Thema: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE

Arelio
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2020
Schulterhöhe: 45 cm
Manchmal erzählen Hunde ihre Geschichte, ohne dass sie einen einzigen Laut von sich geben. Bei Arelio genügt ein Blick auf sein zotteliges Fell, seine viel zu langen Krallen und sein vorsichtiges Wesen, um zu ahnen, dass sein bisheriges Dasein alles andere als glücklich gewesen sein kann.
In vielen Ländern hat der Tierschutz noch immer einen schweren Stand. Selbst dort, wo Gesetze die Tiere schützen sollen, bleibt oft viel zu viel Spielraum. Bis ein Hund behördlich beschlagnahmt wird, muss deshalb meist schon sehr viel geschehen sein. Für den kleinen Rüden Arelio und seine Freundin Alenya war genau das die traurige Wirklichkeit. Die näheren Einzelheiten kennen wir nicht. Laut den mit uns befreundeten Tierschützern wurden die beiden Hunde in ihrem früheren „Zuhause jedoch misshandelt.

Ob mit Arelio und Alenya damals unterschiedlich umgegangen wurde, wissen wir nicht. Gezeichnet von ihrer Vergangenheit sind sie beide. Umso mehr verwundert es, dass Arelio sich Menschen gegenüber so offen zeigt. Als die Tierschützer die beiden Ende Juni 2026 zum ersten Mal besuchen durften, lernten sie einen freundlichen, zutraulichen und anhänglichen kleinen Kerl kennen. Arelio suchte zaghaft den Kontakt – nicht aufdringlich, sondern sanft und beinahe schüchtern. Fast schien es, als wolle er sagen: „Bitte, bitte, nehmt mich mit!
Während seine Vergangenheit in seinem Benehmen nur wenige sichtbare Spuren hinterlassen hat, erzählt sein Äußeres eine andere Geschichte. Sein struppiges Fell, die offenbar noch nie beschnittenen Krallen, Zahnstein und etliche fehlende Zähne zeugen davon, dass sich lange Zeit niemand um ihn gekümmert hat. Außerdem wurden Herzgeräusche festgestellt, deren Ursache derzeit noch abgeklärt wird.
Trotz allem hat Arelio sich seine Liebe zu uns Zweibeinern bewahrt. Und genau deshalb hoffen wir von Herzen, dass es irgendwo diesen einen Menschen gibt, der sein Leben mit ihm teilen möchte: Mit einem kleinen Rüden im besten Alter – Arelio ist schätzungsweise sechseinhalb Jahre alt (Stand Juli 2026) – dessen sehnlichster Wunsch es ist, endlich dazuzugehören. Als geliebtes Familienmitglied, ganz gleich, wie groß seine Menschenfamilie sein wird. Als ein Hund, der vermutlich zum ersten Mal erfahren darf, was Geborgenheit bedeutet.

Vielleicht wird Arelio in seinem neuen Zuhause die Welt ganz neu entdecken. Gemeinsame Spaziergänge, auch bei Wind und Wetter. Ein weiches Körbchen. Abends miteinander auf dem Sofa kuscheln. Jeden Tag ein gut gefüllter Napf und hin und wieder ein Leckerli. Wahrscheinlich würde er für Letzteres mit Begeisterung neue Kommandos lernen, stubenrein werden und seine(n) Menschen mit diesem besonderen Blick ansehen, den nur Hunde schenken können, die trotz allem nie aufgehört haben zu vertrauen.
Wenn Sie sich vorstellen können, Arelio auf diesem Weg zu begleiten, dann brauchen Sie besonders am Anfang viel Zeit, Geduld und Verständnis für einen Hund mit traurigem Vorleben - vor allem aber Liebe und immer wieder Liebe.
Arelio und Alenya sind seit dem 12. Juni 2026 in einem der schrecklichsten uns bekannten Hundegefängnisse eingesperrt. Ob das Canile für die beiden eine weitere Verschlechterung ihrer ohnehin schon katastrophalen Lebensumstände bedeutet oder trotz allem sogar eine geringfügige Verbesserung gegenüber ihrem früheren Leben, vermögen wir nicht zu beurteilen. Der Gedanke allein erschüttert.

