Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Hunde

War´s das?


https://tierschutz-miteinander.de/

Seit 9 langen Jahren ist Mishuta im Shelter. Dort ist er alt geworden - ohne jemals gelebt zu haben. Seine Zwingernachbarn aus dem Jahr 2011 sind schon lange nicht mehr da. Fast alle haben ein Zuhause gefunden.

Lange Jahre voller Entbehrungen und Einsamkeit liegen hinter ihm, doch aufgegeben hat Misuhta in dieser Zeit nie. Tapfer hat er die Zeit ertragen, auch wenn es bestimmt nicht einfach war. Viele heiße Sommer und viele eiskalte Winter hat er fast ausschließlich auf 3 qm zugebracht. Seine Betreuer, die er 1x in der Woche sieht, sind wohl das Einzige, worüber er sich je gefreut hat.

Seine Augen sind mittlerweile müde und strahlen eine Traurigkeit aus – fast so, als wüsste er, dass er das Shelter wohl niemals mehr verlassen wird.


Soll das sein ganzes Leben gewesen sein?

Mishuta ist ein bescheidener und zurückhaltender Rüde. Obwohl die Streicheleinheiten sehr beschränkt sind, wartet er in 2. Reihe darauf, dass eine Hand auch ihn erreicht. Er geht jedem Streit mit anderen Hunden aus dem Weg und schaut ihnen lieber aus einiger Entfernung zu.

Bei Fremden ist Mishuta am Anfang vorsichtig – wer will es ihm verdenken, hat er doch so gut wie keinen Kontakt, kennt er doch nichts außer eine Welt hinter Gitterstäben.

Seine Chancen noch einmal ein eigenes Zuhause zu finden, stehen nicht sonderlich gut – er ist nur einer von 3.000 Hunden und dazu noch alt und schwarz.

Doch wir hoffen darauf, dass wir hier für Mishuta ein Zuhause finden. Er soll nicht seine restliche Zeit eingesperrt warten müssen, um dann irgendwann den letzten Weg allein zu gehen.

Unser Wunsch für Mishuta ist eine liebe, ruhige Familie, die ihm die Chance seines Lebens ermöglicht. Menschen, die ihn mit Geduld und Verständnis in eine ihm unbekannte Welt führen, die ihn in Ruhe ankommen lassen und sein Leben so schön wie möglich machen.

Mishuta ist geimpft, gechipt und kastriert. Wir wissen, dass es nicht einfach wird, Menschen für einen alten, schwarzen Hund zu finden. Jedoch ist es die einzige Chance, die Mishuta hat.

Bei ernsthaftem Interesse freut sich Mishutas Vermittlerin Claudia Peters auf Ihre Nachricht.

eMail: c.peters@tierschutz-miteinander.de
Telefon: 05363-989350
Mobil: 0160-93286787

Lebenslichter 22.09.2020, 18.17 | (0/0) Kommentare | PL

Aus dem Schatzkästchen: Allerlei Viecherei

Wir Hauptstädter sind ja einigen Kummer gewöhnt, wenn es um Dauerbaustellen, kratergroße Schlaglöcher und komplizierte Umleitungen geht. Der tägliche Weg zur Arbeit und wieder nach Hause wird dabei zum Abenteuerparcours, und die Verkehrsmeldungen im Radio übertreffen an Länge oft jede Haushaltsdebatte des Bundeskabinetts.

Ein Hindernis der ganz anderen Art legte am Freitagmorgen den Verkehr auf der AVUS (einem Teil der Berliner Stadtautobahn) lahm und sorgte für einen kilometerlangen Stau. Da stand nämlich ein Pferd – nein, diesmal nicht auf dem Flur, sondern mitten auf der rechten Fahrbahnseite. Der Braune war aus einem anliegenden Reitstall entwischt und wollte anscheinend nur so zum Spaß testen, wer im morgendlichen Berufsverkehr wohl schneller voran käme – er mit seiner einen Pferdestärke oder neben ihm der nachtschwarze Porsche mit mindestens 300 PS unter der Motorhaube. Wären, wie in England üblich, Wetten abgeschlossen worden, so hätten diejenigen, die auf den Gaul gesetzt hätten, sogar bei geringem Einsatz ein kleines Vermögen gewonnen.

