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Silke
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 12.2015
Schulterhöhe: 45 cm
Die gute Nachricht zuerst: Silke, unsere etwa zehnjährige Jagdmischlingshündin sowie Sandorah, Sady, Salvina und Sajoscha (ihre vier Babys, drei Mädchen und ein Junge) wurden von einer Tierschützerin gerettet und befinden sich in Sicherheit. Es geht ihnen gut, sie sind alle gesund und munter. Letzteres gilt besonders für die vier Kleinen; Silke geht, ihrem Alter entsprechend, alles ein wenig gemächlicher an.

Die schlechte Nachricht: Sehr viel an Leid, sowohl für Silke als auch ihre
unzähligen verschwundenen Welpen, hätte verhindert werden können, wenn die
Menschen nicht nur etwas gesehen, sondern auch gehandelt hätten. Leider
wiederholt sich dieses Muster im Tierschutz nur allzu oft: Entweder man sieht
hin, erkennt den Missstand, unternimmt aber nichts. Oder man sieht nicht hin,
schaut einfach weg…

Menschen haben Silke jahrelang zugesehen, wie sie sich - meistens trächtig - irgendwo in der italienischen Einöde durchschlug und ihre Welpen mutterseelenallein zur Welt brachte. Was mit ihnen geschah, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Vielleicht wurden die Kleinen von anderen Tieren gefressen, oder sie wurden überfahren. Jedenfalls sind alle verschwunden, bis auf die vier oben genannten Glückspilze. Denn eines Tages im Oktober 2025 rief eine Polizistin die mit uns befreundete Tierschützerin an: In einem Holzstapel habe eine Hündin geradeWelpen geboren, ob sie nicht bitte kommen und die Tiere abholen könne. Das tat unsere Freundin und brachte Silke nebst ihren vier kleinen Mäuschen in ihr Refugio.


Dort hat sich das Quintett inzwischen gut erholt. Wie
wir hören, ist Silke eine ganz wunderbare Mutter, die sich liebevoll um ihre Kleinen
kümmert. Anfangs noch ein wenig schüchtern, scheint sie verstanden zu haben,
dass ihr nun nichts Böses mehr droht. Zu unserer Freundin hat sie bereits
Vertrauen gefasst, bei ihr fremden Menschen braucht sie dafür noch Zeit. Die
tapfere Hündin hat auch schon gelernt, recht ordentlich an der Leine zu laufen;
so richtig begeistert ist sie davon allerdings noch nicht. Silke hat eine kurze
Rute, die so angeboren sein könnte. Vielleicht hat sie diese aber auch in einem
Kampf eingebüßt, oder sie wurde ihr von Menschenhand gewaltsam abgeschitten.

Bei Hunden wie Silke, die nachweislich fast ihr
ganzes Leben als Streuner auf der Straße verbracht haben, fragen wir uns oft,
ob wir den Tieren einen Gefallen tun, indem wir sie einfangen und versuchen,
familientaugliche Vierbeiner aus ihnen zu machen. Nicht alle schätzen es, wenn
ihnen die gewohnte Freiheit genommen wird. Aber unsere liebe Silke ist ja schon
eine ältere Hundedame und so, wie ihre Milchleiste aussieht, gab es in ihrem
Leben kaum eine Zeit, zu der sie nicht trächtig war. Dass sie inzwischen
kastriert wurde, bedeutet für sie einen Fortschritt und eine große
Erleichterung. Sie genießt es allmählich, in
Sicherheit zu sein und sich nicht mehr ums tägliche Futter und einen vor
Fressfeinden und schlechtem Wetter geschützten Unterschlupf sorgen zu müssen.

Silke kennt und braucht nicht viel. In der Zuflucht zeigt sie sich sehr bescheiden und anspruchslos, so wird es auch in ihrem neuen, ihrem allerersten richtigen Zuhause - bei Ihnen?! - sein.

