Thema: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE

Wenn das Gesicht heller wird, sich die Augen eintrüben und der Körper ausgemergelt wirkt, dann haben nahezu 14 Jahre im Tierheim ihre Spuren hinterlassen. Blondu und Lupita sind Geschwister, die zwei letzten von dem Wurf, den unsere viel zu früh verstorbene Sanda damals von der Straße rettete und bei sich aufnahm. Die anderen haben ein Zuhause gefunden, nur die beiden blieben zurück. Viele bitterkalte Winter und brütendheiße Sommer haben sie miteinander durchgestanden und leider herrscht auch in diesem Winter wieder eisige Kälte in Rumänien.
Blondu tut sich mittlerweile schwer beim Aufstehen, seine alten Gelenke werden von Arthrose geplagt und auch Lupita scheint eingefallener, als in den Jahren zuvor. Wir würden uns für unser Pärchen doch noch einmal einen gemütlichen Platz wünschen, an dem sie sich drinnen im Warmen aufhalten dürfen und man nicht mehr viel von ihnen erwartet. Aber möglicherweise werden Sie auch angenehm überrascht, denn Hunde bleiben bis ins hohe Alter lernwillig und aufnahmefähig.
Was wir über sie wissen:
Blondu
geb. 07.2012
Geschlecht: männlich
Größe: ca. 55 cm
Gewicht: 30 kg
kastriert: ja
Gesundheitliche Einschränkungen: Arthrose
Aufenthalt: seit 2012 im TH in Rumänien
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Lupita
geb. 07.2012
Geschlecht: weiblich
Größe: ca. 55 cm
kastriert: ja
gesundheitliche Einschränkungen: keine bekannt
Aufenthalt: seit 2012 im TH Rumänien
Blondu und Lupita sind gemeinsam alt geworden, es wäre traurig, wenn sie sich jetzt noch trennen müssten. Daher wünschen wir uns für die zwei bescheidenen und anspruchslosen Hundesenioren ein Gnadenplätzchen, wo sie zu zweit ihre letzten Jahre verleben dürfen. Sie freuen sich über Menschen und sind nicht übermäßig ängstlich. Früher war Blondu ein Draufgänger, der aber mit den Jahren deutlich ruhiger geworden ist. Natürlich kennen sie nicht viel, haben sie doch den größten Teil ihres Lebens im Zwinger zugebracht. Daher sollten Sie bitte nicht allzu viel von ihnen verlangen. Umgekehrt verlangen die beiden auch nicht mehr viel: Ein weiches Bettchen, gutes Futter und viele Streicheleinheiten – damit könnten Sie Blondu und Lupita rundherum glücklich machen!
Nur ernstgemeinte Anfragen richten Sie bitte an uns:
Pfote sucht Glück e.V.
per E-Mail:pfotesuchtglueck@gmail.com
oder Kontaktformular: https://www.pfotesuchtglueck.de/kontakt-1/
Lebenslichter 12.10.2026, 20.21 | (0/0) Kommentare | PL

Pluto
Rasse: Rauhaar Segugio
Geschlecht: Rüde
Geboren: 05.2022
Schulterhöhe: 50 cm

Neulich bei der Berufsberatung:
Pluto: "Ja, die Jägerei sagt mir nicht so sehr zu. Ich mag noch nicht einmal
hinter Katzen herjagen!"
Berater: "Oh, da sollten Sie wirklich umsatteln! Welche Fähigkeiten
bringen Sie denn mit?"
Pluto: "Ich bin freundlich, umgänglich und vertrage mich gut mit meinen
Artgenossen. Auch mag ich die Menschen recht gern."
Berater: "Wie wäre es mit einer Umschulung zum Glückspilz? Sie müssten
nur einige Regeln für das Zusammenleben mit Zweibeinern lernen. Ganz wichtig
ist es zum Beispiel, nicht am Tisch zu betteln, nicht ohne Erlaubnis aufs Sofa
zu springen und auch keine halbgefressenen Kauknochen im Bett zu verstecken."
Pluto: "Das ist alles kein Problem! Ich bin eher ein ruhiger Vertreter meiner
Rasse und habe mein jugendliches Ungestüm schon hinter mir. Außerdem lerne ich
schnell. Allerdings habe ich da so eine Krankheit, die Leishmaniose heißt. Sie
lässt sich aber wunderbar behandeln und man kann damit richtig alt werden."
Berater: "Ich bin sicher, Sie haben das Zeug zum Glückspilz und nehme
Sie gern in unserer Fortbildungsprogramm auf."

