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Thema: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE

Arkell - Spuren, die niemand gegangen ist



Arkell

Rasse: Cane Corso Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 12.2015

Schulterhöhe: 65 cm


Manchmal entstehen Spuren, ohne dass jemand geht. Eine solche Spur ist Arkell. Seit 2018 sitzt er im Lager. Es gibt viele Hunde, die hier ausharren müssen, bis sie nicht mehr können. Man lässt sie nicht gnädig sterben, ohne sie vorher zu zerbrechen. Arkell wird seit acht langen, ereignislosen Jahren kaputt gewartet.

Als er ins Gefängnis gesteckt wurde, war er gerade drei; ein Jungspund, groß, kräftig und voller Lebenslust. Stets kam er als Erster ans Gitter, aufmerksam und in der Hoffnung, jeder Mensch könnte der richtige für ihn, jeder Tag könnte seiner sein. Er hinterließ bleibenden Eindruck, ohne etwas tun zu müssen. Aber dann kamen die Jahre, andere Hunde fanden ihre Familien und durften das Schreckenslager verlassen. Arkell blieb und wartete.


Erst 2022 sahen wir ihn wieder; immer noch nett, zuversichtlich, den Menschen zugewandt. Er lief mit, orientierte sich an uns, als wäre es für das Natürlichste von der Welt. Dann kamen mehr Jahre, Arkell blieb und wartete weiter.

Wir schreiben das Jahr 2026. Arkell ist jetzt zehn. Er liegt viel, kann sich kaum noch erheben. Seine Hinterläufe sind durch die fehlende Bewegung steif geworden, auch hat er kaum noch Muskeln. Seine Kräfte schwinden zusehends, sein Körper will nicht mehr. Er hat Liegebeulen an den Ellbogen, einen Bluterguss am Ohr und ein Auge, das behandelt werden müsste. Spuren, die nicht durchs Gehen, sondern durchs Bleiben entstanden sind. Der lebensfrohe Hund, der einmal wie eine Feder hochgesprungen ist, braucht heute Zeit, um überhaupt aufzustehen. Und trotzdem: Wenn man bei ihm stehen bleibt, hebt Arkell den Kopf. Ein Teil von ihm glaubt weiterhin, dass jemand für ihn kommt. Es ist immer noch da, dieses Fünkchen Hoffnung, obwohl die Jahre gehen und die Zeit gegen ihn arbeitet.


(Im Umgang mit seinen Artgenossen zeigt Arkell sich übrigens friedlich und unauffällig. In all den Jahren kam es durch ihn nie zu einer Auseinandersetzung.)

Arkell hat nicht mehr ewig. Die Zeit hinterlässt ihre Spuren, auch wenn nichts passiert. Arkells Spuren verlieren sich mehr und mehr, und was davon noch übrig ist, wird nicht mehr allzu lange bleiben.

Möchten Sie gern mehr über Arkell erfahren und im schönsten Fall Ihre eigenen Spuren neben seine setzen? Dann freut seine Vermittlerin sich über Ihre Nachricht. Arkell ist kein Hund für nebenbei. Er ist ein Hund fürs Herz.


Für Arkell: Jede noch so kleine Aufmerksamkeit bedeutet einen Hoffnungsschimmer und eine winzige Chance, dass aus deiner Spur doch noch ein Weg wird.

Ina Schoenfuss

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Lebenslichter 24.03.2026, 19.52 | (0/0) Kommentare | PL

Chucky – armes, kleines Häschen!


Chucky

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: ca.02.2018

Schulterhöhe: 48 cm

Warum nur muss ein so grundlieber und kluger, kleiner Hund, der niemals etwas verbrochen hat, eine solch traurige Geschichte mitbringen, wie unser Chucky? Wirklich beantworten könnte diese Frage wohl nur derjenige, der Chuckys Leidensweg zu verantworten hat.

Einst lebte der Süße bei einem Mann, der ihn solange quälte und misshandelte, bis Nachbarn irgendwann endlich die Polizei riefen. Chucky kam in ein Canile - eines der furchtbaren italienischen Hundelager. Von dort wurde er wahllos an einen neuen Besitzer vermittelt, um von diesem bereits nach kurzer Zeit an jemanden weitergegeben zu werden, der sich weder um Chucky noch um dessen Gesundheit kümmerte. Dabei wäre das zwingend notwenig gewesen; denn die Schläge und Tritte, die der kleine Kerl jahrelang über sich ergehen lassen musste, waren nicht ohne Folgen geblieben. Chucky hat schwere Leberprobleme, verbunden mit einer Bauchwassersucht und wir hoffen, dass sein Herz nicht ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde.  Die entsprechenden Untersuchungsergebnisse stehen noch aus. Irgendwann in seinem Leben hat sich Chucky dann auch mit Leishmaniose infiziert, aber die inzwischen eingeleitete Behandlung schlägt sehr gut an.



Unser Chucky ist ein armes, krankes Häschen, das von seinem letzten Besitzer schlussendlich zu einer Tierschützerin gebracht wurde, als dieser Italien verließ und Chucky nicht mitnehmen wollte. Mit den Worten „Lasst ihn einschläfern! übergab er seinen kranken Hund und ging. Das erscheint und ist auch herzlos, in Italien jedoch die ganz große Ausnahme. Dort werden Hunde, die man nicht mehr braucht oder will, in der Regel erschlagen oder ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen.




