Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: lieb

Als wär´s ein Teil von dir: Timon


TIMON

 

Rüde

geb. 2012

55 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

Für-immer-Zuhause gesucht

 

Wenn Dir das Liebste genommen wird, wenn Dein Herz gebrochen ist, wenn die andere Hälfte Deiner Seele von Dir gegangen ist - wie wolltest Du weiterleben?

Die Augen sind das Tor zur Seele, und Timons Augen mussten das Schlimmste mitansehen.

Timon hat es im Leben bisher nie leicht gehabt. Als unschuldiger Welpe kam er im Jahr 2012 zusammen mit seiner Schwester Mona ins Shelter Kozhuhovo. Das Leben an diesem Ort ist für Hundekinder, wie für erwachsene Hunde, gnadenlos und unerbittlich; doch Timon und Mona hatten einander, sie waren ein Herz und eine Seele und gaben sich gegenseitig Halt. 


Auch äußerlich glichen sich die Zwei; sie hatten in etwa die gleiche Statur und wunderschönes, schokoladenbraunes Fell. Mona war die quirligere von beiden, sie lief stets voran und Timon folgte ihr. Er war der Besonnenere und gab auf seine Schwester acht. Gleich einem Schatten traf man ihn überall da an, wo Mona war. Sie gehörten zusammen, wie die zwei Seiten einer Medaille.

Lange und schwere Jahre vergingen, aber das feste Band zwischen den Hundegeschwistern blieb bestehen. Sie teilten sich einen Zwinger, gingen gemeinsam in den Auslauf und lernten, an der Leine zu laufen - nur ein Zuhause fanden sie leider nicht. Doch trotz aller Härte und Trostlosigkeit sah man sie oft fröhlich zusammen rennen und spielen, wenn sie einmal in der Woche für ein glückseliges Stündchen in den Freilauf durften. 


Dann kam der Tag, an dem das Unfassbare geschah, der die beiden Unzertrennlichen für immer auseinanderriss: Im vergangenen Jahr wurde Mona bei einer Gassirunde auf dem Sheltergelände gebissen und lebensgefährlich verletzt. Timon konnte ihr nicht beistehen und sah seine geliebte Schwester sterben.

Ich möchte eines klarstellen: Die freiwilligen Betreuer trifft in so einem Fall keine Schuld. Sie tun, was sie können und bringen sich bei ihrem Engagement oft selbst in Gefahr. In diesen Sheltern herrscht fortwährender Ausnahmezustand; die Hunde sind durch den andauernden Stress, den Bewegungsmangel, die Langeweile und die schlechte Behandlung seitens der Arbeiter gereizt und manchmal unberechenbar. So kommt es auch in den Zwingern immer wieder zu Beißereien mit leider oft tödlichem Ausgang. Bitte stellen Sie sich vor, Sie wären rund um die Uhr, auf Jahre hinaus, 365 Tage lang mit anderen Menschen auf wenigen Quadratmetern ohne jede Rückzugsmöglichkeit zuammengesperrt – verlören Sie da nicht den Verstand und ließen Ihren Aggressionen freien Lauf?

Über ein Jahr ist seitdem vergangen. Timon sitzt noch immer in seinem Zwinger, traurig und allein. Alles scheint für ihn gleich geblieben, und doch ist nichts mehr, wie es war. Zu schwer lastet das Erlebte auf seiner Seele und zu trostlos ist das Leben dort. Timon ist vor der Zeit zum Senior geworden. Sein Blick wirkt müde und trüb, der einst frohe und hoffnungsvolle Ausdruck in seinen Augen ist verschwunden. Nur wenn sich die Ehrenamtlichen mit ihm beschäftigen, leuchtet der alte Glanz in ihnen für einen kurzen Moment wieder auf. 


Timon verhält sich Menschen gegenüber freundlich und verträgt sich gut mit seinen Artgenossen. Er zählt zwar mittlerweile zu den Senioren, aber längst noch nicht zum alten Eisen. Er ist gern aktiv und liebt Bewegung. Da er bisher noch nichts anderes kennenlernen durfte als das Leben im Shelter, wird er vielleicht ein Weilchen brauchen, um Vertrauen zu fassen und sich an all das Neue zu gewöhnen. Ein netter Hundekumpel (gern auch eine -kumpeline) in seinem Zuhause wäre dabei bestimmt hilfreich für ihn, ist aber keinesfalls Voraussetzung.

