Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Leben

Benno und Bendix - wenn du mutig bist, dann traue ich mich auch!

Benno

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.2017

Schulterhöhe: 55 cm

***************

Bendix

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.2017

Schulterhöhe: 50 cm

"Manchmal ist es so, als ob das Leben einen seiner Tage herausgriffe und sagte: Dir will ich alles schenken! Du sollst ein solch rosenroter Tag werden, der im Gedächtnis leuchtet, wenn alle anderen vergessen sind." (Astrid Lindgren)"

Ein solcher Tag begann für die Wurfgeschwister Bendix und Benno ganz leise.

Seit sieben langen Jahren besteht ihre Welt aus wenigen Quadratmetern eines kahlen Betonzwingers. Gerade einmal zwei Jahre alt waren sie, als sich die Gittertür hinter ihnen schloss und sie vor der Welt verschwanden.

Als die Tierschützer die Brüder nach langer Zeit zum ersten Mal besuchen durften, begegneten ihnen zwei scheue Hunde, die keinen Kontakt zu Menschen kannten und sich nicht anfassen ließen. Die Tierschützer bedrängten sie nicht, sie forderten nichts. Und ganz allmählich wurde die Neugier der beiden stärker als ihre Angst.

Vielleicht war genau das ihr erster kleiner, rosenroter Tag. Der Moment, in dem Bendix und Benno sagten: „Ja, wir wollen mutig sein. Wir wollen endlich anfangen zu leben.

Bendix und Benno sind kastrierte, mittelgroße Rüden, die nie erfahren durften, wie sich ein Zusammenleben mit Menschen anfühlt. All das, was für andere Hunde selbstverständlich ist – Spaziergänge, Streicheleinheiten, ein weiches Körbchen und das Gefühl dazuzugehören –, müssen sie erst noch kennenlernen: Wiesen unter den Pfoten spüren, spannende Gerüche erschnuppern, jeden Tag satt werden, sicher und geborgen sein.

Aus den Berichten von Adoptanten wissen wir, dass auch Hunde, die viele Jahre isoliert gelebt haben, in einer liebevollen, hundegerechten Umgebung erstaunliche Entwicklungen machen können. Mit Geduld, Verständnis und der Zeit, die sie brauchen dürfen, fassen sie Vertrauen, erkunden ihre Welt und bauen oft eine besonders innige Bindung zu ihren Menschen auf.

Benno und Bendix können die verlorenen sieben Jahre nicht nachholen. Aber sie können noch erleben, was es heißt, als Hund glücklich zu sein.

Es wäre für die beiden Brüder, die schon soviel miteinander durchgestanden haben, sicher das Größte, wenn sie gemeinsam in ihr neues Leben starten dürften. Sollte sich dieser Wunsch nicht erfüllen, können sie selbstverständlich auch getrennt vermittelt werden. Entscheidend ist nur, dass jeder von ihnen endlich sein eigenes Für-immer-Zuhause findet.

Vielleicht sind gerade Sie der Mensch, der Bendix oder Benno – womöglich sogar beiden – den einen großen Tag schenkt, der ihr ganzes Leben verändert. Den Tag, an dem sie endlich ankommen dürfen. Den Tag ihres Happy Ends. 

Sabine Wojtok

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Lebenslichter 30.07.2026, 13.00 | (0/0) Kommentare | PL

Oxen - Acht kleine Leben

OXEN 

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 12.2025

Die meisten Welpen laufen fröhlich und vertrauensvoll auf Menschen zu – nicht so Oxen.

Sobald sich die Zwingertür öffnet oder sich Schritte nähern, zieht er sich möglichst lautlos zurück. Er sucht die nächste Ecke und drückt sich an die Wand, als könnte sie ihn beschützen, als wäre sie der einzige Ort, den er kennt. Und wahrscheinlich ist genau das die Wahrheit.

Oxen wurde gemeinsam mit seinen GeschwisternOlmo, Olyvia, Olrik, Orbel, Ovidia, Orvin und Ozira hinter Gitterstäben auf nacktem Beton in die Dunkelheit eines Hundelagers hineingeboren. Seitdem gab es für die Hundekinder kein Gras unter den Pfoten, kein weiches Körbchen und niemanden, der sie liebevoll begrüßte, sondern nur Mauern. Und selbst das Wenige, das ihnen Halt gab, wurde ihnen genommen.


Vor kurzem wurden die Brüder von ihrer Mama und ihren Schwestern getrennt, die nun hinter anderen Gittern sitzen. Sie wissen, dass ihre Mutter irgendwo ganz in der Nähe ist. Vielleicht können sie sie riechen und ihre Stimme hören; doch sie können sie nicht mehr sehen.

Für Welpen, die nie etwas anderes als Angst kennengelernt haben, war diese Nähe wie ein kleiner Anker, nun ist auch dieser verschwunden.

Wenn man Oxen beobachtet, könnte man glauben, er wolle sich unsichtbar machen. Dabei sucht er vermutlich nur einen Ort, an dem ihm nichts geschieht und er sich geborgen fühlen darf.

