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HAIGEN
Rasse: Maremmano Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 07.2017
Schulterhöhe: 75 cm
Liebe Besucherinnen und Besucher dieser Seite, können Sie Haigen auf den neuen Fotos noch wiedererkennen? Wir zeigen Ihnen die damaligen Bilder zur Erinnerung:


Nein? Wir auch nicht! "Haigen ist zum Anbeißen, wawauwuschelig und einfach eine zutrauliche, herzerwärmende Augenweide!", so durften wir ihn im Jahr 2022 treffend beschreiben. Heute wirkt das einstige Portrait wie ein Bild, dessen Konturen die Zeit verwischt hat. Was jetzt vor Ihnen liegt, ist nurmehr die Hülle eines Hundes, es ist ein beschädigter Körper, in den Jahre der Gleichgültigkeit und Vernachlässigung eingeritzt sind - nicht blutig, sondern in Krusten, Narben und Schmerzen, in der Art, wie der Rücken durchhängt und die Augen schwer geworden sind.
Sie sehen kein Vorher mehr, nur ein anklagendes Jetzt. Die verfilzten Fellsträhnen auf seinem Rücken hingen herunter wie verkrustete Seile; man schnitt sie ab, weil sie wie Fesseln waren. Haigens rechtes Ohr ist kein Ohr mehr, sondern ein zugeschütteter Schacht: der Gehörgang so dicht zugeschwemmt, dass keine Behandlung vordringen konnte. Man sedierte ihn, um überhaupt reinigen zu können. Dermatitis (eine äußerst schmerzhafte Hautentzünfung) hat sich wie ein Flächenbrand über seinem Körper ausgebreitet. Wenigstens war der Leishmaniosetest negativ; ein winziger Hoffnungsstrahl im Dunkel der Hoffnungslosigkeit.

Diese körperlichen Anzeichen sind nicht über Nacht
entstanden; sie tragen die Handschrift einer andauernden, systematischen
Vernachlässigung. Unseren Tierschützern ist es nur selten erlaubt, Haigen zu
besuchen. Sie bringen Salben und Spritzen mit, streicheln seinen schmerzenden
Körper und setzen mutig durch, dass ihn ein Tierarzt zumindest gelegentlich
behandeln darf. Sie leisten dringend notendige Erste Hilfe und müssen dann
wieder gehen. Ihre Einsätze sind lebensrettend und doch meist nur Flickwerk. In
der Zwischenzeit nisten sich Infektionen ein, und die Hoffnung im selben Maß,
wie sich das Leiden ausbreitet.

Und dennoch sucht Haigen die menschliche Hand, trotz
der Marter, der Wunden und der unsäglichen Ohrenschmerzen. Diese anrührende
Geste macht uns traurig, weil sie beweist, wie wenig Fürsorge ihm zuteilwurde
und weiterhin wird; sie macht uns wütend, weil diese Fürsorge so leicht möglich
wäre, wenn die Verantwortlichen nur einen Funken Mitgefühl besäßen, anstatt
sich auf Kosten der leidenden Tiere die Taschen zu füllen.

Liebe Leserinnen und Leser, dürfen wir Sie um Ihre Unterstützung bitten? Das größte Wunder wäre es natürlich, wenn Sie Haigen aus seiner Gefangenschaft befreien und bei sich aufnehmen könnten. Aber auch wenn Ihnen das nicht möglich ist, können Sie etwas für ihn tun. Bitte erzählen Sie Ihren Freunden und Bekannten von Haigens Schicksal, verbreiten Sie sein Inserat und helfen Sie mit, diese geschundene Seele in ein lebenswertes Dasein zurückzuführen. Vielen, lieben Dank!
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon:
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
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Lebenslichter 15.02.2026, 11.50 | (0/0) Kommentare | PL

Rona
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 01.11.2015
Schulterhöhe: 40 cm
Bei manchen Geschichten aus dem Tierschutz denken wir, schlimmer geht es nicht. Dann kommen Hunde wie Rona, Ruby und ihre Leidensgefährten daher und es verschlägt uns den Atem.
Im Mai 2025 verschaffte sich die italienische Polizei Zutritt zu einem
Grundstück. Dort hatte ein Mann mit einer kaum überschaubaren Anzahl an Tieren
- in erster Line waren es Hunde - in völliger Verwahrlosung gehaust. Luciana,
die mit uns befreundete Tierschützerin aus dem Waldtierheim, wurde wegen der
Hunde von der Polizei um Unterstützung gebeten. Was sie auf dem Gelände vorfand
und heimlich mit dem Handy filmte, lässt dem Betrachter das Blut in den Adern
gefrieren: Das Innere des Hauses sowie das Grundstück glichen, milde
ausgedrückt, einer Mülldeponie. Alles
schien im Begriff zu vermodern, zu verfallen, und es stank bestialisch.
Die Hunde hatten sich Höhlen und Gänge unter dem verdreckten Grundstück gegraben. Weder Hündinnen noch Rüden waren kastriert; es müssen Welpen ohne Ende geboren worden sein, von denen nur die wenigsten überlebt haben dürften. Aber auch viele erwachsene Hunde waren gestorben, wie einige herumliegende Kadaver bezeugten., Da die Tiere, falls überhaupt, nur sehr unregelmäßig, gefüttert worden waren, mussten sie stattdessen ihre toten Freunde oder die Welpen fressen. Da verwundert es nicht, dass alle Hunde, die im Mai mehr tot als lebendig aufgefunden wurden, geschwächt und krank waren. Die meisten hatten schlimme Räude (eine heilbare Hauterkrankung, verursacht durch Milbenbefall), am ärgsten davon betroffen waren die Mütter. Luciana erklärte sich sofort bereit, die Hundemamas und ihre Welpen bei sich aufzunehmen.