Falls Sie, liebe Leserin, lieber Leser, unsere hübsche Rehbraune bereits ins Herz geschlossen haben, melden Sie sich doch schnellstmöglich bei ihrer Vermittlerin. Damit aus Ihnen und Silke ein echtes Traumpaar wird, möchten wir Sie bitten, an folgendes zu denken: Die tapfere Seniorin hat ihr bisheriges Leben zwar unter schwersten Bedingungen, aber dennoch im Wesentlichen selbstbestimmt verbracht. Sie muss erst noch lernen, sich in eine Gemeinschaft mit Menschen einzufügen, und vielleicht weiß sie anfangs auch noch nicht alle Annehmlichkeiten zu schätzen, die Sie ihr bieten: ein weiches Körbchen, regelmäßige Mahlzeiten und Spaziergänge, immer frisches Wasser und was am wichtigsten ist, Verständnis, Zuwendung und Liebe. Sie bekommen, was Sie geben, tausendfach zurück!
Simone Horn
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0178-81 66 985
aus dem Ausland:
+49178-81 66 985
per EMail:
Lebenslichter 10.04.2026, 19.45 | (0/0) Kommentare | PL

Elettra
Rasse: English Setter
Geschlecht: Hündin
Geboren: 09.2016
Schulterhöhe: 46 cm
Elettra, die überaus freundliche Setterhündin, wurde von uns im "Sicheren Hafen" aufgenommen. So können die Tierschützer sich ein genaues Bild von ihr machen. Die wunderhübsche, eher zierliche Hundedame zeigt sich hier von ihrer besten Seite: Sie ist verträglich mit Rüden und Hündinnen gleichermaßen und ausgesprochen nett zu den Menschen, wobei sie zwischen Frauen und Männern keinen Unterschied macht. Schon nach dieser kurzen Zeit läuft sie brav an der Leine, und ihre Augen beginnen immer mehr zu leuchten. So wird sie ihrem Namen gerecht, denn Elettra ist die italienische Form von Elektra, was übersetzt "die Leuchtende" heißt.

Elettra ist eine neunjährige, ausgemusterte Jagdhündin. Dabei wirkt sie überraschend fit, hat ein erstaunlich gepflegtes Fell und auch ihr Verhalten spricht dafür, dass sie von dem Jäger - anders als sonst üblich - einigermaßen gut behandelt wurde. Sie konnte ihn wohl mit ihrer gewinnenden Art wenigsten ein bisschen um den Finger wickeln. Das hinderte den Mann allerdings nicht daran, sie aus Altersgründen abzugeben, denn mit ihren knapp neuneinhalb Jahren ist sie in Jägeraugen uralt und wertlos. Undank ist der Welt Lohn, das bekommen ausgediente Jagdhunde in Italien schmerzlich zu spüren.

Die trotz ihres leicht fortgeschrittenen Alters sehr aufgeweckte und lernfreudige Elettra saugt all das Neue, das ihr schon jetzt bei uns im Sicheren Hafen begegnet, förmlich auf wie ein Schwamm. Wir sind uns sicher, dass sie sich im eigenen Zuhause als Musterschülerin erweisen und das Hundeeinmaleins im Pfotenumdrehen erlernen wird. Schon bei ihrer Ankunft zeigte sie sich völlig unkompliziert. Freudig nimmt sie ihr neues Leben an, wedelt begeistert mit dem Schwanz, wenn die Tierschützer Zeit haben, sich mit ihr zu beschäftigen. Wie selig wird sie erst sein, ein eigenes Körbchen, eigenes Spielzeug, eine eigene Familie zu haben und von ihr geliebt und umsorgt zu werden! Elettra hat bereits alle notwenigen Impfungen erhalten und kann kurzfristig mit dem nächsten Transport, welcher Anfang März stattfindet, zu Ihnen ins Glück reisen.