Wie es hieß, nahmen die meisten Autofahrer es gelassen. Allerlei Rindviecher (zum Beispiel Hornochsen, dumme Kühe) gehören hier und andernorts ja schon lange zum Straßenbild, da bietet so ein Ross eine willkommene Abwechslung.

Damit nicht genug: Ausgerechnet am Siebenschläfertag regnete es bereits seit morgens junge Katzen und Hunde, und seitdem kommen täglich neue Würfe. Zu allem Überfluss verwandelt ein Maulwurf mit seiner Sippschaft das, was Wendy und Barny von unserem Rasen übriggelassen haben, endgültig in ein wüstes Minenfeld. Da bleibt einem selbst als Berliner, deren Tierliebe bekanntermaßen sprichwörtlich ist, nur noch die Vogel-Strauß-Taktik: den Kopf in den märkischen Sand oder am besten gleich unter die heimische Bettdecke stecken.


BEITRAG VOM 15. JULI 2012

Lebenslichter 18.08.2020, 20.55 | (0/0) Kommentare | PL

Die unterschätzte Gefahr

Eigentlich möchte man nicht viel einkaufen, drei Minuten müssten reichen: Schnell ins Geschäft, nach einer Packung Salz, einem Kilogramm Zucker und einem Glas Gurken greifen und zur Kasse hasten, denn schließlich wartet der Hund vor dem Eingang.

TASSO warnt davor, Hunde vor dem Geschäft angeleint warten zu lassen

Immer wieder erreichen die Mitarbeiter der TASSO-Notrufzentrale Meldungen, dass Hunde, die für einen kurzen Moment vor dem Laden angeleint wurden, verschwunden sind. „Das ist eine stark unterschätzte Gefahr“, erklärt TASSO-Leiter Philip McCreight, der sich seit über 30 Jahren für die Rückvermittlung verschwundener Tiere einsetzt. Hundehalter, die ihr Tier vor Geschäften anleinen, gehen dabei gleich drei Risiken ein. So kann der geliebte Vierbeiner gestohlen werden; Kriminelle können die Situation beobachten und blitzschnell zuschlagen. Der Hund ist in den allermeisten Fällen unwiederbringlich weg. Auch muss man sich bewusst machen, dass es viele Hundehasser gibt, die dem Hund unbemerkt einen Giftköder anbieten können. Hat der Hund nicht gelernt, Futter von Fremden abzulehnen, kann ein dreiminütiger Einkauf das Tier unter Umständen sein Leben kosten. Zuletzt muss man auch immer davon ausgehen, dass der angeleinte Hund von Passanten bedrängt werden kann. Da die Länge der Leine keine ausreichende Rückzugsmöglichkeit bietet, kann es passieren, dass er aus Angst zuschnappt und so eine unnötige Konfliktsituation losgetreten wird.

Vor Geschäften angeleinte Hunde können zudem auch selbst als Gefahr wahrgenommen werden: Für Menschen, die Angst vor Hunden haben, kann das Betreten eines Geschäftes, dessen Eingangstür scheinbar von einem Hund bewacht wird, zur stressigen und vielleicht sogar unmöglichen Herausforderung werden.

TASSO empfiehlt: Nehmen Sie Rücksicht auf die Sicherheit Ihres Hundes und auf Ihre Mitmenschen. Sofern es die Wetterbedingungen zulassen, kann der Hund einen kurzen Zeitraum im Auto warten. Am besten ist der Hund jedoch immer zu Hause aufgehoben.

©TASSO e.V.

*********************

Anmerkung: Es kommt noch etwas hinzu: Wenn mehrere Hunde, die sich untereinander nicht kennen, gleichzeitig vor dem Laden angebunden sind, kann es leicht zu lautstarken Auseinandersetzungen oder sogar Beißereien kommen - einfach deshalb, weil die ansonsten friedliebenden Tiere "Frust schieben". Man hat sie dort zurückgelassen und ist allein in den Laden gegangen, aus dem es obendrein auch noch verlockend riecht. Sowas geht ja mal gar nicht!