Trotzdem gibt es da diese kostbaren Momente: Ein scheuer Blick, ein kurzes Innehalten, ein Schrittchen nach vorn, bevor die Angst ihn wieder einholt – so als würde ein kleiner Teil von ihm fragen: "Darf ich dir vielleicht doch vertrauen?"


Diese Frage braucht eine Antwort von Menschen, die Zeit und Geduld mitbringen, weil sie verstehen, dass Vertrauen nicht eingefordert werden kann, sondern Tag für Tag wachsen muss. Die sich über den ersten Blick freuen, über einen kleinen Schritt oder einen vorsichtigen Schwanzwedler; Menschen, die wissen, dass die größten Wunder oft ganz leise beginnen.

Oxen sucht einfach jemanden, der nichts von ihm erwartet und trotzdem an ihn glaubt; der ihm zeigt, dass Hände streicheln und Stimmen freundlich klingen können und er nicht länger Schutz an kahlen Wänden suchen muss.

Vielleicht wird Oxen nie der Hund sein, der jedem fröhlich entgegenspringt. Aber wir glauben fest daran, dass der Tag kommen kann, an dem er auf seinen Menschen zugeht, weil er weiß: Bei dir bin ich sicher.

Und vielleicht beginnt genau in diesem einen Moment endlich das Leben, das Oxen und seinen Geschwistern von Anfang an verwehrt geblieben ist.

Daniela Koenemann

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Lebenslichter 29.07.2026, 18.00 | (0/0) Kommentare | PL

Havah - Der liebende Blick


Havah

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 01.2023

Schulterhöhe: 67 cm

Liebe Besucherinnen und Besucher dieser Seite! Welchen Grund hat es, dass Sie genau bei Havahs Foto aufmerksam wurden? Wir stellen hier soviele große, kleine, schwarze, weiße, alte und junge Hunde vor; und ausgerechnet bei unserer dreieinhalbjährigen Havah haben Sie Halt gemacht.

Um das zu ergründen, schauen wir uns doch gemeinsam an, was die Tierschützer uns über sie berichten konnten: Seit dem 23.09.2025 hat sich Havahs Leben grundlegend geändert. Wir wissen nicht, ob es vorher besser war, denn die Vorgeschichte der in diesem trostlosen, liebeleeren Hundelager Eingesperrten interessiert hier niemanden. Havah gehört immerhin zu den Glücklichen, deren Elend wir sichtbar machen und die wir vorstellen und vermitteln dürfen; denen wir einen Namen geben und für sie eine Brücke schlagen können zu der Welt, die all den anderen für immer unerreichbar bleibt.


Havah teilt sich ihre Box mit Jimmy und Dioneo und hat in ihnen zwei Verbündete gefunden, zwei Leidensfährten, zwei Wartendewie sie selbst.Ganz nebenbei stellt sie sich damit jeden Tag selbst das schönste Zeugnis aus: Havah ist verträglich.

Den Besuch der Tierschützer empfing sie zunächst mit vorsichtigem Erstaunen. Doch dieses wich schnell einer großen Freude, die sie nur kurz unterbrach, um sich ihre Streicheleinheiten abzuholen. An der Leine lief sie dann bereits erstaunlich ordentlich.

Kurzum: Havah ist noch unversehrt. Sie hat nicht resigniert. Sie trägt Vertrauen den Menschen gegenüber in ihrem Herzen und sucht ihre Nähe freundlich und offen.

Havah ist ein Hund für den liebenden Blick.

Ihr sanftes Wesen steckt in einem Körper, der am Beuteschema vieler Menschen vermutlich vorbeiziehen wird. Sie ist weder klein und handlich, noch trägt sie einen wuscheligen Pelz. Sie besitzt keine außergewöhnliche Fellzeichnung, und auch keine vermeintlich leicht erkennbare Rasse, von der manche glauben, den Charakter ableiten zu können. Aber bekanntlich liegt Schönheit immer im Auge des Betrachters, und Havahs Besonderheit liegt woanders. Es ist ihr Blick.

Ein Blick, der mitten ins Herz treffen kann; der Freude, Mut, Zuversicht und Lebendigkeit ausdrückt. Noch. Heute.


Sie ist bereit, all das mit Ihnen zu teilen. Sie muss dafür nur gesehen werden – von Ihnen mit liebendem Auge. Öffnen Sie ihr die Kerkertür und entdecken Sie gemeinsam mit Havah (deren Name aus dem Hebräischen kommt und „die Lebende bedeutet) die Welt neu.

Nein, Sie müssen dafür nicht nach Italien reisen. Havahs Vermittlerin erklärt Ihnen sehr gern, wie diese wunderbare Hündin ihre Expedition in ein schönes, neues Leben antreten kann.

Vielleicht war es tatsächlich ihr Blick, der Sie auf dieser Seite hat verweilen lassen.


Daniela Koenemann

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Lebenslichter 23.07.2026, 16.00 | (0/0) Kommentare | PL

Thavine - Ich glaub´, ich bin im falschen Film!