Für Setterliebhaber
ist die freundliche, bildhübsche, eher ruhige Elettra wie ein Sechser im Lotto.
Möchten Sie ihre wunderschönen Augen mit den auffallend weißen Wimpern gern zum
Leuchten bringen? Dann melden Sie sich bitte bei ihrer Vermittlerin. Vielen,
lieben Dank!
NACHTRAG: Inzwischen
hat Elettra auch Katzen kennengelernt und den Test mit Bestnote
bestanden. Sie nahm die Samtpfoten kurz zur Kenntnis, um sie dann
schlichtweg zu ignorieren. Die kluge Hündin hat offenbar beschlossen,
dass ein friedliches Zusammenleben
wunderbar klappt, wenn jeder sein eigenes Ding macht und man sich
höflich
aus dem Weg geht.
Yvonne Beier
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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Lebenslichter 10.04.2026, 16.10 | (0/0) Kommentare | PL

Haribo
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren:12.2018
Schulterhöhe: 40 cm






Nun wartet das Märchen vom kleinen Hund Haribo noch auf sein glückliches Ende; mit einem Menschen, der ihn nicht wieder ankettet, ihm aber das Vertrauen zurückgibt und seine Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit stillt.

Möchten Sie dieser Mensch, diese Familie für unseren Haribo sein? Dann melden Sie sich bitte möglichst schnell bei seiner Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
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https://www.pro-canalba.eu/Lebenslichter 08.04.2026, 20.59 | (0/0) Kommentare | PL

Edelmira
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 25.03.2019
Schulterhöhe: 57 cm
Es ist das alte, ewig gleiche, aber doch jedes Mal unendlich traurige Lied: Ein Hundekind, ein kleines Welpchen von einigen Wochen oder höchstens Monaten, verschwindet auf Nimmerwiedersehen hinter den dicken Mauern eines italienischen Canile. Dort sitzt es in einer kahlen Betonbox mit Ausblick durch Gitterstäbe auf eine andere kahle Betonbox mit Gitterstäben und wartet; wartet vielleicht auf Futter und Wasser (kommen zwar unregelmäßig, aber meistens doch irgendwann), auf Ansprache und Abwechslung (kommen so gut wie nie), auf ein richtiges Leben (kommt nur äußerst selten und im Jahr höchstens für eine Handvoll der unzähligen gefangenen Hunde).
So oder ähnlich ergeht es Edelmira - mit der Besonderheit, dass für sie nun
endlich Hoffnung auf ein richtiges Leben besteht. Denn obwohl sie seit dem
zarten Alter von dreieinhalb Monaten in dem Betonbunker eingekerkert ist, hat
sich ihr Blatt in diesem Sommer leicht gewendet. Ihre Strafe für nichts, außer,
dass sie als unschuldiges, unerwünschtes Hundekind zur falschen Zeit am
falschen Ort war, wurde von lebenslang in möglicherweise vorzeitige Entlassung
abgemildert. Edelmira durfte nämlich durch eine gütige Schicksalswende oder
eine unerwartete, menschliche Regung der Lagerleitung im August endlich Besuch
von den mit uns befreundeten Tierschützern erhalten. Nun setzen wir alles daran,
um Edelmira möglichst schnell in die Freiheit zu einer liebevollen Familie oder
Einzelperson zu verhelfen.

Edelmira ist eine wunderschöne, schwarzweiße Hündin. Sie wirkt sehr aufmerksam, ihren pharaonenhundähnlichen Ohren scheint kaum etwas zu entgehen. Aber die lange Zeit in der Abgeschnittenheit von der Außenwelt hat bei ihr Spuren hinterlassen. Mehr als sechs ihrer knapp sieben Lebensjahre hat sie in einem immer gleichen, betonierten Rechteck zugebracht. Sie kennt wahrscheinlich jede Spalte, jede Unebenheit in den Mauern. Ihre feine Nase weiß genau, wo ihr Zellengenosse Lynwood noch vor zwei Minuten gelegen hat. Dann standen im August wie aus heiterem Himmel plötzlich wildfremde Menschen in ihrem Kerker, die sie kennenlernen und für einen kurzen Augenblick auf die angrenzende Wiese entführen wollten. Die Tierschützer beschreiben die Situation so: "Edelmira fühlte sich in ihrem Zwinger einigermaßen sicher. Sie kam unterwürfig angekrochen und ließ sich widerstandslos Halsband und Leine anlegen." Sehr mutig für eine Hündin, die in ihrem Leben noch nie zuvor freundlichen, verständnisvollen Menschen begegnet war.

