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Einträge vom: 31.07.2026

Moises - Wie kannst du sein?


Moises

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 10.2021

Schulterhöhe: 50 cm



Liebe Leserinnen und Leser!

Schauen Sie sich dieses verzweifelte Tier in Ruhe an und lassen Sie die Bilder auf sich wirken. Was sehen Sie?

Ich sehe einen jungen, schrecklich mageren Rüden, der staunt über das, was er jenseits der Gitterstäbe seiner kahlen Zelle sieht und in dessen glänzenden Augen eine Ahnung (oder Erinnerung) daran liegt, dass das, was er seit zwei Jahren tagein, tagaus ertragen muss, nicht alles sein kann auf dieser Welt.  Ganz offensichtlich genießt er die Nähe zum Menschen und ist wohl auch schon daran gewöhnt. Er läuft brav und ordentlich an der Leine; dies deutet darauf hin, dass er wohl früher eine Familie, ein Zuhause hatte.



 
Ein vielversprechender Hund, welcher unter besseren Bedingungen sicher eher muskulös wäre, verkümmert also - eingepfercht auf engstem Raum - immer mehr und kann sich niemandem zeigen, niemandem beweisen und sich weder geistig noch körperlich entwickeln.

Warum für Moises die Einzelhaft beschlossen wurde, als er in das Lager kam, wissen wir nicht. Man darf ja keine unbequemen Fragen stellen, wenn man nicht ein Besuchsverbot riskieren möchte, welches für die Hunde eine Katastrophe bedeuten würde. Vielleicht mag er andere Vierbeiner nicht, weil er früher einmal schlechte Erfahrungen mit ihnen machen musste. Möglicherweise war er damals noch kräftiger und ein bisschen ruppig im Umgang mit Artgenossen; in der Pubertät probieren ja gerade junge Rüden gern aus, wer von ihnen der Stärkere ist. Viele reagieren auf Stress und/oder Langeweile unwillig du gereizt - so könnte es auch Moises gehen.


Wie kannst du sein, Moises?

Wir wissen es nicht, können nur die Bilder und die Beschreibung der Tierschützer wirken lassen. Moises liebt Menschen, soviel steht fest; Katzen dagegen nicht Und andere Hunde? Da geht es ihm wie uns Menschen, wir mögen schließlich auch nicht jeden.

Bitte schauen Sie noch einmal hin,wagen Sie einen zweiten Blick. Möchten Sie gemeinsam mit Moises herausfinden, wie er wirklich sein kann? Dann melden Sie sich bitte bei seiner Vermittlerin und gehen Sie gemeinsam mit ihm auf Entdeckungsreise. Vielen, lieben Dank!

Margot Wolfinger

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin 

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Dioneo - Ein Stock ist mehr als ein Stück Holz


Dioneo

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren:.03.2020

Schulterhöhe: 60 cm



August 2025

 "Oh, schau mal, was für ein schöner Stock!" Wie oft sagt man diesen Satz bei einem gemütlichen Spaziergang durch den Wald? Für die einen ist es nur ein Stück altes Holz. Für andere steckt darin eine ganze Welt. Ein Stock kann ein magisches Ding sein: In Kinderhänden wird er zum mutigen Ritterschwert oder zum Zauberstab. Müde Wanderer legen mit ihm plötzlich noch viele Kilometer zurück. Und Hunde tragen ihn voller Stolz im Maul, als hätten sie den größten Schatz des Waldes gefunden.

Auch für den fünfjährigen Rüden Dioneo wäre so ein Stock genau das: ein kleiner Schatz. Ein Stück Abenteuer. Ein Grund zur Freude in einem Alltag, der aus Beton besteht.

Seit März dieses Jahres sitzt der freundliche Rüde in einem trostlosen Zwinger – ohne Spaziergänge, ohne Beschäftigung, ohne die medizinische Versorgung, die er dringend bräuchte. Und trotzdem hat er sich sein großes, warmes Herz bewahrt.


Als die Tierschützer ihn besuchten, begegnete Dioneo ihnen zunächst vorsichtig und etwas schüchtern. Doch mit ruhigen Worten und ein wenig Geduld taute der hübsche hellbraune Bub schnell auf. Er ließ sich gerne streicheln, suchte die Nähe der Menschen und alberte schließlich sogar ein wenig herum. Es war, als hätte er für einen kurzen Moment vergessen, wo er sich befindet.

"Ach, das ist doch nur ein Stock."

Nein. Für Dioneo wäre er die Eintrittskarte in eine Welt, die er viel zu lange entbehren musste. Ein gemeinsames Spiel. Ein Spaziergang zwischen Bäumen statt Beton. Erde unter den Pfoten. Wind im Fell. Und Menschen, die lachen, wenn sie ihm zurufen: "Hol das Stöckchen!"

Genau diesen einen Satz wünschen wir Dioneo von Herzen. Denn in ihm steckt so viel mehr als ein Spiel. Er bedeutet Ankommen. Vertrauen. Gemeinsam unterwegs sein. Ein Zuhause.

Mit Ihrer liebevollen Erziehung wird Dioneo sicher auch lernen, dass Stöckchen nicht mit ins Auto gehören, nicht im Bett zerkaut werden sollten und im Treppenhaus eher Stolperfallen als Kunstwerke sind. Aber das sind die kleinen Geschichten, über die man später gemeinsam schmunzelt.


Vielleicht verbindet Dioneo und einen Stock mehr, als man zunächst denkt. Beide haben Wind und Wetter getrotzt. Beide wurden geformt von dem, was das Leben mit ihnen gemacht hat. Beide lagen irgendwann unbeachtet am Wegesrand und warteten darauf, dass jemand innehält, sie aufhebt und erkennt, was in ihnen steckt.

Ein Stock. Ein Hund. Zwei scheinbar unscheinbare Dinge – und doch voller Möglichkeiten, wenn sie in die richtigen Hände gelangen.

Wenn Sie Dioneo zeigen möchten, dass auch für ihn wieder Spaziergänge, fröhliches Spielen und ein liebevolles Zuhause möglich sind, dann greifen Sie bitte zum Telefon und melden Sie sich bei seiner Vermittlerin. Vielleicht wartet irgendwo schon ein besonders schöner Stock auf seinen neuen besten Freund.

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Februar 2026

Ein Stock, der lange draußen liegt, verändert sich. Nicht plötzlich. Nicht so, dass es jedem auffällt. Die Oberfläche wird rauer, feine Risse ziehen sich durch das Holz. Manchmal splittert ein kleines Stück ab. Und doch bleibt er derselbe Stock. Tragfähig. Voller Möglichkeiten. Nur hätte ihn längst jemand aufheben und schützen müssen.

Dioneo ist noch immer derselbe Hund, der in seinem Vorstellungstext in einem einfachen Stock einen kleinen Schatz gesehen hätte. Er teilt sich seine Box mit Jimmy und Havah und versteht sich gut mit beiden. Er ist freundlich, sanft und sozial. Wenn man sich ihm nähert, kommt er vorsichtig heran. Er sucht den Kontakt zu uns Menschen, möchte dabei aber nicht bedrängt werden. Streicheln genießt er –-solange alles ruhig und behutsam geschieht. Nicht, weil er den Menschen nicht vertraut, sondern weil sein Körper längst mehr aushalten musste, als ihm guttut.


