Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Leben

Rochus - Gestromte Liebe zu vergeben

Rochus

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 08.2021

Schulterhöhe: 71 cm 

Ein großer Hund. Ein bildhübscher Hund. Ein lieber und umgänglicher Hund. Und mit seinen fünf Jahren eigentlich noch ein junger Hund. Kurz gesagt: Rochus bringt vieles mit, was man sich von einem vierbeinigen Wegbegleiter wünschen kann.

Nur eines fehlt ihm noch: ein Zuhause.

Seit August 2025 sitzt Rochus in einem italienischen Hundelager. Dort warten mehrere hundert Hunde Tag für Tag darauf, dass sich ihr Leben endlich verändert. Es ist laut, trostlos, ein Ort ohne Hoffnung oder Zukunft. Freiheit, Gras unter den Pfoten, ein eigener Mensch – all das bleibt für sie ein unerfüllter Wunsch.

Rochus hatte in diesem April wenigstens das Glück, dass italienische Tierschützer ihn besuchen durften und Rochus zeigte ihnen sofort, was in ihm steckt. Zu dem Zeitpunkt teilte er seine Box mit zwei Hündinnen und schien ihre Gesellschaft völlig in Ordnung zu finden. Den Tierschützern gegenüber war er aufgeschlossen und freundlich, ließ sich ohne weiteres anfassen und die Leine anlegen.

Sie beschrieben ihn so: "Rochus ist ein sehr lieber und recht selbstsicherer Hund. Uns gegenüber war er offen und freundlich. An der Leine lief er erstaunlich brav mit. (...) Ein ganz feiner Hund!"

Was will man mehr? Ein großer, erwachsener Hund, der Menschen gernhat, mit Artgenossen augenscheinlich gut auskommt, sich nett und ausgeglichen zeigt und sogar schon ein bisschen Erfahrung mit dem Laufen an der Leine hat.

Und dann sind da noch diese Augen. Vielleicht erzählen sie davon, dass Rochus längst verstanden hat, wer darüber entscheidet, wie sein Leben im Guten oder Schlechten weitergehen wird. Vielleicht auch davon, dass er trotz allem nicht aufgehört hat, Menschen zu vertrauen.

Denn genau das tut Rochus noch immer: Er geht auf Menschen zu.

Auch nach einsamen Monaten im Hundegefängnis sucht er die Nähe, wenn jemand vor seinem Zwinger steht. Er zieht sich nicht zurück, hat sich nicht aufgegeben. Ganz im Gegenteil: Rochus hat offensichtlich beschlossen, dass das Leben noch etwas anderes für ihn bereithalten muss.

Rochus hat bereits JA gesagt. Fehlen nur noch Sie.

August 2026 Inzwischen wurde Rochus umgesetzt und teilt sich seinen Platz mit zwei Rüden. Auch mit ihnen zeigt er sich verträglich und entspannt.

Für ihn suchen wir Menschen, die einen großen, kräftigen Hund verlässlich führen können. Ein ländliches Zuhause mit sicher eingezäuntem Grundstück wäre ideal. Gern sollten Sie schon ein wenig hundeerfahren sein und bereit, unserem Rochus zu geben, was im Grunde jeder Hund für ein glückliches Leben braucht: einen sicheren Platz, einen gefüllten Napf, Spaziergänge, ein bisschen Gras unter den Pfoten, liebevolle Führung und vor allem einen Menschen, der bleibt.

Vielleicht sitzen Sie gerade vor diesem Text und denken:  "Rochus könnte mein Hund sein." Dann rufen Sie seine Vermittlerin an und finden Sie es heraus. Vielen, lieben Dank!

Daniela Koenemann

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Lebenslichter 24.10.2026, 18.22 | (0/0) Kommentare | PL

Cesny – Zehn Jahre gewartet. Noch immer bereit für das Leben.


Cesny

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01/2016

Schulterhöhe: 60 cm

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2016 war Cesny noch ein junger Hund, von dem man schrieb: menschenbezogen, verspielt – und er konnte an der Leine gehen. „Bei wem darf ich mich bewerben? Ich bin ja so gespannt… So endete seine Vorstellung damals.

Dieser Satz tut heute anders weh. Denn er klingt nach Vorfreude, nach Aufbruch: Gleich geht mein Leben los. Damals stand Hoffnung zwischen den Zeilen. Es klang, als müsste man ihn nur abholen und beginnen.


Doch es kam anders. Am 19. September 2016, gerade einmal etwa neun Monate alt, wurde Cesny eingefangen und in eine Zelle gesteckt. Seitdem ist fast nichts passiert. Zehn Jahre sind vergangen, in denen aus dem aufgeweckten jungen Hund ein Senior wurde. Zehn Jahre, die er in grauem Einerlei auf nacktem Beton zubringen musste und in denen ihm niemand gezeigt hat, wie das Leben außerhalb eines Zwingers stattfindet.