Dann ging es
nach draußen. Plötzlich waren ihre Orientierungspunkte – Betonmauern auf drei
Seiten und vorn eine Gitterwand – weg, der gewohnte, steinharte Boden war Erde
und Gras gewichen, es roch ganz anders; Lynwood, ihr getreuer
Schicksalsgefährte, war nicht mehr an ihrer Seite, dafür gab es Bäume und, wenn
man genau hinhörte, sogar Vogelgezwitscher. Wie soll ein Hund, der nichts
weiter kennt als schmuzigen Steinboden, schimmelige Wände und das verzweifelte
Bellen und Winseln seiner Mitgefangenen, mit alldem anfangen? Edelmira habe vorübergehend ein bisschen die
Orientierung verloren, schreiben die Tierschützer. Sie fürchtete sich, war
plötzlich überwachsam, wollte fliehen und ließ sich vor lauter Stress nicht
mehr anfassen. Nachdem sie sich halbwegs beruhigt hatte, lief sie brav an der
Leine.
Für die
liebe, aber unsichere Edelmira suchen wir Menschen mit Hundeerfahrung, viel
Zeit und viel Geduld. Dazu ein ruhiges Umfeld mit einem sicher eingezäunten
Garten, in welchem sich Edelmira aufhalten darf, sollte sie sich anfangs im
Haus nicht recht wohlfühlen. Edelmira versteht sich gut mit Rüden, ein netter,
umgänglicher Hundekumpel könnte ihr helfen, die ersten Hürden beim Sprung ins
neue Leben zu nehmen. Anfangs wird sie viel Ruhe benötigen und einen Ort, an
den sie sich zurückziehen, an dem sie schlafen und die vielen neuen Eindrücke
nach und nach verarbeiten kann. Wenn sie erst Vertrauen gefasst hat, wird sie
bereit sein für kurze Spaziergänge, um die Welt da draußen in kleinen Schritten
kennenzulernen, ihre traurige Vergangenheit hinter sich zu lassen und irgendwann
auf sicheren Pfoten an der Seite ihrer/ihres Lieblingsmenschen durchs Leben zu spazieren.

Vielleicht
gehören Sie, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, zu diesen Herzensmenschen
und Hundeversteher(inne)n und haben sich in die hübsche Hündin verliebt? Dann melden
Sie sich bitte bei ihrer Vermittlerin. Edelmira und wir freuen uns riesig auf
Sie. Vielen, lieben Dank!
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Lebenslichter 05.04.2026, 20.16 | (0/0) Kommentare | PL

Nidal
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2019
Schulterhöhe: 55 cm

Man sagt, das Glück sei wie ein scheuer Vogel: Wer es zu eilig greifen
will, sieht es davonfliegen. Nidal hat sich das auf seine Weise zu eigen
gemacht. "Ich bin lieber ein leiser Schatten", scheint sein Wesen zu sagen, "damit niemand merkt, wie sehr ich mir wünsche, dazuzugehören." Und doch, wenn
man genau hinsieht, erkennt man in seinen Augen eine Hoffnung, die leuchtet wie
ein winziger Stern in der Dunkelheit: "Vielleicht, nur dieses eine Mal, bleibt
der Moment ja bei mir." So lebt Nidal in einer Welt aus vorsichtigen Sekunden,
in denen er das Glück mit stiller Sehnsucht betrachtet. Er hat gelernt, wie
flüchtig die Flügelschläge dieses scheuen Vogels sind; man kann sie nur
festhalten, indem man lautlos verharrt. Wer ihn begleitet, lernt, dass manchmal
das größte Glück darin liegt, einfach nur zu bleiben und den leisen Zauber
eines Augenblicks nicht zu verscheuchen, sondern ihn behutsam im Herzen zu
bewahren.