Chucky erfährt gerade, wahrscheinlich zum ersten Mal in seinem Leben, wie es sich anfühlt, umsorgt zu werden. Er frisst mit gutem Appetit und verhält sich wie ein glücklicher, kleiner Hund. Mit seinen Artgenossen - Hündinnen und Rüden - versteht er sich wunderbar und auch die kleinen Stubentiger haben von ihm nichts zu befürchten. Wir tun, was in unserer Macht steht, um es ihm so schön wie möglich zu machen. Dennoch sollte Chucky nicht in einem Tierheim leben, in welchem bei aller Aufopferung doch nie genügend Zeit für jeden einzelnen Hund bleibt. Der kleine Schatz sollte bei gutherzigen Menschen leben, die ihm Geborgenheit und all die Liebe schenken, die er bisher so schmerzlich entbehren musste.


Darüber hinaus werden Folgeuntersuchungen und -behandlungen notwenig sein, auch wenn vieles jetzt schon getan wurde und wird, um Chuckys Gesundheit so weit wie möglich wiederherzustellen. Und so suchen wir verständnisvolle und großherzige Menschen, die sich dies auch leisten können und möchten – damit aus dem armen, kranken Häschen endlich der fröhliche, anhängliche Hundebub werden kann, der er seinem Wesen nach ist.


Bitte, wenn es passt und Sie unseren lieben Chucky gern bei sich aufnehmen möchten, dann melden Sie sich bei seiner Vermittlerin. Wir danken Ihnen sehr.

 

Sabine Wojtok

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Lebenslichter 23.03.2026, 20.08 | (0/0) Kommentare | PL

Silke - nie mehr nur stark sein müssen


Silke

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 12.2015

Schulterhöhe: 45 cm

Die gute Nachricht zuerst: Silke, unsere etwa zehnjährige Jagdmischlingshündin sowie Sandorah, Sady, Salvina und Sajoscha (ihre vier Babys, drei Mädchen und ein Junge) wurden von einer Tierschützerin gerettet und befinden sich in Sicherheit. Es geht ihnen gut, sie sind alle gesund und munter. Letzteres gilt besonders für die vier Kleinen; Silke geht, ihrem Alter entsprechend, alles ein wenig gemächlicher an.


Die schlechte Nachricht: Sehr viel an Leid, sowohl für Silke als auch ihre unzähligen verschwundenen Welpen, hätte verhindert werden können, wenn die Menschen nicht nur etwas gesehen, sondern auch gehandelt hätten. Leider wiederholt sich dieses Muster im Tierschutz nur allzu oft: Entweder man sieht hin, erkennt den Missstand, unternimmt aber nichts. Oder man sieht nicht hin, schaut einfach weg…


Menschen haben Silke jahrelang zugesehen, wie sie sich - meistens trächtig - irgendwo in der italienischen Einöde durchschlug und ihre Welpen mutterseelenallein zur Welt brachte. Was mit ihnen geschah, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Vielleicht wurden die Kleinen von anderen Tieren gefressen, oder sie wurden überfahren. Jedenfalls sind alle verschwunden, bis auf die vier oben genannten Glückspilze. Denn eines Tages im Oktober 2025 rief eine Polizistin die mit uns befreundete Tierschützerin an: In einem Holzstapel habe eine Hündin geradeWelpen geboren, ob sie nicht bitte kommen und die Tiere abholen könne. Das tat unsere Freundin und brachte Silke nebst ihren vier kleinen Mäuschen in ihr Refugio.


Dort hat sich das Quintett inzwischen gut erholt. Wie wir hören, ist Silke eine ganz wunderbare Mutter, die sich liebevoll um ihre Kleinen kümmert. Anfangs noch ein wenig schüchtern, scheint sie verstanden zu haben, dass ihr nun nichts Böses mehr droht. Zu unserer Freundin hat sie bereits Vertrauen gefasst, bei ihr fremden Menschen braucht sie dafür noch Zeit. Die tapfere Hündin hat auch schon gelernt, recht ordentlich an der Leine zu laufen; so richtig begeistert ist sie davon allerdings noch nicht. Silke hat eine kurze Rute, die so angeboren sein könnte. Vielleicht hat sie diese aber auch in einem Kampf eingebüßt, oder sie wurde ihr von Menschenhand gewaltsam abgeschitten.


Bei Hunden wie Silke, die nachweislich fast ihr ganzes Leben als Streuner auf der Straße verbracht haben, fragen wir uns oft, ob wir den Tieren einen Gefallen tun, indem wir sie einfangen und versuchen, familientaugliche Vierbeiner aus ihnen zu machen. Nicht alle schätzen es, wenn ihnen die gewohnte Freiheit genommen wird. Aber unsere liebe Silke ist ja schon eine ältere Hundedame und so, wie ihre Milchleiste aussieht, gab es in ihrem Leben kaum eine Zeit, zu der sie nicht trächtig war. Dass sie inzwischen kastriert wurde, bedeutet für sie einen Fortschritt und eine große Erleichterung. Sie genießt es allmählich, in Sicherheit zu sein und sich nicht mehr ums tägliche Futter und einen vor Fressfeinden und schlechtem Wetter geschützten Unterschlupf sorgen zu müssen.


Silke kennt und braucht nicht viel. In der Zuflucht zeigt sie sich sehr bescheiden und anspruchslos, so wird es auch in ihrem neuen, ihrem allerersten richtigen Zuhause - bei Ihnen?! - sein.