Jetzt, etwa neun Monate später, sind zumindest einige der geretteten Hunde dank
entsprechender Medizin und der Pflege mit speziellen Shampoos von der Räude
genesen. Rona und Ruby scheinen körperlich auf einem guten Weg zu sein; die
anderen Hundemamas sind jedoch noch immer zu krank, um sie adoptierem lassen zu
können. Bei Rona ist das Fell wieder nachgewachsen und aus einem Hund, der kaum
noch als solcher zu erkennen war, ist eine bezaubernde, hellbraune kleine
Schönheit geworden. Natürlich ist sie noch schüchtern; das kann man ihr nicht
verdenken, angesichts der unmenschlichen Bedingungen, unter denen sie jahrelang
ihr Dasein fristen musste. Aber in Lucianas Obhut gewinnt sie langsam,
Stückchen für Stückchen, das verlorengegangene Vertrauen zurück.

Darum suchen wir nun ganz besondere Menschen, die
nicht viel von ihrem neuen Familienmitglied erwarten und die bereit sind, der
zuckersüßen Rona die Zeit zu geben, die sie braucht, um körperlich und seelisch
wieder ganz gesund zu werden; Menschen,
in deren Herzen ein kleiner Hund Platz findet, der sein bisheriges Leben im Dunkel
verbracht hat und sich erst an das Licht gewöhnen muss; geduldige und
einfühlsame Menschen, die sich über ein erstes, scheues Schwanzwedeln freuen
können, als wär´s ein Lotteriegewinn. Möglicherweise wird Rona nie das
überschäumend fröhliche Hundemädchen werden, welches sie unter normalen
Umständen hätte werden können. Aber mit Ihrer Hilfe werden ihre seelischen
Wunden nach und nach verheilen.

Möchten Sie der Kleinen gern ein weiches Körbchen zum Kuscheln schenken, einen Platz, an dem sie sich geliebt und beschützt fühlen und das erlebte Grauen vergessen darf? Dann melden Sie sich bitte bei ihrer Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
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Lebenslichter 14.02.2026, 10.10 | (0/0) Kommentare | PL

Pluto
Rasse: Rauhaar Segugio
Geschlecht: Rüde
Geboren: 05.2022
Schulterhöhe: 50 cm

Neulich bei der Berufsberatung:
Pluto: "Ja, die Jägerei sagt mir nicht so sehr zu. Ich mag noch nicht einmal
hinter Katzen herjagen!"
Berater: "Oh, da sollten Sie wirklich umsatteln! Welche Fähigkeiten
bringen Sie denn mit?"
Pluto: "Ich bin freundlich, umgänglich und vertrage mich gut mit meinen
Artgenossen. Auch mag ich die Menschen recht gern."
Berater: "Wie wäre es mit einer Umschulung zum Glückspilz? Sie müssten
nur einige Regeln für das Zusammenleben mit Zweibeinern lernen. Ganz wichtig
ist es zum Beispiel, nicht am Tisch zu betteln, nicht ohne Erlaubnis aufs Sofa
zu springen und auch keine halbgefressenen Kauknochen im Bett zu verstecken."
Pluto: "Das ist alles kein Problem! Ich bin eher ein ruhiger Vertreter meiner
Rasse und habe mein jugendliches Ungestüm schon hinter mir. Außerdem lerne ich
schnell. Allerdings habe ich da so eine Krankheit, die Leishmaniose heißt. Sie
lässt sich aber wunderbar behandeln und man kann damit richtig alt werden."
Berater: "Ich bin sicher, Sie haben das Zeug zum Glückspilz und nehme
Sie gern in unserer Fortbildungsprogramm auf."

Verehrte Leserinnen und Leser, der liebe Pluto hat
es so sehr verdient, endlich auch einmal zu den Glückspilzen zu gehören. Er
wurde stark abgemagert, übersät mit Wunden und entzündeten Hautstellen im italienischen
Nirgendwo aufgefunden. Vermutlich hatte ihn sein Besitzer wegen fehlender
Jagdtauglichkeit einfach lieblos ausgesetzt und einem qualvollen Tod
überlassen. Zu allem Übel wurde Pluto, als er sich hilfesuchend an die Menschen
der ländlichen Orte wandte, mit Fußtritten davongejagt. Nur eine mit uns
befreundete Tierschützerin, die dort wohnt, erkannte seine Not und nahm ihn
auf. Bei ihr bekommt Pluto nun ausreichend Futter und wird gegen seine
Leishmaniose behandelt. Allerdings ist die
Frau eine engagierte Einzelkämpferin, die Pluto zwar gut versorgt, aber kaum
Zeit findet, ihn und die anderen bei ihr lebenden Hunde ausreichend zu bewegen
und zu beschäftigen. So verbringt der sanfte, hübsche, zweifarbige Pluto seine
Tage fast ausschließlich in einem Zwinger und sehnt sich nach einem eigenen Zuhause.

