Tag: leben

Lunio
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 07/2023
Schulterhöhe: 38 cm
Wenn man Lunio fragen würde, was er von seinem Leben erwartet, gäbe er vermutlich schnell eine Antwort: viel erleben, Menschen kennenlernen, überall seine kleine Nase hineinstecken und herausfinden, was es hinter dem nächsten Zaun zu erschnüffeln gibt – und nicht zuletzt, ob wirklich jeder Mensch irgendwo Leckerchen versteckt.

Lunio ist nämlich kein Hund, der darauf wartet, dass die Welt zu ihm kommt.
Er ist klein, aber selbstbewusst; lebhaft, neugierig und gesellig. Wenn Menschen auftauchen, möchte er wissen, wer sie sind und was sie vorhaben. Er sucht Nähe und Miteinander, möchte mittendrin sein und ist anscheinend überhaupt nicht der Typ, der sich freiwillig an den Rand des Geschehens stellt.
Und ausgerechnet so ein kleiner Entdecker sitzt jetzt gefangen im Hundelager.

Seit dem 30. Juni 2026 besteht seine Welt aus einer Zelle, Gitterstäben und dem wenigen, was darin passiert. Zurzeit teilt er seinen kleinen Lebensraum mit mehreren Welpen, Rüden und Hündinnen. Das klappt wunderbar, denn Lunio ist gesellig und kommt mit seinen Artgenossen gut aus.
Aber ein richtiges Hundeleben sollte doch aus mehr bestehen als aus einem Betonkasten, in dem man tagein, tagaus darauf wartet, dass irgendetwas passiert.

Wo sind die Spaziergänge, bei denen ihn hinter jeder Ecke etwas Neues erwartet? Wo ist die Wiese, auf der eine Hundenase stundenlang Geschichten lesen kann? Wo sind die Menschen, die sich darüber freuen, wenn ein kleiner Hund sie überallhin begleiten möchte? Wo ist der Platz, an dem Lunio nicht nur einer von vielen ist, sondern Lunio?
Lunio ist freundlich, neugierig und selbstbewusst. Er macht nicht den Eindruck eines Hundes, der sich zurückzieht oder verzweifelt um Aufmerksamkeit kämpft. Aber genau darin liegt auch eine Gefahr: In einem Hundelager gibt es so viele Hunde, die traurig und einsam auf ein Zuhause warten. Ein kleiner Bursche wie Lunio kann dort leicht übersehen werden. Und irgendwann werden aus Wochen Monate, aus Monaten Jahre.

Ein junger, lebhafter Hund kann sich an erstaunlich vieles gewöhnen. Auch daran, dass seine Welt nicht größer wird.
Doch genau das wünschen wir uns für Lunio nicht. Wir möchten, dass dieser kleine Kerl endlich anfangen darf, seine Pläne umzusetzen. Dass er Menschen findet, die seine Neugier nicht bremsen, sondern ihm die Welt zeigen und Freude daran haben, einen kleinen Hund dabei zu beobachten, wie er all das kennenlernt, was für andere längst selbstverständlich ist.

Lunio braucht keine riesige Welt, um glücklich zu sein. Aber er braucht eine Welt, die groß genug für seine Neugier ist.
Und natürlich benötigt er ein Zuhause, in dem man weiß, dass auch ein kleiner Hund ein richtiger Hund ist: mit eigenen Bedürfnissen, eigenem Kopf, dem Willen zu lernen und dem Bedürfnis, mitten im Leben dabei zu sein.

Lunio ist ein kleiner Hund mit großen Plänen. Er soll nicht erleben müssen, wie seine Neugier irgendwann dem eintönigen Zwingeralltag weicht. Deshalb hoffen wir, dass ihn jemand sieht und ihm endlich die Welt zeigt, die draußen vor den Gitterstäben auf ihn wartet.
Sabine Wojtok
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Rochus
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 08.2021
Schulterhöhe: 71 cm
Ein großer Hund. Ein bildhübscher Hund. Ein lieber und umgänglicher Hund. Und mit seinen fünf Jahren eigentlich noch ein junger Hund. Kurz gesagt: Rochus bringt vieles mit, was man sich von einem vierbeinigen Wegbegleiter wünschen kann.