Letztlich ist jedoch nur eines entscheidend: Arelio und Alenya sollen dieses Hundegefängnis so schnell wie möglich wieder verlassen dürfen, um endlich ein echtes Zuhause zu finden – diesmal eines für immer.
Die beiden müssen dabei nicht unbedingt gemeinsam vermittelt werden. Da Arelio allerdings vermutlich sein ganzes Leben mit Alenya zusammen war und die Gesellschaft anderer Hunde kennt, würde ihm ein freundlicher, souveräner Ersthund den Start in sein neues Leben sicher erleichtern; das ist aber keinesfalls ein Muss.
Und nun die alles entscheidende Frage: Möchten und können Sie dem netten Arelio endlich das schenken, wonach er sich wohl sein ganzes Leben gesehnt hat – ein richtiges Zuhause?
Dann zögern Sie bitte nicht und melden Sie sich bei seiner Vermittlerin. Vielleicht beginnt genau mit Ihrem Anruf für diesen liebenswerten, kleinen Strubbel das glückliche Dasein, das er schon so lange verdient.
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
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Lebenslichter 14.10.2026, 20.40 | (0/0) Kommentare | PL

Alenya
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 01.2019
Schulterhöhe: 38 cm
Alenya vertraut Menschen nicht. Und sie hat wohl auch allen Grund dazu.
In vielen Ländern hat der Tierschutz noch immer einen schweren Stand. Selbst dort, wo Gesetze die Tiere schützen sollen, bleibt oft viel zu viel Spielraum. Bis ein Hund behördlich beschlagnahmt wird, muss deshalb meist schon sehr viel geschehen sein. Für die kleine Hündin Alenya und ihren Freund Arelio war genau das die traurige Wirklichkeit. Die näheren Einzelheiten kennen wir nicht. Laut den mit uns befreundeten Tierschützern wurden die beiden Hunde in ihrem früheren „Zuhause jedoch misshandelt.

Es liegt nahe, dass diese Erfahrungen schuld an Alenyas tiefem Misstrauen gegenüber fremden Menschen sind. Als die Tierschützer sie und Arelio Ende Juni 2026 zum ersten Mal besuchen durften, machte sie unmissverständlich klar, was sie von den unbekannten Zweibeinern hielt: nämlich überhaupt nichts.
Sie wich aus, bellte, knurrte und zeigte die Zähne. Und als all das die fremden Menschen nicht auf Abstand hielt, griff sie zu ihrem letzten Mittel. Die kleine Alenya verwandelte sich – zumindest in ihrer Vorstellung – in ein „Krokodil; als wollte sie ihrem Gegenüber weismachen, sie sei viel gefährlicher, als sie sich in Wahrheit fühlte.
Dabei hätte sie keine ihrer Verteidigungsstrategien gebraucht. Die Tierschützer bedrängten sie nicht. Sie ließen ihr Zeit, bewegten sich behutsam und ruhig; und irgendwann durften sie Alenya sanft berühren. Sie ließ es still geschehen.

Dieser kleine Augenblick mag unbedeutend erscheinen. Für eine Hündin wie Alenya ist er alles andere als das.
Wie immer hoffen wir auch für Alenya, dass es irgendwo genau diesen einen Menschen gibt: Der hinter dem kleinen Krokodil die verängstigte Hündin erkennt. Der weiß, dass Furcht manchmal bellt, knurrt oder die Zähne zeigt. Und der versteht, dass dies nicht aus Bösartigkeit geschieht, sondern reinem Selbstschutz dient.
Alenya sucht deshalb keinen Helden. Sie sucht einen einfühlsamen Menschen, der möglichst schon ein wenig Erfahrung im Umgang mit unsicheren Hunden mitbringt; jemanden, der sie zu nichts drängt und sich auch über kleinste Erfolge freuen kann, weil er weiß, dass Vertrauen vor allem zweierlei braucht, wenn es wachsen soll: Viel Geduld und noch mehr Liebe.
Die geschätzt siebeneinhalb Jahre alte Hündin (Stand Juli 2026) wird vermutlich recht schnell begreifen, dass ihr Napf jeden Tag gefüllt wird, dass Spazieren gehen viel Spaß macht, dass Hände nicht immer nur wehtun und – was für sie wohl am wichtigsten ist – dass sie sich bei ihren Menschen sicher fühlen und einfach nur Hund sein darf. Dafür wird sie ihnen früher oder später vertrauensvoll ihr kleines Hundeherz zu Füßen legen.

Alenya und Arelio sind seit dem 12. Juni 2026 in einem der schrecklichsten uns bekannten Hundegefängnisse eingesperrt. Ob das Canile für die beiden eine weitere Verschlechterung ihrer ohnehin schon katastrophalen Lebensumstände bedeutet oder trotz allem sogar eine geringfügige Verbesserung gegenüber ihrem früheren Leben, vermögen wir nicht zu beurteilen. Der Gedanke allein erschüttert.
Letztlich ist jedoch nur eines entscheidend: Alenya und Arelio sollen dieses Hundegefängnis so schnell wie möglich wieder verlassen dürfen, um endlich ein echtes Zuhause zu finden – diesmal eines für immer.
Die beiden müssen dabei nicht unbedingt gemeinsam vermittelt werden. Da Alenya allerdings vermutlich ihr ganzes Leben mit Arelio zusammen war und die Gesellschaft anderer Hunde kennt, würde ihr ein freundlicher, selbstsicherer Ersthund den Start in ihr neues Leben sicher erleichtern; das ist aber keinesfalls ein Muss.

