Thema: TIERLIEBE - GELIEBTE TIERE

Wenn das Gesicht heller wird, sich die Augen eintrüben und der Körper ausgemergelt wirkt, dann haben nahezu 14 Jahre im Tierheim ihre Spuren hinterlassen. Blondu und Lupita sind Geschwister, die zwei letzten von dem Wurf, den unsere viel zu früh verstorbene Sanda damals von der Straße rettete und bei sich aufnahm. Die anderen haben ein Zuhause gefunden, nur die beiden blieben zurück. Viele bitterkalte Winter und brütendheiße Sommer haben sie miteinander durchgestanden und leider herrscht auch in diesem Winter wieder eisige Kälte in Rumänien.
Blondu tut sich mittlerweile schwer beim Aufstehen, seine alten Gelenke werden von Arthrose geplagt und auch Lupita scheint eingefallener, als in den Jahren zuvor. Wir würden uns für unser Pärchen doch noch einmal einen gemütlichen Platz wünschen, an dem sie sich drinnen im Warmen aufhalten dürfen und man nicht mehr viel von ihnen erwartet. Aber möglicherweise werden Sie auch angenehm überrascht, denn Hunde bleiben bis ins hohe Alter lernwillig und aufnahmefähig.
Was wir über sie wissen:
Blondu
geb. 07.2012
Geschlecht: männlich
Größe: ca. 55 cm
Gewicht: 30 kg
kastriert: ja
Gesundheitliche Einschränkungen: Arthrose
Aufenthalt: seit 2012 im TH in Rumänien
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Lupita
geb. 07.2012
Geschlecht: weiblich
Größe: ca. 55 cm
kastriert: ja
gesundheitliche Einschränkungen: keine bekannt
Aufenthalt: seit 2012 im TH Rumänien
Blondu und Lupita sind gemeinsam alt geworden, es wäre traurig, wenn sie sich jetzt noch trennen müssten. Daher wünschen wir uns für die zwei bescheidenen und anspruchslosen Hundesenioren ein Gnadenplätzchen, wo sie zu zweit ihre letzten Jahre verleben dürfen. Sie freuen sich über Menschen und sind nicht übermäßig ängstlich. Früher war Blondu ein Draufgänger, der aber mit den Jahren deutlich ruhiger geworden ist. Natürlich kennen sie nicht viel, haben sie doch den größten Teil ihres Lebens im Zwinger zugebracht. Daher sollten Sie bitte nicht allzu viel von ihnen verlangen. Umgekehrt verlangen die beiden auch nicht mehr viel: Ein weiches Bettchen, gutes Futter und viele Streicheleinheiten – damit könnten Sie Blondu und Lupita rundherum glücklich machen!
Nur ernstgemeinte Anfragen richten Sie bitte an uns:
Pfote sucht Glück e.V.
per E-Mail:pfotesuchtglueck@gmail.com
oder Kontaktformular: https://www.pfotesuchtglueck.de/kontakt-1/
Lebenslichter 20.10.2026, 16.32 | (0/0) Kommentare | PL

Halcyon
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.10.2024
Schulterhöhe: 45 cm




Liebe Leserinnen, liebe Leser! Was wir hier
beschrieben haben, ist das, was wir sehen, wenn wir die wenigen Fotos und
Videos aus dem Hundelager bekommen. Auch wir denken dann, das alles kann doch
nur ein böser Traum sein. Leider ist es die traurige Wirklichkeit in den
italienischen Hundegefängnisssen.

Abschließend möchten wir Ihnen kurz schildern, was wir über Halcyon wissen: Er teilt sich seine kleine Box friedlich mit weiteren Rüden und Hündinnen. Anfangs wirkt er wie ein kleiner, verstörter Hund mit angstvoll aufgerissenen Augen, der ganz still sitzenbleibt, um nur ja nicht aufzufallen. Aber wenn man freundlich mit ihm spricht und er merkt, dass man ihm nichts Böses will, beruhigt er sich schnell und sucht von sich aus den Kontakt zu uns Menschen. Er kann schon an der Leine laufen und vertraut den Menschen, wenn er sie erst ein bisschen näher kennt.
Sabine Wojtok
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0172-83 49 335
aus dem Ausland:
+49172-83 49 335
per EMail:
https://www.pro-canalba.eu/
Lebenslichter 20.10.2026, 16.32 | (0/0) Kommentare | PL