Nur eines fehlt ihm noch: ein Zuhause.
Seit August 2025 sitzt Rochus in einem italienischen Hundelager. Dort warten mehrere hundert Hunde Tag für Tag darauf, dass sich ihr Leben endlich verändert. Es ist laut, trostlos, ein Ort ohne Hoffnung oder Zukunft. Freiheit, Gras unter den Pfoten, ein eigener Mensch – all das bleibt für sie ein unerfüllter Wunsch.

Rochus hatte in diesem April wenigstens das Glück, dass italienische Tierschützer ihn besuchen durften und Rochus zeigte ihnen sofort, was in ihm steckt. Zu dem Zeitpunkt teilte er seine Box mit zwei Hündinnen und schien ihre Gesellschaft völlig in Ordnung zu finden. Den Tierschützern gegenüber war er aufgeschlossen und freundlich, ließ sich ohne weiteres anfassen und die Leine anlegen.

Sie beschrieben ihn so: "Rochus ist ein sehr lieber und recht selbstsicherer Hund. Uns gegenüber war er offen und freundlich. An der Leine lief er erstaunlich brav mit. (...) Ein ganz feiner Hund!"
Was will man mehr? Ein großer, erwachsener Hund, der Menschen gernhat, mit Artgenossen augenscheinlich gut auskommt, sich nett und ausgeglichen zeigt und sogar schon ein bisschen Erfahrung mit dem Laufen an der Leine hat.

Und dann sind da noch diese Augen. Vielleicht erzählen sie davon, dass Rochus längst verstanden hat, wer darüber entscheidet, wie sein Leben im Guten oder Schlechten weitergehen wird. Vielleicht auch davon, dass er trotz allem nicht aufgehört hat, Menschen zu vertrauen.
Denn genau das tut Rochus noch immer: Er geht auf Menschen zu.

Auch nach einsamen Monaten im Hundegefängnis sucht er die Nähe, wenn jemand vor seinem Zwinger steht. Er zieht sich nicht zurück, hat sich nicht aufgegeben. Ganz im Gegenteil: Rochus hat offensichtlich beschlossen, dass das Leben noch etwas anderes für ihn bereithalten muss.
Rochus hat bereits JA gesagt. Fehlen nur noch Sie.

August 2026 Inzwischen wurde Rochus umgesetzt und teilt sich seinen Platz mit zwei Rüden. Auch mit ihnen zeigt er sich verträglich und entspannt.
Für ihn suchen wir Menschen, die einen großen, kräftigen Hund verlässlich führen können. Ein ländliches Zuhause mit sicher eingezäuntem Grundstück wäre ideal. Gern sollten Sie schon ein wenig hundeerfahren sein und bereit, unserem Rochus zu geben, was im Grunde jeder Hund für ein glückliches Leben braucht: einen sicheren Platz, einen gefüllten Napf, Spaziergänge, ein bisschen Gras unter den Pfoten, liebevolle Führung und vor allem einen Menschen, der bleibt.

Vielleicht sitzen Sie gerade vor diesem Text und denken: "Rochus könnte mein Hund sein." Dann rufen Sie seine Vermittlerin an und finden Sie es heraus. Vielen, lieben Dank!
Daniela Koenemann
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Cesny
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01/2016
Schulterhöhe: 60 cm
2016 war Cesny noch ein junger Hund, von dem man schrieb: menschenbezogen, verspielt – und er konnte an der Leine gehen. „Bei wem darf ich mich bewerben? Ich bin ja so gespannt… So endete seine Vorstellung damals.
Dieser Satz tut heute anders weh. Denn er klingt nach Vorfreude, nach Aufbruch: Gleich geht mein Leben los. Damals stand Hoffnung zwischen den Zeilen. Es klang, als müsste man ihn nur abholen und beginnen.

Doch es kam anders. Am 19. September 2016, gerade einmal etwa neun Monate alt, wurde Cesny eingefangen und in eine Zelle gesteckt. Seitdem ist fast nichts passiert. Zehn Jahre sind vergangen, in denen aus dem aufgeweckten jungen Hund ein Senior wurde. Zehn Jahre, die er in grauem Einerlei auf nacktem Beton zubringen musste und in denen ihm niemand gezeigt hat, wie das Leben außerhalb eines Zwingers stattfindet.