Verehrte Leserinnen und Leser, der liebe Pluto hat
es so sehr verdient, endlich auch einmal zu den Glückspilzen zu gehören. Er
wurde stark abgemagert, übersät mit Wunden und entzündeten Hautstellen im italienischen
Nirgendwo aufgefunden. Vermutlich hatte ihn sein Besitzer wegen fehlender
Jagdtauglichkeit einfach lieblos ausgesetzt und einem qualvollen Tod
überlassen. Zu allem Übel wurde Pluto, als er sich hilfesuchend an die Menschen
der ländlichen Orte wandte, mit Fußtritten davongejagt. Nur eine mit uns
befreundete Tierschützerin, die dort wohnt, erkannte seine Not und nahm ihn
auf. Bei ihr bekommt Pluto nun ausreichend Futter und wird gegen seine
Leishmaniose behandelt. Allerdings ist die
Frau eine engagierte Einzelkämpferin, die Pluto zwar gut versorgt, aber kaum
Zeit findet, ihn und die anderen bei ihr lebenden Hunde ausreichend zu bewegen
und zu beschäftigen. So verbringt der sanfte, hübsche, zweifarbige Pluto seine
Tage fast ausschließlich in einem Zwinger und sehnt sich nach einem eigenen Zuhause.

Möchten Sie unserem liebenswerten Wuschel Pluto gern
seinen innigsten Berufswunsch erfüllen? Als echter Glückspilz bei Ihnen leben
zu dürfen, mit einem eigenen, warmen Körbchen, gutem Futter, fröhlichen
Erlebnissen in der Natur und einer liebevoll streichelnden Hand? Dann rufen Sie
bitte schnell Plutos Vermittlerin an. Vielen, lieben Dank!
Yvonne Beier
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0173-2788571
aus dem Ausland:
+49173-2788571
per EMail:
Lebenslichter 12.10.2026, 20.21 | (0/0) Kommentare | PL

Halcyon
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.10.2024
Schulterhöhe: 45 cm




Liebe Leserinnen, liebe Leser! Was wir hier
beschrieben haben, ist das, was wir sehen, wenn wir die wenigen Fotos und
Videos aus dem Hundelager bekommen. Auch wir denken dann, das alles kann doch
nur ein böser Traum sein. Leider ist es die traurige Wirklichkeit in den
italienischen Hundegefängnisssen.

Abschließend möchten wir Ihnen kurz schildern, was wir über Halcyon wissen: Er teilt sich seine kleine Box friedlich mit weiteren Rüden und Hündinnen. Anfangs wirkt er wie ein kleiner, verstörter Hund mit angstvoll aufgerissenen Augen, der ganz still sitzenbleibt, um nur ja nicht aufzufallen. Aber wenn man freundlich mit ihm spricht und er merkt, dass man ihm nichts Böses will, beruhigt er sich schnell und sucht von sich aus den Kontakt zu uns Menschen. Er kann schon an der Leine laufen und vertraut den Menschen, wenn er sie erst ein bisschen näher kennt.
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
per EMail:
https://www.pro-canalba.eu/
Lebenslichter 12.10.2026, 20.21 | (0/0) Kommentare | PL

Chucky
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2013
Schulterhöhe: 60 cm



Die Uhr tickt jetzt unerbittlich und wir kämpfen einen verzweifelten Krieg gegen den Beton. Chucky zählt 14 Jahre. Er ist in diesem Zwinger alt geworden. Seine Gelenke schreien vor Schmerz vom ewigen Liegen auf dem harten Untergrund, sein Körper ist todmüde, seine Kraft schwindet mit jedem Atemzug. Er hat fast ein Jahrzehnt darauf gewartet, dass jemand seinen Namen ruft. Er träumt davon, sich einmal in der Sonne wälzen zu dürfen, ohne danach das metallische Knallen der Stahltür zu hören, die ihn wieder in die Dunkelheit verbannt.

