Tag: b

geb. ca. 2011
Zwingernummer: D 121
Sie rufen Dich „SMOKY“ und Du lebst seit März 2019 im russischen Shelter Kozhuhovo. Wie Dein Leben in den langen Jahren davor aussah, wissen wir leider nicht. Sicher hast Du viel Schweres durchgemacht und musstest Dich mehr schlecht als recht auf der Straße durchschlagen, denn große, schwarze Hunde wie Du sind den Menschen in Russland unheimlich und daher nicht willkommen. Vielleicht hattest Du auch einmal ein Zuhause, aus dem man Dich gewiesen hat, weil Du zu groß, zu alt oder einfach langweilig wurdest.

Die Zeit, die Du bisher im Shelter zugebracht hast, gehört wohl zu den traurigsten Abschnitten Deines Lebens – und noch ist kein Ende in Sicht. Mit ungefähr 3.000 Leidensgenossen teilst Du ein Los, das für uns hierzulande unvorstellbar ist. 7 Tage in der Woche sitzt Du in einem engen Außenzwinger mit einer Holzhütte, die Dir und Deinen 2 bis3 Gefährten ein wenig Schutz bieten soll.
Nachdem Du inzwischen den zweiten Winter in diesem Shelter zubringen musstest, wirst Du leider schon erkannt haben, wie überlebenswichtig diese winzige Hütte für euch ist. Denn russischer Winter bedeutet bitterkalte Nächte, Schnee und Eis. Das Wasser im Eimer gefriert und wie alle anderen musst auch Du Schnee fressen, um Deinen Durst zu stillen. In den frostigen Nächten sucht Ihr gegenseitig Eure Nähe, denn Ihr seid füreinander die einzige Wärmequelle. Nur, wenn Ihr riesengroßes Glück habt und die Arbeiter sich erbarmen, findet ihr etwas Stroh in Eurer Hütte vor.

Selbst die Tage im Winter sind gnadenlos – besonders, wenn sich wie im vergangenen die Schneemassen meterhoch türmen und den Zugang zu den Zwingern versperren, so dass Ihr nicht einmal gefüttert werden – geschweige denn Euch im Auslauf zumindest etwas Bewegung verschaffen könnt.

So bist Du hinter den rostigen Gittern praktisch zum immerwährenden Stillstand verdammt; bis auf diese eine, gnädige Stunde in der Woche, wenn die Freiwilligen Euch besuchen kommen. Dann darfst Du Dir die steifen Beine vertreten, mit viel Glück (denn der Andrang ist riesig) ein paar Streicheleinheiten einheimsen und ein bisschen Wärme durch Deinen Körper und Deine Seele fließen lassen. Diese eine Stunde in der Woche ist das Einzige, was Dir bleibt, um die schreckliche Langeweile und Eintönigkeit zu überstehen.
Deine Betreuer beschreiben Dich als freundlichen und liebevollen Hund. Du magst Menschen und auch Artgenossen gern. Bei Fremden bist Du am Anfang etwas zurückhaltender, warum solltest Du auch jemandem gleich vertrauen? Dazu haben Dir die Menschen bisher kaum einen Grund gegeben.

Im Sommer durftest Du sogar an einer Tierschutzveranstaltung mitten in Moskau teilnehmen und alle hofften inständig, dass Du dort Deinen Menschen begegnen wirst. Du hast Dich vorbildlich verhalten, fast so, als wüsstest Du genau, was davon abhängt.
Doch leider hat niemand ein Interesse an Dir gezeigt - bist Du doch nur ein alter, großer schwarzer Hund, von denen es Hunderte gibt.
Aber vielleicht finden sich hier in
Deutschland ja genau die Menschen, die Dir ins Herz schauen und deine
blütenweiße Seele unter dem pechschwarzen Fell erkennen (die Schreiberin dieser
Zeilen würde Dich auf der Stelle nehmen. Aber sie hat schon neun Fellkinder,
vier davon aus dem Shelter Kozhuhovo und darunter eine Hundedame, die Deine
Zwillingsschwester sein könnte).