Fünf Jahre nach seiner Ankunft erfuhren wir, dass Cesny inzwischen in einer Einzelzelle saß; nicht, weil er aggressiv gewesen wäre, sondern weil er klettert, springt und Zäune überwindet. Er ist ein Hund der unbedingt hinaus will – doch statt der großen Freiheit wurde seine Welt noch kleiner.
Irgendwann stand in seiner Beschreibung nicht mehr, dass er gut an der Leine läuft. Stattdessen hieß es: schwierig zu leiten, benötigt Training. Und man möchte schreien: Wie denn auch?

Wie soll ein Hund, der sein Leben allein in einem Betonzwinger verbringt, lernen, ruhig an der Leine zu gehen? Wie soll er gelassen bleiben, wenn draußen plötzlich alles auf ihn einstürmt – Gerüche, Bewegungen, Geräusche, das pralle Leben? Wie soll er wissen, was Alltag wirklich ist, wenn sein eigener seit zehn Jahren aus nichts als Warten besteht?
Cesny hat nicht verlernt, brav zu sein. Er hatte nie Gelegenheit zu lernen, wie man lebt.

Wenn Cesny heute nach all den Jahren aus seiner Zelle kommt und völlig überdreht, ist das kein Trotz. Es ist ein Hund, der plötzlich für ein paar Minuten alles auf einmal bekommt. Ein Hund, für den draußen nichts vertraut ist, weil ihm niemand die Möglichkeit gegeben hat, die Welt in kleinen Schritten kennenzulernen.
Menschen findet Cesny großartig. Er ist unglaublich sozial und kontaktfreudig, lässt sich gern streicheln und scheint jede Nähe aufzusaugen, die ihm so lange gefehlt hat.

Mit anderen Rüden und Hündinnen wurde er getestet. Aggressiv war er nie; allerdings wird er dabei leicht aufdringlich und dreht schnell hoch. Aber wie soll ein Hund wissen, wie man sich in Gesellschaft von Artgenossen gebührend verhält, wenn er zehn Jahre lang in Einzelhaft zubringen musste?
Deshalb wünschen wir uns für Cesny einen Platz als Einzelhund bei einem Menschen, der körperlich in der Lage ist, dieses Kraftpaket sicher zu führen und gleichzeitig die Geduld und das Verständnis mitbringt, ihm Schritt für Schritt die Welt zu erklären. Jemanden, der ihn beschäftigt, auslastet und ihm zeigt, dass ein Spaziergang keine kurze Ausnahme bleiben muss, sondern zum ganz normalen Leben gehören darf.

Vielleicht wird mit Training und Vertrauen eines Tages auch der Kontakt zu anderen Hunden möglich sein. Aber das muss nicht heute entschieden werden. Heute geht es erst einmal darum, dass Cesny endlich anfangen darf.

Und jetzt lesen Sie bitte noch einmal diesen Satz – mit dem Wissen, dass wir inzwischen 2026 haben: „Bei wem darf ich mich bewerben? Ich bin ja so gespannt…
Diese Frage wurde 2016 gestellt - die Antwort steht immer noch aus.
Einst war Cesny ein junger Hund, der gespannt auf sein Leben wartete. Heute ist er alt und weiß immer noch nicht, wie sich ein Zuhause anfühlt.

Bitte zögern Sie nicht länger. Wenn Sie Cesny eine Chance geben können und möchten, rufen Sie seine Vermittlerin an und fragen nach ihm. Vielen, lieben Dank!
Ina Schoenfuss
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Ravien
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 02/2024
Schulterhöhe: 65 cm
Hinter jedem Bild unserer Hunde steckt eine Geschichte, und in den allermeisten Fällen ist es eine traurige. Eine Geschichte von Vernachlässigung, Schmerzen, Einsamkeit und fehlender Zuneigung. Unser großes Häschen Ravien ist genau so ein Fall.Er ist gute zweieinhalb Jahre alt und sitzt bereits seit seinem geschätzten vierten Lebensmonat hinter Gittern. Warum? Vermutlich aus demselben Grund wie so viele seiner Mithäftlinge: Entweder wurde er bei den falschen Menschen geboren oder ist irgendwann den falschen Menschen begegnet.
Seit sich die Tore des schrecklichen Canile hinter Ravien geschlossen haben, steht sein Leben still. Es gibt nur noch Ödnis zwischen Betonwänden und Gitterstäben. Als wäre das nicht schlimm genug, muss Ravien seinen Zwinger auch noch ganz alleine bewohnen, obwohl der liebe Rüde sowohl mit Artgenossen als auch mit Katzen problemlos verträglich ist.