Möchten Sie unserem liebenswerten Wuschel Pluto gern
seinen innigsten Berufswunsch erfüllen? Als echter Glückspilz bei Ihnen leben
zu dürfen, mit einem eigenen, warmen Körbchen, gutem Futter, fröhlichen
Erlebnissen in der Natur und einer liebevoll streichelnden Hand? Dann rufen Sie
bitte schnell Plutos Vermittlerin an. Vielen, lieben Dank!
Yvonne Beier
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0173-2788571
aus dem Ausland:
+49173-2788571
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Lebenslichter 10.02.2026, 15.39 | (0/0) Kommentare | PL

Grigor
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 12.2021
Schulterhöhe: 42 cm
Kleine Hunde haben im Lager so gut
wie keine Chance. Sie werden übersehen, weil sie in der grauen Masse
untergehen; und manchmal werden sie kaputtgemacht.
Im vergangenen Dezember wurde Grigor in eine andere Box umgesetzt. Es war ein willkürlicher
Beschluss der Lagerbetreiber, ohne Blick auf den Hund und eine krasse Fehlentscheidung,
die den kleinen Grigor um ein Haar das Leben gekostet hätte. Denn hier geriet er an einen Rüden, der ihn
mehrfach angriff und ihn beharrlich daran hinderte, an das ohnehin viel zu
knapp bemessene Futter zu kommen.
Erst als sein erbärmlicher Zustand nicht mehr zu übersehen war, nahm man ihn aus diesem Zwinger. Ich möchte anmerken, dass der andere Hund keineswegs bösartig oder von Natur aus aggressiv, sondern nur hungrig und verzweifelt war und wie all die vielen bedauernswerten Kreaturen in diesem Hundegefängnis ums nackte Überleben kämpfte.
Grigors kleiner Körper war ausgemergelt;
außerdem hatte er eine schwere Verletzung am Körper davongetragen - so schlimm,
dass die Bilder kaum auszuhalten sind. Ein solcher Zustand kommt nicht über
Nacht, dennoch hatte im Lager niemand eingegriffen.
Heute sitzt Grigor allein in einem Käfig; nicht aus
Fürsorge, sondern nur um zu verhindern, dass von den Zuständen in der
Hundeverwahranstalt allzu viel nach außen dringt. Für den keinen Grigor
bedeutet es lediglich einen kurzenAufschub. Das Leid der Tiere spielt in diesen
Lagern keine Rolle, hier geht es nur ums Geld. Zwar wird für Unterbringung und
Versorgung gezahlt, doch wieviel - oder wenig – davon bei den Hunden ankommt,
kontrolliert keiner.
Seit einigen Wochen dürfen Tierschützer ihn manchmal kurz besuchen. Sie bringen
ihm Futter mit und versorgen liebevoll seine Wunde. Sie bleiben ruhig bei ihm
und geben ihm etwas, das im Lager sonst nicht vorgesehen ist: Verständnis,
Zuwendung und Zeit. Ganz langsam und zaghaft
spricht Grigor darauf an. Er freut sich, wenn er die Menschen sieht und lässt
sich schon leichter anfassen. Er zeigt, dass er kein hoffnungsloser Fall ist,
sondern ein zutiefst verletzter Hund, der nur zu gern vertrauen möchte. Aber er
bleibt weiterhin angespannt. Ein unerwartetes Geräusch, eine schnelle Bewegung
und Grigor weicht sofort zurück. Sein schmächtiger Körper erinnert sich…
Die äußerlichen Wunden sind inzwischen beinahe
verheilt und Grigor nimmt allmählich an Gewicht zu. Das ist allein diesen
Besuchen zu verdanken und dem Umstand, dass endlich jemand hinsieht.
Uns bewegt die bange Frage: Was wird aus Grigor,
wenn man ihn erneut in einen Zwinger steckt, in dem es nicht passt? Wenn er
wieder zum Opfer wird und am Ende den Kürzeren zieht? Wenn diesmal niemand
hinsieht und ihm im letzten Moment zu Hilfe kommt? Zugegeben, die Bilder seiner
Wunde und des kleinen, geschundenen Körperchens sind nur schwer zu ertragen.
Sie sollen es auch sein, denn sie zeigen, was passiert, wenn ein kleiner Hund
keine Stimme hat und niemand hinschaut. Wie viele wie er verschwinden genau so
leise und unauffällig, bis nichts mehr von ihnen übrig ist?
Grigor darf auf keinen Fall dorthin zurück, wo er fast
zerstört worden wäre. Was er jetzt braucht, ist kein Mitleid, sondern ein
Zuhause. Möchten Sie ihn gern aufnehmen und ihn Schritt für Schritt ins Leben
führen? Dann sprechen Sie bitte möglichst bald mit seiner Vermittlerin. Vielen,
lieben Dank!
Tanja Roth
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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aus Deutschland:
0173 - 67 31 030
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Lebenslichter 03.02.2026, 16.04 | (0/0) Kommentare | PL