Fünf Jahre nach seiner Ankunft erfuhren wir, dass Cesny inzwischen in einer Einzelzelle saß; nicht, weil er aggressiv gewesen wäre, sondern weil er klettert, springt und Zäune überwindet. Er ist ein Hund der unbedingt hinaus will – doch statt der großen Freiheit wurde seine Welt noch kleiner.

Irgendwann stand in seiner Beschreibung nicht mehr, dass er gut an der Leine läuft. Stattdessen hieß es: schwierig zu leiten, benötigt Training. Und man möchte schreien: Wie denn auch?


Wie soll ein Hund, der sein Leben allein in einem Betonzwinger verbringt, lernen, ruhig an der Leine zu gehen? Wie soll er gelassen bleiben, wenn draußen plötzlich alles auf ihn einstürmt – Gerüche, Bewegungen, Geräusche, das pralle Leben? Wie soll er wissen, was Alltag wirklich ist, wenn sein eigener seit zehn Jahren aus nichts als Warten besteht?

Cesny hat nicht verlernt, brav zu sein. Er hatte nie Gelegenheit zu lernen, wie man lebt.


In diesem Mai, nach zweieinhalb Jahren, durften unsere befreundeten Tierschützer endlich wieder nach ihm schauen. Und noch immer war Cesny sofort freudig aufgeregt, als ihm die Leine angelegt wurde. Am liebsten hätte er die Welt im Sturzflug entdeckt. Jeder Duft war interessant, jede Bewegung zog seine Aufmerksamkeit auf sich. In diesem Hund steckt weiterhin unglaublich viel Energie – und die möchte endlich irgendwohin.


Wenn Cesny heute nach all den Jahren aus seiner Zelle kommt und völlig überdreht, ist das kein Trotz. Es ist ein Hund, der plötzlich für ein paar Minuten alles auf einmal bekommt. Ein Hund, für den draußen nichts vertraut ist, weil ihm niemand die Möglichkeit gegeben hat, die Welt in kleinen Schritten kennenzulernen.

Menschen findet Cesny großartig. Er ist unglaublich sozial und kontaktfreudig, lässt sich gern streicheln und scheint jede Nähe aufzusaugen, die ihm so lange gefehlt hat.


Mit anderen Rüden und Hündinnen wurde er getestet. Aggressiv war er nie; allerdings wird er dabei leicht aufdringlich und dreht schnell hoch. Aber wie soll ein Hund wissen, wie man sich in Gesellschaft von Artgenossen gebührend verhält, wenn er zehn Jahre lang in Einzelhaft zubringen musste?

Deshalb wünschen wir uns für Cesny einen Platz als Einzelhund bei einem Menschen, der körperlich in der Lage ist, dieses Kraftpaket sicher zu führen und gleichzeitig die Geduld und das Verständnis mitbringt, ihm Schritt für Schritt die Welt zu erklären. Jemanden, der ihn beschäftigt, auslastet und ihm zeigt, dass ein Spaziergang keine kurze Ausnahme bleiben muss, sondern zum ganz normalen Leben gehören darf.


Vielleicht wird mit Training und Vertrauen eines Tages auch der Kontakt zu anderen Hunden möglich sein. Aber das muss nicht heute entschieden werden. Heute geht es erst einmal darum, dass Cesny endlich anfangen darf.


Und jetzt lesen Sie bitte noch einmal diesen Satz – mit dem Wissen, dass wir inzwischen 2026 haben: „Bei wem darf ich mich bewerben? Ich bin ja so gespannt…

Diese Frage wurde 2016 gestellt - die Antwort steht immer noch aus.

Einst war Cesny ein junger Hund, der gespannt auf sein Leben wartete. Heute ist er alt und weiß immer noch nicht, wie sich ein Zuhause anfühlt.


Bitte zögern Sie nicht länger. Wenn Sie Cesny eine Chance geben können und möchten, rufen Sie seine Vermittlerin an und fragen nach ihm. Vielen, lieben Dank!

Ina Schoenfuss

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Lebenslichter 23.10.2026, 19.06 | (0/0) Kommentare | PL

Oxen - Acht kleine Leben

OXEN 

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 12.2025

Die meisten Welpen laufen fröhlich und vertrauensvoll auf Menschen zu – nicht so Oxen.

Sobald sich die Zwingertür öffnet oder sich Schritte nähern, zieht er sich möglichst lautlos zurück. Er sucht die nächste Ecke und drückt sich an die Wand, als könnte sie ihn beschützen, als wäre sie der einzige Ort, den er kennt. Und wahrscheinlich ist genau das die Wahrheit.

