Thema: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE

Isaette
Rasse: Molosser Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 10.2023
Schulterhöhe: 50 cm
Häschen in der Grube... das war mein erster Gedanke beim Ansehen des
Videos von Isaette: Sie wirkt wie ein Häschen, das in eine Grube gefallen ist
und nicht allein herauskommt, weil es nicht mehr hüpfen kann. Da sitzt sie nun
mit diesem fragenden und hoffenden, zwischendurch ratlosen und dann wieder
bittenden Blick, der einem fast das Herz zerreißen könnte. Denn der Ort, an dem
sie seit zwölf Monaten ihr Dasein fristen muss, lässt sich durchaus mit einer
Grube vergleichen, aus der es ohne Hilfe kein Entrinnnen gibt. Es ist ein sehr
kalter und einsamer Ort, an dem die Hunde abgeschottet und vor den Augen der
Welt verborgen werden, damit niemand sieht, mit welchem Elend hier viel Geld
gemacht wird. Zum Dank behandelt man die Tiere wie jemand, der tatsächlich nicht
mehr wert ist, als in die Grube geworfen zu werden.
Was tut eine kleine Hündin, die keine Ahnung hat, warum ihr das alles zustößt,
wenn es wie durch ein Wunder plötzlich scheint, als würde Hilfe nahen? Wenn
Menschen sie besuchen kommen, die sie vielleicht fortholen könnten aus diesem
schmutzigen Loch? Nun, zuerst versucht sie sich zurechtzufinden. Aber als die
Menschen sich ihr behutsam und freundlich nähern, gibt sie alles: Jeder, der dicht
genug bei ihr ist, bekommt Küsschen von Isaette. Und nicht nur eines, sondern
so viele wie möglich. Dabei drängelt sie sich nicht vor; Cyra, mit der sie
einträchtig ihre Zelle teilt, ist einfach nur ein wenig zurückhaltender. Auch
die Leine scheint die kleine Isaette zu kennen; und sie weiß auch, wofür so
eine Leine da ist, nämlich um daran spazieren geführt zu werden. Aber in der
Grube kann man nicht spazierengehen, also heißt angeleint werden wohl, dass es
endlich nach draußengeht, dorthin, wo das möglich ist (Anm.: das heißt es leider
nicht in dem Lager in welchem Isaette interniert ist, aber die Kleine zeigt
auch im Zwinger, was sie kann).

Liebe Leserinnen, liebe Leser, unsere Isaette ist ein kleines Hundemädchen, das
- wie wir es leider viel zu oft in Italien erleben - kurz nach ihrem ersten
Geburtstag in einem Hundeasyl gelandet ist. Sie kennt die Leine und sie liebt
Menschen. Daher vermuten wir, dass sie in ihrem ersten Lebensjahr ein Zuhause
gehabt haben könnte; angeschafft als süßer, kleiner Welpe und weggegeben, als
sie erwachsener wurde und vielleicht ein bisschen weniger niedlich war, um
Platz zu machen für einen neuen Welpen, den über kurz oder lang das gleiche traurigeSchicksal
ereilen wird.
Die Tierschützer, die Isaette besuchen durften, erzählten uns von einer
bezaubernden, vertrauensvollen Hündin, die unsagbar unter der Gefangenschaft
leidet und die so sehr gehofft hatte, an der Leine hinausgeführt zu werden;
irgendwohin, wo sie nicht länger weggesperrt wäre. Sie im Zwinger zurücklassen
zu müssen, fiel allen unendlich schwer.

Wir suchen nun nach einem Weg, sie aus ihrer Grube zu befreien. Dafür brauchen
wir Sie! Möchten Sie unserer süßen Isaette ein liebevolles Zuhause geben, haben
Sie eventuell schon etwas Erfahrung mit kleinen molossoiden Rassen und/oder sind
Sie bereit, sich darauf einzulassen und eingehender damit zu beschäftigen? Isaette
braucht Sicherheit, einen festen Platz im Leben und die Nähe zu ihrem/ihren
Menschen. Dann wird aus dem Häschen in der Grube ganz sicher eine fröhliche,
treue Begleiterin, die mit Freuden ihr Hundeherz verschenkt.
Simone Leitenbauer
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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Lebenslichter 07.06.2026, 19.14 | (0/0) Kommentare | PL

Drift
Rasse: Labrador Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: Juli 2021
Schulterhöhe: 59 cm

Ein Hund zu sein bedeutet leider nicht selten: Immer wieder Verluste, unbegreiflichen Schmerz und tiefe Trauer ertragen zu müssen. Ihre Welt ist um so vieles kleiner, ihr Leben so viel kürzer als unseres und ihre Ansprüche sind so viel bescheidener; dennoch müssen wir nur allzu oft hilf- und tatenlos zusehen, wie eine immer größer werdende Anzahl von ihnen in die Hölle namens Canile geschickt wird.


Und selbst das lässt sich noch steigern, wenn so eine bemitleidenswerte Kreatur mitten im härtesten Kampf ihres Lebens steht, so wie unser Drift. Er leidet an einer schweren und äußerst zerstörerischen Form der Leishmaniose und hat gerade einen schlimmen Rückfall. Sein geschundener Körper ist von der Krankheit gezeichnet: Haut, Ohren und sogar seine Augen sind mit dicken Krusten bedeckt; sein Blick wirkt trüb und wir befürchten, dass er inzwischen erblindet ist. Auch seine Pfoten sind wund, geschwollen und bluten.