Grigor
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 12.2021
Schulterhöhe: 42 cm
Ein Hund, der seine enge, lieblose Welt im Kreis abläuft, als müsste er mit
jedem Schritt die Ränder seines Vertrauens neu vermessen. In seinem tristen
Zwinger, den Grigor sich mit Nalthea und Sigrid teilt, wirkt er wie ein stiller
Wächter seiner eigenen Welt - aus dem Wunsch heraus, unversehrt zu bleiben; ein
schüchterner Versuch, die Kontrolle zu behalten in einer Umgebung, die ihm kaum
Gewissheit schenkt.
Seine Botschaften sind klar, wenn man genau hinschaut: In unserer Gegenwart
wirkt Grigor angespannt. Fühlt er sich bedrängt, verhält er sich wie ein kleines
Krokodil und zeigt durch Knurren an, dass ihm alles zu
viel wird. Ein klares Signal: "Stopp. Hier ist meine Grenze." Wie eine gelbe
Ampel bittet es um Rücksicht. Es ist die Stimme eines Hundes, der gelernt hat,
sich selbst zu schützen, weil Vertrauen ihm früher einmal gefährlich erschien.

Wir
möchten ehrlich sein: Grigor ist kein 'einfacher' Hund. Aber er ist auch kein
hoffnungsloser Fall. Er ist einfach ein Hund, der seine eigene Zeit braucht und
jemanden, der ihn genau so nimmt, wie er ist. Im Umgang mit
ihm zählt Feingefühl mehr als Tun. Was er braucht sind Menschen, die diese leisen
Töne hören; geduldige, verständnisvolle Menschen, die Ruhe und auch schon etwas
Erfahrung mitbringen; idealerweise mit einem sicher eingezäunten Grundstück, damit
Grigor in seinem eigenen Takt beobachten, ankommen und selbst entscheiden kann,
wann er Nähe zulassen möchte. Niemand soll ihn reparieren, nur begleiten.
Mit seinen Artgenossen - zumindest den ruhigen, nicht allzu aufdringlichen - kommt Grigor gut zurecht. Ein netter, souveräner Hundekumpel im neuen Zuhause könnte ihm sicher helfen, sich in kleinen Schritten zu öffnen.

Wer Grigors Sprache liest und ihr mit Respekt begegnet, darf vielleicht miterleben, wie aus sorgsam gewobenem Schutz vorsichtiges Vertrauen wächst. Gelingt ihm das, wird er nicht laut jubeln, sondern eher leise bleiben und dennoch verlässlich an Ihrer Seite sein und Sie dürfen miterleben, wie aus dem 'kleinen Krokodil' ein richtiger, kleiner Freund wird.
Grigor befindet sich seit September 2023 in der Hundehölle. Für ihn bedeutet
das mehr als zwei Jahre ständige Alarmbereitschaft, anhaltenden Stress und quälende
Unsicherheit.Vor kurzem durfte dann auch noch sein einziger Freund Teagan das
Canile verlassen. Dieser hatte das Glück, ein Zuhause zu finden.
Zurück bliebGrigor,
... der Berührungen nicht genießen kann
... der bei zuviel Bedrängung knurrt
... der dauerhaft unter Anspannung steht
... der nicht weiter weiß
... der todunglücklich ist
... der nur einmal entspannen möchte
... der nur einmal über Wiesen rennen möchte
... der abends im Kuschelkörbchen vor sich hinschnarchen möchte
... der einfach nur dazugehören möchte.

Grigor hat sich dieses trostlose Leben nicht ausgesucht. Seine einzige Möglichkeit, irgendwann doch noch ein fröhlicher, glücklicher und entspannter Hund sein zu dürfen, besteht darin, dass jemand zum Telefonhörer greift, bei seiner Vermittlerin anruft und sagt "Grigor ist bei uns ganz herzlich willkommen." Vielleicht sind es ja gerade Sie? Dann zögern Sie bitte nicht und melden Sie sich bei uns. Vielen, lieben Dank!
Tanja Roth
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0173 - 67 31 030
aus dem Ausland:
+49173 - 67 31 030
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Lebenslichter 03.02.2026, 15.45 | (0/0) Kommentare | PL

Kirven
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2022
Schulterhöhe: 29 cm
"Beton, Gitter, Radau. Die Tage ziehen vorbei, einer wie der andere. Es riecht nach Tod, nicht nach Leben. Spielzeug gibt´s hier nicht und was Decken sind, weiß ich nur aus meinen Träumen. Keine Ahnung, wie sich ein warmes Plätzchen anfühlt… Wir kennen nur Furcht, Hunger und gähnende Langeweile. Irgendwann habe auch ich aufgehört, die Stunden zu zählen. Ich bin Kirven.
Die paar Menschen, die sich hierher
verirren (wenn uns überhaupt welche besuchen dürfen) sehen mich eigentlich gar
nicht. Ich tue nix, damit sie auf mich aufmerksam werden - wozu auch? Je
weniger Stress, desto besser. Hier schluckt der Lärm dich ganz. Wenn du klein
bist, lernst du schnell, dass du immer der Schwächste bist. Du suchst dir den hintersten
Winkel, damit du möglichst unsichtbar bist und hoffst, dass dich keiner bemerkt.