Oxen wurde gemeinsam mit seinen GeschwisternOlmo, Olyvia, Olrik, Orbel, Ovidia, Orvin und Ozira hinter Gitterstäben auf nacktem Beton in die Dunkelheit eines Hundelagers hineingeboren. Seitdem gab es für die Hundekinder kein Gras unter den Pfoten, kein weiches Körbchen und niemanden, der sie liebevoll begrüßte, sondern nur Mauern. Und selbst das Wenige, das ihnen Halt gab, wurde ihnen genommen.


Vor kurzem wurden die Brüder von ihrer Mama und ihren Schwestern getrennt, die nun hinter anderen Gittern sitzen. Sie wissen, dass ihre Mutter irgendwo ganz in der Nähe ist. Vielleicht können sie sie riechen und ihre Stimme hören; doch sie können sie nicht mehr sehen.

Für Welpen, die nie etwas anderes als Angst kennengelernt haben, war diese Nähe wie ein kleiner Anker, nun ist auch dieser verschwunden.

Wenn man Oxen beobachtet, könnte man glauben, er wolle sich unsichtbar machen. Dabei sucht er vermutlich nur einen Ort, an dem ihm nichts geschieht und er sich geborgen fühlen darf.

Trotzdem gibt es da diese kostbaren Momente: Ein scheuer Blick, ein kurzes Innehalten, ein Schrittchen nach vorn, bevor die Angst ihn wieder einholt – so als würde ein kleiner Teil von ihm fragen: "Darf ich dir vielleicht doch vertrauen?"


Diese Frage braucht eine Antwort von Menschen, die Zeit und Geduld mitbringen, weil sie verstehen, dass Vertrauen nicht eingefordert werden kann, sondern Tag für Tag wachsen muss. Die sich über den ersten Blick freuen, über einen kleinen Schritt oder einen vorsichtigen Schwanzwedler; Menschen, die wissen, dass die größten Wunder oft ganz leise beginnen.

Oxen sucht einfach jemanden, der nichts von ihm erwartet und trotzdem an ihn glaubt; der ihm zeigt, dass Hände streicheln und Stimmen freundlich klingen können und er nicht länger Schutz an kahlen Wänden suchen muss.

Vielleicht wird Oxen nie der Hund sein, der jedem fröhlich entgegenspringt. Aber wir glauben fest daran, dass der Tag kommen kann, an dem er auf seinen Menschen zugeht, weil er weiß: Bei dir bin ich sicher.

Und vielleicht beginnt genau in diesem einen Moment endlich das Leben, das Oxen und seinen Geschwistern von Anfang an verwehrt geblieben ist.

Daniela Koenemann

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Lebenslichter 22.10.2026, 19.00 | (0/0) Kommentare | PL

Giotto - Süß, wie der Name schon sagt: Körbchen gefunden!


Giotto

Rasse: Bretone

Geschlecht: Rüde

Geboren: 03.2016

Schulterhöhe: 45 cm

Manchmal können wir es selbst kaum glauben, wie großartig unsere Vermittlungskandidaten sind. Ja, säße unser zauberhafter Um-den Finger-Wickler Giotto in einem deutschen Tierheim, dann hätte sich bestimmt längst jemand in ihn verliebt und der süße Kerl hätte seinen Platz auf dem Sofa und im Herzen seiner neuen Familie bereits gefunden.


Wäre, hätte, Fahrradkette - naja, Sie wissen schon… Aber ich möchte es einmal so ausdrücken: Was noch nicht ist, kann und wird unbedingt noch werden! Denn zweifellos dürfen wir Ihnen mit unserem Giotto ein echtes Sahnestückchen vorstellen, das zu so viel mehr passt, als nur zu einer Tasse Kaffee! Der kleine Mann ist rundum nett und verträglich mit allen Vier- und Zweibeinern. Er bringt sich fast um vor Freude über jede noch so kleine Zuwendung und Aufmerksamkeit, liebt Spaziergänge und läuft dabei sogar vorbildlich an der Leine. Und das, obwohl sein vorheriges Leben bei einem Jäger wohl eher schwer und entbehrungsreich war - weit entfernt davon, wie ein geliebtes Familienmitglied gehalten zu werden.  Hunde sind für italienische Jäger im Grunde nichts weiter als Gebrauchsgegenstände; als das Herrchen verstarb, hatte dessen Tochter letztlich auch keinerlei Verwendung mehr für den treuen Vierbeiner und schob ihn mitleidlos in ein Hundelager ab.


Dabei liebt Giotto uns Menschen und möchte so gern überall dabei sein. Aufmerksamkeit, Nähe und gemeinsame Augenblicke sind das Größte für ihn; voller Neugier bewegt er sich durch den Alltag und strahlt dabei soviel Sanftheit, Charme und Lebensfreude aus – eine Mischung, der man nur schwer widerstehen kann.