Niemand kann die Vergangenheit ungeschehen machen. Doch vielleicht gibt es noch einen versöhnlichen Ausklang für den netten und liebenswerten Timon, damit er nicht irgendwann sein Leben einsam und unbeachtet in seiner Zelle beschließen muss.

Bilder aus einer anderen Zeit (2017, Timon mit seiner Mona):


Lieber Timon! Aus vollem Herzen wünsche ich Dir, dass es auch für Dich einen mitfühlenden Menschen gibt, bei dem Du in einem schönen Zuhause und in Frieden Deinen Lebensabend genießen darfst; der Dich umsorgt, Dich das Erlebte vergessen lässt, damit Du wieder ganz wirst und noch einmal glücklich werden kannst!


Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos". 

Vermittlerkontakt/Fragen:

Daniela Bansche

Tel.: 05371-687266

eMail: d.bansche@gmail.com

fb.me/Chance.fuer.Shelterhunde

Lebenslichter 05.11.2022, 21.14 | (0/0) Kommentare | PL

Home, sweet home for: Yarik


Er möchte so gern etwas anderes sehen dürfen,

als die Gitter seines Zwingers!

Yarik kam 2014 als kleiner Welpe ins Shelter "Kozhuhovo" in Moskau. Seitdem lebt er eingesperrt hinter Gittern in einem winzigen Außenzwinger. Dort wartet er tagein- tagaus auf den einen kurzen Moment in der Woche, an dem er Besuch von seinen Betreuern bekommt. Er weiß genau, dass es der Moment ist, wo er zumindest für 1 Stunde mit den anderen Hunden zusammen in den Auslauf darf.

Yarik ist ein offener und fröhlicher Hund, der sich nicht nur seinen Betreuern gegenüber sehr anhänglich zeigt – auch bei fremden Menschen ist er bemüht, deren Herz zu gewinnen. Er genießt die menschliche Aufmerksamkeit und deren Streicheleinheiten sehr.


Aber: Yarik ist Einer von so vielen…vielleicht der Grund dafür, dass er bis heute noch keine Chance auf ein schönes Zuhause in Russland hatte. Er ist ein Mischling, er ist kein niedlicher Welpe mehr und sein Äußeres unterscheidet sich auch nicht großartig von dem der vielen anderen Hunde.

Yarik hat gelernt, an der Leine zu laufen, er ist verträglich mit Artgenossen und er liebt den Menschen. Was er nicht kennt, ist die Welt außerhalb des Shelters. Sicher etwas, was ihn erstmal verunsichern wird – etwas, das er kennen lernen muss. Und der Grund, weshalb man ihm in einer neuen Umgebung bei neuen Menschen mit Zeit und Geduld begegnen muss.

Wir sind uns sicher, dass Yarik das meistern würde… wenn es uns denn gelingt, liebe Menschen zu finden, die ihm ein Für-immer-Zuhause schenken und Freude daran hätten, ihm die Welt zu zeigen. Yarik wartet im Sektor B, Zwingernummer 18 auf sein Glück!


Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kolleginnen. Vielen, lieben Dank!

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Lebenslichter 05.11.2022, 21.14 | (0/0) Kommentare | PL

Des Lebens ganze Last von ihren Schultern genommen: Kori

Nach endlos langen Jahren vergeblichen Wartens hat KORI ihr Glück gefnden:

Sie durfte nach Deutschland zu ihrer eigenen Familie reisen!


KORI

Hündin

13 Jahre alt (geb. Mitte 2008)

 55-60 cm Schulterhöhe

kastriert, geimpft, gechipt

 

 Gibt es vielleicht irgendwo doch noch jemanden für mich, der die dunklen Schatten von meiner Seele nimmt und mich nach Hause in Sicherheit bringt?

Kori lebt seit 2011 im Shelter Kozhuhovo. Das bedeutet nicht weniger als zehn Jahre vergebliches Warten, vergebliches Hoffen.

Das Leben im Shelter ist hart. Unbarmherzig beugt es jede Hundeseele, denn irgendwann siegt die Hoffnungslosigkeit – so auch über die scheue Kori.


