Tag: b
Nun bin ich alt,
auf den Straßen ist es bitterkalt.
Kein Heim, keine Liebe,
man will mich nicht,
ich bekomme noch Hiebe.
Kein Dach das mich schützt, keine Decke die mich wärmt,
mein Körper ist ausgelaugt, ich wirke verhärmt.
Kraft mich zu wehren hab´ ich schon lange nicht mehr,
Ich erdulde alles, fällt es mir auch schwer.
Ich friere, hab Hunger und denke nach,
wie es wäre, ein Zuhause zu haben
ohne diese Schmach.
Einmal nur behütet zu Leben,
was würde ich dafür geben!
Der Napf immer voll, wäre das nicht toll?
Meine Knochen sind müde geworden,
Ich weiß es nicht...gibt es ein morgen?
Eisige Kälte in der Nacht,
aus diesem Schlaf bin ich nicht mehr erwacht.
Doch plötzlich ist mir warm ums Herz,
nichts tut mir weh, kein Hunger, kein Schmerz.
Ich bin endlich angekommen.
Dort wo ich jetzt bin, hab´ ich meine Würde zurückbekommen.
Viele Tiere gibt es hier,
viele, die auch lebten wie wir.
Sie nennen es Regenbogenland:
eine Heimat für jeden Streuner, der nie Liebe fand.

Gewidmet allen Straßen- und Shelterhunden,
die in diesem Winter draußen
ohne Obdach und Schutz (er)frieren müssen.
Verfasser: N.SCHRAMM
Lebenslichter 13.01.2024, 15.39 | (0/0) Kommentare | PL

GOSHA
Rüde
geb. September 2018
50 cm Schulterhöhe
keine Krankheiten bekannt
geimpft, gechipt, kastriert
sehr verträglich mit Artgenossen
freundlich zu Menschen, schüchtern bei Fremden
läuft brav an der Leine
Herzensmensch(en) auf Lebenszeit gesucht!
Es erscheint aussichtslos, aber auch Du brauchst ein Zuhause!
Deine Familie kam vor
über drei Jahren ins große Moskauer Shelter Kozhuhovo. Deine Familie, das waren
Deine Mutter, Dein Bruder Kevin und eben Du.
Euch dreien war durch Menschenhand
unglaubliche Grausamkeit widerfahren: Eure Ruten wurden abgeschnitten.
Irgendwann landetet Ihr dann auf Moskaus Straßen.
Betrachtet man es nüchtern, dann hattet Ihr großes Glück, dieser brutalen Person nicht länger ausgeliefert zu sein. Das Leben und die Gefahren der Straße überlebtet Ihr bis zum April 2019, als Ihr eingefangen und nach Kozhuhovo gebracht wurdet. Damals warst Du kaum älter als sieben Monate.

Du bist so ein bildhübscher
Hundemann mit wunderschönem Fell. Gern kommst Du zu Deinen Betreuern, um Dich
streicheln und hinter den Ohren kraulen zu lassen. Bei Fremden bist Du etwas schüchtern
und brauchst einen Moment, um Vertrauen zu fassen. Aber besser ein bisschen zurückhaltend,
als zu forsch!
Du gehörst eher zu den
Ruhigen, bleibst im Auslauf gern ein wenig abseits und beobachtest das bunte
Treiben. Auch beim Gassigehen im Shelterbereich hältst Du von Zeit zu Zeit
inne, um zu betrachten, was um Dich herum geschieht. Mit Deinen Artgenossen
kommst Du wunderbar zurecht und gehst Konflikten grundsätzlich aus dem Weg.
Was tun, wenn die Lage fast aussichtslos ist, für Hundebuben wie Dich ein Zuhause zu finden? Ein Zuhause, in welchem Du ankommen darfst, in dem Du geliebt wirst und glücklich sein darfst? Was tun, damit auch Du eine Chance bekommst, das gigantische, ungefähr 3000 Hunde beherbergende Shelter im Nordosten von Moskau endlich verlassen zu dürfen, um der drohenden Katastrophe des Umzuges zu entrinnen?