Denn Dioneo ist an Leishmaniose erkrankt. Eine Krankheit, die behandelt werden muss - und behandelt werden kann. Eine einfache, kostengünstige Tablette täglich könnte ihm helfen und ihm Lebensqualität zurückgeben. Doch im Lager erhält er diese Hilfe nicht.

Seine Ohrenspitzen bluten immer wieder. Seine Haut ist durch eine Dermatitis entzündet. Besonders das rechte Hinterbein ist deutlich geschwollen, an seiner Brust sitzt ein Knoten. Nichts davon wirkt auf den ersten Blick spektakulär. Es sind keine Wunden, die laut nach Aufmerksamkeit schreien. Es sind die stillen Zeichen einer Krankheit, die langsam Kraft kostet. Unbehandelt zehrt sie Tag für Tag an seinem Körper.


Und trotzdem hebt Dioneo den Kopf, wenn jemand kommt. Er akzeptiert die Leine. Er sucht den Kontakt. Er bleibt freundlich. Er hätte allen Grund, sich zurückzuziehen oder den Menschen zu misstrauen. Stattdessen begegnet er ihnen mit derselben leisen Sanftheit wie an dem Tag, als wir ihn kennenlernten.

Ein Stock, der zu lange im Regen liegt, wird irgendwann morsch. Nicht, weil er wertlos wäre, sondern weil ihn niemand aufgehoben hat. Auch Dioneo ist nicht zerbrochen. Aber sein Körper schafft es nicht mehr allein. Was heute noch kleine Risse sind, können morgen unwiederbringliche Schäden sein.


Dioneo braucht keinen Zauber. Er braucht Menschen, die hinschauen. Menschen, die seine Krankheit behandeln lassen, seine Schmerzen ernst nehmen und ihm endlich den Schutz geben, den jeder Hund verdient. Einen Platz, an dem seine Ohrenspitzen heilen dürfen, seine Beine nicht weiter anschwellen und er nicht länger still leiden muss.

Vielleicht geht es heute gar nicht mehr um den Stock am Wegesrand, sondern darum, nicht einfach weiterzugehen.

Vielleicht sind genau Sie der Mensch, der stehen bleibt, Dioneo aufhebt und ihm zeigt, dass auch für ihn ein neues Leben beginnen darf.

Seine Vermittlerin freut sich von Herzen auf Ihren Anruf.

 

Margot Wolfinger

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Gemmina - Auch kleine Hunde haben große Herzen: Zuhause gefunden!


GEMMINA

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 03.2025

Schulterhöhe: 32 cm


"Was soll denn das heißen? Ich bin zu klein? Wenn ich mich auf die Hinterpfoten stelle, kann ich in jeden Napf gucken und Leckereien herausholen. Ich passe in jedes Körbchen und wenn ich einen doppelten Flick-Flack mache, schaffe ich es sogar auf die Couch. Bei Schmuddelwetter musst du die Badewanne nicht volllaufen lassen, sondern ich bade in einer großen rosa Schüssel - mit ganz viel Schaum bitte! Wenn wir spazierengehen, mache ich neben dir viele schnelle Trippelschrittchen und bei einer Fahrradtour brauchst du für mich keinen Beiwagen, sondern ich sitze im Körbchen auf der Lenkstange und zeige dir, wo es langgeht. Abends auf der Couch nehme ich dir nicht viel Platz weg; ich kuschle mich ganz dicht an dich, wärme deinen Schoß und vor allem dein Herz.




All das, was ich kann, ist in unserem Gefängnis aber keinen Beller wert. Hier gibt es weder Leckereien noch Körbchen, keine Couch und erst recht keine rosa Badeschüsseln. Stattdessen sind wir Tag und Nacht in kalten, nackten Betonzwingern eingesperrt, dürfen nie spazieren gehen und schon gar nicht auf einem Sofa kuscheln.

In einem Hundelager gilt das Gesetz des Stärkeren. Ich glaube das haben die Tierschützer gemeint, als sie sagten, ich sei zu klein. Ich bin nämlich nicht stark und wenn ich mit größeren, kräftigeren Hunden in einer Box sitze, kann ich mich nicht behaupten. Ich kann mein bisschen Futter nicht gegen sie verteidigen und im Winter wird mein Fell zu dünn sein, um mich warm zu halten.



Noch teile ich meinen Betonkasten mit lieben Artgenossen, Hündinnen und Rüden. Ich verstehe mich gut mit ihnen und sie respektieren mich. Was aber, wenn die anderen gehen und ich zurückbleibe? Die Betreiber des Hundelagers werden die Box wieder füllen. Dabei ist es ihnen völlig egal, ob es passt und was aus mir wird. Sie werfen einfach rein, was gerade kommt.

Als die Tierschützer mich besuchen kamen, war mir das zuerst ein bisschen unheimlich und mein Herzchen hat ganz doll geklopft. Die Tierschützer sagten, obwohl ich so klein bin, hätte ich ein großes Herz. Oje, so laut hat es geklopft, dass sie das sogar gehört haben? Die anderen Hunde sind gleich zu ihnen hin geflitzt und haben sich streicheln lassen. Nachdem ich gesehen habe, dass das ungefährlich ist, habe ich mich auch auf den Arm nehmen lassen und wisst Ihr was? Ich fand es richtig schön und glaube, daran könnte ich mich gewöhnen.



Die netten Tierschützer haben mir versprochen, dass sie einen lieben Menschen oder eine fürsorgliche Familie für mich finden werden; eben jemanden, der mich beschützt und versteht, dass auch ein kleiner Hund wie ich noch ganz viel lernen muss, tierische Bedürfnisse hat und vor allem kein Spielzeug ist."




Liebe Leserinnen, liebe Leser, wenn Sie sich angesprochen fühlen, dann melden Sie sich doch bitte bald bei Gemminas Vermittlerin. Wir haben wirklich Sorge, dass unser kleines Mädchen mit dem großen Herzen in Grau des Hundelagers untergeht. Vielen, lieben Dank!

Sabine Wojtok

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Falco (Zuhause gefunden)! - Drei kleine Schweizer in Italien


Falco

Rasse: Berner Sennen Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 02.2026

Da staunten wir nicht schlecht, als wir Fanny, Flausch und Falco zum ersten Mal sahen; denn eigentlich sind die drei süßen Fellknäuel doch mehr Plüsch als Hund. Aber wenn man sich erholt hat vom anfänglichen Du meine Güte, was sind die niedlich, einfach zum Verlieben, und einen weiteren, fachkundigen Blick auf Falco und seine Geschwisterchen wirft, dann erkennt man ihn, der Berner Sennenhund unter ihren Ahnen.



Ihre Geschichte aber ist ebenso traurig, wie die all der zahllosen Hunde, die niemand haben will: verstoßen, ausgesetzt und ihrem ungewissen Schicksal überlassen … das heißt nein, in diesem Fall konnte die Frau, die unsere kleinen Pelzwölkchen eiskalt auf die Straße geworfen hatte, etwas später wohl doch noch irgendwo ganz tief drinnen einen letzten Funken ihres Gewissens finden und benachrichtigte eine Tierschützerin, dass in ihrer Gegend vor ein paar Tagen drei Welpen aufgetaucht seien.