Lange hat es gedauert, bis Kori sich getraute, die kleine Holzkiste in ihrem Zwinger zu verlassen. Und bis heute zeigt sie praktisch keinerlei Gefühlsregung weder Freude, noch Abwehr – Kori lässt alles willenlos über sich ergehen. Nur wenn man in ihre bernsteinfarbenen Augen schaut, erkennt man darin ihre abgrundtiefe Traurigkeit und die ganze Last ihres schweren, entbehrungsreichen Lebens. 


Kori ist hinter den Sheltermauern zur Seniorin geworden. Dort gibt es jedoch keinerlei Sonderbehandlung für die Alten - und für eine schwarze, hochbetagte Hündin erst recht keine Chance, unter dreitausend Leidensgefährten irgendwie aufzufallen oder gar jemandes Herz zu gewinnen.

Einzig die freiwilligen Helfer, die am Wochenende ins Shelter gehen, um den Hunden das Leben dort wenigstens für kurze Zeit ein wenig erträglicher zu machen, sehen diese überaus liebe Hündin und ihr bitteres Los. Sie baten uns um Hilfe, um vielleicht doch noch ein Gnadenplätzchen für Kori zu finden.

Kori ist eine bedächtige und zurückhaltende Hündin. Stellt man sich auf sie ein, dann wagt sie es, zaghaft Kontakt aufzunehmen. Gern schaut sie sich ihr Gegenüber zunächst in aller Ruhe an und beginnt irgendwann damit, vorsichtig zu schnuppern – ein Zeichen dafür, dass das Eis ganz allmählich bricht. Ihre Betreuerin sagt, behutsame Gesten und ein sanfter Umgang tun Koris gebrochener Seele sichtlich gut. 


Kori bei einem kurzen Spaziergang an der Leine mit ihrer Betreuerin durch die Sheltergänge:


Das Video ist schon 3 Jahre alt, denn leider gibt es diese Möglichkeit für einen einzelnen Hund nur selten.

Für Kori suchen wir ein ruhiges Zuhause mit geregeltem Tagesablauf bei lieben und verständnisvollen Menschen, bereit sind, ohne große Erwartungen ihr Herz an einen dreizehnjährigen Hund zu verschenken. Ein netter und souveräner Hundefreund an ihrer Seite wäre für Kori eine große Hilfe, um sich im neuen Heim einzugewöhnen und in einem Leben zu orientieren, von dem sie bis dahin nicht einmal träumen durfte.

Kori verhält sich Menschen gegenüber freundlich und lässt sich gern von ihren Betreuern streicheln. Wenn sie sich für die betagte Hundedame entscheiden sollten, geben Sie ihr bitte Zeit, um Vertrauen zu Ihnen zu fassen. Mit ihren Artgenossen hat sich Kori stets gut vertragen. In all den vielen Jahren kam es von ihrer Seite niemals zu einem Zwischenfall. 


Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Für Kori suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.

Liebe Kori, aus tiefstem Herzen hoffe ich, dass es auch für Dich noch den einen Menschen gibt, bei dem Du Dich geborgen fühlen darfst und für den Du etwas ganz Besonderes bist.


Vermittlerkontakt/Fragen:

Daniela Bansche

Tel.: 05371-687266

eMail: d.bansche@gmail.com

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Lebenslichter 05.11.2022, 21.14 | (0/0) Kommentare | PL

Ein eigenes Körbchen für: Butch


Voller Liebe und Zuneigung für die Menschen,

die ihm so viel Schlimmes angetan haben!

Als Butch im Jahr 2011 geboren wurde, war er ganz sicher ein süßer, knuffiger kleiner Kerl. Tolpatschig, tappsig, wuschelig, neugierig - wie alle Welpen einfach nur zuckersüß.

Wir wissen nicht wo Butch geboren wurde, wie er aufwuchs.

Was wir wissen, ist, dass dieser wunderbare, freundliche und liebevolle Hund viele Jahre an der Kette auf einem Parkplatz sein Dasein fristen musste. Und wir wissen, dass man dem armen Butch seine Ohren direkt am Ansatz abgeschnitten hat; wohl um ihn furchterregender und respekteinflößender erscheinen zu lassen.Für uns ist es unfassbar, dass Menschen zu so etwas Schrecklichem in der Lage sind. Aber es ist geschehen.