Thavine

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 01.2026


Ein herrlicher Frühlingstag in Italien. Die Vögel zwitschern, die Sonne kommt hinter den Wolken hervor und strahlt auf das kuschelige Körbchen der Hundekinder Thavine und Tiriel. Thavine streckt sich genüsslich und stuppst ihr Brüderchen Tiriel an. Werde schnell wach, Tiriel. Ein spannender Tag voller Abenteuer erwartet uns. Noch mehr Abenteuer, antwortet Tiriel und gähnt herzhaft. Wir haben doch gestern schon unsere Spielsachen versteckt, mit unseren Menschen gekuschelt und sind über eine weiche Wiese mit den bunten Blumen getobt.


Stopp! Falscher Film! Denn das ist nicht der, in welchem Hundekinder die Hauptrolle spielen, die in der Geborgenheit einer Familie oder eines Lieblingsmenschen aufwachsen dürfen. Dies ist der Film von Welpen, die mit zwei Monaten von ihrer Mama getrennt und in einem Hundelager entsorgt wurden. Statt in dem kuscheligen Körbchen werden sie auf einem kalten, schmutzigen Betonboden schlafen müssen, bis ihre Knochen wundgescheuert sind; und statt Vogelzwitscher wird sie jeden Morgen das Bellen und Jaulen ihrer Mitinsassen wecken, von denen viele ebenfalls seit ihrer Welpenzeit dort eingesperrt sind, ab da kein einziges Mal ihre Zelle verlassen haben und in dieser auch irgendwann einsam und vergessen sterben werden.



Thavine und Tiriel hatten seltenes, unfassbares Glück: Die Tierschützer durften auf Stippvisite zu ihnen. Für die beiden Hundekinder bedeutete dies einen Augenblick der Freiheit und Unbeschwertheit auf der Besuchswiese. Hier konnten sie zum ersten Mal nach Herzenslust schnuffeln und rennen. Beim Leinenführigkeitstest ist die kleine Thavine zwar durch-, aber dafür durch ihren Einfallsreichtum aufgefallen: Sie hat die Leine kurzerhand zweckentfremdet und zur Spielkameradin gemacht.


Leider sind die Besuche durch die Tierschützer gezählt. Wenn sie das nächste Mal vorbeikommen - vielleicht in einigen Monaten oder sogar erst Jahren, je nachdem, wie es den Canilebetreibern gefällt - dann wird Thavine viel von ihrer Unbeschwertheit und ihrem hundekindlichen Zutrauen verloren haben. Sie wird nicht wissen, dass sie im falschen Film ist, denn den Film vom glücklichen Hundeleben wird sie bis dahin nicht kennenlernt haben; nur den, in dem Leben nichts anderes als Überleben heißt. Überleben in einer Welt, die es gar nicht geben dürfte.



Und nun, liebe Leserinnen, liebe Leser, geben wir Ihnen eine Fernbedienung in die Hand. Welcher Film soll für Thavine die nächsten zwölf bis vierzehn Jahre laufen? Film B (bei Publikum und Presse durchgefallen), in dem die Kleine elend in der Hundeverwahranstalt vor sich hinvegetiert, bis sie, gezeichnet durch körperliche und seelische Vernachlässigung, diese Welt verlässt? Oder Film A (löste schon bei der Uraufführung wahre Begesteirungsstürme aus), in dem sie die Hauptrolle in Ihrem Leben spielt, fröhlich und vertrauensvoll an Ihrer Seite aufwächst, um mit Ihnen als beste Freundin durchs Leben zu gehen? Sie halten die Fernbedienung in der Hand; und um Ihnen die Wahl zu erleichtern, haben wir schon die Telefonnummer von Thavines Vermittlerin einprogrammiert. Bitte rufen Sie an.  Thavine und wir freuen uns auf Sie. Vielen, lieben Dank!

Daniela Koenemann

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Lebenslichter 22.05.2026, 19.25 | (0/0) Kommentare | PL

Gea - auf der Suche nach der verlorenen Zeit


Gea

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 09.2022

Schulterhöhe: 54 cm

Hallo, liebe Tierfreundinnen und  -freunde!

Wisst Ihr, ob es viel mehr Hunde als Menschen gibt? Weil, wenn es andersherum wäre, dann hätte doch jeder Hund ein Zuhause und dürfte sich versorgt und geborgen fühlen. Ich habe leider keines und Ihr könnt Euch sicher denken, wie ich mich fühle. Ganz allein auf mich gestellt habe ich meine Welpchen geboren, in einer Gegend, die man bestenfalls als Wüste bezeichnen kann; es ist das Death Valley der streunenden Hunde!



Eine liebe Tierschützerin, die gerade auf dem Weg zum Tierarzt war und dabei mit einer Kollegin telefonierte, sah zwei kleine Hundebabies am Straßenrand nach Futter suchen. Sie ist sofort an die Seite gefahren, ausgestiegen und meinen kleinen Mädels, Gin und Grappa, nachgeschlichen zu dem Versteck, in dem wir uns vor der Welt und ihren Gefahren verborgen hatten. Dort hat sie dann auch mich und mein Baby, den Buben Guinness, gefunden. So schnell wie möglich kam ihre Freundin ihr zu Hilfe, um uns einzufangen. Ich hatte eine Heidenangst vor ihnen, aber mein Hunger war größer, so dass ich mich zuletzt doch schnappen ließ. Meine Welpchen waren sehr schwach und ausgemergelt und leisteten keinen Widerstand.