Pluto
Rasse: Rauhaar Segugio
Geschlecht: Rüde
Geboren: 05.2022
Schulterhöhe: 50 cm

Neulich bei der Berufsberatung:
Pluto: "Ja, die Jägerei sagt mir nicht so sehr zu. Ich mag noch nicht einmal
hinter Katzen herjagen!"
Berater: "Oh, da sollten Sie wirklich umsatteln! Welche Fähigkeiten
bringen Sie denn mit?"
Pluto: "Ich bin freundlich, umgänglich und vertrage mich gut mit meinen
Artgenossen. Auch mag ich die Menschen recht gern."
Berater: "Wie wäre es mit einer Umschulung zum Glückspilz? Sie müssten
nur einige Regeln für das Zusammenleben mit Zweibeinern lernen. Ganz wichtig
ist es zum Beispiel, nicht am Tisch zu betteln, nicht ohne Erlaubnis aufs Sofa
zu springen und auch keine halbgefressenen Kauknochen im Bett zu verstecken."
Pluto: "Das ist alles kein Problem! Ich bin eher ein ruhiger Vertreter meiner
Rasse und habe mein jugendliches Ungestüm schon hinter mir. Außerdem lerne ich
schnell. Allerdings habe ich da so eine Krankheit, die Leishmaniose heißt. Sie
lässt sich aber wunderbar behandeln und man kann damit richtig alt werden."
Berater: "Ich bin sicher, Sie haben das Zeug zum Glückspilz und nehme
Sie gern in unserer Fortbildungsprogramm auf."

Verehrte Leserinnen und Leser, der liebe Pluto hat
es so sehr verdient, endlich auch einmal zu den Glückspilzen zu gehören. Er
wurde stark abgemagert, übersät mit Wunden und entzündeten Hautstellen im italienischen
Nirgendwo aufgefunden. Vermutlich hatte ihn sein Besitzer wegen fehlender
Jagdtauglichkeit einfach lieblos ausgesetzt und einem qualvollen Tod
überlassen. Zu allem Übel wurde Pluto, als er sich hilfesuchend an die Menschen
der ländlichen Orte wandte, mit Fußtritten davongejagt. Nur eine mit uns
befreundete Tierschützerin, die dort wohnt, erkannte seine Not und nahm ihn
auf. Bei ihr bekommt Pluto nun ausreichend Futter und wird gegen seine
Leishmaniose behandelt. Allerdings ist die
Frau eine engagierte Einzelkämpferin, die Pluto zwar gut versorgt, aber kaum
Zeit findet, ihn und die anderen bei ihr lebenden Hunde ausreichend zu bewegen
und zu beschäftigen. So verbringt der sanfte, hübsche, zweifarbige Pluto seine
Tage fast ausschließlich in einem Zwinger und sehnt sich nach einem eigenen Zuhause.

Möchten Sie unserem liebenswerten Wuschel Pluto gern
seinen innigsten Berufswunsch erfüllen? Als echter Glückspilz bei Ihnen leben
zu dürfen, mit einem eigenen, warmen Körbchen, gutem Futter, fröhlichen
Erlebnissen in der Natur und einer liebevoll streichelnden Hand? Dann rufen Sie
bitte schnell Plutos Vermittlerin an. Vielen, lieben Dank!
Yvonne Beier
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0173-2788571
aus dem Ausland:
+49173-2788571
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Lebenslichter 20.10.2026, 16.32 | (0/0) Kommentare | PL

Chucky
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01.2013
Schulterhöhe: 60 cm



Die Uhr tickt jetzt unerbittlich und wir kämpfen einen verzweifelten Krieg gegen den Beton. Chucky zählt 14 Jahre. Er ist in diesem Zwinger alt geworden. Seine Gelenke schreien vor Schmerz vom ewigen Liegen auf dem harten Untergrund, sein Körper ist todmüde, seine Kraft schwindet mit jedem Atemzug. Er hat fast ein Jahrzehnt darauf gewartet, dass jemand seinen Namen ruft. Er träumt davon, sich einmal in der Sonne wälzen zu dürfen, ohne danach das metallische Knallen der Stahltür zu hören, die ihn wieder in die Dunkelheit verbannt.