Ihm läuft
die Zeit mit Siebenmeilenstiefeln davon. Es gibt nur noch zwei Möglichkeiten
für Chuckys Ende: Entweder er stirbt irgendwann einsam und unbeweint auf diesem
kalten Stein, den er seit acht Jahren anstarrt. Oder wir finden jetzt, in
letzter Sekunde, den Menschen, der ihm zeigt, dass das Leben mehr sein kann als
ein Gefängnis. Chucky braucht keine Villa. Er braucht nur das Versprechen, dass
sein letzter Atemzug nach Sommerregen und Blumen riecht, anstatt nach feuchtem,
schmutzigem Beton.

Sie sind
der einzige Mensch auf dieser Welt, der seine Geschichte noch umschreiben kann.
Sie brauchen keine acht Jahre, um sein Leben zu retten. Sie brauchen nur acht
Sekunden, um zum Hörer zu greifen und Chuckys Vermittlerin anzurufen. Bitte
lassen Sie den Stein nicht das letzte sein, das er fühlt.

Und sollte es bei Ihnen nicht passen, dann: Danke, dass Sie Chucky nicht
einfach übersehen. Danke, dass Sie anderen von ihm erzählen und ihnen diesen
Text zu lesen geben. Vielleicht ist ja genau sein Mensch dabei und Chuckys
Wunder beginnt bei Ihnen.
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
+49179 - 66 06 200
per EMail:
Lebenslichter 12.10.2026, 20.21 | (0/0) Kommentare | PL

Thavine
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 01.2026

Ein herrlicher Frühlingstag in Italien. Die Vögel zwitschern, die Sonne kommt hinter den Wolken hervor und strahlt auf das kuschelige Körbchen der Hundekinder Thavine und Tiriel. Thavine streckt sich genüsslich und stuppst ihr Brüderchen Tiriel an. Werde schnell wach, Tiriel. Ein spannender Tag voller Abenteuer erwartet uns. Noch mehr Abenteuer, antwortet Tiriel und gähnt herzhaft. Wir haben doch gestern schon unsere Spielsachen versteckt, mit unseren Menschen gekuschelt und sind über eine weiche Wiese mit den bunten Blumen getobt.

Stopp! Falscher Film! Denn das ist nicht der, in welchem Hundekinder die Hauptrolle spielen, die in der Geborgenheit einer Familie oder eines Lieblingsmenschen aufwachsen dürfen. Dies ist der Film von Welpen, die mit zwei Monaten von ihrer Mama getrennt und in einem Hundelager entsorgt wurden. Statt in dem kuscheligen Körbchen werden sie auf einem kalten, schmutzigen Betonboden schlafen müssen, bis ihre Knochen wundgescheuert sind; und statt Vogelzwitscher wird sie jeden Morgen das Bellen und Jaulen ihrer Mitinsassen wecken, von denen viele ebenfalls seit ihrer Welpenzeit dort eingesperrt sind, ab da kein einziges Mal ihre Zelle verlassen haben und in dieser auch irgendwann einsam und vergessen sterben werden.

Thavine und Tiriel hatten seltenes, unfassbares Glück: Die Tierschützer
durften auf Stippvisite zu ihnen. Für die beiden Hundekinder bedeutete dies
einen Augenblick der Freiheit und Unbeschwertheit auf der Besuchswiese. Hier konnten
sie zum ersten Mal nach Herzenslust schnuffeln und rennen. Beim
Leinenführigkeitstest ist die kleine Thavine zwar durch-, aber dafür durch ihren
Einfallsreichtum aufgefallen: Sie hat die Leine kurzerhand zweckentfremdet und zur
Spielkameradin gemacht.

Leider sind die Besuche durch die Tierschützer gezählt. Wenn sie das nächste Mal vorbeikommen - vielleicht in einigen Monaten oder sogar erst Jahren, je nachdem, wie es den Canilebetreibern gefällt - dann wird Thavine viel von ihrer Unbeschwertheit und ihrem hundekindlichen Zutrauen verloren haben. Sie wird nicht wissen, dass sie im falschen Film ist, denn den Film vom glücklichen Hundeleben wird sie bis dahin nicht kennenlernt haben; nur den, in dem Leben nichts anderes als Überleben heißt. Überleben in einer Welt, die es gar nicht geben dürfte.