Anfang Juli 2026 durften die mit uns befreundeten Tierschützer Ravien zum ersten Mal besuchen. Sie machten mit ihm eine kleine Runde auf der angrenzenden Wiese und ließen ihn sowohl einen anderen Rüden als auch eine Katze kennenlernen.
Anfangs habe Ravien etwas schüchtern gewirkt, erzählen die Tierschützer. Doch schon nach kurzer Zeit sei er zutraulich geworden und habe neugierig Kontakt aufgenommen. Auch die Leine war für ihn völliges Neuland. Nach anfänglichem Zögern lief er jedoch erstaunlich gut mit. Und die Begegnungen mit Hund und Katze? In einem Wort: entspannt. Die Katze war ihm völlig egal, und den Rüden begrüßte er so, wie Hunde es eben tun: schnüffeln, schauen, kurz mit der Rute wedeln – und weiter.

Ravien hat fast seine gesamte Welpen- und Junghundezeit unter tierquälerischen Bedingungen verbracht. Es gab keine geistige Anregung, keine freundliche Ansprache, kein Spiel, keine Abwechslung – nur Langeweile, unaufhörlichen Lärm und Gestank. Der arme Bub ist bis auf die Knochen abgemagert, besitzt kaum Muskeln und kennt so gut wie nichts von der Welt außerhalb seiner Zelle.
Trotzdem hat er jede Streicheleinheit, jede sanfte Berührung der ihm völlig unbekannten Tierschützer in sich aufgesogen. Vorsichtig und zurückhaltend hat er um noch ein wenig mehr davon gebeten.
Ravien leidet still und einsam. Sein Leben besteht seit über zwei Jahren aus Warten; darauf, dass ihn endlich jemand sieht. Jemand, der nicht wegschaut, sondern handelt.


Können Sie Ravien helfen? Oder kennen Sie jemanden, für den genau dieser besondere Hund der richtige Begleiter wäre? Jede Weiterempfehlung kann für Ravien den entscheidenden Unterschied machen.
Für Ravien suchen wir Menschen mit etwas Hundeerfahrung und der Bereitschaft, sich auf einen Hund einzulassen, der bislang kaum etwas kennenlernen durfte. Menschen, die spüren, wie schnell Ravien seine neue Welt entdecken möchte und kann, wann er überfordert ist, wieviel Bewegung ihm anfangs guttut und wann er Ruhe braucht, um all die neuen Eindrücke zu verarbeiten.

Ideal wäre ein Zuhause in einem Haus mit einem sicher eingezäunten Garten. Ein Ort, an dem Ravien Schritt für Schritt ankommen darf, wo er zum ersten Mal ausgiebig durch Gras und Erde schnüffeln, die Sonne genießen und vielleicht sogar einfach losrennen kann.
Weil auch für Ravien dieser eine Tag kommen soll, an dem ihn seine Für-immer-Familie entdeckt, ihn ins Herz schließt und ihm endlich das Leben schenkt, das jeder Hund verdient.
Vielleicht sind genau Sie dieser Mensch. Jemand, der hinschaut und handelt. Wir danken Ihnen in Raviens Namen.
Tanja Roth
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Giotto
Rasse: Bretone
Geschlecht: Rüde
Geboren: 03.2016
Schulterhöhe: 45 cm
Manchmal können wir es selbst kaum glauben, wie großartig unsere Vermittlungskandidaten sind. Ja, säße unser zauberhafter Um-den Finger-Wickler Giotto in einem deutschen Tierheim, dann hätte sich bestimmt längst jemand in ihn verliebt und der süße Kerl hätte seinen Platz auf dem Sofa und im Herzen seiner neuen Familie bereits gefunden.