Es
zerreißt uns das Herz, ihn so dahinsiechen zu sehen. Vielleicht fragen Sie
jetzt, warum erlöst man den armen Kerl nicht von seinen Leiden? Es ist so, dass
Hunde in italienischen Lagern nicht eingeschläfert werden dürfen. Immerhin geht
es hier um ein Milliardengeschäft. Es war schon ein großes Zugeständnis seitens
der Berteiber, dass unsere Tierschutzfreunde ihn medizinisch versogen durften -
natürlich auf deren eigene Kosten. Leider spricht Drifts Körper bisher auf
keine Behandlung wirklich an. Die Bilder, die seinen gegenwärtigen Zustand
zeigen, sprechen eine deutliche und eindrückliche Sprache.


Aber das ist längst nicht alles, was unser lieber Drift durchleben und -leiden musste. Mit gerade drei Monaten wurden er und sein Brüderchen Dobbie ins Hundegefängnis gesperrt. Niemand weiß, woher die beiden kamen und wo ihre Mama war. Wenigstens hatten sie sich und gaben sich gegenseitig etwas Halt. Doch dann starb der kleine Dobbie, und unser Drift blieb verlassen zurück. Er hatte nicht nur seine Freiheit und seine Familie verloren, sondern musste immer wieder mitansehen, wie neue Mitgefangene in seine Zelle kamen und sich nach einiger Zeit aufmachen durften in ein neues, richtiges Zuhause. Nur er, der schwarze Labradormischling, der sich mit allen Artgenossen verträgt, der liebebedürftig und anhänglich ist, wildfremden Menschen vertrauensvoll begegnet und freudig schwanzwedelnd auf sie zugeht, als würde er sie schon ewig kennen - er blieb immer zurück.


Trotz allem kämpft Drift weiter, Tag für Tag. Wissen Sie, im Tierschutz muss man manchmal an Wunder glauben. So hoffen wir, dass es irgendwo da draußen jemanden gibt, der diesen Kampf nicht aus der Ferne mit ansehen möchte, der aber auch weiß, was er auf sich nimmt. Wir suchen für Drift einen Platz (möglicherweise bei Ihnen!?), an dem er ein kleines Stück vom Himmel auf Erden kennenlernen darf - denn die Hölle kennt er schon.
Ina Schoenfuss
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Sutton
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 05.2020
Schulterhöhe: 55 cm
Ganz klein und möglichst unsichtbar macht sich der vierjährige, kastrierte Sutton, als ihn die italienischen Tierschützer das allererste Mal besuchen dürfen. Der so liebe, aber schüchterne und verängstigte Hundemann kann ja nicht ahnen, dass diesmal ganz besondere Menschen zu ihm kommen. Schließlich kennt er bisher nur das grobe Personal, das im Canile gleichgültig und ohne Mitgefühl seine Arbeit verrichtet. Da gibt es schon mal einen Schlag mit der Schaufel oder es setzt einen heftigen Fußtritt, wenn ein Hund es nicht mehr schafft, rechtzeitig auszuweichen.
Seit über einem Jahr fristet der sanfte Sutton nun schon seinen eintönigen Alltag an diesem trostlosen Ort; eingesperrt auf ein paar wenigen Quadratmetern im kahlen Betonzwinger ohne Bewegung, ohne Beschäftigung und ohne jede menschliche Zuwendung.

Doch die
freundlichen Tierschützer kommen niemals zu den armen Seelen in die Zwinger,
ohne wenigstens das mitzubringen, was ihnen von den Lagerbetreibern gnädigst
gestattet wird: ein Fünkchen Hoffnung. So begrüßen sie Sutton mit den Worten:"„Klopf, klopf, hier kommt der Mut! Nun hat die Angst bald nichts mehr zu
melden!" Sutton legt den Kopf schief, schaut die netten Besucher offen mit
seinen hübschen, braunen Knopfaugen an und scheint zu antworten: "Jetzt habe
ich gleich ein Prozent Mut, und wenn ihr mir helft, schaffe ich die anderen
neunundneunzig sicher auch!"


Und
wirklich - mit etwas ruhiger Ansprache gelingt es den Tierschützern, Suttons
Aufmerksamkeit und sogar eine Prise Vertrauen von ihm zu gewinnen. Sie
beschreiben ihn als einen Hund, der mit uns Menschen bisher wohl noch keine
angenehmen Erfahrungen gemacht hat. Trotzdem schimmern in seinen Augen durchaus
Neugierde, Freundlichkeit und sogar ein bisschen Schalk. Sutton teilt sich die
kalte, ungemütliche Box mit Jerrika und Magee und ist der aufgeschlossenste von
den Dreien. Er lässt sich ohne Abwehr streicheln, kann es zwar noch nicht so
recht genießen, hat nun aber eine Idee – dass nämlich dieses eine Prozent mehr
an Mut ihm helfen wird, seine Angst zu überwinden, damit er bei lieben,
geduldigen und verständnisvollen Menschen ein neues, hundgerechtes Leben
beginnen kann.

