Tag: Lie

NOLIK
Rüde
55 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2013
Zwingernummer: C 60
Körbchen für immer gesucht
Wer das Besondere sucht, wird von diesem liebenswerten Hundemann begeistert sein!
Nolik wurde im Frühjahr 2015 als Fundtier von Hundefängern ins Shelter eingeliefert. Vielleicht gehörte er zu jemandem, der ihn vor die Tür setzte, als er ihn nicht mehr gebrauchen konnte; oder er kam auf der Straße zur Welt und schlug sich dort irgendwie durch, bis er den Hundefängern in die Schlinge ging. Seitdem sitzt er in seinem spartanischen Gefängnis, eingesperrt auf wenigen Quadratmetern mit weiteren Leidensgefährten und wartet. Er hat ja sonst nichts zu tun. Dabei ist Nolik mit seinen acht Jahren immer noch ein äußerst aktiver Hund, der es liebt sich zu bewegen und zu spielen. Aber mehr als aufstehen, sich um die eigene Achse drehen und wieder hinlegen lässt der enge Zwinger nicht zu.

Umso mehr genießt der gesellige Rüde die wertvollen Augenblicke, die er einmal in der Woche mit den freiwilligen Betreuern verbringen darf. Dann tanzt er um sie herum, wirft sich vor ihnen auf den Rücken, lässt sich hingebungsvoll den Bauch kraulen, verteilt großzügig mehr oder weniger feuchte Hundeküsschen und ist zu jedem Spaß bereit. Wenn die kurze Stunde vorüber ist, trottet er mit gesenktem Kopf zurück in seine Zelle, legt sich nieder, bettet den Kopf auf seine Pfoten und wartet weiter.



Der anhängliche Hundejunge mit der aparten Fellzeichnung und dem lieben Gesicht wurde sogar schon auf einer öffentlichen Tierschutzveranstaltung in Moskau vorgestellt. Man war allgemein entzückt von dem freundlichen Blonden, doch leider wollte ihn niemand mit nach Hause nehmen. Möglicherweise liegt das an seinem kleinen Schönheitsfehler, einem leichten Unterbiss, den er wohl einem harten Schlag oder derben Fußtritt verdankt.


Ich persönlich finde ja, genau das verleiht ihm etwas Einzigartiges und Apartes. Überhaupt passen Hunde wie Nolik haargenau in mein Beuteschema, und ich würde ihn am liebsten vom Fleck weg adoptieren. Nur würde unser uralter Woody keinen Neuzugang mehr dulden und wir täten niemandem einen Gefallen, wollten wir es um jeden Preis versuchen.
Wenn auch Sie Noliks besonderem
Charme erliegen und ihm gern ein Körbchen auf Lebenszeit schenken möchten, dann
wenden Sie sich bitte an uns. Vielen, lieben Dank!

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)
Lebenslichter 11.01.2024, 19.49 | (0/0) Kommentare | PL

Ein Teppich reicht mir vollkommen
aus, wenn du kein weiches Kissen hast.
Ein kleiner Außenbereich, ein Platz in deiner Nähe.
Ein Rückzugskorb und Zeit, um dich
kennenzulernen.
Viele Streicheleinheiten, sobald ich
Vertrauen gefasst habe.
Jemand, der sich um mich kümmert und sagt: „Das ist mein Hund“
- das ist alles, was ich mir erhoffe. Will ich
zuviel?
Ich bin Henry. Ich bin vielleicht 10
Jahre alt, vielleicht ein bisschen älter, wer weiß?
Ich bin ruhig und liebenswert.
Ich weiß, wie man allein bleibt. Ich mache nichts kaputt.
Ich bin sauber und belle nicht.
Ich laufe (langsam, aber ich laufe) brav an der Leine.
Ich liebe andere ruhige Hunde wie mich.
Ich weiß nicht, wie ich ein guter Hund sein soll,
aber ich versuche es mit aller Kraft, wenn DU willst.
Wenn du mir dein Haus und dein Herz öffnen
möchtest, dann melde dich bitte:
Hilfe statt Trost - Hunde und Katzen aus Rumänien
suchen ein Zuhause
https://www.facebook.com/hopeforfuturemaria/
Ich bin hier und ich warte.
Henry
Lebenslichter 10.01.2024, 19.01 | (0/0) Kommentare | PL