Du bist bereits vollständig geimpft, kastriert und gechipt. Somit steht Deiner Reise ins Leben nicht mehr viel im Weg.
Lieber Smoky, vielleicht bringt mein Inserat
Dir das ganz große Glück. Ich wünsche es Dir aus vollem Herzen. Bis dahin halte
bitte durch und gib Dich nicht auf!

https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde (Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos (Ulrike Worringer)
Lebenslichter 09.01.2024, 19.51 | (0/0) Kommentare | PL

LAVRIK
Rüde
geb. Februar 2018
60 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
Körbchen auf Lebenszeit gesucht
Lavrik, Donna, Leshey - drei Hundegeschwister, ein
gemeinsames Los. Sie kamen auf den Straßen von Moskau zur Welt oder wurden bald
nach ihrer Geburt dort ausgesetzt. von Hundefängern eingefangen und mitleidlos
im Shelter Kozhuhovo abgegeben, welches bis heute ihr armseliges Zuhause ist.
Niemand hat je Interesse für sie gezeigt – außer den Freiwilligen, welche die Hunde treu und unverdrossen einmal in der Woche für kurze Zeit besuchen kommen, um ihnen ihr Dasein wenigstens ein bisschen zu verschönern. Manchmal bringen sie ihren Lieblingen selbst gekauftes Dosenfutter mit, eine heiß begehrte Delikatesse zu dem üblichen Trockenfutter, das nach nichts schmeckt, nicht satt macht und förmlich aus den Ohren staubt. Diese jungen Menschen versuchen alles, um die Vierbeiner auf ein mögliches, richtiges Hundeleben in einer eigenen Familie vorzubereiten: Sie bringen ihnen das Laufen an der Leine bei, lehren sie die gängigen Grundkommandos und verschaffen ihnen im Freilauf etwas Bewegung und Spaß.

Nun droht diesen Hunden und ihren ehrenamtlichen Betreuern eine Katastrophe: Das Shelter soll verlegt werden, weitab vom Schuss auf das Gelände einer stillgelegten Mülldeponie, auf der mehr als 1 Million Tonnen Müll vergraben sind. Für die meisten Freiwilligen ist dieser Ort unerreichbar. Das bedeutet, dass das Hundeasyl ein Team von wirklich engagierten Ärzten, Mitarbeitern und uns Freiwilligen verlieren würde, auf deren Schultern und Kosten das Überleben und die Unterbringung der Tiere weitgehend ruht. Es wäre keinerlei Kontrolle mehr möglich, 3.000 Hunde und 400 Katzen würden ohne regelmäßigen Auslauf, ohne Reinigung und ohne Futter bleiben. Und diejenigen, für die sie "schmutzige Tiere" sind, würden als Arbeiter rekrutiert, und die Geschichte würden sich im Kreis drehen: Verhungern, Verdursten, Erschlagen mit Schaufeln und Brechstangen, Reisen mit einem Gewehr durch die Gehege, um Tiere zum Spaß zu erschießen. Das alles haben die Freiwilligen bereits in früheren Jahren durchgemacht. Allein, wie der Umzug dorthin durchgeführt werden soll, ist uns ein Rätsel. Im Raum dafür steht der 22. Februar, aber noch hoffen wir wenigstens auf einen Aufschub.

Noch mehr aber hoffen wir natürlich, für möglichst
viele unserer Hunde eine Heimat zu finden. So auch für Lavrik, der ein echter
Traumhund ist für jeden, der große, schwarze Hunde mit einer flaumfederweichen
Seele liebt.
Natürlich kennt Lavrik noch nichts vom Leben da
draußen“. Er läuft aber bereits recht gut an der Leine und die Betreuer
beschreiben ihn als aufmerksam und gelehrig. Wenn er erst bei Ihnen lebt, Ihre Liebe spürt, Ihr
Verständnis und Ihre Geduld, wird er schnell begreifen, was Sie von ihm
wünschen und sich alle Mühe geben, Ihnen zu gefallen!