Verehrte
Leserinnen und Leser, aus unserer Erfahrung wissen wir, dass gerade die anfangs
vorsichtigen und besorgten Hunde sich besonders eng an ihre(n)
Lieblingsmenschen anschließen und zu treuen, anhänglichen Begleitern werden. Sutton
braucht nur jemanden wie Sie, der ihn ermutigt und sein Selbstvertrauen stärkt;
denn Mut ist das Aus für die Angst!
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
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Lebenslichter 07.06.2026, 19.14 | (0/0) Kommentare | PL

Stanwick
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 06.2015
Schulterhöhe: 49 cm
Ein Rückblick
April 2022. "Ich freue mich schon! Bis bald!" Endlich -, nach sieben langen Jahren, die Stanwick im im italienischen Hundelager eingesessen hatte, vergessen und nahezu unsichtbar; nach sieben trostlosen Jahren, in denen er zwar existiert, aber nicht gelebt hatte -, wurde er im April 2022 gesehen. Ein Text mit einem Foto erschien, und ein Versprechen wurde gegeben: "Bis bald!" Damals war Stanwick sieben Jahre alt. Sein gesamtes Dasein hatte er im Betonzwinger zugebracht, jetzt sollte sein Leben beginnen. Stanwick wartete.

2023. Ein Jahr auf der Vorstellungsseite war vergangen, ohne dass "bald" gekommen wäre. Stanwick war acht Jahre alt und hatte jedes einzelne davon im Asyl verlebt, ohne jemals auch nur einen einzigen Tag gelebt zu haben. Aber er wartete weiter, weil er dem Versprechen glaubte und weil jemand "Bis bald!" zu ihm gesagt hatte. Das musste doch etwas bedeuten, oder? Andere Hunde wurden schließlich auch abgeholt, für sie öffneten sich die Gefängnistüren, ihre Namen wurden aufgerufen. Nur sein Name war nie dabei. Aber Stanwick wartete weiter, weil "bald" doch irgendwann kommen musste.

2024. Zwei Jahre gab es nun schon Stanwicks Inserat. "Bald" hattte sich noch nicht blicken lassen. Stanwick zählte inzwischen neun Jahre, und sein Körper begann zu altern; nicht sanft und würdevoll nach einem erfüllten Hundeleben, sondern ungenutzt und leer auf hartem, schmutzigem Beton anstatt auf einer weichen Decke. Stanwick wartete noch immer, mittlerweile ängstlich und regungslos. Die neun Jahre hinter Gittern hatten ihn gelehrt, dass Bewegung nichts bringt und Hoffnung vergebens ist. Trotzdem wartete er geduldig weiter, denn da war immer noch dieses Versprechen, zwei Jahre nach "Bis bald".

2025. Nach drei Jahren auf der Vereinsseite stand fest: "Bis bald" war eine Lüge und der Blick des zehnjährigen Stanwick hatte sich verändert. Wo es früher, nach den ersten sieben Jahren, noch den Funken einer kleinen, zerbrechlichen Hoffnung gegeben hatte, war jetzt nur noch Leere; seine Angst größer, sein Fell stumpf, seine Bewegungen steif. Er teilte sich seine Box mit anderen Hunden, ob Rüden oder Hündinnen, das war ihm egal. Er blieb unbeweglich stehen, wenn ab und zu einmal Menschen kamen. An der Leine laufen mochte er auch nicht; wohl hätte er es gekonnt, aber zehn Jahre in Haft hatten jede Freude und jeden Mut in ihm zerstört.
März 2026. Fast
vier Jahre sind seit "Ich freue mich schon! Bis bald!" vergangen. Stanwick
ist elf Jahre alt geworden, ohne auch nur einmal etwas von der Welt außerhalb
seiner stumpfsinnigen Betonwände und Gitterstäbe gesehen zu haben. Das ist
grausam und ungerecht, es ist Verrat am Leben. Und Stanwick wurde gleich zweimal
bestohlen. Denn im April 2022 keimte Hoffnung auf, als er zum ersten Mal
gesehen wurde und man ihm versprach: „Bis bald! Können Hunde glauben? Stanwick
jedenfalls tat es. Nach sieben Jahren der Dunkelheit glaubte er an das Licht. Doch
es folgten weitere vier Jahre Dunkelheit.

Wissen Sie, was fast noch schlimmer ist, als in Vergessenheit zu geraten? Gesehen zu werden und dann trotzdem unsichtbar zu bleiben. Ein Versprechen zu erhalten und dann zu erleben, wie es bricht. Hoffnung zu spüren und dann zuzusehen, wie sie stirbt. Stanwick ist heute ein elfjähriger Senior. Während die Zeit unaufhaltsam weiterlief, stand er still in seinem Gefängnis und wartete.
Und jetzt?
Stanwick wird sterben. Vielleicht nicht heute und nicht morgen, aber in
absehbarer Zeit. Hunde leben nicht ewig und Stanwicks Uhr läuft ab. Er wird diese
Welt verlassen, ohne je gelebt zu haben. Er wird gehen, ohne dass jemand für
ihn gekommen wäre. Alles, was ihm bleibt, ist ein gebrochenes Versprechen.