Der Rest ist schnell erzählt: Die Tierschützerin hat das Dreigespann natürlich mit in ihr kleines Rifugio genommen, wo sie sich ganz welpentypisch verhalten: zur Zeit vielleicht noch ein bisschen vorsichtig, aber gänzlich sorglos und unverzagt. Doch Sie, liebe Leserinnen und Leser, wissen ebensogut wie wir, dass ein Rifugio zwar eine Zuflucht für Hunde ist, aber kein richtiges Zuhause ersetzen kann …erst recht nicht für Hundekinder. Zeit ist immer ein knappes Gut im Tierheim; und wie sehr man sich auch bemüht, man kann den Hunden dort niemals die Zuwendung geben, die sie so dringend brauchen. Da vergehen dann Wochen und Monate, aus den Welpen werden Junghunde und ehe man sich´s versieht, sind sie erwachsen geworden, ohne je das Hunde-1x1 gelernt zu haben.



Darum suchen wir für unsere Hundekinder auf diesem Weg ein richtiges Zuhause bei liebevollen und geduldigen Menschen, die sie behutsam an die Pfote nehmen und alles lehren, was so ein Vierbeiner als Familienmitglied wissen muss. Natürlich sollen Spiel und Spaß dabei an erster Stelle stehen. Kurz gesagt, sie brauchen Menschen die Freude und Erfüllung darin finden, einen kleinen Berner Sennenmischling beim Großwerden zu begleiten und ihr Leben mit ihm zu teilen.


Sie wachsen so schnell; und wenn Sie diesen Beitrag lesen, hat Falco womöglich längst neue Dinge entdeckt und auch schon seine eigene, kleine Persönlichkeit entwickelt. Aber seien Sie unbesorgt: Seine Vermittlerin gibt Ihnen sehr gern Auskunft. Rufen Sie sie einfach an! Vielen, lieben Dank!

Yvonne Beier

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Jontar - Seine Geschichte wurde gelesen: Zuhause gefunden!


Jontar

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 08.2021

" https:="" www.designblog-admin.de="" configuration="" templates="" default="" images="" pixel.gif"="" title="https://www.designblog-admin.de/configuration/templates/default/images/pixel.gif" rel="media11090989804537343" width="560" height="315" style="text-decoration:underline">Schulterhöhe: 62 cm



Mai 2026: Neuer Tag, neues Glück? Das mag für andere gelten, aber nicht für mich. Keiner sieht mich, keiner ruft mich beim Namen. Was einmal Hoffen und frohes Erwarten war, sitzt jetzt zuviel auf den Knochen und zuwenig auf der Seele. Die Tage tropfen auf den Zwingerboden und versickern im rauen Beton.



Als mich die Tierschützer einmal kurz besuchen durften, sagten sie mir: "Lieber Jontar, warte nur ab, deine Familie kommt schon bald." Und ich wartete, warte immer noch, aber niemand meldet sich für mich. So vergehen die Jahre und mein Leben verrinnt.



Ich sehe andere Hunde kommen und gehen. Eine von ihnen ist Jozefina, meine Schwester. Sie hat den Jackpot geknackt und ein Zuhause bei einer ganz lieben Familie gefunden. Ich bleibe zurück und werde immer runder, stiller, und müder. Nur noch selten frage ich mich, ob mein Bild auch endlich einmal zum Lieblingsbild von einem Menschen wird.



Jacoby und Betsy sind meine Freunde. Wir teilen das Warten miteinander, aber schon längst nicht mehr die Hoffnung. Was einmal Welpenmut hieß, ist jetzt ein unsichtiger, dicker Hund mit stillen, traurigen Augen, kaum noch Muskeln und glanzlosem Fell.



Dabei mache ich alles richtig. Ich dränge mich nicht vor, belle nicht aufdringlich, halte durch. Ich lasse mir vorsichtig das Halsband anlegen, folge tapfer, oder stehe still, wie es gerade verlangt wird. Die Tierschützer sagen, ich sei folgsam, sanft und vorsichtig hoffnungsvoll - aber ich frage mich: Erfährt das überhaupt jemand? Oder ist auch das nur so ein Satz, der ungelesen in einem Aktenordner verschwindet? Warum bin ich nie der, auf den jemand wartet? Bin ich unsichtbar? Ich möchte doch so gern irgendwo ankommen und wissen, wie sich richtiges Leben anfühlt.

 


Ich bin Jontar und ich hoffe immer noch, dass meine Geschichte endlich jemand zu Ende liest. Vielleicht schreibst Du ja sogar das Happy End.

Dein Jontar

Daniela Koenemann

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">aus dem Ausland:
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WAS BISHER GESCHAH:

August 2023; Jacoby, Jontar, Jorik, Jorina, Jozefina und Julinda - einst sechs niedliche, kleine, unschuldige Welpchen, die in der Hundehölle landeten. Die drei Buben und drei Mädchen sind inzwischen erwachsen, ihre Welpenniedlichkeit konnte keinen von ihnen retten. Umso nachdenklicher stimmt es mich, wenn ich auf den Fotos und Videos der Geschwister sehe, dass sie sich nicht aufgegeben haben, sondern immer noch lustige und freundliche Wesen sind, die unsere Tierschutzkameraden freudig begrüßen. Sonnenscheine in einer trostlosen Welt. Wie kann es sein, dass sie dort noch vor sich hinvegetieren müssen, anstatt im eigenen Zuhause für Spaß und gute Laune zu sorgen?



Es muss ein heißer Sommertag, Ende August 2021 gewesen sein, als Jontar und seine Geschwisterchen das Licht der Welt erblickten. Kaum zwei Monate alt, wurden sie ins Hundelager gebracht; ob sie ausgesetzt oder frei geboren und aufgegriffen wurden, wissen wir nicht. Seitdem fristen sie ihr Dasein an diesem düsteren, furchteinflößenden Ort, verbringen ihre Tage auf nacktem Beton in nicht endenwollendem Einerlei, ohne Gras unter ihren Pfoten, ohne einen Ort, an den sie sich einmal zurückziehen könnten, ohne streichelnde Hände und jegliche Fürsorge. Unvorstellbar? Ja, aber leider traurige Wirklichkeit. 


August 2024: Inzwischen sind drei Jahre vergangen, in denen aus einer Rasselbande niedlicher Welpen ein Rudel erwachsener Hunde wurde; verlassen, weggeschlossen und hinter Gitterstäben vergessen. Einzig ihre Schwester Jozefina, die nun Josy heißt, wurde im Dezember 2023 von einer dieser weltbesten Familien adoptiert und lebt nun glücklich und geliebt in ihrem eigenen Zuhause.

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Lebenslichter 31.07.2026, 18.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE | Tags: JONTAR, neuer Tag, neues Glück, Tierschützer, Familie, Jackpot, Geschichte, Hundelager, Beton, unsichtbar, unsichtiger, dicker Hund, mit stillen, traurigen Augen, kaum noch Muskeln, mit glanzlosem Fell, Happy End,

Giotto - Süß, wie der Name schon sagt: Körbchen gefunden!