Falls Sie, liebe Leserin, lieber Leser, unsere hübsche Rehbraune bereits ins Herz geschlossen haben, melden Sie sich doch schnellstmöglich bei ihrer Vermittlerin. Damit aus Ihnen und Silke ein echtes Traumpaar wird, möchten wir Sie bitten, an folgendes zu denken: Die tapfere Seniorin hat ihr bisheriges Leben zwar unter schwersten Bedingungen, aber dennoch im Wesentlichen selbstbestimmt verbracht. Sie muss erst noch lernen, sich in eine Gemeinschaft mit Menschen einzufügen, und vielleicht weiß sie anfangs auch noch nicht alle Annehmlichkeiten zu schätzen, die Sie ihr bieten: ein weiches Körbchen, regelmäßige Mahlzeiten und Spaziergänge, immer frisches Wasser und was am wichtigsten ist, Verständnis, Zuwendung und Liebe. Sie bekommen, was Sie geben, tausendfach zurück!

 

 Simone Horn

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Lebenslichter 22.03.2026, 20.17 | (0/0) Kommentare | PL

Alvida - denn sie wissen, was sie tun...


Alvida

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 09.2022

Schulterhöhe: 51 cm

"Was haben sie nur mit dir gemacht, kleine Alvida? Hast du auf der Straße gelebt in einer Gegend, in der Hunde mit Stöcken und Steinen verjagt werden? Oder hast du zu Hause Prügel bezogen?  Du kannst es uns nicht sagen; aber wir wissen auch so, dass du Menschen begegnet sein musst, die dich grausam behandelt haben und dass du erst lernen musst, dass wir nicht alle so sind. Sonst würdest du dich nicht am liebsten unsichtbar machen, sobald du einen von uns erblickst.

Man zeigte uns deine Bilder, und wir konnten erkennen, wie gern du dich in einem Mauseloch verkrochen hättest, als die netten Tierschützer dir dann auch noch Halsband und Leine angelegt haben. Aber du hast es über dich ergehen lassen, ohne zu knurren oder gar zu beißen, denn du bist ein ganz liebes Mädchen, dem man leider übel mitgespielt hat.

All das geschah in deinen ersten zwölf Lebensmonaten. Rund um deinen ersten Geburtstag gerietest du dann in dieses düstere, furchteinflößende Hundelager und hast seitdem nie einen Menschen zu Gesicht bekommen; zumindest keinen, der es gut mit dir meinte, bis die Tierschützer dich besucht haben. Sie erzählten uns auch, dass du in deiner Zelle mit Rüden und Hündinnen gleichermaßen einträchtig zusammenlebst, denn wie gesagt, du bist ein liebes Mädchen und weißt, wie man sich unter Artgenossen benimmt.

Was du aber im Augenblick noch nicht weißt, dir sicher nicht einmal vorstellen kannst: Es gibt Menschen, die möchten, dass du es gut bei ihnen hast. Sie sind geduldig, verständnisvoll und wissen, dass man sanft und behutsam umgehen muss mit einem kleinen Hundemädchen, welches in jungen Jahren schon soviel Schmerz und Leid erdulden musste.

Und genau diese Menschen wollen wir für dich finden, liebe, kleine Alvida. Es fällt ja so leicht, sich in dein süßes Gesichtchen zu verlieben. Sei also ganz unbesorgt, mein Schatz. Wir als Tierschützer kennen uns ein wenig aus und sind sicher, dass da draußen dein Mensch, deine Familie nur darauf wartet, dich in seinem oder ihrem Leben willkommen zu heißen. Vielleicht wirst du für immer einen Rest des schweren Päckchens mit dir herumtragen, das man dir in deiner Welpenzeit aufgeladen hat. Aber gemeinsam schafft ihr den Weg in ein fröhliches, unbeschwertes Hundeleben. Halt nur noch ein kleines Weilchen durch, der erste Schritt ist schon getan!"


Sabine Wojtok

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Lebenslichter 21.03.2026, 20.16 | (0/0) Kommentare | PL

Haribo - Gewitter und Sternenstaub


Haribo

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren:12.2018

Schulterhöhe: 40 cm

Es war einmal ein kleiner Hund namens Haribo. Süß wie die Gummibärchen, nach denen er benannt wurde, freundlich, anhänglich und voller Vertrauen in die Menschen. Eigentlich hätte seine Geschichte leicht und fröhlich verlaufen sollen. In einem anderen Märchen hätte er ein warmes Körbchen gehabt und einen Platz mitten im Leben seiner Menschen. Doch das Märchen von dem kleinen Haribo begann anders. Er wurde von seinen Menschen zurückgelassen - einfach so, mutterseelenallein in einem Haus mit Garten. Manchmal kam jemand vorbei, stellte ihm etwas Futter hin und verschwand wieder.