Das Shelter mit all seinen
Hunden wird verlegt. Weit außerhalb von Moskau, irgendwo neben einer
Mülldeponie, wird gebaut. Gebaut für 10.000 (!) Hunde, die - erst einmal dort
untergebracht - zu den endgültig Vergessenen gehören werden. Bereits im
September sollen die ersten von Euch an diesen unwirklichen Ort dorthin umziehen…
Das neue Shelter ist
für viele der freiwilligen Betreuer kaum zu erreichen, weil nur die wenigsten
von ihnen über ein eigenes Auto verfügen. Die tierärztliche Versorgung der
Hunde dort ist bis heute ungeklärt. Es geht schlicht darum, die vielen
ungewollten Hunde möglichst billig und möglichst weit entfernt von der Moskauer
Metropole einzusperren.
Wenn wir ehrlich sind, hast Du in Russland praktisch keine Chance auf ein eigenes Zuhause. Zu groß, zu alt (ja, mit gerade einmal vier Jahren gehörst Du dort schon zum alten Eisen!), nicht reinrassig - solch einen Vierbeiner will dort niemand haben. Deine einzige Hoffnung auf ein (Über-)Leben sind Deine Betreuer und wir Vermittler; vor allem aber natürlich DEINE Menschen, die es ganz bestimmt irgendwo da draußen gibt und die Dich einfach nur sehen und in ihr Herz schließen müssen.

Genau diese(n)
Menschen suchen wir für Dich. Auch wenn es wie die berüchtigte Nadel im
Heuhaufen scheint - wir glauben ganz fest daran, dass nichts jemals vollkommen
aussichtslos ist und auch Du noch Dein Glück findest!
Die Vermittlung und
Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
Lebenslichter 13.01.2024, 15.39 | (0/0) Kommentare | PL

LYALYA
Hündin
geb. 2015
50-55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
Körbchen für immer gesucht
Wenn ich so ein zuckersüßes Hundemädchen sehe, bedaure
ich, dass wir keine Millionäre sind. Wären wir es, dann würden wir ein riesiges
Grundstück kaufen - irgendwo weitab gelegen, wo wir niemanden störten und so
viele Hunde haben könnten, wie wir wollen.
LYALYA kam bereits 2015 mit ihrer Schwester in das riesige
Moskauer Shelter Kozhuhovo. Inzwischen sind fast sieben Jahre vergangen und Lyalya
sitzt immer noch dort. Ganz allmählich wird sie zur Seniorin, ihre Lebenszeit
verrinnt unaufhaltsam. Wir fürchten uns davor, dass sie für immer eingesperrt bleibt
den Mauern des kalten Hundegefängnisses.
Auf den Bildern aus ihrer anfänglichen Zeit erscheint Lyalya stets gut gelaunt und fröhlich. Diese Fröhlichkeit ist einem nachdenklichen Ausdruck gewichen, ihre Gedanken scheinen oft in weite Ferne schweifen.

Geteiltes Leid ist halbes Leid: Lyalya teilt sich bis heute den Zwinger mit ihrer Schwester. Diese scheint ihr Halt und Sicherheit zu geben, wenn die Betreuer die Hunde einmal in der Woche aus ihren Gefängnissen holen und in den Auslauf bringen, damit sie sich bewegen, aber auch ein klein wenig Aufmerksamkeit für sich allein erhaschen können. Lyalya ist schüchterner als die eher mutig wirkende Schwester.

Die Betreuer beschreiben Lyalya als ruhige, gutmütige und sehr ausgeglichene Hündin. Sie vertraut dem Menschen, lässt sich gern anfassen und voller Wonne streicheln. Ihren Artgenossen gegenüber ist sie stets freundlich, bleibt aber in der ausgelassen tobenden Menge eher vorsichtig.