Können Sie sich vorstellen, unserer Kleinen schrittchenweise beizubringen, dass sie sich nicht länger verteidigen muss, weil alles Schlimme nun hinter ihr und ein Leben in Geborgenheit vor ihr liegt?
Dann zögern Sie bitte nicht und melden Sie sich bei Alenyas Vermittlerin. Vielleicht beginnt genau mit Ihrem Anruf für diese tapfere, kleine Hündin das glückliche Leben, auf das sie so lange warten musste.
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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Moises
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 10.2021
Schulterhöhe: 50 cm
Liebe Leserinnen und Leser!
Schauen Sie sich dieses verzweifelte Tier in Ruhe an und lassen Sie die Bilder
auf sich wirken. Was sehen Sie?
Ich sehe einen jungen, schrecklich mageren Rüden, der staunt über das, was er
jenseits der Gitterstäbe seiner kahlen Zelle sieht und in dessen glänzenden
Augen eine Ahnung (oder Erinnerung) daran liegt, dass das, was er seit zwei
Jahren tagein, tagaus ertragen muss, nicht alles sein kann auf dieser Welt. Ganz offensichtlich genießt er die Nähe zum
Menschen und ist wohl auch schon daran gewöhnt. Er läuft brav und ordentlich an
der Leine; dies deutet darauf hin, dass er wohl früher eine Familie, ein
Zuhause hatte.


Ein vielversprechender Hund, welcher unter besseren Bedingungen sicher eher
muskulös wäre, verkümmert also - eingepfercht auf engstem Raum - immer mehr und
kann sich niemandem zeigen, niemandem beweisen und sich weder geistig noch
körperlich entwickeln.
Warum für Moises die Einzelhaft beschlossen wurde, als er in das Lager kam,
wissen wir nicht. Man darf ja keine unbequemen Fragen stellen, wenn man nicht
ein Besuchsverbot riskieren möchte, welches für die Hunde eine Katastrophe
bedeuten würde. Vielleicht mag er andere Vierbeiner nicht, weil er früher
einmal schlechte Erfahrungen mit ihnen machen musste. Möglicherweise war er
damals noch kräftiger und ein bisschen ruppig im Umgang mit Artgenossen; in der
Pubertät probieren ja gerade junge Rüden gern aus, wer von ihnen der Stärkere
ist. Viele reagieren auf Stress und/oder Langeweile unwillig du gereizt - so
könnte es auch Moises gehen.

Wie kannst du sein, Moises?
Wir wissen es nicht, können nur die Bilder und die Beschreibung der
Tierschützer wirken lassen. Moises liebt Menschen, soviel steht fest; Katzen dagegen
nicht Und andere Hunde? Da geht es ihm wie uns Menschen, wir mögen schließlich
auch nicht jeden.
Bitte schauen Sie noch einmal hin,wagen Sie einen zweiten Blick. Möchten Sie gemeinsam
mit Moises herausfinden, wie er wirklich sein kann? Dann melden Sie sich bitte
bei seiner Vermittlerin und gehen Sie gemeinsam mit ihm auf Entdeckungsreise.
Vielen, lieben Dank!
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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OXEN
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 12.2025
Die meisten Welpen laufen fröhlich und vertrauensvoll auf Menschen zu – nicht so Oxen.
Sobald sich die Zwingertür öffnet oder sich Schritte nähern, zieht er sich möglichst lautlos zurück. Er sucht die nächste Ecke und drückt sich an die Wand, als könnte sie ihn beschützen, als wäre sie der einzige Ort, den er kennt. Und wahrscheinlich ist genau das die Wahrheit.

Oxen wurde gemeinsam mit seinen GeschwisternOlmo, Olyvia, Olrik, Orbel, Ovidia, Orvin und Ozira hinter Gitterstäben auf nacktem Beton in die Dunkelheit eines Hundelagers hineingeboren. Seitdem gab es für die Hundekinder kein Gras unter den Pfoten, kein weiches Körbchen und niemanden, der sie liebevoll begrüßte, sondern nur Mauern. Und selbst das Wenige, das ihnen Halt gab, wurde ihnen genommen.

Vor kurzem wurden die Brüder von ihrer Mama und ihren Schwestern getrennt, die nun hinter anderen Gittern sitzen. Sie wissen, dass ihre Mutter irgendwo ganz in der Nähe ist. Vielleicht können sie sie riechen und ihre Stimme hören; doch sie können sie nicht mehr sehen.
Für Welpen, die nie etwas anderes als Angst kennengelernt haben, war diese Nähe wie ein kleiner Anker, nun ist auch dieser verschwunden.