Leider trägt Nidal eine stille Last, die sich nicht in seinem Wesen zeigt, sondern in seinen Werten. Seine Blutuntersuchungen sprechen eine deutliche Sprache: Leishmaniose. Diese Krankheit ist nicht laut, sie schleicht sich an und nimmt ganz heimlich, Stück für Stück. Das macht sie so gefährlich, weil sie glauben lässt, Nidal hätte noch Zeit, die er nicht mehr hat.

Nidal
wird nicht warten können, bis es vielleicht irgendwann passt. Für ihn liegt
jetzt alles in einer einzigen Entscheidung: Ob jemand bereit ist, für ihn
dazusein; ein Mensch, der nicht wegsieht, wenn es schwieriger wird, sondern ihn
begleitet, wenn er ihn am meisten braucht. Vielleicht können und möchten Sie dieser
Mensch, diese Familie sein, oder es gibt jemanden, den Sie mit Nidals Geschichte
erreichen.

Seine Vermittlerin erteilt Ihnen gern weitere Auskünfte über seine gegenwärtigen
Blutwerte und den bisherigen Behandlungsverlauf.
Tanja Roth
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0173 - 67 31 030
aus dem Ausland:
+49173 - 67 31 030
per EMail:
https://www.pro-canalba.eu/Lebenslichter 03.04.2026, 19.42 | (0/0) Kommentare | PL

Nettie
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 06.2024
Schulterhöhe: 35 cm
Oh je, dachten die lieben Tierschützer vor Ort, als sie im Mai dieses Jahres die Zwingerbox der winzigen Hündin namens Nettie betraten. Scheu drückte die Kleine sich in eine Ecke und hätte sich am liebsten unsichtbar gemacht. Mit ruhiger Ansprache gelang es den Tierschützern, der verängstigten Nettie Halsband und Leine anzulegen und mit ihr ein paar Schritte nach draußen zu gehen. Da geschah ein kleines Wunder: die eben nochso schüchterne Nettie wedelte fröhlich mit der Rute, ließ sich streicheln und alberte mit den Menschen herum, dass ihnen warm ums Herz wurde. Da war keine Spur mehr von Unsicherheit, Sorge und Scheu; stattdessen eine vergnügte Junghündin, die sich über die freundliche Ansprache freute und die kurze Abwechslung sowie die Streicheleinheiten sichtlich genoss.

In diesen kurzen, für Mensch und Hund so besonderen Begegnungen auf der schmalen
Wiese in einem italienischen Hundegefängnis wird immer wieder deutlich, wie
qualvoll die ausschließliche Haltung in einem Betonzwinger ohne Auslauf,
Ansprache und geistige Anregung ist. Die süße Nettie wurde im zarten Alter von
sechs Monaten in das Lager gesperrt. Welche schrecklichen Begebenheiten zu ihrer
Abgabe ins Canile geführt haben, werden wir leider nie erfahren.
Netties rechtes Auge ist ein sogenanntes "Cherry-Eye". Das ist eine Vergrößerung
des 3. Augenlids, der sogenannten Nickhaut, die zu Reizungen und Rötung am Auge
führen kann. Es ist gut behandelbar und könnte mit einem kleinen tierärztlichen
Eingriff leicht behoben werden, müsste Nettie nicht in diesem Hundelager einsitzen,
in welchem es keinerlei tierärztliche Versorgung gibt.
Erinnern Sie sich noch an diese kleinen, raschelnden Wundertüten aus der Kindheit? Man wusste nie, was darin war, aber es war immer etwas Schönes, Überraschendes, das ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Genau so ist Nettie.