Wenn Zweibeiner kommen, ducke ich mich noch ein bisschen tiefer in die Ecke und mache mich so winzig, wie ich kann. Besser, man fällt nicht auf. Wer auffällt, wird gesehen, und wer gesehen wird, hat meist nichts Gutes zu erwarten, das weiß ich aus eigener, schmerzvoller Erfahrung. Ich gebe zu, wenn Menschen mir zu nahekommen, werde ich nervös und mache vor lauter Panik schon mal unter mich. Das ist keine böse Absicht, sondern einfach meine Art, mit all dem Schrecken hier irgendwie klarzukommen.

In unserem Gefängnis kehrt niemals Ruhe ein. Es ist
immer zu laut, zu eng, zu überfüllt und die ständige Angst frisst sich bis in
die Knochen. Draußen und Freiheit sind nur Worte, unter denen ich mir nichts
vorstellen kann. Was soll ich groß erwarten? Ich habe auch keinen Plan, wie
dieses an der Leine laufen geht; es hat ja noch nie jemand versucht, es mir
beizubringen.

Mirok, mein Zwingergenosse, läuft immer nach vorn, wenn
Menschen unseren Kerker betreten und sichert sich jedes Fünkchen Aufmerksamkeit.
Ich mache sie ihm nicht streitig, halte lieber Abstand und gehe jeder
Auseinandersetzung aus dem Weg.

Aber manchmal, wenn nicht schon ein Wärter hinter
ihnen ungeduldig darauf wartet, dass sie wieder gehen, bleiben die Tierschützer
noch ein Weilchen sitzen. Sie bedrängen mich nicht und warten ab, bis meine Furcht
sich legt. Sie reden auch nicht laut auf mich ein und packen nicht sofort zu,
sondern bleiben leise und tasten sich vorsichtig heran. Da kann es dann sogar passieren, dass ich mich traue,
näherzukommen und sie vorsichtig zu beschnuppern. Hab es jetzt schon ein paarmal geschafft, mich streicheln
zu lassen und ich muss sagen, es hat sich warm und gut angefühlt.

Du verstehst sicher, warum ich so pfotenringend bei
dir Zuflucht suche. Für solche Knirpse wie mich ist das hier ein täglicher Kampf
ums Überleben; immer im Schatten der Großen, übertönt vom Krach, vergessen
zwischen Dreck und Beton. Jeder einzelne Tag kostet uns mehr Kraft, als wir
haben. Viele von uns geben irgendwann auf, still und leise, ohne dass es irgendjemanden
kümmert.

Ich weiß nicht, wie lange ich noch
durchhalten kann. Dabei brauce ich nur wenig und doch für mich soviel: Einen
Menschen, oder eine Familie, der/die mich nicht einfach übersieht, sondern erkennt,
wie verzweifelt ich mich nach Liebe, Geborgenheit und einem sicheren Ort sehne,
wo ich ankommen und mich beschützt fühlen darf. Mir fehlt jemand, Jemanden, mich
nie mehr verlässt und bei mir bleibt, auch wenn es anfangs vielleicht ein paar
kleinere Schwierigkeiten gibt.
Bitte, lass mich nicht einer von denen sein, die im
Lager einfach sang- und klanglos verschwinden. Gib mir die Gelegenheit zu
zeigen, dass auch ein Kleiner ganz groß lieben kann, wenn man ihn nur endlich nach
Hause holt."

Wenn Kirvens Geschichte Sie berührt hat und Sie ihm gern ein gemütliches Heim
schenken möchten, dann melden Sie sich bitte ganz schnell bei seiner
Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!
Tanja Roth
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon:
aus Deutschland:
0173 - 67 31 030
aus dem Ausland:
+49173 - 67 31 030
per EMail:
Lebenslichter 01.02.2026, 20.32 | (0/0) Kommentare | PL