Wenn man Oxen beobachtet, könnte man glauben, er wolle sich unsichtbar machen. Dabei sucht er vermutlich nur einen Ort, an dem ihm nichts geschieht und er sich geborgen fühlen darf.
Trotzdem gibt es da diese kostbaren Momente: Ein scheuer Blick, ein kurzes Innehalten, ein Schrittchen nach vorn, bevor die Angst ihn wieder einholt – so als würde ein kleiner Teil von ihm fragen: "Darf ich dir vielleicht doch vertrauen?"

Diese Frage braucht eine Antwort von Menschen, die Zeit und Geduld mitbringen, weil sie verstehen, dass Vertrauen nicht eingefordert werden kann, sondern Tag für Tag wachsen muss. Die sich über den ersten Blick freuen, über einen kleinen Schritt oder einen vorsichtigen Schwanzwedler; Menschen, die wissen, dass die größten Wunder oft ganz leise beginnen.
Oxen sucht einfach jemanden, der nichts von ihm erwartet und trotzdem an ihn glaubt; der ihm zeigt, dass Hände streicheln und Stimmen freundlich klingen können und er nicht länger Schutz an kahlen Wänden suchen muss.

Vielleicht wird Oxen nie der Hund sein, der jedem fröhlich entgegenspringt. Aber wir glauben fest daran, dass der Tag kommen kann, an dem er auf seinen Menschen zugeht, weil er weiß: Bei dir bin ich sicher.
Und vielleicht beginnt genau in diesem einen Moment endlich das Leben, das Oxen und seinen Geschwistern von Anfang an verwehrt geblieben ist.
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
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Lebenslichter 14.10.2026, 20.39 | (0/0) Kommentare | PL
Benno

Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2017
Schulterhöhe: 55 cm
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Bendix

Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2017
Schulterhöhe: 50 cm
"Manchmal ist es so, als ob das Leben einen seiner Tage herausgriffe und sagte: Dir will ich alles schenken! Du sollst ein solch rosenroter Tag werden, der im Gedächtnis leuchtet, wenn alle anderen vergessen sind." (Astrid Lindgren)"
Ein solcher Tag begann für die Wurfgeschwister Bendix und Benno ganz leise.
Seit sieben langen Jahren besteht ihre Welt aus wenigen Quadratmetern eines kahlen Betonzwingers. Gerade einmal zwei Jahre alt waren sie, als sich die Gittertür hinter ihnen schloss und sie vor der Welt verschwanden.

Als die Tierschützer die Brüder nach langer Zeit zum ersten Mal besuchen durften, begegneten ihnen zwei scheue Hunde, die keinen Kontakt zu Menschen kannten und sich nicht anfassen ließen. Die Tierschützer bedrängten sie nicht, sie forderten nichts. Und ganz allmählich wurde die Neugier der beiden stärker als ihre Angst.
Vielleicht war genau das ihr erster kleiner, rosenroter Tag. Der Moment, in dem Bendix und Benno sagten: „Ja, wir wollen mutig sein. Wir wollen endlich anfangen zu leben.

Bendix und Benno sind kastrierte, mittelgroße Rüden, die nie erfahren durften, wie sich ein Zusammenleben mit Menschen anfühlt. All das, was für andere Hunde selbstverständlich ist – Spaziergänge, Streicheleinheiten, ein weiches Körbchen und das Gefühl dazuzugehören –, müssen sie erst noch kennenlernen: Wiesen unter den Pfoten spüren, spannende Gerüche erschnuppern, jeden Tag satt werden, sicher und geborgen sein.
Aus den Berichten von Adoptanten wissen wir, dass auch Hunde, die viele Jahre isoliert gelebt haben, in einer liebevollen, hundegerechten Umgebung erstaunliche Entwicklungen machen können. Mit Geduld, Verständnis und der Zeit, die sie brauchen dürfen, fassen sie Vertrauen, erkunden ihre Welt und bauen oft eine besonders innige Bindung zu ihren Menschen auf.

Benno und Bendix können die verlorenen sieben Jahre nicht nachholen. Aber sie können noch erleben, was es heißt, als Hund glücklich zu sein.
Es wäre für die beiden Brüder, die schon soviel miteinander durchgestanden haben, sicher das Größte, wenn sie gemeinsam in ihr neues Leben starten dürften. Sollte sich dieser Wunsch nicht erfüllen, können sie selbstverständlich auch getrennt vermittelt werden. Entscheidend ist nur, dass jeder von ihnen endlich sein eigenes Für-immer-Zuhause findet.