Wenn der liebenswerte, lustige und originelle Lavrik
Ihr Herz erobert hat, melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!
Lavrik beim Gassigehen mit seiner Schwester Donna im
Shelterbereich:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.Worringer@procanes.org
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Lebenslichter 08.01.2024, 18.49 | (0/0) Kommentare | PL

KOLYA
Rüde
60 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2013
Zwingernummer: C 60
geimpft, gechipt, kastriert
Kolya saß eines Morgens im April 2018 vor den Toren des Kozhuhovo. Es ist nicht bekannt, wie er dahin gekommen war – ob von selbst oder ob ihn ein Mensch, der ihn nicht länger haben wollte, dort einfach seinem Schicksal überlassen hatte. Seitdem besteht das Leben des stattlichen Rüden aus Gitterstäben, geschmacklosem Futter, gähnender Langeweile, dem nervtötenden Dauergebell von 3000 Hunden und dem Warten auf das kleine bisschen Abwechslung - einmal die Woche, wenn es für ein Stündchen: „Auf in den Freilauf!“ heißt.
Hier sucht der umgängliche, mit Artgenossen und Menschen gleichermaßen freundliche Kolya gern die Nähe der Betreuer, lässt sich genüsslich das Fell kraulen und läuft bereitwillig an der Leine bei einem kleinen Spaziergang in den Gängen des Shelters mit.
Manchmal hält er sich jedoch ein wenig abseits, liegt allein für sich und sieht den anderen bei ihrem Treiben zu. Er scheint sich dann in eine bessere Welt zu träumen, in der es keine Gefangenschaft, keine Schimpfworte und keine Schläge mehr gibt; dafür aber einen Platz, an dem er Hund sein, sich beschützt und geborgen fühlen und seiner Menschenfamilie zu Füßen liegen darf.


Ein netter Hundekumpel an seiner Seite wäre Kolya sicher angenehm, ist aber durchaus kein Muss. Ob er Katzen und/oder Kinder mag, können wir leider nicht sagen, da sein Vorleben unbekannt ist; aber mit viel Liebe und ein wenig Geduld lässt sich alles erlernen!
Möchten Sie diesem liebenswerten Hundemann
gern seinen großen Traum vom eigenen „Für-immer-Zuhause“ erfüllen? Dann wenden
Sie sich bitte an eine unserer Vermittlerinnen. Vielen, lieben Dank!

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Lebenslichter 08.01.2024, 18.49 | (0/0) Kommentare | PL

MONYA
Hündin
45 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2014
Zwingernummer: B 219
sucht ein Zuhause auf Lebenszeit
Monya wurde 2014 in ein Leben hinein geboren, das im Grunde keinen Platz für sie hatte. Da gab es niemanden, der sich über ihre Ankunft gefreut, anständiges Futter und ein weiches Bettchen für sie bereitgehalten – sie vor allem aber mit Liebe und Fürsorge umgeben hätte. Stattdessen musste sich das Welplein allein in der großen, kalten, gleichgültigen Welt zurechtfinden und irgendwie durchschlagen. Es dauerte jedoch nicht lange, da schrumpfte diese Welt zusammen: Das winzige Hundekind wurde eingefangen und im Oktober ihres Geburtsjahres ins Shelter Kozhuhovo gebracht.
Glück oder Unglück? Wir meinen, es war von beidem ein bisschen. Zwar blieb die Welt für Monya weiterhin gleichgültig und kalt; in dem riesigen Tierheim (welches den Namen kaum verdient) interessiert sich keiner für das Schicksal eines einzelnen Hündchens. Aber zu ihrem Glück zog Monya noch vor Winterbeginn in das Shelter ein. Denn russische Winter sind nicht nur bitterkalt, sie dehnen sich auch endlos lang. Monya hätte diese unbarmherzige Jahreszeit, im Freien auf sich selbst gestellt, niemals überlebt.