Manche Hundehalter behaupten allerdings, ihr Vierbeiner würde ums Verrecken nicht allein zu Hause bleiben. Das kann man aber üben. Unsere Holly war so eine Hündin. Kaum waren wir aus dem Haus und hatten die Tür hinter uns zugemacht, fing sie an, herzzerreißend zu jaulen. Dabei handelte es sich um nichts anderes als pure Verlassensangst, denn die Süße war als Fundhund ins Tierheim gekommen, sprich: Sie wurde ausgesetzt. Wir haben es dann so mit ihr trainiert: Rausgehen - Tür zu - Holly jault - wir Tür auf und zurück ins Haus - Holly fürs Aufpassen loben.

Wir haben mit einer halben Minute begonnen und es nach relativ kurzer Zeit geschafft, sie bis zu drei Stunden allein zu lassen, ohne die gesamte Nachbarschaft durch Hundis "Sirenengeheul" in höchste Alarmbereitschaft zu versetzen. Dass wir beim Nachhausekommen die Betten neu gemacht, einen vormals glatten Teppich mit Fransen versehen (siehe Foto) und einmal sogar zwei frischgebackene Kuchen, die ich leichtsinnigerweise offen auf dem Küchentisch hatte stehen lassen, halb aufgefressen vorfanden, gehört eigentlich nicht hierher...

******************

HOLLY


Nach ihrer "Verzweiflungstat" war es dann i h r Teppich...

Lebenslichter 17.08.2020, 16.33 | (0/0) Kommentare | PL

Aus dem Schatzkästchen: Summer in Dog City

  AHOI!

Liebe Leute, nu isser da, der Sommer, und das gleich volle Kanne. Noch gar nicht lange her, da hat Frauchen abends die Heizung aufgedreht, jetzt möchte sie ihre Füße am liebsten die ganze Zeit in Eiswasser halten. Dabei liebt sie die Wärme, lebt erst bei sommerlichen Temperaturen voll auf; aber 34 Grad und mehr gehen selbst ihr zu weit. Natürlich setzt uns Hunden die Hitze besonders zu. Wir regulieren unseren Wärmehaushalt ja über die Zunge; darum hecheln wir momentan, als müssten wir Fünflinge zur Welt bringen. Transferieren, oder wie das heißt, also schwitzen können wir nur ganz wenig über unsere Pfoten. Die Großen haben uns extra einen Pool aufgestellt, in den wir zu Erfrischung springen sollen. Unsere Begeisterung hält sich allerdings in Grenzen. Was ich vom nassen Element halte, erkennt Ihr unschwer auf den folgenden Bildern:


Wie komme ich mit trockenen Pfoten an den Ball?
Mal sehen, vielleicht klappt´s ja mit Hypnose...

************


Das war wohl nix. Na schön, wat mut, dat mut...

************


Igitt... ist das nass!

************


Komm schon, du blödes Ding...

************


Jetzt aber bloß raus hier!

Die Aufnahmen stammen aus dem vergangenen Jahr, aber meine Einstellung bleibt immer noch dieselbe. Nelly ist so wasserscheu, dass man sie glatt für eine verkleidete Katze halten könnte. Frauchen hat sie kurzerhand hochgehoben und einfach ins Becken gesetzt. Dabei hat sie ihr ins Ohr geflötet, wie herrlich erquickend das doch sei. Da stand unsere Kleene nun zitternd im Wasser, genau zehn Sekunden lang; aber kaum hatte Frauchen sie losgelassen, - zack! -, war sie auch schon wieder draußen und flüchtete sich unters nächstbeste Gebüsch. Bobby macht sich auch nichts aus der Planscherei, er hält den Pool eher für einen überdimensionalen Trinknapf. Stattdessen macht er aus unserem Garten nach und nach eine Art Kraterlandschaft: Überall gräbt er sich Kuhlen, weil er hofft, in den Erdmulden eine Abkühlung zu finden. Chef kam auf die Idee, die Löcher voll Wasser laufen zu lassen. Wenn das versickert ist, fühlt sich die Erde tatsächlich für kurze Zeit etwas kühler an; so wird dem Dicken wenigstens ein bisschen Erleichterung verschafft.