Mit viel Engagement und Zeitaufwand versuchen die
Betreuer, ihre Schützlinge auf ein Leben außerhalb des Shelters vorzubereiten.
So üben sie mit ihnen auch das Laufen an der Leine, was unter den gegebenen
Bedingungen nicht immer einfach ist. Aber die kluge und gelehrige Lyalya hat
rasch begriffen, was von ihr verlangt wird und macht ihre Sache inzwischen ganz
wunderbar.
Wir möchten aus Lyalya wieder die lebensfrohe,
glückliche Hündin machen, die sie in ihrer Jugend war. Die Schatten, welche die
Traurigkeit, Einsamkeit und Härte ihres jetzigen Daseins auf ihre zerbrechliche
Hundeseele werfen, sollen sich in Nichts auflösen. Mit verständnisvollen und
geduldigen Menschen – vielleicht ja mit Ihnen? – zur Seite, die bereit sind,
der zauberhaften Hündin ein Leben zu bereiten, wie wir es den die Monotonie und
Eintönigkeit, aber auch die Härte ihres aktuellen Daseins auf ihre Seele wirft
soll wieder verschwinden. Mit Menschen an ihrer Seite, die ihr mit Geduld und
Freude, Liebe und Herz ein Leben schenken, wie wir es uns für all die
vergessenen Hundeseelen wünschen, wird das sicher gelingen. Vielen lieben Dank.
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den
Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Lyalya im Shelterauslauf mit ihrer Betreuerin:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
Lebenslichter 13.01.2024, 15.39 | (0/0) Kommentare | PL

DARIK
Rüde
geb. August 2019
50-55 cm Schulterhöhe
gechipt, geimpft, kastriert
Für-immer-Zuhause gesucht
Nun bin ich in Sicherheit – doch wann darf ich in
Freiheit leben?
Eine der ständig wiederkehrenden, niemals endenden
Geschichten ganz junger Hunde, die, weil nicht mehr gewollt, auf die Straße
gesetzt werden und früher oder später unweigerlich im riesigen Moskauer Shelter
Kozhuhovo landen, möchte ich Ihnen von Darik erzählen.
Geboren ungefähr im August 2019, hielt Darik schon im Alter von acht Monaten (April 2020) gemeinsam mit zwei Brüdern und einer Schwester Einzug ins Shelter. Ihm und einem seiner Brüderchen bekam das grauenhafte Futter gar nicht gut; alle vier Geschwister waren immer hungrig, viel zu dünn und blieben im Wachstum und in ihrer Entwicklung weit hinter anderen Junghunden zurück.

Während des Winters magerte Darik so stark ab und litt
unter solchen Verdauungsproblemen, dass er im März zur Untersuchung in eine
Moskauer Klinik gebracht wurde. Die Ärzte stellten fest, dass der arme Hundebub
von Giardien befallen war. Das sind mikroskopisch kleine,
einzellige Parasiten, die sich an die Wand des Dünndarms heften und dort ein
behagliches Schmarotzerdasein führen. Darik wurde in den Krankenbereich des Shelters verlegt. Dort herrschen
zwar aus unserer Sicht immer noch völlig ungenügende Bedingungen; aber die
Hunde werden zumindest etwas besser versorgt und nach einiger Zeit hatte Darik
sich auskuriert.
Er galt nun als gesund und hätte eigentlich wieder in
seinen Zwinger zurückkehren müssen. Dort wäre er aber, wegen der fehlenden
Hygiene und der mangelhaften Ernährung, bald aufs Neue erkrankt. So machten
seine Betreuer sich verzweifelt auf die Suche nach einem der heiß begehrten,
raren Pensionsplätze und fanden ihn
schließlich auch.
Ein solcher Platz ist sehr teuer, aber die
Freiwilligen versuchen Monat für Monat, das Geld hierfür irgendwie aufzutreiben
– wenn alle Stricke reißen, notfalls aus der eigenen Tasche. In der Pension ist
Darik zwar in Sicherheit und auch gesund - nur glücklich ist er dort nicht.

Denn auch hier hockt er die meiste Zeit allein in
seinem Zwinger, hat nur selten Gelegenheit, sich die Beine zu vertreten und mit
Hundefreunden zu spielen. Menschliche Nähe, Ansprache und Streicheleinheiten
sind ebenfalls dünn gesät.
Dabei ist Darik ein hübscher und überaus freundlicher
Hundejunge, der die Menschen gern hat und sich mit seinen Artgenossen bestens
versteht. Er läuft brav an der Leine, kennt durch die Klinikbesuche das
Autofahren und die lauten Geräusche am Rande von Moskaus verkehrsreichen
Straßen.
Leider blieb ihm bisher das behütete Leben in einer
eigenen Familie versagt. Darik ist noch jung, er möchte noch viel erleben,
Neues erkunden und an der Seite seiner Menschen die Welt entdecken.Vielleicht würden Sie dem lieben Burschen gern diesen
Herzenswunsch erfüllen? Dann scheuen Sie sich nicht und melden Sie sich bitte
bei uns. Vielen, lieben Dank!

Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Darik auf dem Weg zur Klinik zur Untersuchung:
Darik beim Gassi:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.worringer@procanes.org
Lebenslichter 13.01.2024, 15.39 | (0/0) Kommentare | PL

KORI
Hündin
13 Jahre alt (geb. Mitte 2008)
55-60 cm Schulterhöhe
kastriert, geimpft, gechipt
Gibt es vielleicht irgendwo doch
noch jemanden für mich, der die dunklen Schatten von meiner Seele nimmt und
mich nach Hause in Sicherheit bringt?
Kori lebt seit 2011 im Shelter Kozhuhovo.
Das bedeutet nicht weniger als zehn Jahre vergebliches Warten, vergebliches
Hoffen.
Das Leben im Shelter ist hart.
Unbarmherzig beugt es jede Hundeseele, denn irgendwann siegt die
Hoffnungslosigkeit – so auch über die scheue Kori.

Lange hat es gedauert, bis Kori sich getraute, die kleine Holzkiste in ihrem Zwinger zu verlassen. Und bis heute zeigt sie praktisch keinerlei Gefühlsregung weder Freude, noch Abwehr – Kori lässt alles willenlos über sich ergehen. Nur wenn man in ihre bernsteinfarbenen Augen schaut, erkennt man darin ihre abgrundtiefe Traurigkeit und die ganze Last ihres schweren, entbehrungsreichen Lebens.

Kori ist hinter den Sheltermauern
zur Seniorin geworden. Dort gibt es jedoch keinerlei Sonderbehandlung für die
Alten - und für eine schwarze, hochbetagte Hündin erst recht keine Chance,
unter dreitausend Leidensgefährten irgendwie aufzufallen oder gar jemandes Herz
zu gewinnen.
Einzig die freiwilligen Helfer, die
am Wochenende ins Shelter gehen, um den Hunden das Leben dort wenigstens für
kurze Zeit ein wenig erträglicher zu machen, sehen diese überaus liebe Hündin
und ihr bitteres Los. Sie baten uns um Hilfe, um vielleicht doch noch ein Gnadenplätzchen
für Kori zu finden.
Kori ist eine bedächtige und zurückhaltende Hündin. Stellt man sich auf sie ein, dann wagt sie es, zaghaft Kontakt aufzunehmen. Gern schaut sie sich ihr Gegenüber zunächst in aller Ruhe an und beginnt irgendwann damit, vorsichtig zu schnuppern – ein Zeichen dafür, dass das Eis ganz allmählich bricht. Ihre Betreuerin sagt, behutsame Gesten und ein sanfter Umgang tun Koris gebrochener Seele sichtlich gut.

Kori bei einem kurzen Spaziergang an
der Leine mit ihrer Betreuerin durch die Sheltergänge:
Das Video ist schon 3 Jahre alt,
denn leider gibt es diese Möglichkeit für einen einzelnen Hund nur selten.
Für Kori suchen wir ein ruhiges Zuhause
mit geregeltem Tagesablauf bei lieben und verständnisvollen Menschen, bereit
sind, ohne große Erwartungen ihr Herz an einen dreizehnjährigen Hund zu
verschenken. Ein netter und souveräner
Hundefreund an ihrer Seite wäre für Kori eine große Hilfe, um sich im neuen Heim
einzugewöhnen und in einem Leben zu orientieren, von dem sie bis dahin nicht
einmal träumen durfte.
Kori verhält sich Menschen gegenüber freundlich und lässt sich gern von ihren Betreuern streicheln. Wenn sie sich für die betagte Hundedame entscheiden sollten, geben Sie ihr bitte Zeit, um Vertrauen zu Ihnen zu fassen. Mit ihren Artgenossen hat sich Kori stets gut vertragen. In all den vielen Jahren kam es von ihrer Seite niemals zu einem Zwischenfall.