Ich möchte noch erwähnen, dass Giotto, wie viele Vertreter seiner Rasse, mit einer kurzen Rute geboren wurde. Zudem wurde bei ihm ein Herzgeräusch festgestellt und er bekommt Tabletten. Zwar sollte man die Sache ein wenig im Blick behalten; sie beeinträchtigt ihn aber weder in seiner Unternehmungslust, noch in seiner Lebensfreude.


Solo con Giotto – vielleich braucht es für Sie nur diesen einen Hund, um alles richtig zu machen.

 

 

Yvonne Beier

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Lebenslichter 11.09.2026, 20.01 | (0/0) Kommentare | PL

Toby - Auf einmal war es dunkel und still - und nun ganz hell: Toby hat sein Zuhause gefunden!


TOBY

Rasse: English Setter

Geschlecht: Rüde

Geboren: 31.12.2012

Schulterhöhe: 50 cm


"Es war einmal ein alter Hund, dem wurde die Welt ganz dunkel und still…


So könnte meine Geschichte beginnen. Ich bin Toby, ein steinalter Setter, sagen die Menschen hier. Ich gehöre zu denen, die im Leben schon viel gesehen haben, auch wenn ich das jetzt nicht mehr kann.


Es ist so nach und nach passiert. Zuerst wurde alles verschwommen, dann immer dunkler, bis es zum Schluss nur noch schwarz war. Auch die Geräusche sind verschwunden. Manchmal glaube ich noch, ein dumpfes Gemurmel zu spüren, so ein leises Summen; aber die Stimmen und die Worte erreichen mich nicht mehr. Trotzdem bin ich noch da. Ich gehe noch immer gerne nach draußen, meine Nase arbeitet zum Glück noch einwandfrei, und sie erzählt mir alles, was ich wissen muss. Ich schnuppere mich durch die Welt, ganz vorsichtig, Schritt für Schritt. Und wenn ich Gras unter mir spüre, dann vergesse ich für einen Augenblick alles und wälze mich glücklich darin, so wie früher.

Die netten Menschen hier sagen, ich sei lebensfroh und dass ich gerne kuschle. Das stimmt. Ich finde meinen Weg zu ihnen - vielleicht nicht mit den Augen oder mit den Ohren, aber trotzdem zielsicher. Und wenn ich sie dann errreicht habe, lehne ich mich einfach ganz dicht und fest an sie, was heißen soll: Seht ihr, hier bin ich. Es ist alles gut.



Vor einer Woche kam ich hierher ins Tierheim. Ein neuer Ort, den ich nicht sehen kann mit Geräuschen und Stimmen, die ich nicht hören kann. Alles ist fremd und manchmal bleibe ich einfach stehen und weiß nicht so recht, wohin ich gehen soll. Ich glaube, alt zu sein hatte ich mir ein bisschen leichter vorgestellt. Man sagt ja auch, dass es nichts für Feiglinge ist. Aber so schnell gebe ich nicht auf. Schließlich gibt es noch viel zu erschnuppern und zu erleben. Und vielleicht, ganz vielleicht ist irgenwo da draußen jemand, der mir helfen möchte, mich zurechtzufinden und mir mir zeigt, dass die Welt auch ohne Augenlicht und Gehör noch ein schöner Ort sein kann.


Ich wünsche mir so sehr einen sicheren Platz bei Menschen, die mich geduldig führen, ohne mich zu drängen; die verstehen, dass ich manchmal ein bisschen länger brauche und die sich freuen, wenn ich mich neben sie lege und einfach nur da bin. Das würde mich glücklich machen. Hoffentlich bin ich nicht zu unbescheiden.

Das war sie schon, meine kleine Geschichte. Sehr viel Zeit habe ich wohl nicht mehr, und ich würde sie ich so gern mit dir verbringen. Vielleicht siehst und hörst ja gerade du mich - auch wenn ich selbst nichts mehr sehen und hören kann."

Dein TOBY

Yvonne Beier

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Lebenslichter 11.09.2026, 20.01 | (0/0) Kommentare | PL

Haribo - Gewitter und Sternenstaub - Familie und Körbchen gefunden!


Haribo

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren:12.2018

Schulterhöhe: 40 cm


Es war einmal ein kleiner Hund namens Haribo. Süß wie die Gummibärchen, nach denen er benannt wurde, freundlich, anhänglich und voller Vertrauen in die Menschen. Eigentlich hätte seine Geschichte leicht und fröhlich verlaufen sollen. In einem anderen Märchen hätte er ein warmes Körbchen gehabt und einen Platz mitten im Leben seiner Menschen. Doch das Märchen von dem kleinen Haribo begann anders. Er wurde von seinen Menschen zurückgelassen - einfach so, mutterseelenallein in einem Haus mit Garten. Manchmal kam jemand vorbei, stellte ihm etwas Futter hin und verschwand wieder.