Wäre, hätte, Fahrradkette - naja, Sie wissen schon… Aber ich möchte es einmal
so ausdrücken: Was noch nicht ist, kann und wird unbedingt noch werden! Denn zweifellos
dürfen wir Ihnen mit unserem Giotto ein echtes Sahnestückchen vorstellen, das
zu so viel mehr passt, als nur zu einer Tasse Kaffee! Der kleine Mann ist rundum
nett und verträglich mit allen Vier- und Zweibeinern. Er bringt sich fast um
vor Freude über jede noch so kleine Zuwendung und Aufmerksamkeit, liebt
Spaziergänge und läuft dabei sogar vorbildlich an der Leine. Und das, obwohl
sein vorheriges Leben bei einem Jäger wohl eher schwer und entbehrungsreich war
- weit entfernt davon, wie ein geliebtes Familienmitglied gehalten zu werden. Hunde sind für italienische Jäger im Grunde
nichts weiter als Gebrauchsgegenstände; als das Herrchen verstarb, hatte dessen
Tochter letztlich auch keinerlei Verwendung mehr für den treuen Vierbeiner und
schob ihn mitleidlos in ein Hundelager ab.

Dabei liebt Giotto uns Menschen und möchte so gern überall dabei sein. Aufmerksamkeit, Nähe und gemeinsame Augenblicke sind das Größte für ihn; voller Neugier bewegt er sich durch den Alltag und strahlt dabei soviel Sanftheit, Charme und Lebensfreude aus – eine Mischung, der man nur schwer widerstehen kann.


Ich möchte noch erwähnen, dass Giotto, wie viele Vertreter seiner Rasse, mit einer kurzen Rute geboren wurde. Zudem wurde bei ihm ein Herzgeräusch festgestellt und er bekommt Tabletten. Zwar sollte man die Sache ein wenig im Blick behalten; sie beeinträchtigt ihn aber weder in seiner Unternehmungslust, noch in seiner Lebensfreude.

Solo con Giotto – vielleich braucht es für Sie nur diesen einen Hund, um alles richtig zu machen.
Yvonne Beier
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Lebenslichter 31.07.2026, 18.35 | (0/0) Kommentare | PL

Arleene
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 07.2020
Schulterhöhe: 62 cm
(Von Arleene, seit Juli 2023 unfreiwillige Expertin)









Yvonne Beier
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Lebenslichter 31.07.2026, 18.35 | (0/0) Kommentare | PL

Arkell
Rasse: Cane Corso Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 12.2015
Schulterhöhe: 65 cm
Manchmal entstehen Spuren, ohne dass jemand geht. Eine solche Spur ist Arkell. Seit 2018 sitzt er im Lager. Es
gibt viele Hunde, die hier ausharren müssen, bis sie nicht mehr können. Man
lässt sie nicht gnädig sterben, ohne sie vorher zu zerbrechen. Arkell wird
seit acht langen, ereignislosen Jahren kaputt gewartet.
Als er ins Gefängnis gesteckt wurde, war er gerade
drei; ein Jungspund, groß, kräftig und voller Lebenslust. Stets kam er als
Erster ans Gitter, aufmerksam und in der Hoffnung, jeder Mensch könnte der
richtige für ihn, jeder Tag könnte seiner sein. Er hinterließ bleibenden Eindruck,
ohne etwas tun zu müssen. Aber dann kamen die Jahre, andere Hunde fanden ihre
Familien und durften das Schreckenslager verlassen. Arkell blieb und wartete.