Als man Butch dann nicht mehr brauchte, wurde er entsorgt und landete im Shelter Kozhuhovo in Russland. Das war im Jahr 2018. Seitdem wartet er hier darauf, dass SEINE Menschen ihn endlich entdecken und herausholen.

Und so unvorstellbar es sein mag, Butch hat trotz all dieser schlimmen Erlebnisse sein Vertrauen und seine Zuneigung zu den Menschen nicht verloren. Er zeigt sich im Shelter voller Freude und Liebe, sobald er seine Betreuer sieht. Er liebt den Kontakt, liebt seine Streicheleinheiten. Außerdem hat Butch gelernt, super gut an der Leine zu gehen. Gehorsam ist er auch. Die Betreuer lieben Butch für sein freundliches Wesen.

Butch hat es so sehr verdient, seinen Zwinger endlich hinter sich lassen zu können und zu erfahren, was es heißt, ein Zuhause zu haben. Menschen, die für ihn da sind, sich um ihn sorgen, ihn verwöhnen. Ein eigenes Körbchen, Liebe, Wärme und Geborgenheit.

Bitte, lasst den süßen Butch nicht länger warten. Wer möchte ihm einen Platz an seiner Seite schenken? Wer möchte Butch einen Platz in seinem Leben geben? Wer möchte Butch zeigen, dass das Leben auch schön sein kann? Lasst diesen Traumhund bitte nicht noch einen Winter im Shelter verbringen!


Butch wurde bereits geimpft, gechipt und kastriert und könnte schon bald auf die Reise gehen.

Wenn SEIN Mensch ihn endlich gesehen hat, werden wir alles uns Mögliche unternehmen, um Butch nach Hause zu bringen.

Wie all unsere Hunde wird Butch nur auf eine Endstelle vermittelt. Ob er sich mit Katzen verstehen würde, können wir leider nicht zuverlässig testen.

Über ernsthaftes Interesse freut sich die zuständige Vermittlerinnen. 

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Lebenslichter 05.11.2022, 21.14 | (0/0) Kommentare | PL

Mit allen Beinen fest in der Luft


CHERNOS

Rüde

 geb. 2012

65-68 cm Schulterhöhe

geimpft, gechipt, kastriert

 

Noch ist es nur ein Traum - aber irgendwo da draußen wartest du bestimmt auf mich.

Im Herbst 2018 kommt Chernos in das große Moskauer Shelter Kozhuhovo: eingeliefert von Hundefängern, ein großer, stattlicher Rüde, vollkommen abgemagert und mit einem in der Luft hängenden Bein.

Möglicherweise hat ihm die Ankunft im Shelter das Leben gerettet. Schnell kümmern sich die Betreuer um ihn und Chernos, der wohl schlimme Schmerzen erdulden musste, wird operiert: die Ärzte entfernen den Kopf des Oberschenkelknochens, damit Chernos wieder schmerzfrei auf allen vier Beinen laufen kann. 


Die vor der Operation gemachten Röntgenaufnahmen lassen dunkel erahnen, was in Chernos´ früherem Leben vorgefallen sein könnte. An seinem Hüftknochen befindet sich ein Metallimplantat, was darauf hinweist, dass er einmal zu jemandem gehörte.  Leider sind auf den Aufnahmen auch Pistolenkugeln in Chernos´ Körper zu sehen. Durchaus keine Seltenheit bei russischen Straßenhunden, wie wir wissen.

Chernos brauchte längere Zeit, bis er nach der Operation wieder beide Hinterläufe ohne Schmerzen belasten konnte. Heute merkt man ihm beim Laufen aber nichts mehr an. 


Der große, hübsche Hundemann ist ein absolut freundlicher Kerl, der noch nie in einen Streit mit seinen Artgenossen verwickelt war. Im großen Auslauf, ebenso wie in seinem beengten Zwinger, kommt er mit allen gut aus. Am meisten freut er sich jedoch auf seine Betreuer, ihnen vertraut er – denn sie geben ihm uns seinen Mitgefangenen einmal in der Woche für eine kurze Zeit, was jeder Hund nach Möglichkeit täglich bekommn sollte: viel Zuwendung, Aufmerksamkeit und Liebe.