BROOKLYN
Rüde
geb. Oktober 2019
65 cm Schulterhöhe
geimpft, gechicpt, kastriert
sehnt sich nach Ruhe und Geborgenheit
Wenn der Kummer zu groß wird und der
seelische Schmerz in körperliches Leiden umschlägt.
Brooklyn erblickte das Licht unserer
kalten Welt weitab von New York in einem russischen Industriegebiet. Dort
schlug er sich mit seinen Geschwistern und anderen Hunden mehr schlecht als
recht durch, bis eines Tages fremde Menschen kamen, die Hunde einfingen und
fortbrachten – wohin, das weiß niemand. Einzig dem kleinen Brooklyn gelang es,
sich vor ihnen zu verstecken.
Irgendwann wurde er unvorsichtig, wahrscheinlich
vom Hunger getrieben; aber er hatte noch Glück im Unglück. Tierliebe Arbeiter
entdeckten ihn und wollten ihn wenigstens in Sicherheit bringen. So kam er,
anstatt erschlagen oder zu Tode getreten zu werden, ins Shelter „Kozhuhovo“.
Das ist ein riesiges Hundeasyl, in
welchem ungefähr 3.000 vergessene Hundeseelen immer zu mehreren in winzigen
Außenzwingern leben – Käfig an Käfig, Reihe an Reihe, und mittendrin Brooklyn.
Welch ein Schock muss das für so ein kleines, unbedarftes Hundekind sein.
Inzwischen gingen mehr als zwei
Jahre ins Land. Brooklyn wurde erwachsen, aus dem kleinen, verlorenen Welpen
wurde zumindest äußerlich ein stattlicher Hundemann. Doch wie es da drinnen
aussieht, weiß nur er allein.
Sein einziger Lichtblick waren und sind die kurzen, wöchentlichen Besuche der freiwilligen Betreuer. Dann öffnet sich auch sein Zwinger und er darf sich ein bisschen Bewegung verschaffen. Er spürt, wie wohl die streichelnde Hand und die sanfte Stimme eines lieben Menschen tun.

In der übrigen Zeit lebt er allein
unter Tausenden. Immerwährender Stress, Angst und Einsamkeit sind seine
einzigen Begleiter. Und wenn der seelische Schmerz ihn zu überwältigen droht,
sucht Brooklyn sich ein Ventil: Er verletzt sich selbst.
Es beginnt immer nur mit kleinen
Stellen am Schwanz, aber er nagt weiter und weiter, bis Wunden entstehen.
Die freiwilligen Helfer können nur
versuchen, seinen Kummer etwas zu lindern, wenn sie im Shelter sind und seine
Wunden behandeln. Doch für einen einzelnen Hund bleibt dort viel zu wenig Zeit.
Und wie sehr sie sich auch bemühen, am Ende müssen sie doch wieder gehen und
die Hunde sich selbst überlassen.
Die Tierärzte haben schon
angedeutet, dass möglicherweise ein Stück von Brooklyns Schwanz amputiert
werden muss. Momentan sind die Wunden wieder verheilt, aber es ist nur eine
Frage der Zeit, bis es von vorn beginnt.
Die freiwilligen Helfer beschreiben Brooklyn als ganz wunderbaren Hund, liebenswert, sanft und anschmiegsam. Leider sehen die Menschen in Russland nur sein Äußeres; für sie ist er einfach zu groß und zu schwarz. Dabei wohnen oft gerade in diesen Hunden die zartesten und feinfühligsten Seelen.
Meine ganze Hoffnung setze ich
darauf, den Menschen zu finden, der das versteht und Brooklyn mit dem Herzen
ansieht.
Brooklyn ist überaus freundlich und
menschenbezogen. Auch das Laufen an der Leine hat er schon gut gelernt. In
einem neuen Zuhause müsste er natürlich genügend Zeit bekommen, um Vertrauen zu
fassen und sich an all das Fremde und Neue zu gewöhnen; denn bisher kennt erja nur das Leben in der eng begrenzten Welt des
Shelters. Da Brooklyn mit anderen Hunden sehr verträglich ist, wäre ein freundlicher
Artgenosse, an dem er sich orientieren und von dem er sich abschauen kann, was
ein Hund im richtigen Leben wissen muss, eine willkommene Hilfe für ihn, ist
aber keineswegs Voraussetzung.
Die Ausreise und Vermittlung (nur
innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et
Equos".
Lieber Brooklyn, noch liegt ein ganzes Hundeleben vor Dir. Ich wünsche Dir so sehr, dass Du es mit einem gutherzigen, verständnisvollen Menschen oder einer ebensolchen Familie teilen darfst, die sich an Dir erfreuen und Dich bis zu Deinem letzten Weg über den Regenbogen begleiten!
Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
eMail: d.bansche@gmail.com
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
Lebenslichter 10.01.2024, 19.01 | (0/0) Kommentare | PL