Erst 2022 sahen wir ihn wieder; immer noch nett, zuversichtlich,
den Menschen zugewandt. Er lief mit, orientierte sich an uns, als wäre es für das
Natürlichste von der Welt. Dann kamen mehr Jahre, Arkell blieb und wartete
weiter.
Wir schreiben das Jahr 2026. Arkell ist jetzt zehn. Er liegt viel, kann sich kaum
noch erheben. Seine Hinterläufe sind durch die fehlende Bewegung steif
geworden, auch hat er kaum noch Muskeln. Seine Kräfte schwinden zusehends, sein
Körper will nicht mehr. Er hat Liegebeulen an den Ellbogen, einen Bluterguss am
Ohr und ein Auge, das behandelt werden müsste. Spuren, die nicht durchs Gehen,
sondern durchs Bleiben entstanden sind. Der lebensfrohe Hund, der einmal wie
eine Feder hochgesprungen ist, braucht heute Zeit, um überhaupt aufzustehen.
Und trotzdem: Wenn man bei ihm stehen bleibt, hebt Arkell den Kopf. Ein Teil
von ihm glaubt weiterhin, dass jemand für ihn kommt. Es ist immer noch da, dieses
Fünkchen Hoffnung, obwohl die Jahre gehen und die Zeit gegen ihn arbeitet.

(Im Umgang mit seinen Artgenossen zeigt Arkell sich
übrigens friedlich und unauffällig. In all den Jahren kam es durch ihn nie zu
einer Auseinandersetzung.)
Arkell hat nicht mehr ewig. Die Zeit hinterlässt ihre Spuren, auch wenn nichts
passiert. Arkells Spuren verlieren sich mehr und mehr, und was davon noch übrig
ist, wird nicht mehr allzu lange bleiben.
Möchten Sie gern mehr über Arkell erfahren und im schönsten Fall Ihre eigenen Spuren neben seine setzen? Dann freut seine
Vermittlerin sich über Ihre Nachricht. Arkell ist kein Hund für nebenbei. Er
ist ein Hund fürs Herz.

Für Arkell: Jede noch so kleine Aufmerksamkeit bedeutet einen
Hoffnungsschimmer und eine winzige Chance, dass aus deiner Spur doch noch ein
Weg wird.
Ina Schoenfuss
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Lebenslichter 31.07.2026, 18.35 | (0/0) Kommentare | PL

Idrysh
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2017
Schulterhöhe: 70 cm
Idrysh kennt Kommandos wie "Sitz" und "Pfote". Er läuft ordentlich an der Leine und sucht von sich aus den Kontakt zu Menschen. Freundlich und selbstbewusst kommt er auf sie zu. All das erzählt von einem Leben, das nicht hinter Gittern begonnen haben kann. Irgendwo muss es einmal ein anderes Zuhause gegeben haben.
Vielleicht kannte Idrysh eine Haustür, die sich für ihn öffnete. Einen Napf, der immer am gleichen Platz stand und vermutlich nie lange unbeachtet blieb. Spazierwege, auf denen er wusste, an welcher Ecke die spannendsten Nachrichten anderer Hunde zu finden waren. Vielleicht legte er seine große Pfote in eine menschliche Hand und bekam dafür ein Lächeln, ein Leckerchen, oder beides. Bei rund 70 Zentimetern Schulterhöhe war diese Pfote ohnehin kaum zu übersehen.

Wir wissen nicht, ob sein Leben so oder ganz anders aussah. Und wir wissen nicht, warum es endete.
Geboren wurde Idrysh 2017. Seit April 2026 lebt er in einem Hundelager. Was zwischen damals und heute geschah, liegt im Dunkeln. Doch Spuren davon trägt er bis heute in sich. Denn ein Hund vergisst nicht alles, nur weil sich hinter ihm eine Zwingertür schließt. Was er außerdem erlebt hat, können wir nur dort erahnen, wo seine Gelassenheit plötzlich endet.

Für einen Hund, der vermutlich einmal ein Zuhause hatte, muss ein Lager besonders schwer zu ertragen sein. Denn Idrysh könnte den Unterschied kennen. Sein Körper erinnert sich vielleicht noch an weiche Liegeplätze, an Ruhe und an das Gefühl, irgendwo dazuzugehören.

Heute beginnt jeder Tag auf Beton. Und dort endet er auch. Ein Lager ist kein Ort, an dem ein Hund lebt. Es ist ein Ort, an dem er wartet.
Die Tage gleichen einander. Nur Idrysh wird älter, während die Erinnerung an sein früheres Leben langsam verblasst. Was nicht verblasst, ist seine Bereitschaft, sich den Menschen noch einmal zuzuwenden.