Ihm läuft
die Zeit mit Siebenmeilenstiefeln davon. Es gibt nur noch zwei Möglichkeiten
für Chuckys Ende: Entweder er stirbt irgendwann einsam und unbeweint auf diesem
kalten Stein, den er seit acht Jahren anstarrt. Oder wir finden jetzt, in
letzter Sekunde, den Menschen, der ihm zeigt, dass das Leben mehr sein kann als
ein Gefängnis. Chucky braucht keine Villa. Er braucht nur das Versprechen, dass
sein letzter Atemzug nach Sommerregen und Blumen riecht, anstatt nach feuchtem,
schmutzigem Beton.

Sie sind
der einzige Mensch auf dieser Welt, der seine Geschichte noch umschreiben kann.
Sie brauchen keine acht Jahre, um sein Leben zu retten. Sie brauchen nur acht
Sekunden, um zum Hörer zu greifen und Chuckys Vermittlerin anzurufen. Bitte
lassen Sie den Stein nicht das letzte sein, das er fühlt.

Und sollte es bei Ihnen nicht passen, dann: Danke, dass Sie Chucky nicht
einfach übersehen. Danke, dass Sie anderen von ihm erzählen und ihnen diesen
Text zu lesen geben. Vielleicht ist ja genau sein Mensch dabei und Chuckys
Wunder beginnt bei Ihnen.
Margot Wolfinger
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0179 - 66 06 200
aus dem Ausland:
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Lebenslichter 20.10.2026, 16.32 | (0/0) Kommentare | PL

Thavine
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 01.2026

Ein herrlicher Frühlingstag in Italien. Die Vögel zwitschern, die Sonne kommt hinter den Wolken hervor und strahlt auf das kuschelige Körbchen der Hundekinder Thavine und Tiriel. Thavine streckt sich genüsslich und stuppst ihr Brüderchen Tiriel an. Werde schnell wach, Tiriel. Ein spannender Tag voller Abenteuer erwartet uns. Noch mehr Abenteuer, antwortet Tiriel und gähnt herzhaft. Wir haben doch gestern schon unsere Spielsachen versteckt, mit unseren Menschen gekuschelt und sind über eine weiche Wiese mit den bunten Blumen getobt.

Stopp! Falscher Film! Denn das ist nicht der, in welchem Hundekinder die Hauptrolle spielen, die in der Geborgenheit einer Familie oder eines Lieblingsmenschen aufwachsen dürfen. Dies ist der Film von Welpen, die mit zwei Monaten von ihrer Mama getrennt und in einem Hundelager entsorgt wurden. Statt in dem kuscheligen Körbchen werden sie auf einem kalten, schmutzigen Betonboden schlafen müssen, bis ihre Knochen wundgescheuert sind; und statt Vogelzwitscher wird sie jeden Morgen das Bellen und Jaulen ihrer Mitinsassen wecken, von denen viele ebenfalls seit ihrer Welpenzeit dort eingesperrt sind, ab da kein einziges Mal ihre Zelle verlassen haben und in dieser auch irgendwann einsam und vergessen sterben werden.

Thavine und Tiriel hatten seltenes, unfassbares Glück: Die Tierschützer
durften auf Stippvisite zu ihnen. Für die beiden Hundekinder bedeutete dies
einen Augenblick der Freiheit und Unbeschwertheit auf der Besuchswiese. Hier konnten
sie zum ersten Mal nach Herzenslust schnuffeln und rennen. Beim
Leinenführigkeitstest ist die kleine Thavine zwar durch-, aber dafür durch ihren
Einfallsreichtum aufgefallen: Sie hat die Leine kurzerhand zweckentfremdet und zur
Spielkameradin gemacht.

Leider sind die Besuche durch die Tierschützer gezählt. Wenn sie das nächste Mal vorbeikommen - vielleicht in einigen Monaten oder sogar erst Jahren, je nachdem, wie es den Canilebetreibern gefällt - dann wird Thavine viel von ihrer Unbeschwertheit und ihrem hundekindlichen Zutrauen verloren haben. Sie wird nicht wissen, dass sie im falschen Film ist, denn den Film vom glücklichen Hundeleben wird sie bis dahin nicht kennenlernt haben; nur den, in dem Leben nichts anderes als Überleben heißt. Überleben in einer Welt, die es gar nicht geben dürfte.