WHYSKEY
Hündin
55 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2012
Zwingernummer: B 72
geimpft, gechipt, kastriert
Körbchen auf Lebenszeit gesucht
Manchmal werde ich
gefragt, warum ich all die vielen Hunde hier vorstelle, warum ich meine Zeit
mit dem Schreiben von Inseraten vergeude und mir die Mühe mit den Fotos gebe –
wo doch höchstens ein winziger Bruchteil von ihnen wirklich Aussicht auf ein
Zuhause hat.
Ich tue es, weil es für
mich die einzige Möglichkeit ist, diesen Tieren meine Wertschätzung zu zeigen.
Es ist meine Art, diejenigen zu ehren, die durch uns Menschen unsägliches Leid
erfahren, die von uns – aus Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit, Geiz, Geldgier
oder einfach aus Spaß am Quälen - zu einem Leben verdammt werden, das diesen
Namen nicht verdient und denen ich anders nicht zu helfen vermag. Ich weiß
nicht, wie viele Menschen meine Beiträge lesen; aber wenn hin und wieder nur
einer dabei ist, der sich angesprochen fühlt und dessen Herz von einer der
vergessenen Seelen berührt wird, hat sich jede Mühe schon tausendfach gelohnt.
Ich betrachte die Hunde
auf den Bildern und weiß: Zuerst frisst das endlose Warten, die Kälte und
Einsamkeit langsam, aber sicher ihre Seele auf; doch niemand bemerkt es. Dann
schwindet nach und nach auch ihre körperliche Kraft; aber keiner nimmt Notiz davon.
Und irgendwann gehen sie
dann, ganz still und leise – und allein. Wenn die Arbeiter einen toten Hund im
Zwinger finden, stopfen sie ihn in einen Plastiksack und karren ihn auf den
Müll. Niemals durften diese Hunde ihren Pfotenabdruck im Herzen eines (ihres)
Menschen hinterlassen, und da ist auch niemand, außer ihren Betreuern, der um
sie weint.
Aber jeder dieser Hunde verdient es, gesehen und geliebt zu werden. Und weil ich nicht vorort sein und mich persönlich um die Tiere kümmern kann, versuche ich, auf diese Weise mein Scherflein beizutragen, damit sie nicht länger vergessen bleiben.
************************************

Dank der Geduld und Einfühlsamkeit der Freiwilligen hat Whyskey gelernt, dass es gute Menschen gibt. Mittlerweile vertraut sie den Betreuern, lässt sich genüsslich streicheln und hat das Laufen an der Leine gelernt. Wenn es dann zurück in den ungemütlichen Zwinger geht, beginnt für Whyskey wie für all die anderen 3000 Hunde erneut eine trostlose Zeit des Wartens und der Langeweile. Obwohl sie inzwischen zu den Senioren zählt, ist Whyskey noch immer neugierig und lernwillig. Menschen gegenüber verhält sie sich zunächst abwartend, aber freundlich. Mit ihren Artgenossen kommt sie ebenfalls bestens zurecht.