Die ersten Tage hatten wir schreckliche Angst vor den Menschen und der neuen Umgebung. Aber wir merkten schnell, dass uns bei der Tierschützerin in ihrer kleinen Auffangstation kein Leid geschieht. Ich war glücklich zu sehen, wie meine Kinder jeden Tag mehr an Gewicht zunahmen, neugierig ihre Umgebung erkundeten und sich von der Tierschützerin behandeln und nur allzu gern füttern ließen.


Ich selbst bin eine noch sehr junge, schneeweiße Hündin, bescheiden und vom Leben nicht verwöhnt. Es war ein Wunder, dass ich in der ungastlichen Gegend überleben und noch dazu meine Welpchen säugen konnte. Ob der große Hundeengel wohl auch für mich noch ein Wunder übrig hat? Wem darf ich vertrauen und mein treues Herz zu Füßen legen?

Mit dieser Frage grüßt Euch die Gea


******************************

Liebe Leserinnen und Leser! Während andere Hunde glücklich in ihr neues Zuhause reisen, bleibt Gea zurück; immer wieder, Jahr für Jahr. Sogar ihre Welpen, die sie unter erbärmlichsten Bedingungen liebevoll aufgezogen hat, sind inzwischen alle vermittelt und in Sicherheit. Nur Gea wartet weiter im Schatten, leise und ungesehen.


Bei der Tierschützerin, die sich täglich liebevoll um sie kümmert, hat Gea bereits kleine Fortschritte gemacht: In ihrer Nähe bleibt sie ruhig und entspannt, während sie sich bei ihr fremden Menschen eher zurückzieht. Das zeigt, dass dass sie sich nach Vertrauen und Sicherheit sehnt. Dabei drängt sie sich niemandem auf. Sie fordert den Platz nicht ein, den sie so sehr verdient hätte, sondern hofft still, dass ihn jemand ihr eines Tages anbietet.


Wären Sie bereit, der sanften, wunderschönen Gea die Zeit zu geben, die sie benötigt, um Vertrauen zu fassen? Möchten Sie für sie da sein, weil ihr Schicksal Sie berührt und Sie erkennen, welch kostbarer Schatz sich hinter ihrer Scheu verbirgt? Dann melden Sie sich bitte bei ihrer Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!

Daniela Koenemann

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Lebenslichter 15.05.2026, 16.14 | (0/0) Kommentare | PL

Chucky – Zeit, um Lebewohl zu sagen



Chucky

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.2013

Schulterhöhe: 60 cm

Es gibt Zahlen, die brennen sich in die Seele, wenn man sie laut ausspricht. 2.920 ist so eine Zahl. Aber mehr noch: Es sind 8 Jahre, es sind 2.920 Nächte, in denen Chuckys ganze Welt aus nacktem, kaltem, grauem Stein bestand.

Lesen Sie diese Zahl bitte noch einmal ganz langsam: 2.920…  Und dann schließen Sie bitte kurz die Augen.

Seit 2018 atmet dieser arme Hund die Enge eines Zwingers. Während draußen die Jahreszeiten wechselten, Menschen lachten und das Leben in tausend Farben spielte, war die einzige Antwort auf sein Flehen nach Liebe das hohle Echo seiner eigenen Pfoten auf hartem Beton; einem Boden, der im Winter die Glieder gefrieren lässt und im Sommer die Hitze staut, bis die Luft zum Schneiden dick ist.




Acht Jahre Stein. Drei Mal Wiese.

Lesen Sie auch das noch einmal und dann schließen Sie bitte wieder kurz die Augen. In dieser unendlich langen Zeit durfte Chucky ganze drei Mal - nur drei flüchtige Augenblicke in fast einem Jahrzehnt - weiches Gras unter seinen Pfoten spüren. Das war zuerst 2022, dann 2023 und schließlich heute, im Jahr 2026. Drei selige Augenblicke, in denen er kurz vergessen durfte, dass er eigentlich lebendig begraben ist. Spüren Sie diesen Stich im Herzen? Das ist Ihr Mitgefühl, welches Ihnen zuschreit: Das ist falsch!




Acht Jahre Einsamkeit. Drei Mal Aufmerksamkeit.

Fast alle - Tiere und Menschen - wären an dieser Vereinsamung zerbrochen. Sie wären bösartig geworden oder stumpfsinnig in einer Ecke verkommen. Chucky jedoch hat etwas getan, das uns Menschen tief beschämt: Er hat sich geweigert, den Glauben an das Gute zu verlieren. Er hat sich geweigert, den Hass zu lernen. Wenn die Gittertür sich für die wenigen Minuten der Besuche öffnet, drückt er seinen alten, schweren Körper gegen das kalte Metall; nicht, um mit Gewalt zu fliehen, sondern um für eine einzige Sekunde die Wärme einer menschlichen Hand zu spüren. Sein Blick ist eine stumme, herzzerreißende Frage: "Schaut her, ich mache alles richtig. Bin ich immer noch nicht gut genug für die Freiheit?"