So befand sie sich sie vorerst in Sicherheit – und bestimmt würde schon bald ein schönes Zuhause für sie gefunden werden, süß und niedlich, wie sie war! Jedoch leider weit gefehlt. Menschen gingen an ihrem Zwinger vorbei, aber niemand schenkte ihr Beachtung oder würdigte sie gar eines zweiten Blickes. Monya gehört mit ihren kurzen Beinchen zu den eher kleinen Hunden im Shelter; das macht es für sie noch schwieriger, gesehen zu werden. In der Masse der meist viel größeren Hunde geht sie schlicht und einfach unter, und so sitzt sie noch immer wartend und traurig hinter Gittern.
Dabei hat Monya sich im Laufe der Zeit zu einer durchaus hübschen, vor allem aber äußerst lieben und freundlichen Hündin entwickelt, die den Menschen sehr zugetan ist. Sie zeigt sich aufgeschlossen und lernwillig und ist eine der wenigen im Shelter, die mit einem Ball oder anderem, von den Betreuern spendierten Hundespielzeug etwas anzufangen wissen. Halsband und Geschirr hat sie bereits kennengelernt und läuft bei kurzen Spaziergängen auf dem Sheltergelände artig an der Leine. Auch ihren Artgenossen gegenüber zeigt sie sich kameradschaftlich und nutzt die wenige Zeit im Freilauf zu ausgiebigem Toben und Spielen.

Manchmal bringen die Freiwilligen sogar ihre Kinder mit ins Shelter. Das finde ich persönlich ganz besonders schön; denn in einem Land, in welchem die Tiere generell auf der Werteskala zuunterst stehen und Hunde höchstens als schmückendes Accessoire etwas gelten (allerdings nur, solange sie klein und niedlich sind) – in einem solchen Land ist es so wichtig, der nächsten Generation ein Gefühl dafür zu vermitteln, dass auch die Tiere eine Seele haben, Schmerz und Freude empfinden wie wir und unser Leben um vieles bereichern können. Nur wenn das gelingt, wird sich irgendwann vielleicht für unsere tierischen Brüder und Schwestern etwas zum Besseren hin verändern.
Die zutrauliche Monya freut sich jedes Mal wie eine Schneekönigin über den Besuch der Kinder. Sie lässt sich gern von ihnen streicheln, tollt mit ihnen herum und nimmt die mitgebrachten Leckerchen stets äußerst behutsam und vorsichtig aus den kleinen Händen entgegen.
Liebe, kleine Monya! Mit 7 Jahren bist Du
immer noch jung genug, um all das zu lernen, was ein Hund wissen und können
sollte, was Dir jedoch bisher verschlossen blieb. Ich wünsche Dir innigst, dass
Dich schon bald die Glücksfee küsst und Du entdeckt wirst von netten Menschen,
die Deinen goldenen Charakter zu schätzen wissen, die in Dir ihren Traumhund
sehen und Dich in ihrem Leben willkommen heißen!

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Lebenslichter 08.01.2024, 18.49 | (0/0) Kommentare | PL

CHERNYSH
Rüde
55 cm Schulterhöhe
geb. ca. 2007
geimpft, gechipt, kastriert
Zwingernummer: PS Moskau
Zwei Seelen – ein Schicksal: Ebenso wie Reksik, den ich Ihnen kürzlich vorgestellt habe, kam auch Chernysh als Fundtier ins Kuzhuhovo. Also wurde auch er nicht mehr geliebt, nicht mehr gewollt, auf die Straße gesetzt und seinem Schicksal überlassen. Erste Aufzeichnungen über ihn durch seine Betreuer gibt es 2011; das heißt, auch er feiert ein trauriges Jubiläum, nämlich 10 Jahre Sheltereinerlei.
Im vergangenen Herbst bemerkten die Freiwilligen, dass Chernysh immer ruhiger und matter wurde. Sie sorgten sich so sehr um ihn, dass sie beschlossen, ihn in einer Hundepension unterzubringen. Chernysh musste dringend seinen winzigen Aussenzwinger verlassen –heraus aus Kälte und Nässe und der fehlenden Bewegungsfreiheit. Sei seinem Umzug geht es Chernysh deutlich besser und er lebt zusehends auf.

Die Menschen, die mit ihm zu tun haben, beschreiben Chernysh als äußerst freundlichen, in sich ruhenden Hundemann. Bei Spaziergängen mit seinen Betreuern läuft er brav und ohne Ziehen oder Zerren an der Leine.
Dieser menschenbezogene Hundesenior ist einfach
nur lieb. Nie drängt er sich in den Vordergrund, ist jedoch überglücklich, wenn
ihm Aufmerksamkeit zuteil wird. Und obwohl er mit Artgenossen bestens auskommt,
verträglich ist, ist ihm die Nähe zum Menschen viel wichtiger.