Die Ausreise und Vermittlung (nur
innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et
Equos".
Für Kori suchen wir ausschließlich
ein endgültiges Zuhause.
Liebe Kori, aus tiefstem Herzen
hoffe ich, dass es auch für Dich noch den einen Menschen gibt, bei dem Du Dich
geborgen fühlen darfst und für den Du etwas ganz Besonderes bist.
Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
eMail: d.bansche@gmail.com
Lebenslichter 13.01.2024, 15.39 | (0/0) Kommentare | PL

NIKITA
Rüde
ca. 2008/09 geboren und
ca. 55-60 cm groß
freundlich, sehr menschenbezogen, ruhig, sozial
Er hatte sich schon aufgegeben, als er von Carmena aus dem Public
Shelter gerettet wurde.
Hallo, Ihr lieben Menschen da draußen! Um ein Haar wäre es nicht mehr dazu gekommen, aber nun bekomme ich doch noch die Chance mich hier einmal vorzustellen.
Ich bin NIKITA - diesen tollen Namen hat mir meine liebe Patin gegeben, die heute dafür sorgt, dass ich im PAR (privaten Shelter) zumindest in Sicherheit bin und einigermaßen gut versorgt werden kann.

Das war aber längst nicht immer so.
Bis vor wenigen Tagen war ich noch
ein NIEMAND, hatte keinen Namen, war keinen Pfifferling wert, stattdessen
weggesperrt in der Hundehölle von Târgu-Jiu, dem Public Shelter – und das viele
Jahre lang. Tagein, tagaus musste ich ums Überleben kämpfen. Ich musste Hunger,
Kälte, Hitze, Beißereien ertragen, an einem grausamen Ort voller Gestank, Lärm
und Leid vor mich hinvegetieren.
Irgendwann konnte ich nicht mehr und
habe einfach aufgegeben. Ich legte mich auf den Boden unter meine Holzpritsche
in den Dreck und schloss meine Augen. Ich hatte mit meinem Dasein abgeschlossen
und wollte nur noch sterben.
Doch dann geschah ein Wunder.
Carmena kam als mein rettender Engel und nahm mich mit ins PAR Shelter, wo ich zunächst
versorgt wurde und mich halbwegs erholen durfte.
Inzwischen geht es mir schon ein wenig besser, kann gar nicht fassen, dass ich noch lebe.
Ob ich armer Tropf aber auf meine alten Tage noch ein Zuhause finde, bezweifle ich stark, denn wer will schon einen alten Hund wie mich?
Da habe ich wohl keine Chance mehr. Wahrscheinlich werde ich nie erfahren, wie es ist, in einem warmen, weichen Körbchen zu schlafen, geliebt und umsorgt zu werden, über Wiesen und Felder zu laufen, eine eigene Familie zu haben.
Das alles wird für mich wohl nur ein schöner Traum bleiben.
Oder habe ich am Ende doch noch Glück? Willst vielleicht gerade DU mich zu dir holen?
Dann melde Dich bitte schnell bei:
Bianca Raabe
Nadine Decker
oder
Andrea Sbrisny von
SAVING ANGELS DEUTSCHLAND e.V.
Die Zeit läuft mir davon!
Dein/Euer NIKITA

https://www.facebook.com/Shelterfellchen-suchen-ein-Zuhause-oder-Zwingerpaten-1603017826660908
Lebenslichter 13.01.2024, 15.39 | (0/0) Kommentare | PL

geb. ca. 2009
Zwingernummer: C 114
Ob die sanftmütige, ruhige KIRA jemals ein eigenes Zuhause besessen hat, oder sich auf der Straße durchschlagen musste, lässt sich heute nicht mehr sagen. Erste Aufzeichnungen von ihr stammen aus dem Jahr 2014, aber das Shelter dürfte ihr schon einige Jahre länger mehr recht als schlecht Obdach bieten.

Alte Hunde wie Kira möchte in Russland niemand mehr haben. Wenn sie dort bleiben muss, ist ihr Schicksal besiegelt. Dann heißt es für sie nur noch ausharren, bis ihre Uhr abgelaufen ist und sie unbeachtet und unbeweint auf ihre letzte – einzige - Reise geht. Denn in Russland weiß man die vielen Vorzüge gerade der Hundesenioren leider nicht zu schätzen. Hier gelten sie nur als lästiges Anhängsel, das möglicherweise anfängt, Mühe zu bereiten und – noch schlimmer – mehr Geld zu kosten.
So sitzt die freundliche, umgängliche Kira
weiterhin gefangen in ihrem Zwinger hinter Gittern und wartet auf den
wöchentliche Ausgang. Auf diese eine, glückselige Stunde, in die sie alles
hineinpacken muss: Mit ihren Artgenossen spielen, ein wenig menschliche Nähe erhaschen,
Streicheleinheiten erbetteln und manchmal sogar ein Stückchen spazierengehen.