Acht Jahre Warten. Nur noch wenig verbleibende Zeit.

Die Uhr tickt jetzt unerbittlich und wir kämpfen einen verzweifelten Krieg gegen den Beton. Chucky zählt 14 Jahre. Er ist in diesem Zwinger alt geworden. Seine Gelenke schreien vor Schmerz vom ewigen Liegen auf dem harten Untergrund, sein Körper ist todmüde, seine Kraft schwindet mit jedem Atemzug. Er hat fast ein Jahrzehnt darauf gewartet, dass jemand seinen Namen ruft. Er träumt davon, sich einmal in der Sonne wälzen zu dürfen, ohne danach das metallische Knallen der Stahltür zu hören, die ihn wieder in die Dunkelheit verbannt.




Ihm läuft die Zeit mit Siebenmeilenstiefeln davon. Es gibt nur noch zwei Möglichkeiten für Chuckys Ende: Entweder er stirbt irgendwann einsam und unbeweint auf diesem kalten Stein, den er seit acht Jahren anstarrt. Oder wir finden jetzt, in letzter Sekunde, den Menschen, der ihm zeigt, dass das Leben mehr sein kann als ein Gefängnis. Chucky braucht keine Villa. Er braucht nur das Versprechen, dass sein letzter Atemzug nach Sommerregen und Blumen riecht, anstatt nach feuchtem, schmutzigem Beton.



Sie sind der einzige Mensch auf dieser Welt, der seine Geschichte noch umschreiben kann. Sie brauchen keine acht Jahre, um sein Leben zu retten. Sie brauchen nur acht Sekunden, um zum Hörer zu greifen und Chuckys Vermittlerin anzurufen. Bitte lassen Sie den Stein nicht das letzte sein, das er fühlt.



Und sollte es bei Ihnen nicht passen, dann: Danke, dass Sie Chucky nicht einfach übersehen. Danke, dass Sie anderen von ihm erzählen und ihnen diesen Text zu lesen geben. Vielleicht ist ja genau sein Mensch dabei und Chuckys Wunder beginnt bei Ihnen.

Margot Wolfinger

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

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Lebenslichter 09.05.2026, 20.13 | (0/0) Kommentare | PL

Als wär´s ein Teil von dir: Timon


TIMON

 

Rüde

geb. 2012

55 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

Für-immer-Zuhause gesucht

 

Wenn Dir das Liebste genommen wird, wenn Dein Herz gebrochen ist, wenn die andere Hälfte Deiner Seele von Dir gegangen ist - wie wolltest Du weiterleben?

Die Augen sind das Tor zur Seele, und Timons Augen mussten das Schlimmste mitansehen.

Timon hat es im Leben bisher nie leicht gehabt. Als unschuldiger Welpe kam er im Jahr 2012 zusammen mit seiner Schwester Mona ins Shelter Kozhuhovo. Das Leben an diesem Ort ist für Hundekinder, wie für erwachsene Hunde, gnadenlos und unerbittlich; doch Timon und Mona hatten einander, sie waren ein Herz und eine Seele und gaben sich gegenseitig Halt. 


Auch äußerlich glichen sich die Zwei; sie hatten in etwa die gleiche Statur und wunderschönes, schokoladenbraunes Fell. Mona war die quirligere von beiden, sie lief stets voran und Timon folgte ihr. Er war der Besonnenere und gab auf seine Schwester acht. Gleich einem Schatten traf man ihn überall da an, wo Mona war. Sie gehörten zusammen, wie die zwei Seiten einer Medaille.

Lange und schwere Jahre vergingen, aber das feste Band zwischen den Hundegeschwistern blieb bestehen. Sie teilten sich einen Zwinger, gingen gemeinsam in den Auslauf und lernten, an der Leine zu laufen - nur ein Zuhause fanden sie leider nicht. Doch trotz aller Härte und Trostlosigkeit sah man sie oft fröhlich zusammen rennen und spielen, wenn sie einmal in der Woche für ein glückseliges Stündchen in den Freilauf durften. 


Dann kam der Tag, an dem das Unfassbare geschah, der die beiden Unzertrennlichen für immer auseinanderriss: Im vergangenen Jahr wurde Mona bei einer Gassirunde auf dem Sheltergelände gebissen und lebensgefährlich verletzt. Timon konnte ihr nicht beistehen und sah seine geliebte Schwester sterben.

Ich möchte eines klarstellen: Die freiwilligen Betreuer trifft in so einem Fall keine Schuld. Sie tun, was sie können und bringen sich bei ihrem Engagement oft selbst in Gefahr. In diesen Sheltern herrscht fortwährender Ausnahmezustand; die Hunde sind durch den andauernden Stress, den Bewegungsmangel, die Langeweile und die schlechte Behandlung seitens der Arbeiter gereizt und manchmal unberechenbar. So kommt es auch in den Zwingern immer wieder zu Beißereien mit leider oft tödlichem Ausgang. Bitte stellen Sie sich vor, Sie wären rund um die Uhr, auf Jahre hinaus, 365 Tage lang mit anderen Menschen auf wenigen Quadratmetern ohne jede Rückzugsmöglichkeit zuammengesperrt – verlören Sie da nicht den Verstand und ließen Ihren Aggressionen freien Lauf?