Vielleicht möchten Sie dieser
lieben Hündin für ihre restlichen Jahre gern ein schönes Zuhause voller Wärme
und Geborgenheit schenken? Dann warten Sie bitte nicht länger – denn so wie
zahlreichen anderen Hundesenioren läuft auch Whyskey langsam die Zeit davon!

Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
Lebenslichter 10.01.2024, 19.01 | (0/0) Kommentare | PL

GABRIAL
Hündin
50 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2014
kastriert, geimpft, gechipt
Zwingernummer: B 23
Eine lange Reihe von Jahren ist ins Land gegangen und noch immer wartet Gabrial sehnsüchtig auf ein Zuhause.
Als junges Hündchen kam Gabrial 2015 ins Shelter Kozhuhovo. Sie wurde gefunden; das heißt man hat sie vermutlich ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen, als man ihrer überdrüssig wurde. Vermutlich war auch ihr Vorleben alles andere als schön; denn die freiwilligen Helfer berichten, dass Gabrial anfangs keinerlei Vertrauen zu Menschen hatte.
Mit der Zeit hat sie sich gut in den Shelteralltag eingefügt – es blieb ihr nichts anderes übrig, wenn sie überleben wollte. Die ehrenamtlichen Betreuer haben sich ausdauernd und geduldig um Gabrial bemüht. Sie wurden belohnt, denn die scheue Hündin hat Vertrauen zu ihnen gefasst und hält sich heute gern in ihrer Nähe auf. Auch hat sie gelernt, an der Leine zu gehen. Gabrial genießt die knapp bemessene Zeit im Freilauf, tobt gemeinsam mit den anderen Hunden und spielt für ihr Leben gern Ball mit den Betreuern. Leider ist das Vergnügen stets nur von kurzer Dauer, denn so viele andere Hunde betteln ebenfalls um ein klein wenig Aufmerksamkeit.

Bei einem unserer früheren Besuche im Shelter durften wir Gabrial kennenlernen und waren auf Anhieb begeistert von dieser freundlichen Hündin. Gabrial kam fröhlich auf uns zu und hat sich voll Begeisterung streicheln und kraulen lassen.

Heute ist die liebenswerte, junggebliebene Hündin nur allzu bereit für ihre eigene Familie, die sie in Russland leider niemals finden wird. Ein netter Hundekumpel im neuen Zuhause wäre wunderschön für Gabrial, da sie das Zusammenleben mit anderen Hunden kennt. Ihren engen Zwinger muss sie sich mit zwei bis drei Leidensgefährten teilen. Es ist aber durchaus kein Muss.
Vielleicht möchten SIE der
zauberhaften Hündin gern zeigen, wie schön ein richtiges Hundeleben sein kann.
Dann wenden Sie sich bitte an unsere Teamkolleginnen.

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Lebenslichter 10.01.2024, 19.01 | (0/0) Kommentare | PL

FILYA
Rüde
geb. etwa 2015
Schulterhöhe 65 cm
kastriert, geimpft, gechipt
liebevoll und kontaktfreudig zu Menschen
ruhig und gut verträglich bei seinen Artgenossen
geht brav an der Leine
Mensch zum Liebhaben für immer gesucht
Stell dir vor, es ist eine dieser lauen, sternenklaren
Sommernächte. Du sitzt draußen bei Kerzenschein mit einem Glas Wein und ich
liege eng angeschmiegt an dein Bein und genieße deine streichelnde Hand.
Wunderbar, nicht wahr? Für mich ist das leider bisher
nur ein schöner Traum – der Traum eines verlassenen, ungewollten Hundes, der
weit weg von dir in einem riesigen Gefängnis als nur einer von Tausenden auf
seine(n) Menschen wartet; jemanden, der sich in mich verliebt und mich zu sich
holt, denn das ist meine einzige Chance auf Leben!
Im März 2022 kam ich mit meinen drei Geschwistern in
das Moskauer Hundeshelter Kozhuhovo. Wir wurden auf der Straße aufgegriffen,
über unser Vorleben weiß man so gut wie nichts. Vielleicht wurden wir nicht
mehr gebraucht, mussten jüngeren Hunden weichen oder waren einfach nur im Weg.
Mein Geburtsjahr wird auf 2015 geschätzt; ich bin kastriert und am Ohr gechipt,
also hatte ich wohl einmal jemanden, zu dem ich gehörte.
Und nun das Hundeasyl. Ein großer Plüschbär wie ich verlässt dieses erst wieder, wenn das Leben nach sehr viel Leid und Entbehrungen zu Ende ist. Dabei beschreiben die freiwilligen Helfer, die uns einmal in der Woche für wenige Stunden besuchen dürfen, mich als äußerst freundlich zu euch Menschen. Gern nehme ich Kontakt auf und genieße jede Zuwendung und Aufmerksamkeit.