Und nun, liebe Leserinnen, liebe Leser, geben wir Ihnen eine Fernbedienung in
die Hand. Welcher Film soll für Thavine die nächsten zwölf bis vierzehn Jahre
laufen? Film B (bei Publikum und Presse durchgefallen), in dem die Kleine elend
in der Hundeverwahranstalt vor sich hinvegetiert, bis sie, gezeichnet durch
körperliche und seelische Vernachlässigung, diese Welt verlässt? Oder Film A
(löste schon bei der Uraufführung wahre Begesteirungsstürme aus), in dem sie
die Hauptrolle in Ihrem Leben spielt, fröhlich und vertrauensvoll an Ihrer
Seite aufwächst, um mit Ihnen als beste Freundin durchs Leben zu gehen? Sie
halten die Fernbedienung in der Hand; und um Ihnen die Wahl zu erleichtern,
haben wir schon die Telefonnummer von Thavines Vermittlerin einprogrammiert.
Bitte rufen Sie an. Thavine und wir
freuen uns auf Sie. Vielen, lieben Dank!
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19
per EMail:
Lebenslichter 12.10.2026, 20.20 | (0/0) Kommentare | PL

DAXTER
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 02/2020
Schulterhöhe: 52 cm
Als ich 2021 in dieses Hundelager kam, war ich gerade ein Jahr alt und wollte nur eins: wieder raus. In meinem ersten Inserat stand damals: „Gibt es da draußen jemanden, der mir dabei helfen mag? Ich kann nicht schreiben. Also lebe ich diese Frage. Jeden Tag.
Die Antwort ist bis heute nicht gekommen. Aber ich habe immer wieder geglaubt, dass sie kommt.
Schon 2022 fahren die Transporter mehrmals auf den Hof. Ich höre sie, bevor sie um die Ecke kommen! Pfoten auf Beton, volle Fahrt, Vollbremsung am Gitter. Beste Position: ganz vorn. Viele Hunde dürfen mit. Ich nicht. Na gut, dann eben beim nächsten Mal.

Auch 2023 kommen die Transporter wieder. Ich bin natürlich da. Diesmal stecke ich den Kopf gleich zwischen die Stäbe, damit mich wirklich keiner übersieht. Andere Namen werden gerufen. Meiner nicht. Ich schaue hinterher, bis die Rücklichter verschwunden sind. Dann noch ein Stück länger. Man weiß ja nie...
Irgendwann, 2024, fange ich an, die Geräusche auswendig zu lernen. Beton. Gebell. Nächte, in denen sich nichts ändert. Ich kenne inzwischen auch die Geräusche, wenn ein Hund abgeholt wird: Schritte. Eine Tür. Ein Motor. Und dann die Stille. Die ist am schlimmsten. Trotzdem bleibe ich noch kurz stehen. Danach lege ich mich hin. Dann sieht wenigstens keiner, dass ich gewartet habe.

2025 werde ich fünf. Ich kam als Einjähriger hierher und habe mein ganzes Erwachsenenleben hinter Gittern verbracht. Ich weiß nicht, wie ein Sofa riecht. Ich weiß nicht, wie es ist, wenn abends jemand das Licht ausmacht und ich bleiben darf. Ich weiß nur, wie es ist, wenn Hunde, die nach mir kamen, vor mir gehen.
Jetzt ist 2026, und ich bin sechs. Wenn die Transporter kommen, stehe ich immer noch als Erster am Gitter. Frag mich nicht, woher ich die Hoffnung nehme. Ich glaube, ich habe nie gelernt, damit aufzuhören. Vielleicht ist das mein Fehler. Vielleicht ist es aber auch das Einzige, was ich richtig gut kann.

Und nun kommt der Teil, in dem ich mich verkaufen soll. Darin bin ich schlecht. Ich habe ja nie geübt. Also einfach die Fakten: Ich bin 52 Zentimeter Charme, kastriert, freundlich und menschenbezogen. Ich suche den Kontakt zu Menschen von mir aus und gehe gut an der Leine. Mit Rüden und Hündinnen lebe ich friedlich zusammen. Katzen finde ich spannend. Faucht eine mich an, nehme ich es nicht übel und gehe lieber einen Schritt zurück. Ich bin einer, der mit allen auskommt.

Was mir fehlt, ist jemand, der mich mitnimmt.
Ich wurde nie zurückgebracht. Ich habe niemanden enttäuscht. Ich hatte überhaupt nie die Chance, etwas falsch zu machen. Ich war einfach nie derjenige, der mitdurfte. Sechs Jahre lang nicht.

Du hast bis hierhin gelesen. Das ist mehr, als viele für mich getan haben. Und natürlich habe ich mir ausgemalt, wie es wäre, wenn mich endlich jemand abholt. Nicht den großen Moment. Sondern den ersten Abend.
Du machst das Licht aus. Ich überlege kurz, ob ich gehen muss. Dann merke ich: Ich darf bleiben.