Leider fürchtete Haribo sich sehr vor Gewitter. Als der Donner das erste Mal über ihm krachte, floh er angsterfüllt aus dem Garten. Man fing ihn wieder ein und legte den kleinen Kerl an eine Kette. Sie hielt ihn fest, wo er doch Schutz gebraucht hätte. Monate verbrachte er so angebunden; ein Hund, der zuvor im Haus gelebt hatte, der Nähe, Stimmen und Bewegung kannte. Nun stand er still, Tag für Tag und Nacht für Nacht; so lange, bis Stress und Einsamkeit so unerträglich wurden, dass das zierliche Hündchen versuchte, die Kette durchzubeißen. Seine Zähnchen sind heute fast vollständig abgeschliffen; ein trauriges Andenken an die Zeit, als niemand sich seiner erbarmte und keiner kam, um ihn zu befreien. Er verlor in diesen Monaten zwar nicht sein freundliches Wesen, nicht seine Freundlichkeit, aber er verlor etwas anderes: das Gefühl von Sicherheit und das Vertrauen in uns Menschen.



Irgendwann fiel ein kleines bisschen Sternenstaub auf das Häufchen Unglück; gerade genug, um jemandem den Weg zu dem armen, angeketteten Kerlchen zu zeigen. Haribo durfte gehen, aber sein Weg war kein gerader. Er führte ihn zunächst in eine Pension, dann auf eine Pflegestelle, die ihn eigentlich behalten wollte - und dann doch wieder Abschied und wieder kein Zuhause. Trotz allem ist Haribo geblieben, wer er immer war: ein anhänglicher Hund, der Nähe sucht und sich an seine(n) Menschen binden möchte, der aber gelernt hat, vorsichtig zu sein. Er ordnet sich unter, nimmt den Maulkorb beim Tierarzt hin und lässt doch erkennen, wie sehr ihn die Einsamkeit geprägt hat. Mit anderen Hunden versteht Haribo sich grundsätzlich gut, egal ob, Rüde oder Hündin, ob groß oder klein. Er läuft brav an der Leine, hat eine hübsche, lange Rute und noch etwas, das man ihm nie nehmen konnte: seine Lebensfreude und seinen Spaß am Autofahren.


Nun wartet das Märchen vom kleinen Hund Haribo noch auf sein glückliches Ende; mit einem Menschen, der ihn nicht wieder ankettet, ihm aber das Vertrauen zurückgibt und seine Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit stillt.


Möchten Sie dieser Mensch, diese Familie für unseren Haribo sein? Dann melden Sie sich bitte möglichst schnell bei seiner Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!

Sabine Wojtok

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Lebenslichter 11.09.2026, 20.01 | (0/0) Kommentare | PL

Havah - Der liebende Blick


Havah

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 01.2023

Schulterhöhe: 67 cm

Liebe Besucherinnen und Besucher dieser Seite! Welchen Grund hat es, dass Sie genau bei Havahs Foto aufmerksam wurden? Wir stellen hier soviele große, kleine, schwarze, weiße, alte und junge Hunde vor; und ausgerechnet bei unserer dreieinhalbjährigen Havah haben Sie Halt gemacht.

Um das zu ergründen, schauen wir uns doch gemeinsam an, was die Tierschützer uns über sie berichten konnten: Seit dem 23.09.2025 hat sich Havahs Leben grundlegend geändert. Wir wissen nicht, ob es vorher besser war, denn die Vorgeschichte der in diesem trostlosen, liebeleeren Hundelager Eingesperrten interessiert hier niemanden. Havah gehört immerhin zu den Glücklichen, deren Elend wir sichtbar machen und die wir vorstellen und vermitteln dürfen; denen wir einen Namen geben und für sie eine Brücke schlagen können zu der Welt, die all den anderen für immer unerreichbar bleibt.


Havah teilt sich ihre Box mit Jimmy und Dioneo und hat in ihnen zwei Verbündete gefunden, zwei Leidensfährten, zwei Wartendewie sie selbst.Ganz nebenbei stellt sie sich damit jeden Tag selbst das schönste Zeugnis aus: Havah ist verträglich.

Den Besuch der Tierschützer empfing sie zunächst mit vorsichtigem Erstaunen. Doch dieses wich schnell einer großen Freude, die sie nur kurz unterbrach, um sich ihre Streicheleinheiten abzuholen. An der Leine lief sie dann bereits erstaunlich ordentlich.

Kurzum: Havah ist noch unversehrt. Sie hat nicht resigniert. Sie trägt Vertrauen den Menschen gegenüber in ihrem Herzen und sucht ihre Nähe freundlich und offen.

Havah ist ein Hund für den liebenden Blick.

Ihr sanftes Wesen steckt in einem Körper, der am Beuteschema vieler Menschen vermutlich vorbeiziehen wird. Sie ist weder klein und handlich, noch trägt sie einen wuscheligen Pelz. Sie besitzt keine außergewöhnliche Fellzeichnung, und auch keine vermeintlich leicht erkennbare Rasse, von der manche glauben, den Charakter ableiten zu können. Aber bekanntlich liegt Schönheit immer im Auge des Betrachters, und Havahs Besonderheit liegt woanders. Es ist ihr Blick.