Es sei denn, Sie halten es. Nicht das ursprüngliche Versprechen, aber ein neues und echtes. Mit Ihrer Hilfe kann "Bis bald" immer noch wahr werden; vier verlorene Jahre später, aber nicht zu spät für Stanwicks letzte Jare.
Sabine Wojtok
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Lebenslichter 07.06.2026, 19.14 | (0/0) Kommentare | PL

HAIGEN
Rasse: Maremmano Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 07.2017
Schulterhöhe: 75 cm
Liebe Besucherinnen und Besucher dieser Seite, können Sie Haigen auf den neuen Fotos noch wiedererkennen? Wir zeigen Ihnen die damaligen Bilder zur Erinnerung:


Nein? Wir auch nicht! "Haigen ist zum Anbeißen, wawauwuschelig und einfach eine zutrauliche, herzerwärmende Augenweide!", so durften wir ihn im Jahr 2022 treffend beschreiben. Heute wirkt das einstige Portrait wie ein Bild, dessen Konturen die Zeit verwischt hat. Was jetzt vor Ihnen liegt, ist nurmehr die Hülle eines Hundes, es ist ein beschädigter Körper, in den Jahre der Gleichgültigkeit und Vernachlässigung eingeritzt sind - nicht blutig, sondern in Krusten, Narben und Schmerzen, in der Art, wie der Rücken durchhängt und die Augen schwer geworden sind.
Sie sehen kein Vorher mehr, nur ein anklagendes Jetzt. Die verfilzten Fellsträhnen auf seinem Rücken hingen herunter wie verkrustete Seile; man schnitt sie ab, weil sie wie Fesseln waren. Haigens rechtes Ohr ist kein Ohr mehr, sondern ein zugeschütteter Schacht: der Gehörgang so dicht zugeschwemmt, dass keine Behandlung vordringen konnte. Man sedierte ihn, um überhaupt reinigen zu können. Dermatitis (eine äußerst schmerzhafte Hautentzünfung) hat sich wie ein Flächenbrand über seinem Körper ausgebreitet. Wenigstens war der Leishmaniosetest negativ; ein winziger Hoffnungsstrahl im Dunkel der Hoffnungslosigkeit.

Diese körperlichen Anzeichen sind nicht über Nacht
entstanden; sie tragen die Handschrift einer andauernden, systematischen
Vernachlässigung. Unseren Tierschützern ist es nur selten erlaubt, Haigen zu
besuchen. Sie bringen Salben und Spritzen mit, streicheln seinen schmerzenden
Körper und setzen mutig durch, dass ihn ein Tierarzt zumindest gelegentlich
behandeln darf. Sie leisten dringend notendige Erste Hilfe und müssen dann
wieder gehen. Ihre Einsätze sind lebensrettend und doch meist nur Flickwerk. In
der Zwischenzeit nisten sich Infektionen ein, und die Hoffnung im selben Maß,
wie sich das Leiden ausbreitet.

Und dennoch sucht Haigen die menschliche Hand, trotz
der Marter, der Wunden und der unsäglichen Ohrenschmerzen. Diese anrührende
Geste macht uns traurig, weil sie beweist, wie wenig Fürsorge ihm zuteilwurde
und weiterhin wird; sie macht uns wütend, weil diese Fürsorge so leicht möglich
wäre, wenn die Verantwortlichen nur einen Funken Mitgefühl besäßen, anstatt
sich auf Kosten der leidenden Tiere die Taschen zu füllen.

Liebe Leserinnen und Leser, dürfen wir Sie um Ihre Unterstützung bitten? Das größte Wunder wäre es natürlich, wenn Sie Haigen aus seiner Gefangenschaft befreien und bei sich aufnehmen könnten. Aber auch wenn Ihnen das nicht möglich ist, können Sie etwas für ihn tun. Bitte erzählen Sie Ihren Freunden und Bekannten von Haigens Schicksal, verbreiten Sie sein Inserat und helfen Sie mit, diese geschundene Seele in ein lebenswertes Dasein zurückzuführen. Vielen, lieben Dank!
Margot Wolfinger
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aus dem Ausland:
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Lebenslichter 07.06.2026, 19.14 | (0/0) Kommentare | PL