Vielleicht sind gerade Sie der Mensch, der Bendix oder Benno – womöglich sogar beiden – den einen großen Tag schenkt, der ihr ganzes Leben verändert. Den Tag, an dem sie endlich ankommen dürfen. Den Tag ihres Happy Ends.
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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aus dem Ausland:
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https://www.pro-canalba.eu/warum-itaien/
Lebenslichter 14.10.2026, 20.39 | (0/0) Kommentare | PL

Elowen
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 03.2019
Schulterhöhe: 55 cm
Es ist tiefdunkle Nacht. Elowen rennt über satte, grüne Wiesen. Ihre Pfoten scheinen den Boden kaum zu berühren und bewegen sich gleichmäßig und wieselflink. Sie schnuppert die klare Luft, den Duft von Blumen und jault vor Freude auf.
Der Mond beleuchtet ihr friedliches schlafendes Gesicht und lächelt. Wenigstens dürfen die Hunde im Canile von einem besseren Leben träumen und im Schlaf ein paar Stunden lang glücklich sein. Woher mag Elowen wissen, wie die Welt da draußen sein kann - wurde sie doch schon als winzigesWelplein in das kalte, herzlose Hundegefängnis gesteckt? Hat sie nach fünfeinhalb Jahren in Gefangenschaft wirklich noch eine Erinnerung daran, wie sich Freiheit anfühlt? Vielleicht haben ihr auch andere Leidensgefährten davon erzählt? Sie teilt sich ihr Betonloch mit einem freundlichen Rüden, mit dem sie sich wunderbar versteht. Freundschaften sind in einem Hundelager überlebensnotwendig; denn in Einzelhaft, zu der leider viele Hunde willkürlich und völlig unbegründet verdammt sind, ist der triste Alltag praktisch nicht zu ertragen.

Wenn die lieben Tierschützer zu Besuch kommen, darf
Elowen mit einigen anderen auserwählten Glückspilzen für ein paar Minuten mit
auf die Wiese. Solche besonderen Augenblicke gibt es allerdings höchstens ein-
bis zweimal im Jahr. Mehr erlaubt die Gefängnisleitung nicht, es könnte sonst
zuviel von den unsäglichen Lebensbedingungen im Lager nach außen dringen.
Elowen hat ein helles Köpfchen. Sie ist äußerst gelehrig und hat sich beim letzten Mal genau gemerkt, was man ihr gezeigt hat: An der Leine zu laufen. Die netteTierschützerin lobt sie. Elowen ist immer ein bisschen schüchtern und ängstlich, wenn Menschen sich ihr nähern; aber das Lob tut ihr wohl. Noch um vieles besser und spannender sind allerdings die vielen unbekannten Gerüche. In dieser duftenden Bibliothek würde sie gern stundenlang stöbern; aber leider darf man hier nichts ausleihen und mit in die Zelle nehmen.

Die lange, entbehrungsreiche Zeit im Canile hat
ihre Spuren bei Elowen hinterlassen. Sie wird von Hautentzündungen geplagt und
hat verkrustete Stellen im Gesicht und an den Ohren. Ähnlich wie bei uns
Menschen liegt die Ursache hierfür in dauerhaftem Stress, der im Hundelager ein
ständiger Begleiter ist und vor dem es kein Entrinnen gibt; zu laut, zu
schmutzig, zu eintönig, zu brutal, zu miserable Verpflegung, zu harter Boden,
zu beengter Raum, zu wenig bis keine tierärztliche Betreuung, zu aussichtslos. Einzig
ihre Träume von einem schöneren Leben und die Hoffnung – falls Hunde hoffen
können – dass diese Träume sich irgendwann erfüllen, helfen ihr, an diesem
düsteren Ort auszuhalten und sich nicht aufzugeben.

Möchten vielleicht gerade Sie die Träume unserer Elowen wahr werden lassen und unserer Überlebenskünstlerin ein Leben schenken, welches diesen Namen auch verdient? Bevor der Mond wieder hinter den Wolken verschwindet, leuchtet er noch einmal ganz hell über die Kontaktdaten von Elowens freundlicher Vermittlerin. Es liegt nun bei Ihnen, das Schicksal dieser sanften, zarten Hündin endlich zum Guten zu wenden. Vielen, lieben Dank!
Simone Leitenbauer
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Lebenslichter 13.10.2026, 17.07 | (0/0) Kommentare | PL
BROGAN

Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 12. 2016
Schulterhöhe: 56 cm
Die Mutter ein Labrador, der Vater ein Panther - so stellt man sich Brogans Herkunft unwillkürlich vor, wenn man ihn zum ersten Mal sieht. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Natur hier einfach einen besonders guten Moment hatte. Denn Brogan ist einer dieser Hunde, die man nie mehr ganz vergisst. Unaufdringlich, freundlich - und doch mit einer Ausstrahlung, die haften bleibt:

Sanfte, braune Augen, ein offener, wacher Blick, ein weißer Streifen auf der Brust und an allen vier Pfoten kleine weiße „Zehen; dazu tiefschwarzes, glänzendes Fell, das nicht zu einem Hund passen will, der in einem Canile einsitzen muss. Und dennoch fristet Brogan sein Dasein in einem solchen Hundegefängnis, nur umgeben von Gitterstäben, Beton, Schmutz und dem verzweifelten Bellen vieler hunderter Mitgefangener.