Ihren kahlen, ungemütlichen Betonkäfig teilt sie ganz selbstverständlich mit
anderen Artgenossen, sowohl Rüden als auch Hündinnen. Da gibt es keine bösen
Überraschungen, nur nette Beigaben: Frieden, Freundlichkeit und ein bisschen Sonnenschein
im grauen Zwingereinerlei. Auch uns Menschen erinnert Nettie an diese
Wundertüten aus Kindertagen: an die
Vorfreude beim Öffnen und dieses kleine Kribbeln im Bauch, weil man nicht
wusste, was gleich zum Vorschein kommen würde. Man steckt vorsichtig die Hand
aus, und anstelle von Bonbons oder Glitzerbildchen bekommt man bei ihr
Vertrauen geschenkt. Ein sanfter Blick, ein leichtes Wedeln und dieses
unbeschreibliche Glücksgefühl, weil man gerade etwas ganz Besonderes, Echtes
gefunden hat.

Nettie ist wie der schönste Fund aus einer Wundertüte; einer, der nicht nur
bunt ist, sondern das Herz ein bisschen heller macht - wie eine Erinnerung an
etwas Wunderbares, das man beinahe vergessen hatte.
Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie die niedliche Nettie adoptieren, dann
bekommen Sie keine gewöhnliche Hündin, sondern ein Herz voller Liebe, verpackt
in 35 Zentimeter Lebensfreude. Wie eine Wundertüte, die Sie öffnen, und
plötzlich ist alles gut.

Wenn Sie wissen möchten, was für ein Glück in dieser Wundertüte namens Nettie steckt,
dann greifen Sie bitte schnell zum Telefon. Netties Vermittlerin verrät Ihnen gern
den Rest des Geheimnisses. Vielen, lieben Dank!
Sabine Wojtok
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aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
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Lebenslichter 02.04.2026, 21.20 | (0/0) Kommentare | PL

Arleene
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 07.2020
Schulterhöhe: 62 cm
(Von Arleene, seit Juli 2023 unfreiwillige Expertin)









Yvonne Beier
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Lebenslichter 01.04.2026, 20.11 | (0/0) Kommentare | PL

Norgen
Rasse: Labrador Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 03.2019
Schulterhöhe: 60 cm
Lieber Mensch!
Hast Du manchmal Langeweile oder kommst Du viel zu selten hinaus an die frische
Luft, in die schöne Natur? Fühlst Du Dich hin und wieder allein, ungesehen und
ungeliebt? Hast Du gerade nicht viel zu lachen in Deinem Leben und an treuen,
stets verfügbaren Freunden fehlt es auch? Dann geht es Dir genau wie mir!

Ich bin ein knapp siebenjähriger, beeindruckender Hundemann und hause seit nunmehr fast drei Jahren in diesem schrecklichen Gefängnis. Hier gibt es nur Gitter, Beton, Schmutz und viele Hunderte hoffnungsloser Hunde. Uns bleibt nur eine winzige Chance, diesen furchtbaren Ort irgendwann lebend zu verlassen, indem wir uns von unserer besten Seite zu zeigen, wenn die Tierschützer mit den Fotoapparaten uns ein., zweimal im Jahr für ein paar Minütchen besuchen dürfen.
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Sie sagen, ich sei freundlich und verträglich und kein bisschen aggresiv, aber ich wirke bekümmert und angespannt. Wen wundert das? Ich bin bellend, mit erhobener Rute auf sie zugelaufen. Dann habe ich sie neugierig beschnuppert und mich sofort wieder beruhigt. Aber wachsam und auf der Hut bin ich in diesem unheimlichen Riesenlager eigentlich immer. Wo und bei wem ich die Jahre davor gelebt habe, weiß ich nicht; jedenfalls hat man man mir dort beigebracht, wie man manierlich an der Leine läuft. Allerdings lasse ich mich nur ungern anfassen – keine Angst, ich schnappe nicht zu, nur so recht genießen kann ich es nicht. Dafür verstehe ich mich blendend mit meinen Artgenossen. Ich teile meine Betonbox mit Annetta, und über eine nette Hundefreundin im neuen Zuhause würde ich mich echt freuen.