Leider fürchtete Haribo sich sehr vor Gewitter. Als der Donner das erste Mal über ihm krachte, floh er angsterfüllt aus dem Garten. Man fing ihn wieder ein und legte den kleinen Kerl an eine Kette. Sie hielt ihn fest, wo er doch Schutz gebraucht hätte. Monate verbrachte er so angebunden; ein Hund, der zuvor im Haus gelebt hatte, der Nähe, Stimmen und Bewegung kannte. Nun stand er still, Tag für Tag und Nacht für Nacht; so lange, bis Stress und Einsamkeit so unerträglich wurden, dass das zierliche Hündchen versuchte, die Kette durchzubeißen. Seine Zähnchen sind heute fast vollständig abgeschliffen; ein trauriges Andenken an die Zeit, als niemand sich seiner erbarmte und keiner kam, um ihn zu befreien. Er verlor in diesen Monaten zwar nicht sein freundliches Wesen, nicht seine Freundlichkeit, aber er verlor etwas anderes: das Gefühl von Sicherheit und das Vertrauen in uns Menschen.



Irgendwann fiel ein kleines bisschen Sternenstaub auf das Häufchen Unglück; gerade genug, um jemandem den Weg zu dem armen, angeketteten Kerlchen zu zeigen. Haribo durfte gehen, aber sein Weg war kein gerader. Er führte ihn zunächst in eine Pension, dann auf eine Pflegestelle, die ihn eigentlich behalten wollte - und dann doch wieder Abschied und wieder kein Zuhause. Trotz allem ist Haribo geblieben, wer er immer war: ein anhänglicher Hund, der Nähe sucht und sich an seine(n) Menschen binden möchte, der aber gelernt hat, vorsichtig zu sein. Er ordnet sich unter, nimmt den Maulkorb beim Tierarzt hin und lässt doch erkennen, wie sehr ihn die Einsamkeit geprägt hat. Mit anderen Hunden versteht Haribo sich grundsätzlich gut, egal ob, Rüde oder Hündin, ob groß oder klein. Er läuft brav an der Leine, hat eine hübsche, lange Rute und noch etwas, das man ihm nie nehmen konnte: seine Lebensfreude und seinen Spaß am Autofahren.


Nun wartet das Märchen vom kleinen Hund Haribo noch auf sein glückliches Ende; mit einem Menschen, der ihn nicht wieder ankettet, ihm aber das Vertrauen zurückgibt und seine Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit stillt.


Möchten Sie dieser Mensch, diese Familie für unseren Haribo sein? Dann melden Sie sich bitte möglichst schnell bei seiner Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!

Sabine Wojtok

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Lebenslichter 20.03.2026, 20.23 | (0/0) Kommentare | PL

Carolita und du – oder Sie - ein Dreamteam!


Carolita

Rasse: Mischling

Geschlecht: Hündin

Geboren: 2014

Schulterhöhe: 63 cm

Am 4. Oktober 2019 fielen die Kerkertüren hinter Carolita ins Schloss. Damals war die mittelgroße Hundedame fünf Jahre alt, schlank und rank mit weichem, glänzendem Fell. Heute - mehr als sechs endlos lange Jahre später - ist unsere hübsche Carolita wegen des miserablen Futters, das fast nur aus Getreide und irgendwelchen Abfällen besteht und zwar dick, aber nie wirklich satt macht, außerdem natürlich wegen der fehlenden Bewegung ein wenig fülliger geworden. Ihr Zwinger misst ja gerade einmal vier bis fünf Quadratmeter und einen kleinen Spaziergang gibt es nur, wenn es den Tierschützern gnädig gestattet wird, die Hunde zu besuchen. Auch ihr Schnäuzchen zeigt bereits einen leichten Grauschimmmer. Aber der helle Blick aus ihren Bernsteinaugen, welcher den Betrachter oder die Betrachterin direkt ins Herz trifft, ist noch immer derselbe.

 

Für Carolita wird es allerhöchste Eisenbahn, dass sie ihr Gefängnis verlassen und für die Zeit, die ihr noch bleibt, ein Leben führen darf, das diesen Namen auch verdient. Wie gern möchte sie für ihre letzten Jahre endlich Hund sein: Spaziergänge unternehmen an der Seite ihrer/ihres Menschen, mit Liebe und Zärtlichkeit überschüttet werden und überschütten, vielleicht noch das eine oder andere Kommando lernen und zeigen dürfen, wie wunderbar sie trotz des Mangels an Gelegenheit an der Leine läufen kann; auf einer weichen Decke schlafen und ordentliches Futter erhalten. Auch ein Leckerlie von Zeit zu Zeit würde ihr herrlich schmecken.

 

Schon seit einer halben Ewigkeit ist Carolita eingesperrt in einer trostlosen Einöde aus Beton und Gitterstäben, ohne jede Abwechslung oder Ansprache. Nur alle Jubeljahre einmal dürfen die mit uns befreundeten Tierschützer sie besuchen. Für einen viel zu kuzen, dafür aber umso wertvolleren Moment darf sie dann mit ihnen nach draußen auf die Wiese. Die Tierschützererzählen uns dann immer, was für eine bildschöne, eindrucksvolle Hündin sie sei, die schon recht ordentlich an der Leine laufe. Sie orientiere sich am Menschen, sei anhänglich, aufmerksam und lerneifrig. Mit Hündinnen verstehe sie sich weniger, mit Rüden grundsätzlich schon; da käme es, wie bei uns auch, auf die Sympathie an. Carolita sei zutraulich und gesellig. Anscheinend konnte sie sich, allen Widrigkeiten zum Trotz, über die ganzen freudlosen Jahre hinweg das Grundvertrauen in die Menschen bewahren.