Und nun, liebe Leserinnen, liebe Leser, geben wir Ihnen eine Fernbedienung in
die Hand. Welcher Film soll für Thavine die nächsten zwölf bis vierzehn Jahre
laufen? Film B (bei Publikum und Presse durchgefallen), in dem die Kleine elend
in der Hundeverwahranstalt vor sich hinvegetiert, bis sie, gezeichnet durch
körperliche und seelische Vernachlässigung, diese Welt verlässt? Oder Film A
(löste schon bei der Uraufführung wahre Begesteirungsstürme aus), in dem sie
die Hauptrolle in Ihrem Leben spielt, fröhlich und vertrauensvoll an Ihrer
Seite aufwächst, um mit Ihnen als beste Freundin durchs Leben zu gehen? Sie
halten die Fernbedienung in der Hand; und um Ihnen die Wahl zu erleichtern,
haben wir schon die Telefonnummer von Thavines Vermittlerin einprogrammiert.
Bitte rufen Sie an. Thavine und wir
freuen uns auf Sie. Vielen, lieben Dank!
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
Telefon
aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
+49176 - 24 63 36 19
per EMail:
Lebenslichter 20.10.2026, 16.32 | (0/0) Kommentare | PL

Daiana
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 07.2020
Schulterhöhe: 63 cm
Seit über vier Jahren lebt Daiana nun im Lager. Vier Jahre voller Unruhe, Gebell und Einsamkeit. Vier Jahre, in denen sie Abend für Abend allein in ihrem Zwinger eingeschlafen ist, ohne zu verstehen, warum niemand sie mit nach Hause nimmt. Doch inzwischen läuft ihr die Zeit davon: Durch einen Grauen Star wird ihre Welt zunehmend unschärfer.

Für Daiana bedeutet das weit mehr, als schlechter zu sehen. Vertraute Konturen verschwimmen, Bewegungen lassen sich schwerer einschätzen. Irgendwann wird sie die Gesichter der wenigen Menschen, die an ihrem Zwinger vorbeigehen, vielleicht nicht mehr erkennen können – nur noch Schatten, die kommen und wieder gehen, so wie all die Jahre zuvor.

Gerade dann wird ihr fehlen, was sie schon jetzt so dringend braucht: eine vertraute Stimme, feste Abläufe und ein Mensch, an dem sie sich orientieren kann.
Wie muss es sich anfühlen, wenn die Welt um einen herum immer undeutlicher wird und niemand da ist, der Sicherheit gibt? Wenn die Gitterstäbe des eigenen Zwingers zu den letzten Dingen gehören, die man noch klar erkennen kann?

Noch ist Daiana selbstbewusst, kontaktfreudig und voller Lebenswillen. Sie geht offen auf Menschen zu, sucht ihre Nähe und läuft gut an der Leine. Dass sie sich nach mehr als vier Jahren im Zwinger ihre Offenheit bewahrt hat, ist alles andere als selbstverständlich. Sie schenkt einem Menschen damit etwas ganz Besonderes: ihr Vertrauen.

Doch auch die stärkste Hoffnung kann irgendwann leiser werden. Deshalb braucht Daiana jetzt (einen) Menschen, die ihr eine echte Chance geben.
Und diese(n) möchte sie ganz für sich allein haben. Daiana sucht keinen Platz in einem Rudel und kein Zuhause mit Katzen. Sie braucht die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Bezugsperson; jemanden, der nur für sie da ist. Sie hat schon lange genug geteilt: einen Zwinger, die wenigen Momente menschlicher Aufmerksamkeit und eine Zukunft, die bisher nur aus Warten bestand.

Daiana hat bereits mehr als vier Jahre verloren. Sie sollte nicht auch noch das verlieren, was sie von ihrer Welt noch klar erkennen kann, bevor sie endlich erfährt, wie es sich anfühlt, nach Hause zu gehören.
Noch ist Zeit. Zeit, ein Zuhause kennenzulernen, bevor ihre Welt weiter verblasst. Zeit für eine vertraute Stimme, die ihr Halt bietet. Für Hände, die sie behutsam führen und ihr zeigen, dass sie nicht mehr allein ist. Für feste Abläufe und vertraute Wege, die ihr Sicherheit geben, wenn ihre Augen ihr irgendwann nicht mehr den Weg zeigen können.