Wahrsheinlich werde ich die ganze Nacht nicht wissen, was ich mit dieser Ruhe anfangen soll. Und am Morgen stehe ich als Erster an der Tür. Nicht mehr am Gitter.
Das ist alles, was ich mir wünsche: einen Ort, an dem ich nicht der Erste sein muss, um gesehen zu werden.

Bitte. sei du diesmal der Mensch, der meinen Namen ruft.
Meine Vermittlerin wartet auf deinen Anruf. Sie erzählt dir alles, was du über mich wissen möchtest. Und wenn der nächste Transporter kommt, muss ich vielleicht nicht mehr hinterhersehen.
Dein Daxter
Margot Wolfinger
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RADELON
Rasse: Maremmano Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01/2017
Schulterhöhe: 65 cm
Geboren 2017, irgendwo in Italien. 2019 wurde Radelon das Opfer eines Autounfalls. Die rechte Vorderpfote war gebrochen, es folgten ein Klinikaufenthalt, eine Operation und die Amputation zweier Zehen. Danach ging es ohne Umwege ins Canile – in ein Hundegefängnis, aus dem kaum einer entkommt. Für einen versehrten Hund wie Radelon waren die Aussichten von Anfang an besonders schlecht.

Dann kamen sieben zähe Jahre, in denen sich fast nichts veränderte. Mehr als 2.500 Tage und Nächte hinter Mauern und Gittern. Das ist die kurze Geschichte unseres großen Radelon. Denn groß ist er nicht nur von seiner Statur her. Radelon ist auch ein großer Charakter. Trotz aller Widrigkeiten und trotz seiner Einschränkung ist er ein lieber, geselliger und gutmütiger Rüde geblieben.

Im Oktober 2026 ist Radelon fast zehn Jahre alt und hat seit sieben Jahren kaum etwas von der Welt gesehen. Seine wechselnden Mitbewohner – Rüden und Hündinnen gleichermaßen – bringen ein wenig Abwechslung in seinen trostlosen Alltag. Radelon scheint einer dieser Hunde zu sein, die sich mit vielem arrangieren und mit anderen Hunden gut zurechtkommen. Einer, der Konflikten lieber aus dem Weg geht und eine erstaunliche Ruhe ausstrahlt.
Als Maremmano bringt er Eigenschaften mit, die ihn ursprünglich für ein Leben ganz anderer Art vorgesehen haben: Eigenständigkeit, Wachsamkeit und die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Maremmanen wurden über Generationen dafür gezüchtet, Schafherden selbstständig zu begleiten und zu beschützen.

Für Radelon sind weite Felder und Schafherden heute allerdings eine Welt, die er nur aus weiter Ferne kennen kann. Und da ist noch seine Vorderpfote. Ihr Zustand macht ihn zu einem dringenden Notfall, denn wir können nicht ausschließen, dass er Schmerzen hat. Ob eine gründliche medizinische Untersuchung ihm Linderung verschaffen könnte, wissen wir leider nicht. Dort, wo Radelon seit Jahren eingesperrt lebt, interessiert sich niemand dafür, wie es ihm geht.

Die mit uns befreundeten Tierschützer durften Radelon im September 2026 zum ersten Mal besuchen. Sie haben erlebt, dass er trotz seiner Einschränkung neugierig und bewegungsfreudig geblieben ist. Er läuft auch recht gut an der Leine, interessiert sich für seine Umgebung und hätte die Wiese am liebsten gar nicht mehr verlassen.
Endlich Gras unter den Pfoten. Neue Gerüche, die seine Nase aufnehmen kann. Sonne auf dem Fell. Ein Knochen zum Kauen. Und vor allem: endlich einmal irgendwo sein dürfen, ohne Gitter vor der Nase – vielleicht würde Radelon genau das brauchen, um noch einmal ganz neu anzufangen. Dieser Wunsch ist im Moment noch ein Traum. Aber er muss keiner bleiben.