Unseren Tierschützern begegnet Idrysh freundlich und offen. Er kommt selbstsicher näher und sucht den Kontakt. Dauert eine Berührung jedoch länger an, wird er unsicher. Vielleicht gab es in seiner Vergangenheit Hände, die nicht immer Gutes bedeuteten. Was in ihm dann wach wird, wissen wir nicht. Möglicherweise hat er einfach gelernt, dass man Menschen gernhaben kann - und trotzdem vorsichtig bleiben sollte.

Seine Vergangenheit liegt im Dunkeln. Sichtbar sind nur ihre Schatten.
Mit anderen Hunden zeigt sich Idrysh sozial. Derzeit teilt er seinen Zwinger mit der Hündin Amaya. Er ist aber ebenso mit Rüden verträglich und lebte zuvor bereits mit zwei männlichen Hunden zusammen. Umziehen musste er lediglich, weil einer der beiden Rüden begann, ihn anzuknurren. Idrysh selbst war nicht derjenige, der Streit suchte. Offenbar muss ein Hund seiner Größe niemandem mehr beweisen, wie groß er ist.

Die Umsetzung erfolgte übrigens nicht aus besonderer Fürsorge des Lagerbetreibers. Wir mussten ausdrücklich darauf bestehen. Denn dort zählt selten, ob ein Hund Tag für Tag im Schatten eines Konflikts leben muss.

Idrysh bringt vieles mit: Er ist umgänglich, läuft gut an der Leine, kennt offenbar einige Kommandos und hat sich seine Offenheit gegenüber Menschen bewahrt. Er braucht kein Training. Was ihm fehlt, ist ein Mensch, der seine Vergangenheit nicht aus ihm herauszerren möchte, sondern bereit ist, gemeinsam mit ihm Zukunft zu schreiben.
Wir wissen nicht, welche Schatten auf Idryshs Leben gefallen sind. Wir können seine Vergangenheit nicht heller machen.

Aber vielleicht sind Sie der Mensch, der dafür sorgt, dass seine Zukunft endlich wieder Licht bekommt. Bitte rufen Sie seine Vermittlerin an. Vielen, lieben Dank!
Tanja Roth
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Lebenslichter 30.07.2026, 16.20 | (0/0) Kommentare | PL
Benno

Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2017
Schulterhöhe: 55 cm
***************
Bendix

Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2017
Schulterhöhe: 50 cm
"Manchmal ist es so, als ob das Leben einen seiner Tage herausgriffe und sagte: Dir will ich alles schenken! Du sollst ein solch rosenroter Tag werden, der im Gedächtnis leuchtet, wenn alle anderen vergessen sind." (Astrid Lindgren)"
Ein solcher Tag begann für die Wurfgeschwister Bendix und Benno ganz leise.
Seit sieben langen Jahren besteht ihre Welt aus wenigen Quadratmetern eines kahlen Betonzwingers. Gerade einmal zwei Jahre alt waren sie, als sich die Gittertür hinter ihnen schloss und sie vor der Welt verschwanden.

Als die Tierschützer die Brüder nach langer Zeit zum ersten Mal besuchen durften, begegneten ihnen zwei scheue Hunde, die keinen Kontakt zu Menschen kannten und sich nicht anfassen ließen. Die Tierschützer bedrängten sie nicht, sie forderten nichts. Und ganz allmählich wurde die Neugier der beiden stärker als ihre Angst.
Vielleicht war genau das ihr erster kleiner, rosenroter Tag. Der Moment, in dem Bendix und Benno sagten: „Ja, wir wollen mutig sein. Wir wollen endlich anfangen zu leben.

Bendix und Benno sind kastrierte, mittelgroße Rüden, die nie erfahren durften, wie sich ein Zusammenleben mit Menschen anfühlt. All das, was für andere Hunde selbstverständlich ist – Spaziergänge, Streicheleinheiten, ein weiches Körbchen und das Gefühl dazuzugehören –, müssen sie erst noch kennenlernen: Wiesen unter den Pfoten spüren, spannende Gerüche erschnuppern, jeden Tag satt werden, sicher und geborgen sein.
Aus den Berichten von Adoptanten wissen wir, dass auch Hunde, die viele Jahre isoliert gelebt haben, in einer liebevollen, hundegerechten Umgebung erstaunliche Entwicklungen machen können. Mit Geduld, Verständnis und der Zeit, die sie brauchen dürfen, fassen sie Vertrauen, erkunden ihre Welt und bauen oft eine besonders innige Bindung zu ihren Menschen auf.