Vielleicht ist die Lösung für Dein und mein Problem ganz einfach: Dir fehlt ein guter Hund genauso wie mir eine gute Familie. Eine, die mich freundlich willkommen heißt und mich lehrt, das zu genießen, was ich zum täglichen Leben brauche: leckeres Fresschen, ein gemütliches Körbchen, Spaziergänge und einen Auslauf oder Ausguck im Garten, gelegentlich Gesellschaft von anderen Vierbeinern und ganz besonders Deine/Eure Liebe und Fürsorge.

Da ist noch eine Sache, die ich lieber verschweigen würde, aber es ist wohl besser, Du weißt darüber Bescheid: Ich habe Leishmaniose. Das ist so eine doofe Infektionskrankheit, die bei uns im Süden ziemlich oft vorkommt. Zwar lässt sie sich nicht heilen, aber gut behandeln und wenn du auf mich achtest, kann ich damit richtig alt werden.

Danke fürs Lesen und für Deine Hilfsbereitschaft, auch wenn Du selbst mich gerade nicht bei Dir aufnehmen kannst. Wir Hunde spüren trotzdem den guten Willen. Und wer weiß? Vielleicht hast Du ja einen Freund, der einen kennt, dessen Hund verstorben ist oder weißt jemanden, der jetzt Zeit hat in seinem Tag, dem nur noch die passende vierpfotige Begleitung fehlt. Dann wäre uns beiden geholfen!
Es grüßt, mit einem wackeren Wuff,
der Norgen
Tanja Roth
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Lebenslichter 31.03.2026, 20.57 | (0/0) Kommentare | PL

Moises
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 10.2021
Schulterhöhe: 50 cm
Liebe Leserinnen und Leser!
Schauen Sie sich dieses verzweifelte Tier in Ruhe an und lassen Sie die Bilder
auf sich wirken. Was sehen Sie?
Ich sehe einen jungen, schrecklich mageren Rüden, der staunt über das, was er
jenseits der Gitterstäbe seiner kahlen Zelle sieht und in dessen glänzenden
Augen eine Ahnung (oder Erinnerung) daran liegt, dass das, was er seit zwei
Jahren tagein, tagaus ertragen muss, nicht alles sein kann auf dieser Welt. Ganz offensichtlich genießt er die Nähe zum
Menschen und ist wohl auch schon daran gewöhnt. Er läuft brav und ordentlich an
der Leine; dies deutet darauf hin, dass er wohl früher eine Familie, ein
Zuhause hatte.


Ein vielversprechender Hund, welcher unter besseren Bedingungen sicher eher
muskulös wäre, verkümmert also - eingepfercht auf engstem Raum - immer mehr und
kann sich niemandem zeigen, niemandem beweisen und sich weder geistig noch
körperlich entwickeln.
Warum für Moises die Einzelhaft beschlossen wurde, als er in das Lager kam,
wissen wir nicht. Man darf ja keine unbequemen Fragen stellen, wenn man nicht
ein Besuchsverbot riskieren möchte, welches für die Hunde eine Katastrophe
bedeuten würde. Vielleicht mag er andere Vierbeiner nicht, weil er früher
einmal schlechte Erfahrungen mit ihnen machen musste. Möglicherweise war er
damals noch kräftiger und ein bisschen ruppig im Umgang mit Artgenossen; in der
Pubertät probieren ja gerade junge Rüden gern aus, wer von ihnen der Stärkere
ist. Viele reagieren auf Stress und/oder Langeweile unwillig du gereizt - so
könnte es auch Moises gehen.