 

Für Carolita hat bereits der Spätherbst ihres Lebens begonnen. Ihr bleibt nicht mehr viel von dem, was wir Leben nennen. Wir sind Carolitas einzige Chance und Hoffnung, dass sich für sie eines Tages die Gefängnistore öffnen und sie in einen der weißen Transporter einsteigen darf, der sie zu ihrem/ihren weltbesten Menschen bringen wird. Bitte helfen Sie uns, dieses kleine Wunder für sie wahr werden zu lassen.

 

Können Sie sich ein Leben mit Carolita vorstellen, haben Sie schon Hundeerfahrung, ausreichend Platz und auch einen Garten, dann melden Sie sich bitte schnellstmöglich bei Carolitas Vermittlerin. Sollten Sie selbst zurzeit keinen Hund aufnehmen können, dann verbreiten Sie bitte Carolitas Geschichte in Ihrem privaten Umfeld, Ihren sozialen Medien. Gemeinsam haben wir schon viele Hunde gerettet, gemeinsam schaffen wir es auch für Carolita. Unser und narürlich Carolitas Dank ist Ihnen gewiss! 

 

 

Simone Leitenbauer

ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin

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Lebenslichter 18.03.2026, 21.52 | (0/0) Kommentare | PL

Benoit - Hellbraune Augen, die sich nach Liebe sehnen


Benoit

Rasse: Labradormischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 08.2023

Schulterhöhe: 66 cm

 25/11: Jedem, der Benoit zum ersten Mal sieht, fällt sofort sein Blick auf: helle, warme Augen, die so viel erzählen: von Enttäuschung, Hoffnung und dem unbändigen Wunsch, endlich gesehen zu werden. Seit zwei Monaten sitzt er eingesperrt in einem der kahlen Betonboxen eines schlimmen Caniles, in welchem sein einziger Lichtblick Olena ist, mit der er sich friedlich den Zwinger teilt. Dieser düstere Ort ist wahrlich nicht fürs Leben eines jungen Hundes gemacht.



Benoit zählt erst ungefähr zweieinhalb Jahre; ein stattlicher, schneeweißer Hundebub mit unbekannten Wurzeln. Weit wichtiger als seine Herkunft ist jedoch sein Wesen: Er wird als unglaublich gefühlvoller, kontaktfreudiger und menschenbezogener Hund beschrieben, der sehnsüchtig nach Nähe sucht und jede noch so kleine Zuwendung aufsaugt wie ein Verdurstender. Zu lange wartet er schon und vermisst einen - seinen - Menschen. Soviel an Liebe wie er braucht, soviel hat er auch zu geben.


So berichteten wir über Benoit im November des vergangenen Jahres. Seitdem hat sich etwas verändert, leider nicht zum Guten. Benoit hat sichtlich an Gewicht verloren. Er wirkt angeschlagen, sein Allgemeinzustand ist besorgniserregend. Die warmen, hellen Augen, die so viel erzählten, sprechen jetzt vor allem von Erschöpfung. Leider wurde Benoit inzwischen positiv auf Leishmaniose getestet. Zwar ist die Krankheit unheilbar, sie lässt sich aber mit einem kostengünstigen Medikament in der Regel problemlos in Schach halten. Ohne Behandlung führt sie jedoch früher oder später unweigerlich zum Tod.



In diesem Hundelager gibt es weder eine tierärztliche Betreuung oder Behandlung, noch eine lebensrettende, tägliche Tablette. Benoit stirbt - aber nicht, weil es keine andere Lösung gäbe, oder weil eine Therapie zu teuer und zu aufwändig wäre; sondern einzig und allein, weil er in diesem Hundegefängnis niemandem genug wert ist, um ihm täglich eine einfache, preiswerte Tablette zu verabreichen.



Benoits heller, warmer Blick hofft noch immer, aber er wird schwächer, er baut immer mehr ab. Die Krankheit frisst sich durch seinen Körper, während er in seinem Zwinger sitzt und auf Menschen wartet, die nicht kommen. Das ist kein erfundenes Drama, das ist die Wirklichkeit, die jetzt, in diesem Augenblick passiert. Seine Uhr tickt unaufhaltsam, Benoit rennt die Zeit davon.


Bitte, wenn Sie es irgend ermöglichen können, seien Sie der Mensch, dem Benoit genug wert ist; bevor aus "schwächer" "zu schwach" und aus "drängend" "zu spät" wird. Benoit hat nicht mehr viel Zeit und er hat nur Sie. Vielen, lieben Dank!


Margot Wolfinger

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Lebenslichter 17.03.2026, 20.22 | (0/0) Kommentare | PL

Jontar - Die Geschichte, die niemand liest


Jontar

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 08.2021

Schulterhöhe: 62 cm

März 2926: Neuer Tag, neues Glück? Das mag für andere gelten, aber nicht für mich. Keiner sieht mich, keiner ruft mich beim Namen. Was einmal Hoffen und frohes Erwarten war, sitzt jetzt zuviel auf den Knochen und zuwenig auf der Seele. Die Tage tropfen auf den Zwingerboden und versickern im rauen Beton.



Als mich die Tierschützer einmal kurz besuchen durften, sagten sie mir: "Lieber Jontar, warte nur ab, deine Familie kommt schon bald." Und ich wartete, warte immer noch, aber niemand meldet sich für mich. So vergehen die Jahre und mein Leben verrinnt.