Ein Blick, der mitten ins Herz treffen kann; der Freude, Mut, Zuversicht und Lebendigkeit ausdrückt. Noch. Heute.


Sie ist bereit, all das mit Ihnen zu teilen. Sie muss dafür nur gesehen werden – von Ihnen mit liebendem Auge. Öffnen Sie ihr die Kerkertür und entdecken Sie gemeinsam mit Havah (deren Name aus dem Hebräischen kommt und „die Lebende bedeutet) die Welt neu.

Nein, Sie müssen dafür nicht nach Italien reisen. Havahs Vermittlerin erklärt Ihnen sehr gern, wie diese wunderbare Hündin ihre Expedition in ein schönes, neues Leben antreten kann.

Vielleicht war es tatsächlich ihr Blick, der Sie auf dieser Seite hat verweilen lassen.


Daniela Koenemann

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Lebenslichter 23.07.2026, 16.00 | (0/0) Kommentare | PL

Als wär´s ein Teil von dir: Timon


TIMON

 

Rüde

geb. 2012

55 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

Für-immer-Zuhause gesucht

 

Wenn Dir das Liebste genommen wird, wenn Dein Herz gebrochen ist, wenn die andere Hälfte Deiner Seele von Dir gegangen ist - wie wolltest Du weiterleben?

Die Augen sind das Tor zur Seele, und Timons Augen mussten das Schlimmste mitansehen.

Timon hat es im Leben bisher nie leicht gehabt. Als unschuldiger Welpe kam er im Jahr 2012 zusammen mit seiner Schwester Mona ins Shelter Kozhuhovo. Das Leben an diesem Ort ist für Hundekinder, wie für erwachsene Hunde, gnadenlos und unerbittlich; doch Timon und Mona hatten einander, sie waren ein Herz und eine Seele und gaben sich gegenseitig Halt. 


Auch äußerlich glichen sich die Zwei; sie hatten in etwa die gleiche Statur und wunderschönes, schokoladenbraunes Fell. Mona war die quirligere von beiden, sie lief stets voran und Timon folgte ihr. Er war der Besonnenere und gab auf seine Schwester acht. Gleich einem Schatten traf man ihn überall da an, wo Mona war. Sie gehörten zusammen, wie die zwei Seiten einer Medaille.

Lange und schwere Jahre vergingen, aber das feste Band zwischen den Hundegeschwistern blieb bestehen. Sie teilten sich einen Zwinger, gingen gemeinsam in den Auslauf und lernten, an der Leine zu laufen - nur ein Zuhause fanden sie leider nicht. Doch trotz aller Härte und Trostlosigkeit sah man sie oft fröhlich zusammen rennen und spielen, wenn sie einmal in der Woche für ein glückseliges Stündchen in den Freilauf durften. 


Dann kam der Tag, an dem das Unfassbare geschah, der die beiden Unzertrennlichen für immer auseinanderriss: Im vergangenen Jahr wurde Mona bei einer Gassirunde auf dem Sheltergelände gebissen und lebensgefährlich verletzt. Timon konnte ihr nicht beistehen und sah seine geliebte Schwester sterben.

Ich möchte eines klarstellen: Die freiwilligen Betreuer trifft in so einem Fall keine Schuld. Sie tun, was sie können und bringen sich bei ihrem Engagement oft selbst in Gefahr. In diesen Sheltern herrscht fortwährender Ausnahmezustand; die Hunde sind durch den andauernden Stress, den Bewegungsmangel, die Langeweile und die schlechte Behandlung seitens der Arbeiter gereizt und manchmal unberechenbar. So kommt es auch in den Zwingern immer wieder zu Beißereien mit leider oft tödlichem Ausgang. Bitte stellen Sie sich vor, Sie wären rund um die Uhr, auf Jahre hinaus, 365 Tage lang mit anderen Menschen auf wenigen Quadratmetern ohne jede Rückzugsmöglichkeit zuammengesperrt – verlören Sie da nicht den Verstand und ließen Ihren Aggressionen freien Lauf?

Über ein Jahr ist seitdem vergangen. Timon sitzt noch immer in seinem Zwinger, traurig und allein. Alles scheint für ihn gleich geblieben, und doch ist nichts mehr, wie es war. Zu schwer lastet das Erlebte auf seiner Seele und zu trostlos ist das Leben dort. Timon ist vor der Zeit zum Senior geworden. Sein Blick wirkt müde und trüb, der einst frohe und hoffnungsvolle Ausdruck in seinen Augen ist verschwunden. Nur wenn sich die Ehrenamtlichen mit ihm beschäftigen, leuchtet der alte Glanz in ihnen für einen kurzen Moment wieder auf. 