Chernos geht bereits wunderbar gut an der Leine. Auch das Autofahren mit ihm geht völlig problemlos, er hat es während der vielen Arzt- und Klinikbesuche gelernt. 


Die Betreuer kümmern sich aufopfernd um ihre Schützlinge Hunde im Shelter. Sie geben buchstäblich ihr letztes Hemd für die Hunde. Tierarztbesuche und Operationen bezahlen sie meist aus eigener Tasche; was fehlt, wird durch Spenden finanziert. Der Shelterleitung ist das Wohl und Wehe der Tiere vollkommen egal, sie interessiert nur das Geld vom Staat. Um die Gewinnspanne möglichst hoch zu halten, wird oft sogar am Nötigsten (Futter, Säuberung der Zwinger) gespart.

Die Freiwilligen haben Chernos geholfen, wieder gesund zu werden; ein Zuhause konnten sie für den liebenswerten Hundebuben bis heute leider nicht finden. 


Chernos ist nicht mehr jung, aber er gehört doch noch nicht zum alten Eisen. Nur allzu gern möchte zu einem Menschen, einer Familie gehören und alles lernen, was es für ein richtigen Hund zu  wissen gibt.  Inzwischen verbringt er schon drei lange Jahre hinter hässlich-grünen Gittern in Gefangenschaft, Langeweile und Einsamkeit. Er sollte sein Leben dort nicht eines Tages vergessen und unbeweint beschließen, wenn es irgendwie geht.

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".

Für Chernos suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.

Hier einige Videos zum besseren Kennenlernen von Chernos:






Vermittlerkontakt/Fragen:

 Ulrike Worringer

Tel.: 0171-1817071

eMail: Ulrike.worringer@procanes.org

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Lebenslichter 05.11.2022, 13.23 | (0/0) Kommentare | PL

Sie hat nie etwas verkehrt gemacht: Sheila


SHEILA

 Hündin

50 cm Schulterhöhe

geb. ca. 2017

Zwingernummer: B 216

geimpft, gechipt, kastriert

 

Sheila hielt bereits im Alter von nur wenigen Wochen ihren Einzug ins riesige Shelter Kozhuhovo. Viel zu früh von Mutter und Geschwistern getrennt, musste dieser Ort für so ein winziges Hundebaby einfach nur furchterregend sein.

Trotzdem wuchs Sheila zu einer hübschen Junghündin heran und hat sich mit den Gegebenheiten dort abgefunden. Sie hält dieses Leben für normal, da sie noch nie etwas anderes kennengelernt hat. Aber jahrein, jahraus mit mehreren anderen auf engstem Raum zusammengesperrt sein, ohne Ansprache, mit hässlich-grünen Gitterstäben als einziger Aussicht, ist für keinen Hund normal. Und doch bedeutet es den traurigen Alltag von rund 3.000 vergessenen Seelen allein in diesem Shelter – einem von zehn derselben Art rings um Moskau.


Die freiwilligen Betreuer, denen es erlaubt ist, für eine Stunde in der Woche das Shelter zu besuchen und sich um die Hunde zu kümmern, beschreiben Sheila als den Menschen gegenüber besonders freundlich und nett. Die agile Hündin liebt die seltenen Spaziergänge und gerät vor Begeisterung jedes Mal völlig aus dem Häuschen, wenn sich ihre Zwingertür öffnet und sie sich im Auslauf die vom vielen Liegen steif gewordenen Beine vertreten darf. Leider währt dieses Glück nur kurz; dann heißt es für die bewegungsfreudige Sheila und all die anderen zurückkehren in ihr enges, ungemütliches Zwingerloch und wieder 167 Stunden warten, warten, warten…


Das harte Shelterdasein hat Sheila gelehrt, dass man kämpfen und sich durchsetzen muss, wenn man überleben und wenigstens ein bisschen menschliche Aufmerksamkeit erhaschen will. So kehrt sie im Auslauf gern die Chefin heraus und versucht, sogar die größeren und stärkeren Hunde in ihre Schranken zu weisen – auch wenn sie dabei manchmal selbst den Kürzeren zieht. Daher würde sich dieses besondere Hundemädchen über ein Zuhause freuen, in welchem es ein Leben als vierbeiniges Einzelkind genießen darf; ohne Angst haben zu müssen, dass ein anderer Hund ihr die Liebe und Zuwendung 'ihres' Menschen streitig macht.