Viel zu schnell holt der triste Alltag sie ein und sie muss weitere sieben endlos lange Tage warten, bis von Neuem ein kleines Licht in ihr ödes Dasein fällt.
Gesehen wurde Kira in all den Jahren leider nur von den Betreuern. Den wenigen Besuchern, die sich in das riesige Shelter verirren, fällt die bescheidene und optisch eher unscheinbare Kira zwischen Tausenden von Hunden nicht auf, sie geht in der Menge einfach unter. Heute gehört sie zumindest in Russland zu den Ungesehenen, Ungewollten und Vergessenen.
Aber vielleicht geschieht ein Wunder und hier
in Deutschland finden sich liebe Menschen, gern auch selbst Senioren, bei denen
Kira beschützt und geborgen ihr Leben beschließen darf.
Kira ist leinenführig, kastriert, gechipt und
geimpft. Nun fehlen zu ihrem Glück nur noch warmherzige Menschen, die sie bei
sich willkommen heißen.
Liebe Kira, von ganzer Seele wünsche ich Dir, dass dieser Beitrag das Herz eines Menschen erreicht, der in Dir nicht das Durchschnittliche, sondern das Besondere sieht - damit Du die Zeit, die Dir noch vergönnt ist, nicht einsam in einem seelenlosen Zwinger zubringen musst, sondern Dein Leben als geliebtes Familienmitglied beschließen darfst.
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
Lebenslichter 13.01.2024, 15.38 | (0/0) Kommentare | PL

Tropkhen sucht leider wieder – oder noch immer - ein Zuhause.
Sie war kurzzeitig reserviert, die Reservierung musste aber aufgehoben werden. Aufgrund der momentan schweren gesundheitlichen Probleme bei dem bereits vorhandenen Hund, ist dort die Adoption eines weiteren Hundes derzeit und auch in absehbarer Zeit nicht möglich.
Gefangen in einer Welt ohne Ton und doch voller Hoffnung auf die bunte Sprache der Freiheit.
Tropkhens Leben begann im März 2018. Unschuldig geboren in eine Welt, die sie nie haben wollte und in die sie – hätte sie gewusst, was sie erwartet – lieber nie getreten wäre? Nach nur vier Wochen fand sie sich wieder in einem riesigen Shelter mit 3000 anderen Hunden.

Damals konnte Tropkhen noch hören, es war laut um sie herum. Ein nicht enden wollendes Bellen von so vielen Hunden, die alle – wie sie – nie oder nicht mehr gewollt waren.
Was mag damals wohl in Tropkhens Kopf vorgegangen sein? Wo war ihre Mutter? Ihre Geschwister? Die Wärme und Geborgenheit der kleinen Hundefamilie?
Gab es jemals Wärme und Geborgenheit in ihrem erst jungen Leben als Welpe?
Sie hatte die erste schwere Zeit überlebt, aber um welchen Preis? Um nun hier in diesem Hundegefängnis zu warten – doch worauf?
Tropkhen hat sich arrangiert. Es blieb ihr nichts weiter übrig, sie kannte ja kein anderes Leben. Also machte sie das Beste aus der Situation. Im Welpenalter ist das Leben noch relativ gut im Shelter. Wechselt man dann jedoch zu den erwachsenen Hunden in die Sektoren, wird es um Vieles schwerer.
Der Kampf ums Überleben beginnt, man muss ans Futter und ans Wasser gelangen, sich in der Enge der Gehege mit den anderen Hunden arrangieren und warten, bis einmal in der Woche die freiwilligen Helfer kommen. Dann öffnet sich die Tür des Geheges und die Hunde dürfen endlich für eine Stunde in den dafür vorgesehenen Freiläufen rennen und spielen. Manche betteln dann einfach nur um ein paar Streicheleinheiten von den Betreuern.

