteilt. Natürlich hätte man sie auch beieinander lassen können; aber da ist immer viel Willkür seitens der Shelterbetreiber im Spiel. Schließlich muss man zeigen, wer die Macht hat und am längeren Hebel sitzt. Die Freiwilligen dürfen nichts sagen - ein falsches Wort, dann heißt es: "Wenn es euch nicht passt, braucht ihr nicht mehr zu kommen."

Im Sommer 2017, etwa um dieselbe Zeit wie Iriska, erkrankt Donna ebenfalls an Staupe. Die Freiwilligen stellen auch sie einem Neurologen vor und lassen nichts unversucht, um ihr wieder auf die Beine zu helfen. Sie haben Erfolg, Donna wird gesund. Aber so sehr sie sich bemühen, die scheue Hündin schafft es nicht aus eigener Kraft wieder auf die Beine. Sie weigert sich aufzustehen und loszulaufen, obwohl sie es könnte. Anscheinend hat sie jeden Lebensmut verloren und vergessen, wie man sich bewegt. Da kommt eine der Betreuerinnen auf die rettende Idee: Sie holt Iriska und setzt sie zu Donna in den Zwinger. Das Wunder geschieht: Die zwar körperlich größere, aber schüchterne und wenig selbstbewusste Donna orientiert sich an der kleineren, fröhlichen Iriska und kämpft sich buchstäblich Schritt für Schritt zurück ins Leben. Heute bewegt sie sich beinahe normal. Nur ab und zu fühlt sie sich etwas unsicher und wackelig auf ihren Hinterbeinen. Aber sie weiß sich zu helfen: Anstatt langsam und vorsichtig zu laufen, gibt sie einfach ein bisschen mehr Gas. 


Geteiltes Leid – die beiden Hündinnen werden allerbeste Freundinnen und meistern gemeinsam ihr tristes, eintöniges Dasein. Sie teilen alles miteinander: Den harten Holzboden, das miserable Futter, das oft muffige Wasser, Hitze, Kälte und die Aufmerksamkeit der Freiwilligen. Besonders genießen sie die kleinen Spaziergänge über das Sheltergelände und natürlich die Extrahäppchen, welche die guten Geister aus eigener Tasche bezahlen und ihren Schützlingen von Zeit zu Zeit spendieren. Manchmal bringen sie sogar frisch geschnittenes Gras für die Hunde mit; eine besondere Delikatesse, auf die sich nicht nur Donna und Iriska begierig stürzen und sie mit dem größten Behagen verspeisen. Kein Wunder: Sonst kennen die Tiere ja nur das grauenvolle Trockenfutter, das weder schmeckt noch sättigt, dafür aber förmlich aus den Ohren staubt - so als müssten Sie getrocknete, gepresste Melasse kauen. 


Wir träumen von einem gemeinsamen Zuhause für diese zwei besonderen Hündinnen, die schon so viel durchgemacht haben; denn niemand kann vorhersagen, wie Donna die Trennung von ihrer Iriska verkraften würde. Aber dafür bräuchte es ebenso besondere Menschen mit einem riesengroßen Herzen; und zwei Hunde bedeuten ja nicht nur doppelte Freude, sondern auch doppelte Kosten und Verantwortung. Daher suchen wir nun auch für jede einzeln einen guten Platz, um ihnen nicht jede Chance auf ein glückliches, behütetes Hundeleben zu nehmen.


Haben Donnas und Iriskas Geschichten Ihr Herz berührt und möchten Sie einer von ihnen – oder vielleicht doch beiden – das langersehnte, weiche Körbchen auf Lebenszeit schenken? Dann bitte melden Sie sich bei uns. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht. Vielen, lieben Dank!

Die Vermittlung und Ausreise von Donna und Iriska erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Donna und Iriska im Winter:


Donna übt das Gassigehen 1:


Donna übt das Gassigehen 2:


https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde

Vermittlerkontakt/Fragen:

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.worringer@procanes.org

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 14.01.2024, 15.59 | (0/0) Kommentare | PL

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Worum es geht:



Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.









"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.



Über mich

Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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