Bei meinen Artgenossen verhalte ich mich gelassen und unaufgeregt. Streitigkeiten gehe ich grundsätzlich aus dem Weg. Während des kurzen Auslaufs halte ich mich gern am Rand auf und beobachte das quirlige Treiben. Außerdem gehe ich brav und ohne zu ziehen an der Leine, das hat man mich wohl in besseren Tagen irgendwann einmal gelehrt.
Ich will dich ja nicht drängen, aber uns läuft die
Zeit davon. Das Shelter Kozhuhovo, in welchem wir unser Dasein fristen, wird
bis zum Herbst abgerissen. Es weicht lukrativen Wohn- und Bürogebäuden, die
Bauarbeiten sind bereits direkt bis an die Zaungrenze gelangt. Das
Ersatzshelter wird rund 40 km vor Moskau im Niemandsland neben einer
Mülldeponie errichtet. Es wird nur schwer zu erreichen sein, zweimal am Tag
fährt ein Bus, der in etwa vier Kilometer Entfernung des Shelters hält. Viele
der Freiwilligen werden nicht mehr kommen können, und ob es ein Tierarzt zu uns
heraus schaffen wird, ist ungewiss. Man spricht davon, dass 10.000 Hund dort
untergebracht werden sollen! Eine unvorstellbare Zahl, und was das für uns
bedeutet, wage ich mir nicht auszumalen.

Wie soll ein ruhiger und liebevoller Hundemann wie ich
das alles verkraften: dieses ewige Bellen meiner Mitgefangenen, das widerliche,
mit Sägespänen gestreckte Futter, das Vegetieren in einem winzigen Zwingerloch
und dann Umzug in die nächste Hölle?
Unsere lieben Freiwilligen geben ihr Bestes und setzen
alles daran, um das Schlimmste doch noch zu verhindern und zu erreichen, dass
ein anderer, besserer Ort für uns gefunden wird. Ob ihnen das gelingt, steht in den Sternen,
aber wir geben die Hoffnung nicht auf, denn die stirbt bekanntlich zuletzt.
Lass mich bitte nicht als einer der vielen, der viel
zu vielen Hunde enden, die irgendwann resigniert und entkräftet aufgeben, um
dann alt, krank, ungeliebt und leise aus diesem Leben zu gehen, ohne jemals
einen Pfotenabdruck im Herzen eines geliebten Menschen zu hinterlassen!

Sicher werde ich ein Weilchen brauchen, mich an mein
neues, wundervolles Leben zu gewöhnen. Ich kenne ja bisher nur Hunger, Kälte,
Lärm, Angst und Einsamkeit. Aber als Hund in den besten Jahren bringe ich alle
Voraussetzungen mit, um ein treuer, fröhlicher und anhänglicher Familienbegleiter zu
werden.
Wenn du meinst, wir wären das perfekte Team, dann
warte bitte nicht, sondern melde dich gleich bei meiner Vermittlerin. Vielen lieben
Dank!
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den
Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Filya im Auslauf:
Filya im Auslauf mit seinen Geschwistern Martha und
Pljusha:
Filya wird im Auslauf des Sektors von seiner
Betreuerin gestreichelt:
Filya mit seiner Schwester und Zwingergefährtin
Martha:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
Lebenslichter 09.01.2024, 19.51 | (0/0) Kommentare | PL

VARYA
Hündin
50cm Schulterhöhe
geb. Feb 2015
Zwingernummer: D 113
warmes Körbchen auf Dauer gesucht
Das Leben hat es bisher nicht gut mit Varya gemeint. Die heute siebenjährige Hündin wurde obdachlos auf den Straßen Moskaus geboren und lebt seit ihrer Welpenzeit im Shelter. Ihre Geschwister, die gemeinsam mit ihr eingezogen waren, konnten bereits alle vermittelt werden und führen bei ihren Familien ein glückliches Leben. Varya blieb allein und verloren an diesem düsteren Ort zurück.