Über ein Jahr ist seitdem vergangen. Timon sitzt noch immer in seinem Zwinger, traurig und allein. Alles scheint für ihn gleich geblieben, und doch ist nichts mehr, wie es war. Zu schwer lastet das Erlebte auf seiner Seele und zu trostlos ist das Leben dort. Timon ist vor der Zeit zum Senior geworden. Sein Blick wirkt müde und trüb, der einst frohe und hoffnungsvolle Ausdruck in seinen Augen ist verschwunden. Nur wenn sich die Ehrenamtlichen mit ihm beschäftigen, leuchtet der alte Glanz in ihnen für einen kurzen Moment wieder auf. 


Timon verhält sich Menschen gegenüber freundlich und verträgt sich gut mit seinen Artgenossen. Er zählt zwar mittlerweile zu den Senioren, aber längst noch nicht zum alten Eisen. Er ist gern aktiv und liebt Bewegung. Da er bisher noch nichts anderes kennenlernen durfte als das Leben im Shelter, wird er vielleicht ein Weilchen brauchen, um Vertrauen zu fassen und sich an all das Neue zu gewöhnen. Ein netter Hundekumpel (gern auch eine -kumpeline) in seinem Zuhause wäre dabei bestimmt hilfreich für ihn, ist aber keinesfalls Voraussetzung.

Niemand kann die Vergangenheit ungeschehen machen. Doch vielleicht gibt es noch einen versöhnlichen Ausklang für den netten und liebenswerten Timon, damit er nicht irgendwann sein Leben einsam und unbeachtet in seiner Zelle beschließen muss.

Bilder aus einer anderen Zeit (2017, Timon mit seiner Mona):


Lieber Timon! Aus vollem Herzen wünsche ich Dir, dass es auch für Dich einen mitfühlenden Menschen gibt, bei dem Du in einem schönen Zuhause und in Frieden Deinen Lebensabend genießen darfst; der Dich umsorgt, Dich das Erlebte vergessen lässt, damit Du wieder ganz wirst und noch einmal glücklich werden kannst!


Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos". 

Vermittlerkontakt/Fragen:

Daniela Bansche

Tel.: 05371-687266

eMail: d.bansche@gmail.com

fb.me/Chance.fuer.Shelterhunde

Lebenslichter 27.07.2024, 15.41 | (0/0) Kommentare | PL

Man sieht nur mit dem Herzen gut! Nochka

"...das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar"


Mit diesem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry könnte man NOCHKA ganz gut beschreiben, denn ihr wurden im Shelter aufgrund eines Tumors beide Augen entfernt. Sie hat sich aber mit ihrer Lebensfreude zurück ins Leben gekämpft - und sie will leben!

Mit nicht mal einem halben Jahr kam Nochka ins Shelter. In eine rauhe und laute Welt, eine Welt, in der ein junger Hund eigentlich nicht sein sollte. Trotz allem wuchs Nochka zu einer fröhlichen Junghündin heran und genoss die kurze Zeit im Auslauf in der Nähe der Menschen. Sie spielte, buddelte Löcher, genoss die Sonne auf ihrem schwarzen Fell. Einfach ein wenig der Enge des winzigen Zwingers entfliehen, ein wenig von der kleinen Shelterwelt sehen.

Doch vor kurzem änderte sich Nochkas Leben schlagartig. Die Betreuer schauten ihr in die Augen und sahen, dass dort etwas nicht stimmte. Und so war es auch. Der Sheltertierarzt stellte einen Tumor fest, dieser wurde auch sofort entfernt, allerdings auch Nochkas Augen.

Und so wurde ihre Welt dunkel. Alles war auf einmal anders. Nochka musste nun lernen, in der ewigen Dunkelheit zurecht zu kommen. Sie musste sich auf ihre anderen Sinne konzentrieren und sich ganz langsam ins Leben zurückkämpfen. Ganz vorsichtig und Stück für Stück tat sie das auch. Allerdings wollten ihre Betreuer sie so nicht im Shelter lassen, denn hier hätte sie sich nicht gegen die anderen Hunde zur Wehr setzen können, und so zog Nochka erst einmal in eine Pension, um sich in ihrem neuen Leben zurecht zu finden und um sich zu erholen.

Und nun ist Nochka soweit, dass sie sich in ihrer dunklen Welt zurecht findet. Sie hat sich ins Leben zurückgekämpft und kommt mit der ewigen Dunkelheit ganz gut zurecht. Sie ist gerne in der Nähe der Menschen und freut sich über jede Aufmerksamkeit und Zuwendung. Das Einzige, was ihr jetzt noch fehlt, ist ein eigenes Zuhause.

Ein Zuhause, in dem man ihr eine Welt zeigt, die sie erschnüffeln kann. Ein Zuhause, dass vielleicht schon Erfahrung mit einem blinden Hund und seinen Bedürfnissen hat. Menschen, die die nötige Geduld und Ruhe mitbringen, damit Nochka in ihrem eigenen Tempo ankommen und ihre Welt erkunden kann. Ein Zuhause, das es in Russland für Nochka wohl nicht mehr geben wird, aber vielleicht doch hier?