Mitte August 2024 wurde er, fast achtjährig, hierher abgeschoben, aus seinem bisherigen Leben herausgerissen und in eine Umgebung gesetzt, die nichts mehr erklärt, sondern nur noch festhält. Wir wissen nicht, was vorher war. Jedoch deutet vieles an Brogan darauf hin, dass er einmal mit Menschen zusammengelebt hat; vielleicht in einem Zuhause, in dem Stimmen, Gerüche und feste Gewohnheiten ihm Sicherheit gaben. Jedenfalls kennt er Menschen und vertraut ihnen.
Als ihn die Tierschützer im November 2025 zum ersten Mal besuchen durften, trafen sie einen Hund, der ohne zu zögern auf sie zuging. "Schön, dass ihr da seid!" schien er sagen zu wollen. Sie beschrieben ihn als gutmütig und offen, als einen Hund, der Nähe sucht und an allem Anteil nehmen möchte.

Er geht recht ordentlich an der Leine, wobei er noch ein wenig zieht; aber ist es ein Wunder, wenn sich nach der langen Zeit in einem Betonkerker von gerade einmal vier Quadratmetern, ohne jeden Auslauf, sein Bewegungsdrang Bahn bricht? Und wie nicht anders zu erwarten, versteht Brogan sich auch problemlos mit Artgenossen und verhält sich bei Begegnungen eher unterwürfig.

Mittlerweile ist der liebe Brogan knapp zehn Jahre alt. Das macht seine Geschichte so besonders dringend, denn ihm bleibt keine Zeit mehr fürs Aufschieben, fürs Warten auf irgendwann. Es darf nicht sein, dass ein Hund wie er seinen Lebensabend hinter Gittern verbringen muss - freundlich, menschenbezogen und doch übersehen.

Brogan braucht einen Menschen, der Freude an täglichen Spaziergängen hat, aber von seinem Hund keine sportlichen Höchstleistungen verlangt; der versteht, dass ältere Hunde ruhiger werden dürfen und trotzdem neugierig bleiben - und der weiß, dass die gemeinsame Zeit möglicherweise begrenzt, aber deshalb nicht weniger wertvoll, sondern umso kostbarer ist.

Dafür bringt Brogan bringt alles mit, was wirklich zählt und glücklich macht: Sanftmut, Vertrauen, Freundlichkeit und diese besondere Art, sich leise und wie selbstverständlich ins Herz zu kuscheln.
Brogans Vermittlerin freut sich auf Ihren Anruf; und wir drücken fest die Daumen, dass dieser wunderbare Hund endlich gesehen wird - nicht später, nicht irgendwann, sondern genau jetzt.
Tanja Roth
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Lebenslichter 13.10.2026, 17.07 | (0/0) Kommentare | PL

Bailoch
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 03.2021
Schulterhöhe: 56 cm
Es gibt Hunde, die schleichen sich still und leise ins Herz - und dann gibt es jemanden wie Bailoch, der mit
wehender Wuschelmähne, einem schelmischen Fleck am Auge und mehr Begeisterung als
eine ganze Zirkustruppe mitten ins Leben stürmt, sodass kein Sofa und kein
Pantoffel mehr sicher ist!
Unsere Tierschützer beschreiben ihn so: Bailoch ist süß wie ein Sahnekeks und (noch)
mit soviel Selbstvertrauen gesegnet, dass er sogar seinem eigenen Spiegelbild
freundlich zunickt, so als wüsste er genau, dass er ein echter Hauptgewinn auf
vier Pfoten ist!



Daniela Koenemann
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Jimmy
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 06.2018
Schulterhöhe: 51 cm
Hallo, mein Name ist Jimmy!Ich bin ein mittelgroßer Rüde (ca. 51 cm Schulterhöhe) und lebe seit dem 25. Juni 2024 in einem Canile. Vielleicht siehst du es auf meinen Bildern schon: Ich bin ein hübscher Kerl mit weichem, blondem Fell und sanften braunen Augen, die oft ein bisschen verträumt in die Welt blicken.
Ich bin ein ausgesprochen menschenbezogener Hund. Sobald jemand in meine Nähe kommt, freue ich mich riesig und suche den Kontakt. Streicheleinheiten genieße ich besonders und schenke meinen Menschen schnell mein Vertrauen. Ich bin dabei kein Draufgänger, sondern eher ein ruhiger, sanfter Begleiter. Nur wenn etwas völlig neu für mich ist oder ich nicht verstehe, was von mir erwartet wird, kann ich zunächst etwas protestieren. Mit Geduld und liebevoller Führung werde ich mich aber bestimmt gut zurechtfinden.

Mit anderen Hunden verstehe ich mich sehr gut. Im Canile teile ich meinen Zwinger mit mehreren Artgenossen und das klappt prima. Manchmal spiele ich ein wenig den Chef, besonders wenn mir jemand zu sehr auf die Pelle rückt. Deshalb wäre ein souveräner Hundekumpel schön, ist aber kein Muss.