Die sensible Hündin fühlt sich einsam in ihrem engen, ungemütlichen und oft nasskalten Außenzwinger. Zwar teilt sie sich diesen mit weiteren Schicksalsgefährten, aber ihr fehlen Ansprache und menschliche Nähe. Mit jedem weiteren Jahr, das sie vergeblich auf ein eigenes Zuhause, auf ein bisschen Liebe und Nestwärme warten muss, wird sie hoffnungsloser und hängt ihr Herz inniger an die freiwilligen Helfer. Leider kommen diese nur einmal wöchentlich ins Kozhuhovo; viel zu selten und zu kurz, als dass alle 3.000 Hunde bei jedem Besuch berücksichtigt werden könnten. So muss auch die sanftmütige, anhängliche Varya manchmal wochenlang auf Zuwendung und Streicheleinheiten verzichten.

Varya liebt das Wasser, und im Sommer gibt es für sie nichts Schöneres, als in einer der Plastikwannen zu planschen, die die Freiwilligen für ihre Schützlinge aufstellen. Da ist sie in ihrem Element und genießt die willkommene Abwechslung vom trüben Shelteralltag in vollen Zügen.


Varya hat gelernt, brav an der Leine zu gehen und versteht sich gut mit den anderen Hunden. Allerdings zieht sie die Gesellschaft von Rüden vor, weil diese der zarten Hündin zusätzlich Sicherheit geben. Bei fremden Menschen verhält sie sich zunächst vorsichtig, taut aber rasch auf, wenn sie merkt, dass man ihr nichts Böses will. Katzen hat sie bereits kennengelernt; ob allerdings ein Zusammenleben mit diesen möglich wäre, können wir nicht mit Sicherheit sagen.
Im vergangenen Dezember besuchten die Betreuer mit Varya und einer ihrer Hundefreundinnen die Ausstellung der Stiftung „Giving of Hope“. Viele waren angetan von Varyas freundlichem Wesen; eine Familie für sie fand sich jedoch leider nicht.

Vielleicht möchten Sie ja der hübschen Hündin ihren Herzenswunsch nach einem richtigen Zuhause erfüllen? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!
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Lebenslichter 09.01.2024, 19.51 | (0/0) Kommentare | PL

YUHA
Hündin, ca. 55 cm
geb. ca. 2013
Zwingernummer: D 100
Yuha lebt seit September 2015 im Shelter Kozhuhovo in Moskau. Sie kam als Fundtier, zusammen mit ihrer Schwester Anfisa dorthin und teilt sich seitdem mit ihr in einem winzigen Außenzwinger.

Trotz ihres traurigen Lebens hat sich Yuha bis heute ihre Fröhlichkeit bewahrt. Ihre Betreuer beschreiben sie als liebevoll, lustig und offen für die ganze Welt. Yuha spielt gern, liebt Bewegung, Spaziergänge und vor allem die Nähe zum Menschen. Sie läuft bereits gut an der Leine und verträgt sich mit allen Artgenossen.
Um für die junggebliebene Hundedame ein schönes Zuhause zu finden, haben ihre Betreuer sie sogar schon auf einer Tierschutzveranstaltung in Moskau vorgestellt. Yuha zeigte sich dort von ihrer allerbesten Seite, war freundlich und aufgeschlossen allen Menschen gegenüber, ob groß oder klein.
Sie ist völlig problemlos im Auto mitgefahren und hat sich während der gesamten Veranstaltung einfach vorbildlich benommen.