Ich sehe andere Hunde kommen und gehen. Eine von ihnen ist Jozefina, meine Schwester. Sie hat den Jackpot geknackt und ein Zuhause bei einer ganz lieben Familie gefunden. Ich bleibe zurück und werde immer runder, stiller, und müder. Nur noch selten frage ich mich, ob mein Bild auch endlich einmal zum Lieblingsbild von einem Menschen wird.



Jacoby und Betsy sind meine Freunde. Wir teilen das Warten miteinander, aber schon längst nicht mehr die Hoffnung. Was einmal Welpenmut hieß, ist jetzt ein unsichtiger, dicker Hund mit stillen, traurigen Augen, kaum noch Muskeln und glanzlosem Fell.



Dabei mache ich alles richtig. Ich dränge mich nicht vor, belle nicht aufdringlich, halte durch. Ich lasse mir vorsichtig das Halsband anlegen, folge tapfer, oder stehe still, wie es gerade verlangt wird. Die Tierschützer sagen, ich sei folgsam, sanft und vorsichtig hoffnungsvoll - aber ich frage mich: Erfährt das überhaupt jemand? Oder ist auch das nur so ein Satz, der ungelesen in einem Aktenordner verschwindet? Warum bin ich nie der, auf den jemand wartet? Bin ich unsichtbar? Ich möchte doch so gern irgendwo ankommen und wissen, wie sich richtiges Leben anfühlt.

 


Ich bin Jontar und ich hoffe immer noch, dass meine Geschichte endlich jemand zu Ende liest. Vielleicht schreibst Du ja sogar das Happy End.

Dein Jontar

Daniela Koenemann

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WAS BISHER GESCHAH:

August 2023; Jacoby, Jontar, Jorik, Jorina, Jozefina und Julinda - einst sechs niedliche, kleine, unschuldige Welpchen, die in der Hundehölle landeten. Die drei Buben und drei Mädchen sind inzwischen erwachsen, ihre Welpenniedlichkeit konnte keinen von ihnen retten. Umso nachdenklicher stimmt es mich, wenn ich auf den Fotos und Videos der Geschwister sehe, dass sie sich nicht aufgegeben haben, sondern immer noch lustige und freundliche Wesen sind, die unsere Tierschutzkameraden freudig begrüßen. Sonnenscheine in einer trostlosen Welt. Wie kann es sein, dass sie dort noch vor sich hinvegetieren müssen, anstatt im eigenen Zuhause für Spaß und gute Laune zu sorgen?



Es muss ein heißer Sommertag, Ende August 2021 gewesen sein, als Jontar und seine Geschwisterchen das Licht der Welt erblickten. Kaum zwei Monate alt, wurden sie ins Hundelager gebracht; ob sie ausgesetzt oder frei geboren und aufgegriffen wurden, wissen wir nicht. Seitdem fristen sie ihr Dasein an diesem düsteren, furchteinflößenden Ort, verbringen ihre Tage auf nacktem Beton in nicht endenwollendem Einerlei, ohne Gras unter ihren Pfoten, ohne einen Ort, an den sie sich einmal zurückziehen könnten, ohne streichelnde Hände und jegliche Fürsorge. Unvorstellbar? Ja, aber leider traurige Wirklichkeit. 


August 2024: Inzwischen sind drei Jahre vergangen, in denen aus einer Rasselbande niedlicher Welpen ein Rudel erwachsener Hunde wurde; verlassen, weggeschlossen und hinter Gitterstäben vergessen. Einzig ihre Schwester Jozefina, die nun Josy heißt, wurde im Dezember 2023 von einer dieser weltbesten Familien adoptiert und lebt nun glücklich und geliebt in ihrem eigenen Zuhause.

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Lebenslichter 17.03.2026, 11.40 | (0/0) Kommentare | PL

Deepak - Man sieht nur mit dem Herzen gut


Deepak

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 01.2015

Schulterhöhe: 55 cm


Juli 2025: Geschätzte Hundefreundin, geschätzter Hundefreund, sicherlich sind Sie nicht rein zufällig oder aus purer Langeweile hier auf der Seite von Deepak gelandet und lessen seinen Vermittlungstext. Wie ich hoffe, sind Sie auf der Suche nach einem vierpfotigen Begleiter und Freund fürs Leben. Sie haben Deepaks Foto mit dem fragenden Blick gesehen, sein Alter zur Kenntnis genommen und möchten nun etwas mehr über ihn erfahren, ja? Gern stelle ich Ihnen diesen liebenswerten Senior vor und teile mit Ihnen das Wenige, das wir über ihn wissen.




Der eher schüchterne, aber sehr umgängliche Deepak dürfte ungefähr elf Jahre alt sein. Ein paar gute Jahre können noch vor ihm liegen - allerdings nur, wenn er das riesige, kalte, lärmende Hundelager, in welchem er seit dem Herbst 2024 eingesperrt ist, so bald wie möglich verlassen und in ein liebevolles Zuhause bei gutherzigen, verständnisvollen Menschen umziehen darf. Am besten zu Ihnen, was meinen Sie? Hätten Sie einen Platz frei in Ihrer Wohnung und Ihrem Herzen für einen älteren Hundebuben, der bisher vom Leben nicht verwöhnt wurde und eine Geschichte mitbringt, die nur er allein kennt?