Chernysh befindet sich zwar nicht mehr im Shelter, aber dennoch fehlt ihm ein eigenes Für-immer-Zuhause. Die meisten Hundepensionen in Moskau sind vergleichbar mit kleinen deutschen Tierheimen – zwar hat er es dort tausendmal besser als im Shelter (dazu gehört allerdings auch nicht viel), aber dennoch muss er auch hier viele Stunden am Tag eingesperrt in einem Zwinger verbringen.

Eine Adoption in seinem Heimatland ist aussichtslos, denn mag der Hund auch noch so einen goldenen Charakter haben – schwarz, groß und obendrein alt sind in Russland absolute No – Gos.

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Lebenslichter 08.01.2024, 18.49 | (0/0) Kommentare | PL

KORI
Hündin
13 Jahre alt (geb. Mitte 2008)
55-60 cm Schulterhöhe
kastriert, geimpft, gechipt
"Gibt es vielleicht irgendwo doch
noch jemanden für mich, der die dunklen Schatten von meiner Seele nimmt und
mich nach Hause in Sicherheit bringt?"
Kori lebt seit 2011 im Shelter Kozhuhovo.
Das bedeutet nicht weniger als zehn Jahre vergebliches Warten, vergebliches
Hoffen.
Das Leben im Shelter ist hart.
Unbarmherzig beugt es jede Hundeseele, denn irgendwann siegt die
Hoffnungslosigkeit – so auch über die scheue Kori.

Lange hat es gedauert, bis Kori sich getraute, die kleine Holzkiste in ihrem Zwinger zu verlassen. Und bis heute zeigt sie praktisch keinerlei Gefühlsregung weder Freude, noch Abwehr – Kori lässt alles willenlos über sich ergehen. Nur wenn man in ihre bernsteinfarbenen Augen schaut, erkennt man darin ihre abgrundtiefe Traurigkeit und die ganze Last ihres schweren, entbehrungsreichen Lebens.

Kori ist hinter den Sheltermauern
zur Seniorin geworden. Dort gibt es jedoch keinerlei Sonderbehandlung für die
Alten - und für eine schwarze, hochbetagte Hündin erst recht keine Chance,
unter dreitausend Leidensgefährten irgendwie aufzufallen oder gar jemandes Herz
zu gewinnen.
Einzig die freiwilligen Helfer, die
am Wochenende ins Shelter gehen, um den Hunden das Leben dort wenigstens für
kurze Zeit ein wenig erträglicher zu machen, sehen diese überaus liebe Hündin
und ihr bitteres Los. Sie baten uns um Hilfe, um vielleicht doch noch ein Gnadenplätzchen
für Kori zu finden.
Kori ist eine bedächtige und zurückhaltende Hündin. Stellt man sich auf sie ein, dann wagt sie es, zaghaft Kontakt aufzunehmen. Gern schaut sie sich ihr Gegenüber zunächst in aller Ruhe an und beginnt irgendwann damit, vorsichtig zu schnuppern – ein Zeichen dafür, dass das Eis ganz allmählich bricht. Ihre Betreuerin sagt, behutsame Gesten und ein sanfter Umgang tun Koris gebrochener Seele sichtlich gut.

Kori bei einem kurzen Spaziergang an
der Leine mit ihrer Betreuerin durch die Sheltergänge:
Das Video ist schon 3 Jahre alt,
denn leider gibt es diese Möglichkeit für einen einzelnen Hund nur selten.
Für Kori suchen wir ein ruhiges Zuhause
mit geregeltem Tagesablauf bei lieben und verständnisvollen Menschen, bereit
sind, ohne große Erwartungen ihr Herz an einen dreizehnjährigen Hund zu
verschenken. Ein netter und souveräner
Hundefreund an ihrer Seite wäre für Kori eine große Hilfe, um sich im neuen Heim
einzugewöhnen und in einem Leben zu orientieren, von dem sie bis dahin nicht
einmal träumen durfte.
Kori verhält sich Menschen gegenüber freundlich und lässt sich gern von ihren Betreuern streicheln. Wenn sie sich für die betagte Hundedame entscheiden sollten, geben Sie ihr bitte Zeit, um Vertrauen zu Ihnen zu fassen. Mit ihren Artgenossen hat sich Kori stets gut vertragen. In all den vielen Jahren kam es von ihrer Seite niemals zu einem Zwischenfall.