Vorhin hat es hier mächtig gedonnert und geblitzt. Bobby schlief seelenruhig weiter, er hört ja nur noch schwer. Unser Püppchen verkroch sich vor Angst unter Fraules Schreibtisch, und ich bellte so aufgeregt, als hätten wir schon wieder Silvester. Daran könnt Ihr sehen, dass es mir ganz allmählich besser geht; inzwischen habe ich auch wieder angefangen, kleine Portionen zu fressen. Die Großen atmen leise auf - vorsichtigen Optimismus nennt Frauchen das. Mehr darüber erzähle ich Euch beim nächsten Mal. 

Also dann, gute Nacht oder vielmehr guten Morgähn.

Macht´s gut, Nachbarn!
Euer Barny

Lebenslichter 12.08.2020, 02.15 | (0/0) Kommentare | PL

Aus dem Schatzkästchen: Was kann der Bobby denn dafür, dass er so schön ist?

Was sagen Sie? Der Knabe in dem Lied heißt Sigismund? Ja, ich weiß, und für meinen Geschmack ist das ein reichlich alberner Name. Außerdem liegt Schönheit immer im Auge des Betrachters, und so mancher hat ein Gesicht, das nur seine Mutter lieben kann. Aber unseren Bobby finde ich richtig hübsch mit seinem einen Auge, der demolierten Schnauze, dem gespaltenen Ohr und den verkrüppelten Vorderbeinen. Sein weiches, weißes Fell mit den lustigen Kuhflecken hat es mir angetan, und wenn er mir manchmal zublinzelt, kommt er mir direkt verwegen vor. Dabei ist er alles andere als das. Statt auszuteilen steckt er lieber ein, möchte es jedem recht machen und niemandem im Wege sein. Ein echter Seelenhund!

Halten Sie mich bitte nicht für flatterhaft. Ich liebe Barny nach wie vor heiß und innig. Sein Herz ist aus purem Gold; er hat mich hier mit offenen Pfoten aufgenommen und ganz schnell heimisch werden lassen. Dafür werde ich ihm ewig dankbar sein. Obendrein besitzt er sehr viel Charme, trotz seiner manchmal etwas ruppigen Art. Aber Bobby ist eben ganz anders, eher ein Hund zum Anlehnen, und das gefällt mir gut. Übrigens, wer sagt denn, dass man nicht zwei lieben kann? Rein platonisch, wohlgemerkt, zu etwas anderem reicht´s beim Böbchen ohnehin nicht mehr. Jedenfalls hat er bisher meine sämtlichen Flirtversuche höflich, aber doch entschieden zurückgewiesen. Dabei dachte ich, Männer wollen immer… Frauchen sagt, das liegt am Alter, er ist dankbar, wenn man ihm seinen Frieden lässt. Den hat er sich auch verdient nach allem, was er durchmachen musste. Ich fühle mich trotzdem hundewohl mit meinen beiden Jungs und bin, wie Lucylectric (noch so ein komischer Name) froh, "dass ich´n Mähähädchen bin"!

Also dann, auf Wiederlesen.

Haben Sie es fein!
Ihre Nelly


Sie sehen, meine Männer liegen mir zu Füßen!

Lebenslichter 07.08.2020, 14.48 | (0/0) Kommentare | PL

Ein kleines Licht für: Patrick



Lieber Patrick!

Bereits als junger Rüde kamst Du ins riesige Shelter "Kozhuhovo". Du landetest mit knapp einem Jahr von den weiten Straßen Moskaus in dem kleinen, engen Zwinger, in dem Du bis heute sitzt. Ein schlechter Tausch – Freiheit, wenn auch eine gefährliche, gegen kalte Gitterstäbe und Enge.

Und hier lebst Du seit 2017. Ungesehen von den Besuchern des Shelters. Deine Betreuer aber können dies gar nicht verstehen. Denn Du bist ein lebensfroher und freundlicher Rüde. In der kurzen Zeit mit Deinen Betreuern genießt Du die Streicheleinheiten, genießt die kleine Freiheit im Auslauf des Shelters.

Und nach nur einer Stunde in der Woche in der "gestohlenen Freiheit" geht es dann für Dich zurück in Deinen winzigen Zwinger. Zurück in die Traurigkeit und Kälte des Shelters.