So, wie er sich bei den viel zu seltenen Besuchen den Tierschützern gegenüber verhält, scheint Deepak nicht ausschließlich schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht zu haben. Er sucht von sich aus ihre Nähe und lässt sich sehr gern streicheln. Dabei scheint er die ausgestreckte Hand als seltenes Geschenk zu betrachten und sein Stillhalten wirkt wie ein Dank, so als wüsste er: Seine Zeit läuft unaufhaltsam ab. Er saugt jedes Streicheln auf wie Sonnenstrahlen und bewahrt sie tief in seinem Herzen, damit es darin hell bleibt für die endlos langen Nächte im kalten, dunklen Zwinger. Für Hunde wie ihn sind solche Augenblicke der Zuneigung wertvoller als jede Mahlzeit.


Seine wenigen Quadratmeter teilt er sich friedlich und einvernehmlich mit  Pollard und Yvana. Die Hunde haben keine Wahl, mit wem sie auf engsten Raum zusammengesperrt werden und die Lagerbetreiber scheren sich nicht im Geringsten darum, ob sich die Tiere vertragen oder nicht. Leider enden diese Zweckgemeinschaften nicht selten mit schweren Verletzungen oder sogar tödlich, weil es in den viel zu kleinen Boxen für die Hunde keine Möglichkeit gibt, sich auszuweichen und es beim Kampf um das wenige Futter immer wieder zu Beißereien kommt.


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Februar 2026: Man sagt, Hunde denken nicht über Zeit nach; das ist eine Erfindung der Menschen. Aber wer wie Deepak sein eintöniges Leben im Lager zubringt, der lernt: Zeit ist etwas, das man fühlen kann. Sie tropft, sie verrinnt, sie verdunstet wie das letzte Wasser in einer Pfütze. Jeden Morgen beginnt sie von vorn, und Deepak liegt auf dem nackten Beton, den Kopf still auf den Pfoten, und hört ihr bei der Arbeit zu.



Hier in diesen bunkerähnlichen Anlagen gibt es keine wechselnden Jahreszeiten, nur ein immerwährendes Auf und Ab zwischen Kälte und Hitze, zwischen Licht und Dunkelheit. Und was von der Zeit übrigbleibt, sind verpasste Augenblicke und vertane Chancen.  Für Seniorenhunde wie Deepak ist jeder Tag ein stiller Kampf gegen das Vergessenwerden. Sie wetteifern um einen Platz in den Gedanken jener, die draußen leben. Wenn Hund hoffen können, dann hoffen besonders die Älteren auf jemanden, der sie sieht und sie gerade noch rechtzeitig aus dem grauen Trott von Lieblosigkeit und Vernachlässigung befreit, bevor die Tage im Hundegefängnis ihre Träume für immer auslöschen.



Der liebe Deepak hat nur noch einen Wunsch, den letzten, den größten: Er will nicht als bloßer Name auf einer Lagerliste enden, nicht als Nummer, die irgendwann in einer Statistik auftaucht. Er wäre gern jemand, der von Herzen vermisst wird, wenn er fehlt. Er träumt von einem Platz, an dem die Uhren anders gehen, an dem Wärme und sanfte Berührung alltäglich sind und das Alter nicht als Nachteil, sondern als Bereicherung angesehen wird.


Möchten Sie unserem Deepak diesen Wunsch erfüllen? Würden Sie die Zeit für ihn anhalten, wenigstens ein bisschen? Könnten Sie ihm ein Zuhause schenken, das für ihn die Welt bedeutet? Deepak wartet auf Ihre Antwort, und seine Zeitrechnung beginnt jetzt, weil Sie diesen Beitrag lesen.

 Simone Leitenbauer

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Lebenslichter 16.03.2026, 20.28 | (0/0) Kommentare | PL

Oldrich - Für immer ist viel zu lang


Oldrich

Rasse: Mischling

Geschlecht: Rüde

Geboren: 06.2019

Schulterhöhe: 60 cm


"Sie ist weg." "WER ist weg?!" "Na, Oberlyn! Sie hats geschafft!" Wie ein Lauffeuer ging es durch die kahlen, schimmeligen Betonflure des Canile. Ein aufgeregtes Konzert aus Bellen, Jaulen und Gitterrasseln setzte ein – manche freudig, manche neidisch, andere verzweifelt und wieder andere einfach, weil es alle machten. Mittendrin saß Oldrich. Still. Ein bisschen verwirrt, ein bisschen stolz, aber auch ein kleines bisschen traurig. Seine Schwester war jahrelang seine Mitbewohnerin, Seelentrösterin und Wärmflasche auf vier Pfoten gewesen. Jetzt hatte sie ein Zuhause. Ein richtiges Zuhause mit Platz auf dem Sofa, Leberwurst aus der Tube und mit Menschen, sie sich nicht störten an einem bisschen Fell in ihrem Morgenkaffee.

"Das ist doch super!", bellt jemand aus der Nachbarbox. Oldrich nickt bedächtig. Und er? Er teilt seinen kahlen Käfig nun allein mit Alphonza.  Alphonza ist in Ordnung. Sie frisst ihm nicht das Futter weg und schnarcht nicht ganz so laut wie Oberlyn.  Dennoch vermisst Oldrich sie. Aber er nimmt sich zusammen. So ist er eben, ein stiller Held.