Die Ausreise und Vermittlung (nur
innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et
Equos".
Für Kori suchen wir ausschließlich
ein endgültiges Zuhause.
Liebe Kori, aus tiefstem Herzen
hoffe ich, dass es auch für Dich noch den einen Menschen gibt, bei dem Du Dich
geborgen fühlen darfst und für den Du etwas ganz Besonderes bist.
Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
eMail: d.bansche@gmail.com
Lebenslichter 07.01.2024, 14.36 | (0/0) Kommentare | PL

BRUCE
Rüde
ca. Anfang 2016 geb.
50/55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
Im Stich gelassen und
vergessen – dabei möchte ich so gern für jemanden wichtig sein!
Bruce wurde zum
Jahreswechsel 2016/2017 auf Moskaus Straßen gefunden und ins Shelter Kozhuhovo
gebracht. Seitdem lebt er dort und droht unterzugehen in der Masse von
dreitausend Hunden, für die wir gegen das Vergessensein kämpfen und dafür, dass
sie von lieben Menschen gesehen werden, damit ihr Schicksal sich am Ende doch
noch zum Guten wendet.
Fest steht, dass Bruce einmal zu jemandem gehört hat, denn er war bei seinem Einzug ins Shelter bereits kastriert. Man merkt es auch daran, wie offen und ohne jede Scheu er auf die ehrenamtlichen Betreuer zugeht. Möglicherweise hatte sein Besitzer den jungen Hund am Silvesterabend im Stadtgewühl verloren; wahrscheinlicher ist jedoch, dass er Bruce ausgesetzt hat, sonst hätte er doch im Shelter nachfragen und seinen vierbeinigen Freund zurückholen können.

Bruce befindet sich nun schon seit fünf Jahren an diesem unwirklichen Ort. Der menschenbezogen Rüde leidet unsagbar unter der Einsamkeit, dem ohrenbetäubenden Gebell seiner verzweifelten Artgenossen und dem täglichen Einerlei. Er kann ja nichts weiter tun, als in seinem engen Zwinger hocken und durch die rostig-grünen Gitterstäbe starren – auf die Reihe von Zwingern gegenüber, in denen Hunde wie er sitzen und zurückstarren.
Dort draußen – das
wissen sie genau - wartet das Leben, die Freude und die Abwechslung auf sie. Denn von dort kommen
sie immer, ihre Betreuer, ihre ganze Hoffnung und ihr einziger Halt.

Diese jungen Menschen
sind die guten Geister des Shelters. Sie verschaffen Bruce und den anderen
einmal pro Woche etwas Bewegung; kümmern sich um die Gesundheit der Tiere, versorgen
sie so weit möglich aus eigener Tasche mit zusätzlichem Futter, schenken ihnen
Zuwendung und Ansprache. Für ein paar Augenblicke bringen sie die Augen der
Vierbeiner zum Strahlen und es ist allein ihr Verdienst, wenn die Hunde sich
nicht alle selbst aufgeben.

Bruce ist ein fröhlicher und liebevoller Hund, den Menschen von Herzen zugetan. Er spielt für sein Leben gern mit dem Ball und gibt Pfötchen, wenn er dazu aufgefordert wird. Der junggebliebene Rüde ist neugierig und lernwillig und beherrscht schon eine Reihe von Kommandos.
Lieber Bruce! Ich
hoffe und bete, dass Du schon bald das ganz große Glück findest – bei guten
Menschen, die Dir versprechen: „Dieses Mal ist es für immer“ und die ihr
Versprechen auch halten!
Die Vermittlung und
Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Bruce im Gang vor dem
Kennelbereich:
Bruce beim Spielen mit
seiner Betreuerin:
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail:
Ulrike.worringer@procanes.org
https://www.facebook.com/Chance.fuer.Shelterhunde(Daniela Bansche)
https://www.facebook.com/ProCanesEtEquos(Ulrike Worringer)
Lebenslichter 07.01.2024, 14.36 | (0/0) Kommentare | PL
Nach endlos langen Jahren vergeblichen Wartens hat KORI ihr Glück gefnden:
Sie durfte nach Deutschland zu ihrer eigenen Familie reisen!