Timon verhält sich Menschen gegenüber freundlich und verträgt sich gut mit seinen Artgenossen. Er zählt zwar mittlerweile zu den Senioren, aber längst noch nicht zum alten Eisen. Er ist gern aktiv und liebt Bewegung. Da er bisher noch nichts anderes kennenlernen durfte als das Leben im Shelter, wird er vielleicht ein Weilchen brauchen, um Vertrauen zu fassen und sich an all das Neue zu gewöhnen. Ein netter Hundekumpel (gern auch eine -kumpeline) in seinem Zuhause wäre dabei bestimmt hilfreich für ihn, ist aber keinesfalls Voraussetzung.

Niemand kann die Vergangenheit ungeschehen machen. Doch vielleicht gibt es noch einen versöhnlichen Ausklang für den netten und liebenswerten Timon, damit er nicht irgendwann sein Leben einsam und unbeachtet in seiner Zelle beschließen muss.

Bilder aus einer anderen Zeit (2017, Timon mit seiner Mona):


Lieber Timon! Aus vollem Herzen wünsche ich Dir, dass es auch für Dich einen mitfühlenden Menschen gibt, bei dem Du in einem schönen Zuhause und in Frieden Deinen Lebensabend genießen darfst; der Dich umsorgt, Dich das Erlebte vergessen lässt, damit Du wieder ganz wirst und noch einmal glücklich werden kannst!


Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos". 

Vermittlerkontakt/Fragen:

Daniela Bansche

Tel.: 05371-687266

eMail: d.bansche@gmail.com

fb.me/Chance.fuer.Shelterhunde

Lebenslichter 27.07.2024, 15.41 | (0/0) Kommentare | PL

Man sieht nur mit dem Herzen gut! Nochka

"...das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar"


Mit diesem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry könnte man NOCHKA ganz gut beschreiben, denn ihr wurden im Shelter aufgrund eines Tumors beide Augen entfernt. Sie hat sich aber mit ihrer Lebensfreude zurück ins Leben gekämpft - und sie will leben!

Mit nicht mal einem halben Jahr kam Nochka ins Shelter. In eine rauhe und laute Welt, eine Welt, in der ein junger Hund eigentlich nicht sein sollte. Trotz allem wuchs Nochka zu einer fröhlichen Junghündin heran und genoss die kurze Zeit im Auslauf in der Nähe der Menschen. Sie spielte, buddelte Löcher, genoss die Sonne auf ihrem schwarzen Fell. Einfach ein wenig der Enge des winzigen Zwingers entfliehen, ein wenig von der kleinen Shelterwelt sehen.

Doch vor kurzem änderte sich Nochkas Leben schlagartig. Die Betreuer schauten ihr in die Augen und sahen, dass dort etwas nicht stimmte. Und so war es auch. Der Sheltertierarzt stellte einen Tumor fest, dieser wurde auch sofort entfernt, allerdings auch Nochkas Augen.

Und so wurde ihre Welt dunkel. Alles war auf einmal anders. Nochka musste nun lernen, in der ewigen Dunkelheit zurecht zu kommen. Sie musste sich auf ihre anderen Sinne konzentrieren und sich ganz langsam ins Leben zurückkämpfen. Ganz vorsichtig und Stück für Stück tat sie das auch. Allerdings wollten ihre Betreuer sie so nicht im Shelter lassen, denn hier hätte sie sich nicht gegen die anderen Hunde zur Wehr setzen können, und so zog Nochka erst einmal in eine Pension, um sich in ihrem neuen Leben zurecht zu finden und um sich zu erholen.

Und nun ist Nochka soweit, dass sie sich in ihrer dunklen Welt zurecht findet. Sie hat sich ins Leben zurückgekämpft und kommt mit der ewigen Dunkelheit ganz gut zurecht. Sie ist gerne in der Nähe der Menschen und freut sich über jede Aufmerksamkeit und Zuwendung. Das Einzige, was ihr jetzt noch fehlt, ist ein eigenes Zuhause.

Ein Zuhause, in dem man ihr eine Welt zeigt, die sie erschnüffeln kann. Ein Zuhause, dass vielleicht schon Erfahrung mit einem blinden Hund und seinen Bedürfnissen hat. Menschen, die die nötige Geduld und Ruhe mitbringen, damit Nochka in ihrem eigenen Tempo ankommen und ihre Welt erkunden kann. Ein Zuhause, das es in Russland für Nochka wohl nicht mehr geben wird, aber vielleicht doch hier?