Was wünsche ich mir? Menschen, die mir Sicherheit und Geborgenheit schenken und mir Zeit geben, in meinem neuen Leben anzukommen. Ich freue mich auf Spaziergänge, gemeinsame Ausflüge, kleine Trainingsaufgaben und natürlich auf ganz viele Kuschelstunden. Ein Garten wäre toll, wichtiger sind mir aber Menschen, die mich als Familienmitglied aufnehmen und mir mit Herz, Geduld und einer klaren, freundlichen Führung zeigen, wie schön ein richtiges Hundeleben sein kann.
Wenn du dir einen treuen Begleiter wünschst, der mit dir durch dick und dünn geht, könnte ich genau der Richtige für dich sein. Vielleicht bist du ja der Mensch, auf den ich schon so lange warte.
Dein Jimmy

P.S. Kaum war meine Bewerbung fertig, kam leider ein kleiner Dämpfer: Bei einer Untersuchung hat der Tierarzt ein Herzgeräusch festgestellt. Deshalb wurde ich bisher auch noch nicht kastriert. Natürlich macht mich diese Nachricht traurig. Aber ich hoffe sehr, dass sich trotzdem jemand in mich verliebt und erkennt, dass ich so viel mehr bin als dieser Befund.
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Juli 2025
Ein weiteres Jahr ist vergangen. Ich sitze noch immer im Canile und warte ... und warte ... und warte. Manchmal frage ich mich, ob ich nicht langsam eine Medaille fürs Geduldigsein verdient hätte. Mein Alltag besteht aus Gitterstäbe zählen und gemeinsam mit meinen Kumpels die Wände anzustarren. Aber trotz allem lasse ich den Kopf nicht hängen. Meine Ohren spitzen sich jedes Mal, wenn jemand vorbeikommt, denn vielleicht - ja vielleicht - ist heute endlich DER Tag.

Zum Glück habe ich meinen Humor nicht verloren. Ich freue mich nach wie vor über jeden Besucher und habe mein freundliches Anschmiegen inzwischen zur Meisterschaft gebracht. Ich bin offen, zutraulich und genieße jede Streicheleinheit. Neue Dinge finde ich manchmal erst etwas merkwürdig, gehe sie aber neugierig und mutig an.
Mit meinen Hundekumpels läuft es weiterhin gut. Klar, manchmal spiele ich ein bisschen den Chef. Irgendjemand muss schließlich den Überblick behalten. Die anderen wissen: Mit Jimmy kann man Pferde stehlen oder wenigstens das schlechte Futter hier gemeinsam ertragen - nach dem Motto: Der Hunger treibt´s rein...

Vielleicht schrecken manche Menschen wegen meines Herzgeräuschs zurück. Dabei wünsche ich mir einfach jemanden, der mein fröhliches Wesen sieht und gemeinsam mit mir das Abenteuer Leben beginnen möchte.
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Juli 2026
Also gut, ich gebe es zu: Ich habe in den letzten Wochen ernsthaft darüber nachgedacht, ob ich hier vielleicht eine Festanstellung habe. Titel: Beauftragter für gute Laune im Zwinger. Kollegen: Dioneo und Havah. Arbeitszeiten: rund um die Uhr. Gehalt: mäßig. Benefits: überschaubar. Aber hey, wenn man schon wartet, dann bitte mit Stil!
Ich habe mein "Vielleicht-heute-ist-es-soweit"- Gesicht inzwischen perfektioniert. Das ist dieses leicht schief gelegte Köpfchen und der Blick, der fragt: "Oh? Besuch? Nur zufällig hier? Oder etwa ... für mich?" Dioneo meint übrigens, ich übertreibe mit meinem Charme. Havah findet, ich sollte es mal mit geheimnisvoll und zurückhaltend versuchen. Aber seien wir ehrlich: Das bin ich einfach nicht. Ich bin Team: "Hallo! Hier bin ich! Wollen wir Freunde sein?"
Ich liebe Menschen. Wirklich. Wenn ich gestreichelt werde, fühle ich mich wie ein König bei seiner Krönung. Und ja, ich gebe es zu: Wenn sich dann ein anderer Hund dazwischendrängeln möchte, denke ich kurz: Moment mal ... das ist gerade mein Termin! Nicht böse. Nur ein bisschen engagiert.