Wir suchen für Radelon ein ländlich gelegenes Zuhause mit einem sicher eingezäunten Garten. Seine neuen Halter sollten möglichst Erfahrung mit Herdenschutzhunden mitbringen oder bereit sein, sich auf die besonderen Eigenschaften eines Maremmanen einzulassen. Vor allem braucht Radelon Zeit, Geduld und Empathie – und jemanden, der versteht, dass ein Hund, der sieben Jahre lang kaum etwas anderes als seinen Zwinger gesehen hat, nicht innerhalb weniger Tage in ein völlig neues Leben findet.

Radelon hat lange ausgeharrt. Er hat sich seine Freundlichkeit bewahrt und trotz allem den Kontakt zu Menschen nicht verloren. Jetzt wäre es an der Zeit, dass er noch eine andere Seite seines Lebens kennenlernt: Eine mit Wiesen statt Beton. mit Sonne statt Gitterstäben und mit einem Zuhause, in dem er endlich erfahren darf, was Geborgenheit bedeutet.
Wenn Sie Radelon diese Chance geben möchten, setzen Sie sich bitte mit seiner Vermittlerin in Verbindung. Sie freut sich sehr auf Ihren Anruf.
Margot Wolfinger
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aus dem Ausland:
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Daiana
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 07.2020
Schulterhöhe: 63 cm
Seit über vier Jahren lebt Daiana nun im Lager. Vier Jahre voller Unruhe, Gebell und Einsamkeit. Vier Jahre, in denen sie Abend für Abend allein in ihrem Zwinger eingeschlafen ist, ohne zu verstehen, warum niemand sie mit nach Hause nimmt. Doch inzwischen läuft ihr die Zeit davon: Durch einen Grauen Star wird ihre Welt zunehmend unschärfer.

Für Daiana bedeutet das weit mehr, als schlechter zu sehen. Vertraute Konturen verschwimmen, Bewegungen lassen sich schwerer einschätzen. Irgendwann wird sie die Gesichter der wenigen Menschen, die an ihrem Zwinger vorbeigehen, vielleicht nicht mehr erkennen können – nur noch Schatten, die kommen und wieder gehen, so wie all die Jahre zuvor.

Gerade dann wird ihr fehlen, was sie schon jetzt so dringend braucht: eine vertraute Stimme, feste Abläufe und ein Mensch, an dem sie sich orientieren kann.
Wie muss es sich anfühlen, wenn die Welt um einen herum immer undeutlicher wird und niemand da ist, der Sicherheit gibt? Wenn die Gitterstäbe des eigenen Zwingers zu den letzten Dingen gehören, die man noch klar erkennen kann?

Noch ist Daiana selbstbewusst, kontaktfreudig und voller Lebenswillen. Sie geht offen auf Menschen zu, sucht ihre Nähe und läuft gut an der Leine. Dass sie sich nach mehr als vier Jahren im Zwinger ihre Offenheit bewahrt hat, ist alles andere als selbstverständlich. Sie schenkt einem Menschen damit etwas ganz Besonderes: ihr Vertrauen.

Doch auch die stärkste Hoffnung kann irgendwann leiser werden. Deshalb braucht Daiana jetzt (einen) Menschen, die ihr eine echte Chance geben.
Und diese(n) möchte sie ganz für sich allein haben. Daiana sucht keinen Platz in einem Rudel und kein Zuhause mit Katzen. Sie braucht die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Bezugsperson; jemanden, der nur für sie da ist. Sie hat schon lange genug geteilt: einen Zwinger, die wenigen Momente menschlicher Aufmerksamkeit und eine Zukunft, die bisher nur aus Warten bestand.

Daiana hat bereits mehr als vier Jahre verloren. Sie sollte nicht auch noch das verlieren, was sie von ihrer Welt noch klar erkennen kann, bevor sie endlich erfährt, wie es sich anfühlt, nach Hause zu gehören.
Noch ist Zeit. Zeit, ein Zuhause kennenzulernen, bevor ihre Welt weiter verblasst. Zeit für eine vertraute Stimme, die ihr Halt bietet. Für Hände, die sie behutsam führen und ihr zeigen, dass sie nicht mehr allein ist. Für feste Abläufe und vertraute Wege, die ihr Sicherheit geben, wenn ihre Augen ihr irgendwann nicht mehr den Weg zeigen können.