Grigor
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 12.2021
Schulterhöhe: 42 cm
Kleine Hunde haben im Lager so gut
wie keine Chance. Sie werden übersehen, weil sie in der grauen Masse
untergehen; und manchmal werden sie kaputtgemacht.
Im vergangenen Dezember wurde Grigor in eine andere Box umgesetzt. Es war ein willkürlicher
Beschluss der Lagerbetreiber, ohne Blick auf den Hund und eine krasse Fehlentscheidung,
die den kleinen Grigor um ein Haar das Leben gekostet hätte. Denn hier geriet er an einen Rüden, der ihn
mehrfach angriff und ihn beharrlich daran hinderte, an das ohnehin viel zu
knapp bemessene Futter zu kommen.
Erst als sein erbärmlicher Zustand nicht mehr zu übersehen war, nahm man ihn aus diesem Zwinger. Ich möchte anmerken, dass der andere Hund keineswegs bösartig oder von Natur aus aggressiv, sondern nur hungrig und verzweifelt war und wie all die vielen bedauernswerten Kreaturen in diesem Hundegefängnis ums nackte Überleben kämpfte.
Grigors kleiner Körper war ausgemergelt;
außerdem hatte er eine schwere Verletzung am Körper davongetragen - so schlimm,
dass die Bilder kaum auszuhalten sind. Ein solcher Zustand kommt nicht über
Nacht, dennoch hatte im Lager niemand eingegriffen.
Heute sitzt Grigor allein in einem Käfig; nicht aus
Fürsorge, sondern nur um zu verhindern, dass von den Zuständen in der
Hundeverwahranstalt allzu viel nach außen dringt. Für den keinen Grigor
bedeutet es lediglich einen kurzenAufschub. Das Leid der Tiere spielt in diesen
Lagern keine Rolle, hier geht es nur ums Geld. Zwar wird für Unterbringung und
Versorgung gezahlt, doch wieviel - oder wenig – davon bei den Hunden ankommt,
kontrolliert keiner.
Seit einigen Wochen dürfen Tierschützer ihn manchmal kurz besuchen. Sie bringen
ihm Futter mit und versorgen liebevoll seine Wunde. Sie bleiben ruhig bei ihm
und geben ihm etwas, das im Lager sonst nicht vorgesehen ist: Verständnis,
Zuwendung und Zeit. Ganz langsam und zaghaft
spricht Grigor darauf an. Er freut sich, wenn er die Menschen sieht und lässt
sich schon leichter anfassen. Er zeigt, dass er kein hoffnungsloser Fall ist,
sondern ein zutiefst verletzter Hund, der nur zu gern vertrauen möchte. Aber er
bleibt weiterhin angespannt. Ein unerwartetes Geräusch, eine schnelle Bewegung
und Grigor weicht sofort zurück. Sein schmächtiger Körper erinnert sich…
Die äußerlichen Wunden sind inzwischen beinahe
verheilt und Grigor nimmt allmählich an Gewicht zu. Das ist allein diesen
Besuchen zu verdanken und dem Umstand, dass endlich jemand hinsieht.
Uns bewegt die bange Frage: Was wird aus Grigor,
wenn man ihn erneut in einen Zwinger steckt, in dem es nicht passt? Wenn er
wieder zum Opfer wird und am Ende den Kürzeren zieht? Wenn diesmal niemand
hinsieht und ihm im letzten Moment zu Hilfe kommt? Zugegeben, die Bilder seiner
Wunde und des kleinen, geschundenen Körperchens sind nur schwer zu ertragen.
Sie sollen es auch sein, denn sie zeigen, was passiert, wenn ein kleiner Hund
keine Stimme hat und niemand hinschaut. Wie viele wie er verschwinden genau so
leise und unauffällig, bis nichts mehr von ihnen übrig ist?
Grigor darf auf keinen Fall dorthin zurück, wo er fast
zerstört worden wäre. Was er jetzt braucht, ist kein Mitleid, sondern ein
Zuhause. Möchten Sie ihn gern aufnehmen und ihn Schritt für Schritt ins Leben
führen? Dann sprechen Sie bitte möglichst bald mit seiner Vermittlerin. Vielen,
lieben Dank!
Tanja Roth
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0173 - 67 31 030
aus dem Ausland:
+49173 - 67 31 030
per EMail:
Lebenslichter 07.06.2026, 19.14 | (0/0) Kommentare | PL

Kirven
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2022
Schulterhöhe: 29 cm
"Beton, Gitter, Radau. Die Tage ziehen vorbei, einer wie der andere. Es riecht nach Tod, nicht nach Leben. Spielzeug gibt´s hier nicht und was Decken sind, weiß ich nur aus meinen Träumen. Keine Ahnung, wie sich ein warmes Plätzchen anfühlt… Wir kennen nur Furcht, Hunger und gähnende Langeweile. Irgendwann habe auch ich aufgehört, die Stunden zu zählen. Ich bin Kirven.
Die paar Menschen, die sich hierher
verirren (wenn uns überhaupt welche besuchen dürfen) sehen mich eigentlich gar
nicht. Ich tue nix, damit sie auf mich aufmerksam werden - wozu auch? Je
weniger Stress, desto besser. Hier schluckt der Lärm dich ganz. Wenn du klein
bist, lernst du schnell, dass du immer der Schwächste bist. Du suchst dir den hintersten
Winkel, damit du möglichst unsichtbar bist und hoffst, dass dich keiner bemerkt.

Wenn Zweibeiner kommen, ducke ich mich noch ein bisschen tiefer in die Ecke und mache mich so winzig, wie ich kann. Besser, man fällt nicht auf. Wer auffällt, wird gesehen, und wer gesehen wird, hat meist nichts Gutes zu erwarten, das weiß ich aus eigener, schmerzvoller Erfahrung. Ich gebe zu, wenn Menschen mir zu nahekommen, werde ich nervös und mache vor lauter Panik schon mal unter mich. Das ist keine böse Absicht, sondern einfach meine Art, mit all dem Schrecken hier irgendwie klarzukommen.

In unserem Gefängnis kehrt niemals Ruhe ein. Es ist
immer zu laut, zu eng, zu überfüllt und die ständige Angst frisst sich bis in
die Knochen. Draußen und Freiheit sind nur Worte, unter denen ich mir nichts
vorstellen kann. Was soll ich groß erwarten? Ich habe auch keinen Plan, wie
dieses an der Leine laufen geht; es hat ja noch nie jemand versucht, es mir
beizubringen.

Mirok, mein Zwingergenosse, läuft immer nach vorn, wenn
Menschen unseren Kerker betreten und sichert sich jedes Fünkchen Aufmerksamkeit.
Ich mache sie ihm nicht streitig, halte lieber Abstand und gehe jeder
Auseinandersetzung aus dem Weg.