Und dann ist da noch das Halsband. Freunde, DAS ist mein Broadway-Moment.
Sobald jemand dieses magische Ding in die Hand nimmt, geht in mir ein Feuerwerk los. Ich wackle wie ein kleiner Pinguin, meine Pfoten wissen plötzlich nicht mehr, wohin mit sich, ich tippele aufgeregt hin und her, drücke meine Nase ans Gitter und sehe vermutlich aus wie jemand, der gerade erfahren hat, dass Weihnachten und Geburtstag auf denselben Tag fallen.
Für mich bedeutet das Halsband Hoffnung. Es bedeutet: Jetzt passiert etwas! Und jedes einzelne Mal denke ich: Jetzt beginnt mein neues Leben.
Bis jetzt war es leider jedes Mal ein Irrtum. Aber weißt du was? Ich freue mich trotzdem wieder genauso, wenn das Halsband das nächste Mal in einer Hand auftaucht. Denn irgendwann wird dieser eine Moment kommen. Der Moment, in dem ich nicht mehr zurück in den Zwinger muss, sondern endlich mit meinem Menschen nach Hause gehen darf.

Körperlich geht es mir übrigens gut. Das Herzgeräusch ist weiterhin da, deshalb wäre ein Herzultraschall sinnvoll, um genauer nachzusehen. Aber ich fühle mich fit und lebensfroh.
Vielleicht stehst du ja irgendwann vor meinem Zwinger. Mit einem Lächeln. Mit einer Leine. Und mit den Worten:
"Komm, Jimmy."
Ich bin bereit.
Dein Jimmy
Bettina Graf
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per EMail:
https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 13.10.2026, 17.07 | (0/0) Kommentare | PL

Alvis
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 10.08.2022
Schulterhöhe: 60 cm
Dezember 2022: Alvis und seine Schwestern Adrianne, Alof und Annelene kamen mit gerade einmal 4 Wochen (!) in das grausamste, uns bekannte italienische Hundelager. Wo die vier Kleinen vorher waren, wie sie in die Hundehölle kamen und was aus ihrer Mama wurde, wissen wir nicht. Jedoch gibt es für Hundekinder keinen schrecklicheren Platz, um dort aufwachsen zu müssen.

Die mit uns befreundeten Tierschützer durften das Hundegefängnis eine Woche vor
Weihnachten überraschend noch einmal besuchen. Wir möchten den Mitgliedern der
italienischen Organisation "ALFA - Associazione Love For Animals" unsere größte
Hochachtung aussprechen. Für tierliebende Menschen bedeutet es jedesmal einen
seelischen Kraftakt, diese Hölle auf Erden zu betreten in der Gewissheit, nur
den allerwenigsten helfen zu können und dass lediglich eine Handvoll glücklicher
Hunde diesen gottlosen Ort jemals wieder lebend verlassen wird.

Aber an diesem trüben Sonnabend vor Weihnachten haben sich unsere Freunde erneut der Ungerechtigkeit und den tierquälerischen Zuständen in dieserer Hundeverwahranstalt gestellt und die vier kleinen Welpen entdeckt. Vielleicht war es ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk für die Dreikäsehochs; denn der kurzeBesuch von lieben Menschen bedeutete nicht nur eine Abwechslung in ihrem trostlosen Zwingeralltag: Sie bekommen bei uns nun eine Bühne, die die ihnen die Eintrittskarte in die Freiheit sichern wird - das hoffen wir jedenfalls inbrünstig.

Die Tierschützer beschreiben die Geschwister als freundlich, verspielt und den Menschen gegenüber aufgeschlossen. Vermutlich werden sie eine mittlere Größe erreichen.

Und heute? Alvis war noch ein Baby, als man ihn gnadenlos in einen Kerker warf, in dem kein Hund jemals landen dürfte. Von da an gab es für ihn harten Beton anstatt weicher Wiese, Einsamkeit und Kälte anstatt Geborgenheit und Wärme, Angst anstelle von Sicherheit. Seinen drei Geschwistern war das Schicksal gnädig. Sie wurden gesehen und gerettet, sie durften die freudlose Vergangenheit hinter sich lassen und anfangen zu leben.

Alvis blieb als einziger zurück. Vielleicht war er nur zu schüchtern, um jemandem aufzufallen. Denn statt laut bellend auf sich aufmerksam zu machen, fiept er nur leise, wenn ab und zu einmal Menschen vorbeikommen. Und er hofft noch immer, dass irgendjemand auch ihn liebgewinnen und mitnehmen wird.

Heute ist Alvis kein Baby mehr, sondern ein junger Hund, dassen Seele viel zu
früh lernen musste, wie sich Einsamkeit und Sehnsucht anfühlen. Er hat so viel
verpasst und so viel verloren. Trotzdem hat er sich seinen Glauben an die
Menschen bewahrt und die Hoffnung, dass da draußen jemand ist, der nicht
an ihm vorbeisieht.


Bitte, sehen Sie ihn. Er ist bereit, das Leben zu lernen und möchte nur allzu
gern ankommen, vertrauen, rennen, schlafen dürfen ohne Angst. Und er möchte
jemandes bester Freund sein. Deshalb bitten wir hier und heute für ihn - für
Alvis, der immer noch wartet, nachdem alle anderen längst gegangen sind.
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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Lebenslichter 13.10.2026, 17.07 | (0/0) Kommentare | PL