Können Sie Daiana dieses Zuhause geben? Dann melden Sie sich bitte jetzt bei ihrer Vermittlerin – jeder Tag zählt.
Sie können Daiana nicht aufnehmen? Dann teilen Sie bitte ihre Geschichte. Vielleicht kennen Sie genau den Menschen, der schon lange auf einen Hund wie Daiana wartet.
Yvonne Beier
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0173-2788571
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Lebenslichter 12.10.2026, 20.05 | (0/0) Kommentare | PL
Clyde
Rasse: Chihuahua
Geschlecht: Rüde
Geboren: 04/2023
Schulterhöhe: 15 cm
Liebe Hundefreundinnen und -freunde auf der Suche nach einem neuen, vierpfotigen Gefährten!
Suchen Sie einen kleinen Schoßhund, einen Mini-Fluff, der locker in eine Handtasche passt und außer einem kurzen Ausflug vor die Tür (oder, noch praktischer, zum Katzenklo auf dem Balkon) nicht viel Aufwand macht? Dann empfehlen wir Ihnen dringend, stattdessen ein Plüschkissen in Hundeform zu kaufen und die Idee von einem lebenden Hund noch einmal gründlich zu überdenken.

Denn auch ein Chihuahua ist ein Hund. Und unser Clyde würde Ihnen das vermutlich ziemlich schnell und deutlich erklären.
Clyde hatte in seinem bisherigen Leben leider wenig Gelegenheit, Hund zu sein. Er und seine Freundin Bonny lebten bei einer psychisch kranken Frau, die die beiden immer wieder Welpen produzieren ließ, um diese anschließend zu verkaufen. Dieser Kreislauf ging jahrelang weiter. Nicht zuletzt deshalb, weil sich immer wieder Menschen fanden, die einen solchen kleinen und süßen Welpen kauften.

Irgendwann fiel schließlich doch jemandem auf, dass die Frau Hilfe brauchte und es ihren Hunden nicht gut ging. Unsere Hundefreundin Luciana wurde zu Hilfe gerufen und schaffte es schließlich, dass die Frau Clyde und Bonny übergab. So konnten die beiden Winzlinge in Lucianas Waldtierheim einziehen.
Dort hat Clyde ziemlich schnell gezeigt, dass noch jede Menge Leben in ihm steckt. Denn wer seine Fotos nur flüchtig betrachtet, könnte ohne Weiteres glauben, einen alten, halbblinden Hund vor sich zu haben. Aber von wegen! Clyde ist im April 2023 geboren und mit knapp dreieinhalb Jahren eigentlich noch ein junger Hund.

Dass er deutlich älter aussieht, als er ist, hat vermutlich mit seiner bisherigen Haltung zu tun. Auch seine auffälligen Augen dürften nicht ohne Grund so aussehen. Bei Chihuahuas können solche Veränderungen unter anderem mit Inzucht und den Folgen extremer Zucht zusammenhängen. Der ortsansässige Tierarzt hat allerdings festgestellt, dass Clyde normal sehen kann.
Und was macht ein junger Hund, wenn er plötzlich Platz und Freiheit bekommt? Genau: Er rennt los!
Clyde genießt seine neue Freiheit sichtlich, tobt auf der Wiese herum und zeigt, dass er trotz seiner geringen Größe durchaus Lust auf Bewegung und Abenteuer hat. Menschen mag er ebenfalls gern.

Chihuahuas sind nämlich keineswegs kleine Hunde, die man ausschließlich herumtragen sollte. Sie möchten spazieren gehen, die Welt erkunden, mit anderen Hunden unterwegs sein und natürlich auch das eine oder andere lernen. Eine Hundeschule kann deshalb auch für einen Chihuahua eine tolle Sache sein.
Zusammenfassend können wir über Clyde sagen:
a) In einer Handtasche herumgetragen werden möchte er vermutlich nicht – dafür läuft und rennt er viel zu gern.
b) Ein Opa ist er ebenfalls nicht. Er sieht nur ein bisschen zerzaust und mitgenommen aus.
c) Er ist ein Hund. Und als solcher hat er Bedürfnisse, die ernst genommen werden möchten.