Wie sehr würden sich Deine Betreuer ein eigenes Zuhause für Dich wünschen. Aber in Moskau ist dies fast unmöglich, bist Du doch nur ein gewöhnlicher Mischling. Ein Mischling, der nichts falsch gemacht hat und einfach nur versucht, bei den Menschen zu sein und sich seine Fröhlichkeit zu bewahren.


Aber vielleicht wirst Du ja hier gesehen. Vielleicht schaust Du genau hier Deinen Menschen ins Herz. Menschen, die Dir die Welt zeigen. Die mit Dir durch die Felder streifen und Dich die Zeit hinter Gittern vergessen lassen. Eine eigene Familie mit einem eigenen Körbchen!

************************

Patrick ist ein 47 cm großer (Schulterhöhe) Mischlingsrüde, der ca. 2016 geboren wurde. Er ist kastriert, gechipt und geimpft und könnte schon bald der Trostlosigkeit des Shelters für immer den Rücken kehren. Patrick geht gut an der Leine und liebt es, in der Nähe der Menschen zu sein, braucht aber eine kurze Eingewöhnungszeit bei Fremden. Mit anderen Hunden ist Patrick verträglich, daher darf in seinem neuen Zuhause gern schon ein Ersthund leben.

Ob Patrick sich mit Katzen verstehen würde, können wir leider nicht mit Gewissheit sagen. Auch nicht, wie er auf kleine Kinder reagiert. Wobei seine Betreuer aber glauben, dass er kein Problem mit Katzen und Kindern hätte.

Bitte haben Sie auch Verständnis dafür, dass wir für Patrick ausschließlich eine Endstelle suchen.

Seine Vermittlerin Diana Rinke würde sich über ernstgemeinte Anfragen freuen!

eMail: d.rinke@tierschutz-miteinander.de
Mobil: 0717-1406060

https://tierschutz-miteinander.de/

Lebenslichter 06.08.2020, 16.43 | (0/0) Kommentare | PL

Aus dem Schatzkästchen: Versuch macht klug

 

Ja, da sind wir so langsam wirklich am Verzweifeln. Böbchens Verdauung will einfach nicht besser werden. Seit er bei uns ist, hat er damit Probleme. Das heißt, vorher hatte er sie mit Sicherheit auch schon, es ist nur niemandem aufgefallen. Seiner Pflegemama kann man keine Vorwürfe machen, bei einem Dutzend Schützlinge ist es praktisch unmöglich, jede einzelne Hinterlassenschaft genau zuzuordnen. Außerdem fehlt es natürlich am Geld für regelmäßige Tierarztbesuche.

Wir haben inzwischen alles durch: Diverse Laboruntersuchungen, Röntgen, Ultraschall. Traurig, aber wahr: Abgesehen von seinen falsch zusammengewachsenen Knochen, seiner schweren Arthrose und der Kugel in der Schulter sind auch seine Organe in Mitleidenschaft gezogen. Besonders betroffen sind Magen, Darm, Lunge und Niere. Kein Wunder, wenn man sich, wie der Süße, mehr als zehn Jahre lang vermutlich nur von Abfällen ernährt hat. Zum Glück ist das alles nicht lebensbedrohlich, bereitet aber doch Probleme. Wir haben es mit Dosenfutter und Trockennahrung versucht, mit Ausschlussfütterung (das heißt mit nur einer Proteinquelle und getreidefrei), mit selbst zubereitetem Fressen und zum Schluss sogar mit Babynahrung. Es war immer dasselbe, wenig zufriedenstellende Resultat. Nun hat uns die Tierärztin Barfen als letzten Rettungsanker vorgeschlagen. Barfen steht für „Biologisch artgerecht roh füttern“. Es gibt also ausschließlich rohes Fleisch zu futtern. Klingt im Grunde vernünftig; der Hund stammt schließlich vom Wolf ab, und der findet in der freien Wildbahn garantiert keine vorgekochte (manchmal möchte man fast sagen vorgekaute) Nahrung.