Können Sie Daiana dieses Zuhause geben? Dann melden Sie sich bitte jetzt bei ihrer Vermittlerin – jeder Tag zählt.
Sie können Daiana nicht aufnehmen? Dann teilen Sie bitte ihre Geschichte. Vielleicht kennen Sie genau den Menschen, der schon lange auf einen Hund wie Daiana wartet.
Yvonne Beier
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Lebenslichter 19.10.2026, 19.41 | (0/0) Kommentare | PL

Alphonza
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 03.2021
Schulterhöhe: 50 cm
Immer, wenn ein kleiner, unscheinbarer Hund wie Alphonza mit angsterfüllten Augen in die Vermittlung kommt, fragt man sich: Was ist passiert? Was musste dieses Hundemädchen erleben, damit sie schon versucht, sich hinter ihren Zwingergenossen zu verstecken, sobald sich jemand nähert?

Wir wissen nicht, was Alphonza widerfahren ist. Aber wir sehen, welche Spuren es hinterlassen hat.
"Was wünschst du dir, kleine Alphonza? Dass die Tierschützer wieder verschwinden? Du möchtest nichts von ihnen wissen und suchst Schutz bei Oberlyn und Oldrich. Den beiden vertraust du – doch Menschen bedeuten vor allem Schrecken für dich. Wahrscheinlich bist du einfach nur froh, wenn sie dir nichts zuleide tun.

Und trotzdem dürfen sie dich anfassen. Du lässt dir von ihnen sogar Halsband und Leine anlegen, obwohl du beides gar nicht kennst und vermutlich keinen einzigen Schritt daran laufen möchtest. Das ist ganz schön mutig für eine so kleine Hündin.

Auch wenn du dir das heute noch nicht vorstellen kannst: Es gibt Menschen, die dir niemals wehtun werden, die nur das Beste für dich wollen. Genau diese suchen wir jetzt für dich."
Wie lange Alphonza brauchen wird, bis sie wieder Vertrauen fassen kann, weiß niemand. Vielleicht dauert es Monate, vielleicht überrascht sie uns auch und es geht schneller, als wir heute glauben. Wir wünschen unserem kleinen Mädchen daher Menschen, die ihr die Zeit geben, die sie braucht, um ihre Angst zu überwinden.

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Juli 2026 "Oberlyn ist weg."
Alphonza hebt den Kopf. Weg? Wirklich weg? Nicht hinter der Mauer verschwunden oder im Nebenzwinger? Nein. Weg-weg. Zuhause… mit einem weichen Körbchen, Leckerlis und jemandem, der liebevoll zu ihr sagt: "Komm her, mein Schatz." Und bei dem danach nichts Schlimmes passiert.
Ob Alphonza versteht, was das bedeutet, wissen wir nicht. Aber vielleicht keimt irgendwo tief in ihr ein winziges bisschen Hoffnung.

Jetzt lebt sie mit Oldrich zusammen. Er ist ein ruhiger Hund, der sich lieber erst einmal alles aus sicherer Entfernung anschaut. Die beiden passen gut zusammen. Keiner drängt den anderen, keiner macht viel Aufhebens. Zwei Hunde, die gelernt haben, dass Vorsicht manchmal überlebenswichtig ist.


Alphonza selbst hat noch immer große Angst vor Menschen. Sie gehört nicht zu den Hunden, die freudig ans Gitter gelaufen kommen. Sie beobachtet lieber, wartet, zieht sich zurück. Und doch zeigt sie immer wieder kleine, kostbare Augenblicke von Mut. Sie lässt sich anfassen, lässt sich sogar die Leine anlegen. Nicht, weil sie es genießt, sondern weil sie sich trotz allem noch nicht ganz aufgegeben hat.


Hunde wie Alphonza berühren uns mit ihrer stillen Art oft besonders. Ihr Vertrauen wächst nicht mit großen Sprüngen. Es wächst in winzigen Schritten, ermutigt durch einen ruhigen Blick, eine sanfte Stimme; eine Hand, die nichts verlangt. Und dann kann es passieren, dass Alphonza Ihre Geduld eines Tages auf das Schönste belohnt: Wenn sie zum ersten Mal ganz zaghaft eine Pfote auf Ihre Füße legt…
Sabine Wojtok
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Gea
Rasse: Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 09.2022
Schulterhöhe: 54 cm
Hallo, liebe Tierfreundinnen und -freunde!
Wisst Ihr, ob es viel mehr Hunde als Menschen gibt? Weil, wenn es andersherum wäre, dann hätte doch jeder Hund ein Zuhause und dürfte sich versorgt und geborgen fühlen. Ich habe leider keines und Ihr könnt Euch sicher denken, wie ich mich fühle. Ganz allein auf mich gestellt habe ich meine Welpchen geboren, in einer Gegend, die man bestenfalls als Wüste bezeichnen kann; es ist das Death Valley der streunenden Hunde!