Zu wenig Zeit für so viele Bedürfnisse ….
Es ist ein schweres Leben für die Hunde im Shelter. Ob jung oder alt, sie alle leiden unter dem Eingesperrtsein. Den spärlichen Kontakten zu ihren Betreuern. Dem schlechten Futter. Der Eiseskälte im Winter und der Gluthitze im Sommer. Der Enge. Der Eintönigkeit. Dem Warten.
Tropkhen macht weiterhin das Beste daraus. Sie liebt die Betreuer und die anderen Hunde, sie hat gelernt an der Leine zu laufen. Sie freut sich auf die eine Stunde Freiheit, Bewegung und Streicheleinheiten die ihr aktuelles Leben im Shelter für sie vorsieht.
Doch das Schicksal trifft Tropkhen noch härter. Die Stimmen der Betreuer, das Bellen der anderen Hunde, plötzlich verschwindet es schleichend aus ihrem Leben. Sie erkrankt an einem entzündlichen Ohrpolypen, der leider zu spät erkannt wird. So spät, dass sie ihre Hörfähigkeit verliert. Ein Ohr wurde zur Entfernung der Gehörkanäle bereits operiert, die Operation des zweiten Ohrs ist mittlerweile ebenfalls erfolgt. Laut behandelndem Arzt wird Tropkhen nie wieder etwas hören.
Aktuell hat sich Tropkhen noch nicht wirklich an die neue Situation gewöhnt. Manchmal, wenn sie an der Leine läuft, setzt sie sich auf den Boden und es hat den Anschein, als würde sie nicht verstehen, warum die Welt um sie herum nicht mehr mit ihr „spricht“. Sie muss lernen, anders zu kommunizieren, auch die Betreuer müssen neue Wege finden sich mit ihrzu verständigen. Aber sie wird es lernen, und auch ein tauber Hund kann ein wundervolles Leben führen.
Zu diesem möchten wir Tropkhen nun die Tür öffnen. Sie kann all das lernen, was andere auch andere Hunde können. Es wird vielleicht etwas länger dauern, bis sie das eine oder andere verstanden und begriffen hat, dass die Welt um sie herum nun zwar für immer still, aber trotzdem noch bunt und schön ist.
Da Tropkhen sich sehr gut mit anderen Hunden versteht, wäre ein vorhandener Ersthund sicher eine wunderbare Hilfe und Orientierung für sie. Aber natürlich kann sie auch als Einzelhund in einem Zuhause leben, in dem man ihre Behinderung akzeptiert und sich darauf einstellt.
Tropkhen hat noch so viel Leben vor sich, sie soll es nicht im Shelter verbringen müssen.
Die Hündin ist im März 2018 geboren, hat ca. 50cm Schulterhöhe und ist bereits gechipt, geimpft und kastriert.
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Für Tropkhen suchen wir ausschließlich ein endgültiges Zuhause.

Wichtige Daten im Überblick:
Hündin, geb. März 2018, ca. 50 cm
taub durch Krankheit, kastriert
verträglich mit Artgenossen, freundlich zu Menschen, kennt das Laufen an der Leine
noch im Shelter in Russland, Katzenverträglichkeit kann nicht zuverlässig getestet werden
endgültiges Zuhause gesucht
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.worringer@procanes.org
Lebenslichter 13.01.2024, 15.38 | (0/0) Kommentare | PL

12 Jahre alter Senior vom Schicksal gezeichnet
Vence wurde 2009 geboren und lebt nun seit 10 langen Jahren im Shelter - fast sein ganzes Leben. Als junger Hund war Vence lebensfroh und sehr verspielt, doch das triste Leben Shelter hat ihn verändert. Er ist allmählich ruhiger geworden.
Die Betreuer dort beschreiben Vence als offen, geduldig und unaufdringlich. Er liebt die Nähe und Ansprache von Menschen, ist sehr gehorsam und steht gern still, wenn er gebürstet wird, was ihm sehr gefällt.

Doch leider ist der arme Kerl vom Leben im Shelter gezeichnet. Vence hat fast alle Zähne verloren, und nun wird es für ihn zunehmend schwierig das harte, uneingeweichteTrockenfutter zu fressen.
Seine Gesundheit wurde auch aufgrund seines zunehmenden Alters und der Lebensumstände im Shelter mit der Zeit immer schlechter, so dass er leider langsam beginnt, einen Teil seines Augenlichts zu verlieren. Im linken Auge ist Vence durch einen Grauen Star fast blind, seine Sehkraft ist eingeschänkt. Der Tierarzt sagt, er wird seine volle Sehkraft auf diesem Auge nicht mehr zurück erlangen. Trotzdem schränken ihn seine gesundheitlichen Probleme nicht ein, er hat keine Schmerzen und ist bereit, in ein neues Zuhause zu ziehen, in dem es ihm endlich besser gehen wird. Er hat seinen Lebensmut noch nicht vollständig verloren.