Übers Internet haben wir also Fleisch bestellt, das heute tiefgefroren bei uns ankam. Ein paar Dinge muss man beim Rohfüttern beachten, vor allem Hygiene ist oberstes Gebot. Und wenn es mit der Umstellung klappt, braucht der Hund langfristig einiges an Zusätzen – Obst oder Gemüse, einzelne Mineralstoffe und gutes Öl. Aber in den ersten Tagen gibt es nichts anderes als Fleisch.

Heute haben wir bei Bobby nun den Versuch gestartet. Eins kann ich schon sagen, ihm schmeckt´s! So schnell hatte er seinen Napf noch nie leergeputzt. Dann stand er daneben und sah mich erwartungsvoll an, als wollte er fragen: „“Hör mal, diese Miniportion, war das schon alles?“ Ja, mein Guter, für den Anfang war es das. Wir müssen erst mal sehen, ob du es verträgst. Wie sagte schon unser Altkanzler Dr. Helmut Kohl: „Wichtig ist, was hinten rauskommt.“ Wo er recht hatte, da hatte er recht. Das Ergebnis werden wir dann morgen sehen.

Nelly und Barny zeigen sich ebenfalls am Neuen interessiert. Bei Nelly verwundert das nicht, sie frisst wirklich alles. Barny gibt sich da schon wählerischer. Mal sehen, vielleicht stellen wir das Futter für die Beiden ebenfalls um, dann ist es ein Aufwaschen und gesünder ist es womöglich auch.

Also dann, gute Nacht und auf Wiederlesen.

Lassen Sie sich´s gut gehen!
Frauchen


Unser liebes Böbchen -

hoffentlich geht´s Dir gut im Regenbogenland!

Lebenslichter 06.08.2020, 16.14 | (0/0) Kommentare | PL

Ein neues Leben für: Grigoryi?


https://tierschutz-miteinander.de/

Grigoryi ist ein Fundtier. Über seine Vorgeschichte und auch wie lange er bereits im Shelter "Kozhuhovo" in Moskau lebt, können wir nichts sagen. Erste Aufzeichnungen über den hübschen Rüden sind jedoch aus 2012 zu finden. So hat Grigoriy mindestens 8 Jahre Shelterleben hinter sich.

Grigoryi wird von seinen Betreuern als sanfte und freundliche Fellnase beschrieben. Fremden gegenüber verhält er sich anfangs etwas schüchtern und zurückhaltend. Merkt er jedoch, dass man es gut mit ihm meint, kommt er gern, um sich streicheln zu lassen. Erwartungsvoll blickt er dann zu den Menschen hoch, die er kennt und ist überglücklich, wenn diese ihm Aufmerksamkeit und Zuwendung schenken.


Grigoryi hat im Shelter, dank des einfühlsamen Trainings mit seinen Betreuern, die Hundeleine kennen gelernt und läuft mit kleinen Startschwierigkeiten bereits recht passabel daran. Seine neuen Menschen sollten trotzdem etwas Geduld mitbringen und weiter mit ihm üben.

Seine neuen Menschen… leider gibt es die für Grigoryi noch nicht. Mit seinen ca. 50 – 55 cm Schulterhöhe, der vorwiegend schwarzen Fellfarbe und auch wegen seines Alters, hat er in Russland so gut wie keine Chancen mehr, ein neues Zuhause zu finden.

Wir hoffen daher sehr, dass es gelingt, hier in Deutschland ein schönes Zuhause für Grigoryi zu finden. Eines, in welchem liebe Menschen für ihn sorgen, mit ihm spazieren gehen und ihm die Aufmerksamkeit und Zuwendung schenken, die er so entbehrt.

Grigoryi ist geimpft, gechipt und kastriert ud könnte schon bald auf die Reise gehen, wenn Sie ihm ein eigenes Körbchen in Ihrem Heim und ein besseres Leben schenken möchten.

Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kollegin Claudia Peters
eMail: c.peters@tierschutz-miteinander.de
Tel.: 05363-989350 (Anrufbeantworter)

Lebenslichter 04.08.2020, 14.20 | (0/0) Kommentare | PL

Ein kleines Licht für: Sonya

Manchmal, ja manchmal bekommt ein lieber Hund einfach keine Chance… und das ein Leben lang.