Wenn das Gesicht heller wird, sich die Augen eintrüben und der Körper ausgemergelt wirkt, dann haben nahezu 14 Jahre im Tierheim ihre Spuren hinterlassen. Blondu und Lupita sind Geschwister, die zwei letzten von dem Wurf, den unsere viel zu früh verstorbene Sanda damals von der Straße rettete und bei sich aufnahm. Die anderen haben ein Zuhause gefunden, nur die beiden blieben zurück. Viele bitterkalte Winter und brütendheiße Sommer haben sie miteinander durchgestanden und leider herrscht auch in diesem Winter wieder eisige Kälte in Rumänien.
Blondu tut sich mittlerweile schwer beim Aufstehen, seine alten Gelenke werden von Arthrose geplagt und auch Lupita scheint eingefallener, als in den Jahren zuvor. Wir würden uns für unser Pärchen doch noch einmal einen gemütlichen Platz wünschen, an dem sie sich drinnen im Warmen aufhalten dürfen und man nicht mehr viel von ihnen erwartet. Aber möglicherweise werden Sie auch angenehm überrascht, denn Hunde bleiben bis ins hohe Alter lernwillig und aufnahmefähig.
Was wir über sie wissen:
Blondu
geb. 07.2012
Geschlecht: männlich
Größe: ca. 55 cm
Gewicht: 30 kg
kastriert: ja
Gesundheitliche Einschränkungen: Arthrose
Aufenthalt: seit 2012 im TH in Rumänien
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Lupita
geb. 07.2012
Geschlecht: weiblich
Größe: ca. 55 cm
kastriert: ja
gesundheitliche Einschränkungen: keine bekannt
Aufenthalt: seit 2012 im TH Rumänien
Blondu und Lupita sind gemeinsam alt geworden, es wäre traurig, wenn sie sich jetzt noch trennen müssten. Daher wünschen wir uns für die zwei bescheidenen und anspruchslosen Hundesenioren ein Gnadenplätzchen, wo sie zu zweit ihre letzten Jahre verleben dürfen. Sie freuen sich über Menschen und sind nicht übermäßig ängstlich. Früher war Blondu ein Draufgänger, der aber mit den Jahren deutlich ruhiger geworden ist. Natürlich kennen sie nicht viel, haben sie doch den größten Teil ihres Lebens im Zwinger zugebracht. Daher sollten Sie bitte nicht allzu viel von ihnen verlangen. Umgekehrt verlangen die beiden auch nicht mehr viel: Ein weiches Bettchen, gutes Futter und viele Streicheleinheiten – damit könnten Sie Blondu und Lupita rundherum glücklich machen!
Nur ernstgemeinte Anfragen richten Sie bitte an uns:
Pfote sucht Glück e.V.
per E-Mail:pfotesuchtglueck@gmail.com
oder Kontaktformular: https://www.pfotesuchtglueck.de/kontakt-1/
Lebenslichter 30.01.2026, 20.34 | (0/0) Kommentare | PL

Alvis
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 10.08.2022
Schulterhöhe: 60 cm
Dezember 2022: Alvis und seine Schwestern Adrianne, Alof und Annelene kamen mit gerade einmal 4 Wochen (!) in das grausamste, uns bekannte italienische Hundelager. Wo die vier Kleinen vorher waren, wie sie in die Hundehölle kamen und was aus ihrer Mama wurde, wissen wir nicht. Jedoch gibt es für Hundekinder keinen schrecklicheren Platz, um dort aufwachsen zu müssen.

Die mit uns befreundeten Tierschützer durften das Hundegefängnis eine Woche vor
Weihnachten überraschend noch einmal besuchen. Wir möchten den Mitgliedern der
italienischen Organisation "ALFA - Associazione Love For Animals" unsere größte
Hochachtung aussprechen. Für tierliebende Menschen bedeutet es jedesmal einen
seelischen Kraftakt, diese Hölle auf Erden zu betreten in der Gewissheit, nur
den allerwenigsten helfen zu können und dass lediglich eine Handvoll glücklicher
Hunde diesen gottlosen Ort jemals wieder lebend verlassen wird.

Aber an diesem trüben Sonnabend vor Weihnachten haben sich unsere Freunde erneut der Ungerechtigkeit und den tierquälerischen Zuständen in dieserer Hundeverwahranstalt gestellt und die vier kleinen Welpen entdeckt. Vielleicht war es ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk für die Dreikäsehochs; denn der kurzeBesuch von lieben Menschen bedeutete nicht nur eine Abwechslung in ihrem trostlosen Zwingeralltag: Sie bekommen bei uns nun eine Bühne, die die ihnen die Eintrittskarte in die Freiheit sichern wird - das hoffen wir jedenfalls inbrünstig.

Die Tierschützer beschreiben die Geschwister als freundlich, verspielt und den Menschen gegenüber aufgeschlossen. Vermutlich werden sie eine mittlere Größe erreichen.

Und heute? Alvis war noch ein Baby, als man ihn gnadenlos in einen Kerker warf, in dem kein Hund jemals landen dürfte. Von da an gab es für ihn harten Beton anstatt weicher Wiese, Einsamkeit und Kälte anstatt Geborgenheit und Wärme, Angst anstelle von Sicherheit. Seinen drei Geschwistern war das Schicksal gnädig. Sie wurden gesehen und gerettet, sie durften die freudlose Vergangenheit hinter sich lassen und anfangen zu leben.

Alvis blieb als einziger zurück. Vielleicht war er nur zu schüchtern, um jemandem aufzufallen. Denn statt laut bellend auf sich aufmerksam zu machen, fiept er nur leise, wenn ab und zu einmal Menschen vorbeikommen. Und er hofft noch immer, dass irgendjemand auch ihn liebgewinnen und mitnehmen wird.