Vielleicht möchten ja gerade Sie der jungen Sheila, die nie etwas verkehrt gemacht hat - die nur das Pech hatte, im falschen Land zur Welt gekommen zu sein -, an Ihrer Seite dieses schöne Leben bieten? Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen versichern, dass Sie unweigerlich mit lebenslanger Treue, Dankbarkeit und bedingungsloser Liebe belohnt werden!

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Lebenslichter 05.11.2022, 13.22 | (0/0) Kommentare | PL

Ein bisschen Wärme für: Monya


MONYA

Hündin

45 cm Schulterhöhe

geb. ca. 2014

Zwingernummer: B 219

sucht ein Zuhause auf Lebenszeit

 

Monya wurde 2014 in ein Leben hinein geboren, das im Grunde keinen Platz für sie hatte. Da gab es niemanden, der sich über ihre Ankunft gefreut, anständiges Futter und ein weiches Bettchen für sie bereitgehalten – sie vor allem aber mit Liebe und Fürsorge umgeben hätte. Stattdessen musste sich das Welplein allein in der großen, kalten, gleichgültigen Welt zurechtfinden und irgendwie durchschlagen. Es dauerte jedoch nicht lange, da schrumpfte diese Welt zusammen: Das winzige Hundekind wurde eingefangen und im Oktober ihres Geburtsjahres ins Shelter Kozhuhovo gebracht.

Glück oder Unglück? Wir meinen, es war von beidem ein bisschen. Zwar blieb die Welt für Monya weiterhin gleichgültig und kalt; in dem riesigen Tierheim (welches den Namen kaum verdient) interessiert sich keiner für das Schicksal eines einzelnen Hündchens. Aber zu ihrem Glück zog Monya noch vor Winterbeginn in das Shelter ein. Denn russische Winter sind nicht nur bitterkalt, sie dehnen sich auch endlos lang. Monya hätte diese unbarmherzige Jahreszeit, im Freien auf sich selbst gestellt, niemals überlebt.


So befand sie sich sie vorerst in Sicherheit – und bestimmt würde schon bald ein schönes Zuhause für sie gefunden werden, süß und niedlich, wie sie war! Jedoch leider weit gefehlt. Menschen gingen an ihrem Zwinger vorbei, aber niemand schenkte ihr Beachtung oder würdigte sie gar eines zweiten Blickes. Monya gehört mit ihren kurzen Beinchen zu den eher kleinen Hunden im Shelter; das macht es für sie noch schwieriger, gesehen zu werden. In der Masse der meist viel größeren Hunde geht sie schlicht und einfach unter, und so sitzt sie noch immer wartend und traurig hinter Gittern.

Dabei hat Monya sich im Laufe der Zeit zu einer durchaus hübschen, vor allem aber äußerst lieben und freundlichen Hündin entwickelt, die den Menschen sehr zugetan ist. Sie zeigt sich aufgeschlossen und lernwillig und ist eine der wenigen im Shelter, die mit einem Ball oder anderem, von den Betreuern spendierten Hundespielzeug etwas anzufangen wissen. Halsband und Geschirr hat sie bereits kennengelernt und läuft bei kurzen Spaziergängen auf dem Sheltergelände artig an der Leine. Auch ihren Artgenossen gegenüber zeigt sie sich kameradschaftlich und nutzt die wenige Zeit im Freilauf zu ausgiebigem Toben und Spielen.


Manchmal bringen die Freiwilligen sogar ihre Kinder mit ins Shelter. Das finde ich persönlich ganz besonders schön; denn in einem Land, in welchem die Tiere generell auf der Werteskala  zuunterst stehen und Hunde höchstens als schmückendes Accessoire etwas gelten (allerdings nur, solange sie klein und niedlich sind) – in einem solchen Land ist es so wichtig, der nächsten Generation ein Gefühl dafür zu vermitteln, dass auch die Tiere eine Seele haben, Schmerz und Freude empfinden wie wir und unser Leben um vieles bereichern können. Nur wenn das gelingt, wird sich irgendwann vielleicht für unsere tierischen Brüder und Schwestern etwas zum Besseren hin verändern.