Leider hat es ihr nichts geholfen. Niemand wollte sie adoptieren, und so musste sie am Ende des Tages zurück ins Shelter und in ihren Zwinger. Sie war wohl für russische Augen nicht schön genug. Aber bekanntlich sieht man nur mit dem Herzen gut, und Yuhas Wesen ist einfach nur liebenswert.
Nun haben ihre Betreuer uns um Hilfe für ihren Schützling gebeten. Die bezaubernde Hündin mit dem lustigen Strubbel - Look soll endlich eine eigene Familie bekommen und ein Zuhause, in welchem sie hundegerecht leben darf.
Wir wünschen uns für Yuha eine aktive Familie, die sich nichts Schöneres vorstellen kann, als ausgelassen mit ihr zu spielen, zu toben und natürlich auch zu kuscheln – liebe Menschen also, die Freude daran hätten, sie all das zu lehren, was sie noch nicht kennt und ihr das Für-immer-Zuhause zu schenken, welches sie so sehr verdient.

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Lebenslichter 09.01.2024, 19.51 | (0/0) Kommentare | PL

AMOUR
Rüde, 60 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2015
Zwingernummer: D 71
Fast sieben Jahre sind ins Land gegangen, seit Amour auf der Straße eingefangen wurde und im Shelter Kozhuhovo Einzug halten musste. Hier wuchs er vom verspielten Welpen zum erwachsenen Rüden heran. Es ist schwer zu verstehen, warum er bis heute weder in Russland noch in Deutschland beachtet wurde und es keine einzige Anfrage für ihn gab; denn Amour ist nicht nur äußerlich eine bildschöne Erscheinung, sondern – wie schon sein Name sagt – eine besonders liebevolle Hundeseele. Wenn er einmal in der Woche für ein kurzes Stündchen in den Auslauf darf, spielt er dort mit Rüden und Hündinnen gleichermaßen und zeigt sich verträglich mit allen. Er beschützt seine ängstlichen Hundefreunde, ohne dabei jemals aggressiv zu werden. Das braucht er auch nicht, denn seine imposante Statur allein reicht aus, um sich Respekt zu verschaffen.

Amour liebt seine Betreuer und ist dankbar für jede noch so kleine Aufmerksamkeit. Er ist ein ruhiger und dennoch verspielter Rüde. An warmen Tagen kennt er kein größeres Vergnügen, als in einer der mit Wasser gefüllten Sandmuscheln zu baden, die die Betreuer aus eigener Tasche bezahlen und ihren Schützlingen zur Erfrischung bereitstellen. Amour ist eine echte Wasserratte und wäre daher ein idealer Begleiter für sportliche Menschen, die seine Leidenschaft für das nasse Element teilen.


Für den freundlichen, liebenswerten Amour suchen wir dringend ein Zuhause mit Menschen, bei denen er seine verlorene Kindheit nachholen, das Hunde-ABC lernen und einfach nur ein glücklicher Hund sein darf.
Eine nette Hündin im neuen Daheim würde ihm den Einstieg in die große, weite Welt sicherlich erleichtern. Schön wäre es, wenn seine künftige Heimat etwas außerhalb einer Großstadt läge.
Lieber
Amour, von ganzem Herzen hoffen wir, dass Du dem Shelter schon bald für immer
den Rücken kehrst und in ein Zuhause ziehst, von dem Du sagen kannst: „Hier bin
ich Hund, hier darf ich´s sein!“

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NUTS
geb. 2008
kastriert, geimpft und gechipt
Zwingernummer: D 55
Du bist ein so genanntes Fundtier, lieber NUTS. Das heißt, Du wurdest entweder auf der Straße irgendwo in Moskau geboren, oder man hat sich Deiner kurzerhand entledigt, weil man Dich nicht mehr haben wollte. Für uns unbegreiflich, denn wir durften Dich selbst kennenlernen und haben Dich als freundlichen, sanften Hundemann erlebt, als einen von den Hunden, die jede noch so kleine menschliche Zuwendung gleich doppelt und dreifach genießen. Deine Freude ist immer riesig, wenn Du ein-, mit viel Glück auch zweimal in der Woche Dein enges Gefängnis verlassen und Dir im Freilauf für ein paar Minuten die Beine vertreten darfst. Aber die Streicheleinheiten von den freiwilligen Betreuern sind doch stets das Größte für Dich.