Giotto

Rasse: Bretone

Geschlecht: Rüde

Geboren: 03.2016

Schulterhöhe: 45 cm

Manchmal können wir es selbst kaum glauben, wie großartig unsere Vermittlungskandidaten sind. Ja, säße unser zauberhafter Um-den Finger-Wickler Giotto in einem deutschen Tierheim, dann hätte sich bestimmt längst jemand in ihn verliebt und der süße Kerl hätte seinen Platz auf dem Sofa und im Herzen seiner neuen Familie bereits gefunden.


Wäre, hätte, Fahrradkette - naja, Sie wissen schon… Aber ich möchte es einmal so ausdrücken: Was noch nicht ist, kann und wird unbedingt noch werden! Denn zweifellos dürfen wir Ihnen mit unserem Giotto ein echtes Sahnestückchen vorstellen, das zu so viel mehr passt, als nur zu einer Tasse Kaffee! Der kleine Mann ist rundum nett und verträglich mit allen Vier- und Zweibeinern. Er bringt sich fast um vor Freude über jede noch so kleine Zuwendung und Aufmerksamkeit, liebt Spaziergänge und läuft dabei sogar vorbildlich an der Leine. Und das, obwohl sein vorheriges Leben bei einem Jäger wohl eher schwer und entbehrungsreich war - weit entfernt davon, wie ein geliebtes Familienmitglied gehalten zu werden.  Hunde sind für italienische Jäger im Grunde nichts weiter als Gebrauchsgegenstände; als das Herrchen verstarb, hatte dessen Tochter letztlich auch keinerlei Verwendung mehr für den treuen Vierbeiner und schob ihn mitleidlos in ein Hundelager ab.


Dabei liebt Giotto uns Menschen und möchte so gern überall dabei sein. Aufmerksamkeit, Nähe und gemeinsame Augenblicke sind das Größte für ihn; voller Neugier bewegt er sich durch den Alltag und strahlt dabei soviel Sanftheit, Charme und Lebensfreude aus – eine Mischung, der man nur schwer widerstehen kann.


Ich möchte noch erwähnen, dass Giotto, wie viele Vertreter seiner Rasse, mit einer kurzen Rute geboren wurde. Zudem wurde bei ihm ein Herzgeräusch festgestellt und er bekommt Tabletten. Zwar sollte man die Sache ein wenig im Blick behalten; sie beeinträchtigt ihn aber weder in seiner Unternehmungslust, noch in seiner Lebensfreude.


Solo con Giotto – vielleich braucht es für Sie nur diesen einen Hund, um alles richtig zu machen.

 

 

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Lebenslichter 31.07.2026, 18.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE | Tags: GIOTTO, Bretone, in einem deutschen Tierheim, Fahrradkette, nett und verträglich, Freeude, Spaziergänge, Jäger, Neugier, Lebensfreude, Charme, Alltag, Herzgeräusch, schwer, Unternehmungslust, entbehrungsreich, Sahnestückchen, Tass,

Rona - Aus dem Dunkel ins Licht: Körbchen gefunden!


Rona

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 01.11.2015

Schulterhöhe: 40 cm


Bei manchen Geschichten aus dem Tierschutz denken wir, schlimmer geht es nicht. Dann kommen Hunde wie Rona, Ruby und ihre Leidensgefährten daher und es verschlägt uns den Atem.

Vorab sei gesagt: Vielleicht ist der Mann, bei dem Rona und viele andere Tiere elend vor sich hinvegetieren mussten, nur bedingt schuldfähig. Jemand, der weder für sich selbst sorgen, noch um Hilfe bitten kann, war mit der Haltung von Tieren vermutlich restlos überfordert. Das würde zwar einiges erklären, nützt aber den Tieren auch nachträglich nichts; denn was diese armen Wesen über Jahre hinweg erdulden mussten, liegt jenseits unserer Vorstellung.



Im Mai 2025 verschaffte sich die italienische Polizei Zutritt zu einem Grundstück. Dort hatte ein Mann mit einer kaum überschaubaren Anzahl an Tieren - in erster Line waren es Hunde - in völliger Verwahrlosung gehaust. Luciana, die mit uns befreundete Tierschützerin aus dem Waldtierheim, wurde wegen der Hunde von der Polizei um Unterstützung gebeten. Was sie auf dem Gelände vorfand und heimlich mit dem Handy filmte, lässt dem Betrachter das Blut in den Adern gefrieren: Das Innere des Hauses sowie das Grundstück glichen, milde ausgedrückt, einer Mülldeponie.  Alles schien im Begriff zu vermodern, zu verfallen, und es stank bestialisch.

Die Hunde hatten sich Höhlen und Gänge unter dem verdreckten Grundstück gegraben. Weder Hündinnen noch Rüden waren kastriert; es müssen Welpen ohne Ende geboren worden sein, von denen nur die wenigsten überlebt haben dürften. Aber auch viele erwachsene Hunde waren gestorben, wie einige herumliegende Kadaver bezeugten., Da die Tiere, falls überhaupt, nur sehr unregelmäßig, gefüttert worden waren, mussten sie stattdessen ihre toten Freunde oder die Welpen fressen. Da verwundert es nicht, dass alle Hunde, die im Mai mehr tot als lebendig aufgefunden wurden, geschwächt und krank waren. Die meisten hatten schlimme Räude (eine heilbare Hauterkrankung, verursacht durch Milbenbefall), am ärgsten davon betroffen waren die Mütter. Luciana erklärte sich sofort bereit, die Hundemamas und ihre Welpen bei sich aufzunehmen.




Jetzt, etwa ein Jahr später, sind zumindest einige der geretteten Hunde dank entsprechender Medizin und der Pflege mit speziellen Shampoos von der Räude genesen. Rona und Ruby scheinen körperlich auf einem guten Weg zu sein; die anderen Hundemamas sind jedoch noch immer zu krank, um sie adoptierem lassen zu können. Bei Rona ist das Fell wieder nachgewachsen und aus einem Hund, der kaum noch als solcher zu erkennen war, ist eine bezaubernde, hellbraune kleine Schönheit geworden. Natürlich ist sie noch schüchtern; das kann man ihr nicht verdenken, angesichts der unmenschlichen Bedingungen, unter denen sie jahrelang ihr Dasein fristen musste. Aber in Lucianas Obhut gewinnt sie langsam, Stückchen für Stückchen, das verlorengegangene Vertrauen zurück.



Darum suchen wir nun ganz besondere Menschen, die nicht viel von ihrem neuen Familienmitglied erwarten und die bereit sind, der zuckersüßen Rona die Zeit zu geben, die sie braucht, um körperlich und seelisch wieder ganz gesund zu werden;   Menschen, in deren Herzen ein kleiner Hund Platz findet, der sein bisheriges Leben im Dunkel verbracht hat und sich erst an das Licht gewöhnen muss; geduldige und einfühlsame Menschen, die sich über ein erstes, scheues Schwanzwedeln freuen können, als wär´s ein Lotteriegewinn. Möglicherweise wird Rona nie das überschäumend fröhliche Hundemädchen werden, welches sie unter normalen Umständen hätte werden können. Aber mit Ihrer Hilfe werden ihre seelischen Wunden nach und nach verheilen.