Heute ist Alvis kein Baby mehr, sondern ein junger Hund, dassen Seele viel zu
früh lernen musste, wie sich Einsamkeit und Sehnsucht anfühlen. Er hat so viel
verpasst und so viel verloren. Trotzdem hat er sich seinen Glauben an die
Menschen bewahrt und die Hoffnung, dass da draußen jemand ist, der nicht
an ihm vorbeisieht.


Bitte, sehen Sie ihn. Er ist bereit, das Leben zu lernen und möchte nur allzu
gern ankommen, vertrauen, rennen, schlafen dürfen ohne Angst. Und er möchte
jemandes bester Freund sein. Deshalb bitten wir hier und heute für ihn - für
Alvis, der immer noch wartet, nachdem alle anderen längst gegangen sind.
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19
per EMail:
Lebenslichter 30.01.2026, 16.23 | (0/0) Kommentare | PL
MICHELLE
Hündin
geb. 2018
50-55 cm Schulterhöhe
kastriert, geimpft, gechipt
Den Weg nach draußen,
werde ich ihn jemals schaffen?
Wieder einmal stehe
ich vor der Frage: Wie fange ich an zu schreiben? Wie gelingt es mir, für Michelle
einen Menschen zu finden, dessen Herz ich mit ihrer Geschichte so sehr berühren
kann, dass er sich für sie entscheidet?
Vielleicht beginne ich damit zu erzählen, was mich in den vergangenen Tagen besonders beschäftigt hat - neben all den Hunden, die ich noch vorstellen und deren Lebensgeschichte ich gern in die Welt hinaustragen möchte, damit sie irgendwann die Mauern und Gitterstäbe des Moskauer Shelters Kozhuhovo hinter sich lassen können.

Es ist das stille
Sterben im Shelter. Ein Sterben, welches sich leise und fast immer unbemerkt
vollzieht. Eines, das viel zu oft nach langen Jahren der Einsamkeit, der Härte,
der Entbehrung und des Leidens kommt und kein Aufsehen von sich macht. Es nimmt
die alten, aber auch immer mehr jüngere Hunde mit hinter den Regenbogen, in
eine hoffentlich bessere Welt.
Dieses stille Sterben beschäftigt mich. Es lässt mich oft verzweifeln und mutlos werden. Dann möchte ich aufgeben und alles hinwerfen, weil ja doch alles vergebens ist und sich sowieso nichts ändern wird.
Aber das stimmt nicht.
Jeder einzelne Hund, jedes Leben und jede gerettete Seele zählt. So ist dieses
stille Sterben zugleich auch Antrieb und Motivation, um weiterzumachen und so
vielen Hunden wie möglich die Gelegenheit zu bieten, dass sie gesehen werden. Sie sollen ins Licht gerückt werden und bei guten Menschen
ein Leben in Sicherheit, Geborgenheit und Liebe führen dürfen.
MICHELLE wurde gemeinsam mit ihren Schwestern von einer jungen Frau in einem Wald entdeckt – in einem Pappkarton ausgesetzt zum Sterben. Damals waren die Geschwisterchen ungefähr zwei Monate alt. Mit der Abgabe der Hundekinder begann für die Finderin auch ihre Zeit als Freiwillige im Shelter. Sie brachte fünf kleine Welpen und fand sich unvermittelt unter Tausenden verlassener Hunde wieder.

Leider konnte sie
trotz größter Bemühungen bis heute kein Zuhause für Michelle finden. Zwei von
deren Schwestern hatten Glück, sie wurden recht schnell adoptiert; zusammen mit
Michelle sitzen nun noch die beiden übrigen Hundemädchen – Lapa und Tata – in
Shelterhaft. Der nächste Winter naht mit Riesenschritten, und es treibt uns die
bange Frage um: Wird es für Michelle, ihre Schwestern und für so viele andere
schon bald zu spät sein?
Denn das üble Futter, welches höchstens den Magen vorübergehend füllt, jedoch keinerlei Nährwert besitzt, hat deutliche Spuren an Michelle, ihren Schwestern und zahllosen weiteren Hunden hinterlassen. Das Zufüttern durch die Freiwilligen kann die Defizite nicht ausgleichen, es kann den Hunger nicht stillen und ist letzten Endes nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Obendrein kommt es in den beengten Zwingern immer häufiger zu Beißereien; die Schwächeren, diejenigen, die entkräftet sind und sich nicht behaupten können, werden die ersten Opfer sein. Mit Sorge erinnern wir uns an die eisigen Temperaturen des vergangenen Winters. Hunde ohne Reserven haben dann für immer verloren.