Es gab eine Zeit, da warst Du sehr krank. Deine Nieren und die Leber waren nicht in Ordnung. Auch wogst Du zuviel; außer von morgens bis abends Fressen gibt es im Shelter ja nichts, womit Ihr armen Seelen die gähnende Langeweile und die ewige Einsamkeit betäuben könntet. Und da das grauenvolle Futter zwar den Magen füllt, aber trotzdem nie richtig sättigt und leider wegen der schlechten Zutaten dick macht, wurdest Du zum Moppelchen.
Daher
musstest Du für viele Monate in einen Isolationszwinger auf der Krankenstation
übersiedeln, weil sich im Sektor selbst niemand richtig um Dich hätte kümmern
können und wollen. Die Betreuer haben Deine Medikamente und das spezielle
Diätfutter aus ihrer eigenen Tasche bezahlt und mit viel Liebe und Fürsorge
erreicht, dass Du heute wieder völlig gesund bist. Deine Blutwerte liegen alle
im Normbereich und zudem hast Du ordentlich abgespeckt.

Krankenstation – das bedeutete für Dich aber ein Mehr an Einsamkeit, denn die Zwinger dort sind noch um einiges kleiner. Außerdem sind sie bis zur halben Höhe vergittert, und wer wenigstens ab und zu einen Blick auf die Welt „da draußen“ erhaschen will, muss sich auf die Hinterbeine stellen. Was für ein Hundeleben…
Auf Deinem Eingangsblatt im Shelter steht geschrieben, dass Du bereits seit 2009 dort lebst. Du kamst also als blutjunger Hund dorthin und lebst nun schon seit unfassbaren 11 Jahren hinter den halb verrosteten Gittern. 11 endlose, bitterkalte Winter und beinahe ebenso viele brütend heiße Sommer im winzigen Außenzwinger, der paraktisch keinerlei Schutz bietet, wenn man von der lächerlich kleinen Holzhütte einmal absieht, die Du Dir auch noch mit zwei oder drei Leidensgefährten teilen musst. Trotz all der Widrigkeiten hast Du Dir Dein freundliches, fast heiteres, liebenswürdiges Wesen bewahrt. Du gehst brav an der Leine, verträgst Dich mit Deinen Artgenossen und bist ein Hund, wie man ihn sich wünscht.
Dass Du trotzdem in all den Jahren nie die Chance auf ein eigenes, schönes Zuhause bekommen hast, liegt schlicht daran, dass Du – rein äußerlich betrachtet – nichts Besonderes bist. Du bist nur einer von rund 3000 Hunden in diesem Sheltermoloch und siehst aus wie viele Deiner Schicksalsgenossen. So wurdest Du einfach übersehen, da Du Deine charakterlichen Vorzüge leider nicht für jeden sichtbar außen trägst.

Vor zwei Monaten passiert, was irgendwann
passieren musste: Da bringen die Sheltertierärtze in Deinem Zwinger zwei junge
Hunde unter. Du hast keine Chance gegen die beiden neuen. Sie drangsalieren und
attackieren Dich. Schwer verletzt, mit Bisswunden im Nacken, wirst Du gefunden
und operiert. Wie durch ein Wunder überlebst Du – nur wofür?
Deine äußeren Wunden, sie heilen.
Die inneren, die heilen nicht. Sei der Attacke bist Du ein anderer geworden.
Nach Deiner Genesung setzt man Dich zwar zu netten Artgenossen, die Dich in
Ruhe lassen; aber Du bist müde, bewegst Dich noch weniger als zuvor. Der extrem
heiße russische Sommer und das Zuviel an Gewicht auf Deinen Rippen tun ihr
Übriges. Du bist müde, gezeichnet, möchtest am liebsten nur noch schlafen und
gibst Dich auf. Dabei bist Du so ein netter,
freundlicher und anhänglicher Hund, der die Menschen trotz allem liebt.


Vielleicht
sind Sie ja der Mensch oder die Familie mit einem großen Herzen für
Hundesenioren wie Nuts? Er wird Sie mit seiner Treue und Dankbarkeit, reichlich
belohnen!
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)
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