Möchten Sie der Kleinen gern ein weiches Körbchen zum Kuscheln schenken, einen Platz, an dem sie sich geliebt und beschützt fühlen und das erlebte Grauen vergessen darf?  Dann melden Sie sich bitte bei ihrer Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!

Sabine Wojtok

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Dahira - Bis dich jemand findet… Dahira wurde gefunden!

Dahira

Rasse: Schäferhund - Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 11.2023

Schulterhöhe: 58 cm 

Meine liebe Dahira! Ich schreibe dir diesen Brief, damit du weißt, dass jemand an dich denkt; nicht an eine namenlose Hündin, die völlig schuldlos hinter Gittern sitzt, sondern an das, was du wirklich bist: eine kluge, sensible Seele mit viel zu viel Herz für diesen düsteren Ort. Ich weiß, in deinen Papieren steht, du wurdest am 01.11.2023 geboren. Mag sein, dass das stimmt; wir glauben aber, dass du doch ein wenig älter bist. In so einem Hundelager verliert die Zeit ohnehin ihre Bedeutung. Seit dem 8. November 2025 sitzt du dort ganz allein in deiner Zelle ein, ohne zu verstehen warum.



Wie dein früheres Leben aussah, wissen wir nicht. Aber die Narben an deinen Vorderbeinen erzählen eine traurige Geschichte von Erfahrungen, die kein Hund auf der Welt machen sollte. Mir sagen sie genug: Falls du jemals ein Zuhause hattest, dann war es mit Sicherheit kein gutes und keines, das diesen Namen verdient. Sonst müsstest du jetzt nicht dein Dasein fristen in diesem Kerker, der kein Erbarmen kennt. Irgendwann zerbricht jede Hundeseele an der Vernachlässigung und Lieblosigkeit, die hier den ewig gleichen Alltag bestimmen - erst recht eine junge Hündin, die so anschmiegsam, feinfühlig und gescheit ist wie du. Nur zu gern möchtest du dich unverbrüchlich an einen - deinen - Menschen binden und für immer sein Hund sein.


Als die Tierschützer dich besuchten, konntest du vor freudiger Aufregung kaum eine Sekunde stillstehen. Dein kluges Köpfchen arbeitet unaufhörlich, ebenso wie dein nach Bewegung hungernder Körper. Du willst verstehen und lernen. Du sehnst dich nach Nähe und Berührung, ohne dass man dich bedrängt. Wenn dir etwas zu viel wird, dann machst du das durch sanftes Knabbern deutlich - klar und direkt, wie es Hütehundeart ist. Ich weiß, dass man das als Problem betrachten kann; aber in einem richtigen Zuhause bei verständnisvollen Menschen wird schnell Vertrauen daraus. Es ist wie eine Sprache, die ihr gemeinsam lernt. Wenn ihr das Vokabular beherrscht, wird die Verständigung kinderleicht. Dann wirst du nicht mehr fortwährend nach Anregung und Beschäftigung suchen müssen, sondern du wirst aufblühen und zeigen, was für eine Traumhündin du bist.



Liebe Dahira, ich schreibe dir das alles, damit du weißt: Du bist richtig, genauso wie du bist. Nur der Platz, an dem du ausharren musst, ist falsch und es tut mir in der Seele weh, dich dort zu wissen: so voller Energie und bereit, einem Menschen dein mit Liebe prall gefülltes Herz zuzuwerfen – aber keiner ist da, der es auffängt.

Ich wünsche mir für dich jemanden, der deine Anhänglichkeit nicht für selbstverständlich hält, sondern als Geschenk annimmt und weiß, dass ein Schäferhund nicht einfach funktioniert, sondern sich tief und für immer bindet.


Bis wir diese(n) besonderen Menschen gefunden haben, werde ich dich im Herzen tragen.

Simone Leitenbauer

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Lebenslichter 31.07.2026, 18.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE | Tags: DAHIRA, Ich schreibe dir diesen Brief, damit du weißt, dass jemand an dich denkt, Du bist richtig, genauso wie du bist, Es ist wie eine Sprache, die ihr gemeinsam lernt, Wenn ihr das Vokabular beherrscht, wird die Verständigung kinderleicht, dei,

Oliverio - Striche, die nichts mehr (er)zählen - Zuhause gefunden!


Oliverio

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.06.2024

Schulterhöhe: 57 cm 



NACHTRAG JUNI 2026:

An dieser Wand wurden einmal Striche gezählt: Einer für jeden Tag, einer für jede Nacht. Die Wand hat alles gesehen; auch Oliverio, den kleinen Welpen mit den schiefen Hinterbeinen, der nicht so recht wusste, wohin mit sich. Die ersten vorsichtigen Schritte, das Beobachten, das Anpassen. Und irgendwann wurde es ruhiger.


Die Striche sind geblieben. Aber sie haben aufgehört, etwas zu verändern. Die Wand zählt nicht mehr wirklich mit. Sie steht einfach da.


Was sie nicht zeigen kann: Was in der Zeit dazwischen passiert ist, kann die Wand nicht zeigen. Oliverio ist gewachsen. Er hat gelernt, mit anderen zu leben, eng nebeneinander ohne Konflikte sowohl mt Rüden, als mit Hündinnen. Er weiß, wie man sich bewegt, ohne anzuecken; und dass es manchmal besser und leichter ist, sich einzufügen, als sich durchzusetzen. Sogar Katzen bringen ihn nicht aus deer Ruhe.

Das alles kann die Wand nicht erzählen. Sie zeigt nur das, was auffällt: Oliverios Gangbild, seine Hinterhand, das Auge. Das alles sind Dinge, die sichtbar sind, aber nicht das, was wirklich zählt: dass er innehält, wenn etwas neu ist; dass er schaut, abwägt, kurz zögert und dann doch den Schritt wagt.

Die Wand antwortet nicht mehr, aber Oliverio schon. Leise und geduldig, jeden Tag, indem er einfach mitläuft und zeigt, dass er längst bereit ist, für einen Ort, an dem nicht die Striche zählen, sondern das, was dazwischen passiert.


Wenn Sie sich vorstellen können, genau dieser Ort für unseren Oliverio zu sein, dann melden Sie sich bittebei seiner Vermittlerin, oder erzählen Sie jemandem von ihm. Vielen, lieben Dank!

 

******************************

Ein neues Jahr bricht an. Nein, diesmal nicht nur kalendarisch. Für Oliverio hat bereits sein 2. Jahr im Hundegefängnis begonnen. Anders als Häftlinge in Alcatraz kann er keine Striche an die Betonwand in seiner Zelle malen. Aber zählen kann er.

Wenn er abends in seinem Betonzwinger liegt, um ihn herum das verzweifelte Bellen und Jaulen all seiner Mitgefangenen, dann zählt er die Tage und Nächte, die er schon an diesem trostlosen Ort zugebracht hat. An Weihnachten 2025 sind es 455 Tage und Nächte.

Genau wie die Gefangenen in Alcatraz werden auch die Hunde bei ihrer Ankunft im Hundeknast für ihre Akte fotografiert und katalogisiert. Auf den Bildern von Oliverio sieht man einen kaum 4 Monate alten Welpen. Knuffig und süß wie alle Hundekinder in diesem Alter.