NOCHKA ist eine blinde, ca. 50 cm große (Schulterhöhe) Mischlingshündin, die Mitte 2018 geboren wurde. Sie ist kastriert, gechipt und geimpft und könnte schon bald in ihr eigenes Zuhause fliegen. Nochka geht an der Leine, braucht hier aber noch Sicherheit. Dem Menschen gegenüber ist Nochka freundlich und freut sich über Streicheleinheiten. Mit anderen Hunden ist Nochka verträglich, jedoch sollten diese nicht wild oder dominant sein, denn Nochka sieht sie ja nicht und kann sich nicht verteidigen. Daher suchen wir für Nochka ein ruhiges und erfahrenes Zuhause, gern auch als Einzelhund. Nochka kennt aus ihrer Pflegestelle Katzen und größere Kinder und im Zusammenleben gibt es hier keine Probleme.

Bitte haben Sie auch Verständnis dafür, dass wir für Nochka ausschließlich eine Endstelle suchen.

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Lebenslichter 23.07.2024, 15.56 | (0/0) Kommentare | PL

Wer schreibt für sie das Happy End? Jenny


JENNY

 Hündin

50 cm Schulterhöhe

geb. ca. Mai 2014

Zwingernummer: A 71

 

Gleich ihrer Schwester Britney, die ich Ihnen bereits vorgestellt habe, kam auch Jenny 2014 als niedlicher, unschuldiger Welpe in das monströse Shelter Kozhuhovo. Ein winziges Hündchen, dem eigentlich die ganze Welt offenstehen sollte – stattdessen schloss sich die Zwingertür hinter ihr und geht bis heute - 7 endlose Jahre später – nur einmal in der Woche für sechzig kostbare Minuten wieder auf. Nach dem Umzug ins neuerbaute Shelter Malinki haben sich die Lebensumstände für die armen Hunde noch einmal unvorstellbar verschlechtert. Nur noch wenige Betreuer können den Standort überhaupt erreichen, die Shelterleitung schikaniert sie, wo sie nur kann, sie dürfen fast nichts mehr für ihre Schützlinge tun, es ist für die Tiere nichts weiter als ein Vegetieren und Warten auf den Tod.

Lange war Jenny fröhlich, verspielt und auch ein bisschen stürmisch, wie sich das für eine Junghündin gehört. Mittlerweile sieht man der einst so Unbekümmerten die verlorenen Jahre an. Das Fell wird allmählich grau, ihre Augen trüben sich und blicken längst nicht mehr so hoffnungsvoll in die Welt. Mit sieben ist sie zwar noch keine Seniorin, aber es geht den Hunden wie den Menschen: Kummer, Einsamkeit und Entbehrung lassen sie weit vor der Zeit altern.


Jenny ist ein sehr anhängliches Hundemädchen und hält sich, wo nur möglich, in der Nähe der Betreuer auf. Sie freut sich über die kleinste Aufmerksamkeit und gibt alles, um von einer Menschenhand gestreichelt zu werden. Leider ist das Glück nie von Dauer; denn nach nur einer Stunde, einmal in der Woche, heißt es zurückkehren in die Trostlosigkeit des Zwingers und das zermürbende Warten beginnt von vorn.


Dabei hat sich die hübsche Jenny in den Jahren schon allerhand angeeignet. Sie läuft an der Leine wie eine Eins, verhält sich ihren Artgenossen gegenüber kameradschaftlich und folgt den Kommandos der Freiwilligen aufs Wort. Zwar werden die Anweisungen auf Russisch gegeben; aber Jenny besitzt ein kluges Köpfchen und lernt sicherlich blitzschnell um. Denn eigentlich ist den Hunden der Wortlaut völlig egal. Zum Beispiel können Sie „Wurstbrot“ auswählen als Synonym für „Sitz!“ oder „Platz!“ und wenn Sie das mit einer entsprechenden Geste verbinden, wird Ihr Liebling sich brav setzen oder hinlegen – vorausgesetzt, es gibt anschließend das Wurstbrot als Belohnung…


Der Traum vom eigenen Zuhause in Moskau und Umgebung ist für Jenny längst geplatzt wie eine Seifenblase. Sie ist leider kein zuckersüßes Hundebaby mehr und somit für russische Adoptanten uninteressant. Ihre Lebensgeschichte scheint bereits geschrieben zu sein. Vor gut sieben Jahren begann diese so: „Es war einmal ein putziges Welplein…“ und irgendwann wird sie mit den Worten enden: „…alt, einsam und ungeliebt gestorben, als hätte es sie nie gegeben. Sie war eben auch nur eine von vielen.“

Es wäre denn, Sie möchten der Geschichte von Jenny gern ein Happy End bereiten. Wenn ja, dann melden Sie sich doch bitte bei unseren Vermittlerinnen. Vielen, lieben Dank!