Aber manchmal, wenn nicht schon ein Wärter hinter
ihnen ungeduldig darauf wartet, dass sie wieder gehen, bleiben die Tierschützer
noch ein Weilchen sitzen. Sie bedrängen mich nicht und warten ab, bis meine Furcht
sich legt. Sie reden auch nicht laut auf mich ein und packen nicht sofort zu,
sondern bleiben leise und tasten sich vorsichtig heran. Da kann es dann sogar passieren, dass ich mich traue,
näherzukommen und sie vorsichtig zu beschnuppern. Hab es jetzt schon ein paarmal geschafft, mich streicheln
zu lassen und ich muss sagen, es hat sich warm und gut angefühlt.

Du verstehst sicher, warum ich so pfotenringend bei
dir Zuflucht suche. Für solche Knirpse wie mich ist das hier ein täglicher Kampf
ums Überleben; immer im Schatten der Großen, übertönt vom Krach, vergessen
zwischen Dreck und Beton. Jeder einzelne Tag kostet uns mehr Kraft, als wir
haben. Viele von uns geben irgendwann auf, still und leise, ohne dass es irgendjemanden
kümmert.

Ich weiß nicht, wie lange ich noch
durchhalten kann. Dabei brauce ich nur wenig und doch für mich soviel: Einen
Menschen, oder eine Familie, der/die mich nicht einfach übersieht, sondern erkennt,
wie verzweifelt ich mich nach Liebe, Geborgenheit und einem sicheren Ort sehne,
wo ich ankommen und mich beschützt fühlen darf. Mir fehlt jemand, Jemanden, mich
nie mehr verlässt und bei mir bleibt, auch wenn es anfangs vielleicht ein paar
kleinere Schwierigkeiten gibt.
Bitte, lass mich nicht einer von denen sein, die im
Lager einfach sang- und klanglos verschwinden. Gib mir die Gelegenheit zu
zeigen, dass auch ein Kleiner ganz groß lieben kann, wenn man ihn nur endlich nach
Hause holt."

Wenn Kirvens Geschichte Sie berührt hat und Sie ihm gern ein gemütliches Heim
schenken möchten, dann melden Sie sich bitte ganz schnell bei seiner
Vermittlerin. Vielen, lieben Dank!
Tanja Roth
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Ginko
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 08.2017
Schulterhöhe: 59 cm
Es gibt Momente, in denen man merkt, wie kalt die Welt wirklich sein kann.
Dann hört man hinter vorgehaltener Hand ein Flüstern - ein Gerücht, leise, aber
scharf wie ein Messer: Die Gemeinde, die Ginkos und Ghemons Unterbringung
zahlt, wolle sparen. Es geht um ein paar Cent pro Tag. Deshalb sollen Ginko und
sein Bruder Ghemon in ein anderes Lager abgeschoben werden. Das ist der Moment,
wenn man begreift: Leid hat keinen Boden. Es kann immer noch weiter nach unten
gehen.
Sechs Jahre sitzen die Brüder nun im Lager. Sechs lange Jahre nichts als Gitter
und Beton. Sechs endlose Jahre lang Hunger und Durst, Einsamkeit, Lärm und
Langeweile. Und nun ein Flüstern, das grausamer ist als alles Bisherige: Es
geht weder um ihr Wohl, noch um ihre Bedürfnisse und erst recht nicht darum,
dass Ginko ein unglaublich kontaktfreudiger und zutiefst anhänglicher Hund ist,
der sich nach Nähe sehnt, der Trost bei Menschen sucht und seinerseitsTrost spenden
möchte. Nein, es geht wieder einmal mehr nur ums Geld, um Leben, die nach
Tageskosten bewertet werden und die man effizienter machen will, indem man sie unsichtbar
macht.

Wer jemals eine solche Hundeverwahranstalt gesehen hat, weiß: Das bedeutet,
man streicht die Namen der Tiere aus einer Liste und verlegt sie wie Akten ins
hinterste Regal, wo sie alsbald in Vergessenheit geraten. Die hauchdünne
Verbindung zur Außenwelt, zu den wenigen Menschen, die überhaupt Zugang zu den
Hunden haben, wird kurzerhand abgeschnitten. Das ist die wahre Grausamkeit - nicht
laut, nicht blutig, aber vernichtend. Verrat am Leben selbst.
Während all das drohend über ihm schwebt, sitzt Ginko da und wirkt nicht
gesund. Er ist viel zu dünn, sein Körper erzählt von Entbehrung. Er bewegt
sich, als tät ihm vieles weh, und die hängenden Papillome, die seinen Körper
bedecken, erscheinen wie stumme Zeugnisse eines Lebens, das niemand wirklich
betreut hat.

Ginko und seine Brüder
Ghemon und Gabek sind freundliche, fügsame und brave Hunde; liebevoll im Umgang
mit Menschen, verträglich mit Rüden und Hündinnen gleichermaßen. Alle drei
marschieren sie brav an der Leine, als wollten sie sagen: „Wir geben uns Mühe. Wir
wollen doch nur gesehen werden. Vor allem Ginko ist ein Hund, der menschliche
Nähe sucht, der sich vorsichtig hoffnungsvoll anlehnt und dessen stiller Blick gellender
schreit als jedes Jaulen. Es gibt Hunde, denen man das Leiden ansieht; und es
gibt Hunde wie Ginko, deren leisesVergehen schwerer zu ertragen ist als jeder
laute Schmerz.
Nun
sollen die Brüder für immer in der Versenkung verschwinden. Nicht sterben,
sondern viel schlimmer, nämlich vergessen werden. Wenn Sie je darüber
nachgedacht haben, einem Hund zu helfen, der Sie wirklich braucht; einem Hund,
der nichts falsch gemacht hat, außer zu lange zu leben, um billig zu bleiben, dann
ist jetzt der Moment gekommen, Ginkos Vermittlerin anzurufen.