NOCHKA ist eine blinde, ca. 50 cm große (Schulterhöhe) Mischlingshündin, die Mitte 2018 geboren wurde. Sie ist kastriert, gechipt und geimpft und könnte schon bald in ihr eigenes Zuhause fliegen. Nochka geht an der Leine, braucht hier aber noch Sicherheit. Dem Menschen gegenüber ist Nochka freundlich und freut sich über Streicheleinheiten. Mit anderen Hunden ist Nochka verträglich, jedoch sollten diese nicht wild oder dominant sein, denn Nochka sieht sie ja nicht und kann sich nicht verteidigen. Daher suchen wir für Nochka ein ruhiges und erfahrenes Zuhause, gern auch als Einzelhund. Nochka kennt aus ihrer Pflegestelle Katzen und größere Kinder und im Zusammenleben gibt es hier keine Probleme.

Bitte haben Sie auch Verständnis dafür, dass wir für Nochka ausschließlich eine Endstelle suchen.

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde

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Lebenslichter 23.07.2024, 15.56 | (0/0) Kommentare | PL

Wer schreibt für sie das Happy End? Jenny


JENNY

 Hündin

50 cm Schulterhöhe

geb. ca. Mai 2014

Zwingernummer: A 71

 

Gleich ihrer Schwester Britney, die ich Ihnen bereits vorgestellt habe, kam auch Jenny 2014 als niedlicher, unschuldiger Welpe in das monströse Shelter Kozhuhovo. Ein winziges Hündchen, dem eigentlich die ganze Welt offenstehen sollte – stattdessen schloss sich die Zwingertür hinter ihr und geht bis heute - 7 endlose Jahre später – nur einmal in der Woche für sechzig kostbare Minuten wieder auf. Nach dem Umzug ins neuerbaute Shelter Malinki haben sich die Lebensumstände für die armen Hunde noch einmal unvorstellbar verschlechtert. Nur noch wenige Betreuer können den Standort überhaupt erreichen, die Shelterleitung schikaniert sie, wo sie nur kann, sie dürfen fast nichts mehr für ihre Schützlinge tun, es ist für die Tiere nichts weiter als ein Vegetieren und Warten auf den Tod.

Lange war Jenny fröhlich, verspielt und auch ein bisschen stürmisch, wie sich das für eine Junghündin gehört. Mittlerweile sieht man der einst so Unbekümmerten die verlorenen Jahre an. Das Fell wird allmählich grau, ihre Augen trüben sich und blicken längst nicht mehr so hoffnungsvoll in die Welt. Mit sieben ist sie zwar noch keine Seniorin, aber es geht den Hunden wie den Menschen: Kummer, Einsamkeit und Entbehrung lassen sie weit vor der Zeit altern.


Jenny ist ein sehr anhängliches Hundemädchen und hält sich, wo nur möglich, in der Nähe der Betreuer auf. Sie freut sich über die kleinste Aufmerksamkeit und gibt alles, um von einer Menschenhand gestreichelt zu werden. Leider ist das Glück nie von Dauer; denn nach nur einer Stunde, einmal in der Woche, heißt es zurückkehren in die Trostlosigkeit des Zwingers und das zermürbende Warten beginnt von vorn.


Dabei hat sich die hübsche Jenny in den Jahren schon allerhand angeeignet. Sie läuft an der Leine wie eine Eins, verhält sich ihren Artgenossen gegenüber kameradschaftlich und folgt den Kommandos der Freiwilligen aufs Wort. Zwar werden die Anweisungen auf Russisch gegeben; aber Jenny besitzt ein kluges Köpfchen und lernt sicherlich blitzschnell um. Denn eigentlich ist den Hunden der Wortlaut völlig egal. Zum Beispiel können Sie „Wurstbrot“ auswählen als Synonym für „Sitz!“ oder „Platz!“ und wenn Sie das mit einer entsprechenden Geste verbinden, wird Ihr Liebling sich brav setzen oder hinlegen – vorausgesetzt, es gibt anschließend das Wurstbrot als Belohnung…


Der Traum vom eigenen Zuhause in Moskau und Umgebung ist für Jenny längst geplatzt wie eine Seifenblase. Sie ist leider kein zuckersüßes Hundebaby mehr und somit für russische Adoptanten uninteressant. Ihre Lebensgeschichte scheint bereits geschrieben zu sein. Vor gut sieben Jahren begann diese so: „Es war einmal ein putziges Welplein…“ und irgendwann wird sie mit den Worten enden: „…alt, einsam und ungeliebt gestorben, als hätte es sie nie gegeben. Sie war eben auch nur eine von vielen.“

Es wäre denn, Sie möchten der Geschichte von Jenny gern ein Happy End bereiten. Wenn ja, dann melden Sie sich doch bitte bei unseren Vermittlerinnen. Vielen, lieben Dank!

 


Jenny und Britney gehen gemeinsam spazieren:

Vermittlerkontakt/Fragen: 

Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

E-Mail: Ulrike.Worringer@T-Online.de

https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos

Lebenslichter 21.07.2024, 14.34 | (0/0) Kommentare | PL

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Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.









"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

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Über mich

Geboren vor 71 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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