Die folgenden Videos entstanden im vergangenen Winter… in einem der wenigen Glücksmomente in Sonyas Leben. Sie durfte ihren kleinen Außenzwinger für kurze Zeit verlassen, sich etwas im Auslauf bewegen und ein lieber Mensch schenkte ihr ein wenig Aufmerksamkeit.

Was danachkam, war das, was immer kommt – die Rückkehr in ihren Zwinger und das lange Warten auf das nächste Wochenende, wenn die Freiwilligen wieder ins Shelter kommen. So geht das nun schon 10 lange Jahre.

Und doch inserieren wir sie wieder… weil wir nicht glauben wollen, dass die Ungerechtigkeit siegt.


Sonya

diese ruhige Hundeseniorin

 wartet schon seit 10 Jahren auf eine Chance.

Sonyas Geschichte beginnt wie so viele. Sie kam 2010 ins riesige Shelter „Kozhuhovo“ in Russland und lebte fortan in einem kleinen Zwinger.

Die Jahre vergingen und sie hat alles durchlebt... ob Angst und Unterdrückung, ob Hunger und Kälte. Sonya ertrug es einfach still und unauffällig.
Und so ist auch alles an Sonya... ihr Wesen wie auch ihr Aussehen.

Ruhig, unauffällig, unaufdringlich. Dies sind doch eigentlich gute Eigenschaften? Doch leider nicht für einen Hund unter 3000 anderen Hunden. Es half ihr zwar zu überleben, nur um jemandem aufzufallen, reichte es nicht.

Für viele Menschen sind Hunde wie Sonya zu gewöhnlich und somit uninteressant. Harte Worte... doch leider die harte Realität.

Und doch hoffe ich, dass dies nicht alles war. Denn es geht um ihr Leben... das Leben dieser sanften Seele.


Im Winter 2017/2018 wäre es fast zu Ende gewesen. Die freiwilligen Helfer bemerkten, dass Sonya erst die Vorderbeine versagten... kurz darauf kam sie gar nicht mehr hoch. Sonya kam in die Krankenstation und wurde symptomatisch behandelt gegen Schmerzen und Entzündungen. Die Freiwilligen sammelten Geld für ein MRT des Kopfes und der Halswirbelsäule und es zeigte zum Glück kein schweres Problem. Die Tierärzte vermuteten eine neurologische Ursache verbunden mit Schwellungen im Bereich der Wirbelsäule und somit Beeinträchtigung der Nerven.

Die Behandlung schlug an und Sonya saß schon bald wieder in ihrem kleinen Zwinger. Soll es das nun gewesen sein?

Es gibt unzählige Fotos und Videos von Sonya... und alle ähneln sich auf die gleiche Weise. Sonya drängelt sich nie vor und doch sieht man, wie glücklich sie ist, wenn sie im Auslauf in der Nähe ihrer Betreuer sein kann. Ein klein wenig Nähe für einen kurzen Moment... denn danach folgt immer das Unvermeidliche – die Rückkehr in den Zwinger und das endlose Warten.

In diesen Videos ist Sonya in glücklichen Momenten zu sehen. Denn sie schafft es, trotz des Trubels um sie herum, wenigstens ein paar Streicheleinheiten von einer ihrer Betreuerinnen zu bekommen.

Sonya wird von ihren Betreuern als freundlich, ruhig und sanft beschrieben. Sie erwartet nicht viel und fordert nichts ein. Zu viel Aufmerksamkeit und wenn man sie direkt anschaut, sind ihr eher unangenehm. Besonders bei Fremden braucht sie Zeit, um Vertrauen zu fassen.

Im Shelter lebt sie konfliktfrei mit den anderen Hunden zusammen, sie verträgt sich gut mit ihren Artgenossen.

Sonya wurde ca. 2005 geboren und ist ca. 50 cm hoch. Ihr Alter wurde im Shelter geschätzt, wobei ihre Betreuer sagen, dass sie evtl. etwas jünger ist... aber eine Seniorin ist sie auf jeden Fall.
Sonya ist geimpft, gechipt und kastriert und läuft gut an der Leine.

Die Ausreise und Vermittlung erfolgt über Tierschutz miteinander e.V.
Für Sonya suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.