Eine liebe Tierschützerin, die gerade auf dem Weg zum Tierarzt war und dabei mit einer Kollegin telefonierte, sah zwei kleine Hundebabies am Straßenrand nach Futter suchen. Sie ist sofort an die Seite gefahren, ausgestiegen und meinen kleinen Mädels, Gin und Grappa, nachgeschlichen zu dem Versteck, in dem wir uns vor der Welt und ihren Gefahren verborgen hatten. Dort hat sie dann auch mich und mein Baby, den Buben Guinness, gefunden. So schnell wie möglich kam ihre Freundin ihr zu Hilfe, um uns einzufangen. Ich hatte eine Heidenangst vor ihnen, aber mein Hunger war größer, so dass ich mich zuletzt doch schnappen ließ. Meine Welpchen waren sehr schwach und ausgemergelt und leisteten keinen Widerstand.


Die ersten Tage hatten wir schreckliche Angst vor
den Menschen und der neuen Umgebung. Aber wir merkten schnell, dass uns bei der
Tierschützerin in ihrer kleinen Auffangstation kein Leid geschieht. Ich war
glücklich zu sehen, wie meine Kinder jeden Tag mehr an Gewicht zunahmen,
neugierig ihre Umgebung erkundeten und sich von der Tierschützerin behandeln
und nur allzu gern füttern ließen.


Ich selbst bin eine noch sehr junge, schneeweiße Hündin, bescheiden und vom Leben nicht verwöhnt. Es war ein Wunder, dass ich in der ungastlichen Gegend überleben und noch dazu meine Welpchen säugen konnte. Ob der große Hundeengel wohl auch für mich noch ein Wunder übrig hat? Wem darf ich vertrauen und mein treues Herz zu Füßen legen?
Mit dieser Frage grüßt Euch die Gea

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Liebe Leserinnen und Leser! Während andere Hunde glücklich in ihr neues Zuhause reisen, bleibt Gea zurück; immer wieder, Jahr für Jahr. Sogar ihre Welpen, die sie unter erbärmlichsten Bedingungen liebevoll aufgezogen hat, sind inzwischen alle vermittelt und in Sicherheit. Nur Gea wartet weiter im Schatten, leise und ungesehen.

Bei der Tierschützerin, die sich täglich liebevoll um sie kümmert, hat Gea bereits kleine Fortschritte gemacht: In ihrer Nähe bleibt sie ruhig und entspannt, während sie sich bei ihr fremden Menschen eher zurückzieht. Das zeigt, dass dass sie sich nach Vertrauen und Sicherheit sehnt. Dabei drängt sie sich niemandem auf. Sie fordert den Platz nicht ein, den sie so sehr verdient hätte, sondern hofft still, dass ihn jemand ihr eines Tages anbietet.

Wären Sie bereit, der sanften, wunderschönen Gea die Zeit zu
geben, die sie benötigt, um Vertrauen zu fassen? Möchten Sie für sie da sein,
weil ihr Schicksal Sie berührt und Sie erkennen, welch kostbarer Schatz sich hinter
ihrer Scheu verbirgt? Dann melden Sie sich bitte bei ihrer Vermittlerin.
Vielen, lieben Dank!
Daniela Koenemann
ist Ihre persönliche Ansprechpartnerin
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aus Deutschland:
0176 - 24 63 36 19
aus dem Ausland:
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RADELON
Rasse: Maremmano Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 01/2017
Schulterhöhe: 65 cm
Geboren 2017, irgendwo in Italien. 2019 wurde Radelon das Opfer eines Autounfalls. Die rechte Vorderpfote war gebrochen, es folgten ein Klinikaufenthalt, eine Operation und die Amputation zweier Zehen. Danach ging es ohne Umwege ins Canile – in ein Hundegefängnis, aus dem kaum einer entkommt. Für einen versehrten Hund wie Radelon waren die Aussichten von Anfang an besonders schlecht.