„…durch Leiden wird das
Glück erkauft. (F. Dostojewski).
Wenn das stimmt, dann haben unsere drei Brüder wahrscheinlich schon Glück für mehrere Leben angespart. Sie kennen die Welt jenseits der Gitterstäbe nicht, aber sie werden lernen, in ihr zu leben, wenn sie die Gelegenheit dazu bekommen.
Vielleicht wird es sie überwältigen, wenn sie zum ersten Mal die Sonne aufgehen sehen, Gras unter ihren Pfoten spüren und erleben, wie sich ein weiches Bett anfühlt. Aber sie werden erkennen, dass dies das echte Leben ist, wenn… ja, wenn ihre Menschen sie hier auf ihren kleinen Vorstellungsseiten entdecken und sich nicht abschrecken lassen von den Geschwüren, die sich an Ginkos Bauch und Oberschenkeln gebildet haben.

Für
unseren lieben Jungen suchen wir warmherzige, einfühlsameMenschen, die
verstehen, dass er auch und gerade deswegen die Hilfe und Geborgenheit braucht,
die er nur in einem richtigen Zuhause finden kann.
Ich weiß nicht, ob Hunde von einer besseren Zukunft träumen können. Aber sie
empfinden Schmerzen und sie leiden wie wir. Das Leid von Ginko und seinen
Brüdern könnte ein Ende haben, wenn ihnen jemand hilft. Möchten Sie gern
der/diejenige(n) sein? Dann melden Sie sich bitte bei uns. Vielen, lieben Dank!
Daniela Koenemann
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Giovanne
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 07.2017
Schulterhöhe: 50 cm
Ihr lieben Menschen, habt Ihr es auch so satt? Da gibt man sein Bestes, ist eine nette, artige Hündin; so wie Ihr auch alles tut, um uns lieben, braven Vierbeinern, die wir im schrecklichen Hundelager eingepfercht und ohne Euch für immer vergessen wären, zu helfen. Und kaum habt Ihr einen von uns adoptiert und ihm ein feines Leben beschert - schon erscheinen auf den Vereinsseiten die nächsten Bilder und rufen voller Verzweiflung um Hilfe. "Hört das denn nie auf?" fragt Ihr Euch bestimmt. Genau das fragen wir uns auch, und wissen ebensowenig eine Antwort. Wir sind einfach da, werden in großen Würfen geboren, immer und immer wieder müssen unsere armen Mütter das durchmachen. Eines von uns mag vielleicht gewollt sein, die übrigen sieben (oder mehr) dürfen zusehen, wo sie bleiben. Kastrationen würden würden helfen, viel von diesem Leid zu vehindern; aber erzählt das mal den Leuten, die sich mit unserem Elend die Taschen vollstopfen und sich daran dumm und dusselig verdienen!
Seit mehr als fünf endlos langen Jahren hocke ich nun schon einsam hier im Gefängnis,
ohne Aussicht auf Befreiung. Einziger Hoffnungsschimmer seid Ihr, wenn sich
nämlich jemand von Euch erbarmt und mich bei sich aufnimmt.

Ihr solltet noch wissen, dass ich ein Papillom am linken Hinterbein habe.
Das ist eine gutartige Warze, die durch Viren hervorgerufen wird und besonders
bei jungen Hunden mit schwachem Immunsystem auftritt. Kein Wunder bei dem
Leben, das wir hier führen müssen im Dreck, mit ekligem Wasser und mit Futter,
das den Namen nicht verdient. Wo sollen da gute Abwehrkräfte herkommen?
Außerdem habe ich noch allerhand Wunden und Narben an meiner Schnauze, meinen
Pfoten und anderen Körperteilen. Woher die stammen? Fragt lieber nicht, es gibt
Dinge hier, über die man besser nicht spricht. Nur soviel: In diesem Hundeknast,
wo jeder nur ans Geld und keiner an uns Vierbeiner denkt, wäre es
wahrscheinlicher, einen Haupttreffer im Lotto zu machen als auf einen
freundlichen, tierlieben Wärter zu treffen. Wir machen da so unsere eigenen
Erfahrungen, nicht umsonst sind viele von uns so verängstigt und
eingeschüchtert. Zwar gibt es da ein
Gesetz, das uns Tiere schützen und das gar nicht mal so schlecht sein soll.
Aber wem nützt das, wenn niemand kontrolliert, ob es auch wirklich befolgt
wird? Klar, dass sich kaum jemand daran hält, jedenfalls nicht in solchen
Schreckenslagern wie diesem hier.