Für den noch jungen Clyde wünschen wir uns Menschen, die genau das verstanden haben. Menschen, die für ihn sorgen, ihn lieben und respektieren, sich mit ihm beschäftigen und ihm zeigen, wie schön ein richtiges Hundeleben sein kann.
Denn auch bei Clyde sollte im Begriff "kleiner Hund" das Wort Hund keinesfalls übersehen werden.
Liebe Leserin, lieber Leser, wenn Sie daran interessiert sind, Clydes erstes richtiges Zuhause zu werden und Sie beim Lesen des letzten Absatzes nichts grundlegend Neues gelernt haben, dann nutzen Sie Ihre Chance und rufen Sie Clydes Vermittlerin an.
Clyde freut sich auf Sie!
Sabine Wojtok
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Bonny
Rasse: Chihuahua
Geschlecht: Hündin
Geboren: 02/2022
Schulterhöhe: 20 cm
Unsere kleine, kompakte Bonny ist noch nicht einmal fünf Jahre alt. Trotzdem hat sie vermutlich schon so viele Welpen zur Welt gebracht, wie es in ihrem bisherigen Leben überhaupt möglich gewesen sein dürfte. Denn Bonny und ihr Freund Clyde - ebenfalls ein Chihuahua, allerdings mit langem Fell - waren jahrelang nichts anderes als eine Art private Gelddruckmaschine.

Die beiden lebten bei einer psychisch kranken Frau, die sie immer wieder Welpen bekommen ließ. Diese wurden anschließend verkauft; vermutlich war das der Lebensunterhalt der Frau. Ob es ihr wichtig war, bei wem die Hundekinder landeten, darf bezweifelt werden. Hauptsache, es wurde bezahlt.
So funktioniert skrupellose Hundevermehrung. Und auch die sogenannte Welpenmafia kann nur deshalb weiterarbeiten, weil es Menschen gibt, die solche Hundebabies kaufen.
Im Sommer 2026 fiel schließlich doch jemandem auf, dass die Frau Hilfe brauchte und es ihren Hunden nicht gut ging. Unsere Hundefreundin Luciana wurde eingeschaltet und schaffte es tatsächlich, dass die Frau ihr Bonny und Clyde übergab. So konnten die beiden Winzlinge in Lucianas Waldtierheim einziehen.

Dort zeigt sich nun, dass Bonny trotz allem eine neugierige und aufgeweckte kleine Hündin geblieben ist. Allerdings haben die vergangenen Jahre ihren Tribut gefordert. Ähnlich wie Clyde, sieht auch sie etwas älter aus, als sie mit ihren rund viereinhalb Jahren ist. Die vielen Würfe und die damit verbundenen Strapazen haben ihre Spuren hinterlassen.
Ansonsten macht Bonny bei Luciana einen durchaus fitten Eindruck. Fremden begegnet sie zunächst vorsichtig und hält lieber ein wenig Abstand. Man weiß ja nie … Hat sie aber festgestellt, dass von ihrem Gegenüber keine Gefahr ausgeht, lässt sie sich problemlos anfassen. Und vermutlich wird sie, wenn sie erst einmal Vertrauen gefasst hat, die Nähe ihres Menschen sehr genießen.

Denn Bonny ist nicht nur eine Mama. Sie ist ein junger Hund, der noch viel vom Leben vor sich hat. Und genau dieses Leben soll sie nun endlich kennenlernen dürfen.
Chihuahuas sind übrigens keineswegs dazu geschaffen, den ganzen Tag als kleines Accessoire auf dem Arm herumgetragen zu werden. Sie sind bewegungsfreudig, neugierig und oft erstaunlich temperamentvoll. Sie möchten spazierengehen, die Welt erkunden, Artgenossen treffen und natürlich auch das eine oder andere lernen. Eine Hundeschule darf für Chihuahuas deshalb genauso zum Leben gehören wie für ihre deutlich größeren Artgenossen.

Leider werden Chihuahuas aufgrund ihrer geringen Größe oftmals als Schoßhunde gehalten und in ihren Bedürfnissen unterschätzt. Bonny soll es anders haben. Wir wünschen uns für sie einen Menschen oder eine Familie, die ihr ein richtiges Chihuahua-Leben ermöglicht: mit Bewegung, Beschäftigung, Sicherheit, Zuwendung und ganz viel Zeit, um Vertrauen zu fassen.
Bonny soll endlich erleben, was es heißt, Hund sein zu dürfen – und dass man sie nicht braucht, um Geld mit ihr zu machen, sondern weil man sie als Freundin an seiner Seite haben möchte.

Liebe Leserin, lieber Leser, wenn Sie Bonny zeigen möchten, wie schön ein solches Leben sein kann, dann packen Sie die Gelegenheit beim Schopf und rufen Sie Bonnys Vermittlerin an. Sie freut sich auf Ihren Anruf – und Bonny freut sich auf Sie!
Sabine Wojtok
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