KORI
Hündin
13 Jahre alt (geb. Mitte 2008)
55-60 cm Schulterhöhe
kastriert, geimpft, gechipt
Gibt es vielleicht irgendwo doch
noch jemanden für mich, der die dunklen Schatten von meiner Seele nimmt und
mich nach Hause in Sicherheit bringt?
Kori lebt seit 2011 im Shelter Kozhuhovo.
Das bedeutet nicht weniger als zehn Jahre vergebliches Warten, vergebliches
Hoffen.
Das Leben im Shelter ist hart.
Unbarmherzig beugt es jede Hundeseele, denn irgendwann siegt die
Hoffnungslosigkeit – so auch über die scheue Kori.

Lange hat es gedauert, bis Kori sich getraute, die kleine Holzkiste in ihrem Zwinger zu verlassen. Und bis heute zeigt sie praktisch keinerlei Gefühlsregung weder Freude, noch Abwehr – Kori lässt alles willenlos über sich ergehen. Nur wenn man in ihre bernsteinfarbenen Augen schaut, erkennt man darin ihre abgrundtiefe Traurigkeit und die ganze Last ihres schweren, entbehrungsreichen Lebens.

Kori ist hinter den Sheltermauern
zur Seniorin geworden. Dort gibt es jedoch keinerlei Sonderbehandlung für die
Alten - und für eine schwarze, hochbetagte Hündin erst recht keine Chance,
unter dreitausend Leidensgefährten irgendwie aufzufallen oder gar jemandes Herz
zu gewinnen.
Einzig die freiwilligen Helfer, die
am Wochenende ins Shelter gehen, um den Hunden das Leben dort wenigstens für
kurze Zeit ein wenig erträglicher zu machen, sehen diese überaus liebe Hündin
und ihr bitteres Los. Sie baten uns um Hilfe, um vielleicht doch noch ein Gnadenplätzchen
für Kori zu finden.
Kori ist eine bedächtige und zurückhaltende Hündin. Stellt man sich auf sie ein, dann wagt sie es, zaghaft Kontakt aufzunehmen. Gern schaut sie sich ihr Gegenüber zunächst in aller Ruhe an und beginnt irgendwann damit, vorsichtig zu schnuppern – ein Zeichen dafür, dass das Eis ganz allmählich bricht. Ihre Betreuerin sagt, behutsame Gesten und ein sanfter Umgang tun Koris gebrochener Seele sichtlich gut.

Kori bei einem kurzen Spaziergang an
der Leine mit ihrer Betreuerin durch die Sheltergänge:
Das Video ist schon 3 Jahre alt,
denn leider gibt es diese Möglichkeit für einen einzelnen Hund nur selten.
Für Kori suchen wir ein ruhiges Zuhause
mit geregeltem Tagesablauf bei lieben und verständnisvollen Menschen, bereit
sind, ohne große Erwartungen ihr Herz an einen dreizehnjährigen Hund zu
verschenken. Ein netter und souveräner
Hundefreund an ihrer Seite wäre für Kori eine große Hilfe, um sich im neuen Heim
einzugewöhnen und in einem Leben zu orientieren, von dem sie bis dahin nicht
einmal träumen durfte.
Kori verhält sich Menschen gegenüber freundlich und lässt sich gern von ihren Betreuern streicheln. Wenn sie sich für die betagte Hundedame entscheiden sollten, geben Sie ihr bitte Zeit, um Vertrauen zu Ihnen zu fassen. Mit ihren Artgenossen hat sich Kori stets gut vertragen. In all den vielen Jahren kam es von ihrer Seite niemals zu einem Zwischenfall.