Benno und Bendix können die verlorenen sieben Jahre nicht nachholen. Aber sie können noch erleben, was es heißt, als Hund glücklich zu sein.
Es wäre für die beiden Brüder, die schon soviel miteinander durchgestanden haben, sicher das Größte, wenn sie gemeinsam in ihr neues Leben starten dürften. Sollte sich dieser Wunsch nicht erfüllen, können sie selbstverständlich auch getrennt vermittelt werden. Entscheidend ist nur, dass jeder von ihnen endlich sein eigenes Für-immer-Zuhause findet.

Vielleicht sind gerade Sie der Mensch, der Bendix oder Benno – womöglich sogar beiden – den einen großen Tag schenkt, der ihr ganzes Leben verändert. Den Tag, an dem sie endlich ankommen dürfen. Den Tag ihres Happy Ends.
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OXEN
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 12.2025
Die meisten Welpen laufen fröhlich und vertrauensvoll auf Menschen zu – nicht so Oxen.
Sobald sich die Zwingertür öffnet oder sich Schritte nähern, zieht er sich möglichst lautlos zurück. Er sucht die nächste Ecke und drückt sich an die Wand, als könnte sie ihn beschützen, als wäre sie der einzige Ort, den er kennt. Und wahrscheinlich ist genau das die Wahrheit.

Oxen wurde gemeinsam mit seinen GeschwisternOlmo, Olyvia, Olrik, Orbel, Ovidia, Orvin und Ozira hinter Gitterstäben auf nacktem Beton in die Dunkelheit eines Hundelagers hineingeboren. Seitdem gab es für die Hundekinder kein Gras unter den Pfoten, kein weiches Körbchen und niemanden, der sie liebevoll begrüßte, sondern nur Mauern. Und selbst das Wenige, das ihnen Halt gab, wurde ihnen genommen.

Vor kurzem wurden die Brüder von ihrer Mama und ihren Schwestern getrennt, die nun hinter anderen Gittern sitzen. Sie wissen, dass ihre Mutter irgendwo ganz in der Nähe ist. Vielleicht können sie sie riechen und ihre Stimme hören; doch sie können sie nicht mehr sehen.
Für Welpen, die nie etwas anderes als Angst kennengelernt haben, war diese Nähe wie ein kleiner Anker, nun ist auch dieser verschwunden.

Wenn man Oxen beobachtet, könnte man glauben, er wolle sich unsichtbar machen. Dabei sucht er vermutlich nur einen Ort, an dem ihm nichts geschieht und er sich geborgen fühlen darf.
Trotzdem gibt es da diese kostbaren Momente: Ein scheuer Blick, ein kurzes Innehalten, ein Schrittchen nach vorn, bevor die Angst ihn wieder einholt – so als würde ein kleiner Teil von ihm fragen: "Darf ich dir vielleicht doch vertrauen?"

Diese Frage braucht eine Antwort von Menschen, die Zeit und Geduld mitbringen, weil sie verstehen, dass Vertrauen nicht eingefordert werden kann, sondern Tag für Tag wachsen muss. Die sich über den ersten Blick freuen, über einen kleinen Schritt oder einen vorsichtigen Schwanzwedler; Menschen, die wissen, dass die größten Wunder oft ganz leise beginnen.
Oxen sucht einfach jemanden, der nichts von ihm erwartet und trotzdem an ihn glaubt; der ihm zeigt, dass Hände streicheln und Stimmen freundlich klingen können und er nicht länger Schutz an kahlen Wänden suchen muss.

Vielleicht wird Oxen nie der Hund sein, der jedem fröhlich entgegenspringt. Aber wir glauben fest daran, dass der Tag kommen kann, an dem er auf seinen Menschen zugeht, weil er weiß: Bei dir bin ich sicher.
Und vielleicht beginnt genau in diesem einen Moment endlich das Leben, das Oxen und seinen Geschwistern von Anfang an verwehrt geblieben ist.
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