Sonya, ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass ein lieber Mensch Dich entdeckt und endlich sieht, wie Du bist... einzigartig und absolut liebens- und beschützenswert... egal wie alt Du bist.

Über ernst gemeinte Anfragen freut sich unsere Teamkollegin Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
eMail: d.bansche@tierschutz-miteinander.de


Lebenslichter 02.08.2020, 19.22 | (0/0) Kommentare | PL

Mein Mann sagt immer...

...wenn wir uns einen betagten Hund aus dem Tierschutz oder Tierheim holen, wo dieser schon viele Jahre hinter Gittern verbringen musste: "Dann erlebt er wenigstens einen versöhnlichen Ausklang."

Ich finde das sehr schön ausgedrückt. Es hat für mich etwas Tröstendes, wenn ich solch einer leidgeprüften Fellnase einen gemütlichen Lebensabend bereiten darf. Ja, sagen Sie, aber an so einem alten Vierbeiner hat man nur kurze Freude. Und wer weiß, was der an Krankheiten und Zipperlein mitbringt. Ich verstehe Ihre Bedenken! Doch es geht nicht um Quantität, sondern Qualität; und manchmal passen in ein paar kurze Monate mehr Liebe, Spaß und Freude als sonst in ein ganzes, langes Leben. 


Ich meine, dass alle grauen Schnauzen eine zweite Chance verdienen; ob sie nun aus fadenscheinigen Gründen in ein deutsches Tierheim abgeschoben wurden oder weggesperrt und vergessen in einem Shelter (von denen es Tausende gibt in Europa und überall in der Welt) ihr trauriges Dasein gefristet haben. Am Ende sollte jeder Hund friedlich einschlafen dürfen und als Letztes die streichelnde Hand seines Menschen spüren; statt vergiftet, erschlagen oder lebendig verbrannt zu werden oder - im "besten" Fall - einsam und ungeliebt in einem kalten Zwinger zu sterben, um dann auf einer Schubkarre abtransportiert und in einem Müllsack entsorgt zu werden.

Wenn Sie trotzdem lieber einen Welpen haben möchten – was durchaus verständlich ist -, dann gehen Sie bitte nicht zum Züchter. In den Sheltern und Zwingern sitzen Tausende von Hundebabys, die auf ein liebevolles Zuhause warten. Die Hundefänger nehmen ja leider keinerlei Rücksicht. Sie stecken wahllos Kastrierte und Unkastrierte, Rüden und Hündinnen zusammen in einen Zwinger. Läufige Hündinnen werden tagelang vergewaltigt. Sie müssen Junge bekommen, immer wieder bis zum Tod, der oft qualvoll und grausam ist. Zahlreiche Welpen verhungern, weil ihre Mütter zu geschwächt sind, um ihre Kinder zu säugen. Auch sterben viele Muttertiere  während oder gleich nach der Geburt, weil sie ausgelaugt und der Anstrengung nicht mehr gewachsen sind. Wenn Sie so ein Hündchen adoptieren, ersparen Sie ihm unendliches Leiden in einer dieser grauenhaften Höllenlöcher, die die meisten Hunde erst tot wieder verlassen. Lebenslange Liebe und Anhänglichkeit werden es Ihnen danken!

Lebenslichter 01.08.2020, 18.44 | (0/0) Kommentare | PL

2020
<<< September >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
 010203040506
07080910111213
14151617181920
21222324252627
282930    
Worum es geht:



Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.






"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


******************




MEIN LEITSPRUCH:


Sei dankbar für das Gute in deinem Leben und vergiss das Teilen nicht 


******************


    

    



Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.

Über mich

Geboren vor 65 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von sieben allerliebsten Fellnasen.


Einige Beiträge dieses Blogs enthalten

kostenfreie, unbestellte Werbung

durch Bilder, Namensnennung

und/oder Verlinkung,

welche meinen persönlichen

Geschmack wiedergeben

und KEINE Kaufempfehlung darstellen!



"Wenn du mit den Tieren sprichst,
?werden sie mit dir sprechen,
?und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
?dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."?

~Häuptling Dan George~?

***************
************



Träumen wir gemeinsam
von einer besseren Welt...
Besucherzaehler