Die zutrauliche Monya freut sich jedes Mal wie eine Schneekönigin über den Besuch der Kinder. Sie lässt sich gern von ihnen streicheln, tollt mit ihnen herum und nimmt die mitgebrachten Leckerchen stets äußerst behutsam und vorsichtig aus den kleinen Händen entgegen.

Liebe, kleine Monya! Mit 7 Jahren bist Du immer noch jung genug, um all das zu lernen, was ein Hund wissen und können sollte, was Dir jedoch bisher verschlossen blieb. Ich wünsche Dir innigst, dass Dich schon bald die Glücksfee küsst und Du entdeckt wirst von netten Menschen, die Deinen goldenen Charakter zu schätzen wissen, die in Dir ihren Traumhund sehen und Dich in ihrem Leben willkommen heißen!

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Lebenslichter 05.11.2022, 13.22 | (0/0) Kommentare | PL

Vertrauen ist alles!


REKSIK

Rüde

60 cm Schulterhöhe

geb. ca. 2006

geimpft, gechipt, kastriert

Zwingernummer: B 259

Bereits seit Ende 2011 lebt Reksik nun schon im russischen Shelter „Kozhuhovo“. Über seine Vergangenheit wissen wir leider nichts, da er als Fundhund hierher kam.

Damals noch in der Blüte seiner Hundejahre, ist er heute betagt; einer von so vielen, die in dem riesigen Hundegefängnis zum Senior wurden. In der Vermittlung haben wir ihn seit 2018 – erst da fiel er den Betreuern auf, so lange ging er in der grauen Masse der vielen armen Seelen einfach unter.


Dabei zeigt sich Reksik als ausgesprochen lieber und freundlicher Hund, der sich bestens mit seinen Artgenossen versteht. Leider ist die Zeit im Auslauf, die er in Gesellschaft seiner Schicksalsgefährten verbringen darf, äußerst begrenzt. Nur eine kurze, selige Stunde in der Woche - dann schließt sich die Zwingertür wieder hinter ihm und das Werten, die Einsamkeit und Langeweile beginnen von vorn.


Bei fremden Menschen hält sich ist Reksik erst einmal zurück. Sobald er jedoch Vertrauen gefasst hat, blüht er förmlich auf. Er liebt Streicheleinheiten und geht mit den Betreuern sogar brav ein Stücken an der Leine durch die Sheltergänge spazieren.


Die Chance, in Russland für ihn noch ein Zuhause zu finden geht gegen Null; hier sind nur junge und äußerlich besonders attraktive Hunde gefragt. Aber bekanntlich liegt Schönheit ja im Auge des Betrachters und überhaupt sieht man mit dem Herzen immer noch am besten. Darum hoffen wir, dass wir hier in Deutschland diesen besonderen Menschen für Reksik finden, der einem alten, traurigen Hund ein behagliches Zuhause geben möchte, in dem er am Ende seines Weges noch einmal erfährt, was Liebe ist und irgendwann auf einem weichen, warmen Kissen für immer einschlafen darf.


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Lebenslichter 05.11.2022, 13.22 | (0/0) Kommentare | PL

Veilleicht nicht so musikalisch, aber...


BRITNEY

Hündin

50 cm Schulterhöhe

geb. ca. Mai 2014

Zwingernummer: A 7

geimpft, gechipt, kastriert

 

Wäre Britney gefragt worden, so hätte sie sicher darum gebeten, lieber nicht in eine Welt hineingeboren zu werden, in der es für Hunde wie sie praktisch keine Chance gibt.

Sie und ihre Schwester Jenny kamen bereits als zuckersüße Welpen in das molochartige Shelter Kozhuhovo. Seitdem fristen sie dort mit 3000 weiteren Leidensgenossen ihr trauriges Dasein, denn in Russland selbst ist es fast aussichtslos, für sie ein schönes Zuhause zu finden.


Britney kann nur noch hoffen – dass sie in der unübersehbaren Masse an Hunden nicht sang- und klanglos untergeht; dass es irgendwo in der Welt einen Menschen für sie gibt, der sie sieht und ihr eine Heimat schenken will.