Ich hoffe immer noch auf liebe, geduldige Menschen mit Herz. Im Lauf der Zeit bin ich sehr ängstlich geworden, weil ich nicht an ein Zusammensein mit Zweibeinern gewöhnt bin, weder an lobende Worte noch an streichelnde Hände. Was der Bauer nicht kennt... Dabei möchte ich so gern Neues dazulernen; zum Beispiel, wie man ordentlich an der Leine läuft, Bällchen apportiert, eben das ganze Hundeeinmaleins. Ich bin ein gutes Mädchen und werde mir die größte Mühe geben, Euch zu gefallen. Wenn Ihr schon einen netten Hund habt, werde ich ganz sicher prima mit ihm auskommen. Hier in meinem Betonloch hocke ich ja auch mit Rüden und Hündinnen zusammen und wir vertragen uns wunderbar. Von ihm könnte ich mir dann auch alles abgucken, was man so macht als Haushund und wie man es anstellen muss, damit Ihr mit einem zufrieden seid.

Ich stelle wirklich keine besonderen Ansprüche. Ein leckeres Fresschen, ein weiches Bettchen, wohin ich mich zurückziehen darf, wenn ich vom vielen Lernen müde bin - und endlich keine Angst mehr vor Tritten und Schlägen, dann wäre ich schon rundherum glücklich. Was Ihr mir sonst noch an Gutem tun wollt, werde ich dankbar annehmen.

Meint Ihr, ich könnte genau die Richtige für Euch sein? Dann ruft bitte schnell
für mich an. Denn siehe oben - ich habe es so satt. Ein lieber Gruß von Eurer
(?) Giovanne
Sabine Wojtok
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Lebenslichter 07.06.2026, 19.14 | (0/0) Kommentare | PL

Declan
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 12.2021
Schulterhöhe: 62 cm
Wenn man Declan in die Augen sieht, bleibt man
unwillkürlich einen Moment länger an seinem Blick hängen. Darin liegt eine
Mischung aus Sanftmut und staunender Vorsicht - so als würde er fragen: "Meinst
du es gut mit mir?" Gleichzeitig flackert dort ein kleines Licht, ein Hoffnungsfünkchen: "Vielleicht…
vielleicht wird es diesmal wirklich gut."
Declan ist ein Hund, der gelernt hat, vorsichtig zu sein, aber nicht
misstrauisch. Er ist sensibel, ein wenig schüchtern, doch keineswegs
verschlossen. Im Gegenteil: Er sucht die Nähe von Menschen und den Schutz
vertrauter Arme, als hätte er tief in sich verstanden, dass Zuwendung der
Schlüssel zu seinem neuen Leben ist; trotz allem, was er erlebt hat.

Der
junge Rüde wurde im zarten Alter von einem Jahr in einem erbärmlichen Zustand
aufgegriffen. Leishmaniose und Ehrlichiose hatten seinem Körper fürchterlich
zugesetzt. Er war übersät mit kahlen blutigen Stellen, kraftlos und abgemagert.
Zum Glück kam er in ein Canile, in welchem zumindest medizinische Behandlungen
zugelassen sind, so dass er heute wieder fit ist. Nun fehlt ihm noch ein
liebevolles Zuhause, in dem er all das findet, was ein schönes Hundeleben
ausmacht: freundliche Ansprache, verlässliche Menschen an seiner Seite,
spannende Spaziergänge, Streicheleinheiten und Zuwendung, nahrhaftes Futter und
einen gemütlichen Platz, auf dem an dem er ausruhen, schlafen und träumen kann.

Er braucht manchmal nur eine ruhige Stimme, eine sanfte Hand, ein wenig Zeit.
Neues und unbekannte Situationen können ihn noch verunsichern; dann jammert er
leise, fiept ein wenig nachWelpenart und fragt mit großen Augen nach
Bestätigung. Doch sobald er spürt, dass alles in Ordnung ist, taut er auf, wird
mutiger, und wagt sich Schritt für Schritt in die Welt hinaus.
Auch körperlich trägt Declan noch Spuren seiner traurigen Vergangenheit. Er ist
sehr mager, am liebsten möchte man ihn in eine weiche Decke wickeln, ihn
füttern und verwöhnen, bis seine Seele warm wird und sein Körper stark. Seine
eingewachsenen Wolfskrallen wurden inzwischen gekürzt; ein kleiner, aber
wichtiger Schritt auf seinem Weg in ein schmerzfreies Leben.
Declan macht es einem leicht, ihn zu mögen. Er ist freundlich zu Rüden wie zu
Hündinnen, begegnet Katzen gelassen, und läuft überraschend gut an der Leine. Anfangs
bleibt er nah bei dem Menschen, an dem er sich orientiert, doch wenn er sich
sicher fühlt, beginnt er, die Umgebung zu erkunden. Man sieht förmlich, wie Mut
und Neugier in ihm wachsen.

Sein Blick verrät so viel über ihn: ein Hund, der die Welt noch nicht ganz
verstanden hat, aber unbedingt bereit ist, neu anzufangen. Einer, der lernen
möchte, dass das Leben nicht weh tun muss, dass Menschen freundlich sein können
und dass „Für immer wunderschön sein kann.
Declan wartet darauf, sein vertrauensvolles Herz unter der vorsichtigen
Oberfläche sieht, die stille Sanftheit, die sich so sehr nach einem sicheren
Platz und Geborgenheit sehnt.
Wenn vielleicht gerade Sie der Mensch/die Familie sind, der/die Declans Herz
heilen, ihm Schutz und Liebe schenken möchte, dann bitte melden Sie sich bei
seiner Vermittlerin. Er wartet schon sehnsüchtig auf Sie. Vielen, lieben Dank!
Ina Schoenfuss
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Lebenslichter 07.06.2026, 19.14 | (0/0) Kommentare | PL