Die Ausreise und Vermittlung (nur
innerhalb Deutschlands) erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et
Equos".
Für Kori suchen wir ausschließlich
ein endgültiges Zuhause.
Liebe Kori, aus tiefstem Herzen
hoffe ich, dass es auch für Dich noch den einen Menschen gibt, bei dem Du Dich
geborgen fühlen darfst und für den Du etwas ganz Besonderes bist.
Vermittlerkontakt/Fragen:
Daniela Bansche
Tel.: 05371-687266
eMail: d.bansche@gmail.com
Lebenslichter 07.01.2024, 14.36 | (0/0) Kommentare | PL

NIGHT
Hündin
50cm Schulterhöhe
geb. 2010
Zwingernummer: C 38
NIGHT ist eine mittlerweile knapp zwölfjährige,
bildhübsche Hündin, die bereits seit neun langen Jahren ein eintöniges Dasein
im Moskauer Shelter führen muss, gemeinsam mit ungefähr 3000 Leidensgefährten.
Noch hofft sie – und hoffen wir mit ihr – auf ein baldiges Happy End in ihrem eigenen
Für-Immer-Zuhause.

Die selbstbewusste Hundedame stellt eine außergewöhnliche Schönheit dar: Sie besticht durch ihr glänzend schwarzes Fell, nur die Brust ist weiß gezeichnet. Ihr Aussehen brachte ihr von den freiwilligen Helfern den Namen „NIGHT“ (russ. Nochka) ein – schön, dunkel und geheimnisvoll wie die Nacht.
Night wird als ruhig und gehorsam beschrieben. Bei fremden Menschen ist sie zunächst etwas zurückhaltend, lernt aber schnell zu vertrauen und blüht dann zusehends auf.

Einmal pro Woche darf sie ihren engen, unbehaglichen Außenzwinger für eine Stunde verlassen und mit ihren Betreuern an der Leine durch die endlos langen Sheltergänge spazieren gehen. Bei Begegnungen mit anderen Hunden bleibt sie stets freundlich und gelassen. Sollte es ihr jedoch einmal zu viel Trubel werden, zieht sie sich gern zurück und sucht sich einen ruhigeren Ort, abseits vom Lärm und Getümmel der anderen. Leider Ob sie sich mit Katzen verstehen würde, können wir leider nicht mit Sicherheit sagen.


Night liebt die warmen Sonnenstrahlen und genießt es, im Sommer in einer der Bademuscheln zu planschen, die die freiwilligen Helfer extra für ihre Schützlinge mitbringen. Wasser scheint ihr Element zu sein; allerdings bleibt es jedes Mal nur ein kurzes Vergnügen, denn der Andrang ist natürlich groß.

Night benötigt nicht viel, um glücklich zu sein – nur ein ruhiges, eigenes Zuhause mit einem Plätzchen für sie allein, anständigem Futter und vor allem viel Liebe, die sie in ihrem bisherigen Leben schmerzlich entbehren musste.
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Lebenslichter 07.01.2024, 14.36 | (0/0) Kommentare | PL

Seine Betreuer beschreiben ihn als klug, sehr lieb und freundlich. Er ist ein aktiver, immer noch junger Hund, der bereits gelernt hat, an der Leine zu laufen. Mit seinen Artgenossen hat er keinerlei Probleme.

Der etwa 55 cm große Rüde ist sicherlich kein
Couch-Potato und auch nicht für das Leben in einer kleinen Wohnung geeignet. Wir suchen daher für ihn ein schönes Zuhause bei lieben Menschen mit Haus und
Garten, die Freude daran hätten, Henry die Welt zu zeigen und ihm all das
beibringen, was er für ein Leben in einer Familie noch wissen muss. Dabei
dürfte es kaum Probleme geben, da Henry sich äußerst gelehrig zeigt.

Henry ist bereits kastriert, geimpft und
gechipt und könnte schon bald nach Deutschland reisen, wenn SIE diesem liebenswerten
Hundejungen gern ein Zuhause schenken möchten.
HENRY wurde 2014 geboren und wartet im Sektor B, Zwingernummer 271 auf sein Glück.

Lebenslichter 07.01.2024, 14.35 | (0/0) Kommentare | PL