Normalerweise möchte man diese niedlichen Hundebabies einfach nur kraulen und streicheln und sich von ihnen mit Welpenküsschen dafür belohnen lassen. Der kleine Oliverio dagegen wurde ins Hundlager eingeliefert, ohne das alles vorher jemals kennengelernt zu haben.

In seiner Akte steht, man hätte ihn auf der Straße aufgelesen, wo er wohl in einen Autounfall verwickelt gewesen war. Vielleicht wurde er dadurch von seiner Mama und seinen Geschwistern getrennt, oder er war schon allein unterwegs und musste sich tapfer durchschlagen. Wir wissen es nicht.


Oliverios Hinterbeine sind leicht deformiert und x-förmig. Als Welpe hatte er dadurch einen seltsamen Gang, welcher sich im Laufe der Zeit stabilisiert hat, aber noch immer ins Auge fällt. Dies hindert ihn jedoch nicht daran, zum Musterschüler an der Leine zu werden.




Im Hundegefängnis muss man schnell lernen, denn die Lehrstunden mit den Tierschützern sind kostbar und begrenzt. Dank seiner schnellen Auffassungsgabe hat Oliverio diese Lektion bravourös bestanden.


In seiner nur wenige Quadratmeter kleinen Box ist er bei seinen Schicksalsgefährtinnen und -gefährten sehr beliebt. Er weiß ihre Signale zu deuten und versteht, wann gemeinsames Spiel angesagt ist und wann es besser ist, auf Abstand zu gehen. Diese Regeln sind für ein halbwegs harmonisches Miteinander im Hundegefängnis überlebenswichtig, denn Einzelgänger haben es hier doppelt schwer, den tristen, eintönigen Alltag zu überstehen.




Wenn es den Tierschützern von den Betreibern des Canile alle paar Wochen einmal gestattet wird, die Hunde zu besuchen und ein bisschen Abwechslung in deren öden Alltag zu bringen, überwiegt bei Oliverio die Neugier. Anfangs, als Hundekind, war er noch ein wenig schüchtern; aber inzwischen weiß er, dass die Tierschützer es gut mit ihm meinen und auch immer einige Streicheleinheiten im Gepäck haben. Diese möchte sich Oliverio natürlich auf keinen Fall entgehen lassen und begrüßt die Tierfreunde mit freudig - erwartungsvollem Schwanzwedeln.


Schaut man sich die neuesten Fotos in seiner Akte an, mag man kaum glauben, dass bereits 455 imaginäre Striche seine Zellenwand zieren. Was wird geschehen, wenn nicht bald jemand auf ihn aufmerksam wird?



Wir können es Ihnen sagen, liebe Leserinnen und Leser: Dann werden immer weitere Striche hinzukommen - solange, bis Oliverio diese Welt verlässt, in der er nie willkomen war.


Oliverio, der so fleißig an der Leine geübt hat.

Oliverio, der so guter Freund und höflicher Zellengenosse ist.

Oliverio, der sich so sehr über Besuch und Streicheleinheiten freut.

Oliverio, der ohne jegliche Anklage, geschweige denn Schuld, hinter den Gittern sitzt.

Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, dieser schon viel zu langen Strichliste ein Ende setzen und dem freundlichen, so liebenswerten Oliverio ein behütetes Zuhause sschenken möchten, dann rufen Sie bitte gleich Oliverios Vermittlerin an. Vielen, lieben Dank!

 

 Tanja Roth

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

 Telefon
aus Deutschland:

0173 - 67 31 030

aus dem Ausland:
+49173 - 67 31 030

 per EMail:

Tanja.Roth@pro-canalba.eu

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Lebenslichter 31.07.2026, 18.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE | Tags: Oliverio, Alcatraz, Akte, Hinterbeine, deformiert, Musterschüler, Canile, Tierschützer, Strichliste, Zuhause, Welt, erschüler, Canile, Tierschützer, Strichliste, Zuhause, Welt, Striche, Beobachten, Anpassen, ohne Konflikte, Gangbild, A,

Arleene - Fachkraft für Beton- und Knastpädagogik: Körbchen gefunden!


Arleene

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 07.2020

Schulterhöhe: 62 cm

(Von Arleene, seit Juli 2023 unfreiwillige Expertin)


Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser. Wenn Sie diesen Text lesen, interessieren Sie sich vielleicht für Hundeerziehung. Dann lassen Sie mich Ihnen sagen: Ich habe inzwischen fast drei Jahre Praxiserfahrung; leider nicht im Garten oder im Wohnzimmer, sondern im Beton.





Kapitel 1: Wählen Sie den richtigen Untergrund. Rasen wird überbewertet, ebenso wie Sand. Beton dagegen hat Charakter. Er ist hart, nackt und speichert jede Temperatur, die gerade als besonders unangenehm empfunden wird. Im Sommer beschert er Ihnen Brandblasen an den Pfoten, im Winter dafür Erfrierungen und abgerissene Haut, die an dem nassen, vereisten Untergrund kleben bleibt. Dadurch lernen Ihre Welpen schon früh, sich anzupassen und dass Weinen überhaupt nichts bringt.





Kapitel 2: Ruhig bleiben trotz Dauerlärm. 
Umgeben von Jaulen, Winseln, Bellen, Metallklirren und immer neuen Gesichtern hinter Gittern entwickeln junge Hunde eine ausgezeichnete Fähigkeit, gelassen zu bleiben. Ich habe meine Kinder gelehrt, dass nicht jedes laute oder fremde Geräusch zwangsläufig Gefahr bedeutet. Manchmal heißt es nur, dass wieder einer umsonst gehofft und gewartet hat.





Kapitel 3: Haltung bewahren, auch ohne Publikum. Man steht gerade, bleibt gefasst und man drängelt nicht. Ich bin liebevoll, gesellig, gehorsam und anhänglich, sagen die Tierschützer, die es wissen müssen. Gern würde ich all das meinem Menschen/ meiner Familie beweisen. Aber selbst hier in Haft und abgeschnitten von der Welt gilt: Würde behalten, auch wenn niemand zuschaut.





Kapitel 4: Hoffnung sparsam dosieren. Seit Juli 2023 bin ich hier, da waren meine Kinder gerade eine Woche alt. Sie sind erwachsen geworden hinter Gittern. Als Mutter lernt man hier, Hoffnung wie Futter einzuteilen: nicht zuviel auf einmal, sonst bekommt man Bauchweh; aber auch nicht zu wenig, sonst verhungert die Seele.




Kapitel 5: Was tun, wenn plötzlich einer fehlt? Man versucht, es ruhig zu erklären. Arriel sitzt nicht mehr bei uns. Warum, weiß ich nicht. Hier werden Entscheidungen willkürlich, ohne Herz und Verstand getroffen. Ich habe gelernt, nach außen stark zu wirken, auch wenn mein Herz bricht, weil ein Platz leer bleibt.




Kapitel 6: Liebenswürdigkeit als Mittel zum Überleben. Eigentlich hätte ich allen Grund, Menschen gegenüber misstrauisch und abweisend zu sein; aber Verbitterung ist ein schlechtes Vorbild für junge Hunde.

Kapitel 7: Was man seinen Kindern nicht beibringen kann. Ich konnte sie lehren, nett zu bleiben, nicht bösartig zu werden, aufrecht zu stehen. Nicht beibringen konnte ich ihnen, warum wir nach so langer Zeit noch immer hier ausharren müssen.