 


Jenny und Britney gehen gemeinsam spazieren:

Vermittlerkontakt/Fragen: 

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de

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Lebenslichter 21.07.2024, 14.34 | (0/0) Kommentare | PL

Wenn ich einmal reich wär´... Bari


BARI

 Rüde

geb. 2017

60 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

gut verträglich mit Artgenossen

freundlich zu Menschen; anfangs ein wenig schüchtern

hat schon gelern, an der Leine zu laufen

liebevolles Zuhause auf Lebenszeit gesucht

In manchen Augenblicken bedaure ich, dass wir keine Millionäre sind. Wären wir es, dann würden wir ein riesiges Grundstück kaufen - irgendwo weitab gelegen, wo wir niemanden störten und so viele Hunde haben könnten, wie wir möchten. Dann würden wir vor allem die großen, alten schwarzen Hunde aufnehmen, die keiner haben will. Warum nicht, das wird mir ein ewiges Rätsel bleiben; denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass gerade sie die liebsten, sanftmütigsten, freundlichsten und umgänglichsten Wegbegleiter sind. Tatsächlich spukt auch hierzulande noch immer eine Menge an mittelalterlichem Aberglauben in den Köpfen herum. Es gibt Leute, die einen Bogen machen oder die Straßenseite wechseln, wenn wir mit einem unserer schwarzen Hunde spazierengehen. Einmal hat sich sogar jemand bekreuzigt. Schwarze Katzen, die einem von links nach rechts über den Weg laufen, sollen Unglück bringen? Ich weiß nicht; so wie ich das sehe, sind wir Menschen die einzigen, die Unheil über unsere Mitgeschöpfe und unsere eigene Spezies bringen, egal welche Hautfarbe wir tragen. Im Übrigen ist das eine reine Glaubens- und Erziehungsfrage: In anderen Kulturkreisen gilt Schwarz als die Farbe der Freude und zur Beisetzung erscheint die Trauergesellschaft ganz in Weiß.


Zu dir, lieber Bari: Mit jedem Tag in Gefangenschaft erlischt ein weiteres Hoffnungsfünkchen für dich. Schon seit fünf endlos langen Jahren wartest du in deinem engen Zwingerloch auf jemanden, der dich sieht und erkennt, was für wunderschöner Hundemann du bist mit deinem glänzend-schwarzen Fell und den bernsteinfarbenen Augen. Als man dich gnadenlos einsperrte, warst du ein junger, hoffnungsvoller Junghund; nun ganz allmählich wirst du hinter Gittern zum Senior.

Wenn die freiwilligen Helfer dich einmal in der Woche für ein knappes Stündchen aus deinem kahlen Zwinger befreien, damit du dir im Auslauf die Beine vertreten kannst, bist du glücklich und genießt sichtlich die Bewegung. Dabei suchst du aber immer wieder die Nähe der Betreuer, bettelst um jede noch so kleine Zuwendung und jede streichelnde Hand. Es ist ja immer nur so wenig Zeit, die du dir obendrein mit vielen anderen Hunden teilen musst; aber für dich bedeuten diese kostbaren Momente die ganze Welt. 


In deinem russischen Heimatland gehörst du schon längst zu den Vergessenen, die unschuldig und sinnlos ihre Lebenszeit im Gefängnis absitzen, weil niemand die Liebe zu schätzen weiß, die sie zu geben haben. Auch bei uns wird es vielleicht nicht einfach, aber dennoch möglich. Denn sicher gibt es hier Menschen, die dein ruhiges, umgängliches Wesen schätzen werden und Politik von Tierliebe zu trennen wissen.

Hier können Sie sich einige kleine Filme von Bari in seinen seltenen Glücksmomenten ansehen: 

https://www.youtube.com/shorts/YfqKJZ_Jluc

https://www.youtube.com/shorts/WskCD96KCBs

https://www.youtube.com/shorts/lN7zFVw94mU

https://www.youtube.com/shorts/sDNIwU5y6Us

Bisher kennst du von der Welt nichts anderes als das Hundeasyl. Deswegen brauchst du dringend geduldige und verständnisvolle Menschen, die dir Zeit lassen, dich an das neue, gute Leben zu gewöhnen. Weil du mit deinen Schicksalsgefährten gut auskommst und friedlich zusammenlebst, wäre ein netter Artgenosse im neuen Zuhause dabei sicher hilfreich für dich. Aber natürlich ist das keine Voraussetzung.

Lieber Bari! Möge mein Inserat dazu beitragen, dass ein gutherziger Mensch, eine tierliebe Familie dich für sich entdeckt, damit Einsamkeit und Langeweile nicht die einzigen Begleiter für den Rest deines Lebens bleiben.



Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein Kettenlos e.V.

Vermittlerkontakt/Fragen:

Daniela Bansche

Tel.: 05371-687266

E-Mail: d.bansche@gmail.com

fb.me/Chance.fuer.Shelterhunde

Lebenslichter 19.07.2024, 15.35 | (0/0) Kommentare | PL

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Worum es geht:



Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.









"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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MEIN LEITSPRUCH:


Sei dankbar für das Gute in deinem Leben 

und denke auch ans Teilen


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.



Über mich

Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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Träumen wir gemeinsam
von einer besseren Welt...


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