Die junge Frau, die
Michelle und ihre Schwesterchen damals im Wald fand und nun deren Betreuerin
ist, beschreibt die Hündin als unglaublich liebevoll und sanft. Michelle liebt
sie innig und vertraut ihr blind – so als wüsste sie, wem sie ihr Leben verdankt.
Fremden gegenüber hält sie sich erst zurück, taut aber schnell auf, wenn sie
spürt, dass man ihr nichts Böses will. Bei fremden Menschen ist Michelle erst
zurückhaltend, taut dann aber schnell auf. Sie läuft ruhig und gelassen an der
Leine, obwohl es im Shelter immer laut und stressig ist und manche
Hundebegegnung nicht immer ganz problemlos verläuft. Wohlgemerkt: Keiner dieser
Hunde ist bösartig; sie sind einfach nur verzweifelt und haben gelernt, dass
Angriff manchmal die beste – weil einzige – Verteidigung ist.
Für die empfindsame
Michelle soll dieser Leidensweg nun ein Ende haben. Sie soll endlich leben
dürfen, in einem schönen Zuhause bei verständnisvollen und geduldigen Menschen,
mit denen Michelle durch dick und dünn gehen kann und die ihr versprechen, sie zu
lieben – bis zum Mond und wieder zurück!

Michelles Geschichte
in Bildern und beim Gassi im Shelter:
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
eMail: Ulrike.worringer@procanes.org
Lebenslichter 25.01.2026, 19.54 | (0/0) Kommentare | PL

LAPA
Hündin
geb. 2018
50-55 cm Schulterhöhe
geimpft, gechipt, kastriert
endgültiges Zuhause gesucht
LAPA musste schon als
winziger Welpe erfahren, was es bedeutet, unerwünscht zu sein. Sie musste
erleben was es heißt, als Abfall einer Gesellschaft zu gelten. Einer
menschlichen Gesellschaft, die nur an sich denkt und in der Hunde, Katzen –
Tiere ganz allgemein – keinerlei Stellenwert haben, außer sie bringen in
irgendeiner Weise Geld ein. Vor kurzem erst mussten wir wieder die grauenvollen Bilder
der Massenabschlachtung von Delfinen auf
den Faröer Inseln über uns ergehen lassen. Ich wundere mich, dass diese Leute
nachts ruhig schlafen können und wüsste nur zu gern, welche Antwort sie ihren
Kindern geben, wenn diese sie fragen, was sie denn eigentlich da tun.
Allerdings habe ich Bilder bei Twitter gesehen – dort reiten Kinder auf den
getöteten Delfinen und waten mit ihren Gummistiefeln im vom Blut rotgefärbten
Wasser. Die Menschheit ist wirklich reif…
Lapa wurde gemeinsam mit ihren Schwestern im Pappkarton in einem Wald zum Sterben entsorgt. in einem Pappkarton. Zu ihrem Glück (?) wurden die Hündchen von einer tierlieben, jungen Frau gefunden und von ihr ins Moskauer Shelter Kozhuhovo gebracht. Diese arbeitet seitdem dort als ehrenamtliche Betreuerin, opfert nicht nur ihre Freizeit, sondern auch einiges an Geld, um ihren Schützlingen ihr trauriges Los ein wenig zu erleichtern.

Geduldig wartet Lapa
darauf, dieses Leben endlich hinter sich lassen und in ein Zuhause reisen zu
dürfen, welches diesen Namen verdient. Mit ihr warten noch Tata und Michelle,
zwei ihrer Schwestern. Die beiden anderen hatten Glück und durften dem Zwinger
bereits für immer den Rücken kehren.
Zunehmend große Sorgen bereitet uns der starke Gewichtsverlust der Schwestern. Der Shelterbetreiber ist immer darauf aus, Kosten einzusparen und womöglich noch Geld zu verdienen. So wird die Qualität des ohnehin schon minderwertigen Futters ständig schlechter und zahlreiche Hunde magern zusehends ab. Zwar geben die Freiwilligen buchstäblich ihr letztes Hemd und versuchen, zuzufüttern, wo es nur geht, aber natürlich reicht das hinten und vorn nicht aus.

Wie ihre Schwestern, ist auch Lapa eine sehr zärtliche und umgängliche Hündin. Auf den Bildern kann man sehen, dass sie ihre Betreuerin über alles liebt. Bei fremden Menschen benötigt sie etwas Zeit, um Vertrauen zu fassen, aber auch das meistert sie. Sie läuft brav an der Leine und spielt für ihr Leben gern mit ihren Schwestern, wenn es einmal in der Woche für eine glückliche Stunde in den Freilauf geht.

Lapa sehnt sich nach
einem Zuhause; nach einem Menschen, dem sie ihr übervolles Hundeherz schenken
kann und der sie mitnimmt auf die gemeinsame Reise durchs Leben. Möchten Sie
gern dieser Mensch für Lapa sein? Dann bitte melden Sie sich bei uns. Vielen lieben Dank.
Lapa mit ihren Schwestern im Zwinger:
Lapa und ihre Schwestern beim Spielen im Hundeauslauf:
Ein weiterer Film mit Lapa und ihren Schwestern beim Spielen:
Die Vermittlung und Ausreise erfolgt über den Tierschutzverein "Pro Canes et Equos".
Vermittlerkontakt/Fragen:
Ulrike Worringer
Tel.: 0171-1817071
Mail:
Ulrike.Worringer@procanes.org
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