Erkennen Sie die Ironie?  Die Menschen suchen gesellige, liebevolle, selbstbewusste Hunde und ich sitze hier mit genau diesen Eigenschaften. Man muss nicht laut sein, um es verdient zu haben. Man muss nicht perfekt sein, um richtig zu sein. Ich habe meine Aufgabe erfüllt. Meine Kinder sind erwachsen und sind freundlich geblieben. Das war nicht ohne weiteres zu erwarten, besonders unter den gegebenen Umständen.





Jetzt wäre ich gern einmal nicht nur Mutter, sondern einfach die Hündin Arleene.Vielleicht ist ja 2026 das Jahr, in dem Sie und andere gutherzige Menschen beschließen, dass wir uns nicht länger im Warten üben müssen, sondern endlich anfangen dürfen zu leben. Wir sind mehr als bereit für das erste Kapitel außerhalb dieses Leitfadens.





Genug der Theorie, hiermit schließe ich meinen Betonratgeber. Für den Praxisteil beginnen Sie bitte mit Kapitel Zum Telefon greifen - natürlich gern auch für eins meiner Kinder  Armindo, Arunny und Arriel, Meine Vermittlerin freut sich riesig auf Ihren Anruf und ich bin voller Vorfreude und kann es kaum erwarten.

 

 

 

 

 

 

Yvonne Beier

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

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Nettie - Wundertüte auf vier Pfoten: Zuhause gefunden!


Nettie

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 06.2024

Schulterhöhe: 35 cm

Oh je, dachten die lieben Tierschützer vor Ort, als sie im Mai dieses Jahres die Zwingerbox der winzigen Hündin namens Nettie betraten. Scheu drückte die Kleine sich in eine Ecke und hätte sich am liebsten unsichtbar gemacht. Mit ruhiger Ansprache gelang es den Tierschützern, der verängstigten Nettie Halsband und Leine anzulegen und mit ihr ein paar Schritte nach draußen zu gehen. Da geschah ein kleines Wunder: die eben nochso schüchterne Nettie wedelte fröhlich mit der Rute, ließ sich streicheln und alberte mit den Menschen herum, dass ihnen warm ums Herz wurde. Da war keine Spur mehr von Unsicherheit, Sorge und Scheu; stattdessen eine vergnügte Junghündin, die sich über die freundliche Ansprache freute und die kurze Abwechslung sowie die Streicheleinheiten sichtlich genoss.


In diesen kurzen, für Mensch und Hund so besonderen Begegnungen auf der schmalen Wiese in einem italienischen Hundegefängnis wird immer wieder deutlich, wie qualvoll die ausschließliche Haltung in einem Betonzwinger ohne Auslauf, Ansprache und geistige Anregung ist. Die süße Nettie wurde im zarten Alter von sechs Monaten in das Lager gesperrt. Welche schrecklichen Begebenheiten zu ihrer Abgabe ins Canile geführt haben, werden wir leider nie erfahren.

Netties rechtes Auge ist ein sogenanntes "Cherry-Eye". Das ist eine Vergrößerung des 3. Augenlids, der sogenannten Nickhaut, die zu Reizungen und Rötung am Auge führen kann. Es ist gut behandelbar und könnte mit einem kleinen tierärztlichen Eingriff leicht behoben werden, müsste Nettie nicht in diesem Hundelager einsitzen, in welchem es keinerlei tierärztliche Versorgung gibt.

Erinnern Sie sich noch an diese kleinen, raschelnden Wundertüten aus der Kindheit? Man wusste nie, was darin war, aber es war immer etwas Schönes, Überraschendes, das ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Genau so ist Nettie.


Ihren kahlen, ungemütlichen Betonkäfig teilt sie ganz selbstverständlich mit anderen Artgenossen, sowohl Rüden als auch Hündinnen. Da gibt es keine bösen Überraschungen, nur nette Beigaben: Frieden, Freundlichkeit und ein bisschen Sonnenschein im grauen Zwingereinerlei. Auch uns Menschen erinnert Nettie an diese Wundertüten aus Kindertagen: an die Vorfreude beim Öffnen und dieses kleine Kribbeln im Bauch, weil man nicht wusste, was gleich zum Vorschein kommen würde. Man steckt vorsichtig die Hand aus, und anstelle von Bonbons oder Glitzerbildchen bekommt man bei ihr Vertrauen geschenkt. Ein sanfter Blick, ein leichtes Wedeln und dieses unbeschreibliche Glücksgefühl, weil man gerade etwas ganz Besonderes, Echtes gefunden hat.


Nettie ist wie der schönste Fund aus einer Wundertüte; einer, der nicht nur bunt ist, sondern das Herz ein bisschen heller macht - wie eine Erinnerung an etwas Wunderbares, das man beinahe vergessen hatte.

Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie die niedliche Nettie adoptieren, dann bekommen Sie keine gewöhnliche Hündin, sondern ein Herz voller Liebe, verpackt in 35 Zentimeter Lebensfreude. Wie eine Wundertüte, die Sie öffnen, und plötzlich ist alles gut.



Wenn Sie wissen möchten, was für ein Glück in dieser Wundertüte namens Nettie steckt, dann greifen Sie bitte schnell zum Telefon. Netties Vermittlerin verrät Ihnen gern den Rest des Geheimnisses. Vielen, lieben Dank! 

 

 

Sabine Wojtok

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin 

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Sabine.Wojtok@pro-canalba.eu 

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Arkell - Spuren, die niemand gegangen ist: Familie gefunden!



Arkell

Rasse: Cane Corso Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 12.2015

Schulterhöhe: 65 cm


Manchmal entstehen Spuren, ohne dass jemand geht. Eine solche Spur ist Arkell. Seit 2018 sitzt er im Lager. Es gibt viele Hunde, die hier ausharren müssen, bis sie nicht mehr können. Man lässt sie nicht gnädig sterben, ohne sie vorher zu zerbrechen. Arkell wird seit acht langen, ereignislosen Jahren kaputt gewartet.

Als er ins Gefängnis gesteckt wurde, war er gerade drei; ein Jungspund, groß, kräftig und voller Lebenslust. Stets kam er als Erster ans Gitter, aufmerksam und in der Hoffnung, jeder Mensch könnte der richtige für ihn, jeder Tag könnte seiner sein. Er hinterließ bleibenden Eindruck, ohne etwas tun zu müssen. Aber dann kamen die Jahre, andere Hunde fanden ihre Familien und durften das Schreckenslager verlassen. Arkell blieb und wartete.


Erst 2022 sahen wir ihn wieder; immer noch nett, zuversichtlich, den Menschen zugewandt. Er lief mit, orientierte sich an uns, als wäre es für das Natürlichste von der Welt. Dann kamen mehr Jahre, Arkell blieb und wartete weiter.