Wie kannst du sein, Moises?
Wir wissen es nicht, können nur die Bilder und die Beschreibung der
Tierschützer wirken lassen. Moises liebt Menschen, soviel steht fest; Katzen dagegen
nicht Und andere Hunde? Da geht es ihm wie uns Menschen, wir mögen schließlich
auch nicht jeden.
Bitte schauen Sie noch einmal hin,wagen Sie einen zweiten Blick. Möchten Sie gemeinsam
mit Moises herausfinden, wie er wirklich sein kann? Dann melden Sie sich bitte
bei seiner Vermittlerin und gehen Sie gemeinsam mit ihm auf Entdeckungsreise.
Vielen, lieben Dank!
Margot Wolfinger
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Lebenslichter 25.03.2026, 20.36 | (0/0) Kommentare | PL

Arkell
Rasse: Cane Corso Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 12.2015
Schulterhöhe: 65 cm
Manchmal entstehen Spuren, ohne dass jemand geht. Eine solche Spur ist Arkell. Seit 2018 sitzt er im Lager. Es
gibt viele Hunde, die hier ausharren müssen, bis sie nicht mehr können. Man
lässt sie nicht gnädig sterben, ohne sie vorher zu zerbrechen. Arkell wird
seit acht langen, ereignislosen Jahren kaputt gewartet.
Als er ins Gefängnis gesteckt wurde, war er gerade
drei; ein Jungspund, groß, kräftig und voller Lebenslust. Stets kam er als
Erster ans Gitter, aufmerksam und in der Hoffnung, jeder Mensch könnte der
richtige für ihn, jeder Tag könnte seiner sein. Er hinterließ bleibenden Eindruck,
ohne etwas tun zu müssen. Aber dann kamen die Jahre, andere Hunde fanden ihre
Familien und durften das Schreckenslager verlassen. Arkell blieb und wartete.

Erst 2022 sahen wir ihn wieder; immer noch nett, zuversichtlich,
den Menschen zugewandt. Er lief mit, orientierte sich an uns, als wäre es für das
Natürlichste von der Welt. Dann kamen mehr Jahre, Arkell blieb und wartete
weiter.
Wir schreiben das Jahr 2026. Arkell ist jetzt zehn. Er liegt viel, kann sich kaum
noch erheben. Seine Hinterläufe sind durch die fehlende Bewegung steif
geworden, auch hat er kaum noch Muskeln. Seine Kräfte schwinden zusehends, sein
Körper will nicht mehr. Er hat Liegebeulen an den Ellbogen, einen Bluterguss am
Ohr und ein Auge, das behandelt werden müsste. Spuren, die nicht durchs Gehen,
sondern durchs Bleiben entstanden sind. Der lebensfrohe Hund, der einmal wie
eine Feder hochgesprungen ist, braucht heute Zeit, um überhaupt aufzustehen.
Und trotzdem: Wenn man bei ihm stehen bleibt, hebt Arkell den Kopf. Ein Teil
von ihm glaubt weiterhin, dass jemand für ihn kommt. Es ist immer noch da, dieses
Fünkchen Hoffnung, obwohl die Jahre gehen und die Zeit gegen ihn arbeitet.

(Im Umgang mit seinen Artgenossen zeigt Arkell sich
übrigens friedlich und unauffällig. In all den Jahren kam es durch ihn nie zu
einer Auseinandersetzung.)
Arkell hat nicht mehr ewig. Die Zeit hinterlässt ihre Spuren, auch wenn nichts
passiert. Arkells Spuren verlieren sich mehr und mehr, und was davon noch übrig
ist, wird nicht mehr allzu lange bleiben.
Möchten Sie gern mehr über Arkell erfahren und im schönsten Fall Ihre eigenen Spuren neben seine setzen? Dann freut seine
Vermittlerin sich über Ihre Nachricht. Arkell ist kein Hund für nebenbei. Er
ist ein Hund fürs Herz.

Für Arkell: Jede noch so kleine Aufmerksamkeit bedeutet einen
Hoffnungsschimmer und eine winzige Chance, dass aus deiner Spur doch noch ein
Weg wird.
Ina Schoenfuss
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172 -83 86 015
aus dem Ausland:
+49172 -83 86 015
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Lebenslichter 24.03.2026, 19.52 | (0/0) Kommentare | PL