Dann kamen sieben zähe Jahre, in denen sich fast nichts veränderte. Mehr als 2.500 Tage und Nächte hinter Mauern und Gittern. Das ist die kurze Geschichte unseres großen Radelon. Denn groß ist er nicht nur von seiner Statur her. Radelon ist auch ein großer Charakter. Trotz aller Widrigkeiten und trotz seiner Einschränkung ist er ein lieber, geselliger und gutmütiger Rüde geblieben.

Im Oktober 2026 ist Radelon fast zehn Jahre alt und hat seit sieben Jahren kaum etwas von der Welt gesehen. Seine wechselnden Mitbewohner – Rüden und Hündinnen gleichermaßen – bringen ein wenig Abwechslung in seinen trostlosen Alltag. Radelon scheint einer dieser Hunde zu sein, die sich mit vielem arrangieren und mit anderen Hunden gut zurechtkommen. Einer, der Konflikten lieber aus dem Weg geht und eine erstaunliche Ruhe ausstrahlt.
Als Maremmano bringt er Eigenschaften mit, die ihn ursprünglich für ein Leben ganz anderer Art vorgesehen haben: Eigenständigkeit, Wachsamkeit und die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen. Maremmanen wurden über Generationen dafür gezüchtet, Schafherden selbstständig zu begleiten und zu beschützen.

Für Radelon sind weite Felder und Schafherden heute allerdings eine Welt, die er nur aus weiter Ferne kennen kann. Und da ist noch seine Vorderpfote. Ihr Zustand macht ihn zu einem dringenden Notfall, denn wir können nicht ausschließen, dass er Schmerzen hat. Ob eine gründliche medizinische Untersuchung ihm Linderung verschaffen könnte, wissen wir leider nicht. Dort, wo Radelon seit Jahren eingesperrt lebt, interessiert sich niemand dafür, wie es ihm geht.

Die mit uns befreundeten Tierschützer durften Radelon im September 2026 zum ersten Mal besuchen. Sie haben erlebt, dass er trotz seiner Einschränkung neugierig und bewegungsfreudig geblieben ist. Er läuft auch recht gut an der Leine, interessiert sich für seine Umgebung und hätte die Wiese am liebsten gar nicht mehr verlassen.
Endlich Gras unter den Pfoten. Neue Gerüche, die seine Nase aufnehmen kann. Sonne auf dem Fell. Ein Knochen zum Kauen. Und vor allem: endlich einmal irgendwo sein dürfen, ohne Gitter vor der Nase – vielleicht würde Radelon genau das brauchen, um noch einmal ganz neu anzufangen. Dieser Wunsch ist im Moment noch ein Traum. Aber er muss keiner bleiben.

Wir suchen für Radelon ein ländlich gelegenes Zuhause mit einem sicher eingezäunten Garten. Seine neuen Halter sollten möglichst Erfahrung mit Herdenschutzhunden mitbringen oder bereit sein, sich auf die besonderen Eigenschaften eines Maremmanen einzulassen. Vor allem braucht Radelon Zeit, Geduld und Empathie – und jemanden, der versteht, dass ein Hund, der sieben Jahre lang kaum etwas anderes als seinen Zwinger gesehen hat, nicht innerhalb weniger Tage in ein völlig neues Leben findet.

Radelon hat lange ausgeharrt. Er hat sich seine Freundlichkeit bewahrt und trotz allem den Kontakt zu Menschen nicht verloren. Jetzt wäre es an der Zeit, dass er noch eine andere Seite seines Lebens kennenlernt: Eine mit Wiesen statt Beton. mit Sonne statt Gitterstäben und mit einem Zuhause, in dem er endlich erfahren darf, was Geborgenheit bedeutet.
Wenn Sie Radelon diese Chance geben möchten, setzen Sie sich bitte mit seiner Vermittlerin in Verbindung. Sie freut sich sehr auf Ihren Anruf.
Margot Wolfinger
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https://www.pro-canalba.eu/warum-italien/Lebenslichter 19.10.2026, 19.41 | (0/0) Kommentare | PL