Wir schreiben das Jahr 2026. Arkell ist jetzt zehn. Er liegt viel, kann sich kaum noch erheben. Seine Hinterläufe sind durch die fehlende Bewegung steif geworden, auch hat er kaum noch Muskeln. Seine Kräfte schwinden zusehends, sein Körper will nicht mehr. Er hat Liegebeulen an den Ellbogen, einen Bluterguss am Ohr und ein Auge, das behandelt werden müsste. Spuren, die nicht durchs Gehen, sondern durchs Bleiben entstanden sind. Der lebensfrohe Hund, der einmal wie eine Feder hochgesprungen ist, braucht heute Zeit, um überhaupt aufzustehen. Und trotzdem: Wenn man bei ihm stehen bleibt, hebt Arkell den Kopf. Ein Teil von ihm glaubt weiterhin, dass jemand für ihn kommt. Es ist immer noch da, dieses Fünkchen Hoffnung, obwohl die Jahre gehen und die Zeit gegen ihn arbeitet.


(Im Umgang mit seinen Artgenossen zeigt Arkell sich übrigens friedlich und unauffällig. In all den Jahren kam es durch ihn nie zu einer Auseinandersetzung.)

Arkell hat nicht mehr ewig. Die Zeit hinterlässt ihre Spuren, auch wenn nichts passiert. Arkells Spuren verlieren sich mehr und mehr, und was davon noch übrig ist, wird nicht mehr allzu lange bleiben.

Möchten Sie gern mehr über Arkell erfahren und im schönsten Fall Ihre eigenen Spuren neben seine setzen? Dann freut seine Vermittlerin sich über Ihre Nachricht. Arkell ist kein Hund für nebenbei. Er ist ein Hund fürs Herz.


Für Arkell: Jede noch so kleine Aufmerksamkeit bedeutet einen Hoffnungsschimmer und eine winzige Chance, dass aus deiner Spur doch noch ein Weg wird.

Ina Schoenfuss

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

Telefon
aus Deutschland:

0172 -83 86 015

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Ina.Schoenfuss@pro-canalba.eu

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Lebenslichter 31.07.2026, 18.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE | Tags: ARKELL, Spuren, Lager, sterben, zerbrechen, Gefängnis, Jungspund, Lebenslust, Familien, zuversichtlich, nett, Hinterläufe, steif, Bluterguss, Hoffnung, Artgenossen, friedlich, Vermittlerin, Feder, Hoffnung, Artgenossen,

Rinaldo - Senior in Gold : Körbchen gefunden!


RINALDO

Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: ca. 08.2014
Schulterhöhe: 57 cm

Oft erleben wir diese besonderen Momente, in denen wir einen Seniorhund auf unserer Homepage vorstellen und binnen kürzester Zeit unser Postfach von Anfragen überquillt. Menschen sehen ein graues Schnäuzchen, lesen eine berührende Geschichte - schon öffnen sich Herzen, werden Entschlüsse gefasst und Pläne gemacht. Ein liebevolles Zuhause ist dann oft nur wenige Tage entfernt. Doch Rinaldo teilt dieses Glück bislang nicht – obwohl gerade er ein Hund ist, der sofort in jedes Herz springen müsste.

Seit nunmehr 19 Monaten wartet Rinaldo auf eine Anfrage, auf ein Zuhause, in welchem er die letzten, so kostbaren Jahre seines Lebens verbringen darf. Für einen Seniorhund wie Rinaldo bedeutet diese Zeit des Ausharrens halbe Ewigkeit. Jeder weitere Tag, den er in seiner schmutzigen, armseligen Betonzelle verbringen muss, ist ein verlorener Tag. Es bricht uns das Herz zu wissen, dass dieser sanfte Rüde immer noch übersehen wird, dass bislang niemand bereit war, ihm Liebe und Geborgenheit zu schenken.


Dabei ist Rinaldo ein wirklich besonderer Hund; schon älter zwar, sein Körper trägt die Spuren eines langen, entbehrungsreichen Lebens; mehrere Zysten zieren seine Haut, und er wird schneller müde als ein junger Hüpfer. Doch seine Seele ist jung geblieben und voller Hoffnung. Rinaldo ist sehr menschenbezogen, genießt Streicheleinheiten, möchte aber - wie viele weise Wesen – gern selbst entscheiden, wann und wo. Er läuft vorbildlich an der Leine, sucht die Nähe zu seinen Menschen und schenkt ihnen trotz seiner langen Einsamkeit sein ganzes Vertrauen.




In der Begegnung mit anderen Hunden hat er sich Rinaldo stets freundlich gezeigt. Nur wenn es ums Fressen geht, zeigt er sich futterneidisch. Wer möchte es ihm verübeln, nach all den Jahren des Hungers und der Entbehrungen? Wer weiß, wie und wo Rinaldo vor seiner Internierung gelebt hat. Vielleicht hat er gute Gründe, sein Futter zu beschützen, vielleicht musste er früher um jeden Krümel betteln. Leider ist er deswegen dazu verdammt, seine ohnehin schon eintönigen Tage seit nunmehr sechs langen Jahren in Einzelhaft zu verbringen, mutterseelenallein ohne Umgang mit seinen Artgenossen.

Dabei sind gerade Senioren wie Rinaldo wahre Schätze. Sie fordern wenig, geben aber alles. Jeder freundliche Blick, jede sanfte Berührung, jede ruhige Minute an der Seite eines Menschen bedeuten ihnen die Welt. Rinaldo hätte es so sehr verdient, endlich anzukommen, endlich Sicherheit und Wärme in einem eigenen Zuhause zu spüren.


Doch die Zeit arbeitet gnadenlos und unaufhaltsam gegen ihn. Rinaldos Fell ist bereits ergraut, seine Bewegungen langsam, seine Müdigkeit groß. An seinem rechten Vorderbein ist eine Wucherung zu erkennen, von der die Tierschützer meinen, es handle sich dabei um eine harmlose Fettgeschwulst, ein sogenanntes Lipom. Es wäre sicherlich ratsam, dies von einem Tierarzt abklären zu lassen. Auch eine Zahnreinigung wäre eine Wohltat für ihn, weil ihm auf grund des schlechten Futters der Zahnstein zu schaffen macht.


Vielleicht sind es nur noch wenige Sommer, die er erleben darf, vielleicht nur noch ein Herbst, in dem er endlich durch raschelndes Laub spazieren könnte. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, den wir nur gemeinsam mit Ihnen gewinnen können. Bitte geben Sie Rinaldo diese Chance. Lassen Sie ihn nicht weiter warten, er hat noch so viel an Liebe zu geben.  Setzen Sie sich mit uns in Verbindung und schenken Sie Rinaldo das große Glück, seine letzte, so kostbare Wegstrecke nicht mehr allein, sondern an Ihrer Seite zurücklegen zu dürfen.



Margot Wolfinger

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

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0179 - 66 06 200

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Margot.Wolfinger@pro-canalba.eu

Lebenslichter 31.07.2026, 18.35| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE | Tags: RINALDO, Seniorhund, graues Schnäuzchen, Rüde, Liebe, Geborgenheit, Vertrauen, Internierung, Futterneid, betteln, menschenbezogen, Streicheleinheiten, vorbildlich, Vertrauen, Zahnstein, Wohltat, Liebe, Fell,

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Worum es geht:



Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.









"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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MEIN LEITSPRUCH:


Sei dankbar für das Gute in deinem Leben 

und denke auch ans Teilen


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.



Über mich

Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


Einige Beiträge dieses Blogs enthalten

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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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Träumen wir gemeinsam
von einer besseren Welt...


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