Anders als ihre Schwester hat Britney sich nicht zu einer starken, selbstsicheren Hündin entwickelt. Zwar freut sie sich über die wöchentlichen Besucher der Betreuer, die ihr wenigstens etwas Abwechslung und Ansprache bieten. Sie hat wohl auch zu dem einen oder anderen von ihnen Vertrauen gefasst, aber ihre Ängstlichkeit und Schüchternheit hat sie bis heute nicht völlig ablegen können. Viel zu selten hat sie ja Kontakt zu den Menschen und viel zu kurz ist jedes Mal die Zeit, die sie in ihrer Gesellschaft verbringen darf.


Britney fällt das Leben im Shelter furchtbar schwer. Sie leidet unter der ständigen Einsamkeit, Langeweile und Isolation. Was ihr fehlt, sind Geborgenheit, Sicherheit und Liebe an der Seite ihres eigenen Menschen, ihrer eigenen Familie. Sie braucht dringend ein Zuhause in dem sie in Ruhe ankommen, sich behütet fühlen und glücklich alt werden darf.


Ein freundlicher, souveräner Hundekumpel im neuen Zuhause wäre für Britney eine große Hilfe, um alles das zu lernen, was ein Hund so kann und darf. Denn bisher kennt sie kaum etwas anderes, als das Laufen an der Leine und das Zusammenleben mit Artgenossen. Aber sie ist äußerst lieb, lernwillig und bereift schnell, was man von ihr möchte. Wenn man ihr nur ein wenig Zeit lässt, um sich zurechtzufinden und geduldig mit ihr übt, wird sie sich schon bald zu einer wundervollen Familienhündin und treuen Begleiterin entwickeln!

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Lebenslichter 05.11.2022, 13.21 | (0/0) Kommentare | PL

Wer, sagt Ihr, stirbt zuletzt?


GUINNESS

Rüde, ca. 2012 geboren

und etwa 55 cm groß

freundlich, sozial, ein bisschen unsicher, aber neugierig

 

Schau nur, da meine Hütte - darin sollen „LIEBE UND HOFFNUNG“ wohnen.

Mitleidige Menschen haben sie mir irgendwann einmal geschenkt und liebevoll angemalt. Sie möge mir Glück bringen, sagten sie, und ich solle niemals die Hoffnung aufgeben. Solch ein hübscher und freundlicher Schatz wie ich würde ganz bestimmt auch einmal die Liebe und Fürsorge einer eigenen Familie erfahren. 


Nun gut, also warte ich hier und hoffe – keine Ahnung, wie lange schon. Ich weiß auch nicht, wie lange ich noch warten muss oder hoffen darf. Allmählich werde ich alt, meine Knochen beginnen zu schmerzen und steif zu werden durch die ewige Kälte und Nässe hier in diesem Sumpf. Ich fürchte mich davor, denn meine Chancen werden mit jedem Jahr geringer, doch noch ein Zuhause zu finden. Vielleicht verhungere oder erfriere ich vorher, oder werde von den jüngeren und stärkeren Hunden totgebissen. Dann hätte das vergebliche Warten auf einen lieben Menschen ein Ende. 


Wenn mich doch jemand liebgewinnen könnte und mich zu sich holen würde aus diesem elenden Rattenloch in sein warmes, behagliches Heim! Dann wäre meine Hütte frei für eine andere arme Seele, bis auch sie vielleicht einen gütigen Menschen findet. 


Gönn mir doch nur einen Blick – und dann sag, dass ich zu dir kommen darf. Mein Köfferchen wäre schnell gepackt, ich nenne ja nichts mein eigen. Du musst dafür nur eine kurze Nachricht schreiben an:

Bianca Raabe

Nadine Decker

oder

Andrea Sbrisny von

 

SAVING ANGELS DEUTSCHLAND e.V.

Sämtliche Auflagen werden vor der Ausreise getätigt.

Shelterfellchen suchen ein Zuhause oder Zwingerpaten

Lebenslichter 05.11.2022, 13.21 | (0/0) Kommentare | PL

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Worum es geht:



Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.







"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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MEIN LEITSPRUCH:


Sei dankbar für das Gute in deinem Leben 

und denke auch ans Teilen


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.



Über mich

Geboren vor 67 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


Einige Beiträge dieses Blogs enthalten

kostenfreie, unbestellte Werbung

durch Bilder, Namensnennung

und/oder Verlinkung,

welche meinen persönlichen

Geschmack wiedergeben

und KEINE Kaufempfehlung darstellen!



"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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Träumen wir gemeinsam
von einer besseren Welt...


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