DAXTER
Rasse: Mischling
Geschlecht: Rüde
Geboren: 02/2020
Schulterhöhe: 52 cm
Als ich 2021 in dieses Hundelager kam, war ich gerade ein Jahr alt und wollte nur eins: wieder raus. In meinem ersten Inserat stand damals: „Gibt es da draußen jemanden, der mir dabei helfen mag? Ich kann nicht schreiben. Also lebe ich diese Frage. Jeden Tag.
Die Antwort ist bis heute nicht gekommen. Aber ich habe immer wieder geglaubt, dass sie kommt.
Schon 2022 fahren die Transporter mehrmals auf den Hof. Ich höre sie, bevor sie um die Ecke kommen! Pfoten auf Beton, volle Fahrt, Vollbremsung am Gitter. Beste Position: ganz vorn. Viele Hunde dürfen mit. Ich nicht. Na gut, dann eben beim nächsten Mal.

Auch 2023 kommen die Transporter wieder. Ich bin natürlich da. Diesmal stecke ich den Kopf gleich zwischen die Stäbe, damit mich wirklich keiner übersieht. Andere Namen werden gerufen. Meiner nicht. Ich schaue hinterher, bis die Rücklichter verschwunden sind. Dann noch ein Stück länger. Man weiß ja nie...
Irgendwann, 2024, fange ich an, die Geräusche auswendig zu lernen. Beton. Gebell. Nächte, in denen sich nichts ändert. Ich kenne inzwischen auch die Geräusche, wenn ein Hund abgeholt wird: Schritte. Eine Tür. Ein Motor. Und dann die Stille. Die ist am schlimmsten. Trotzdem bleibe ich noch kurz stehen. Danach lege ich mich hin. Dann sieht wenigstens keiner, dass ich gewartet habe.

2025 werde ich fünf. Ich kam als Einjähriger hierher und habe mein ganzes Erwachsenenleben hinter Gittern verbracht. Ich weiß nicht, wie ein Sofa riecht. Ich weiß nicht, wie es ist, wenn abends jemand das Licht ausmacht und ich bleiben darf. Ich weiß nur, wie es ist, wenn Hunde, die nach mir kamen, vor mir gehen.
Jetzt ist 2026, und ich bin sechs. Wenn die Transporter kommen, stehe ich immer noch als Erster am Gitter. Frag mich nicht, woher ich die Hoffnung nehme. Ich glaube, ich habe nie gelernt, damit aufzuhören. Vielleicht ist das mein Fehler. Vielleicht ist es aber auch das Einzige, was ich richtig gut kann.

Und nun kommt der Teil, in dem ich mich verkaufen soll. Darin bin ich schlecht. Ich habe ja nie geübt. Also einfach die Fakten: Ich bin 52 Zentimeter Charme, kastriert, freundlich und menschenbezogen. Ich suche den Kontakt zu Menschen von mir aus und gehe gut an der Leine. Mit Rüden und Hündinnen lebe ich friedlich zusammen. Katzen finde ich spannend. Faucht eine mich an, nehme ich es nicht übel und gehe lieber einen Schritt zurück. Ich bin einer, der mit allen auskommt.

Was mir fehlt, ist jemand, der mich mitnimmt.
Ich wurde nie zurückgebracht. Ich habe niemanden enttäuscht. Ich hatte überhaupt nie die Chance, etwas falsch zu machen. Ich war einfach nie derjenige, der mitdurfte. Sechs Jahre lang nicht.

Du hast bis hierhin gelesen. Das ist mehr, als viele für mich getan haben. Und natürlich habe ich mir ausgemalt, wie es wäre, wenn mich endlich jemand abholt. Nicht den großen Moment. Sondern den ersten Abend.
Du machst das Licht aus. Ich überlege kurz, ob ich gehen muss. Dann merke ich: Ich darf bleiben.

Wahrsheinlich werde ich die ganze Nacht nicht wissen, was ich mit dieser Ruhe anfangen soll. Und am Morgen stehe ich als Erster an der Tür. Nicht mehr am Gitter.
Das ist alles, was ich mir wünsche: einen Ort, an dem ich nicht der Erste sein muss, um gesehen zu werden.

Bitte. sei du diesmal der Mensch, der meinen Namen ruft.
Meine Vermittlerin wartet auf deinen Anruf. Sie erzählt dir alles, was du über mich wissen möchtest. Und wenn der nächste Transporter kommt, muss ich vielleicht nicht mehr hinterhersehen.
Dein Daxter
Margot Wolfinger
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