Wenn die Tierschützer zu Besuch kommen, neigt Oldrich leicht den Kopf zur Seite; nicht zu niedlich, aber dennoch charmant. Die meisten sehen dann nur: "Hm, schüchtern." Er ist keiner dieser fluffigen Instagramhunde mit Pomponschwanz und Schnappschusslächeln. Er ist einfach Oldrich. Wunderschön schwarz-weiß, mit einem etwas hervorstehenden Unterkiefer; die Tierschützer nennen das diplomatisch leichte Prognathie.  Er bleibt stets abwartend und ruhig - manchmal so ruhig, dass man meinen könnte, er sei aus Stein. Aber seine Augen blicken fragend-hoffnungsvoll und sein Herz, klopft voller Erwartung. Vertrauen kommt bei ihm nicht per Express, sondern eher wie ein Paket, das auf dem Postweg aus dem vorletzten Jahrhundert verschickt wurde - aber es kommt an. Er ist nicht unhöflich, doch sein Instinkt sagt: "Verhalte dich lieber still, vielleicht ist das hier gefährlich. Denn der Alltag im Canile hat ihn geprägt. Tage, Wochen, Jahre, immer gleich. Beton, Gitter, manchmal Futter, oft Hunger, Schmutz, Einsamkeit, Langeweile, Regen, Hitze, Kälte, Hoffnung und immer wieder bittere Enttäuschung. Oldrich ist kein Draufgänger. Er ist ein Beobachter, einer, der lieber zweimal hinschaut, bevor er jemandem die Pfote reicht.

Aber wenn man sich Zeit nimmt, kann man das sanfte Leuchten in seinen Augen sehen. Vertrauen auf Sparflamme, das gern wachsen möchte. Bei ruhiger Ansprache kommt er näher; ganz langsam, wie ein scheuer Tanzpartner, der den Rhythmus der Welt erst noch lernen muss. Und dann lässt er sich streicheln.


Oldrich lebt leise im Schatten der Lauten. Er lebt zwischen Hoffnung und Resignation. Aber er lebt und das mit so viel Würde, dass einem das Herz wehtut.

Damals war´s, vor nunmehr vier Jahren. Plötzlich lag ein Leuchten in Oldrichs Äuglein, als die Tierschützer zu ihm sagten: "Lieber Oldrich, du bist jetzt in der Vermittlung. Bald holen wir dich hier heraus und dann wird dein Leben wunderschön." Leider meldete sich niemand für ihn, so blieb es bis heute und ganz langsam, kaum merklich zerbricht seine Seele. Von dem einst neugierigen, zutraulichen Hundbuben ist nicht mehr viel übrig. Die Tierschützer zeigten sich erschrocken, als sie phn vor ein paar Tagen wiedersahen, denn aus Oldrich ist ein zurückhaltender, schüchterner Hund geworden. Er musste zusehen, wie seine Geschwisterchen adoptiert wurden, mit ihnen verlor er seinen letzten Halt.

Oldrich ist einer von den Unsichtbaren im Lager, die nicht durch besondere Merkmale hervorstechen und versuchen, den harten Alltag inmitten von Stein, Freudlosigkeit und Isolation irgendwie zu meistern. Aus der Erfahrung wissen wir, dass bei liebevoller Ansprache und geduldiger Führung auch schüchterne Hunde wie Oldrich aufblühen und zu fröhlichen Begleitern werden können.


Liebe Leserinnen und Leser, Oldrich braucht kein Feuerwerk, keine großen Gesten. Er braucht jemanden wie Sie, der zu ihm sagt: „Komm, Oldrich, wir schauen gemeinsam. Du darfst langsam sein, ich warte auf dich.

Wenn Sie einen Blick für das scheinbar Unscheinbare und ein Ohr für leise Töne haben, dann melden Sie sich bitte bei Oldrichs Vermittlerin. Denn nie ist einfach zu lang. Dieser wunderbare Hund mit der sanften, leisen Seele hat lange genug gewartet und wäre bestimmt sogar bereit, für Sie ein bisschen zu wedeln. 

Margot Wolfinger

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Lebenslichter 15.03.2026, 18.55 | (0/0) Kommentare | PL

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Tagtäglich verlöschen auf unserer Erde unzählige Lebenslichter - durch Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit oder vorsätzlich, aus Grausamkeit und purer Lust am Töten. Es werden aber auch immer neue Lichter angezündet - durch freundliche Gedanken und liebevolles Handeln. Ich glaube fest daran, dass eines Tages daraus eine große, helle Flamme entstehen kann, die alle Lebewesen wärmt. Dieses Blögchen möchte hierzu seinen bescheidenen Beitrag leisten.









"Menschliches Mitgefühl darf nicht vor dem Bruder Tier haltmachen. Unsere besondere Stellung gibt uns eine besondere Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass kein Geschöpf unnötig leidet." UTE LANGENKAMP


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Ich widme diese Seite in Liebe, Dankbarkeit und tiefem Respekt

allen Tierseelen der Welt.



Über mich

Geboren vor 70 Jahren als waschechte Berliner Pflanze, mit reinem Spreewasser getauft und in der Heimatstadt fest verwurzelt geblieben.Verheiratet mit dem besten aller Ehemänner und glückliches Frauchen von neun allerliebsten Fellnasen.


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"Wenn du mit den Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet euch kennenlernen.
Wenn du nicht mit ihnen sprichst,
dann werdet ihr euch nie kennenlernen.
Was du nicht kennst, fürchtest du.
Was du fürchtest, zerstörst du."

~Häuptling Dan George~

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