Vence geht problemlos an der Leine, ist mit anderen Hunden verträglich und ihnen gegenüber freundlich. Er liebt jedoch Menschen und ist immer bereit für neue Bekanntschaften. Ob er sich auch mit Katzen versteht, können wir leider nicht sagen.
Wie für all unsere Hunde suchen wir auch für Vence eine Endstelle. Er wird bereits kastriert, geimpft und gechipt in sein neues Zuhause vermittelt.
Sie möchten Vence ein neues Leben schenken? Dann melden Sie sich bitte bei unseren Teamkolleginnen. Herzlichen Dank!
Lebenslichter 13.01.2024, 15.38 | (0/0) Kommentare | PL

MAJKL
Rüde
3 Jahre alt (geb. 2019)
70 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
gut leinenführig, äußerst freundlich im Wesen
Plätzchen zum Leben gesucht!
Wenn die schönsten Bilder und ein freundliches Wesen
einfach nicht genügen…
Dein Leben ist voller Entbehrungen, hinter Gittern auf
wenigen Quadratmetern.
Du warst noch ein Welpe, als Du 2019 in das riesige
Shelter Kozhuhovo bei Moskau kamst, wo Du bis heute darauf wartest, endlich
entdeckt zu werden. Ein Los, das Du leider mit vielen der ungefähr 3.ooo
Hundesselen teilst, die allein in diesem Shelter inhaftiert sind.
Die freiwilligen Helfer tun alles, um Euch das Leben ein
bisschen erträglicher zu machen, und ihnen verdanken wir auch diese wunderschönen
Fotos von Dir - aufgenommen in der Hoffnung, dass sich vielleicht jemand auf
den ersten Blick in Dich verliebt!
Das Leben im Shelter ist hart. Im Sommer heizen sich die winzigen, offenen Zwinger unerträglich auf und Euch quält der Durst; im Herbst macht das nasskalte Wetter besonders den Älteren unter Euch zu schaffen und die eisigen Winter überleben viele nicht. Dennoch ist es alles, was Ihr habt.

Noch - denn das Shelter Kozhuhovo in Moskau, so wie es
seit 2008 besteht, wird abgerissen; es muss einem Industriepark weichen.
Habsucht und Profitgier siegen einmal mehr über Menschlichkeit und Mitgefühl.
Der neue Standort liegt einsam außerhalb von Moskau;
100 m von einer stillgelegten Mülldeponie entfernt, mit all dem Gift, welches
den Boden und das Wasser verseucht hat. Unmittelbar daneben entsteht ein
riesiger Friedhof mit einem Krematorium.
Die wertvolle Arbeit der freiwilligen Helfer wird in
der Form dort nicht mehr möglich sein, und auch mögliche Adoptanten werden dort
nicht ohne weiteres hingelangen können, weil die Gegend verkehrsmäßig
unerschlossen ist.
Und dann ist da ein Majkl – ein großer, bewegungsfroher Hund in seinen besten Jahren, der es liebt zu laufen und zu spielen und sich vor Freude kaum fassen kann, wenn Wochenende ist und sich seine Gefängnistür für eine kurze, selige Stunde öffnet.
Du scheinst wie ein Rohdiamant, der nur darauf wartet, dass jemand kommt, der ihm den letzten Schliff gibt und ihn in seinen allerschönsten Farben leuchten lässt. Die Zeit drängt es ist buchstäblich fünf vor zwölf!

Lieber Majkl, gern möchte ich für Dich ein Wunder
geschehen lassen oder einen magischen Spruch aufsagen, der Deine(n)
Herzensmenschen herbeizaubert, welcher Dich mitnimmt auf Eure gemeinsame,
spannende und glückliche Lebensreise!
Die Ausreise und Vermittlung (nur innerhalb
Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
E-Mail: d.bansche@gmail.com
Lebenslichter 12.01.2024, 16.08 | (0/0) Kommentare | PL